{"id":4560,"date":"2019-01-13T16:07:51","date_gmt":"2019-01-13T15:07:51","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=4560"},"modified":"2019-01-26T16:20:27","modified_gmt":"2019-01-26T15:20:27","slug":"kai-gnie-bei-afd-podium-ich-wuerde-wieder-hingehen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/kai-gnie-bei-afd-podium-ich-wuerde-wieder-hingehen\/","title":{"rendered":"Kai Gniffke bei AfD-Podium: \u201eIch w\u00fcrde wieder hingehen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Es war klar, dass der schwache und teils erratische Auftritt von Dr. Gniffke auf einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kNRdj3XYuE4\">Podium der AfD<\/a> in Dresden nicht alle Kollegen in der Sendeanstalt am\u00fcsieren w\u00fcrde. Ein Nachspiel wurde durchaus erwartet.<\/p>\n<p>Auch der Redaktionsausschuss des NDR hatte intensiv \u00fcber die Veranstaltung und den Auftritt des Chefredakteurs von ARD-aktuell diskutiert. Auf Unverst\u00e4ndnis stie\u00df insbesondere die \u00c4u\u00dferung Gniffkes, er zahle den Rundfunkbeitrag auch nicht unbedingt nicht gerne, was vom Ausschuss als Geringsch\u00e4tzung der Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewertet wurde.<\/p>\n<p>Was sagt Kai Gniffke dazu? Und wie bewertet er die Veranstaltung? Der Redaktionsausschuss hat nachgefragt:<\/p>\n<p><strong><em>Die Veranstaltung hat auf Einladung der AfD mit vielen Sympathisanten der Partei im Publikum stattgefunden. War dieser Rahmen f\u00fcr Sie im Nachhinein angemessen? Mit welcher Begr\u00fcndung?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja, denn ich halte es f\u00fcr wichtig, dass der Dialog zwischen Medienh\u00e4usern und ihren Kritikerinnen und Kritikern nicht abrei\u00dft. Sicher werden wir jetzt nicht an jeder Parteiveranstaltung teilnehmen. Aber eine Diskussion mit einer populistischen Gruppierung in Dresden hat eine hohe Symbolkraft. Und wenn von der AfD ein Dialogangebot kommt, sollten wir das meiner Meinung nach nicht ausschlagen.<\/p>\n<p><em><strong>W\u00fcrden Sie diesen Rahmen zuk\u00fcnftig noch einmal w\u00e4hlen? Warum? Welche Alternative hielten Sie ggf. f\u00fcr sinnvoller?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>H\u00e4tte ich heute die Entscheidung noch einmal zu f\u00e4llen, w\u00fcrde ich wieder hingehen.<\/p>\n<p><em><strong>Auf der Veranstaltung haben Sie einger\u00e4umt, den Rundfunkbeitrag nicht gern zu zahlen. Wie sollen wir diese \u00c4u\u00dferung verstehen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Diese \u00c4u\u00dferung war Mist, und ich w\u00fcrde sie so nicht noch einmal machen. Sinngem\u00e4\u00df meinte ich, dass ich nicht gerne Geld ausgebe, aber das h\u00e4tte ich anders ausdr\u00fccken m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em><strong>Wir empfinden Ihre \u00c4u\u00dferung, den Rundfunkbeitrag nicht gern zu zahlen, dennoch als Geringsch\u00e4tzung unserer Arbeit. F\u00fcr uns impliziert sie, dass es offenbar keine oder nur wenige \u00f6ffentlich-rechtlichen Angebote gibt, die Sie gerne nutzen und f\u00fcr die Sie auch gerne zahlen.<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>Wie begegnen Sie dieser Kritik?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wenn ich die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten geringsch\u00e4tzen w\u00fcrde, w\u00e4re ich selbst besser nicht Journalist geworden. Der Kritik begegne ich mit meiner Antwort auf die vorhergehende Frage.<\/p>\n<p><em><strong>Der NDR und andere \u00f6ffentlich-rechtliche Sender unternehmen derzeit gro\u00dfe Anstrengungen, f\u00fcr mehr Akzeptanz und Transparenz zu werben. Inwiefern verstehen Sie sich auch als &#8222;Multiplikator&#8220;, diese Anstrengungen zu unterst\u00fctzen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ich habe meine Teilnahme an der Diskussion in Dresden exakt in diesem Sinne verstanden, n\u00e4mlich f\u00fcr Akzeptanz und Transparenz zu werben. Nat\u00fcrlich bin ich mit allem, was ich tue, Multiplikator f\u00fcr die \u00f6ffentlich-rechtliche Sache. Das gilt f\u00fcr unseren Dialog mit dem Publikum in Sozialen Medien, f\u00fcr &#8222;Sag\u2018s mir ins Gesicht&#8220;, f\u00fcr das Tagesschau-Blog, f\u00fcr die Veranstaltungsreihe &#8222;Tagesschau on Tour&#8220;, f\u00fcr das Tagesschau-Schulprojekt in<br \/>\nMecklenburg-Vorpommern, aber vor allem f\u00fcr das, was wir jeden Tag tun: den Menschen ein verl\u00e4sslicher Partner f\u00fcr Qualit\u00e4tsnachrichten auf allen Plattformen zu sein.<\/p>\n<p><em><strong>Wie wollen Sie konkret in Zukunft diese Unterst\u00fctzung leisten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Vor allem mit bestm\u00f6glichem Journalismus, und das Tag f\u00fcr Tag, 24\/7. Dar\u00fcber hinaus mit den Aktivit\u00e4ten, die ich oben beispielhaft angef\u00fchrt habe. Hier sind Mitstreiter herzlich willkommen.<\/p>\n<p><em><strong>Auf der Veranstaltung haben Sie die Berichterstattung von ARD-aktuell \u00fcber Pegida als teilweise ungl\u00fccklich bezeichnet. Wie meinten Sie das konkret?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wenn wir ehrlich sind, hat man unserer Pegida-Berichterstattung im Jahr 2014 angemerkt, dass uns diese Bewegung nicht gef\u00e4llt. Mindestens zwischen den Zeilen hat das Publikum gesp\u00fcrt, dass wir ihm eine bestimmte Sichtweise nahelegen. Das finde ich journalistisch bedenklich. Heute sind wir weiter. Wir k\u00f6nnen \u00fcber demokratiefeindliche Str\u00f6mungen und Ereignisse ohne erhobenen Zeigefinger berichten. Das ist nicht unkritisch, aber journalistisch unangreifbar. Darauf kommt es an.<\/p>\n<p>Quelle: Intranet NDR &#8211; Der Originalbericht liegt uns vor.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_4560 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_4560')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_4560').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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