{"id":7905,"date":"2023-03-10T19:09:05","date_gmt":"2023-03-10T18:09:05","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=7905"},"modified":"2023-03-10T19:09:05","modified_gmt":"2023-03-10T18:09:05","slug":"zukunftsrat-der-rundfunkkommission-programme-fuer-morgen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/zukunftsrat-der-rundfunkkommission-programme-fuer-morgen\/","title":{"rendered":"Zukunftsrat der Rundfunkkommission: Programme f\u00fcr morgen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zukunftsrat der Rundfunkkommission: Programme f\u00fcr morgen<\/strong><\/p>\n<p>Ein Zukunftsrat soll Perspektiven f\u00fcr die \u00d6ffentlich-Rechtlichen entwickeln. Klingt nach einer Herkulesaufgabe. [&#8230;]<\/p>\n<p>Die Konservativen und die Sozialdemokraten, die die Rundfunkkommission beherrschen, haben sich auf eine 50\/50-Besetzung geeinigt. Nicht sch\u00f6n, wenn die Parteipolitik wieder ihre Finger im Spiel hat. Die Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redakteursaussch\u00fcsse kritisiert, dass in dem Gremium niemanden aus dem \u201eMaschinenraum\u201c der Sender vertreten sein wird. [&#8230;]<\/p>\n<p>Woran es bislang sicherlich nicht mangelte, das waren tausendundeine Idee f\u00fcr die k\u00fcnftige Struktur, Verfassung, Programme und Finanzierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio. [&#8230;]<\/p>\n<p>Der Zukunftsrat hat gerade aufgrund seiner anstalts- und politikfernen Zusammensetzung eine gro\u00dfe Chance: Nachdenken, diskutieren und formulieren, was \u00f6ffentlich-rechtlicher Rundfunk in den n\u00e4chsten Jahren sein k\u00f6nnte, sein sollte. Mal nicht \u00fcber den Rundfunkbeitrag, die Zahl der Anstalten oder die Struktur der Aufsichtsgremien, sondern \u00fcber das, was Sinn und Zweck dieses Rundfunksystems ist: Programm in Radio, Fernsehen und Online. Davon m\u00fcssen sich alle anderen Fragen und Antworten ableiten. [&#8230;]<\/p>\n<p>Insbesondere der Rundfunkkommission der L\u00e4nder wird es obliegen, dass das Beratergremium nicht zum Schaulaufen verurteilt sein wird.<\/p>\n<p>https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/zukunftsrat-der-rundfunkkommission-programme-fur-morgen-9472958.html<\/p>\n<p><strong>Reform von ARD und ZDF : Der \u201eZukunftsrat\u201c ist da<\/strong><\/p>\n<p>WDR-Intendant Buhrow hatte es in seiner Hamburger Rede angeregt, davor noch hatte NRW-Staatskanzleichef Liminski davon gesprochen. Jetzt ist der \u201eZukunftsrat\u201c zur Reform von ARD und ZDF da. Die Berufenen sind keine Unbekannten. [&#8230;] Der \u201eZukunftsrat\u201c soll ein tempor\u00e4r eingesetztes Beratungsgremium sein. [&#8230;]<\/p>\n<p>\u201eDie Rundfunkkommission hat mit der Einsetzung eines Zukunftsrates ihren Reformwillen bekr\u00e4ftigt\u201c, sagte der nordrhein-westf\u00e4lische Medienminister Nathanael Liminski (CDU) nach Bekanntwerden der Einigung. \u201eSowohl Angebot als auch Strukturen kommen auf den Pr\u00fcfstand. Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk muss heute und morgen durch Produkt und Struktur \u00fcberzeugen. Nur so hat ein pflichtfinanziertes System dauerhaft Akzeptanz. Der Zukunftsrat kann hierzu wegweisende Impulse setzen.\u201c [&#8230;] \u201eZu \u00fcberlegen w\u00e4re, ob wir neben der KEF, die vor allem eine betriebswirtschaftliche Pr\u00fcfung vornimmt, auch eine gesamtgesellschaftliche, so gesehen \u201avolkswirtschaftliche\u201b Betrachtung brauchen \u2212 etwa durch eine ranghoch besetzte und partei\u00fcbergreifend gef\u00fchrte Kommission.\u201c<\/p>\n<p>https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/reform-von-ard-und-zdf-zukunftsrat-mit-jaekel-und-de-weck-18734994.html<\/p>\n<p>Doch an der Zusammensetzung des Gremiums gibt es auch schon Kritik. Die AGRA \u2013 Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redakteursaussch\u00fcsse spricht in einem Brief an die Mitglieder der Rundfunkkommission von &#8222;gro\u00dfem Unverst\u00e4ndnis&#8220; und einer &#8222;verpassten Chance&#8220;. Man habe bis zuletzt  gehofft dass die Politik &#8222;uns als Programmmacherinnen und Programmmacher ebenfalls ber\u00fccksichtigt&#8220;. Die AGRA kritisiert, dass in dem Gremium vor allem Juristen, Wissenschaftler und Lobbyisten sitzen &#8211; und niemand aus dem &#8222;Maschinenraum&#8220; der Anstalten.