{"id":11139,"date":"2025-11-18T17:28:39","date_gmt":"2025-11-18T16:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=11139"},"modified":"2025-11-18T17:28:39","modified_gmt":"2025-11-18T16:28:39","slug":"einfach-unglaublich-eine-ehrenmedaille-im-un-sicherheitsrat-und-ein-handschlag-im-weissen-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/einfach-unglaublich-eine-ehrenmedaille-im-un-sicherheitsrat-und-ein-handschlag-im-weissen-haus\/","title":{"rendered":"Einfach unglaublich: eine Ehrenmedaille im UN-Sicherheitsrat und ein Handschlag im Wei\u00dfen Haus \u2026"},"content":{"rendered":"<p><strong>Karin Leukefeld, die viele Jahre in Syrien gelebt hat, beschreibt, wie jetzt ein international gesuchter Terrorist und Massenm\u00f6rder \u2013 auf seinen an die USA ausgelieferten Kopf hatten die USA 10 Millionen Dollar gesetzt \u2013 jetzt in den USA mit allen Ehren empfangen wurde. Es ist einfach unglaublich, was da passiert, wenn man die Vergangenheit dieses Mannes genauer anschaut \u2013 oder eben, wie Karin Leukefeld, aus n\u00e4chster N\u00e4he miterlebt hat.<\/strong><\/p>\n<p>Ein Beitrag von <span class=\"post-author\">\u00a0<a class=\"author url fn\" title=\"Beitr\u00e4ge von Karin Leukefeld\" href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/author\/karinleukefeld\/\" rel=\"author\">Karin Leukefeld<\/a><\/span><\/p>\n<p>Am 6. November 2025 hat der UN-Sicherheitsrat den syrischen \u201e\u00dcbergangspr\u00e4sidenten\u201c Ahmed al Sharaa und den \u201e\u00dcbergangsinnenminister\u201c Anas Hasan Khattab sowie Hay\u2019at Tahrir al Sham von der UN-Sanktionsliste gegen den Islamischen Staat im Irak und in der Levante, ISIL und Al-Qaida gestrichen. Beide Personen seien nach einem \u201eVolksaufstand in Syrien im Dezember 2024\u201c in diese \u00c4mter gelangt und bem\u00fchten sich, \u201ealle Hindernisse f\u00fcr die wirtschaftliche Erholung Syriens zu beseitigen\u201c, wird in der UNSR-Resolution 2799 (2025) festgestellt. 14 der 15 Mitgliedsstaaten des Obersten UN-Gremiums stimmten f\u00fcr die Resolution, China enthielt sich. Die beiden langj\u00e4hrigen Dschihadisten und Gr\u00fcnder der syrischen <em>Al Qaida Formation Al Nusra Front <\/em>wurden von der Sanktionsliste f\u00fcr Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und Organisationen in Syrien gestrichen, mit anderen Worten wurden sie von allem m\u00f6glichen oder tats\u00e4chlichen Fehlverhalten und Verantwortung f\u00fcr Anschl\u00e4ge und Morde der genannten Organisationen in Syrien freigesprochen.<\/p>\n<p><strong>UN-Sicherheitsrat hebt Sanktionen gegen Gr\u00fcnder der Al Qaida Nusra Front auf<\/strong><\/p>\n<p>Bis auf China begr\u00fc\u00dften alle UNSR-Mitgliedsstaaten die Entscheidung. Insbesondere die USA frohlockte, jetzt habe \u201eSyrien die Chance, Gro\u00dfartiges zu erreichen\u201c. Die USA hatten seit Monaten im UN-Sicherheitsrat Druck gemacht, Al Sharaa und Khattab von der UN-Sanktionsliste zu streichen, um ihrerseits die finanziellen US-Sanktionen des \u201eCaesar Gesetzes\u201c gegen Syrien und die neuen Machthaber aufheben zu k\u00f6nnen. Der UN-Sicherheitsrat habe \u201eein deutliches politisches Signal\u201c gesandt, dass die \u201eneue Zeit\u201c Syriens anerkannt werde, so der US-Botschafter im Sicherheitsrat. Die \u201eneue Regierung arbeite hart daran, alle Verpflichtungen im Kampf gegen den Terror zu erf\u00fcllen. Die Aufhebung der Sanktionen gegen die zwei ehemaligen Dschihadisten, die als Politiker Syrien nun f\u00fchren sollen, trage dazu bei, dass f\u00fcr das syrische Volk die bestm\u00f6gliche Chance \u201ef\u00fcr eine stabile und wohlhabende Zukunft\u201c gegeben sei. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich auch der Vertreter des Vereinigten K\u00f6nigreiches, das \u2013 wie die USA, Frankreich, China und Russland \u2013 zu den f\u00fcnf Vetom\u00e4chten im UN-Sicherheitsrat geh\u00f6rt. Die \u201esyrische Regierung\u201c mache Fortschritte im politischen \u00dcbergangsprozess des Landes und gehe gegen Terror und die Gefahr von chemischen Waffen vor, so der britische UN-Botschafter. Auch Frankreich und Russland begr\u00fc\u00dften die Entscheidung, denn die Streichung von der Sanktionsliste erm\u00f6gliche die wirtschaftliche Erholung des Landes. Die Internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, \u201ealle Hindernisse f\u00fcr diese wirtschaftliche Erholung zu beseitigen\u201c, so der franz\u00f6sische Vertreter. Auch er betonte die Bedeutung, dass Syrien sich dem \u201eKampf gegen den Terror\u201c angeschlossen habe.<\/p>\n<p>Algerien betonte, die Aufhebung der Sanktionen bedeuteten einen \u201ewichtigen Schritt in Richtung einer prosperierenden und stabilen Zukunft f\u00fcr Syrien\u201c. Die Resolution spiegele die kollektive Unterst\u00fctzung des Rates f\u00fcr die Syrer wider, die sich derzeit in einer \u00dcbergangsphase bef\u00e4nden. Algerien habe f\u00fcr die Resolution gestimmt, weil es die Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t Syriens\u201c unterst\u00fctze, so der algerische Vertreter. \u201eSyrien muss von allen Syrern ohne Ausnahme wieder aufgebaut werden.\u201c Der Vertreter Pakistans \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, dass die \u201e\u00dcbergangsregierung\u201c weiter seine Autorit\u00e4t zentralisiere und so \u201eeine der st\u00e4rksten und reichsten Nationen weltweit\u201c werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Die Vertreterin Marokkos betonte im Namen der Arabischen Staatengruppe, die Resolution markiere einen \u201eentscheidenden Wendepunkt\u201c. Die arabischen Staaten bekr\u00e4ftigten die territoriale Einheit und Unabh\u00e4ngigkeit Syriens und lehnten jede ausl\u00e4ndische Einmischung in die inneren Angelegenheiten ab. Die Interessen des syrischen Volkes seien zu sch\u00fctzen, die internationale Gemeinschaft m\u00fcsse die Finanzierung eines Plans f\u00fcr die syrische humanit\u00e4re Hilfe sicherstellen.<\/p>\n<p>Der Vertreter Chinas erkl\u00e4rte, China habe bei vorherigen Beratungsgespr\u00e4chen seine \u201eberechtigten Bedenken hinsichtlich des Terrorismus in Syrien\u201c vorgebracht. Die langfristigen Interessen und tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnisse Syriens m\u00fcssten umfassend ber\u00fccksichtigt werden, um den legitimen Anliegen aller syrischen Parteien gerecht zu werden. Umsichtige Entscheidungen m\u00fcssten auf der Grundlage sorgf\u00e4ltiger Untersuchungen getroffen werden. Das aber sei bedauerlicherweise bei dem zur Abstimmung gestellten Resolutionsentwurf nicht ber\u00fccksichtigt worden. Daher habe sich China der Stimme enthalten. Trotz gro\u00dfer Differenzen innerhalb des Sicherheitsrates \u00fcber die Anwesenheit ausl\u00e4ndischer terroristischer K\u00e4mpfer in Syrien und trotz \u00c4nderungsvorschl\u00e4gen habe der \u201eSponsor der Resolution\u201c \u2013 gemeint sind die USA \u2013 Druck auf den Rat ausge\u00fcbt, die Resolution anzunehmen. Damit habe er nur seine eigenen Interessen verfolgt.