How dare you, Maaßen?!

Bildquelle: aus Hannes Hegen DDR-Mosaik No. 93 August 1964 © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Wie sich post-Merkels politische Entourage wieder bis auf die Knochen blamieren könnte

von Hans-Jörg Kramer

Maaßens infame Beleidigung der Deutschen ihre Hindu-Religion – oder … Hast Du schon heute Deine NDR-Kuh gehätschelt, verehrt und geliebt?

Erst einmal vom Hongkong-Schnikkschnakk

Sir Phileas Fogg hat auf seiner Reise in 80 Tagen um die Welt doch einigen Schlamassel. Den ihm sein französischer Nichtsnutz Jean Passepartout regelmäßig eingebrockt. In Bombay will Passepartout die Pariser Académie Française einführen. Und die sieht vor, dass Rindvieh sich nicht an braven Blumenhändler*Indinnen vergreifen darf. Den *Indinnen also das schiere ganze, viel versammelte  Blumenbouquet vom Stand wegfrisst. Das Ende ist absehbar. Das halbe Bombay macht den zornigen Empörung-Auflauf und jagt den Schurken Passepartout quer durch Bombay, um ihn für diesen Kuh-Frevel zu lynchen.

Jules Verne und Hollywood haben es uns nicht erlaubt, dass diese Weltreise auch durch die ‚moderne‘ Bundesrepublik Deutschland führt. Auch hier wird Rindvieh religiös überhöht, gehätschelt und verehrt. Die Zuchtfolgen hier tragen oft drei Buchstaben am Ohr. Nein, nie das begehrte Triple-A von Muddis, -pardon: Moody’s! – sondern: NDR, SPD, WDR, die ganze ARD-Rasselbande, ZDF, CDU und DLF, also auch nochmal SPD. Diese Kühe, wenn sie täglich blöken, machen uns glücklich. Viehtrieb macht uns glücklich. Wenn’s stinkt, iss-et-frische-Landluft.

Und dann kommt dieser Maaßen, dieser südthüringische Direktkandidat der CDU vorbei, besichtigt die Weide, riecht die freundliche frische Landluft und stellt nüchtern fest: einzige Frankensteine der Viehnotzucht, die da auf der Wies‘ friedlich grasen und Methan rülpsen. Sie geben nicht die Milch der Demokratie. Sie geben stadtgesellschaftliche Kuhscheiße, die nur Gewerkschaften, Bedford-Strohms satt macht und all den anderen Prälaten und Honoratioren gefällt, die da friedlich und schiedlich gern das prächtige Gras mit ihren Kühen teilen und genießen wollen.

… dieser Wahnsinnige erlaubt sich nun auf tv.berlin zu erwähnen, dass diese Kühe wie NDR et al. absolut nix taugen – man müsse sie umkreuzen. Und nun quillt der journalistische Mob tausender empörter, künstlich aufgezornter Hindus aus den Funkhäusern, Presseverlagen, Partei- und Gewerkschaftszentralen. Die vor Maaßen wild werdenden Hornochsen schwingen die wildesten Läufe, um den provokanten ‚Umkreuzler‘ zu teeren, zu federn und ihn final zu steinigen. Der Maaßen muss weg. Kleiner Schönheitsfehler: sie ‚hindu-zornigen‘ ausschließlich in eigener Sache. Sind also Verteidiger des rechten Glaubens, Ankläger und Richter zugleich. Eine schiere Wohltat für unser Verständnis des Rechtsstaats.

Der Maaßen muss weg! Muss der nun wirklich weg? Wo er doch vorher nie weg musste …

Die EU-Kommission rettet die Union, wenn sie irgendwann das Digitalisieren anschieben wird. Für die EU wird’s nicht reichen, sollte Deutschland die Lok machen. Unter den 26 restlichen Mitgliedern müssen nun erst Kurse in Empörung-Wissenschaft eingeführt werden, sonst verstehen die anderen 26 in EU die Deutschen nicht mehr. Und ohne Verstehen auch kein Digital.

