{"id":9015,"date":"2024-03-11T09:10:49","date_gmt":"2024-03-11T08:10:49","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=9015"},"modified":"2024-03-11T09:12:34","modified_gmt":"2024-03-11T08:12:34","slug":"ukraine-und-nahost-wie-ard-und-co-einzelschicksale-instrumentalisieren","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/ukraine-und-nahost-wie-ard-und-co-einzelschicksale-instrumentalisieren\/","title":{"rendered":"Ukraine und Nahost: Wie ARD und Co. Einzelschicksale instrumentalisieren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ukraine und Nahost: Wie ARD und Co. Einzelschicksale instrumentalisieren<\/strong><\/p>\n<p>Gerade in Kriegszeiten wird im Journalismus Storytelling betrieben. H\u00f6chst emotional, wirksam \u2013 und einseitig. Unser Autor \u2013 selbst Journalist \u2013 kritisiert das. [\u2026]<\/p>\n<p>Hier aber geht es um politische und mediale Narrative als Inszenierungen. Damit ist nicht gemeint, dass das vermittelte Geschehen nicht den Tatsachen entspreche. Sondern dass typischerweise ein sehr pers\u00f6nliches Schicksal genutzt wird, um per Storytelling bestimmte deutliche Wirkungen zu erzielen. Durch Erz\u00e4hlen der \u201erichtigen\u201c Geschichte. Einzelschicksal statt Einordnung. Gro\u00dfe N\u00e4he zu ausgew\u00e4hlten, oft realen Ereignissen statt sachlich-distanzierter Aufkl\u00e4rung. Story statt History. [\u2026]<\/p>\n<p>So kann mediales Storytelling bestimmte \u00fcbergreifende Narrative bef\u00f6rdern oder ihnen entgegenwirken \u2013 z.B. \u201emehr Waffen\u201c f\u00fcr eine bestimmte Kriegspartei. Oder aber generell: \u201eDie Waffen nieder!\u201c [\u2026]<\/p>\n<p>Narrativit\u00e4t, also das strukturierte Erz\u00e4hlen von Geschichten, kommt in vielen Kommunikationen zum Einsatz: in Reportagen und Wahlkampfreden, in Balladen wie auch in Gute-Nacht-Geschichten. Storys sind sehr wirksam, bei vielen und ganz verschiedenen Leuten. [\u2026]<\/p>\n<p>Wenn \u2013 wie typischerweise in Krisen- und Kriegszeiten \u2013 ganz besonders viele und zudem m\u00f6glichst emotional aufw\u00fchlende Geschichten mit \u00e4hnlichen Gut-B\u00f6se-Konstellationen erz\u00e4hlt werden, dann verst\u00e4rkt sich diese Parteilichkeit. Narrativit\u00e4t schl\u00e4gt um in Narrativismus: Damit ist gemeint, dass sich das Storytelling verselbst\u00e4ndigt. Wenn kritisch auf die entsprechenden Nachrichtenerz\u00e4hlungen und \u201eNachrichtenerz\u00e4hler\u201c geschaut wird, lassen sich problematische Entwicklungen diskutieren, die zu tun haben mit \u00dcber-Vereinfachung, Hyper-Emotionalisierung und mit Parteilichkeit, die in zunehmende Einseitigkeit \u00fcbergeht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/ukraine-und-nahost-wie-ard-und-co-einzelschicksale-instrumentalisieren-li.2193597\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/ukraine-und-nahost-wie-ard-und-co-einzelschicksale-instrumentalisieren-li.2193597<\/a><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_9015 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_9015')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_9015').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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