Die Quellen der Angela Merkel

… und die Mitklatschbrigaden der Öffentlich-Rechtlichen.


Die bisherige Annahme des Autors, dass die deutsche Bundeskanzlerin eine gerissene Machtpolitikerin wäre, die geschickt wie intelligent gegensätzliche Interessen für den eigenen Machterhalt ausspielt, wurde Ende Juni 2021 grundsätzlich in Frage gestellt. Nein, die Frau scheint überhaupt nicht clever und ihre Handlungen wirken eher als das Ergebnis emotionaler Befangenheit.


Befassen wir uns in dieser Abhandlung mit den Aussagen der deutschen Regierungschefin, aber auch den Quellen, auf die sie und Andere sich beziehen und somit eine Scheinwelt von Erkenntnis aufbauen, in der Infektionen, deren Verläufe und Übertragungen in einer Art und Weise dargestellt werden, nach der dies alles gar nicht mehr hinterfragt werden muss. Das tut es aber sehr wohl. Doch beginnen wir mit den Auslassungen der Bundeskanzlerin.

Gefeiertes Unwissen

Angela Merkel betreibt Politik zum Schaden einer ganzen Gesellschaft aus einer nicht für möglich gehaltenen Inkompetenz heraus. Nicht ihre Unwissenheit zu wichtigen Aspekten der im März 2020 ausgerufenen, weltweiten Corona-Pandemie ist es, die man ihr vorwerfen sollte. Doch Unwissenheit schält sich zur Dummheit heraus, wenn sie mit Arroganz und blinden Glaubensgrundsätzen verbunden wird. Aus einem solchen Gemisch heraus ergibt sich fast zwangsläufig ebenso blinde, irrationale Politik im Sinne der privaten Interessen Dritter.

Was die deutsche Bundeskanzlerin da am 23. Juni 2021 vor dem Deutschen Bundestag von sich gab, war — ob ihrer damit offen werdenden totalen Unkenntnis über die Funktionsweise eines der wichtigsten Legitimationswerkzeuge der Regierung für massive Grundrechts- und Menschenrechtseinschränkungen — schier unfassbar.

Wer sich die Ausführungen Angela Merkels in Bild und Ton antut (1), kann zu der Ansicht kommen, dass die Kanzlerin ihren Kenntnisstand zum PCR-Test aus einer tiefen Überzeugung, einem Glauben heraus äußerte. Ihre ganze Gestik wirkte eher wie die einer Schülerin, die stolz darauf ist, was sie beim Hohepriester der Virologie alles gelernt hat.

Für Medien, die sich als kritisch und bewusst in Distanz zur Macht begreifen, ist Merkels Auftritt eine Steilvorlage. Dazu lassen sich die öffentlich-rechtlichen Medien nicht zählen. Sie sind zu einer Mitklatschbrigade der Mächtigen verkommen, die den Einheitsmedien der untergegangenen Deutschen Demokratischen Republik Stück für Stück aber unwiderstehlich den Rang ablaufen. Die Hofierungsorgie einer Sabine Henkel aus dem ARD-Hauptstadtstudio ist nur mit allergrößter Disziplin ertragbar und demonstriert neben Machthörigkeit auch das Maß an Inkompetenz wie Ignoranz, dass in erstaunlicher Korrelation mit jener der Bundeskanzlerin einhergeht (alle Hervorhebungen in Zitaten durch Autor):

“Merkel redet in ihrer letzten Befragung viel über die Pandemie, darum ging es auch in ihrem Eingangsstatement. Sie ist ganz Wissenschaftlerin, erklärt einem Abgeordneten der AfD, wie ein PCR-Test funktioniert und was der Inzidenzwert ist. Danach hatte der zwar nicht direkt gefragt, aber es ist Merkels Art, aus unliebsamen Situationen am besten rauszukommen.” (2)

Genau, Angela Merkel war unfähig oder unwillens, eine konkrete Frage des Abgeordneten zu beantworten (3). Solche Kleinigkeiten stoßen ARD-Journalisten mehrheitlich offensichtlich schon lange nicht mehr auf, eher laben sie sich an solch Gebaren. Statt dessen hielt Merkel einen Vortrag zur PCR und den Inzidenzen — aber was für einen?!