<\/p>\n<p>Aktuell bef\u00e4nden sich noch \u201emehr als 80 Organisationen und mehr als 250 Personen auf der Sanktionsliste gegen den Islamischen Staat im Irak und in der Levante und Al Qaida, so der chinesische Vertreter. Das bedeute, dass gegen sie Reiseverbote, Beschlagnahmung von Verm\u00f6genswerten und Waffenembargos Bestand h\u00e4tten. Alle L\u00e4nder seien verpflichtet, die Sanktionsbeschl\u00fcsse des Rates strikt umzusetzen und zu verhindern, dass keine der gelisteten Organisationen und Personen, einschlie\u00dflich der \u201eIslamischen Bewegung Ostturkistans und Uiguren\u201c, Waffen, Geld oder andere Unterst\u00fctzung aus dem Ausland erhielten. Sie seien eine Gefahr f\u00fcr andere L\u00e4nder. Syrien sei in einer \u201eprek\u00e4ren Lage\u201c, die Sicherheit des Landes sei durch die genannten \u201eausl\u00e4ndischen terroristischen K\u00e4mpfer\u201c bedroht. China fordere die neue syrische F\u00fchrung auf, \u201edas Vertrauen der internationalen Gemeinschaft zu gewinnen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ehrenmedaille<\/strong><\/p>\n<p>Der syrische UN-Botschafter bezeichnete die Verabschiedung der UNSR-Resolution 2799 als \u201e<a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2025\/sc16214.doc.htm\">Zeichen wachsenden Vertrauens<\/a>\u201c in das \u201eneue Syrien, sein Volk und seine F\u00fchrung\u201c. Die Resolution sei eine \u201eEhrenmedaille\u201c (\u201eBadge of Honour\u201c) und folge \u201eder historischen und mutigen Entscheidung von Pr\u00e4sident Donald Trump, Syrien zu unterst\u00fctzen\u201c, sagte er. Syrien werde das \u201eKapitel Krieg und Leid\u201c abschlie\u00dfen und einen mordernen Rechtsstaat aufbauen. \u201eDamaskus wird weiterhin allen L\u00e4ndern der Welt seine Hand entgegenstrecken\u201c und ein Treffpunkt f\u00fcr Ost und West werden.<\/p>\n<p>Nach dem Willen des UN-Sicherheitsrates sollen die Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen von Ahmad Al Sharaa und Anas Khattab und ihrer langj\u00e4hrigen Terrororganisationen nun der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Die Hinterbliebenen der Opfer ihrer Angriffe werden keine Chance haben, ihr Recht vor einem internationalen Gericht einzuklagen.<\/p>\n<p>Al Sharaa stand bisher mit einem Kopfgeld von 10 Millionen US-Dollar auf der US-Terrorliste. Durch die Entscheidung des UN-Sicherheitsrates wurde f\u00fcr ihn der Weg ins Wei\u00dfe Haus freigemacht. Dort wurden er und sein \u201eAu\u00dfenminister\u201c Asaad al Sheibani nur zwei Tage nach der Sicherheitsratsentscheidung vom US-Pr\u00e4sidenten im Westfl\u00fcgel offensichtlich gut gelaunt empfangen. \u201eWir wollen, dass Syrien ein sehr erfolgreiches Land wird\u201c, sagte Trump. Er \u201eglaube, dieser F\u00fchrer schafft das. Wirklich, ich glaube, er wird es machen k\u00f6nnen. Leute sagen, er habe eine schlechte Vergangenheit. Wir alle haben eine schlechte Vergangenheit\u201c, so Trump.<\/p>\n<p><strong>\u201eVon der Isolation zur Partnerschaft\u201c \u2013 Syrien als Partner im \u201eKrieg gegen den Terror\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wie erwartet unterschrieb Al Sharaa den Beitritt Syriens zur US-gef\u00fchrten Anti-IS-Koalition, der damit 90 Staaten angeh\u00f6ren. <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/the-global-coalition-to-defeat-isis-partners\">Erkl\u00e4rtes Ziel der Allianz<\/a> ist der \u201eKrieg gegen den Terror\u201c, der die m\u00f6glicherweise noch 2000 verbliebenen IS-K\u00e4mpfer im irakisch-syrischen Grenzgebiet zur Strecke bringen soll.