{"id":11955,"date":"2026-07-07T05:28:32","date_gmt":"2026-07-07T04:28:32","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=11955"},"modified":"2026-07-03T08:29:39","modified_gmt":"2026-07-03T07:29:39","slug":"deutschlandfunk-die-grosse-reform","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/deutschlandfunk-die-grosse-reform\/","title":{"rendered":"Deutschlandfunk: Die gro\u00dfe Reform"},"content":{"rendered":"<p>Es gab Protest und Angst vor Qualit\u00e4tsverlust: Nun hat der Deutschlandfunk erkl\u00e4rt, wie sich das Radioprogramm ab Ende November anh\u00f6ren wird. Die Ver\u00e4nderungen im Detail. [\u2026]<\/p>\n<p>Susanne Schwarzbach, seit drei Monaten Chefredakteurin des Deutschlandfunks, davor beim WDR t\u00e4tig und also in die Entwicklung der Reformpl\u00e4ne inhaltlich und strukturell gar nicht involviert, zeigte sich irritiert \u00fcber die vielen Bedenken, als die Pl\u00e4ne f\u00fcr den neuen Deutschlandfunk nun bei einer Pressekonferenz im Berliner Funkhaus detailliert vorgestellt worden sind. In der ganzen Debatte, so Schwarzbach, \u201ewird zu viel dar\u00fcber geredet, was vom Bisherigen erhalten bleibt, wo man es k\u00fcnftig denn \u00fcberhaupt noch findet und was eventuell vielleicht komplett wegf\u00e4llt\u201c. Wonach jedoch viel zu selten gefragt werde, sei: \u201eWas kommt hinzu, was wird ein Gewinn, eine Verbesserung sein?\u201c Bettina Schmieding, die den Bereich Wissen und Dialog im Deutschlandfunk verantwortet, berichtete, dass die Aufbruchstimmung in der Redaktion deutlich verbreiteter sei als die Skepsis. Bei einigen aktuellen Themenkomplexen h\u00e4tten viele Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, dass sie diese im neuen Programmschema besser und vertiefter aufbereiten k\u00f6nnten als aktuell noch. [\u2026]<\/p>\n<p>Die \u201eInformationen am Morgen\u201c verschieben sich um eine Stunde auf dann 6 bis 10 Uhr \u2013 die Deutschlandfunk-H\u00f6rer starten inzwischen sp\u00e4ter in den Tag als noch vor ein oder zwei Jahrzehnten. Die \u201eInformationen am Mittag\u201c bleiben unver\u00e4ndert, die \u201eInformationen am Abend\u201c beginnen eine Stunde fr\u00fcher, bereits um 17 Uhr. Weil, so die Begr\u00fcndung, dann viele Menschen auf dem Weg von der Arbeit nach Hause sind und sich \u00fcber das Wichtigste vom Tage informieren k\u00f6nnen. [\u2026]<\/p>\n<p>Eine Erkenntnis, die man beim Deutschlandfunk aus der H\u00f6rerforschung gewonnen hat, ist: Nur eine Minderheit des Publikums, weniger als 20 Prozent, schaltet gezielt konkrete Sendungen ein. Die \u00fcberwiegende Mehrheit h\u00f6rt den Sender dann, wenn sie Zeit dazu hat. [\u2026]<\/p>\n<p>\u201eEntscheidend ist, wie viele H\u00f6rer wir mit welchen Themen erreichen.\u201c [\u2026] Die 15 \u201eHintergrund\u201c-Sendepl\u00e4tze pro Woche verteilen sich auf die Ressorts Wirtschaft\/Umwelt (drei), Bildung (zwei), Medien (zwei), L\u00e4nder und Innenpolitik (drei), Europa\/Internationales (zwei), Religion, Sport sowie Politisches Buch\/Sachbuch. T\u00e4gliche magazinartige Sendungen behalten das Wissen (14.10 Uhr) und die Kultur (15.10 Uhr), um aktuell aus diesen Bereichen berichten zu k\u00f6nnen. [\u2026]<\/p>\n<p>Der Deutschlandfunk hat bisher keine repr\u00e4sentative Untersuchung vorgelegt, wie sich dies f\u00fcr seine H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer darstellt.<\/p>\n<p>Die Programmdirektorin des Deutschlandradios, Jona Teichmann, hob hervor, dass die Reform nicht aus Spargr\u00fcnden erfolge. Es gehe vielmehr darum, dass der Deutschlandfunk im Digitalen genauso eine wichtige Stimme sein m\u00fcsse wie im linearen Radio \u2013 dies aber noch nicht sei. Es gehe auch nicht darum, das eine gegen das andere auszuspielen, sondern gleicherma\u00dfen wichtig zu nehmen. Au\u00dferdem stie\u00dfen Redaktionen in Teilen an ihre Belastungsgrenzen, die Reform m\u00fcsse auch Entlastung schaffen, zumal absehbar die Zahl der festangestellten Redakteure weiter sinken m\u00fcsse.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/deutschlandfunk-programm-reform-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-details-li.3506718\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/deutschlandfunk-programm-reform-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-details-li.3506718<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis I: Es gibt viele Bev\u00f6lkerungsgruppen, deren morgendlicher Arbeitsbeginn sich zeitlich nicht verschoben hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Es gibt viele Bev\u00f6lkerungsgruppen, die nicht mit dem Auto zwischen 17 und 18 Uhr nach Hause fahren. <\/em><\/p>\n<p><em>Wenn der Deutschlandfunk 2,5 Mio. t\u00e4gliche H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer hat, schalten also fast 500.000 das Programm t\u00e4glich zielgerichtet ein. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Ergebnisse der H\u00f6rerforschung wurden bisher nicht ver\u00f6ffentlicht. In einer internen Untersuchung hatte das befragte Panel 48 Personen.<\/em><\/p>\n<p><em>Hinweis II: Die programmverantwortlichen Reformer sollten den Erfolg der Reform mit ihrer beruflichen Perspektive beim Sender verkn\u00fcpfen. M\u00f6gliche Ziele w\u00e4ren u.a.: steigende Stamm-Nutzerzahlen, zunehmende Zitation durch andere Medien, wachsender Beitrag zur Meinungs- und Willensbildung. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11955 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11955')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11955').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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