Hat Frau Merkel auch nur in Ansätzen verinnerlicht, wie der PCR-Test funktioniert, was er leisten kann und was nicht? Passend kann man nur noch fassungslos drein schauen, ob dieser unglaublichen, dazu öffentlich zur Schau gestellten Dummheit einer ARD-Journalistin, die sich im Schein der größten Kanzlerin aller Zeiten sonnt. Was hatte denn die Gepriesene zur Funktion des PCR-Tests vom Stapel gelassen? Ich meine, dass es von größter Wichtigkeit ist, so vielen Menschen wie möglich, Kunde vom Unsinn zu geben, an den eine Angela Merkel ganz offensichtlich auch ernsthaft glaubt.

Wenn der Bevölkerung endlich klar wird, dass nichts aber auch gar nichts, außer einer grenzenlosen Propaganda, hinter der ausgerufenen Pandemie steht und nur die emotionale Wirkung der Propaganda solch einen Blödsinn, wie ihn Merkel vor dem deutschen Parlament von sich gab, ohne Konsequenzen durchgehen lässt. Dann wird diese Blase aus Dummheit und Hetze platzen.

Der Autor schreibt dies nach anderthalb Jahren Plandemie mit gutem Gewissen. Er hat sich zwischenzeitlich mit viel Aufwand fachlich mit dem notwendigen und sehr wohl für alle verfügbaren Wissen versorgt und außerdem im Dutzend Politiker und Behörden mit ganz konkreten Fragen zu den schreienden Widersprüchen innerhalb einer vorgeblichen Pandemiebekämpfung konfrontiert. Aber da kam nichts. Wie sollte es auch: Es war schließlich nichts da.

Ein AfD-Abgeordneter, eine Studie und DER Virologe

Man darf dem AfD-Abgeordneten Sebastian Münzenmaier für seine Anfrage dankbar sein. Nutzte er doch die Gelegenheit der Fragestunde, um ein Tabu innerhalb der regierungskonformen Einheitsmeinung anzugreifen. Ohne ihm zu unterstellen, dass er dies vorhatte, provozierte er damit die sich selbst bloß stellende Wissensarmut der Kanzlerin zu einem entscheidenden Aspekt der vermeintlichen Pandemiebekämpfung.

Münzenmaier bezog sich bei seiner Anfrage auf eine Studie der Universität Duisburg – Essen, nach der ein PCR-Test nicht geeignet sei, als alleiniges Werkzeug zur Feststellung von Infektionen oder auch einer Gefahr derselben zu dienen. Damit tauge dieser auch nicht, um Maßnahmen der Nichtpharmazeutischen Intervention (NPI) zu rechtfertigen (4, 5). Diese Maßnahmen lauten — um das Ungeheuerliche etwas bildhafter zu machen — Freiheitsberaubung, Entmündigung, Repression, Aushebelung demokratischer Grundrechte, völlig sinnlose “Hygienemaßnahmen” und verdeckter Impfzwang.

Angela Merkel berief sich in ihren Auslassungen auf einen NDR-Podcast von Christian Drosten, dem an der Berliner Charité tätigen, hochgelobten Virologen und vorrangig Verantwortlichen des quasi über Nacht entwickelten PCR-Tests zur angeblichen Detektion des SARS-CoV-2 – Virus (6). So leitete sie ihre Antwort zu Münzenmaiers Anfrage wie folgt ein:

“[…] ich glaube auch, dass gute wissenschaftliche Antworten, die ich hier nicht wiedergeben kann, zum Beispiel von Herrn Professor Drosten, in seinem letzen Postcast gegeben wurden. Ich will nur ganz allgemein sagen, schauen sie sich, wenn sie den PCR-Wert eines Erkrankten anschauen, dann baut der sich auf und dann baut der sich nach einem Höhepunkt wieder ab. (1i)

Oh, man testet also “Infizierte” mehrfach. Gut zu wissen, gerade wenn man sich die abenteuerlichen Verläufe der “Infektionsfälle”, der “Erkrankten” und “Genesenen” anschaut, die vom RKI täglich mit der gleichen scheinheiligen Sorge um Tote und Erkrankte garniert wurden. Wie oft wurden eigentlich Pfleger und betagte Bewohner in den Pflegeheimen durchschnittlich mit PCR getestet? Zweimal, dreimal — oder noch mehr, alle drei Tage, jeden Tag oder ohne definiertes zeitliches Intervall? Wer hatte Symptome und wer nicht? Ich gehe nach Sichtung von Merkels Vorstellung davon aus, dass die Frau keinen blassen Schimmer davon hat. Alles, aber auch alles an dieser Plandemie strotzt nur so von Widersprüchen.