<\/p>\n<p>Durch den Beitritt Syriens zu der Allianz k\u00f6nnte dar\u00fcber hinaus ein neues, internationales \u00dcberwachungssystem f\u00fcr die Lager Al Hol und angegliederte Gef\u00e4ngnisse im Nordosten Syriens eingerichtet werden, um die dort verbliebenen IS-Angeh\u00f6rigen und IS-Gefangene zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die USA d\u00fcrften die mit der Mitgliedschaft in der Allianz verbundenen Milit\u00e4r- und Geheimdienstbasen, \u00dcberflugrechte und der Austausch von Informationen im Vordergrund stehen. Davon profitiert auch Israel, das mit den USA in enger milit\u00e4rischer und geheimdienstlicher Partnerschaft verbunden ist.<\/p>\n<p>Durch den Beitritt Syriens zu der Allianz wird zudem die bisherige v\u00f6lkerrechtswidrige Anwesenheit von rund 2000 US-Soldaten auf syrischem Territorium legitimiert. Ebenso werden die illegal errichteten Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte, darunter die Milit\u00e4r- und Geheimdienstbasis Al Tanf und deren 50 km weite Pufferzone, die den Grenz\u00fcbergang Al Tanf\/Al Walid im Drei-L\u00e4nder-Eck Syrien-Irak-Jordanien blockiert, legalisiert. Berichten zufolge planen die USA auch eine weitere US-Milit\u00e4rbasis in Damaskus zu errichten. Das wiederum wird den Druck auf die libanesische Regierung und die libanesische Hisbollah erh\u00f6hen. Die Mitgliedschaft Syriens in der Anti-IS-Allianz sei \u201epolitisch und enth\u00e4lt bisher kein milit\u00e4risches Engagement\u201c, teilte der syrische Informationsminister Hamza al Mustafa mit.<\/p>\n<p>Anders h\u00f6rt sich das in einer Erkl\u00e4rung von Tom Barrack an, dem US-Botschafter in der T\u00fcrkei, der auch US-Sonderbeauftragter f\u00fcr Syrien und Libanon ist.<\/p>\n<p>Am 13.11.2025 ver\u00f6ffentlichte Barrack \u00fcber seine X-Adresse @USAMBTurkiye eine Erkl\u00e4rung zum \u201ehistorischen Besuch\u201c Al Sharaa\u2019s im Wei\u00dfen Haus. Er sei ihm <a href=\"https:\/\/x.com\/RapidResponse47\/status\/1988042613123862757\">eine \u201egro\u00dfe Ehre\u201c<\/a> gewesen, diesen zu begleiten. Die vergangene Woche markiere einen \u201eWendepunkt in der modernen Geschichte des Mittleren Ostens\u201c, so Barrack. Syrien durchlaufe eine Ver\u00e4nderung \u201evon der Isolation zur Partnerschaft\u201c.<\/p>\n<p>Mit dem \u201eherzlichen Treffen\u201c h\u00e4tten die Pr\u00e4sidenten Trump und al Sharaa \u201eihre gemeinsame \u00dcberzeugung\u201c bekr\u00e4ftigt, nun sei es an der Zeit, \u201edie Entfremdung durch Engagement zu ersetzen und Syrien \u2013 und seinem Volk \u2013 eine echte Chance auf Erneuerung zu geben.\u201c Trump habe erkl\u00e4rt, er werde alle US-Sanktionen aufheben, um Syrien eine Chance zu geben.<\/p>\n<p>In Anwesenheit von ihm selbst, Barrack, Vizepr\u00e4sident J.D. Vance, Au\u00dfenminister Marco Rubio, dem Sonderbeauftragen Steve Witkoff, Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Stabschefin des Wei\u00dfen Hauses Susie Wiles sowie dem syrischen Au\u00dfenminister Asaad al-Shaibani habe sich Pr\u00e4sident al Sharaa gegen\u00fcber Pr\u00e4sident Trump verpflichtet, der Globalen Anti-IS-Koalition beizutreten. Das sei \u201eder historische Rahmen, in dem sich Syrien von einer Quelle des Terrors zu einem Partner im Kampf gegen den Terror\u201c wandele. Damit verbunden sei die Verpflichtung zum Wiederaufbau und f\u00fcr die Zusammenarbeit als Beitrag zur Stabilit\u00e4t einer ganzen Region.<\/p>\n<p>Weiter hei\u00dft es w\u00f6rtlich: <em>\u201eDamaskus wird uns jetzt aktiv dabei helfen, die \u00dcberreste des IS, der Islamischen Revolutionsgarden IRGD, der Hamas, der Hisbollah und anderer Terrornetzwerke zu bek\u00e4mpfen und zu zerschlagen. Es wird engagierter Partner in den weltweiten Bem\u00fchungen um Frieden sein.