{"id":9172,"date":"2024-05-10T06:58:13","date_gmt":"2024-05-10T05:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?post_type=news&#038;p=9172"},"modified":"2024-05-10T06:58:13","modified_gmt":"2024-05-10T05:58:13","slug":"mdr-anatomie-eines-knalls","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/news\/mdr-anatomie-eines-knalls\/","title":{"rendered":"MDR: Anatomie eines Knalls"},"content":{"rendered":"<p><strong>MDR: Anatomie eines Knalls<\/strong><\/p>\n<p>160 Millionen Euro muss der MDR sparen. Klingt viel? Es wird noch \u00fcbler, wenn man schaut, wo der Sender k\u00fcrzen will &#8211; und was das f\u00fcr Journalismus in Teilen des Ostens bedeuten k\u00f6nnte. [\u2026]<\/p>\n<p>Was passieren kann, wenn es &#8222;keine Denkverbote&#8220; gibt, dar\u00fcber machen sich die Mitarbeiter zum Beispiel in investigativen Redaktionen Gedanken. Es ist das Jahr der Landtagswahlen in zwei der drei MDR-L\u00e4nder, es ist unbestritten eine Zeit, in der die Gesellschaft auch wegen des hohen wirtschaftlichen Drucks, der auf privaten Medien lastet, eher mehr regionalen Journalismus auch und gerade im Osten gebrauchen kann als weniger. Es wird weiterhin Nazis geben, die sich zusammenrotten. Firmen, die betr\u00fcgen. Menschen, die versuchen, in einer teurer werdenden Zeit \u00fcber die Runden zu kommen. Bleiben beim MDR gen\u00fcgend Kr\u00e4fte, die all das in Zukunft recherchieren und abbilden? [\u2026]<\/p>\n<p>Der Mitteldeutsche Rundfunk wollte sich zu seinen Sparpl\u00e4nen f\u00fcr den investigativen Journalismus gegen\u00fcber der SZ zuerst nicht konkret \u00e4u\u00dfern und teilte nur mit: &#8222;Im MDR wird es selbstverst\u00e4ndlich auch in Zukunft Investigativjournalismus mit entsprechenden Formaten geben.&#8220; Man befinde sich in internen Prozessen.<\/p>\n<p>Am Dienstag teilte der MDR auf erneute Nachfragen der SZ mit: In den vergangenen Wochen habe man &#8222;gemeinsam mit der Redaktion Politische Magazine und Reportagen \u00dcberlegungen erarbeitet, welche einen kleineren finanziellen Sparbeitrag der Redaktion selbst (ab dem Jahr 2025 und auf eigenen Vorschlag) beinhalten&#8220;. Zus\u00e4tzlich plane man mit weiteren &#8222;direktions\u00fcbergreifenden Einspareffekten beispielsweise durch den strategischen Abbau von Doppelstrukturen in der k\u00fcnftig engeren Zusammenarbeit zwischen den Programmdirektionen Halle und Leipzig&#8220;. [\u2026]<\/p>\n<p>47 Millionen Euro sollen bis 2028 in den Bereichen Programm und Produktion gespart werden, weitere 47 Millionen durch eine &#8222;Personalstrategie&#8220;, die vor allem auf das altersbedingte Ausscheiden von rund 300 festen und freien Mitarbeitern setzt. Schon ab Juli und bis Ende 2028 sollen deren Stellen, von Ausnahmen abgesehen, nicht mehr nachbesetzt werden. [\u2026]<\/p>\n<p>Noch wird \u00fcber Etats verhandelt, und es hei\u00dft aus dem Sender au\u00dferdem: Alle Bereiche m\u00fcssen sparen. Aber die Sorge und teilweise der Zorn im Haus sind gro\u00df. Weil der MDR es offenbar nicht nur nach au\u00dfen an Transparenz vermissen l\u00e4sst, was seine K\u00fcrzungsvorhaben angeht. Weil Mitarbeiter auch nicht verstehen, warum trotz des absehbaren Spardrucks Gro\u00dfprojekte wie die \u00dcbernahme des Mittagsmagazins durchgepeitscht wurden und jetzt Ressourcen binden, die woanders fehlen, zum Beispiel im Investigativen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/mdr-sparplaene-investigativjournalismus-1.7046619\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/mdr-sparplaene-investigativjournalismus-1.7046619<\/a><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_9172 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_9172')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_9172').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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