Erkrankte sind das also, Frau Merkel? Wie passt das zu Ihrem erworbenen akademischen Grad? Wie viele der “Infizierten” (a1) waren eigentlich gesund und wussten gar nicht, dass sie “krank” waren?

Vielleicht sind ja Sie, Frau Merkel, auch schwer krank und müssten umgehend wie dauerhaft unter Quarantäne in eine Klinik verfrachtet werden? Sie wissen halt nur nicht, dass Sie krank sind. Wir müssen doch da sicher gehen und Ihr Grundsatz lautet ja schließlich, dass im Prinzip Jeder eine Gefahr für seine Mitmenschen darstellt, weil er doch das “böse Virus” in sich tragen könnte und auch entsprechend zu behandeln ist, nicht wahr? Nicht, dass ich falsch verstanden werde, werte Bundeskanzlerin, es sind nur Ihre Weltsichten, die ich hier spiegele.

Lassen wir uns weiter auf die Expertise der angeblich mächtigsten deutschen Politikerin ein:

“[…] Ich will nur ganz allgemein sagen, schauen sie sich, wenn sie den PCR-Wert eines Erkrankten anschauen, dann baut der sich auf und dann baut der sich nach einem Höhepunkt wieder ab. (1ii)

Gesunde Getestete, denen man bar jeder seriösen medizinischen Praxis per PCR-Test den Status eines Erkrankten verpasst — das allein ist, mit Verlaub Blödsinn. Aber Merkel geht noch weiter und vermittelt dem staunenden Publikum, dass die PCR-Werte der Probanden ja einem Höhepunkt entgegen streben würden, um dann wieder abzufallen. Ein Test der auf ein Nichts testet — mittels nach Testvorschrift definierter vorgeschriebener, abenteuerlichen Zyklenzahl — eignet sich überhaupt nicht für eine quantitative Bewertung; oder doch? Vielleicht weiß es ja der Liebling der Massenmedien, der Starvirologe Christian Drosten? “Nicht total selten”, “kommen immer wieder vor”, “knallpositiv”, “niedrige Viruslast”: Das ist die Drostensche Sprache, der die Medien hinterher hecheln. Aber mit Wissenschaft hat es nichts zu tun:

“Denn es gibt auch Fälle, und die sind jetzt nicht total selten, die kommen immer wieder vor, die sehen wir ständig hier bei uns im Labor, das ist nicht die Mehrheit, aber sie kommen eben immer wieder vor, das sind Fälle, die sind niedrig positiv. Aber wenn wir dann diesen Patienten einen Tag später noch mal testen, ist er auf einmal knallpositiv, ganz hoch positiv. Das liegt daran, manche Patienten haben auch deswegen eine niedrige Viruslast, weil die Viruslast gerade im Moment im Ansteigen begriffen ist, wo wir den Patienten testen.” (6i)

Drosten kann ich als Wissenschaftler nicht mehr ernst nehmen. Der Mann ist nur am Plappern und damit auch am Verplappern. “Nicht total selten” […] sehen wir ständig […] “kommen eben immer wieder vor”: Was soll das? “Wenn wir [… ] einen Tag später noch mal testen”: Tatsächlich? Wer ist wir? Ist das ein Standard? Woher hat Drosten diese Weisheiten, wo ist das sauber dokumentiert?

“Fälle” sind bei diesem Gefälligkeitsexperten zudem untrennbar mit “Patienten” verbunden. Hier spielt sich ein Virologe als Möchtegerndoktor auf. Machen Sie sich klar, liebe Leser, dass Sie, falls Sie mal Pech hatten und ohne Symptome, also bei bester Gesundheit 14 Tage in Ihrer Wohnung eingesperrt waren, Sie trotzdem als Patient geführt wurden und als gesunder Mensch angeblich eine Genesung erlebten. Sollte es Ihnen am Ende der Genesung vor allem psychisch schlechter gegangen sein, dann bedeutet dies nur, dass die Zwangsmaßnahme gewirkt hat, herzlichen Glückwunsch.

