{"id":11674,"date":"2026-05-25T05:38:47","date_gmt":"2026-05-25T04:38:47","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=11674"},"modified":"2026-05-21T19:39:21","modified_gmt":"2026-05-21T18:39:21","slug":"die-sparplaene-des-mdr-ohne-gebuehrenerhoehung-kein-tatort","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/die-sparplaene-des-mdr-ohne-gebuehrenerhoehung-kein-tatort\/","title":{"rendered":"Die Sparpl\u00e4ne des MDR: \u201eOhne Geb\u00fchrenerh\u00f6hung kein Tatort\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das Sparprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks schneidet tief ins Fleisch des Programms, ohne an den Strukturen zu r\u00fctteln. Vor allem aber: Der Osten verschwindet aus der ARD.<\/p>\n<p>Die Einspar-Agenda des MDR klingt eher wie eine Amputation als ein Sanierungsplan. Drei Jahre Pause bei \u201eTatort\u201c und \u201ePolizeiruf\u201c. Die Produktion des \u201eARD-Mittagsmagazins\u201c wird abgegeben. \u201eMDR Sputnik\u201c verliert UKW, \u201eMDR um 2\u201c wird ins Streaming verbannt. Die offizielle Floskel der neuen Sparrunde lautet: \u201ePriorisierung von Regionalit\u00e4t und digitaler Nutzung.\u201c Die Realit\u00e4t ist viel schlichter: Der MDR wird von einem Sparkorsett ins n\u00e4chste gedr\u00fcckt. Erst vor zwei Jahren wurde m\u00e4chtig gek\u00fcrzt, unter anderem beim Investigativen, beim kritischen Magazin \u201eUmschau\u201c oder der Sendung \u201eSport im Osten\u201c.<\/p>\n<p>Gestrichen wurden unter anderem die Nachrichten der jungen Sender MDR Sputnik und JUMP sowie lange Reportagen bei MDR Aktuell und das TV-Regionalmagazin \u201eMDR um 11\u201c. Bis Ende 2028 sollen rund 300 Stellen abgebaut werden. Gespr\u00e4che mit freien Mitarbeitern zur Reduzierung ihres Auftragsvolumens laufen bereits. Ein leitender Redakteur dr\u00fcckt es gegen\u00fcber dieser Zeitung so aus: \u201eIn meiner Redaktion gibt es kaum noch was zu k\u00fcrzen.\u201c Auch die Gewerkschaft ver.di findet deutliche Worte: \u201eEin solcher Kahlschlag ist weder eine Zukunftsstrategie noch ein Zeichen f\u00fcr den Erhalt von Medienvielfalt und unabh\u00e4ngigem Journalismus in Ostdeutschland\u201c. [\u2026]<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit zur Einsparung ohne Programmverlust hat der MDR ausgelassen. Mehrmals im Jahr produziert der Sender Gottesdienste, die durchschnittlich 193.000 Euro pro Stunde kosten. Der Mitteldeutsche Rundfunk ist gesetzlich gar nicht verpflichtet, diese Kosten zu tragen; er muss den Kirchen lediglich Sendezeit zur Verf\u00fcgung stellen. Dass er die Produktion freiwillig finanziert, ist ein Akt der Solidarit\u00e4t, der viel \u00fcber die Machtverh\u00e4ltnisse aussagt. [\u2026]<\/p>\n<p>Der MDR baut nicht nur sein Programm so weit ab, dass er sich selbst in die Ecke stellt, die AfD muss dann auch nichts weiter tun, als ihn abzuschaffen. Das Grundproblem des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks wird in den eigenen vier W\u00e4nden nicht wahrgenommen \u2013 die von vielen Zuschauern, H\u00f6rern und Nutzern beklagte Einseitigkeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/die-sparplaene-des-mdr-10036654\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/die-sparplaene-des-mdr-10036654<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11674 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11674')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11674').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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