Frohe Weihnachten!

Sehr geehrte Mitglieder, Förderer und Gäste der Ständigen Publikumskonferenz,

wieder ist ein Jahr vergangen, das arbeits- und ereignisreich war, aber unserer Initiative auch die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit aufgezeigt hat. Einsteigen möchte ich mit einem großen Dankeschön für die inhaltliche und finanzielle Unterstützung, die uns sowohl Mitglieder, Fördermitglieder sowie zahlreiche Spender und Sympathisanten auch in diesem Jahr wieder entgegenbrachten. Ohne Ihre Unterstützung wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Am 02.11.2019 fand im wunderschönen Pianosalon des Dresdener Coselpalais unsere Vollversammlung und die Neuwahl bzw. die Bestätigung des Vorstandes statt. Den ausführlichen Rechenschaftsbericht finden Sie hinter diesem Link im Blog der Publikumskonferenz.

Bei der Wahl zum Vorstand wurde das bisherige Dreiergespann Maren Müller (Vorsitzende), Jens Köhler (Stellvertreter) und Ilka Wehner (Schatzmeisterin) im Amt bestätigt. Als neue Beigeordnete wurden Friedhelm Klinkhammer als Beigeordneter für Programmanalyse, Dennis Tuvia als Beigeordneter für technische Beratung und Unterstützung, sowie der Münchener Universitätsprofessor Michael Meyen als Beigeordneter für wissenschaftliche Medien- und Kommunikationsforschung berufen. Prof. Meyen möchte die Vernetzung mit Hochschulen fördern und studentische wissenschaftliche Arbeiten einbeziehen.

Den Punkt „Öffentlichkeitsarbeit“ aus dem Rechenschaftsbericht möchte ich hier für die interessierten Leser zitieren:

Unser Verein hat seit seinem Bestehen durch zahlreiche Publikationen, Programmbeschwerden sowie Zuarbeiten zu Gesetzen, Anfragen und Stellungnahmen auf seine Arbeit aufmerksam gemacht. Wir haben uns an den öffentlichen Konsultationen zum WDR-Gesetz und zum ZDF-Staatsvertrag beteiligt und gaben Stellungnahmen zu Konzepten, wie z. B. dem Telemedienkonzept „MDR-Telemedien“ und Aktionen der Sendeanstalten wie z.B. der Veräußerung von Kunstwerken durch den WDR ab, stellten regelmäßig öffentliche Anfragen an die Medienpolitiker der Länder und bewarben uns um Sitze in den Rundfunkgremien von MDR und WDR. Seit Mitte 2016 verzeichneten wir 60 eigene Programmbeschwerden und ca. 600 externe Beschwerden, von denen rund 500 auf das Konto unserer Mitstreiter Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer gingen, deren unermüdliche Arbeit für die Publikumskonferenz eine feste Konstante ist.

Es wurden zudem wieder Anfragen zum laufenden Programm an die entsprechenden Redaktionen gestellt sowie Anschreiben an Gremien, Landtage, Fraktionen und Experten gerichtet. Die Publikumskonferenz wurde auch weiterhin in Publikationen mit Medienbezug als Quelle benannt. Als herausragende Beispiele seien die Bücher von Ulrich Teusch „Lückenpresse“ und „Der Krieg vor dem Krieg“, sowie das Buch „Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur: Anleitung zum Selberdenken in verrückten Zeiten“ von Alexander Unzicker genannt. In der Buchdokumentation der IALANA Medientagung ist ein gesamtes Kapitel über die Arbeit der Publikumskonferenz enthalten und im Spiegelbestseller „Lügen die Medien“, welches von Jens Wernicke herausgegeben wurde, findet sich ein umfangreiches Kapitel von Co-Autorin Maren Müller über die Arbeit der Publikumskonferenz. Im gemeinsamen Buch von Uli Gellermann, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer „Die Macht um Acht“ wurde die Publikumskonferenz als Plattform für Programmkritik an der Tagesschau gewürdigt.

Einen besonderen Höhepunkt stellte die Mitwirkung der Vorsitzenden am gesellschaftskritischen Kinofilm des holländischen Filmemachers Marijn Poels „Paradogma“ dar, der am 19.09.2018 in Potsdam Babelsberg Premiere feierte. Der Film kann über Vimeo gebührenpflichtig gestreamt werden.

Cashcurs-TV: Vorpremiere von PARADOGMA – Begeistertes Publikum, überwältigter Filmemacher

Öffentliche Auftritte, in der Regel wahrgenommen durch die Vorsitzende, gab es u. a. folgende:

  • 10.Juni 2016 DLF Köln: Podiumsdiskussion: Kölner Forum für Journalismuskritik – „Lügenpresse – Anatomie eines Schlagwortes“, „Medienkritik im Netz und mit dem Netz“
  • 01.09.2017 Dresden: Konferenz #bsen2 – Wie verändern das Netz und die Digitalisierung die Gesellschaft und unser Leben? Welche Rolle können dabei Blogger, Onliner und Influencer spielen?
  • 02.10.2017 Leipzig: abgrundtief + bodenlos, Vortrag und Diskussion mit Winfried Wolf über Stuttgart 21 und andere Großprojekte
  • 08.11.2017 Berlin: Zu Gast bei Pedram Shahyar, KenFM, Format „Der rote Tisch“
  • 26. – 28.01.2018 Kassel: Tagung mit eigenem Vortrag IALANA „Krieg und Frieden in den Medien“
  • 19.01.2019 Berlin: Talk „Zur Sache“ bei KenFM, GEZ – Was bekommt der Kunde für die Zwangsabgabe?
  • 18.06.2019 München: Live im Hörsaal des Instituts für Kommunikationswissenschaft undMedienforschung der LMU. Vorlesung zur Zukunft der Medien

Wichtig war nachwievor die Öffentlichkeitsarbeit über unser Internetforum und die stetige Aufklärung über Tendenzen in der Nachrichtengebung und über die Instrumente des Einspruchs gegen problematische Programminhalte. Unsere zahlreichen Blogbeiträge, die zum Großteil aus der Feder von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer stammen, werden oft von bekannten Plattformen wie z. B. Dirk Müllers Cash-Kurs, KenFM oder auch RTdeutsch übernommen und gewinnen dadurch enorm an Reichweite.

