{"id":7574,"date":"2022-11-05T18:47:02","date_gmt":"2022-11-05T17:47:02","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=7574"},"modified":"2022-11-05T18:47:02","modified_gmt":"2022-11-05T17:47:02","slug":"tom-buhrow-wir-muessen-die-grosse-reform-wagen-jetzt","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/tom-buhrow-wir-muessen-die-grosse-reform-wagen-jetzt\/","title":{"rendered":"Tom Buhrow: \u201eWir m\u00fcssen die gro\u00dfe Reform wagen, jetzt\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tom Buhrow: \u201eWir m\u00fcssen die gro\u00dfe Reform wagen, jetzt\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk braucht keine Sparrunden. Er braucht eine tabulose Richtungsdebatte und einen neuen Gesellschaftsvertrag. Wie s\u00e4he der aus?<\/p>\n<p>Mir ist wichtig, dass ich nicht als ARD-Vorsitzender vor Sie trete. Ich spreche nur f\u00fcr mich. Denn ich werde etwas tun, was in der medienpolitischen Debatte absolut un\u00fcblich ist: Ich werde einfach sagen, was ich denke. Ohne Tabus, ohne die \u00fcblichen R\u00fccksichtnahmen \u2013 und folgerichtig: nicht im Namen der ARD. Sondern in meinem eigenen Namen und auf mein eigenes Risiko. &#8230;<\/p>\n<p><strong>Das ist keine Debatte mehr um Einzelthemen. Es ist eine Grundsatzdebatte. &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Was wollen wir von einem gemeinn\u00fctzigen Rundfunk im 21. Jahrhundert? Wieviel gemeinn\u00fctzigen Rundfunk wollen wir? Aber auch, im Umkehrschluss: Was wollen wir nicht? Oder nicht mehr? Das ist die Kernfrage. Aber in der Kakophonie der gereizten \u00c4u\u00dferungen sprechen zwar viele von Reform, aber fast alle meinen eigentlich Teil-Reform. &#8230;<\/p>\n<p>Die damalige Vorsitzende der ARD hatte Anfang des Jahres ein Projekt: einen Nachrichtenkanal f\u00fcr die ARD. Daf\u00fcr g\u00e4be es zwei m\u00f6gliche Gef\u00e4\u00dfe: Das sind Phoenix mit seinem Hauptstandort in NRW und tagesschau24 hier in Hamburg. Nat\u00fcrlich sind da Eigeninteressen ber\u00fchrt. Der WDR will Phoenix st\u00e4rken, der NDR will tagesschau24 st\u00e4rken. Aber wir mussten auch total aufpassen \u2013 denn zu Recht schaut die KEF sehr genau darauf, ob wir irgendwo Doppelstrukturen schaffen. Also mussten wir die beiden Kan\u00e4le sauber voneinander abgrenzen. Wir haben das gut gel\u00f6st, glaube ich. &#8230;<\/p>\n<p>Jede einzelne Staatskanzlei findet genau zwei Sender gut: Alle sind vom ZDF \u00fcberzeugt. Denn jede Landesregierung entsendet eine Vertreterin oder einen Vertreter in die Aufsichtsgremien des ZDF. Sie wei\u00df, was da passiert. Sie sieht, wie verantwortungsvoll dort mit Geld umgegangen wird. Die zweite Anstalt, f\u00fcr die man besonderes Verst\u00e4ndnis hat, ist die eigene Landesrundfunkanstalt aus der ARD. &#8230;<\/p>\n<p>Vor ein paar Jahren, 2020, da lagen beim Norddeutschen Rundfunk Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Umbau des Chors auf dem Tisch. Daraufhin gab es \u00f6ffentlichen Protest von den Vorst\u00e4nden der sechs deutschen Rundfunkch\u00f6re, von 16 europ\u00e4ischen Chordirigenten, von den Studentenvertretungen an den f\u00fcnf Musikhochschulen im Sendegebiet des NDR und vom Deutschen Musikrat. Der Musikrat schrieb, der NDR, Zitat, \u201er\u00fcttelt an den ohnehin instabilen S\u00e4ulen des kulturellen Bildungsauftrags des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks.\u201c Die ARD-Sender w\u00fcrden mit so etwas am \u201eAst ihrer Existenz\u201c s\u00e4gen. &#8230;<\/p>\n<p>Es f\u00fchrt aber nirgendwo hin, wenn man einerseits st\u00e4ndig schimpft, die Sender seien zu gro\u00df und zu teuer \u2013 aber wann immer wir \u00fcber eine Reformma\u00dfnahme reden, zieht jeder Lobbyist, jede Gewerkschaft, jeder Interessenverband, jede Landesregierung und jeder Sender einen Zaun um das, was f\u00fcr einen selbst wichtig ist \u2013 und fordert oft sogar noch eine Ausweitung: Die Dokumentarfilmer mehr Dokumentarfilme, die Kulturlobby mehr Kultur, die Nachrichtenjournalisten mehr Nachrichten, die Produzenten mehr Filmproduktionen. Und so weiter und so weiter. \u2026<\/p>\n<blockquote><p>Wir brauchen einen runden Tisch in Deutschland, der die gro\u00dfen, grunds\u00e4tzlichen Fragen beantwortet und befriedet f\u00fcr eine lange Zeit. Wir brauchen einen Generationenvertrag f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. \u2026<\/p><\/blockquote>\n<p>Es gibt in Deutschland mehr als 120 Berufsorchester. So viele wie in keinem anderen Land. Die ARD unterh\u00e4lt insgesamt 16 Ensembles: Orchester, Big Bands, Ch\u00f6re. Etwa 2000 Menschen, fast alle fest angestellt. Obwohl die zu den besten ihrer Zunft geh\u00f6ren \u2013 wir k\u00f6nnen auch hier der Frage nicht ausweichen: Wollen die Beitragszahler das? Wollen sie es in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung? Oder wollen sie ein Best Of? Das beste Sinfonieorchester, den besten Chor, die beste Big Band, das beste Funkhausorchester? \u00dcbrigens: RBB und Deutschlandfunk haben schon nach der Wiedervereinigung Deutschlands ein kluges Modell gew\u00e4hlt. Die Orchester wurden in eine Stiftung verlagert \u2013 mit Beteiligung von Land und Bund. \u2026<\/p>\n<p>Wenn man den Beitrag reduzieren will, muss man den Umfang unseres Angebots reduzieren. Und das bedeutet jede Menge Konflikte. Zum Teil mit den Nutzern, die dann weniger Angebot haben. Und mit denen, die von der Produktion unserer Inhalte leben. Arbeitspl\u00e4tze w\u00fcrden verloren gehen. Nicht nur in den Sendern, sondern auch bei den Produktionsfirmen, die f\u00fcr uns Filme, Dokumentationen und mehr produzieren. Auftr\u00e4ge f\u00fcr freie Mitarbeiter w\u00fcrden wegfallen. \u2026 Die Aufgabe w\u00e4re, einen 10- oder 15-Jahresplan aufzustellen. Mit einem klaren Ziel: ein schlanker, starker und moderner gemeinn\u00fctziger Rundfunk. Und der Weg dorthin m\u00fcsste unserer sozialen Verantwortung gerecht werden. Wir haben beim WDR \u00fcber f\u00fcnf Jahre hinweg 500 Planstellen abgebaut. Das war nicht einfach, aber es war m\u00f6glich, weil wir es \u00fcber die Zeitschiene gestreckt haben. \u2026<\/p>\n<p>Erstens: Wir m\u00fcssen aus dem bisherigen System ausbrechen. Zweitens: Wir brauchen daf\u00fcr einen Runden Tisch, der einen neuen Gesellschaftsvertrag ausarbeitet. Eine Art verfassungsgebende Versammlung f\u00fcr unseren neuen, gemeinn\u00fctzigen Rundfunk. Drittens: Es darf an diesem Runden Tisch keine Tabus, keine Denkverbote geben. Viertens: Wenn wir uns \u00fcber das Ziel einig sind, brauchen wir Zeit, um es zu erreichen. Und dann Verl\u00e4sslichkeit und Sicherheit f\u00fcr mindestens eine Generation. Einen Generationenvertrag. \u2026<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt mir nicht leicht, die Grundsatzfrage zu stellen. Aber ich bin \u00fcberzeugt: Wer sich Ver\u00e4nderungen verschlie\u00dft, verhindert die Zukunft. Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk hat mir eine Berufung und eine Heimat gegeben.<\/p>\n<p>https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tom-buhrow-schlaegt-eine-grundsatzreform-fuer-ard-und-zdf-vor-18432251-p3.html<\/p>\n<blockquote><p>Vier Punkte: \u201eErstens: Wir m\u00fcssen aus dem bisherigen System ausbrechen. Zweitens: Wir brauchen daf\u00fcr einen Runden Tisch, der einen neuen Gesellschaftsvertrag ausarbeitet. Eine Art verfassungsgebende Versammlung f\u00fcr unseren neuen, gemeinn\u00fctzigen Rundfunk. Drittens: Es darf an diesem Runden Tisch keine Tabus, keine Denkverbote geben. Viertens: Wenn wir uns \u00fcber das Ziel einig sind, brauchen wir Zeit, um es zu erreichen\u201c, so Tom Buhrow. Neu ist allein der runde Tisch, den er sich w\u00fcnscht. Das klingt vern\u00fcnftig, macht \u00c4nderungen allerdings auch nicht einfacher, weil man bestehenden Organen &#8211; in Medienpolitik und Rundfunkr\u00e4ten &#8211; vor den Kopf st\u00f6\u00dft.<\/p><\/blockquote>\n<p>https:\/\/www.dwdl.de\/magazin\/90369\/das_miteinander_broeckelt_wie_geht_das_zdf_mit_dem_ardskandal_um\/<\/p>\n<p>Die Journalistin Nora Hespers ordnet das bei Twitter ein: &#8222;Ist wie &#8218;twittert hier privat&#8216;.&#8220; &#8230; Aber den Privatmann Buhrow hat man hier nicht eingeladen. So steht es jedenfalls nicht in der Ank\u00fcndigung. Und sein Referent Sebastian Koch stellt bei Linkedin klar, &#8222;nat\u00fcrlich hat er die Rede als Intendant eines \u00f6ffentlich-rechtlichen Senders gehalten&#8220;. Vorbereitet hat die Rede danach auch nicht allein der Privatmann Buhrow. Beteiligt waren laut Koch auch er selbst und Unternehmenssprecherin Emanuela Penev.<\/p>\n<p>https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/das-altpapier-2882.html<\/p>\n<p>Buhrow betonte, dass er hier nicht als ARD-Vorsitzender oder WDR-Intendant, sondern als Privatmann spreche. Doch weder war er als solcher eingeladen worden noch erschien nach 37 Jahren in Diensten eines ARD-Senders eine solche Unterscheidung sinnvoll.<\/p>\n<p>https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/tom-buhrow-bringt-fusion-von-ard-und-zdf-ins-gesprach-8827747.html<\/p>\n<p><strong>Wer ist dieses majest\u00e4tische Wir gleich wieder? Oder anders: Wer sprach denn da am Mittwoch in Hamburg? Eine Mischperson? Ein Avatar? \u2026<\/strong><\/p>\n<p>https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/tom-buhrow-uebersee-club-reformplaene-1.5686365<\/p>\n<p>Die ARD hat die Revolution ausgerufen. \u2026 \u00dcberhaupt war das Ganze gl\u00e4nzend inszeniert, passend zum \u00dcbersee-Club mit unmittelbarer Rundum-Berichterstattung durch die FAZ. \u2026 ARD, ZDF und die Dritten in einem Atemzug zur Disposition zu stellen, ist nun wirklich mal Sprengstoff. Den \u201egedanklichen Neuanfang\u201c soll jetzt ein neues, unabh\u00e4ngiges Forum schaffen, \u201eohne die typischen Selbstverteidigungsreflexe. Ohne Denkverbote.