EU-Lektion 1: „Die Lehre, die Deutschen zu verstehen, wo sie im Groben so empören können, dass sie drüber hinweg schauen, was die anderen ‚kausal‘ nennen und aber Deutsche auf Klein-Klein machen.“

Die rasenden Medien ziehen mit aller Brachialgewalt am großen Zeiger. Hans-Georg Maaßen hat dabei noch etwas Glück, wenn aus dem gefletschten Gebiss der öffentlich-rechtlichen Moderatorenteam noch ein griesiges ‚ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsschutz-Amtes‘ kommt. Da bin ich verblüfft: das war Maaßen nicht etwa 6 Wochen, sondern mehr als 6 Jahre. Gut! Die Afghanistan-Rückkehrer haben auch keinen dankbaren Rückempfang bekommen. Aber die waren auch nicht wie Maaßen 6 Jahre auf’m Schleudersitz von Frau Diktator Merkel!

Ja, wer hat eigentlich den Hans-Georg Maaßen dahin gesetzt, wo er 6 Jahre gesessen hat? Müssen denn jetzt all diese klugen Leute, die die Karriere des Verfassungsschutz-Präsidenten effektiv ‚besorgt‘ haben – nun auch weg? Wenn deren Personalentscheidungen zur Vergangenheit so Honecker-miserabel waren? Wo sollen die denn künftig Jelzin-besser werden? Es ist immer wieder erstaunlich, wie löchrig der Intellekt unserer Regierungsbänkler und regierungsfreundlichen Antifa-Journalisten aussieht. Sie reißen sich an ihren Phänomenen auf und vermögen nicht auf den Grund des klaren Bergsees zu schauen. Kein Wunder, nur für den Philosophen wäre das Wasser dieses Sees klar, dem Rest der Nation naturtrüb. Eben wie auch Frau Merkel oft schaut: naturtrüb!

Forrest Gumps alter Spruch gilt? Das Auswahlverfahren am deutschen Spitzenbeamten ist wie eine Schachtel Pralinen … man weiß nie was man bekommt. Nylonhemd-gestärkt bekommt man. Sicher! Man weiß aber unter der Ägide Merkel (2005-2021) nie, was man bekommen hat, wenn man’s dann hat.  Solange man es hat. Erst wieder, wenn’s dann weg ist. Dann weiß der liebe Deutsche wieder: war auch wieder nur allerbeste Scheiße!

Liebe Redakteure und Moderatoren von ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Außer lauter ideologischem Geifer hattet Ihr also doch nur logische Schmalspur zu bieten? Denn! Oh, so sehet, so steht es in Matthäus 25:

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ (Mt 25, 40+45)

Frage: Jetzt lauft Ihr doch bitte nicht zu Pontius Pilatus, der die Hände am Wasser seiner Unschuld wäscht und es also verkündige: „Die Hochsprossige, die Hohepriesterin Euer aller, hat den Maaßen nicht doch auch einmal gut getan? Und war (nicht) immer zuverlässiger politischer Beamter im gemeinen Verfassungsraum der Bundesrepublik Deutschland?“

Es sind nicht die Fakten, nicht die Prozesse, die sich hier inflationär ändern – es sind die Gesinnungen – hier wie drüben – die Genese des Orwellschen Tiefen Staates, der nun vor uns besticht

Drüben: Eines der beliebtesten Prügel der Verleumdung, die man dem 45. US-Präsidenten aus der übel-riechenden Entourage der Öffentlich-rechtlichen ‚Corrective‘ in vier Amtsjahren und jetzt danach infam nachwirft, ist die bösartige Statistik: „Trump sei der erste US-Präsident, der seine Erklärung nicht veröffentlichen will!“ – Diese infame Darstellung ist schlicht gelogen. Es haben sich die Fakten und die Prozesse nicht geändert, nämlich dass ein Druck auf die Steuererklärung in der mittleren wie jüngsten Vergangenheit nie Gegenstand des öffentlichen Interesses gewesen war. Nein die Gesinnung musste sich erst ändern. Ab dem konkreten Zeitpunkt, wo ein Wechsel in der Präsidentschaft immer noch ein Vorgang der Demokratie war, nicht jedoch ein Vorgang der Weltanschauung. Nachdem jedoch Hillary Clinton nicht die solide erwartete 45. Präsidentin werden konnte, gilt die amerikanische Nation als diametral gespalten und wird es seit 2016 zur Frage von Sein oder Nichtsein und der Weltanschauung, so wie sie auch die Nationalsozialisten hatten. Nämlich kein Gott, der einen anderen Gott neben sich dulden könne. Seitdem denunziert man sich auch in Steuererklärungen. Wird behauptete Transparenz förmlich nicht zum gesellschaftlichen Fortschritt, sondern im Missbrauch als propagandistisches Mittel – nun der offensichtliche gesellschaftliche Schnitt zurück in die Steinzeit.

