Aktuelle Zeit: 20. Mai 2019, 22:28


Irreführende Berichterstattung der Tagesschau zu Duma-Angriff

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
  • Autor
  • Nachricht
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6173
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Irreführende Berichterstattung der Tagesschau zu Duma-Angriff

Beitrag2. März 2019, 11:57

Guten Tag Herr Gniffke,

wie gehabt, vorab der Hinweis, dass es sich um ein öffentliches Schreiben handelt, in dem auch Ihre Antwort oder Nicht-Antwort transparent gemacht wird. Erfreulicherweise hat die Reichweite dieser Schreiben zwischenzeitlich ein beachtliches Ausmaß erreicht.

Am 1. März 2019 verbreitete die ARD-Tagesschau eine Nachricht über angeblich neue Erkenntnisse der OPCW. Für diese Organisation gibt es übrigens auch einen deutschen Namen, Organisation zur Verhinderung des Einsatzes chemischer Waffen (OVCW). Unabhängig davon, dass die Nachricht aus Ihrem Haus leider wie gewohnt tendenziös war und mit dem Finger auf Russland zeigend, dessen Medien unterstellte und mit zweifelhaften Verrenkungen "nachwies", sie würden das Thema propagandistisch ausschlachten, hatte sie ein entscheidendes, Journalismus verpflichtetem Handeln widersprechendes Manko (b1):

2019-03-02_ARD-Tagesschau_Chemiewaffen.png
2019-03-02_ARD-Tagesschau_Chemiewaffen.png (108.6 KiB) 823-mal betrachtet


Hat Ihre Redaktion, Herr Gniffke, es bisher ein einziges Mal fertiggebracht, die Leser und Zuschauer unvoreingenommen darüber zu informieren, was es mit dem sogenannten UN-Menschenrechtsrat, dessen Todeszahlen sie kolportieren, auf sich hat (a1)? Die Antwort lautet: Nein.

Es ist schon ziemlich anstrengend, Ihre - immerfort einen bestimmten Spin verfolgende - Berichterstattung zum Thema Syrien ertragen und dann auch noch über die sich investigativ gebendenRecherchen des Faktenfinders zu "irreführenden Berichten" lesen zu müssen. Ihrem Kollegen Patrick Gensing, der dieses Propaganda-Lehrstück verfasst hat (1), unterstelle ich glatte Lügen und, Herr Gniffke, so Sie daran interessiert sind, weise ich das Patrick Gensing im Einzelnen nach.

Die Propaganda der jüngsten Artikel zum Thema, die - wie jeder andere - über Ihren Tisch oder den Ihrer Stellvertreter gegangen ist, möchte ich hier nicht weiter untersuchen. Mich interessiert an dieser Stelle nur Eines:

Wo sind die Primärquellen? Ich ersuche Sie, dem geneigten Publikum die Originalquelle - einschließlich Verlinkung zu den Dokumenten der OVCW - zur Verfügung zu stellen. Damit sich jeder Leser ein eigenes Bild ihrer Nach-Richt machen kann.

Es sollte eine journalistische Selbstverständlichkeit sein, die Quellen einer Nachricht anzugeben. Das aber scheint der ARD-Tagesschau - gerade bei besonders brisanten Themen - abzugehen. Das Thema Giftgas - soweit dürften Sie ja informiert sein - hat wiederholt dafür hergehalten, kriegerische Handlungen der sich selbst so nennenden westlichen Wertegemeinschaft gegen einen völkerrechtlich anerkannten UNO-Mitgliedsstaat zu rechtfertigen (a2). Mich interessiert daher auch, wie die Kollegen des Hauses diesbezüglich sensibilisiert sind. Über eine Antwort Ihrerseits freue ich mich selbstredend.