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mit Au\u00dfenminister Marco Rubio, dem t\u00fcrkischen Au\u00dfenminister Hakan Fidan und dem syrischen Au\u00dfenminister Asaad al-Shaibani habe man dar\u00fcber hinaus eine weitere Phase des US-T\u00fcrkisch-Syrischen Rahmenwerks zwischen den USA, der T\u00fcrkei und Syrien festgelegt: die (kurdisch gef\u00fchrten) Syrischen Demokratischen Kr\u00e4fte (SDF) sollten in die neue syrische Wirtschafts-, Verteidigungs- und Zivilstruktur integriert werden. Die t\u00fcrkisch-syrisch-israelischen Beziehungen sollten neu definiert und die Ann\u00e4herung an Israel gef\u00f6rdert werden. Das sei die Grundlage f\u00fcr die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Weiter seien \u201everschiedene Fragen im Zusammenhang mit der libanesischen Grenze\u201c er\u00f6rtert worden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/x.com\/USAMBTurkiye\/status\/1988827137374085561?s=20\">Barrack<\/a> lobte das Engagement der T\u00fcrkei sowie das \u201eWundermittel\u201c der erweiterten Allianz zwischen Katar, Saudi-Arabien und der T\u00fcrkei.\u00a0\u00a0Diese habe die Wiederbelebung eines syrischen Nationalstaates mit allen Stammes-, Religions- und Kulturgruppen erm\u00f6glicht. Die T\u00fcrkei habe zudem \u201eein Erbe der ruhigen, entschlossenen Diplomatie hinterlassen, die Br\u00fccken baut, wo einst Mauern standen.\u201c Nun m\u00fcsse der US-Kongress, \u201eSyrien eine Chance\u201c geben und das \u201eCaesar Gesetz\u201c aufheben.<\/p>\n<p><strong>Vom Al Qaida-Sch\u00fcler zum US-Partner<\/strong><\/p>\n<p>Es ist noch nicht lange, dass sich im Jahr 2003 ein junger Mann aus Damaskus zu den Dschihadisten in den Irak absetzte. Er schlo\u00df sich Al Qaida an, lernte deren Sprache, lernte, wie man Autobomben baut und wie man die eigene Identit\u00e4t verbirgt. Die US-Truppen im Irak nahmen ihn vermutlich 2006 fest und er wurde in das von den britischen Truppen geleitete Armeegef\u00e4ngnis in Basra gebracht. Schlie\u00dflich soll er Briten und US-Amerikaner davon \u00fcberzeugt haben, nur \u201eein einfacher Iraker\u201c zu sein und mit Al Qaida nichts zu tun zu haben. Er kam wieder frei und ging zur\u00fcck nach Syrien, wo die Proteste gegen die syrische Regierung schon unter Waffen stand. Der junge Mann gr\u00fcndete die <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/1843\/2025\/03\/05\/the-great-pretender-how-ahmed-al-sharaa-won-syria?utm_campaign=shared_article\">Al Nusra Front als syrischen Ableger von Al Qaida<\/a>. Er selber wurde bekannt als \u201eAbu Mohammad al Jolani\u201c.\u00a0(Das war al Sharaa vor seiner neuen Politik. <em>Red.<\/em>)<\/p>\n<p>Einer der ersten <a href=\"https:\/\/www.abc.net.au\/news\/2012-10-09\/dozens-die-in-attacks-on-syrian-military-base\/4304252\">gro\u00dfen Angriffe der Nusra Front\/Al Qaida<\/a> ereignete sich im Oktober 2012 auf einer syrischen Milit\u00e4rbasis in Harasta, einem Vorort von Damaskus. Die Basis geh\u00f6rte zum Luftwaffengeheimdienst, nach Angaben der Opposition sollen dort in unterirdischen Verlie\u00dfen Hunderte Oppositionelle gefangen gehalten worden sein. Der Angriff sei \u201eaus Rache gegen diejenigen\u201c erfolgt, \u201edie Muslime unterdr\u00fccken oder t\u00f6ten\u201c, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung der Nusra Front. Das Attentat wurde \u201ein drei Phasen\u201c beschrieben, wie einem ausf\u00fchrlichen Bericht des australischen Nachrichtensenders ABC zu entnehmen war. Zuerst sei ein Selbstmordattent\u00e4ter in einem mit 9 Tonnen Sprengstoff beladenen Auto vor das Geb\u00e4ude gefahren und habe das Fahrzeug in die Luft gejagt. 