{"id":12699,"date":"2026-09-27T05:39:27","date_gmt":"2026-09-27T04:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=12699"},"modified":"2026-09-26T11:44:29","modified_gmt":"2026-09-26T10:44:29","slug":"barrierefreiheit-als-mehrwert-fuer-alle-fernsehrat-michael-joerg-zur-barrierefreiheit-beim-zdf","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/barrierefreiheit-als-mehrwert-fuer-alle-fernsehrat-michael-joerg-zur-barrierefreiheit-beim-zdf\/","title":{"rendered":"Barrierefreiheit als Mehrwert f\u00fcr alle: Fernsehrat Michael J\u00f6rg zur Barrierefreiheit beim ZDF."},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Insgesamt ist das ZDF schon breit aufgestellt, wenn man sieht, welche M\u00f6glichkeiten es im Bereich der Barrierefreiheit bietet&#8220;, konstatiert Fernsehrat Michael J\u00f6rg. Der Vertreter des Bereichs &#8222;Inklusive Gesellschaft&#8220; erkl\u00e4rt aber auch, wo er noch eine Schwachstelle sieht. [\u2026]<\/p>\n<p>Das ZDF ist gut aufgestellt, was die Untertitelung anbelangt, und der Sender baut sein Angebot f\u00fcr Audiodeskription immer weiter aus. Auch deutsche Geb\u00e4rdensprache hat sich ganz gut entwickelt. Insgesamt ist das ZDF schon breit aufgestellt, wenn man sieht, welche M\u00f6glichkeiten es im Bereich der Barrierefreiheit bietet. Besonders stark ist es bei der Audiodeskription von Sportereignissen.<\/p>\n<p>Eine Schwachstelle hat des ZDF noch bei Leichter Sprache. Da gibt es noch Entwicklungspotenzial. Beispielsweise k\u00f6nnte das ZDF Online-Erkl\u00e4rvideos in Leichter Sprache produzieren. Hier k\u00f6nnte sich der Sender ein bisschen mehr trauen. Au\u00dferdem w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, wenn das ZDF noch mehr mit Live-Geb\u00e4rdensprache experimentieren w\u00fcrde. [\u2026]<\/p>\n<p>Die Barrierefreiheit ist ganz klar ein Markenkern des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Mit den privaten Sendern brauchen wir uns nicht zu vergleichen, da l\u00e4uft derzeit nicht viel. Wettbewerb gibt es also eher zwischen den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF und dem Deutschlandradio. Deutschlandradio ist in der Barrierefreiheit des H\u00f6rfunks sehr stark. In Sachen einfache Sprache ist die ARD schon viel besser aufgestellt als das ZDF.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/unternehmen\/organisation\/gremien\/fernsehrat\/newsletter-176.html\">https:\/\/www.zdf.de\/unternehmen\/organisation\/gremien\/fernsehrat\/newsletter-176.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Hinweis: Das Deutschlandradio hat schon vor Jahren die Bereitstellung von Sendungsmanuskripten stark reduziert. Damit wurde Barrierefreiheit abgebaut.<\/strong><\/p>\n<p>Jona Teichmann (11.10.2023): \u201eDie Umschichtung der Finanzmittel darf nicht zulasten der Qualit\u00e4t gehen. Wir reduzieren deswegen mit Fingerspitzengef\u00fchl die Anzahl der Neuproduktionen f\u00fcrs Radio. Au\u00dferdem bieten wir jetzt etwas weniger Service f\u00fcr das Radioprogramm an, indem wir beispielsweise weniger Sendungsmanuskripte ins Netz stellen. Den dadurch gesparten Aufwand nutzen wir, um digitale Audioangebote besser zu distributieren. Wir gehen davon aus, dass wir in den n\u00e4chsten Jahren durch die Umschichtung vorhandener Mittel mehr digitale Angebote produzieren k\u00f6nnen, ohne dass die linearen Radioh\u00f6rer, die immer noch die Mehrzahl unseres Publikums bilden, unzufrieden werden.