Achtungsvoll, Peter Frey

Anmerkung

(a1) Der UN-Menschenrechtsrat wurde in den letzten Jahren von Saudi-Arabien geführt - einem Land, dass weder innen- noch außenpolitisch Wert auf die immer so die im Mund der westlichen Meinungsherrscher geführte Agenda freiheitlicher Demokratie und Frieden verpflichteter Politik legt.

(a2) Rechtfertigen - sich das Recht fertigen, fertigen im eigenen Sinne. Macht fertigt Recht. Im Falle des Krieges gegen Syrien ist das hervorragend sichtbar geworden.

https://peds-ansichten.de/2019/03/herr- ... as-giftgas
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6173
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Irreführende Berichterstattung der Tagesschau zu Duma-Angriff

Beitrag15. März 2019, 15:26

Subject: Ihre Nachricht vom 09.01.2019
From: publikumsservice@tagesschau.de


Sehr geehrter Herr Frey,

vielen Dank für Ihre Nachricht an Herrn Gniffke. Bitte entschuldigen Sie, dass Sie erst heute eine Antwort erhalten. Durch den Verteiler, den Sie gewählt haben, mussten wir ein paar interne Abstimmungen treffen.

Ihren Offenen Brief an ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke und Ihre Gedanken zu unseren Nachrichtenangeboten haben wir mit Interesse gelesen. Wir bedauern sehr, dass Sie anmerkten, dass Sie Rundfunk und Fernsehen bereits seit fünf Jahren "als Informationsquelle vollständig abgewählt" haben.

Zugleich versichern wir Ihnen, dass ARD-aktuell keinerlei Propaganda betreibt. Die Redaktion ist keiner politischen Instanz, Partei oder sonstigen Interessengruppen verpflichtet. Unser Ziel ist es, tagtäglich in allen Ausspielwegen und Formaten möglichst umfassend und objektiv über das Weltgeschehen zu informieren und alle Aspekte der behandelten Themen angemessen zu beleuchten. Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an journalistischen Nachrichtenkriterien. Dazu zählt auch, dass wir nicht nur über ein Ereignis an sich (in Ihrem Beispiel: Trump kündigt Truppenabzug aus Syrien an) berichten, sondern auch über Reaktionen darauf und die weitere Entwicklung (in Ihrem Beispiel: internationale Besorgnis und Einschätzung von Experten).

Wir selbst enthalten uns dabei einer Bewertung des Ereignisses. Vielmehr sehen wir es als unsere Aufgabe, zum Verständnis eines Ereignisses notwendige Informationen zusammenzutragen, damit sich unser Publikum eine eigene Meinung bilden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Publikumsservice ARD-aktuell
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6173
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Irreführende Berichterstattung der Tagesschau zu Duma-Angriff

Beitrag15. März 2019, 15:39

Dresden, 14.3.2019
Betrifft: Ihre Antworten auf mein Schreiben vom 9.1.2019

Guten Tag Herr Gniffke,

an dieser Stelle noch einmal Danke für Ihre persönliche Antwort und die vorherige des Publikums-Services der ARD. Das hält mich aus gegebenen Gründen nicht davon ab, das von mir im Januar 2019 in einem persönlichen Schreiben an Sie gefasste Thema erneut aufzugreifen. Beginnen möchte ich mein Schreiben mit den hier aufgeführten Links:

• 01.03.2019: https://www.tagesschau.de/ausland/opcw- ... n-101.html
• 28.02.2019: https://faktenfinder.tagesschau.de/ausl ... 6242c.html
• 27.02.2019: https://www.tagesschau.de/ausland/nigeria-455.html
• 26.02.2019: https://www.tagesschau.de/ausland/iran-zarif-103.html
• 26.02.2019: https://www.tagesschau.de/ausland/trump ... n-101.html
• 26.02.2019: https://www.tagesschau.de/ausland/trump ... e-101.html
• 25.02.2019: https://www.tagesschau.de/ausland/kim-trump-109.html
• 22.02.2019: https://www.tagesschau.de/ausland/usa-n ... n-101.html

Alle dahinter liegenden Texte zeichnen sich durch mehrere Gemeinsamkeiten aus:

1. Sie fanden sich innerhalb von sieben Tagen in der Rubrik Auslandspolitik.
2. Sie waren nicht als Kommentare oder – bis auf einen Artikel des “Faktenfinders” – eigene wertende Recherchen gekennzeichnet.
3. Teil der Berichte waren – selbstredend anonyme – emotional wertende Beobachter oder Experten.


