Kapitel 3 – Was Orwell nicht wusste

„Storytelling in der ARD-Griechenlandberichterstattung 2015“ – was bisher geschah…
Vorwort: Storytelling – die Kunst, Geschichten zu erzählen
Kapitel 1 – Das Trojanische Pferd
Kapitel 2 – Über griechische Helden, Märchen und Mythen

Allgemeiner Teil: Die Kunst, Geschichten zu erzählen

Kapitel 3 – Was Orwell nicht wusste

3.1 Warum Fakten und rationale Argumente für die politische Meinungsbildung nebensächlich sind

George Orwell ging davon aus, dass Menschen vernünftig urteilen, wenn man ihnen mit klarer Sprache die durch propagandistischen Sprachgebrauch verschleierten Fakten wieder zugänglich macht.

Falsch, sagt der US-amerikanische Linguist und Politikberater George Lakoff in seinem Essay „What Orwell didn’t know about the brain, the mind and language“. Fakten und rationale Argumente allein ändern keine Einstellung. Der aus der Aufklärung stammende Glaube an den Menschen als vernunftbegabtes, rational denkendes und urteilendes Wesen sei ein Mythos, der von den Neuro- und Kognitionswissenschaften längst entlarvt worden sei: Denken laufe überwiegend unbewusst und emotionsbasiert ab, und zwar in Form von kognitiven Deutungsmustern (Frames), die wiederum meist durch Metaphern strukturiert würden. [32]

Metaphern sind laut Lakoff dabei nicht als bloße rhetorische Stilmittel im klassischen Sinn zu verstehen, sondern stellen Denkphänomene dar (Theorie der konzeptuellen Metapher). Wir verstehen neue Sachverhalte (Zielbereich) in Begrifflichkeiten eines vertrauten, konkreten Erfahrungsbereiches (Herkunftsbereich). Gerade abstrakte und komplexe Sachverhalte können wir laut Lakoff nur in Metaphern denken (metaphorisches Verstehen).

Deswegen gewinne in politischen Auseinandersetzungen nicht derjenige, der auf Faktenvermittlung und rationale Argumentation setzt, sondern derjenige, der die unbewussten kognitiven Deutungsmuster in den Köpfen der Wähler aktiviert. Mittel hierfür seien bestimmte Bilder und Wörter, die als Hinweise (cues) bzw. Trigger fungieren und permanent wiederholt werden.
Konservative Politiker, häufig in Techniken des Marketings bewandert, hätten dies längst verstanden, linke Politiker unterlägen noch zu häufig der Illusion, mit rationalen Argumenten die Wähler überzeugen zu können.

„Wir alle müssen verstehen, wie das Gehirn, das Denken und die Sprache wirklich funktionieren. Wir müssen dieses Wissen effektiv anwenden, um Wahrheiten bedeutsam zu machen und um Wahrheiten die Kraft zu geben, Gehirne zu verändern.“ [33]

In dem 2006 veröffentlichten Diskussionspapier der Bertelsmann Stiftung wird unter Berufung auf Lakoff als Teil einer strategischen Regierungskommunikation ausdrücklich empfohlen, „Narrative [zu] entwickeln“:

„Für jeden politischen Reformakteur ist es essentiell, eine verbindende Erzählung (ein „Narrativ“) zu entwickeln. […] Sprachlich ist bei der Vermittlung von Reformvorhaben zu bedenken, dass Wähler meist in „Frames denken“. Mentale Konzepte lassen sich nicht einfach durch Fakten ändern. Dem kommunikativen Framing, dem Besetzen bestimmter Begriffe im Rahmen eines positiven Reformdiskurses, kommt deshalb ein zentraler Stellenwert zu. […] Wie der US-Linguist George Lakoff in seinem Buch „Don’t think of an Elephant“ eindrucksvoll darlegt, hat die US-Politik die Möglichkeiten des sprachlichen Framing schon lange für sich entdeckt.“ [34]