25 Minuten sp\u00e4ter sei ein weiterer Selbstmordattent\u00e4ter mit einem Rettungsfahrzeug auf das Gel\u00e4nde gefahren, das ebenfalls mit Sprengstoff geladen war und explodierte. Dann wurde die Armeebasis mit M\u00f6rsergranaten angegriffen.<\/p>\n<p>Das Vorgehen war bereits im Irak \u201eerfolgreich\u201c angewandt worden und machte nun auch Schule in Syrien: wenn eine Sprengladung gegen eine Einrichtung gez\u00fcndet worden war \u2013 durch Selbstmordattent\u00e4ter oder per Fernbedienung \u2013 und die Menschen sich um die Verletzten k\u00fcmmerten, folgte eine zweite Explosion, die noch mehr Menschen t\u00f6tete. Was zun\u00e4chst gegen Anlagen und Fahrzeuge der syrischen Armee geschah, verschonte auch die zivile Infrastruktur und die einfache Zivilbev\u00f6lkerung nicht.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1494079732105\/0\">Al Kindi Krankenhaus, die gr\u00f6\u00dfte Krebsklinik in der Region<\/a>, das zur Universit\u00e4t von Aleppo geh\u00f6rte und n\u00f6rdlich der Stadt lag, wurde im Dezember 2013 komplett durch zwei mit Sprengstoff geladene Tanklastwagen zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>In Damaskus wurde im Februar 2013 w\u00e4hrend der morgendlichen Rush-Hour eine Sprengladung in einer Unterf\u00fchrung der Thawra Stra\u00dfe gez\u00fcndet. Die Zahl der Toten stieg im Laufe des Tages auf <a href=\"https:\/\/www.military.com\/video\/operations-and-strategy\/improvised-weapons\/svbied-attack-kindi-hospital\/3236747430001\">mehr als 80. Mehr als 300 Schwerverletzte<\/a> wurden wie alle Opfer in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden, viele hatten <a href=\"https:\/\/www.latimes.com\/world\/middleeast\/la-xpm-2013-feb-21-la-fg-syria-bombing-20130222-story.html\">keine Chance<\/a>.<\/p>\n<p>Bereits im August 2012 hatte der US-Milit\u00e4rgeheimdienst DIA einen Informationsbericht \u00fcber den Irak und die Entwicklungen in Syrien erstellt. Der Bericht wurde 2015 durch die Klage der US-amerikanischen Organisation \u201e<a href=\"https:\/\/www.judicialwatch.org\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Pg.-291-Pgs.-287-293-JW-v-DOD-and-State-14-812-DOD-Release-2015-04-10-final-version11.pdf\">Judicial Watch<\/a>\u201c \u00f6ffentlich. Daraus ging hervor, dass der Westen die Aufst\u00e4ndischen in Syrien unterst\u00fctzten und die Bildung eines \u201eIslamischen Staates\u201c \u2013 ein salafistisches F\u00fcrstentum \u2013 im syrisch-irakischen Grenzgebiet m\u00f6glich sei. Die Entwicklung in Syrien n\u00e4hme eine \u201edeutlich konfessionelle Richtung\u201c, hie\u00df es in dem Bericht 2012. \u201eSalafisten, die Muslimbruderschaft und AQI (Al Qaida im Irak)\u201c seien \u201edie wichtigsten Kr\u00e4fte\u201c und trieben den Aufstand in Syrien voran. \u201eDer Westen, die Golfstaaten und die T\u00fcrkei unterst\u00fctzen die Opposition; w\u00e4hrend Russland, China und Iran das Regime unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Al Sharaa hat es geschafft. Mit Unterst\u00fctzung der USA, NATO und EU, der Golfstaaten und der T\u00fcrkei hat er das Ziel erreicht, das von den \u201eFreunden Syriens\u201c (gegr\u00fcndet 2012) und auch vom damaligen US-Pr\u00e4sidenten Barack Obama so auf den Punkt gebracht worden war: \u201eF\u00fcr Assad gibt es im zuk\u00fcnftigen Syrien keinen Platz\u201c.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sorgte nicht zuletzt die 1 Milliarde US-Dollar teure <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/394277022_Covert_Action_in_Irregular_Wars_Unraveling_the_Case_of_Timber_Sycamore_in_Syria_2012-2017\">CIA-Operation\u00a0<em>Timber Sycamore<\/em><\/a>, autorisiert von US-Pr\u00e4sident Barack Obama 2013.