\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.medienpolitik.net\/aktuelle-themen\/die-kraefte-auf-die-digitale-audiowelt-konzentrieren-439\">https:\/\/www.medienpolitik.net\/aktuelle-themen\/die-kraefte-auf-die-digitale-audiowelt-konzentrieren-439<\/a><\/p>\n<p>Ausbau von Barrierefreiheit auch im Streaming: ZDF-Fernsehrat Matthias Belafi<\/p>\n<p>Auf den unterschiedlichen Ausspielwegen des ZDF sieht Matthias Belafi noch gro\u00dfe Unterschiede bei der Barrierefreiheit. Insofern sei es wichtig, in allen Bereichen des ZDF, auch im Streaming, Barrierefreiheit weiter auszubauen. Das tue das ZDF mit seinem Entwicklungsplan &#8222;Access 2028&#8220;. Fernsehrat Matthias Belafi, der die Katholische Kirche Deutschland im Fernsehrat vertritt, sieht gesellschaftliche Teilhabe als zentrale Aufgabe f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk.<\/p>\n<p>\u201eIm Hinblick auf Barrierefreiheit steht das ZDF heute schon ganz gut da, aber es gibt auch noch viel Potential. Das Bessere ist der Feind des Guten. Insofern muss es gerade f\u00fcr einen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender Ansporn sein, in diesem Bereich noch besser zu werden. Denn es geht hier um gesellschaftliche Teilhabe und damit um eine zentrale Aufgabe, zu der auch der Bereich der Medien einen wichtigen Beitrag leisten kann und soll.<\/p>\n<p>Gerade auf den unterschiedlichen Ausspielwegen gibt es heute noch gro\u00dfe Unterschiede bei der Barrierefreiheit. Insofern ist es wichtig, in allen Bereichen des ZDF, auch beim Streaming, die barrierefreien Angebote weiter auszubauen. Und genau das tut das ZDF mit dem Entwicklungsplan &#8222;Access 2028&#8220;.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/unternehmen\/organisation\/gremien\/fernsehrat\/newsletter-174.html\">https:\/\/www.zdf.de\/unternehmen\/organisation\/gremien\/fernsehrat\/newsletter-174.html<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Michael J\u00f6rg: Die Leiterin der ZDF-Abteilung Access, Nicola Foltys, hat mir eine Pilotversion gezeigt. Bereits bei den ersten Pilotfolgen konnte ich feststellen, dass sich die KI-generierte Audiodeskription im Laufe der Zeit verbessert hat. So wurden anf\u00e4nglich Worte und S\u00e4tze noch falsch betont oder merkw\u00fcrdig ausgesprochen, im Laufe des Pilotbetriebs verbesserte sich die Audiodeskription merklich. Inzwischen ist es so, dass meine Frau und ich oft Audiodeskription h\u00f6ren, ohne gleich erkennen zu k\u00f6nnen, ob KI mit im Spiel ist oder nicht.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach muss KI f\u00fcr den Menschen da sein. Sie muss uns helfen, und sie muss etwas verbessern und dem Sender einen wirklichen Fortschritt bringen.<\/p>\n<p>Wo es mit K\u00fcnstlicher Intelligenz noch nicht so gut l\u00e4uft, ist die Geb\u00e4rdensprache, die derzeit auch mit KI-Avataren getestet wird. Die kommt noch nicht so gut bei den Nutzern an. Ein Grund ist, dass die deutsche Geb\u00e4rdensprache wesentlich komplizierter und vielf\u00e4ltiger ist als Geb\u00e4rdensprache in anderen L\u00e4ndern. Nur als Beispiel: Die japanische Geb\u00e4rdensprache ist bedeutend einfacher. Und in Japan kommen KI-Avatare in Geb\u00e4rdensprache bereits sehr gut an. Aber da muss das ZDF eben noch weiter probieren und wahrscheinlich noch ein bisschen Schwei\u00df einsetzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/unternehmen\/organisation\/gremien\/fernsehrat\/newsletter-176.html\">https:\/\/www.zdf.de\/unternehmen\/organisation\/gremien\/fernsehrat\/newsletter-176.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> In einer Nachrichtensendung von 15 Minuten werden ca. 2.000 bis 3.000 W\u00f6rter gesagt. Wenn die Fehlerrate bei 1 Promille liegt, also 99,9% richtig ist, sind das immer noch zwei bis drei Fehler je Sendung.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_12699 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_12699')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_12699').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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