{"id":12610,"date":"2026-08-29T05:54:44","date_gmt":"2026-08-29T04:54:44","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=12610"},"modified":"2026-08-30T18:10:02","modified_gmt":"2026-08-30T17:10:02","slug":"__trashed-2","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/__trashed-2\/","title":{"rendered":"ARD und ZDF auf dem Pr\u00fcfstand: Wie belastbar ist das Gutachten zur Ausgewogenheit?"},"content":{"rendered":"<p>Tausende Beitragszahler klagen wegen Unausgewogenheit gegen den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Eine Studie h\u00e4lt den Vorwurf f\u00fcr weitgehend unbegr\u00fcndet. Wer hat recht? [\u2026]<\/p>\n<p>Wenn man in die Untersuchung hineinschaut, entpuppt sich diese Einsch\u00e4tzung allerdings als akademische Farce. Angefertigt wurde das Gutachten von Kommunikationswissenschaftlern der Johannes-Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz und der LMU M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Der erste Teil ist eine theoretische Abhandlung zu Vielfalt und Ausgewogenheit im \u00d6RR. Diese sei auf das Gesamtprogramm zu beziehen. So muss nicht jede einzelne Sendung ausgewogen sein, sondern das Programmangebot im Gesamten. Die Autoren machen allerdings eine Ausnahme. Sie pl\u00e4dieren daf\u00fcr, \u201edass zumindest Nachrichtenformate auch in sich vielfa\u0308ltig und ausgewogen berichten sollen.\u201c Merken Sie sich diese Aussage bitte f\u00fcr sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Teil 2 umfasst die Auswertung von 49 quantitativen Studien zum \u00d6RR-Programm zwischen 2020 und 2025. Danach folgen Empfehlungen der Autoren f\u00fcr ein kontinuierliches Qualit\u00e4tsmonitoring im \u00d6RR.<\/p>\n<p>In ihrer Zusammenfassung schreiben die Wissenschaftler: \u201eVielfalt und Ausgewogenheit der \u00f6ffentlich-rechtlichen Angebote sind (&#8230;) in der Regel etwas h\u00f6her als die der Fernsehnachrichten der Privatsender und minimal geringer als die der \u00fcberregionalen Qualit\u00e4tszeitungen.\u201c<\/p>\n<p>Reicht das als Qualit\u00e4tsgrundlage f\u00fcr die \u00d6ffentlich-Rechtlichen? In jedem Fall klingt dieses Urteil weniger euphorisch als die Formulierung in der BR-Presseerkl\u00e4rung. Doch es geht noch weiter. Im Gutachten hei\u00dft es, die thematische Ausgewogenheit der Online-Angebote von \u00d6RR-Nachrichtensendungen (tagesschau.de und heute.de) unterscheide sich kaum von der Ausgewogenheit vergleichbarer Online-Medien (z. B. spiegel.de). [\u2026]<\/p>\n<p>In einem fr\u00fcheren Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 23. April 2023 (Az.: 1 BvR 601\/23) machte das oberste deutsche Gericht klar: Es brauche einen \u201edie Beitragszahlung rechtfertigenden individuellen Vorteil\u201c f\u00fcr ein auf Ausgewogenheit und Vielfalt ausgerichtetes Programmangebot, das \u201eein Gegengewicht zu den privaten Rundfunkanbietern bilde\u201c.<\/p>\n<p>Dabei ist, so stellt das Gutachten fest, die Repr\u00e4sentation \u201eeinfacher B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger\u201c bei den TV-Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF im Vergleich zu privaten Sendern eher schlecht. Die Pr\u00e4senz von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sei bei privaten Sendern h\u00f6her, \u201ew\u00e4hrend \u00f6ffentlich-rechtliche Sender Politikerinnen\/Politiker und Expertinnen\/Experten deutlich h\u00e4ufiger zu Wort kommen lassen\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/ard-zdf-rundfunkbeitrag-gutachten-ausgewogenheit-10323407\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/ard-zdf-rundfunkbeitrag-gutachten-ausgewogenheit-10323407<\/a><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_12610 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_12610')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_12610').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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