Hier: Ist es denn nicht Gipfel der Infamie, dass in Deutschland die Heilige Kuh der deutschen Hindus, die öffentlich-rechtlichen Anstalten, wie die offensichtlich links-gedrillte Tagesschau-Redaktion nicht auf deren Gesinnung geprüft werden dürfe? Hatte nicht Frank Überall, der Syndikalist des deutschen Antifa-Journalismus (DJV, im Nebenjob u.a. auch Interessenkonflikt-trächtiger, Freier Mitarbeiter in den Öffentlich-rechtlichen) – hatte also nicht Frank Überall Pech und Schwefel vom biblischen Himmel herunter geschrien, RT Deutsch aus Gesinnungsgründen verbieten zu lassen? Mehr noch, Überall verhöhnt das Prinzip des ‚im Zweifel für Angeklagten‘ – dass ihm sogar die Gesinnungsprüfung widerlich genug gewesen war und Überall ein NS-Standgericht extrem bevorzugt hätte – diese Unart von allmächtigem Salonjournalisten mit wenig Reflex.

Wenn ARD ZDF DLF die uneingeschränkte Macht im Staate übernehmen, die Vierte zur Ersten Gewalt aufschwingt, dann dürfen deutsche Richter getrost nach Hause gehen

Es gehört zur Unverfrorenheit der öffentlich-rechtlichen Anstalten, dass sie ihre Verachtung des Rechtsstaats offen und ungestraft ‚lektorieren‘ dürfen.

Der Deutschlandfunk übernimmt frank und frei die Ideologie des sog. ‚Kirchenasyls‘ – dass der Sender noch heute wieder die audiophile Werbe-Flyer-‚Patenschaft‘ über eine inzwischen abgeschobene georgische Familie übernimmt:

„In Pirna herrscht Fassungslosigkeit bei Nachbarn, Freunden, in der Schule und Kita. Mit Demonstrationen … fordern sie, die Familie nach Deutschland zurückzulassen. Schlagzeilen machte auch die Abschiebung zweier weiter georgischer Familien aus Radebeul und Meißen. Auch sie gelten als gut integriert. Seitdem läuft die Debatte, ob Sachsen nicht die Falschen abschiebt. ‚Formal-juristisch‘ sind die Abschiebungen SCHWER ZU BEANSTANDEN! Das Land gilt als sicher. Asylanträge werden fast immer abgelehnt. Auch hier waren alle Klagen gescheitert.“

(Sachsen-Reporter Alexander Moritz ‚Koalitionsstreit in Sachsen um Abschiebung gut integrierter georgischer Familien; Deutschlandfunk 06.07.21 07.47 Uhr)

Ah, ja! „Schwer zu beanstanden!“ – Das kleine Wörtchen ’schwer‘ schafft es also immerhin im Alleingang, die gesamte Pro-Asyl-gefällige ideologische Richtung des Deutschlandfunks zu reflektieren. Denn sonst hätte man Herrn Moritz das üble kleine Wörtchen ’schwer‘ ebenso schwer weglektorieren müssen. Aber der DLF steht ja hier ausnahmsweise mal gegen den Staat und auf der Seite der Guten.

Es zeigt sich der flagrante Missbrauch des DLF für eine Werbe-Extra-Dienstleistung für diese konkrete georgische Familie auf Kosten der Beitragszahler. Denn dass es hier um einen Koalitionsstreit ginge, ist glatt gelogen. Wieder mal wird ‚gut’deutscher Radiojournalismus deutlich, der für jemand, ‚der-schon-länger-hier-war‘ nie auch nur den kleinsten Finger rühren würde.

Oder die causa Jenny Kallenbrunnen, NDR-Redakteurin, zur Landtagswahl in Thüringen 27.10.2019.

