Wir wünschen unseren Mitgliedern, Förderern und Gästen einen guten Start in das neue Jahr!

Wir wünschen unseren Mitgliedern, Förderern und Gästen einen guten Start in das neue Jahr!

Und schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und man hat den Eindruck, dass mal wieder nicht alles geschafft wurde, was man sich ursprünglich vorgenommen hatte. In unserem Fall sind es stapelweise Eingaben, kluge Texte, neue Projekte, Gespräche und Kontakte zu Gleichgesinnten, sowie die notwendige und längst geplante Etablierung von Netzwerken. Die Liste der guten Vorsätze für das neue Jahr dürfte lang werden.

Kommt Ihnen der Text etwa bekannt vor? Sie haben sich nicht geirrt, denn genauso begann der Newsletter zum Jahresausklang 2017 und diese Zustandsbeschreibung wird wohl auch im nächstem Jahr Gültigkeit haben. Der Grund liegt auf der Hand und wird in einer simplen Zeichnung deutlich, die ein geneigter Rezipient einem Mitstreiter widmete, der sich vor kurzem aus der aktiven Medienkritik verabschiedete.

Die Wucht seiner Kritik verstörte sowohl Einsteiger als auch Adressaten, denn in der Wahl seiner rhetorischen Stilmittel war er alles andere als zimperlich. Lediglich seiner strikt gepflegten Anonymität ist es zu verdanken, dass er nicht mit Klagen überzogen wurde. Der Wahrheitsgehalt seiner Analyse, der rechtschaffene Grund seiner Empörung, sowie sein zutiefst demokratischer Anspruch an eine wahrheitsgemäße und unverzerrte Berichterstattung machten ihn jedoch zum Helden seiner Netzgemeinde und vieler Sympathisanten aus der (alternativen) Medienszene. Denn, nicht zornige Worte sind obszön, sondern schamlose und interessengeleitete Lügen, die viel zu oft monströse Folgen für viele unschuldige Menschenleben haben.

Die Geschichte – insbesondere die jüngere – ist gespickt mit Beispielen dafür. Sie, als aufgeklärte Mediennutzer, kennen sie alle.

Warum hassen Menschen andere Menschen und ganze Völker, die sie nicht kennen und stimmen Kriegen zu, die sie nicht verstehen? Fallen diese Animositäten einfach so vom Himmel, oder flüstert ein heiliger Geist in der Nacht den selig Schlafenden zu, wer die Oberschurken dieser Welt sind? Wer hat ein Interesse daran, Menschen gegen andere Menschen aufzuwiegeln und welcher Instrumente bedient er sich dazu? Wie kommt es, dass wir aus heiterem Himmel wissen, in welchen innerstaatlichen Konflikten, Demonstranten entweder aufrechte Freiheitskämpfer oder aber lediglich Krawallmacher sind? Wer sagt dem mündigen Bürger in welchem Freund-Feind-Schemata er zu denken hat? Die Antwort liegt auf der Hand.

Auch unsere wackeren und unermüdlichen Mitstreiter Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer haben sich dem Kampf für die Wahrheit verschrieben. Nachdem unzählige Programmbeschwerden gegen ARD-aktuell an den gegenläufigen Interessenlagen in Redaktion und Rundfunkrat scheiterten, schreiben sie nun Programmkritiken, die neben uns auch von zahlreichen alternativen Medien verbreitet werden. Prominenteste Beispiele sind das Online-Portal Cash-Curs von Dirk Müller und die Plattform des russischen Senders RTdeutsch. Letzteres rief vor einigen Tagen auf Twitter die Korrespondentin für Außen- und Sicherheitspolitik beim WDR, Ina Ruck , auf den Plan. Natürlich ging es nicht etwa um den Inhalt des Textes, sondern lediglich um den Verbreitungskanal. Eine typische Propagandatechnik um das kritische Gegenüber herabzusetzen, von Inhalten abzulenken und natürlich nebenbei, wie gewohnt, antirussische Stimmung zu machen. Denn RT ist ja bekanntermaßen ein Feindsender.

Das Problem an der eingangs illustrierten Sisyphusarbeit ist, dass die „ertraglose und dabei schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende“ (Def. Wikipedia) in der Regel von Einzelpersonen geleistet wird, deren Gegenpart aus milliardenschweren Konzernen mit einem stattlichen Heer an Berufsagitatoren besteht, deren Verlautbarungen in den sozialen Netzwerken oftmals von tausenden konformen Profilen geteilt oder zugestimmt wird. Ina Ruck, Silvia Stöber und Udo Stiehl (sämtlich beim WDR unter Vertrag) hatten in diesem Fall mit ihren Denunziationsversuchen auf Twitter weniger Glück. Das macht Mut.

