{"id":11355,"date":"2026-01-30T16:01:41","date_gmt":"2026-01-30T15:01:41","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=11355"},"modified":"2026-01-30T17:24:14","modified_gmt":"2026-01-30T16:24:14","slug":"die-oligarchenrepublik-eine-chronik-der-nicht-endenden-korruption-in-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/die-oligarchenrepublik-eine-chronik-der-nicht-endenden-korruption-in-der-ukraine\/","title":{"rendered":"Die Oligarchenrepublik &#8211; Eine Chronik der nicht endenden Korruption in der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p><strong>Als Wolodymyr Selenskyj im April 2019 zum Pr\u00e4sidenten der Ukraine gew\u00e4hlt wurde, versprach er eine neue \u00c4ra. Nachdem Oligarchen jahrzehntelang die Politik des Landes gepr\u00e4gt hatten, kam ein Mann zum Zuge, der das Image des integren \u00dcberraschungskandidaten pflegte, den er als Hauptdarsteller in der Fernsehserie \u201eDiener des Volkes\u201c verk\u00f6rpert hatte.<\/strong><\/p>\n<p><em>Beitrag von von <a href=\"https:\/\/www.monde-diplomatique.fr\/2026\/01\/GOBERT\/69171\">S\u00e9bastien Gobert<\/a><\/em><\/p>\n<p>Heute ist Selenskyj mit dem gr\u00f6\u00dften Korruptionsskandal seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 konfrontiert. Mitte November 2025 deckte das Nationale Antikorruptionsb\u00fcro (Nabu) ein kriminelles System auf, \u00fcber das mehr als 100\u00a0Millionen Euro zulasten des staatlichen Atomenergieunternehmens Energo\u00adatom veruntreut wurden. Diese Gelder fehlen damit f\u00fcr die Instandhaltung des Stromnetzes, das regelm\u00e4\u00dfig von Russland bombardiert wird.<\/p>\n<p>Als die Sache ans Licht kam, mussten der Justiz- und der Energieminister zur\u00fccktreten und am 28. November auch der Leiter des Pr\u00e4sidialamts, Andrij Jermak. Der engste Vertraute Selenskyjs hatte die ukrainische Delegation bei den Verhandlungen \u00fcber eine Friedensl\u00f6sung angef\u00fchrt; seine Entmachtung hat die ohnehin schwierige Position Kiews zus\u00e4tzlich geschw\u00e4cht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die russische Armee im Donbass langsam, aber stetig vorr\u00fcckt, f\u00e4llt es der Ukraine immer schwerer, neue Soldaten zu rekrutieren. Zudem steht das Land unter starkem Druck der Trump-Regierung, die mit dem Ende ihrer Unterst\u00fctzung droht, falls Kiew nicht zu einem Kompromiss auf der Grundlage eines russisch-amerikanischen Plans bereit ist.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Donald Trump und seine Vertrauten benutzen den Korruptionsskandal als zus\u00e4tzliches Argument, um sich aus einem Krieg herauszuhalten, der aus ihrer Sicht nicht nur weit weg, sondern auch nicht zu gewinnen ist.<sup>2<\/sup> Der US-Kongress beschloss am 17. Dezember zwar mit gro\u00dfer Mehrheit zus\u00e4tzliche Milit\u00e4rausgaben von 901 Milliarden US-Dollar, doch f\u00fcr die weitere Unterst\u00fctzung der Ukraine ist die eher nur symbolische Summe von 900 Millionen US-Dollar vorgesehen. Die Hauptlast der Ukrainehilfe sollen die anderen verb\u00fcndeten Staaten und insbesondere die Europ\u00e4er stemmen. Doch auch deren Vertrauen in Kiew ist durch den Skandal ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Enth\u00fcllungen und R\u00fccktritte rufen in Erinnerung, dass die ukrainische Regierung erst im vorigen Sommer versucht hat, das Nabu dem Generalstaatsanwalt und dem Pr\u00e4sidialamt zu unterstellen. Ende Juli 2025 hatten tausende Demonstrierende in Kiew und anderen Gro\u00dfst\u00e4dten die Umsetzung dieses Vorhabens verhindert. Am 5. Dezember meldete die <em>New York Times<\/em> zudem, dass die \u00adukrainischen Beh\u00f6rden den Antikorrup\u00adtions\u00adkampf auch in den Verwaltungsr\u00e4ten gro\u00dfer staatlicher Unternehmen, die Auslandshilfe erhalten, behindert haben sollen.