{"id":8493,"date":"2023-09-06T09:43:39","date_gmt":"2023-09-06T08:43:39","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=8493"},"modified":"2023-09-06T09:43:39","modified_gmt":"2023-09-06T08:43:39","slug":"streit-um-kulturauftrag-alle-gegen-gniffke","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/streit-um-kulturauftrag-alle-gegen-gniffke\/","title":{"rendered":"Streit um Kulturauftrag: Alle gegen Gniffke"},"content":{"rendered":"<p><strong>Streit um Kulturauftrag: Alle gegen Gniffke<\/strong><\/p>\n<p>In der Akademie der K\u00fcnste in Berlin geht es um den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk als \u201ekulturfreie Zone\u201c. Der ARD-Chef Kai Gniffke muss sich heftiger Kritik erwehren. Um die Frage, was den Kulturauftrag der Sender ausmacht, geht es kaum. [\u2026]<\/p>\n<p>Es ging also um die Rolle der Kultur im Rundfunk. Die ist einerseits nicht verhandelbar, besteht doch die Aufgabe des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks gerade darin, seinen in Staatsvertr\u00e4gen festgehaltenen Kultur- und Bildungsauftrag zu erf\u00fcllen. Andererseits kann man \u00fcber die Auslegung dieses Auftrags nat\u00fcrlich diskutieren. Und so sagte Gniffke, der \u201e16 Jahre ,Tagesschau\u2018 im Gep\u00e4ck\u201c hat, als Einleitung der gro\u00dfen Mehrheit seiner Beitr\u00e4ge, wie sehr er an den Fakten h\u00e4nge. Ganz so, als sei au\u00dfer ihm im Podium daran niemand interessiert. Die Fakten, sagte Gniffke, belegten jedenfalls, dass der Rundfunk keine \u201ekulturfreie Zone\u201c sei, kein Euro werde gespart. (Paid)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/ard-chef-gniffke-in-der-akademie-der-kuenste-19153017.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/ard-chef-gniffke-in-der-akademie-der-kuenste-19153017.html<\/a><\/p>\n<p>Der eben noch als m\u00e4chtig und schlangenhaft-vielk\u00f6pfig beschriebene \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk gilt vielen inzwischen als gef\u00e4hrdete Spezies. Die institutionelle Pracht, so wurde am Montagabend im Rahmen des 22. Akademiegespr\u00e4chs in der Berliner Akademie der K\u00fcnste in immer neuen Anl\u00e4ufen festgestellt, ist von mindestens drei Fronten bedroht. Die eine naht in Gestalt populistischer Ressentiments, die mit h\u00e4sslichen Vokabeln wie Systempresse, Staatsfernsehen und Zwangsgeb\u00fchren in Umlauf gebracht werden. Die zweite Bedrohung geht von einem ver\u00e4nderten Nutzungsverhalten aus, das kulturelle Ert\u00fcchtigung nicht l\u00e4nger aus klar definierten Endger\u00e4ten bezieht, sondern fl\u00fcchtig von hier nach da schweift. Die gesellschaftliche Drift zur Digitalisierung hat eine mediale Untreue im Gep\u00e4ck, die das Programmmachen per se zu strukturellem Krisenmanagement dr\u00e4ngt. Daraus folgt drittens nicht zwangsl\u00e4ufig, aber immer \u00f6fter, eine operative Erstarrung, in der man so tut, als ginge es darum, die Reste des Guten wenigstens noch f\u00fcr eine kurze Weile zu erhalten. [\u2026]<\/p>\n<p>Gut eine halbe Stunde lang wehrte sich Gniffke vehement gegen die Unterstellung von Kultur- und Programmk\u00fcrzungen, die ihn schlie\u00dflich zur rhetorischen Notwehr n\u00f6tigten: \u201eIch bin nicht schuld, wenn sich die Wirklichkeit nicht an ihre Vorurteile h\u00e4lt.\u201c Gniffke sprach lieber von Umverteilung aus den linearen in digitale Programme. [\u2026]<\/p>\n<p>Der viel gescholtene ARD-Mann Gniffke solle vom mit W\u00fcnschen und Vorw\u00fcrfen traktierten Adressaten zum Verb\u00fcndeten werden, schlug Veiel vor.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/tv-kino\/rundfunk-fernsehen-und-kultur-die-reste-des-guten-92501650.html\">https:\/\/www.fr.de\/kultur\/tv-kino\/rundfunk-fernsehen-und-kultur-die-reste-des-guten-92501650.html<\/a><\/p>\n<p>Programmvielfalt, innovative Formate, mehr Gestaltungsraum f\u00fcr die Rundfunkr\u00e4te \u2013 der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk, so das sichtlich ersch\u00f6pfte Res\u00fcmee, werde noch gebraucht. Dass neben den sich ver\u00e4ndernden Rezeptionsbedingungen \u2013 Netflix, Amazon, Instagram \u2013 eine alles in den Schatten stellende Revolution der Produktionsbedingungen l\u00e4ngst durch die Senderritzen eingedrungen ist, blieb seltsamerweise au\u00dfen vor. Das Stichwort K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) fiel nicht. Man h\u00e4tte die Frage nach der kulturfreien Zone \u00d6RR wohl ganz anders stellen m\u00fcssen.kademie der K\u00fcnste \u00fcber die Zukunft der Medien und verfehlten ihr Thema.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/ard-vorsitzender-es-gibt-keine-kuerzungen-bei-der-kultur-im-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk-li.385721\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/ard-vorsitzender-es-gibt-keine-kuerzungen-bei-der-kultur-im-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk-li.385721<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis I: Die ARD muss nur ihre Wirklichkeit in Zahlen darstellen: welche Mittel stehen wof\u00fcr zur Verf\u00fcgung. Die Ausgaben f\u00fcr Kultur werden nicht gesondert dargestellt, sondern immer im Zusammenhang mit Wissenschaft.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ard.de\/die-ard\/organisation-der-ard\/Verwendung-des-Rundfunkbeitrags-100\/\">https:\/\/www.ard.de\/die-ard\/organisation-der-ard\/Verwendung-des-Rundfunkbeitrags-100\/<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis II: Wie sich der Anteil im Programm entwickelt, kann nicht nachvollzogen werden, da die ARD\/ZDF-Programmanalyse f\u00fcr 2023 ausgesetzt wurde. <\/em><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_8493 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_8493')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_8493').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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