Warum ist mir das so wichtig?

Hierzu muss ich etwas ausholen. Ihre Antwort vom 8. Februar 2019 an mich lautete:

Sehr geehrter Herr Frey,

Ihr Offener Brief und Ihre Gedanken zu den Nachrichtenangeboten von ARD-aktuell haben mich persönlich erreicht. Die Antwort, die Sie von unserer Redaktion erhalten haben, war mit mir abgestimmt. Ich bitte um Verständnis, dass es mir als Chefredakteur aus Kapazitätsgründen nicht möglich ist, alle Anfragen persönlich zu beantworten. Inhaltlich habe ich unserem Antwortschreiben an Sie nichts hinzuzufügen.

Ich würde mich freuen, wen Sie uns als kritischer Begleiter unserer Nachrichtenangebote erhalten blieben.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Kai Gniffke
Chefredakteur ARD-aktuell


Dass Sie möglicherweise aufgrund der Vielzahl an Einsendungen nicht jedes Schreibenpersönlich beantworten können, ist für mich nachvollziehbar. Da zudem die Antwort mit den Kollegen des Publikums-Service abgestimmt war, ist das für mich akzeptabel.

Doch kommuniziere ich prinzipiell mit Menschen – nicht mit Institutionen – und adressiere meine Anliegen in Bezug auf die Art und Weise der Tagesschau-Berichterstattung weiterhin persönlich an Sie. Denn ich sehe Menschen und nicht Strukturen in der Verantwortung für das, was im Rahmen des Formats letztendlich über den Sender geht.

Das – die Verantwortung – kann eine Institution nicht übernehmen. Oft genug habe ich es erlebt, dass Menschen sich hinter Institutionen versteckten, um sich vor ihrer Verantwortung zu drücken. Auch deshalb hat mich der Gruß am Ende des Schreibens Ihrer Kollegen befremdet:

“Mit freundlichen Grüßen
Publikumsservice ARD-aktuell”


Hatte die Antwort ein Mensch aus Fleisch und Blut oder eine Maschine verfasst? Daher ersuche ich Sie oder einen namentlich beauftragten Kollegen um die Beantwortung der nach wie vor offen stehenden Fragen.

Kommen wir also zum Thema, der manipulativen Verwendung von “Beobachtern” und “Experten” in Ihren Berichten, was diesen und damit den Lesern oder Zuschauern eine Tendenz vorgibt und auf diese vereinnahmt. Ob das durch die Kollegen Ihres Hauses unbeabsichtigt geschieht oder sie dafür auf irgendeine Weise motiviert werden, möchte ich an dieser Stelle nicht thematisieren. Dass aber die Tagesschau die propagandistische Methode wertender – und wohlgemerkt anonymer – Beobachter und Experten als Standard in ihren Nachrichten verwendet, ist unübersehbar. Für einen sauberen Journalismus aber ist es nicht akzeptabel, weder im Nachrichten- noch im Kommentarteil.

An dieser Stelle möchte ich Sie dazu anregen, mich nicht in einem irgendwie definierbaren politischen Spektrum zu orten. Natürlich habe ich eine klare politische Haltung – meine politische Haltung. Doch das spielt hier keine Rolle. Die von Ihrer Redaktion angewandten kleinen Trigger in den Nachrichten sind – vollkommen unabhängig davon, welche Tendenz sie im jeweiligen Beitrag vorgeben – in jedem Fall fehl am Platz, weil hoch manipulativ.