Programmbeschwerden

Seit unserem letzten Newsletter haben Mitstreiter insgesamt 10 Beschwerden verfasst, was deutlich unter dem Schnitt vergangener Monate und Jahre liegt. Bemerkenswert war ein Disput mit dem ZDF Chefredakteur Dr. Frey sowie dem Intendanten Dr. Thoms Bellut anlässlich einer Beschwerde vom Juli 2018, welcher diverse Fragen aufwirft. Interessant wäre zu wissen, wer tatsächlich – entgegen der Vorgaben in der Satzung – mit der Beantwortung von Beschwerden betraut wird und ob dem ZDF die Minderqualität der Antworten nicht peinlich ist. Dieser Vorgang ist für uns noch nicht schlussendlich und zur Zufriedenheit geklärt.

Bei einer weiteren Beschwerde, welche eine Falschaussage innerhalb einer Sendung von Dunja Hayali thematisierte, lenkte das ZDF ein und verwies auf die Korrektur-Rubrik im Onlineangebot des Senders. Es erschließt sich jedoch nicht, dass die eindeutige und von zwei politischen Aktivistinnen vehement verteidigte Annahme, es gäbe mehr rechte als linke politisch motivierte Gewalt, nicht – wie normalerweise im Presserecht üblich – an einer gleichwertigen Stelle im Programm richtiggestellt wurde. Welcher Fernsehzuschauer prüft den Wahrheitsgehalt der gesendeten Inhalte schon regelmäßig im Onlineangebot nach? Die Falschinformation hingegen dürfte sich bei der Mehrzahl der Zuschauer, die an diesem Abend dem Streitgespräch zwischen AfD und Grünen beiwohnten, im Hinterkopf festgesetzt haben. So funktioniert Propaganda.

Auch die Desinformation zum Thema INF-Vertrag wurde von unserem Mitstreiter Jens Köhler durch Fakten und unverzichtbare Überlegungen zu Gunsten der russischen Seite widerlegt. Man darf gespannt sein, auf welch argumentativ abenteuerlichem Niveau sich die entsprechende Replik bewegen wird.

„Das ist ein journalistisches Grundprinzip, dass man beide Seiten hört.“

verkündete der Chefredakteur von ARD-aktuell Dr. Kai Gniffke im Brustton der Überzeugung vor einigen Wochen während einer Podiumsdiskussion in Dresden. Uns, als Publikumsinitiative, ist diese Verpflichtung ebenfalls geläufig und wir mahnen die Einhaltung dieses Grundprinzips seit nunmehr 4 Jahren an. Das nachfolgend verlinkte Kurzvideo fasst die wichtigsten Aussagen der beiden Spitzenleute der öffentlich-rechtlichen Nachrichtenredaktionen zusammen. Die Langfassung des Videos ist Ihnen sicherlich schon bekannt.

Sonstiges

Einer unserer ehemals aktivsten Mitstreiter, Herr Bernhard Moser, hat inzwischen einen eigenen Blog eröffnet und publiziert seine Beschwerden selbst. Es lohnt sich eventuell ein Lesezeichen zu setzen, denn Herr Moser hat eine Fülle von Quellen und Rechercheergebnissen zusammengetragen.

Zum Vorschlag Stiftung Medientest

Ihre Meinung zur Etablierung einer Stiftung Medientest war gefragt und wir haben einige Zuarbeiten bekommen, die sich zumeist skeptisch äußerten. Bedenken wurden zuallererst angesichts der zu erwartenden Sisyphusarbeit geäußert, für die es zunächst einer schlagkräftigen Truppe mit viel Freizeit bedürfe. Weitere Bedenken wurden angesichts der nötigen Finanzierung für ein solches Mammutprojekt angemeldet. Schlussendlich gab es Vorbehalte gegen fundamentalkritische Positionen, die sich aus gegenläufigen politischen Ansichten der Mitstreiter ergeben könnten und eine neutrale Bewertung der Angebote verunmöglichen würde. Letzteres Argument ist für uns der auschlaggebende Punkt, Abstand vom Projekt zu nehmen und anderen das Feld zu überlassen. Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldungen.

Spam-Attacken auf unser Archiv

Unser Archiv wurde in der letzten Zeit von Spam-Bot-Attacken heimgesucht, die unsere Abonnenten und Gäste massiv mit pornografischen Inhalten belästigten. Dem Spam war nicht ohne weiteres beizukommen, sodass das Forum temporär geschlossen werden musste. Nachdem sich ein Fachmann der Sache angenommen hat, ist wieder Ruhe eingekehrt. Wir möchten uns hiermit für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Wir sagen Dankeschön!

Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen für Ihre Unterstützung im Jahr 2018 bedanken. Sowohl die ordentlichen Mitglieder, als auch Fördermitglieder und viele Spender haben den reibungslosen Betrieb von Technik, Logistik und Kommunikation gewährleistet. Ohne Ihre Unterstützung wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit weiterhin mit Interesse begleiten. Auf unserer Agenda stehen die Förderung von Medienkompetenz, die Demokratisierung der Gremien und die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Initiativen ohne eigenwirtschaftliche Interessen. Im Fokus unserer Arbeit steht immer das Publikum und dessen Anrecht auf angemessene, wahrheitsgetreue und relevante Information.

Daher wie immer unsere Bitte:

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Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins Jahr 2019.

Bleiben Sie aufmerksam, kritisch
und vor Allem – uns gewogen.

Ihr Team der Publikumskonferenz

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