\u201c<\/p>\n<p>Buhrow zitiert den CSU-Vorschlag eines Parlamentarischen Rates, der die Gr\u00fcndung der Bundesrepublik vorbereitete. Wobei, wenn schon Bayern, dann lieber \u00f6ffentlich-rechtlichen Verfassungskonvent, diesmal auf Frauenchiemsee! Doch der WDR-Chef spricht auch vom runden Tisch. Das w\u00e4re die beste L\u00f6sung. Sie hat auch 1989 in der DDR leidlich funktioniert. \u2026<\/p>\n<p>https:\/\/taz.de\/ARD-Chef-Tom-Buhrow-ueberrascht\/!5892774\/<\/p>\n<p>Reform von ARD und ZDF: Buhrows Bombe \u2026 Die Reaktionen zeigen: Er bewirkt was. Das ist auch dringend n\u00f6tig. \u2026 Es wird weitergehen mit dem ewigen Klein-Klein, das Buhrow als \u201ePrivatmann\u201c angesprochen hat. Sein Entwurf zielt auf etwas anderes. Er l\u00e4sst die Systemimmanenz und die Sachwalterlogik, die die medienpolitische Debatte seit Urzeiten beherrschen, hinter sich und stellt die Grundsatzfrage: Was kann, was soll der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk f\u00fcr die Gesellschaft leisten und in welcher Form? \u2026 \u201eAlleing\u00e4nge einzelner Vertreter des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks, die als Privatmeinung bezeichnet werden, erlebe ich als wenig konstruktiv\u201c, sagt Raab, verteidigt die Hoheit der L\u00e4nder und kanzelt Buhrow ab: Die L\u00e4nder h\u00e4tten mit dem Medienstaatsvertrag gezeigt, \u201ewie wir gemeinsam den Weg f\u00fcr Reformen gehen\u201c. \u2026 Konkret lautet Himmlers Einlassung, er teile die \u201epauschale Skepsis des ARD-Vorsitzenden in Bezug auf die Reformf\u00e4higkeit des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks\u201c nicht. Der SWR-Intendant Kai Gniffke, der Buhrow im Januar als ARD-Vorsitzender folgt, sieht es sportlich und meint, er sei noch schneller. Er nehme \u201eden Text als Ansporn, mutig zu sein und den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk zukunftsfest zu machen\u201c. Sein Kollege fordere \u201ezu Recht, Netflix und Co. die Stirn zu bieten\u201c. \u2026<\/p>\n<p><strong>Die Idee eines \u201eRunden Tisches\u201c sieht Gniffke indes skeptisch. Das k\u00f6nne \u201eJahre dauern. Diese Geduld habe ich nicht.\u201c Seine Sorge sei, \u201edass in dieser Zeit der Reformeifer erlahmt\u201c. Er wolle \u201emit unseren Aufsichtsr\u00e4ten mutige Reformen\u201c anschieben.<\/strong><\/p>\n<p>https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tom-buhrows-reformappell-und-die-reaktionen-darauf-18435058.html<\/p>\n<p><strong>Tom Buhrow stellt zur Reform von ARD und ZDF die richtigen Fragen. Antworten sollte er aber gef\u00e4lligst selbst haben. Er spricht nicht privat, er ist ARD-Chef. \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den aufgestauten Frust: Diese Rede dient der Sache nicht. Sie wirft Fragen auf, gibt aber kaum Antworten. Diese sollen an\u00addere geben mit dem merkw\u00fcrdigen Vorschlag, einen \u201erunden Tisch\u201c einzurichten. Merkw\u00fcrdig deshalb, weil es doch die Verantwortungstr\u00e4ger gibt: die L\u00e4nderparlamente, die Landesregierungen, die Gremien der Sender. Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt zu Auftrag und Finanzierung Stellung bezogen. Das sind die Verantwortungstr\u00e4ger ge\u00adm\u00e4\u00df unserer Rechtsordnung. Sollen sie unt\u00e4tig bleiben, bis der \u201erunde Tisch\u201c gesprochen hat. W\u00fcrde er einen Konsens bewirken? Entscheidungen kann er so\u00adwieso nicht treffen. (Paid)<\/p>\n<p>https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/gerhart-baum-ueber-tom-buhrows-reformplan-18434765.html<\/p>\n<p>&#8222;Eine vertane Chance&#8220; \u2026 Nach Feierabend des Intendanten Buhrow (der er nur noch bis 2025 ist) hat der Privatier Buhrow eine Rede gehalten, die ihn als Gro\u00dfreformer dastehen l\u00e4sst, die viele seiner Kolleginnen und Kollegen in den ARD-Intendanzen unter Handlungsdruck setzt &#8211; und die viele \u00fcberrascht hat. Offenbar informierte Buhrow seine Intendantenkollegen extrem kurzfristig in einer E-Mail \u00fcber den Inhalt seiner Rede. \u2026 Buhrow habe in Hamburg eigentlich keine Revolution ausgerufen, sondern Punkte benannt, die im Kreis der L\u00e4nder schon lange diskutiert werden, so Raab. \u2026 &#8222;Sie m\u00fcssen ihr Geld ins Programm stecken und nicht in Verwaltung oder Strukturen. Die ARD hat \u00fcber 40 Gemeinschaftseinrichtungen, und Herr Buhrow redet nur \u00fcber 64 H\u00f6rfunkprogramme.