3.2 Wie man mit Wörtern das Gehirn der Wähler verändert

Ein Beispiel für ein Trigger-Wort zur Aktivierung unbewusster Deutungsmuster ist der in Deutschland verwendete Begriff „Rettungsschirm“ für die Maßnahmen der EU, die ab 2010 in der Euro-Krise die Stabilität im Euro-Raum gewährleisten sollen.
Der Schirm als Sonnen- oder Regenschirm wendet Nässe oder gefährliche Sonnenstrahlen ab. Schutz und Sicherheit stehen auch bei der Deutung des Schirms als Fallschirm im Vordergrund. Der neue abstrakte Sachverhalt des Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus oder der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (Zielbereich) wird also durch die konkrete, vertraute Erfahrung des Schutz und Sicherheit bietenden Schirms (Herkunftsbereich) verstehbar gemacht. Damit aktiviert der Begriff „Rettungsschirm“ gleichzeitig ein vollständiges Deutungsmuster (Frame): eine spezifische Rollenstruktur, ein narratives Erzählmuster mit emotionalem und moralischem Gehalt sowie einer Handlungsempfehlung.

„To frame is to select some aspects of a perceived reality and make them more salient in a communicating text, in such a way as to promote a particular problem definition, causal interpretation, moral evaluation, and/or treatment recommendation for the item described.“ [35]

Dass durch einzelne Trigger-Wörter vollständige Deutungsmuster aktiviert werden, verdeutlicht Georg Diez eindrücklich in seiner Analyse des dem Begriff „Schirm“ vorangestellten Begriffs „Rettung“:

„Seit Jahren ist ‚Rettung‘ das Wort, das viele Journalisten benutzen, um die Geschichte dieser Krise zu erzählen: Mit einem Wort wird etabliert, wer etwas tut und wer nichts tut, wer aktiv ist und wer passiv, wer am Abgrund steht und wer mit der helfenden Hand herbeieilt.
Mit einem Wort werden Schuld und Abhängigkeit hergestellt, mit einem Wort werden Dankbarkeit und Versagen festgelegt, mit einem Wort wird moralisch gerichtet – die Analyse kommt nicht mehr hinterher, wenn erst mal die emotionale Ebene erreicht ist.
Der Retter ist ja im Recht, das suggeriert dieses Wort, er ist im Besitz der Wahrheit, er hat das Gute auf seiner Seite, er handelt aus höheren Motiven – ‚Rettung‘ ist deshalb ein Wort, das im Politischen an sich oder im politischen Journalismus als solchem nichts verloren hat, denn es verschleiert die Motive und Interessen, aus denen Politik besteht.
Ich habe zum Beispiel noch keine Schlagzeile gelesen, die lautete: ‚Merkel rettet die Banken‘ – dabei wäre auch das eine sehr plausible Verkürzung dessen, was in Europa spätestens seit 2010 passiert ist.“
[36]

Was passiert, wenn Metaphern wie „Rettungsschirm“ oder „Hilfspaket“ permanent wiederholt werden? Sie verändern das Gehirn und werden Teil des Bewusstseins: „Du kannst nicht das Denken von jemandem verändern, ohne sein Gehirn zu verändern.“ [37]

„Was sind Wörter? Wörter sind neuronale Verknüpfungen zwischen gesprochenen und geschriebenen Ausdrücken und Frames, Metaphern und Narrationen. Wenn wir Wörter hören, werden nicht nur ihre unmittelbaren Frames und Metaphern aktiviert, sondern auch all die Weltsichten und assoziierten Narrationen mit ihren Emotionen werden aktiviert. Wörter sind nicht nur Wörter. Sie aktivieren einen riesigen Bereich an Gehirnmechanismen […]. Wenn Sie tagtäglich wiederholt werden, werden ausgedehnte Bereiche des Gehirns immer und immer wieder aktiviert- und das führt zu Gehirnveränderungen. Nicht löschbare Gehirnveränderungen. Einmal gelernt, kann die neue neuronale Struktur nicht einfach gelöscht werden. […] Jedes Mal, wenn diese Wörter wiederholt werden, werden all die Deutungsmuster und Metaphern und Weltsicht-Strukturen erneut aktiviert und gestärkt.“ [38]