<\/p>\n<p>Hinzu kam ein Millionen Pfund teures Programm des britischen Au\u00dfenministeriums unter Einsatz ehemaliger Milit\u00e4r- und Geheimdienstveteranen, die \u00fcber \u201eNicht-Regierungsorganisationen\u201c und Unternehmen eine \u201emoderate bewaffnete Opposition\u201c f\u00f6rderte und formte. Auch der Aufbau oppositioneller Medien geh\u00f6rte dazu, die als Quelle f\u00fcr westliche Medien \u2013 die Syrien aus der Ferne kommentierten \u2013 gewollt oder ungewollt einen westlich orientierten Medienkrieg gegen Syrien sch\u00fcrten.<\/p>\n<p>Seit seiner Unabh\u00e4ngigkeit 1946 mu\u00dfte Syrien immer um seine Souver\u00e4nit\u00e4t und gegen ausl\u00e4ndische Einmischung k\u00e4mpfen. Das \u201eneue Syrien\u201c unter Ahmed al Sharaa ist das vorl\u00e4ufige Ergebnis einer Jahrzehntelangen<a href=\"https:\/\/ia800109.us.archive.org\/20\/items\/in.ernet.dli.2015.129458\/2015.129458.The-Game-Of-Nations-The-Amorality-Of-Power-Politcs.pdf\"> US-britisch gef\u00fchrten westlich orientierten gewaltsamen Intervention<\/a>, die Kontrolle und Herrschaft anstrebt. F\u00fcr und mit Israel richtet sich diese anhaltende Intervention gegen Pal\u00e4stina, \u00c4gypten, Iran, Irak, Syrien, Libanon und gegen diejenigen Staaten, die in der Region zwischen dem \u00f6stlichen Mittelmeer und der Persischen Golfregion auf ihrem Recht auf Selbstbestimmung beharren.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ueber-uns\/\">Global Bridge.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11139 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11139')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11139').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"\",\"tweet_text\":\"%20Einfach%20unglaublich%3A%20eine%20Ehrenmedaille%20im%20UN-Sicherheitsrat%20und%20ein%20Handschlag%20im%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"}},\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/publikumskonferenz.de\\\/blog\\\/einfach-unglaublich-eine-ehrenmedaille-im-un-sicherheitsrat-und-ein-handschlag-im-weissen-haus\\\/\",\"post_id\":11139,\"post_title_referrer_track\":\"Einfach+unglaublich%3A+eine+Ehrenmedaille+im+UN-Sicherheitsrat+und+ein+Handschlag+im+Wei%C3%9Fen+Haus+%E2%80%A6\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karin Leukefeld, die viele Jahre in Syrien gelebt hat, beschreibt, wie jetzt ein international gesuchter Terrorist und Massenm\u00f6rder \u2013 auf seinen an die USA ausgelieferten Kopf hatten die USA 10 Millionen Dollar gesetzt \u2013 jetzt in den USA mit allen &hellip;<\/p>\n<p class=\"read-more\"> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/einfach-unglaublich-eine-ehrenmedaille-im-un-sicherheitsrat-und-ein-handschlag-im-weissen-haus\/\"> <span class=\"screen-reader-text\">Einfach unglaublich: eine Ehrenmedaille im UN-Sicherheitsrat und ein Handschlag im Wei\u00dfen Haus \u2026<\/span> Weiterlesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11141,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[747,746,6,748,282,342,341,59],"class_list":["post-11139","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","tag-al-qaida","tag-al-sharaa","tag-nato","tag-nusra-front","tag-syrien","tag-trump","tag-un","tag-usa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11139","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11139"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11139\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11143,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11139\/revisions\/11143"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}