Dieser Mann ist kein Arzt, er kann keine Diagnosen stellen. Diagnosen bedürfen Untersuchungen am Menschen und mit dem Menschen. Drosten, gefeiert und gefangen in seiner Virenwelt, maßt sich an, aus PCR-Werten von Genschnipseln virale Infektionen und “Infektiöse”, ja sogar Krankheiten abzuleiten. Das ist ein verdammt schmaler Korridor des Denkens, den ich mir um jeden Preis ersparen will. Drosten, wohl wissend, dass er es im Falle Corona mit RNA und eben nicht mit Viren zu tun hat, sieht trotzdem kein Problem darin, mit homöopathischen RNA-Nachweisen “niedrige oder hohe Viruslast” festzumachen.

Dynamisches Geschehen nach Drosten … und Anderen

Der gefeierte Professor aus der Berliner Charité gab uns aber noch etwas preis. Etwas, auf das die Kanzlerin Angela Merkel offensichtlich Bezug nahm, als sie den PCR-Test “erklärte” (siehe weiter unten), und zwar dies:

“[…] eine niedrige Viruslast, weil die Viruslast gerade im Moment im Ansteigen begriffen ist (6ii)

An dieser Stelle haben — wohlgemerkt aus meiner Sicht — viele Analysten, die sich ebenfalls kritisch mit Merkels Auftritt befassten, Dinge übersehen. Sie nahmen nämlich in der Mehrzahl das hinter der “ansteigenden Viruslast” steckende Narrativ hin — und zwar das eines nachgewiesenen Infektions- beziehungsweise Krankheitsverlaufs, der sich an einem Verlauf von PCR-Positivergebnissen mit beobachteten Schwellwerten (Ct-Werte oder Zyklen genannt), jenen bei denen der Test schließlich positiv anschlägt, festmachen ließe.

Mir sind keine repräsentativen Studien bekannt, in welchen unter standardisierten Bedingungen (sic!) — das betrifft Testkits, Testverfahren, Testzyklen, Umgebung, Probanden mit ihrer gesundheitlichen Konstitution, Zeitintervalle etc. — an einer ausreichend hohen Anzahl von Personen Mehrfachtests mittels PCR durchgeführt worden wären; und natürlich einschließlich der jeweils sauber dokumentierten Ergebnisse pro Amplifikation. Dabei würde auch dies die grundsätzlich einzuschließende ärztliche Diagnose keinesfalls ersetzen können!

Die Annahme eines hinreichend belegten Verlaufs von PCR-Kurven steckte auch im Kopf des Abgeordneten Münzenmaier und sie steckte ebenso in den Köpfen der Mitwirkenden an der Studie der Universität Duisburg-Essen (3ii), auf die er sich bezog.

Da aber Herr Drosten nun wieder Dynamik bei PCR ins Spiel brachte, kam das Thema Mehrfachtests auf den Tisch. Wollte der gute Mann den unguten Eindruck verwischen, dass die “Infektionsfälle” eben auch Mehrfachtests an ein und derselben Person einschließen — und trotzdem fleißig mit in die Plandemiezählung eingehen? Zitat Christian Drosten:

“Denn vor einer Woche war ich infektiös. Daran gibt es kein Vertun [sic]. Ich war ein Fall und ich bin auch immer noch ein Fall. Ich werde aber – und das muss man natürlich sich auch klarmachen – jetzt auch nur einmal gemeldet. Selbst wenn ein anderes Labor mich vor einer Woche schon einmal getestet und gemeldet hat, und ich das nicht sage, dann fällt das im Gesundheitsamt auf.” (6iii)

Tja, so ist das. Vielleicht fällt es ja im Gesundheitsamt tatsächlich auf. Welches davon meint Drosten eigentlich — tatsächlich alle? Wahrscheinlich ist es am Ende wieder einmal so, dass es keiner gewesen sein will. Beim Robert-Koch-Institut (RKI) kann man jedenfalls nachlesen:

“Es ist zu beachten, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist, da z. B. in den Angaben Mehrfachtestungen von Patienten enthalten sein können.” (7)

Weil PCR-Tests damit, im Widerspruch zu den Beteuerungen eines Christian Drosten in keiner Weise transparent sind — weder im Design, noch in der Durchführung, noch in der Auswertung — stehen hier Manipulationsmöglichkeiten alle Türen offen. Der Rekord aus meinem persönlichen Umfeld steht bei vier PCR-Tests in einer Woche, von denen drei positiv waren. Das macht drei “Infizierte”, mehr noch “Erkrankte” — so und nicht anders nimmt die desinformierte Bevölkerung schließlich die “Fallzahlen” auf.

