{"id":4720,"date":"2019-03-02T00:16:45","date_gmt":"2019-03-01T23:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=4720"},"modified":"2019-03-02T00:16:45","modified_gmt":"2019-03-01T23:16:45","slug":"verbannt-ins-nachtprogramm","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/verbannt-ins-nachtprogramm\/","title":{"rendered":"Verbannt ins Nachtprogramm"},"content":{"rendered":"<p><strong>Studie zu Dokumentarfilmen im Fernsehen: Autoren als Erf\u00fcllungsgehilfen eines Konzepts<\/strong><\/p>\n<p><em>Fritz Wolf <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/studie-zu-dokumentarfilmen-im-fernsehen-autoren-als.2156.de.html?dram:article_id=442140\">im Gespr\u00e4ch<\/a> mit Gesa Ufer<\/em><\/p>\n<p>Nachts, wenn keiner zuschaut, laufen die anspruchsvollen Dokumentarfilme. Diese Annahme hat der Bundesverband der Dokumentarfilmer, AG Dok, nun in einer Studie genauer untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen: Sie stimmt. Viel bedenklicher aber ist: Die meisten Dokumentationen, die die \u00d6ffentlich-Rechtlichen ausstrahlen, geh\u00f6ren zu vorformatierten Sendereihen \u2013 etwa \u201e37 Grad\u201c, \u201eHautnah\u201c oder Zooserien wie \u201eElefant, Tiger &#038; Co.\u201c, die die k\u00fcnstlerische und journalistische Freiheit stark einschr\u00e4nkten.<\/p>\n<blockquote><p>Verbannt ins Nachtprogramm<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Studie wirft den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern eine Geringsch\u00e4tzung von Dokumentarfilmen vor<\/p>\n<p>Stell dir vor, du gewinnst einen Oscar und versteckst den Film anschlie\u00dfend auf einem sp\u00e4ten Sendeplatz. So stiefm\u00fctterlich behandelt die ARD ihre Dokumentarfilme seit Jahren. Vor vier Jahren etwa gewann in Los Angeles die Doku \u00bbCitizenfour\u00ab, ein Portr\u00e4t \u00fcber den Whistleblower Edward Snowden, das unter Beteiligung von NDR und BR entstand, eine der begehrten Auszeichnungen in der Kategorie \u00bbDokumentarfilm\u00ab. Statt zur besten Sendezeit zeigte das Erste diesen Film jedoch erst um 23 Uhr. \u2026 L\u00e4ngst sind die Zeiten vorbei, in denen sich die ARD den regelm\u00e4\u00dfigen Dokumentarfilmsendeplatz am Montag um 21 Uhr leistete, wie Programmdirektor Volker Herres einst formulierte. Ihre Sch\u00e4tze verstecken die Verantwortlichen heute in den Nachtprogrammen. \u00bbMore than Honey &#8211; Bitterer Honig\u00ab, der schon fr\u00fch auf das Bienensterben aufmerksam machte und Hunderttausende in der Schweiz und Deutschland ins Kino lockte, verschwand 2014 ebenso auf einem unattraktiven Sendeplatz wie der mit dem Prix Europa als bester Europ\u00e4ischer Dokumentarfilm ausgezeichnete \u00bbIm Schatten der Netzwelt &#8211; The Cleaners\u00ab im Vorjahr. \u2026 Die attraktiven Sendepl\u00e4tze in der Primetime sind meist verbrauchernahen Themen oder popul\u00e4ren Genres wie der Tierdokuserie \u00bbUnsere Erde\u00ab vorbehalten. \u2026 Der Trend geht zu formatierten Dokumentationen und Reportagen zwischen 30 und 45 Minuten, die in enge dramaturgische Konzepte gepresst werden. \u00dcber 85 Prozent der Reportagen und Dokumentationen folgen den engen Korsetts der Sendepl\u00e4tze.<\/p>\n<p>https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1113254.dokus-im-tv-verbannt-ins-nachtprogramm.html?sstr=Dockhorn<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_4720 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_4720')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_4720').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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