&#8220; Man habe es ja bereits geschafft, die Kulturwellen in der Nacht zusammenzuschalten. &#8222;Warum&#8220;, fragt die Staatssekret\u00e4rin, &#8222;geht das nur im Bereich der Kulturwellen und nicht im Bereich der Pop-Wellen?&#8220; \u2026<\/p>\n<p>Was die anderen Intendanten der ARD von Buhrows Rede halten, d\u00fcrfte sich an den Ergebnissen ihrer n\u00e4chsten Sitzung Ende November erkennen lassen. Auf Anfrage \u00e4u\u00dferte sich am Donnerstag au\u00dfer Gniffke keiner der von der SZ angefragten ARD-Intendantinnen und -Intendanten zu ihr.<\/p>\n<p>https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/tom-buhrow-uebersee-club-hamburg-reformvorschlaege-heike-raab-kai-gniffke-ard-wdr-1.5686306<\/p>\n<p>\u201eWir werden den ARD-Vorsitzenden an seinen j\u00fcngsten Aussagen messen und dann Anfang des kommenden Jahres \u00fcber die weiteren Reformschritte beraten\u201c, teilte die SPD-Politikerin und rheinland-pf\u00e4lzische Medienstaatssekret\u00e4rin am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.<\/p>\n<p>https:\/\/www.newsroom.de\/news\/aktuelle-meldungen\/vermischtes-3\/rundfunkkommission-koordinatorin-werden-buhrow-an-aussagen-messen-941486\/<\/p>\n<p>\u201eToo little, too late.\u201c Es ist eine Rede, die zum jetzigen Zeitpunkt weniger von pers\u00f6nlicher \u00dcberzeugung als von dringender Notwendigkeit gepr\u00e4gt ist. Sie h\u00e4tte kommen k\u00f6nnen (oder m\u00fcssen) in jenen Jahren, in denen Buhrow ARD-Vorsitzender war. Doch wie so viele vor ihm, reagierte Buhrow in seiner Amtszeit mehr als dass er agierte &#8211; obwohl er genau das verbessern wollte. Gilt jetzt also: besser sp\u00e4t als nie?<\/p>\n<p>https:\/\/www.dwdl.de\/magazin\/90369\/das_miteinander_broeckelt_wie_geht_das_zdf_mit_dem_ardskandal_um\/<\/p>\n<p>Tom Buhrow, WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender, r\u00e4t im Hamburger \u00dcbersee-Club zum F\u00fcnfzehnjahresplan f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. \u00dcber eine Posse. \u2026 Mit diesem Vorschlag nun h\u00e4tte Buhrow nicht nach Hamburg reisen m\u00fcssen, sondern schon vor zehn Jahren loslegen k\u00f6nnen, als er n\u00e4mlich zum Intendanten des WDR gew\u00e4hlt wurde \u2026<\/p>\n<p>Aus dieser Gr\u00fcndungszeit des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks stammt auch eine Idee, die Florian Herrmann aus der Bayerischen Staatskanzlei dem denkverbotfreien Buhrow souffliert hat, n\u00e4mlich dass ein neuer &#8222;Parlamentarischer Rat&#8220; herm\u00fcsse. Der hat, wie die Kinder in der Schule lernen, 1948\/49 das Grundgesetz beraten und beschlossen. Die Privatperson Buhrow wei\u00df das nicht, der Intendant Buhrow offenbar auch nicht, Buhrows Redenschreiber vom WDR (&#8222;Schreiben Sie aber so, als sei ich eine Privatperson! Und es muss was mit Tabu rein!