3.3 Wie man durch das Geschichtenerzählen Emotionen und politische Einstellungen steuert

Zu den unbewussten, metaphorischen Deutungsmustern (Frames), die unser Denken und Handeln bestimmen, gehören laut Lakoff auch kulturelle Narrative wie z.B. dasjenige vom Kampf des Guten gegen das Böse (overwhelming the evil) mit den spezifischen semantischen Rollen (Schurke, Held, Opfer), einem narrativen Erzählmuster, einer moralischen Lehre sowie einer emotionalen Struktur. Diese nicht selten archetypischen Narrative (s. vorangegangenes Kapitel) erzeugen laut Lakoff konventionalisierte Emotionen: Auf die Verletzung des Helden bzw. Opfers reagieren wir mit Ärger und dem Wunsch danach, dass das Gute siegen und das Böse bestraft werden möge, den Kampf zwischen Gut und Böse beobachten wir mit Spannung, der Sieg des Guten erfüllt uns schließlich mit Freude. [39]

Politik, die den Frame solcher Narrative aufruft, kann auf diese Weise gezielt spezifische Emotionen im Wähler erzeugen, z.B. Ärger, Furcht, Bewunderung:

„Tell a story. Find stories where your frame is built into the story. Build up a stock of effective stories“, rät George Lakoff in seinem Buch „Don’t think of an elephant!“. [40]

3.4 Warum man Kindheitserinnerungen im Wähler aktivieren sollte

Zu den meist in der Kindheit erlernten narrativen Deutungsmustern (Frames) gehören auch Familienmetaphern. Unsere früheste Erfahrung mit Regierung bzw. mit dem Regiertwerden ist das Aufwachsen in einer Familie. Auch dieser vertraute, konkrete Erfahrungsbereich der Wähler wird in der politischen Kommunikation genutzt, um politische Themen entsprechend dem eigenen Wertemodell zu framen. Lakoff nennt zwei konkurrierende Familienframes [41]:

  • Der „Strenger-Vater-Moral-Frame“ sei ein Deutungsmuster, das konservative Politik laut Lakoff zur Stärkung konservativer Werte verwendet: Die Welt ist eine Familie oder auch der Staat ist eine Familie, in der einer mehr zu sagen hat als die anderen. Der „Vater“ ist unangefochtene Autorität, er entscheidet über Richtig oder Falsch, stellt für die aufrührerischen Kinder (andere Nationen oder eigene Bevölkerung) die Regeln auf. Disziplin ist ein hoher Wert. Das Scheitern in diesem System wird unzureichend entwickelter Selbstdisziplin zugeschrieben. Innerhalb dieses Frames werden die väterliche Strenge und die Bestrafung abweichenden Verhaltens als Stärke bewertet.
  • Im „Fürsorgliche-Familie-Moral-Frame“, das laut Lakoff eher zum Framen linker Politik geeignet ist, tritt der Dialog an die Stelle des hierarchischen Gehorsams. Die Eltern zeigen und lehren Empathie und Übernahme von Verantwortung. Die Mitglieder der Gesellschaft sollen Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen lernen. Nicht staatliche Strenge, sondern Empathie und Fürsorge sind die vorherrschenden Werte.
  • Die meisten Wähler, so Lakoff, haben aufgrund des kulturellen Kontextes beide Familienmodelle als Deutungsmuster zur Verfügung. Ein und derselbe Mensch kann außenpolitisch z.B. der Strenger-Vater-Moral anhängen (Russland hat gegen die Regeln verstoßen, Russland muss bestraft werden), in Fragen der Innenpolitik dagegen das Wertemodell der Fürsorgliche-Familie-Moral anwenden (z.B. Empathie und Übernahme von Verantwortung als Grundüberzeugung in der Flüchtlingspolitik).

    „Die Frage ist: Welches Wertemodell wenden sie – überwiegend unbewusst und reflexiv – auf die Politik an? Die Antwort: Dasjenige, das über Sprache in ihren Köpfen aktiviert wird.“ [42]

    Es ist offensichtlich, dass die Griechenlandpolitik der Bundesregierung im Jahr 2015 vor allem durch den „Strenger-Vater-Moral-Frame“ kommuniziert wurde („Regeln, Vereinbarungen müssen eingehalten werden“), wohingegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung im selben Jahr überwiegend durch den „Fürsorgliche-Familie-Moral-Frame“ vermittelt wurde („freundliches Gesicht zeigen“, „Wir schaffen das“, vergleichbar auch mit Obamas Wahlslogan „Yes, we can“).

