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Feindbild China

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Maren

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Feindbild China

Beitrag25. November 2019, 20:07

Ein neues Feindbild wird beackert.

Wer eignet sich dazu wohl besser als die geschulten Missionare in den öffentlich-rechtlichen Medienbetrieben? Zu jeder Nachricht wird der passende Experte präsentiert, der frei nach einem angenommenen "Autoritätsargument" die staunenden Rezipienten abholen darf - aus ihrer tiefen Unwissenheit. Insbesondere die Tagesschau glänzt fast täglich mit "Experten", die - wie der Zufall nun mal will - stets die gerade veröffentlichte Meinung der Nachrichten-Granden bekräftigt und ihr somit (vermeintlich) mehr Gewicht verleiht.

Dass dieses Expertenunwesen von Rezipienten und echten Faktenfindern zunehmend skeptischer betrachtet und durchschaut wird, ist in der Bubble der Meinungsbildner noch nicht richtig angekommen.

Adrian Zenz gehörte in den letzten Tagen zu den meistzitierten Quellen in den deutschen Medien. Angefangen bei der Tagesschau, über den SPIEGEL, die Süddeutsche Zeitung, die ZEIT bis hin zu amerikanischen Propagandasendern wie Radio Free Asia ist Zenz ein gerngesehener Interviewpartner und Zitatgeber. Die FAZ nennt ihn in einem der wenigen etwas ausgewogeneren Artikel zum Thema „Der Mann mit der Million“ (hinter einer Paywall) – dabei geht es um die Zahl von mehr als einer Million Uiguren, die angeblich in chinesischen Umerziehungslagern interniert sein sollen. Diese Zahl stammt von Zenz und wird als Steilvorlage in der aktuellen Kampagne gegen China oft und gerne aufgenommen. Über den Hintergrund von Adrian Zenz schweigt man lieber. Das ist verständlich, stammt der „Experte“ doch aus einem höchst dubiosen Umfeld mit kalten Kriegern aus der amerikanischen Think-Tank- und Geheimdienstgemeinde. Das lässt an der Seriosität seiner Aussagen zweifeln.


Starker Beitrag von Jens Berger auf den Nachdenkseiten, der Hintergründe über eine interessengeleitete Figur aufdröselt, die uns Medien mit Informationsauftrag ernsthaft als Experten verkaufen wollen, um ihre Zuschauer/Zuhörer gegen China aufzubringen. "Der Krieg vor dem Krieg" geht in die nächste Runde und die deutschen Einheitsnachrichten feuern ihn auf allen Kanälen an.

Ein verärgerter Zuschauer schreibt an info@DasErste.de

Guten Tag die Damen und Herren,
wenn's um China geht, scheinen die Experten aus dem Boden zu schießen, so z.B. dieser bibelfeste Experte
https://www.nachdenkseiten.de/?p=56639

Eventuell wäre es sinnvoll, Ihre Zuschauer über den doch recht zweifelhaften Hintergrund dieses Gebetsbruders aufzuklären, oder was meinen Sie? Falls Sie sich nicht vollends der Lächerlichkeit preisgeben wollen, wäre dies ein durchaus gangbarer Weg.

JS

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