Frau Kallenbrunnen brachte den Status, wie sehr das interne Betriebsklima im NDR bereits den Rechtsstaat ignoriert und verhöhnt, schön akkurat auf den Punkt:

„In Thüringen würde ich ab morgen jedem fünften Menschen, der mir begegnet, einfach eine reinhauen.“ (s. Bild: Twitter-Meldung der NDR-Redakteurin vom 27.10.19 abends)

Und um die charakterliche Uneignung und Stillosigkeit von Jenny Kallenbrunnen, für den NDR arbeiten zu dürfen, plastisch hervortreten zu lassen, spielt die NDR-Mitarbeiterin ihr fieses Empathie-Spiel – Zitat: „und sogar meine Kinder, deren Schule extra ausfindig gemacht wurde, erschreckt mich.“ – Um kurz später zu triumphieren: „PS. Ich habe gar keine Kinder.“

Mal ehrlich, liebe Erziehungsberechtigte! Wünschen Sie sich genau diese Vorbilder, die Sie unbedingt am NDR sehen wollten. Oder vielleicht, wie Herr Maaßen, nun doch nicht?

Fassen wir zusammen, die NDR-Redakteurin tut es mit dem Erfurter Messerstecher gleich, der wahllos auf Fremde einstach. Ebenso wahllos, einzig dass die Mitarbeiterin am NDR unreflektierten Hass auf ausnahmslose alle Thüringer entwickelt, möchte sie es den Nazis im Ost-Kommissariat Ukraine nach tun, und sanktionsweise Kollektivstrafen vollziehen. Grundlos Reinhauen oder grundlos Hängen, kollektiv für das Verbrechen anderer, nicht etwas ‚NDR-rotgrün‘ gewählt zu haben.

John Schehr (kommisar. KPD-Vorsitzender) wurde 1933 mit den Händen des Staats (der eines beamteten Kriminalkommissars) auf ‚der Flucht‘ erschossen bzw. ‚erledigt‘ – so etwa wie zufällig die DLF-Moderatorin Engels heute, 06.07.21 (kurz nach 8) freudig verkündet: „Das mit der CDU-Werte-Union habe sich ja jetzt wohl auch endlich erledigt.“ – oder vielleicht: Anatolien-entsorgt, liebe Frau Engels?

Nein, werte Maaßen-Kritiker! Alles was man AfD-MdB so übel vorwirft, wird in den Funkhäusern einschlägig abgefeiert. Doppelte Moral eben! Die Forderung nach Gesinnungsprüfung greift bei vielen ARD/DLF- Mitarbeitern schon längst viel zu kurz. Was hier passiert, manifestiert das jahrzehntelange staatliche Kontrollversagen.

Das auffällige Schweigen der sechzehn Landesregierungen im Broadcast-failed-state

THESE-1: Maaßens Vorschlag, eine Untersuchung an der NDR-Tagesschau anzubahnen, kommt zu spät und ist zu wenig. Die Tagesschau wäre pures Ablenkungsmanöver und ist nur Spitze des Eisbergs.

THESE-2: ARD, ZDF und DLF sind Resultat Jahrzehnt-langer Demoralisierung im Sinne Verwahrlosung. Ohne überhaupt in den Verdacht zu kommen, die Freiheit nach Art. 5 GG zu beschränken, hätten die sechzehn Landesregierungen für faire und allgemeine Personal-Entwicklung in diesen von den Landesregierungen zu verantwortenden Anstalten bekümmern müssen. Rote und schwarze Freundeskreise sind beredte Entlarvung. Die Oberste Rote Pleitegeier*In in diesem sehr speziellem Fall ist Malu Dreyer, die mit einem Finger auf Maaßen zeigt und nicht reflektiert, drei zeigen zurück. Jede Anstalt und jedes Programm-Format hätte vornherein nie sog. ‚Gesinnungs-Schnüffel‘ benötigt, wenn man Ausbildungs- und Qualifikationsmaßstäbe wie ähnlich im Handwerk angelegt hätte. So aber haben WDR u. Co. eine förmliche Attraktion wie die eines Honigtopfes ausgelöst – für Gesinnungen, die ein links-grünes Übermaß an Weltverbesserungs-Ideologien bereits zum Eintritt in die gemeine Journalistenschule hatten.

THESE-3: Nirgendwo in der Deutschen Gesellschaft, ausgenommen vielleicht bei DAX-notierten Firmen, ist die Ungleichheit zwischen Leistung und Gehalt so asozial ausgeprägt wie beim festangestellten Personal der Öffentlich-rechtlichen. Somit wird der Honigtopf noch viel massiver als nur durch ideologisches Verlangen geprägt. Hier entlarvt sich das heimliche Anliegen des Staates: er hält die Informationskontrolle in Deutschland über seine Bürger für zutiefst strategisch. Die der Staat idealerweise nicht einmal bezahlen müsse. Nirgendwo ist das Orwellsche Betrugsmaß so ausgeprägt infam, wie in der Bundesrepublik Deutschland. Der Staat als Intensivtäter, als Heroin-Dealer! 