<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>Die politische Generation, die Selenskyj verk\u00f6rpert, hatte versprochen, dem Einfluss einer Handvoll Milliard\u00e4re auf den Staatsapparat und der damit verbundenen Korruption ein Ende zu machen. Um die aktuelle Krise und ihre m\u00f6glichen Folgen zu verstehen, muss man in die j\u00fcngere Vergangenheit zur\u00fcckgehen, in der es in der Ukraine st\u00e4ndig zwischen zwei Polen hin und her ging: Auf die Kaperung des Staates durch private Akteure folgten Reformversprechen, die immer wieder entt\u00e4uscht wurden.<\/p>\n<p>Die Macht\u00fcbernahme der Oligarchen vollzog sich in drei Phasen. Die erste begann nach 1985, als sowjetische Apparatschiks die durch die Perestroika er\u00f6ffnete M\u00f6glichkeit nutzten, zu Privatunternehmern zu mutieren. Fabrikdirektoren, Kolchosleiter oder Staatsfunktion\u00e4re stiegen in den mehr oder weniger legalen Import westlicher Konsumg\u00fcter und andere Gesch\u00e4fte ein. Als sich die UdSSR 1991 aufl\u00f6ste, standen sie in der Poleposition, um sich die staatliche Industrie unter den Nagel zu rei\u00dfen.<\/p>\n<p>Einer von ihnen war Jewhen Schtscherban in Donezk. Als Ex-Bergwerksdirektor wusste er genau, was die Unternehmen brauchten. Ein metallurgischer Betrieb hatte nicht genug Rohstoffe? Er besorgte einen Lieferanten. Ein Unternehmen brauchte Gas? Er organisierte die Lieferung aus Russland. Einem Restaurant gingen die Alkoholika aus? Er vermittelte den Kontakt zu Weinproduzenten in Moldawien.<\/p>\n<p>Schtscherban lie\u00df sich von seinen Kunden \u2013 mangels Bargeld \u2013 mit Industrieprodukten bezahlen, die er meistbietend weiterverkaufte, manchmal auch mit Unternehmensanteilen. Mit wachsendem Verm\u00f6gen wuchs auch seine moralische Autorit\u00e4t im Donbass.<\/p>\n<p>Die setzte er ein, um einen wilden Kapitalismus zu propagieren. Bei einer Diskussion mit jungen Hochschulabsolventen, von der es ein Video gibt, verk\u00fcndete Schtscherban, sein Lebensziel sei immer gewesen, \u201enicht arm zu sterben\u201c. Das habe er geschafft, zuweilen auf illegale Weise, aber das sei \u201ef\u00fcr einen wie mich in einer so geschw\u00e4chten Gesellschaft wie unserer gar nicht schwer\u201c gewesen.<sup>4<\/sup><\/p>\n<p>Mit einem Verm\u00f6gen von sch\u00e4tzungsweise 500 Millionen US-Dollar stieg Schtscherban zum ersten Oligarchen des Landes auf. Und als f\u00fchrender Unternehmer im wichtigsten ukrainischen Industrierevier mischte er alsbald auch in der Politik mit.<\/p>\n<p>Ehemalige Sowjetfunktion\u00e4re und clevere Opportunisten machten es ihm nach. In Dnepropetrowsk<sup>5<\/sup> mischte der junge Ingenieur Ihor Kolomojskyj in der Eisen- und Erd\u00f6lbranche und im Bankensektor mit. Julija Tymoschenko, die 2004 zur Galionsfigur der Orangen Revolution wurde, machte ihr Verm\u00f6gen zwischen 1995 und 1997 als Chefin des Energiekonzerns EESU \u2013 auch dank dubioser Gasliefervertr\u00e4ge mit der russischen Gazprom.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6ne \u201eGasprinzessin\u201c hatte schon zuvor eines der ersten ukrainischen Joint Ventures in Zypern gegr\u00fcndet, \u00fcber die eine ganze Generation postsowjetischer Kapitalisten ihr unehrlich erworbenes Geld ins Ausland schafften. Auch Petro Poroschenko, 2014 zum f\u00fcnften Pr\u00e4sidenten der Ukraine gew\u00e4hlt, war zuvor vom Kakao\u00adh\u00e4ndler zum Schokoladenk\u00f6nig der Ukraine aufgestiegen.