“Infektionsfälle”

Der Autor hat sich lange den Kopf zerbrochen, um zu erfassen, wie man innerhalb der seit anderthalb Jahren stattfindenden PCR-Testorgie an den Positivquoten herum schrauben konnte. Doch ist es erklärbar: Jede “Welle” ging mit erhöhten PCR-Testwellen einher — und zwar vor allem in Pflegeheimen und Kliniken (a3). Das sind die Orte, wo Menschen in besonderer Weise hilfebedürftig, schwach und manipulierbar, ja ausgeliefert sind. So hat sich auch der mir bekannte Vierfach-Testfall (siehe oben) in einer Klinik abgespielt.

Es sei hinzugefügt, dass die betreffende, hochbetagte Person zu keinem Zeitpunkt sogenannte Covid-19 — Symptome zeigte, aufgrund anderer Ursachen Tage später starb und mit dieser Biographie als “Corona-Opfer” in die Statistiken einging. Das ist so surreal, wie lächerlich und gleichzeitig ungeheuerlich. Und niemand soll dem Autor auftischen, dass es sich hierbei um einen “bedauerlichen” aber äußerst seltenen Fall handeln würde.

Auch die Studie, auf die der AfD-Abgeordnete abhob, wies auf Mehrfachtestungen hin. Dies waren jedoch keineswegs solche, die geeignet gewesen wären, repräsentative Aussagen zu “Infektionsverläufen” mit SARS-CoV-2 zu tätigen, von Krankheitsverläufen gar nicht zu reden. Dafür ist die nun schon mehrfach erwähnte Studie der Universität Duisburg-Essen exemplarisch. Sie stützt sich auf 162.457 Personen, welche mit RT-PCR getestet wurden. 4164 (2,6 %) wurden positiv getestet; positiv bei einer Ct (Cycle Threshold, Zyklenschwelle) von kleiner 40. Bei 40,6 Prozent dieser Testpositiven schlug der Test bei weniger als 25 Zyklen an. Das als verbindlichen und immerhin aussagekräftigeren Ct-Wert genommen, läge bei dieser Studie die Positivrate bei kaum mehr als einem Prozent, unabhängig davon, ob die Betroffenen Symptome hatten oder nicht (4iii).

“Bei der Einsendung von Abstrichröhrchen für RT-PCR-Tests konnten die Einsender die Symptome der Testperson auf dem Anforderungsformular vermerken. Die meisten dieser Informationen waren ungenau, so dass eine zuverlässige Klassifizierung von symptomatischen und asymptomatischen Personen nur in einer kleinen Teilstichprobe möglich war.” (4iv, a2)

Um die Verhältnisse deutlich zu machen: Die Teilstichprobe umfasste 58 (von 4162) Personen und kann damit unter der Kategorie unbrauchbar gebucht werden (3v). Und was wir hier eher nebenbei erfahren, ist die Preisgabe, wie seit 18 Monaten der Standardprozess funktioniert. Eine saubere Erfassung, die zwischen asymptomatischen (also in Wirklichkeit gesunden) und symptomatischen Getesteten unterteilt, gibt es überhaupt nicht!

Kommen wir noch einmal zu den “Fällen”. Die Berichterstattung durch Politik und Medien “vergisst” stetig, dass man statistisch zwischen “Fällen” und “Personen” unterscheiden muss. Die Studie der Universität weist darauf hin:

“Es wurden zwei Strategien der Analyse verfolgt: 1. personenbasierte Strategie, was bedeutet, dass nur der erste Test jeder Person ausgewählt wurde; 2. fallbasierte Strategie, was bedeutet, dass alle Testergebnisse unabhängig von der Anzahl der durchgeführten Tests pro Person ausgewählt wurden. Die Hauptanalysen, die in dieser Arbeit vorgestellt werden, basieren auf personenbasierten Daten. Fallbasierte Analysen sind in den ergänzenden Dateien dargestellt.” (4vi, a2)

Es dürfte einleuchten, dass bei einer fallbasierten Strategie die Positivrate der getesteten Kohorte höher ausfällt, als bei einer personenbasierten Strategie. So gesehen ist es schon geschickt, wie sich das RKI glaubt, freikaufen zu können, wenn es irgendwo im Wust seiner täglichen Situationsberichte auf diesen, kleinen, aber für eine saubere Zählung und damit Bewertung einer angeblichen Pandemie so wichtigen Aspekt, geradezu verschämt hinweist (siehe Zitat (6) weiter oben).