In unserem WIKI wird von einem fleißigen Freiwilligen die Präsenz der Publikumskonferenz in anderen Medien verewigt. Der Verein hat seine Facebookseite aufgrund von massivem Spam und ausufernder Zensur durch zweifelhafte Unternehmen bereits 2017 geschlossen, betreibt aber noch seinen Account bei Twitter und unterhält einen derzeit inaktiven YouTube-Kanal. Unser Newsletter wurde inzwischen von rund 700 Personen abonniert. Zur diesjährigen Buchmesse in Frankfurt wurde das gemeinsame Buch von Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer und Maren Müller als Herausgeberin „Zwischen Feindbild und Wetterbericht“ vorgestellt. Inhalt des Buches ist die von uns seit Jahren dokumentierte tendenziöse Berichterstattung der Tagesschau, die Feindbilder generiert und Menschen gegeneinander und gegen andere Völker aufbringt.

Das Buch kann über unser Partnerprogramm, welches auf unserem Blog verlinkt ist, bestellt werden, oder auch direkt über den PapyRossa-Verlag oder die Buchkomplizen bezogen werden. Im Rubikon erschien vor Kurzem ein erster Exklusivabdruck eines Kapitels aus dem Buch. Eine wunderbar deutliche Rezension erschien jüngst auf dem Blog von Ulrich Teusch.

Die drei unter den Abonnenten unseres Newsletters ausgelosten Freiexemplare gingen direkt vom Verlag auf den Gabentisch nach Konstanz, Oberteuringen und nach Dresden. Viel Freude damit!

Maren Müller / Volker Bräutigam / Friedhelm Klinkhammer: Zwischen Feindbild und Wetterbericht. Tagesschau & Co. – Auftrag und Realität. PapyRossa Verlag 2019, 253 Seiten, € 16,90

Veranstaltungstipp:

Nachdem der Film „Remember Odessa“ nach seinen Erstaufführungen in St. Petersburg und Moskau, in den letzten Wochen in Tel Aviv, Madrid und Buenos Aires aufgeführt worden ist, haben sich die Botschaft der Russischen Föderation und das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin kurzfristig entschlossen diesen Film auch zu zeigen. Link zum Trailer mit deutschen Untertiteln:

https://vimeo.com/371595993

„Remember Odessa“ – Dokumentarfilm, 90 min, Regie: Wilhelm Domke-Schulz

Achtung neuer Termin: 29. Januar 2020 um 17:00 Uhr, Kinosaal, im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur, Friedrichstraße 176-179, 10117 Berlin

Hinweis:

Es gibt eine ganze Menge empfehlenswerter alternativer Blogs und Kanäle, von denen wir aus Platzgründen nur einen Bruchteil in unserem Blogroll veröffentlichen können. Für unsere Arbeit empfiehlt es sich, die Bandbreite der vorhandenen Meinungen zu berücksichtigen, denn auch das Publikum ist keine homogene Versammlung. Reichweitenstarke alternative Medien wie die Nachdenkseiten oder Telepolis haben sich schon längst einen festen Platz im Informationsspektrum gesichert, Amerika21 oder theblogcat.de liefern uns Nachrichten aus Amerika, die hierzulande anders erzählt oder gänzlich verschwiegen werden. Ein relativ neues Blog ist der kritische Beobachter des „Spiegel“ und anderer Medien des Mainstream, Antispiegel. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft. Seine Recherchen sind fundiert und stets gut mit Quellen belegt. Schauen Sie doch mal rein und unterstützen Sie Thomas Röper, wenn Ihnen seine Arbeit zusagt. Neue Medien, wie die erwähnten, sind unbezahlbar für unsere Recherchearbeit, denn sie bieten den Blick über den Tellerrand, die Analyse der jeweils anderen Seite und O-Töne aus Ländern, die uns über die üblichen Kanäle sonst nie erreichen.

Aber nun ist zunächst die Zeit des Innehaltens und der Besinnlichkeit, Zeit und Muße für Familie, Entspannung, ein gutes Buch oder einen ansprechenden Film. Wir wünschen Ihnen für die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren recht gute Erholung und eine stille, aber auch fröhliche Zeit mit Ihren Lieben sowie einen guten Start ins neue Jahr. Wir möchten uns nochmals ganz herzlich bei unseren Mitgliedern, Fördermitgliedern, Spendern und Mitstreitern für die Unterstützung im Jahr 2019 bedanken. Sie haben auch in diesem Jahr dazu beigetragen, dass der reibungslose Betrieb von Technik, Logistik, Kommunikation und auch den Besuch diverser Veranstaltungen ermöglicht und gewährleistet wurde.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit weiterhin mit Interesse begleiten. Auf unserer Agenda stehen die Förderung von Medienkompetenz, die Demokratisierung der Gremien und die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Initiativen ohne eigenwirtschaftliche Interessen. Im Fokus unserer Arbeit steht immer das Publikum und dessen Anrecht auf angemessene, wahrheitsgetreue und relevante Information – und im Jahr 2020 werden wir Dank neuer „Mannschaft“ die Aktivitäten wieder steigern können.

Wir wünschen Ihnen besinnliche und erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins neue Jahr.
Bleiben Sie aufmerksam, kritisch und vor Allem – uns gewogen.

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