<\/p>\n<p><strong>Rinat Achmetow, Herrscher \u00fcber den Donbass<\/strong><\/p>\n<p>In den 1990er Jahren formierten sich die Oligarchen zu regelrechten Clans, die durch Leitfiguren und gemeinsame Wirtschafts- und Finanzinteressen zusammengehalten wurden.<sup>6<\/sup> Politischen Einfluss gewannen sie vor allem in den Industrieregionen. Dabei entstand eine spezielle Konkurrenz zwischen Donezk und Dnepropetrowsk, die vom Kiewer Clan notd\u00fcrftig ausbalanciert wurde. Auch die anderen Regionen brachten Oligarchen hervor, deren Einfluss auf nationaler Ebene allerdings begrenzt blieb.<\/p>\n<p>Der Aufstieg der neuen Elite erfolgte vor dem Hintergrund einer brutalen Verarmung der Bev\u00f6lkerung. Versorgungsl\u00fccken, die galoppierende Inflation und die Liquidierung der Sozialprogramme f\u00fchrten dazu, dass Millionen von fr\u00fcheren Sowjetb\u00fcrgern in k\u00fcrzester Zeit verarmten.<\/p>\n<p>Zwischen 1991 und 1994 sank das BIP der Ukraine um 40 Prozent. Die Intelligenzija, die viel von der Perestroika und der Unabh\u00e4ngigkeit erwartet hatte, sah sich einer radikalen Transforma\u00adtion und zunehmender Stra\u00dfengewalt machtlos ausgeliefert. Laut Weltbank stieg die Zahl der T\u00f6tungsverbrechen pro tausend Einwohner zwischen 1990 und 1996 von 4,96 auf 9,67.<\/p>\n<p>Die Konzentration der \u00f6konomischen Macht in Donezk hatte zur Folge, dass der Donbass zum Zentrum von Schwerverbrechen wurde, die auch die Reichsten nicht verschonte.<\/p>\n<p>Im November 1996 wurden Jewhen Schtscherban und seine Frau nach der Landung ihres Privatjets auf dem Flughafen von Donezk von zwei als Polizisten verkleideten M\u00e4nnern erschossen. Nach diesem Mord, dessen Auftraggeber nie ermittelt wurden, stieg Rinat Achmetow zum unumstrittenen Herrscher des Donbass auf \u2013 und zum reichsten Mann der Ukraine.<\/p>\n<p>Achmetow bestreitet bis heute jede Beteiligung am Tod seines Rivalen und der anschlie\u00dfenden Mordserie. \u00dcber seine Jugend ist wenig bekannt. Bei einer seiner seltenen Pressekonferenzen wurde er 2006 gefragt, wie er seine erste Million verdient habe. Er antwortete: \u201eIch k\u00f6nnte Ihnen eher erz\u00e4hlen, wie ich meine erste Milliarde verdient habe.\u201c<\/p>\n<p>Die Reaktionen der Kiewer Regierung auf die anarchischen Zust\u00e4nde lie\u00dfen indes auf sich warten. Im Juni 1996 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, drei Monate sp\u00e4ter die nationale W\u00e4hrung Hrywnja eingef\u00fchrt, worauf die Inflation zur\u00fcckging.<\/p>\n<p>1994 folgte die Unterzeichnung des Budapester Memorandums und 1997 die eines ukrainisch-russischen Vertrags \u00fcber Freundschaft, Zusammenarbeit und Partnerschaft. Mit der Anerkennung der neuen Grenzen durch Russland und die anderen Gro\u00dfm\u00e4chte hatte die Ukraine ihre Souver\u00e4nit\u00e4t auf internationaler Ebene konsolidiert. In dieses Bild passte nicht so recht, dass sich die Oligarchen seit Beginn der 1990er Jahre als innenpolitische Gegen\u00admacht etabliert hatten.<\/p>\n<p>Als Pr\u00e4sident Leonid Kutschma (1994\u20132005) die Konzerne krimineller Provenienz legalisierte, gab er den Weg frei f\u00fcr die n\u00e4chste Entwicklungsetappe der ukrainischen Oligarchen\u00adrepublik. Um den Anschein staatlicher Autorit\u00e4t wiederherzustellen, schloss Kutschma einen informellen Pakt mit den gr\u00f6\u00dften Clans: Statt sie vor Gericht zu stellen, ermunterte er sie zum politischen Mitmachen. Die kriminellen Wirtschaftskonzerne bekamen nicht nur ihre unrechtm\u00e4\u00dfig erworbenen Verm\u00f6gen legalisiert, sondern auch Zugang zu staatlichen Auftr\u00e4gen und\u00a0\u2013 mittels Privatisierungen\u00a0\u2013 Zugriff auf mannigfache Ressourcen des Staates.