    3.5 Weshalb moralische Empörung wirksamer ist als sachliche Auseinandersetzung

    Unter keinen Umständen sollte man, warnt Lakoff, die Sprache des politischen Gegners übernehmen, auch nicht, um den gegnerischen Frame zu negieren. Dies führe nur zur Aktivierung und Stärkung des negierten Frames, da trotz Negation der Frame im Gehirn aufgerufen werde. „Denken Sie nicht an einen Elefanten“, mit dieser Aufforderung demonstriert Lakoff die Unmöglichkeit, nicht an etwas gleichzeitig durch Sprache Benanntes zu denken: „Wenn du versuchst, nicht an einen Elefanten zu denken, wirst du an einen Elefanten denken.“ [43] Stattdessen sei es zielführender, das jeweilige strittige Thema der eigenen Weltsicht und dem eigenen Wertemodell entsprechend zu reframen, also sprachlich umzudeuten bzw. umzuwerten.
    Da Menschen nie außerhalb von moralischen Frames urteilen würden, sollte (Re-)Framing immer moralbasiert erfolgen (Werte-Framing): „Moral schlägt politische Inhalte.“ [44]

    Auch Lakoffs Mitarbeiterin Elisabeth Wehling rät anlässlich einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema „Politisches Framing“: „Niemals den Frame des Gegners aufgreifen, sondern dort angreifen, wo man ehrlich moralisch empört ist“. Am Beispiel des Vorwurfs der „Lügenpresse“ erläutert die Politik- und Medienberaterin, wie Reframing praktisch umgesetzt werden kann:

    „Wenn die Lügen-Presse ein Konstrukt ist, das von rechtspopulistischen Strömungen in die Welt gesetzt wird, die Frage stellen: Wieso ist der Rechtspopulismus darauf angewiesen, dass wir keine gute transparente Berichterstattung haben? Wieso ist er angewiesen auf die Diffamierung? Was versucht er da? Er versucht, die vierte Gewalt im Staat zu demontieren, weil langfristig der Rechtspopulismus oder zumindest seine extremen Ausprägungen nicht überleben können in einer wirklich freien demokratischen Debatte. Das wäre also eine Geschichte dazu.“ [45]

    Wehlings Rat an Journalisten, den Begriff „Lügenpresse“ in Form einer solchen Geschichte zu reframen, stößt bei Journalisten auf dankbare Ohren, wie z.B. ZDF-Chefredakteur Peter Frey im medienpolitik.net-Interview beweist:

    „Ich ordne auch den auf die Nazi-Ideologie zurückgehenden Begriff ‚Lügenpresse‘ so ein – als Angriff auf die liberale und pluralistische Presse als Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Das müssen wir als Verantwortliche erkennen. Es geht hier nicht um handwerklich ernsthaft gemeinte Kritik, es geht darum, mit pauschalen Angriffen auf die Presse die Demokratie selbst zu attackieren.“ [46]

    Die von Lakoff vertretene Technik des kommunikativen „Reframing“ auch in Form des Geschichtenerzählens gehört zu den zentralen Techniken des NLP, dessen Vertreter aus gutem Grund Lakoffs Forschungsarbeiten als wissenschaftliche Referenz verwenden.
    Dass der Begriff NLP weder bei Lakoff noch im Strategiepapier der Bertelsmann Stiftung auftaucht, rührt daher, dass NLP noch immer – ob berechtigt oder nicht – das Image einer Manipulationstechnik anhaftet. Dabei sind NLP-Kommunikationsschulungen längst nicht nur in den Bereichen Verkauf und Lobbyismus weit verbreitet, sondern auch in der Aus-und Weiterbildung von Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und (auch öffentlich-rechtlichen) Medien. [47]

    Ausdrücklich warnt die Bertelsmann-Expertenkommission vor der „Missbrauchsanfälligkeit“ solcher „nicht unumstritten[er]“ Methoden im Hinblick auf „Desinformation oder Propaganda“ [48]. Lakoffs Vorschlag etwa, den Begriff „Steuer“ durch den Begriff „Mitgliedsbeitrag“ zu ersetzen, um die Bedeutung der Abgabe für das Gemeinwohl hervorzuheben, sei ein „Orwellscher Ratschlag“, der nicht einmal den „Kichertest“ bestehe, kritisiert der Linguist Steven Pinker. [49]

