{"id":7653,"date":"2022-12-22T18:28:46","date_gmt":"2022-12-22T17:28:46","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=7653"},"modified":"2022-12-22T18:28:46","modified_gmt":"2022-12-22T17:28:46","slug":"kai-gniffke-ins-abseits-geplappert","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/kai-gniffke-ins-abseits-geplappert\/","title":{"rendered":"Kai Gniffke: Ins Abseits geplappert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kai Gniffke: Ins Abseits geplappert<\/strong> [<em>Anmerkung: Das w\u00e4re nicht das erste mal.<\/em>]<\/p>\n<p>Tom Buhrow und sein Nachfolger im ARD-Vorsitz, Kai Gniffke, haben dem \u201eSpiegel\u201c \u201c (Nr. 51, 12\/22) ein Interview zur ARD-Reform gegeben. Darin benutze Gniffke eine \u201eunangebrachte und absto\u00dfende Wortwahl\u201c, die ARD-Besch\u00e4ftigte mit Hunden und Schweinen gleichsetze und \u201eein Klima der Ausgrenzung und Ver\u00e4chtlichmachung\u201c, kritisiert der ver.di-Senderverband im WDR am 20. Dezember in K\u00f6ln. [&#8230;]<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df jetzt schon, dass die Betroffenen jaulen und quieken werden, um das (Programmk\u00fcrzungen Anm. der Red.) zu verhindern.\u201c Das sagt Kai Gniffke, der designierte ARD-Vorsitzende. Er gibt sich \u00fcberzeugt, dass Widerspruch aus der Belegschaft nichts weiter als \u201eHalligalli\u201c sei. Trotzdem werde man \u201edas durchziehen\u201c.<\/p>\n<p>Wir empfinden Gniffkes Wortwahl als unangebracht und absto\u00dfend. Gniffke setzt ARD-Besch\u00e4ftigte mit Hunden und Schweinen gleich \u2013 und entmenschlicht sie. Er erzeugt damit ein Klima der Ausgrenzung und Ver\u00e4chtlichmachung. Er schadet Kolleg:innen, die in der n\u00e4chsten Zeit Umstrukturierungsprozesse umsetzen und begleiten m\u00fcssen. Ihre Expertise, ihr konstruktiver Widerspruch \u2013 nur \u201eJaulen und Quieken\u201c? [&#8230;]<\/p>\n<p>Gniffke macht auf diese Weise eine unserer wichtigsten Kernkompetenzen schlecht: Den unabh\u00e4ngigen Journalismus, der auf Verwerfungen, Korruption und Gefahren hinweist. Und noch dazu nimmt er sich heraus, das interessierte Publikum als menschenfeindlich abzuwerten.<\/p>\n<p><strong>Wenn ein ARD-Vorsitzender kritischen und seri\u00f6sen Journalismus nicht sch\u00e4tzt, wie sollen es dann die B\u00fcrger tun?<\/strong><\/p>\n<p>Auch dies finden wir befremdlich: Gniffke erkl\u00e4rt im Spiegel-Interview den Kampf gegen Korruption in den Sendern als erledigt \u2013 mittels Spr\u00fccheklopferei: \u201eCompliance? Done! Transparenz? Done! Aufsicht st\u00e4rken? Done!\u201c Das sehen wir anders: Compliance, Transparenz und eine gest\u00e4rkte Aufsicht kann man nicht erledigen. Es sind Prozesse, die dauerhaft kontrolliert und umgesetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"3iMQQ8Yzd3\"><p><a href=\"https:\/\/mmm.verdi.de\/medienpolitik\/wdr-ins-abseits-geplappert-86087\">WDR: Ins Abseits geplappert<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;WDR: Ins Abseits geplappert&#8220; &#8212; M - Menschen Machen Medien (ver.di)\" src=\"https:\/\/mmm.verdi.de\/medienpolitik\/wdr-ins-abseits-geplappert-86087\/embed\/#?secret=NjxphRQ8uN#?secret=3iMQQ8Yzd3\" data-secret=\"3iMQQ8Yzd3\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Kai Gniffke hat sich derweil in einem Blogeintrag zur Kritik ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Ich habe das Interview mit Leidenschaft gef\u00fchrt. Leidenschaft f\u00fcr Journalismus, Leidenschaft f\u00fcr die Arbeit, mit der so viele Kolleginnen und Kollegen der ARD exzellentes Programm machen&#8220;, schrieb er darin. &#8222;Ich bem\u00fche mich immer um eine bildhafte Sprache. Eine Sprache, die ein wenig anders klingt als man es von der ARD gewohnt ist und die mich an manchen Punkten angreifbar macht.&#8220;<\/p>\n<p>Im Transformationsprojekt sei man im SWR und in der ARD schon weit gekommen, &#8222;dank der Arbeit, dem Mut und der Ver\u00e4nderungsbereitschaft unserer Mitarbeitenden&#8220;, so Gniffke. Und weiter: &#8222;So wollen wir gemeinsam weitermachen. Die Reibungen, die wir dabei mit der Gesellschaft, mit unseren Gremien, mit der Medienpolitik haben werden, habe ich mit &#8218;Halligalli&#8216;, &#8218;Quieken&#8216;, &#8218;Jaulen&#8216; umschrieben. Andere Begriffe w\u00e4ren besser gewesen. Wichtig ist mir aber: Wir schaffen diese Transformation nur gemeinsam mit allen Mitarbeitenden &#8211; egal, wie gro\u00df der Gegenwind sein wird. Nur gemeinsam l\u00e4sst sich das durchziehen.&#8220; <\/p>\n<p>Die Zukunft des Journalismus und Unabh\u00e4ngigkeit von den internationalen Tech-Konzernen \u2013 das sind die Themen, die mir als Intendant des SWR und als k\u00fcnftiger ARD-Vorsitzender am Herzen liegen. Das habe ich in der vergangenen Woche in einem Doppelinterview mit Tom Buhrow im SPIEGEL deutlich gemacht. Eine Bemerkung darin war offenbar missverst\u00e4ndlich und hat f\u00fcr Irritationen gesorgt.  <\/p>\n<p>https:\/\/www.swr.de\/unternehmen\/gniffkebloggt\/intendantenblog-doppelinterview-spiegel-ard-vorsitz-100.html<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_7653 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_7653')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_7653').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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