“Infektionsverläufe”

Bleiben wir bei den Mehrfachtestungen. Die besprochene Studie erfasste 21.537 (13,3%) Personen mit zwei Tests, und 9.264 (5,7%) weitere mit mehr als zwei Tests. Um auch nur einen groben, dann immer noch hochspekulativen Trend für PCR-Schwellwerte erkennen zu können, sind mindestens drei Tests erforderlich und außerdem definierte, zeitliche Testintervalle. Nichts davon ist sauber standardisiert und dokumentiert. Auch nicht das zu verwendende Testkit, denn es muss ein und das Selbe sein, um die erfassten Werte überhaupt sinnvoll auswerten zu können.

Doch erst recht kann man mit all diesem Datenmaterial in keiner Weise Infektionen oder Übertragungen von Erregern nachweisen, gar einen Virentransfer von Person A nach Person B. Wann und warum tatsächlich sich bei bestimmten Menschen bestimmte Gensequenzen nachweisen lassen, wird überhaupt nicht erforscht. Völlig willkürlich werden statt dessen diese Nachweise zu solchen von Vireninfektionen umdeklariert. Das hat mit Wissenschaft überhaupt nichts zu tun.

Die Argumentation der Uni Duisburg-Essen kommt den Kritikern der Unrechtsmaßnahmen seitens Regierung und Behörden in ihrer Argumentation entgegen — scheinbar entgegen (8)! Denn hier wird von einer wissenschaftlich nicht bewiesenen Grundannahme ausgegangen. Das führt uns in eine Sackgasse, nämlich die, dass Infektionen mit SARS-CoV-2 nachgewiesen wären. Das sind Sie nicht!

Schauen wir uns, passend dazu, die folgende Grafik aus einer weiteren, durchaus kritischen Studie betreffs Nichpharmazeutischer Interventionen (NPI) an (b1):

In der Grafik wird dargestellt, dass die Übertragbarkeit des Erregers SARS-CoV-2, in direktem Zusammenhang mit der Höhe einer Viruslast einem zeitlichen Verlauf unterliegen würde. Und sie sagt aus, dass es Phasen gäbe, in welcher Menschen auch ohne Symptome die man Covid-19 zuschreibt, diese Viren übertragen könnten — nur mit sehr viel geringerer Wahrscheinlichkeit. Würde man den PCR-Test mit weniger Zyklen fahren (Low analytic sensitivity) würde das durch weniger “Positive” zu realistischeren Ergebnissen hinsichtlich der Infektiösität führen, weil ja so die “Asymptomatischen” (“Preinfectious” und “Postinfectious”) nicht mehr mitgezählt würden.

Wie wirkt die Grafik auf Sie, liebe Leser? Für mich erweckt sie den Eindruck von Seriösität, von Wissenschaftlichkeit, von sauberer Arbeit. Das aber ist das Problem. Denn es handelt sich um einen emotionalen Eindruck. Wir glauben der Grundthese, weil die Verpackung uns verführt, der Schein, das Vorspiegeln dass doch alles seine Richtigkeit hätte. Die Grafik hat die Funktion eines Honigtopfes, an dem wir kleben bleiben. Aber auch nur deshalb, weil wir uns nicht die Mühe machen, deren Grundannahmen zu hinterfragen. Auch die Urheber der Grafik könnten, obwohl Wissenschaftler, in diese Falle gelaufen sein.

Auf welcher Datenbasis hat man eigentlich diese Grafik erstellt? Hier wird nämlich eine Kurve diskutiert, die in der Realität so überhaupt nicht nachgewiesen wurde. Das Für und Wider von sogenannten Corona-Maßnahmen wird damit jedoch aus einer falschen Grundannahme heraus betrachtet, die wiederum auf der Infektionstheorie fußt. Diese schließt die Behauptung ein, die Infektion mit SARS-CoV-2 — also Übertragung und nachfolgende Erkrankung — wäre wissenschaftlich bewiesen. Nur: Wo sind sie, die Beweise?