In meinem Schreiben vor Monatsfrist hatte ich es doch deutlich zum Ausdruck gebracht. Es befasste sich mit zwei sorgfältig ausformulierten Sätzen in einem Tagesschau-Bericht vom 4. Januar 2019:

“Trump hatte Mitte Dezember den Rückzug der 2000 US-Soldaten aus Syrien bekanntgegeben, was national wie international Empörung und Beunruhigung auslöste. Er begründete seinen Entschluss damit, dass der IS besiegt sei. Viele Experten sehen dies anders.” (1)


Was sich folgendermaßen auflösen lässt – und hierzu kopiere ich einfach nochmals den damals an Sie gerichteten Passus:

1. Trump weist an, US-Truppen aus Syrien zurückzuziehen, weil der IS besiegt sei.
2. Empörung und Beunruhigung – national und international.
3. Auch die Experten sagen das.


Die zitierte Textpassage Ihrer ARD-Tagesschau-Nachricht, Herr Gniffke, besteht aus drei Teilen:

1. der Nachricht selbst (rational)
2. einer Botschaft (emotional)
3. einer Botschaft zur Stärkung der vorherigen Botschaft (emotional)


In zwei Sätzen, Herr Gniffke, hat es Ihre Redaktion geschafft, aus 100 Prozent Nachricht ein Drittel Nachricht und zwei Drittel Propaganda zu machen. Denn Sie wissen so gut wie ich, dass jede emotionale Stärkung einer Nachricht, um dieser mehr Gewicht zu geben, eben genau das ist: Propaganda.

Ob ich für oder gegen einen Donald Trump, für oder gegen die Syrien-Politik der USA oder auch der deutschen Regierung bin, das spielt in diesem Kontext überhaupt keine Rolle. Auch wenn Sie mit diesen Techniken Trumps Wirken unterstützen würden, wäre das eine Verletzung sauberen journalistischen Arbeitens. Es wäre gleichermaßen Verstrickung und damit Parteinahme. So Sie dazu nochmals nachlesen möchten, können Sie es gern hier tun:

Offener Brief an Herrn Kai Gniffke vom 9. Januar 2019
Die Antwort – da in Abstimmung mit Ihnen verfasst – kennen Sie ja. Sie sei den Lesern noch einmal angeboten:
Antwort des Publikums-Service der ARD-Tagesschau vom 11. Januar 2019

Nun sehe ich das folgende Problem: Wurde von den Tagesschau-Kollegen damals tatsächlich erfasst, um was es hier geht?
In Ihrer Antwort las ich unter anderem (Hervorhebung durch den Autor):

“Unser Ziel ist es, […] alle Aspekte der behandelten Themen angemessen zu beleuchten. Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an journalistischen Nachrichtenkriterien. Dazu zählt auch, dass wir nicht nur über ein Ereignis an sich (in Ihrem Beispiel: Trump kündigt Truppenabzug aus Syrien an) berichten, sondern auch über Reaktionen darauf und die weitere Entwicklung (in Ihrem Beispiel: internationale Besorgnis und Einschätzung von Experten).” (2)


Ihr Bericht enthält “Reaktionen darauf“. Da stellt sich schon grundsätzlich die Frage, was die Redaktion veranlasst, in einen Tatsachenbericht Wertungen einzubauen. Was haben die in einer Nachricht zu suchen? Es sind keine Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis der Nachricht an sich dienen, sondern emotionale (!) Einfärbungen, die den Leser / Zuschauer eben emotional lenken. Jedoch reichern solche, auf menschliche Gefühle zielende Trigger In keiner Weise den Inhalt an.

