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Offener Brief an die Medienverantwortlichen in Bund und Ländern

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Maren

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Offener Brief an die Medienverantwortlichen in Bund und Ländern

Beitrag1. September 2015, 11:26

In einem offenen Brief an die Medienverantwortlichen in Bund und Ländern sowie an die Verwaltungs-, Rundfunk- und Fernsehräte fordern Kreativenverbände, die Mittel dazu zu nutzen, das Programm zu verbessern und "die äußerst schwierige Situation der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft zu normalisieren."

Fernseh- und Filmschaffenden seien es leid, von den Sendern wie Stiefkinder behandelt zu werden. Schauspieler, Kreative und andere Filmschaffende lebten zu einem großen Teil unter prekären finanziellen Verhältnissen. Die Etats, die die Sender den Produktionsfirmen zugestehen, reichen selten aus, die Arbeitsschutzgesetze einzuhalten - von den tariflichen Vereinbarungen ganz zu schweigen.

Die Investition ins Programm, die den Produzenten wieder eine sorgfältige Entwicklung und Realisierung der fiktionalen und dokumentarischen Stoffe erlaubt, müsse erfolgen, um den Filmschaffenden - ob abhängig oder selbständig beschäftigt - wieder eine Berufsperspektive ohne allzu große Existenzsorgen zu ermöglichen. (...)

Die Mittel sind da. Verfügen Sie darüber im Sinne der deutschen Fernsehzuschauer und im Sinne derer, die für sie arbeiten", heißt es dazu in dem Offenen Brief, den die Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände erstellt hat.

Angeschlossen haben sich:
- der Bundesvereinigung der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS)
- der Bundesverband Filmschnitt Editor (BFS)
- der Bundesverband Beleuchtung Bühne (BVB)
- der Bundesverband Casting (BVC)
- der Bundesverband der Fernsehkameraleute (BVFK), die Bundesvereinigung Filmton (BVFT)
- der Bundesverband Kinematographie (BvK)
- der Bundesverband Locationscouts (BVL)
- die Bundesvereinigung Maskenbild (BVM)
- der Bundesverband Produktion (BvP)
- der Bundesverband deutscher Stuntleute (BVS)
- der Interessensverband für faire TV-Produktionen in Deutschland (FairTV)
- der Verband deutscher Tonmeister (vdt)
- der Verband der Film- und Fernsehdramaturgen (Vedra)
- der Verband der Requisiteure und Setdecorator (VDRSD)
- Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild (VSK)

Allein 2014 hatten die öffentlich-rechtlichen Anstalten im Vergleich zum Vorjahr einen Gebührenüberschuss von 643 Mio. Euro erzielt. Eine Entscheidung über die Verwendung dieser Gelder haben die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder Mitte Juni ins Frühjahr 2016 verschoben.

Quelle

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