{"id":11562,"date":"2026-04-12T05:37:42","date_gmt":"2026-04-12T04:37:42","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=11562"},"modified":"2026-04-10T16:39:03","modified_gmt":"2026-04-10T15:39:03","slug":"ostdeutsche-allgemeine-zeitung-zwischen-kritik-und-chance","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/ostdeutsche-allgemeine-zeitung-zwischen-kritik-und-chance\/","title":{"rendered":"Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Zwischen Kritik und Chance"},"content":{"rendered":"<p>Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ) beansprucht, Repr\u00e4sentationsl\u00fccken in der Ostdeutschland-Berichterstattung zu schlie\u00dfen. Eine Wissenschaftlerin sieht den Grund f\u00fcr die noch immer westzentrierte Ost-Sicht in der verfehlten Medienpolitik von 1990. Eine Analyse. [\u2026]<\/p>\n<p>Die Medienwissenschaftlerin Mandy Tr\u00f6ger gilt als Expertin f\u00fcr die Umgestaltung der ostdeutschen Medienlandschaft nach dem Mauerfall. Sie stammt aus Ostdeutschland und lehrt nun an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen (Baden-W\u00fcrttemberg). In der bundesweiten gesellschaftlichen Debatte, so Tr\u00f6gers Befund, sei lange tats\u00e4chlich eher mit einem westdeutschen Blick \u00fcber ostdeutsche Besonderheiten berichtet worden. Der Leipziger Medienwissenschaftler Lutz M\u00fckke spricht gar von einem Duktus der Auslandsberichterstattung. [\u2026]<\/p>\n<p>J\u00fcngere Studien, wie die von der Produktionsfirma Hoferichter &amp; Jacobs im Auftrag des MDR belegen, dass Ostdeutschland im Blick der \u00fcberregionalen Medien als mediale Problemzone wahrgenommen werde. Und das auch nur saisonal, meist im Umfeld von Wahlen oder Jubil\u00e4en. Ausnahmen wie das Chemnitzer Kulturhauptstadt-Jahr best\u00e4tigten eher die Regel. &#8222;Durch das offensichtliche Fehlen einer kontinuierlichen differenzierten Thematisierung erfolgt in den letzten Jahren zumindest zu Teilen in den analysierten Medien eher eine Verst\u00e4rkung und Verstetigung von Negativ-Mustern als ihre \u00dcberwindung&#8220;, konstatierte Studienleiter Olaf Jacobs, der als Honorarprofessor an der Universit\u00e4t Leipzig lehrt. [\u2026]<\/p>\n<p>Wichtiger w\u00e4re ihr, angesichts der Bedrohung durch US-amerikanische und chinesische Plattformen \u00fcber alternative Journalismus-Modelle nachzudenken &#8211; jenseits klassischer Marktabh\u00e4ngigkeiten. Diese Debatte sei Teil der friedlichen Revolution von 1989 gewesen, aber dank der Turbo-Privatisierung schneller erstickt worden, als sich daraus tragf\u00e4hige Modelle jenseits von Werbeeinnahmen und Partei-Einfl\u00fcssen entwickeln lie\u00dfen. Insofern, meint die Transformationsexpertin, sollte die Frage eher lauten: Welchen Journalismus braucht ganz Deutschland?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/mecklenburgvorpommern\/gauck-haelt-ossi-postille-fuer-ueberfluessig,ostzeitungsmarkt-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/mecklenburgvorpommern\/gauck-haelt-ossi-postille-fuer-ueberfluessig,ostzeitungsmarkt-100.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11562 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11562')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11562').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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