Allein diese kleine kurze Aufzählung reicht, das merkwürdige Schweigen der sechzehn Staatskanzleien in den Ländern verständlich zu machen. Sie haben schlicht genügend Dreck am Stecken.

Die verfassungsrechtlich irrige Auffassung vom Artikel 5 GG

Die vergangenen Tage sind mit der infamen Behauptung geprägt worden, Herr Hans-Georg Maaßen wolle die Pressefreiheit des Art. 5 GG beschränken. Nichts könnte bei dialektischer Betrachtung des gesamten Grundrechteraums zwischen Art. 1 und 19 (GG) irriger sein. Aber klar: mit genügendem Popanz könne man immer den Blick auf Art. 5 GG verengen, quasi Maaßen damit folgenreich (mit drohendem Partei-Ausschluss) auf die Anklagebank setzen.

Jedoch folgten wir einer so verengenden Analyse (nur) des Art. 5 GG, spräche dies sinnbildlich für den spanischen Absolutismus, wie ihn der Maler Goya skizzierte: „Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor!“ – Er skizzierte dies bekanntermaßen mit der Invasion von Eulen auf den schlafenden Menschen. Und die ganze Vernunft stellt der Art. 2 GG dar. Er impliziert das wertvolle Wort von der ‚Verantwortung‘, die so in Art. 5 GG überhaupt nicht vorkommt(!)

Da steckt nämlich das irrige Argument der Überall & Co. Und all der desinteressierten Grundgesetz-Helden, Maaßens Erklärungen seien Angriff auf die Pressefreiheit nach Art. 5 GG. Ein wirklich sehr schönes, wiewohl verfassungsrechtlich nicht sehr griffiges Argument. Art. 5 GG habe, wählen die o.a. Apologeten des gemütlichen Status quo ante sogar Verfassungsrang. Gegenfrage an diese Helden: die vom engen Verständnis am Art. 5 GG extrem gefährdete freiheitlich-demokratische Grundordnung dann etwa nicht oder – weniger? Was diese Helden gern geflissentlich übersehen: mit Art. 5 GG holt man sich Beulen, manch hartnäckiger Schädel zertrümmert sich gar an diesem weiten ‚Verfassungsraum‘ – der im übrigen zu ‚Coronazeiten‘ gefällig aushebeln hilft → an Art. 2 Abs. 1 GG, wo es heißt: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“

Somit ergibt sich aus Art 2 GG auch für Art. 5 GG, dass sog. ‚Pressefreiheit‘ kein unumschränktes Handlungsrecht darstellt, sondern mit Verantwortung gepaart ist. Und Sittengesetz stellt in gewissem Maße rechtsstaatliches Handeln der Öffentlich-rechtlichen dar, die Staatsverträge anzuerkennen hätten. Was sie nachweislich überhaupt nicht mehr tun. Journalistisch nicht mehr tun.

 –  Und hier kehren wir zum Anfang, zu Rechtsanwalt Hans-Georg Maaßen, zurück: was bitte soll das für ein Verfassungsschutz-Präsident gewesen sein? Dem nicht die offensichtliche Tatsache, dass die Öffentlich-rechtlichen bereits sämtliche Verfassungsräume seit wenigstens 2015 gesprengt haben – dann auch nicht gewahr geworden wäre? Insbesondere dass ihm ganz persönlich die sog. „Hasi, Du bleibst hier!“-Toleranz seitens seines Dienstherren Seehofer vorenthalten blieb, der ja selbst schon unter der totalitär anmaßenden Kuratel von NDR & Co. Stand. Das Einzige, was man Maaßen vorwerfen dürfe: dass er die Fachmeinung, die er jetzt nach gewisser Schonzeit publiziert, nicht in seiner Amtszeit schon gemacht hätte.

Aber sicher, man kann von einem deutschen Beamten einiges verlangen – nicht jedoch den angekündigten politischen Selbstmord. Den aber holt Maaßen jetzt nach. Der totalitäre Merkelstaat verzeiht kein Quertreiben. Und die Medien sind seine Beutehunde. Große brave Hunde einer bald total enddemokratisierten (sic) Gesellschaft.

Ihnen versprochen! Wir werden an diesem sehr spannenden Komplex dran bleiben.

 

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