{"id":11658,"date":"2026-05-14T09:09:28","date_gmt":"2026-05-14T08:09:28","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=11658"},"modified":"2026-05-13T09:10:35","modified_gmt":"2026-05-13T08:10:35","slug":"die-oma-muss-in-den-fluss-so-erklaerte-kika-millionen-kindern-rassismus","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/die-oma-muss-in-den-fluss-so-erklaerte-kika-millionen-kindern-rassismus\/","title":{"rendered":"Die Oma muss in den Fluss \u2013 so erkl\u00e4rte KiKA Millionen Kindern Rassismus"},"content":{"rendered":"<p>Die Sketch-Comedy \u201eMoooment!\u201c im \u00f6ffentlich-rechtlichen Kika soll Kindern Rassismus erkl\u00e4ren. Sie will Stereotype knacken, produziert sie aber selbst. Und jetzt ist sie pl\u00f6tzlich offline. Warum?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien-und-film\/medienpolitik\/kritik-an-der-kika-comedy-moooment-200825999.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien-und-film\/medienpolitik\/kritik-an-der-kika-comedy-moooment-200825999.html<\/a><\/p>\n<p>Eine Oma in einem braunen Fluss und ein Kind, das an Leberwurst verhungert: 90 Prozent aller Kinder in Deutschland erreichte eine Kinderserie, die pl\u00f6tzlich verschwand. Warum?<\/p>\n<p>Jetzt ist es offiziell: Die Comedyserie \u201eMoooment!\u201c ist nicht mehr auf der KiKA-Website zu finden. Auch in der Mediathek sucht man vergeblich nach den Folgen, die 2022 mit Preisen nominiert und als p\u00e4dagogisches Vorzeigeprojekt gefeiert wurden.<\/p>\n<p>\u00dcbrig geblieben sind lediglich einige Clips hinter den Kulissen \u2013 Interviews, Making-of-Material \u2013, aber keine einzige vollst\u00e4ndige Episode mehr. Das ist brisant, denn KiKA erreicht rund 90 Prozent der Drei- bis 13-J\u00e4hrigen in Deutschland. Was hier gezeigt wird, landet im Kinderzimmer einer ganzen Generation.<\/p>\n<p>\u201eMooooment!\u201c war kein Nischenprodukt. Die Serie, in der sechs Freunde die Zeit anhalten k\u00f6nnen, um rassistische Situationen zu besprechen, wurde 2022 f\u00fcr den CIVIS-Medienpreis nominiert. Die Jury lobte die \u201ekreative und kindgerechte\u201c Darstellung von Alltagsrassismus. Zudem war die erste Folge f\u00fcr den Grimme-Preis nominiert. Es gab damals keine gr\u00f6\u00dferen Kontroversen.<\/p>\n<p>Das war 2021\/2022. Vier Jahre sp\u00e4ter ist die politische Stimmung eine andere. Debatten um Diversity, den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk und Identit\u00e4tspolitik haben sich radikal zugespitzt. Was damals als p\u00e4dagogischer Humor durchging, wird heute von Teilen der X-Community als \u201eIndoktrination\u201c gelesen und f\u00fcr einen \u201eKulturkampf von links\u201c instrumentalisiert. [\u2026]<\/p>\n<p>Man habe die Serie nun \u201evor dem Hintergrund\u201c der kritischen Diskussionen in sozialen Medien \u201ezun\u00e4chst offline gestellt\u201c. Eine Auszeichnung \u2013 die Grimme-Preis-Nominierung 2022 \u2013 belege den gesellschaftlichen Anspruch des Formats. [\u2026]<\/p>\n<p>\u201eMoooment!\u201c ist keine \u201elinksgr\u00fcne Indoktrination\u201c, wie die sch\u00e4rfsten Kritiker behaupten. Aber es ist auch keine gelungene Antirassismus-Sendung. Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht ist es vor allem eines: ein Exempel f\u00fcr den performativen Widerspruch. Die Macher wollten Rassismus aufkl\u00e4ren \u2013 produzierten aber selbst neue Klischees, diesmal gegen Deutsche. [\u2026]<\/p>\n<p>P\u00e4dagogik funktioniert nicht \u00fcber Umkehr der Vorurteile, sondern \u00fcber deren Aufl\u00f6sung. Kinder lernen nicht Toleranz, indem sie lernen, eine andere Volksgruppe als borniert oder l\u00e4cherlich darzustellen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/die-oma-muss-in-den-fluss-so-erklaerte-kika-millionen-kindern-rassismus-10034410\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/die-oma-muss-in-den-fluss-so-erklaerte-kika-millionen-kindern-rassismus-10034410<\/a><\/p>\n<p>\u201eSeit mehreren Tagen beobachten wir, dass Nutzerinnen und Nutzer in sozialen Medien insbesondere Beitr\u00e4ge zu ,Almaniac \u2013 The Game\u2018, aber auch weitere Ausschnitte aus der fiktionalen Serie ,Moooment!\u2018 verbreiten und kritisch kommentieren\u201c, sagt die Kika-Sprecherin Christiane Rohde auf Anfrage der F.A.Z. \u201eVor diesem Hintergrund haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, diesen Beitrag zun\u00e4chst offline zu stellen.\u201c F\u00fcr wie lange, das kann man beim Kika noch nicht sagen. [\u2026]<\/p>\n<p>Man darf gespannt sein, wie sich der Kika weiter verh\u00e4lt. Was vor f\u00fcnf Jahren vermeintlich woke-witzig weitgehend unter dem Radar lief, sieht heute eher kontraproduktiv aus. Eines muss der Sender mitbedenken: Die sechs Kinder, die inzwischen junge Erwachsene sind, werden im Netz als Repr\u00e4sentanten des Programms mit Klarnamen herumgereicht. Sie sollten nicht diejenigen sein, die den Kopf hinhalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien-und-film\/medienpolitik\/kritik-an-der-kika-comedy-moooment-200825999.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien-und-film\/medienpolitik\/kritik-an-der-kika-comedy-moooment-200825999.html<\/a><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11658 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11658')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11658').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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