Diese Infektionsgeschichte können wir nicht als “Streit um des Kaisers Bart” betrachten. Denn auf ihr baut ein wichtiger, ja der überhaupt wichtigste Aspekt der Plandemie auf: die Angst. Infektionen mit dem “neuartigen Virus” wurden niemals wissenschaftlich nachgewiesen und erst recht nicht irgendwelche Dynamiken, die Drosten so gern in den Mund nimmt und von der gläubigen Kanzlerin aufgeschnupft wurden. Aber die Angst vor Infektionen und resultierend wie geschürt die Angst vor den Mitmenschen, die ist latent. Warum haben die Menschen Angst vor etwas, das nicht bewiesen wurde?

Aber zumindest wird so ein weiterer, eigentlich unfassbarer Fauxpas der Angela Merkel zumindest nachvollziehbar — und das war dieser hier:

“Zweitens: mit einem PCR-Test ist ein CT-Wert verbunden, irgendeine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit. Und dieser CT-Wert kann über oder unter 25 sein. Ist er über 25 ist der Mensch ansteckend, ist er unter 25 ist er nicht ansteckend.” (1iii)

Nicht einmal im eigenen Narrativ, also jenes dem jeder wissenschaftliche Nachweis fehlt, ist die Kanzlerin sicher — und so werden Menschen bei Ct-Werten über 25 ansteckender. Es ist unglaublich.

Doch Geschichte wird von der herrschenden Macht geschrieben und als solche ist sie eine von Fälschungen. Der Protokollierungsdienst des deutschen Bundestages reparierte Merkels Offenbarung, freilich ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass die Aussage immer noch — nun ja — Unsinn wiedergibt. Aber lesen Sie selbst:

“Mit einem PCR-Test ist ein Ct-Wert verbunden. Es geht um irgendeine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit. Dieser Ct-Wert kann über oder unter 25 liegen. Ist er unter 25, ist der Mensch ansteckend, ist er über 25, ist er nicht ansteckend.” (9)

Was treibt Angela Merkel?

Um das zu begreifen, genügt es nicht, die Aussagen der Bundeskanzlerin gelesen zu haben. Man muss sie hören und sehen. Für meinen Teil durfte ich feststellen, dass diese, ihre Aussagen nachvollziehbar sind! Die Frau ist überzeugt von dem, was sie sagt. Im Brustton der Überzeugung belehrte sie den AfD-Abgeordneten mit ihrem Halb- und Falschwissen, trat mit dem Stolz eines Grundschülers auf, der gerade seine mündliche Prüfung mit Erfolg zu bestehen glaubt.

Sicher ist sie als Politiker auch Opportunist, aber ihre Kenntnisse, ihren Glauben über das Virus gibt sie authentisch wider. Sie glaubt an Infektionen und sie hat Angst vor dem Virus. So ist es nur folgerichtig, dass sie Erreger und Krankheit als Freudschen Versprecher einer Symbiose unterwarf und so von SARS-COV-19 (SARS-CoV-2 und Covid-19) sprach:

“Ein PCR-Test ist positiv, dann hat der Mensch SARS-COV-19.” (1iv)

Die Fülle an Fehlleistungen, mit welcher Merkel “einem Abgeordneten der AfD erklärt, wie ein PCR-Test funktioniert”  (Originalton Sabine Henkel aus dem ARD-Hauptstadtstudio, siehe ganz oben) kann durch die Filliale des Wahrheitsministeriums, dem Protokollierungsdienst des Bundestages, nur notdürftig repariert werden, denn auch diese Korrektur gibt eine Verbreitung von Unwahrheiten wieder:

“Wenn ein PCR-Test positiv ist, dann hat der Betroffene SARS-CoV-2.” (9i)

Die Frau bewegt sich in einem Kosmos, der wie eine Echokammer wirkt und ihre Ängste fortwährend bestätigt. Dafür waren von Beginn an Leute wie der Hysteriker Lauterbach, der Starvirologe Drosten und ausgesuchte Experten aus der Leopoldina und ähnlichen Instituten immer in ihrer Nähe (10). Ihre Krönung aus Glaube und Angst stellte sich dann so dar:

“Also, dass verschiedene Varianten auftauchen können, damit müssen wir rechnen, solange nicht die ganze Weltbevölkerung geimpft ist.” (1v)