<\/p>\n<p>&#8222;Zudem erinnert uns der Besetzungsvorgang an die l\u00e4ngst f\u00fcr \u00fcberwunden gehaltene Zeit, in der Gremien vor allem auch nach parteipolitischen Gesichtspunkten besetzt wurden&#8220;, so die AGRA in ihrem Brief.<\/p>\n<p>https:\/\/www.dwdl.de\/nachrichten\/92080\/politik_stellt_zukunftsrat_fuer_ard_und_zdf_auf\/<\/p>\n<p>\u00dcberraschend dagegen ist die Berufung der Filmproduzentin und Pr\u00e4sidentin der Hochschule f\u00fcr Film und Fernsehen (HFF) in M\u00fcnchen, Bettina Reitz. Im neuen Gremium, das vor allem mit Vertretern aus Journalismus, Verlagswesen, Medienwissenschaft und Politik besetzt ist, ist sie die einzige, die den deutschen \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk von innen kennt: Reitz war unter anderem Leiterin des Programmbereichs Spiel-Film-Serie beim Bayerischen Rundfunk und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Degeto Film, der Filmeinkaufsorganisation der ARD.<\/p>\n<p>2012 wurde sie Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks und verantwortete drei Oscar-pr\u00e4mierte Produktionen, darunter 2007 Das Leben der Anderen von Florian Henckel von Donnersmarck. Die strukturellen Probleme der \u00d6ffentlich-Rechtlichen d\u00fcrfte sie als einzige kennen. [&#8230;]<\/p>\n<p>Liminski hatte im September 2022 nach den Verschwendungs- und Filzvorw\u00fcrfen beim RBB einen Expertenrat angeregt. Dieser sollte die Betrachtung des \u00d6R aus einer gesamtgesellschaftlich &#8222;volkswirtschaftlichen&#8220; Perspektive vornehmen und damit die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) unterst\u00fctzen, die vor allem eine betriebswirtschaftliche Pr\u00fcfung vornehme.<\/p>\n<p>https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/ard-zukunftsrat-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-1.5765827<\/p>\n<p>Was f\u00e4llt auf? Drei M\u00e4nner, f\u00fcnf Frauen. Also schon mal keine Altherren-Veranstaltung. [&#8230;] Und das Alter? Volker N\u00fcnning hat die Geburtsjahrg\u00e4nge zusammengetragen. Das j\u00fcngste Mitglied ist am Ende des Jahres 39 (Maria Exner), das \u00e4lteste 70 (Roger de Weck). Das von der CDU nominierte Quartett (Huber, Weck, Reitz, Klass) ist im Schnitt 60 Jahre alt, das der SPD ist deutlich j\u00fcnger, 46. Damit ergibt sich ein Durchschnittsalter von 53 Jahren. Und das liegt ungef\u00e4hr acht Jahre \u00fcber dem Durchschnittsalter der deutschen Bev\u00f6lkerung, aber immer noch deutlich unter dem Durchschnittsalter des Fernsehpublikums.<\/p>\n<p>Das h\u00e4tte man anders machen k\u00f6nnen. Ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung ist j\u00fcnger als das j\u00fcngste Mitglied des Rates. Allerdings h\u00e4tten sich dann wieder andere Probleme ergeben: Acht Sitze k\u00f6nnen nicht alles repr\u00e4sentieren, und man kann auch argumentieren: Ein bisschen Erfahrung ist f\u00fcr so eine Aufgabe nicht schlecht. Man kann aber nat\u00fcrlich auch sagen: An einem Zukunftsrat sollten vor allem die Menschen beteiligt sein, die diese Sache in der Zukunft betreffen wird.<\/p>\n<p>Einen anderen Kritikpunkt hatte der Medienwissenschaftler Otfried Jarren vor einer knappen Woche im &#8222;Medieninsider&#8220; genannt: Im bisher bekannten Kompetenzfeld des Gremiums fehlten wesentliche Bereiche: Technologie, Organisationsentwicklung beziehungsweise Change-Management sowie Medien\u00f6konomie. Das gilt auch f\u00fcr die aktuelle Zusammensetzung. Und es stelle sich laut Jarren die Frage, ob \u201crundfunkrechtliche Kompetenzen\u201d n\u00f6tig seien. Die k\u00f6nne man auch jederzeit von au\u00dfen einholen.<\/p>\n<p>https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/das-altpapier-3058.html<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_7905 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_7905')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_7905').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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