Ist es Ihnen außerdem tatsächlich nicht klar, dass “internationale Besorgnis” und “Einschätzung von Experten” beliebig auslegbare und damit im Sinne einer vorzugebenden Tendenz missbräuchliche Begriffe sind? Die Art und Weise wie Sie Ihre Nachrichten verfassen, suggeriert, dass es DIE “internationale Besorgnis” gibt – und das ist schlicht falsch. Natürlich sind klar vorzeigbare politische Kräfte zum gegebenen Thema “besorgt”. Sie und Ihre Kollegen aber vermitteln den Eindruck, dass damit die internationale Gemeinschaft (a1) als Ganzes vertreten wird. Ihre “Experten” demonstrieren außerdem allesamt im Gleichschritt einer Meinung ihr “Expertenwissen” und suggerieren ebenfalls, dass es ja DIE Experten sagen – und auch das entspricht nicht der Wirklichkeit.

Sie geben bewusst eine Tendenz in der Wertung weiter und belegen sie nicht einmal konkret. Wenn Sie nun nachfolgend schreiben:

Wir selbst enthalten uns dabei einer Bewertung des Ereignisses. (3), dann ist das eine mich beunruhigende Selbstwahrnehmung, denn einer Bewertung enthalten tun Sie sich damit ganz und gar nicht. Selbstredend muss die tendenziöse Einfärbung einer Nachricht nicht durch die Stellungnahme eines Tagesschau-Mitarbeiters erfolgen – was ungeachtet dessen oft genug geschieht. Es genügt ja, wenn Sie den Spin-Geber über eine dritte Person oder auch aus einer unbestimmten Grauzone sprechen lassen und exakt das tun Sie in den von mir angeführten Beispielen.

Schließlich verzerrt die beschriebene Technik die Wirklichkeit. Denn die “Experten” der “anderen Seite”, die es zu Hauf gibt, kommen nicht zu Wort und verschwinden so hinter dem Wahrnehmungshorizont des Rezipienten. Andererseits ist es ja auch gar nicht die Aufgabe eines Nachrichtenvermittlers wie der ARD-Tagesschau, in jeder Nachricht zwingend alle Seiten bewertend zu Wort kommen zu lassen. Es ist auch im Sinne der objektiven Abbildung eines Meinungsspektrums kaum umsetzbar. Es sei denn man polarisiert ganz bewusst und stellt dann die “andere Seite” in das Reich “der Bösen”. Die Nachricht als solche steht für sich (a2). Umfassend zu informieren, das ist die Aufgabe der ARD, aber nicht ihre Zuschauer zu einer bestimmten politischen Haltung zu erziehen. Die erzieherische Komponente – so wir sie mal so
nennen wollen – ist an anderer Stelle abgelegt, nämlich im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Noch einmal frage ich daher: Ist Ihnen jetzt klar, dass das eine ungemein wirkmächtige Propaganda-Technik ist? Ihre Kollegen schrieben auch (Hervorhebung durch Autor):

“Vielmehr sehen wir es als unsere Aufgabe, zum Verständnis eines Ereignisses notwendige Informationen zusammenzutragen, damit sich unser Publikum eine eigene Meinung bilden kann.”


Es freut mich, das zu lesen. Doch um den Kreis zu schließen: Notwendige Informationen sind keinesfalls “Besorgnisse” und “Empörung” von “Experten” und “Beobachtern”, also mit dem Streuen von Ängsten verbundene emotionale Vorgaben vermeintlicher Gelehrter und Besserwissender, die ihrem Publikum – bewusst oder unterbewusst – unterstellen, sich keine, oder noch schlimmer, die falsche Meinung bilden zu können.

Über eine Antwort, die sich ernsthaft mit dem von mir erkannten Problem befasst, freue ich mich sehr.

Freundliche Grüße,
Peter Frey

Anbei noch der Link zum Originalartikel von Peds Ansichten, der diesen offenen Brief im Wortlaut enthält: https://peds-ansichten.de/2019/03/tages ... rstattung/

Zurück zu Sammlung externer Beschwerden

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste