{"id":11447,"date":"2026-03-05T05:47:11","date_gmt":"2026-03-05T04:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=11447"},"modified":"2026-03-04T08:47:47","modified_gmt":"2026-03-04T07:47:47","slug":"ziemlich-unbedarft-das-desaster-mit-den-ki-richtlinien-in-den-medien","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/ziemlich-unbedarft-das-desaster-mit-den-ki-richtlinien-in-den-medien\/","title":{"rendered":"Ziemlich unbedarft: Das Desaster mit den KI-Richtlinien in den Medien"},"content":{"rendered":"<p>Ein KI-generiertes Video im \u201eheute journal\u201c hat die Debatte um den Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz in Redaktionen wieder angefacht. Es zeigt sich: Der Branche fehlen KI-Grundlagen. [\u2026]<\/p>\n<p>Nur sehr wenige Redakteure und Journalisten wissen, wie Gro\u00dfe Sprachmodelle arbeiten. Sie vertrauen ChatGPT, Grok und anderen nahezu blind. Welche Vektorisierungen und Wortmatrizen verwendet worden sind, auf deren Basis solch ein Gro\u00dfes Sprachmodell arbeitet, wei\u00df da niemand.<\/p>\n<p>Das hat Folgen f\u00fcr die journalistische Arbeit. Denn das f\u00fchrt dann etwa zu Beitr\u00e4gen wie dem von der \u201eTagesschau\u201c am 17. M\u00e4rz 2025 \u00fcber russische Propaganda in westlichen Chatbots. V\u00f6llig kritiklos wurde nachgebetet, was eine \u201eStudie\u201c der Newsguard Technologies herausgefunden zu haben glaubte: Russische Akteure manipulieren westliche Chatbots. Die liefern daraufhin falsche Antworten. [\u2026]<\/p>\n<p>Die von Newsguard festgestellten Suchergebnisse sind als durch die Art der Suchanfrage und nicht durch den Kreml beeinflusst worden. [\u2026]<\/p>\n<p>Wirklich trauen kann man nur dem KI-Tool, dessen Gro\u00dfes Sprachmodell man selbst entwickelt hat, dessen Trainingsdaten man \u00fcberpr\u00fcft, dessen Wissensbasis man referenziert und dessen Entscheidungen man regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft. [\u2026]<\/p>\n<p>Das allerdings w\u00e4re ein K.-o.-Kriterium f\u00fcr den Einsatz von solchen Werkzeugen in Redaktionen. Wer n\u00e4mlich diese Qualit\u00e4tskontrolle in Sachen KI betreibt, der hat einen wesentlich gr\u00f6\u00dferen Arbeitsaufwand, als sich Medienmanager das bislang so vorstellen. [\u2026]<\/p>\n<p>Weil in den mir vorliegenden KI-Richtlinien der Medienh\u00e4user in technischer Hinsicht so gut wie nichts technisch solide reguliert ist hinsichtlich des KI-Einsatzes, sind deren Bestimmungen auch nicht alltagstauglich. Wir finden stattdessen wohlfeile Formulierungen f\u00fcr Sonntagsreden darin.<\/p>\n<p>So gesehen schaden derartige KI-Richtlinien mehr, als sie nutzen. Denn in den Medienh\u00e4usern glaubt man, doch etwas f\u00fcr den verantwortungsvollen Umgang mit KI-Tools in Redaktionen getan zu haben. Das Ganze erf\u00fcllt aber allenfalls eine Alibifunktion.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/tv-medien\/ziemlich-unbedarft-das-desaster-mit-den-ki-richtlinien-in-den-medien-li.10021776\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/tv-medien\/ziemlich-unbedarft-das-desaster-mit-den-ki-richtlinien-in-den-medien-li.10021776<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11447 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11447')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11447').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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