<\/p>\n<p>Der entscheidende Schachzug im Rahmen dieser Strategie war die von Ach\u00admetow empfohlene Ernennung von Wiktor Janukowitsch zum Gouverneur von Donezk (1999\u20132001). Das sollte dazu dienen, die Region zu befrieden\u00a0\u2013 und sie dem Gesch\u00e4ftsmann Achmetow auszuliefern.<\/p>\n<p>Die Clans der Milliard\u00e4re nahmen Kutschmas Ermunterung, ins politische Tagesgesch\u00e4ft einzusteigen, dankend an. Bei den Wahlen von 1998 investierten sie kr\u00e4ftig in die Eroberung von Parlamentssitzen, und zwar pro Sitz an die 5 Millionen Dollar, die f\u00fcr Wahlwerbung, Bestechung der Mitglieder der Wahlkommissionen und Stimmenkauf anfielen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung von Medienkonzernen und insbesondere von TV-Sendern flankierten den \u201edemokratischen Aufbruch\u201c. Erst durch ihren Einfluss auf Politik und Medien wurden die post-sowjetischen Unternehmer zu echten Oligarchen.<\/p>\n<p>Mit der Zeit wurden die staatlichen Institutionen quasi vollst\u00e4ndig von Interessengruppen unterwandert, was die ohnehin endemische Korruption und die Vetternwirtschaft voll zur Entfaltung brachte. Die alten Industrie\u00admonopole, die mittlerweile voll im Besitz der Oligarchengruppen waren, erwiesen sich jedoch als Hindernis f\u00fcr die Modernisierung der Produktionsstrukturen. Denn durch steuerliche Beg\u00fcnstigungen und staatliche Subventionen wurden die Strukturen einer Renten\u00f6konomie weiter zementiert.<\/p>\n<p>Als die Oligarchen auch die politische Arena eroberten, drohte der \u00f6ffentliche Diskurs zu verk\u00fcmmern. Doch die Konkurrenz zwischen ungef\u00e4hr gleich gro\u00dfen Machtgruppen verhinderte immerhin die Entstehung einer vertikalen Autorit\u00e4t. Und die Medienkonkurrenz f\u00f6rderte sogar eine gewisse Debatten- und Investigativkultur.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kutschma diente die Allianz mit den Oligarchen auch als Schutz des ukrainischen Marktes vor ausl\u00e4ndischen Investoren aus Russland wie aus dem Westen. Der Politologe Mykola Ryabtschuk meint im R\u00fcckblick sogar, Kutschma habe die schwache nationale Souver\u00e4nit\u00e4t verteidigt: Er \u201everkaufte\u201c das Land zwar an die gro\u00dfen Verm\u00f6gen, aber wenigstens an ukrainische.<sup>7<\/sup><\/p>\n<p>Der Staatschef spielte den Schiedsrichter, indem er seine weitreichenden Rechte nutzte, die ihm das 1996 etablierte Pr\u00e4sidialregime zugestand, insbesondere die Aufsicht \u00fcber die Sicherheitsorgane, die neuen Regulierungsbeh\u00f6rden und die Organe der Korruptionsbek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p>Dank dieser Rechte und seiner Kontrolle \u00fcber die Anti-Monopol-Beh\u00f6rde und die Steuerverwaltung konnte Kutschma die Machtbalance zwischen den rivalisierenden Oligarchengruppen so regulieren, dass keine von ihnen zu m\u00e4chtig wurde. So lie\u00df er seinen Schwiegersohn Wiktor Pintschuk zwar unter die f\u00fcnf reichsten Ukrainer aufsteigen, versuchte dabei jedoch nicht, Rinat Achmetow zu entthronen. Und als Ministerpr\u00e4sident Pawlo Lasarenko zu gierig wurde, entzog ihm der Pr\u00e4sident 1997 das Vertrauen. Jahre sp\u00e4ter wurde er in den USA wegen Erpressung und Geldw\u00e4sche verurteilt.