    Es sei in diesem Zusammenhang an den Versuch von ARD-Chefredakteur Schönenborn erinnert, die GEZ-Gebühr als „Demokratie-Abgabe“ zu reframen, da die Abgabe „ein Beitrag zur Funktionsfähigkeit der Gesellschaft“ sei. [50]
    Auch wenn Schönenborns Reframing-Versuch den „Kichertest“ nicht bestanden hat, lieferte er doch die Legitimation für die am 1. Januar 2013 erfolgte Umwandlung der GEZ-Gebühr in einen Rundfunkbeitrag.

    Der Psychologe Rainer Mausfeld bewertet in seinem viel beachteten Vortrag „Warum schweigen die Lämmer?“ die Technik des Reframings (auch Rekontextualisierung genannt) als eine wesentliche Strategie des medialen Meinungs- und Empörungsmanagements. [51]

    Lakoff selbst verteidigt seine Methode folgendermaßen:

    „Ist es legitim, die tatsächlichen Mechanismen des Denkens zu benutzen – Weltsichten, Frames, Metaphern, Emotionen, Bilder, persönliche Geschichten – um wichtige Wahrheiten zu erzählen? Ja, zur Hölle! Es ist gewöhnlich der einzig funktionierende Weg.“ [52]

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    [32] George Lakoff: What Orwell didn’t know about the brain, the mind and language, in: András Szántó: What Orwell didn’t know. Propaganda and the New Face of American Politics, New York 2007, S. 67-74, hier S. 68.
    [33] Ebd., S. 74.
    [34] Bertelsmann Stiftung: a.a.O., S. 8.
    [35] Robert Entmann: Framing: Toward Clarification of a Fractured Paradigm, in: Journal of communication 43 (4) 1993, S. 51-58, hier S. 52.
    [36] Georg Diez: Merkels Propagandamaschine, in: Der Spiegel, 26.06.2015.
    [37] George Lakoff: How to make Friends and manipulate Irrational Voters. Vortrag an der New America Foundation, 02.06.2008.
    [38] Ders.: What Orwell didn’t know, a.a.O., S. 70 f.
    [39] Ders.: Retaking political discourse. Vortrag am International House, U.C. Berkeley, 01.12. 2011.
    [40] Ders.: Don’t think of an elephant, a. a. O.
    [41] s. zum Folgenden: George Lakoff: Retaking political discourse, a.a.O.
    [42] Elisabeth Wehling und George Lakoff: Die neue Sprache der Sozialdemokratie, hrsg. von der Friedrich-Ebert-Stiftung, April 2011, S. 5.
    [43] Dies.: The Little Blue Book. The Essential Guide to Thinking and Talking Democratic, New York 2012, S. 36.
    [44] Ebd., S. 37.
    [45] Elisabeth Wehling auf einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema „Politisches Framing“ am 02.03.2016.
    [46] Peter Frey im Interview mit medienpolitik.net: „Die Empörung hat Methode“, 20.06.2016.
    In derselben Weise reframed auch der feste freie ARD-Mitarbeiter und Vorsitzende des Deutschen Journalisten Verbandes Frank Überall den Begriff „Lügenpresse“: Hinter dem Vorwurf stehe die Ablehnung einer Systempresse, die wiederum die Ablehnung des Systems Demokratie bedeute. Träger des Lügen-Presse-Vorwurfs ordnet Überall deshalb dem „Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus“ zu. Frank Überall auf dem 2. Kölner Forum für Journalismuskritik 2016.
    [47] s. z.B. die Kundenliste eines großen Anbieters von NLP-Seminaren
    [48] Bertelsmann Stiftung: a.a.O.
    [49] Steven Pinker: Block that Metaphor! TNR, 09.10.2006.
    [50] Jörg Schönenborn: Ein Beitrag für die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft, ard.de, 27.12.2012.
    [51] Rainer Mausfeld: Warum schweigen die Lämmer? Psychologie, Demokratie und Empörungsmanagement. Vortrag an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, 22.06.2015.
    [52] George Lakoff: What Orwell didn’t know, a.a.O., S. 74.

    Fortsetzung folgt am 11.08.2016


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