{"id":10921,"date":"2025-09-10T04:25:39","date_gmt":"2025-09-10T03:25:39","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=10921"},"modified":"2025-09-09T11:28:42","modified_gmt":"2025-09-09T10:28:42","slug":"newsletter-des-wdr-rundfunkrates-wesentliche-ergebnisse-der-sitzung","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/newsletter-des-wdr-rundfunkrates-wesentliche-ergebnisse-der-sitzung\/","title":{"rendered":"Newsletter des WDR-Rundfunkrates: Wesentliche Ergebnisse der Sitzung"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. Intendantin schl\u00e4gt Joachim Ebhardt als Justiziar im Tandem vor<\/strong><\/p>\n<p>Das Leitungsduo im Justitiariat des WDR soll neu aufgestellt werden. Intendantin Katrin Vernau hat dem Rundfunkrat den erfahrenen Unternehmensjuristen Joachim Ebhardt als Nachfolger von Caroline Volkmann vorgeschlagen. Ebhardt, der seit 2013 bereits stellvertretender Justiziar ist, soll k\u00fcnftig gemeinsam mit Katrin Neukamm das Justitiariat in geteilter F\u00fchrung leiten. Vernau bezeichnete das Tandem-Modell als bew\u00e4hrtes Erfolgsrezept, das fortgef\u00fchrt werden soll. Ebhardt bringe durch seine langj\u00e4hrige Zugeh\u00f6rigkeit zum WDR umfassende Kenntnisse \u00fcber die Strukturen des Senders und der ARD mit. Der Rundfunkrat wird \u00fcber den Personalvorschlag in einer seiner n\u00e4chsten Sitzungen entscheiden.<\/p>\n<p><strong>2. WDR-Strategie 2030: Digitale Heimat f\u00fcr den Westen<\/strong><\/p>\n<p>Die Intendantin des WDR hat eine klare Vision f\u00fcr ihren Sender formuliert: Der WDR soll bis zum Jahr 2030 zur \u201edigitalen Heimat f\u00fcr alle Menschen im Westen\u201c werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Unternehmensstrategie umfassend fortgeschrieben \u2013 mit einer ganzheitlichen Betrachtung, die verschiedene strategische Ma\u00dfnahmen miteinander verzahnt und gezielt f\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Nach einer Klausur der Gesch\u00e4ftsleitung sollen in der Oktobersitzung des Rundfunkrats konkrete Ziele vorgestellt werden. Diese orientieren sich an zentralen Messgr\u00f6\u00dfen wie einer emotionalen Verbundenheit des Publikums mit dem WDR. Dieser soll fester Bestandteil des Alltags der Menschen im Westen werden und unverwechselbare Angebote liefern, die anderswo nicht zu finden sind. Ein enger Austausch mit dem Publikum ist f\u00fcr Vernau dabei ebenso entscheidend wie die regionale Verankerung und eine Infostrategie f\u00fcr den Westen. Dar\u00fcber hinaus soll der WDR seine Rolle in der Gesellschaft st\u00e4rken \u2013 insbesondere in den Bereichen Bildung und Medienkompetenz durch Kooperationen mit Kinderg\u00e4rten und Schulen.<\/p>\n<p>Die Strategie sieht au\u00dferdem vor, digitale Formate gezielt auszubauen, den Ressourceneinsatz zu optimieren und die Kommunikation \u00fcber die Verwendung von Beitragsgeldern zu verbessern. Intern soll der WDR ein attraktiver Arbeitgeber bleiben \u2013 mit einer gesunden Unternehmenskultur, die Motivation und Zusammenhalt in der Belegschaft f\u00f6rdert.<\/p>\n<p><strong>3. Bericht \u00fcber die Erf\u00fcllung der WDR-Programmrichtlinien 2024<\/strong><\/p>\n<p>Der WDR-Rundfunkrat hat den Erf\u00fcllungsbericht f\u00fcr das Jahr 2024 zur Kenntnis genommen. Der j\u00e4hrliche Bericht, den die Intendantin vorlegt, zeigt, inwieweit der WDR seine Programmrichtlinien umsetzt. Bei der diesj\u00e4hrigen Beratung standen vor allem zwei Punkte im Fokus: die Verkn\u00fcpfung mit den Berichten aus den Vorjahren und die Einf\u00fchrung klarer, messbarer Erfolgskriterien.<\/p>\n<p>Das Gremium lobte, dass der Bericht nun in allen Unterkapiteln genau aufschl\u00fcsselt, wie die gesteckten Ziele erreicht wurden, was eine differenzierte Bewertung der Programmleistung erm\u00f6glicht. Dies war ein wichtiger Hinweis aus dem vergangenen Jahr, den der WDR aufgegriffen hat.<\/p>\n<p>Trotzdem gab es erneut Verbesserungsvorschl\u00e4ge. So wurde aus den Aussch\u00fcssen angeregt, noch mehr qualitative und quantitative Erfolgskriterien einzuf\u00fchren und diese systematisch in den Bericht zu integrieren. Nur so lasse sich die Zielerreichung nachvollziehen. Au\u00dferdem forderte der Rundfunkrat, dass der Bericht die Zielvorgaben aus dem Vorjahr einbezieht, um Entwicklungen und Fortschritte besser zu dokumentieren. Um das zu erreichen, sei es ebenfalls wichtig, mehr \u00fcberpr\u00fcfbare Zahlen einzubauen.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Punkt der Debatte waren die barrierefreien Angebote des WDR. Der Rundfunkrat sprach sich daf\u00fcr aus, diese gezielt \u00fcber soziale Medien zu bewerben, um neue Zielgruppen zu erreichen. Kritisch angemerkt wurde, dass die Themen Wirtschaft und Verbraucher sowie Kultur im Bericht mehr Raum ben\u00f6tigen, um ihrer Bedeutung gerecht zu werden.<\/p>\n<p><strong>4. Zusammenarbeit als Motor f\u00fcr Innovation und Vielfalt<\/strong><\/p>\n<p>Der Rundfunkrat hat den sogenannten Kooperationsbericht, der die Zusammenarbeit des WDR mit anderen \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstaltern und Dritten beleuchtet, zur Kenntnis genommen. Die \u00dcbersicht f\u00fcr das Jahr 2024 zeigt, dass der WDR seine Kooperationen weiter ausgebaut und gezielt an seine strategischen Ziele angepasst hat. Ein Schwerpunkt lag auf der Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb der ARD, insbesondere durch die neuen Kompetenzzentren \u201eGesundheit\u201c, \u201eKlima\u201c und \u201eVerbraucher\u201c. Diese b\u00fcndeln Ressourcen und Know-how, um innovative Formate f\u00fcr verschiedene Ausspielwege zu entwickeln. Auch im Bereich der digitalen Angebote, beispielsweise bei Podcasts, Social-Media-Formaten und der gemeinsamen Nutzung von Produktionsinfrastruktur, wurden Synergien geschaffen.<\/p>\n<p>Im WDR gibt es Kooperationsrichtlinien, die sicherstellen, dass bei der Auswahl der Partner die Ziele der Meinungsvielfalt und Diskriminierungsfreiheit gewahrt bleiben. Der Programmausschuss stellte zudem fest, dass die im Vorjahr angeregten Verbesserungen der Darstellung, wie die Reduzierung von Dopplungen und die farbliche Markierung neuer Kooperationen (gr\u00fcn) bzw. entfallener Kooperationen (rot), wodurch das Gremium mehr Transparenz erh\u00e4lt, im aktuellen Bericht umgesetzt wurden.<\/p>\n<p><strong>5. ARD-Selbstverpflichtung: Rundfunkrat fordert mehr Selbstkritik und Zielorientierung<\/strong><\/p>\n<p>Kritisch ausgefallen ist das Fazit des Rundfunkrats zum Entwurf der ARD-Selbstverpflichtung f\u00fcr die Jahre 2023\/24 mit einem Ausblick auf 2025\/26. In der Diskussion monierten die Mitglieder die einseitig positive Darstellung im Bericht, insbesondere, dass der Entwurf vor allem Erfolge hervorhebt und kaum selbstkritische Reflexion enth\u00e4lt. Im Sinne einer modernen Fehlerkultur sollten Weiterentwicklungsbedarfe und Herausforderungen offen benannt werden, so der Rundfunkrat.<\/p>\n<p>Ein weiterer Kritikpunkt war die \u00dcberbetonung des digitalen Bereichs. Die Mitglieder forderten, die Bedeutung der linearen Ausspielwege angemessen zu ber\u00fccksichtigen, da diese \u2013 neben den bedeutsamen digitalen Angeboten \u2013 weiterhin eine wichtige S\u00e4ule des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks darstellen. Zudem wurde angeregt, die strategische Zielgruppenerreichung systematischer zu diskutieren und konkrete Ma\u00dfnahmen zur Ansprache neuer Zielgruppen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Die Selbstverpflichtung solle laut Rundfunkrat nicht als Werbebrosch\u00fcre, sondern als Instrument zur \u00dcberpr\u00fcfung des gesetzlichen Auftrags dienen. Der Ausschuss regte an, sich bei der Berichtsstruktur an Nachhaltigkeitsberichten der Wirtschaft zu orientieren und Erfolgsindikatoren klar zu benennen. Die Mitglieder erwarten, dass die genannten Kritikpunkte bei der \u00dcberarbeitung der ARD-Selbstverpflichtung ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/unternehmen\/rundfunkrat\/publikationen\/newsletter-352.html\">https:\/\/www1.wdr.de\/unternehmen\/rundfunkrat\/publikationen\/newsletter-352.html<\/a><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_10921 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_10921')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_10921').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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