&#8220;) auch nicht: Jedenfalls behauptet das Bildungsauftragsopfer Buhrow in der FAZ, in der Dolf Sternberger 1970 den Begriff &#8222;Verfassungspatriotismus&#8220; einf\u00fchrte, der Parlamentarische Rat &#8222;machte nach dem Zweiten Weltkrieg den Entwurf unserer Verfassung&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion I:<\/strong> Es kostet keinen Mut, einen Runden Tisch zu fordern. Politisch mutig ist es, einen eigenen Vorschlag vorzulegen, darzulegen wie man den Auftrag f\u00fcr die Sender versteht und wie er ausgef\u00fcllt werden soll.<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion II:<\/strong> Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung eines gro\u00dfen Unternehmens muss beschreiben k\u00f6nnen, wohin sich die eigene Branche entwickelt, was man in und f\u00fcr die Gesellschaft leisten will und welcher (gesetzlichen) Rahmenbedingungen es dazu bedarf. In seiner Position als ARD-Vorsitzender muss er nicht nur Fragen stellen, sondern auch Antworten geben (k\u00f6nnen).<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion III:<\/strong> Es ist unklar, mit welcher Generation Tom Buhrow einen Generationenvertrag abschlie\u00dfen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion IV:<\/strong> Es ist bezeichnend, dass Tom Buhrow den den \u201cLobbygruppen, die das jeweilige Programmgenre verteidigen\u201d, zuerst die Dokumentarfilmer, die Kultur- und Informations-Leute benennt.<\/p>\n<p>https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/tom-buhrow-uebersee-club-reformplaene-1.5686365<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion V:<\/strong> Was Tom Buhrow nicht anspricht: welche Priorit\u00e4ten setzen die Sender im Programm? Welche Einsparungen sind m\u00f6glich, wenn sie andere Priorit\u00e4ten im Programm setzen?<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion VI:<\/strong> \u201cRunde Tische\u201d sollten 1989 zuerst dazu dienen, die DDR zu reformieren. Ein Ergebnis war, dass es in der Folge die DDR nicht mehr gab.<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion VII:<\/strong> Die ARD k\u00f6nnte in einem ersten Schritt \u2013 wie die SRG &#8211; von sich aus die Qualit\u00e4t ihres Angebots extern evaluieren lassen:<\/p>\n<p>Die SRG betreibt zur Umsetzung der Vorgaben [&#8230;]ein Qualit\u00e4tssicherungssystem, das f\u00fcr jeden Bereich ihres redaktionellen Angebots mindestens Folgendes umfasst:<\/p>\n<p>a. inhaltliche und formale Qualit\u00e4tsstandards;<br \/>\nb. festgeschriebene Prozesse zur \u00dcberpr\u00fcfung der festgelegten Qualit\u00e4tsstandards.<\/p>\n<p>Sie ver\u00f6ffentlicht die Standards, \u00fcberpr\u00fcft sie regelm\u00e4ssig unter Ber\u00fccksichtigung der anerkannten medienwissenschaftlichen Erkenntnisse und der besten in- und ausl\u00e4ndischen publizistischen Praxis.<\/p>\n<p>Sie l\u00e4sst regelm\u00e4ssig Qualit\u00e4tskontrollen durch externe Sachverst\u00e4ndige mit der entsprechenden beruflichen Qualifikation und Erfahrung durchf\u00fchren und informiert die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Ergebnisse.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bakom.admin.ch\/bakom\/de\/home\/elektronische-medien\/informationen-ueber-radio-und-fernsehveranstalter\/srg-ssr\/konzessionierung-und-technik-srg-ssr.html<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_7574 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_7574')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_7574').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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