Für diesen Unsinn bekam die Frau vom Großteil der verstrahlten Parlamentarier ostentativ Applaus. Doch diese Ängste einer Politikergilde, die längst die Fähigkeit verloren hat, Entscheidungen aus der eigenen Verantwortung heraus zu treffen, münden in offene Drohungen für Andere. Dass der ganze Satz jeder Logik entbehrt, kommt nur noch oben drauf. Die Frau Bundeskanzlerin glaubt allen Ernstes, dass man das Virus mit Stumpf und Stiel ausrotten muss, dass so etwas überhaupt realistisch wäre und solange dies nicht geschehen ist, die Bevölkerung nach Wahl einzusperren wäre oder sich Gentherapien unterziehen müsste. Hier bekommt der Glaube unverkennbar Züge des Wahnsinns. Man sollte Menschen, die dermaßen in Not sind, nicht jede Botschaft abnehmen, statt dessen aber die eigene emotionale Befindlichkeit mit Mut überprüfen.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Um “Infektionen” von ihren Anführugszeichen zu befreien, müssten diese auch als solche nachgewiesen werden. Ein PCR-Test tut das nie und nimmer.

(a2) Übersetzungen unter Zuhilfenahme von DeepL (https://deepl.org)

(a3) Bei der “dritten Welle” holte man sich die “Fälle” mittels massenweiser, teils erzwungener Schnelltests an vorwiegend symptomlosen Menschen ins Haus, bei denen Schnelltest-“Positive” nachfolgend dem PCR-Test unterworfen wurden.

(1 bis 1v) 23.06.2021; ARD, Phoenix; Phoenix vor Ort, im Video etwa ab Minute 30; https://www.youtube.com/watch?v=GC8afO0l-2o&list=TLPQMjMwNjIwMjGQx_u1wnWNUg&index=4

(2) 23.06.2021; ARD-Tagesschau; Sabine Henkel; Mit Routine durchs letzte Kreuzfeuer; https://www.tagesschau.de/inland/merkel-befragung-corona-101.html

(3) 24.06.2021; Corodok; Sag, dass das nicht wahr ist; https://www.corodok.de/sag-dass-das-nicht-wahr-ist/#comment-55763; durch Foristen vorgenommene Verskriptung der Frage und Antwort — Runde von Angela Merkel mit dem AfD-Abgeordneten Sebastian Münzenmaier

(4 bis 4vi) 18.06.2021; Universität Duisburg-Essen; Martin Rolshoven; Rund 190.000 PCR-Tests ausgewertet: Ergebnisse allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen; https://www.uni-due.de/2021-06-18-studie-aussagekraft-von-pcr-tests; Studie (in englisch): Andreas Stang, Birte Schonert, Angela Spelsberg und weitere; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.05.06.21256289v1.full

(5) 19.06.2021; Corona-Blog; “Andreas Stang, Direktor IMIBE am Universitätsklinikum Essen: “Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können. Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV-2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt werden.”; https://corona-blog.net/2021/06/19/universitaet-duisburg-essen-wertet-190-000-pcr-tests-aus-ergebnisse-allein-ungeeignet-als-grundlage-fuer-pandemie-massnahmen/

(6 bis 6iii) 22.06.2021; NDR; Korinna Hennig, Christian Drosten; Coronavirus-Update, Folge 94; https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript306.pdf; S. 16, 17

(7) 30.06.2021; RKI; Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19); https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jun_2021/2021-06-30-de.pdf?__blob=publicationFile; S. 10

(8) 23.06.2021; Corona Blog; Faktencheck: Stimmen Merkels Aussagen zu PCR-Tests im Bundestag?; https://corona-blog.net/2021/06/23/faktencheck-stimmen-merkels-aussagen-zu-pcr-tests-im-bundestag/

(9, 9i) 23.06.2021; Deutscher Bundestag; 235. Sitzung; Stenografischer Bericht; https://dserver.bundestag.de/btp/19/19235.pdf; S. 30425

(10) 09.04.2020; ZDF; Merkel: Lage ist fragil; https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/coronavirus-merkel-pressekonferenz-102.html

(b1) 26.11.2020; NEJM; Michael J. Mina, M.D., Ph.D., Roy Parker, Ph.D., and Daniel B. Larremore, Ph.D.; Rethinking Covid-19 Test Sensitivity — A Strategy for Containment; https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp2025631

(Titelbild) Angela Merkel, Politiker, Winken; Autor: Wolfgang van de Rydt (Pixabay); 07.09.2021; https://pixabay.com/de/photos/merkel-bundeskanzlerin-angela-merkel-2906016/; Lizenz: Pixabay License

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