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche \u201eOligarchisierung\u201c der Politik lief Ende der 1990er Jahre auch in anderen postsowjetischen Republiken ab, wo die Oligarchen versuchten, ihr unredlich erworbenes Geld zu legalisieren und in die Politik zu gehen. In Russland wurde diese Entwicklung allerdings zu Beginn der 2000er Jahre j\u00e4h unterbrochen, als Boris Jelzins Nachfolger Wladimir Putin unter seiner Pr\u00e4sidentschaft eine vertikale Machtstruktur etablierte, strategische Wirtschaftsbereiche erneut verstaatlichte und die russischen Konzernherren auf Linie brachte oder durch treue Gefolgsleute ersetzte. In der Ukraine dagegen blieb die Oligarchenrepublik l\u00e4nger erhalten und mit ihr die dynamische Konkurrenz ihrer Protagonisten.<\/p>\n<p>Am Ende von Kutschmas zweiter Amtszeit wurde das politische Gef\u00fcge erstmals ersch\u00fcttert. Die meisten der Milliard\u00e4re, voran Achmetow und Pin\u00adtschuk, stellten sich hinter Kutschmas designierten Nachfolger Wiktor Janu\u00adko\u00adwitsch. Dessen Gegenkandidat Wiktor Juschtschenko wurde von einer Front aus Million\u00e4ren und mittelgro\u00dfen Unternehmen unterst\u00fctzt, die ihren Anteil am Kuchen haben wollten.<\/p>\n<p>Diese Gruppe wurde, als ein Wahlbetrug zugunsten von Janukowitsch aufgedeckt wurde, zur treibenden Kraft bei der Organisation der Proteste, die 2004 in die Orange Revolution m\u00fcndeten. Getragen wurde diese B\u00fcrgerbewegung von der Mittelklasse, die Ende der 1990er Jahre mit der wirtschaftlichen Stabilisierung ein neues Selbstbewusstsein entwickelt hatte; doch f\u00fcr ihren Erfolg entscheidend war das Engagement der \u201ekleinen\u201c Oligarchen. Die Wahl wurde annulliert und Juschtschenko in einer neuen Abstimmung zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Vor seiner Wahl versprach er, die \u201eBanditen ins Gef\u00e4ngnis zu bringen\u201c. Die zur Ministerpr\u00e4sidentin ernannte Julija Timoschenko machte die Privatisierung eines riesigen metallurgischen Komplexes, den Achmetow und Pintschuk f\u00fcr 800 Millionen Dollar erworben hatten, wieder r\u00fcckg\u00e4ngig. Demonstrativ nahm sie den Oligarchen das unrechtm\u00e4\u00dfig erworbene Monopolunternehmen wieder ab, indem sie es live im Fernsehen versteigern lie\u00df. Die Anlage ging f\u00fcr 4,81 Milliarden Dollar an die multinationale Mittal Steel Company (sp\u00e4ter ArcelorMittal).<\/p>\n<p>Trotz dieser Medienshow erwies sich die \u201eEntoligarchisierung\u201c am Ende als hohle Phrase. Unter Pr\u00e4sident Jusch\u00adtschenko (2005\u20132010) war das Land wie gel\u00e4hmt durch den Dauerstreit mit Timoschenko, Korruptionsskandale und st\u00e4ndig wechselnde Allianzen. Auch Juschtschenko suchte sich B\u00fcndnispartner unter den Oligarchen. Einer von ihnen war Dmytro Firtasch, der die Gasgesch\u00e4fte dominierte. Zudem lie\u00df sich Juschtschenko von Achmetow und Pintschuk beraten. Als Gegenleistung wurden sie f\u00fcr die Justiz unantastbar, was ihnen erlaubte, ihre Strategie der Legalisierung fortzusetzen. So m\u00fcndete die Orange Revolution paradoxerweise in das goldene Zeitalter der Oligarchenrepublik.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sidentenwahl von 2010 gewann mit Wiktor Janukowitsch der Verlierer von 2005, den Juschtschenko jedoch bereits im August 2006 zum Ministerpr\u00e4sidenten berufen hatte und der seinen Wahlsieg der politischen Instabilit\u00e4t und den Absprachen mit den Oligarchengruppen zu verdanken hat.<\/p>\n<p>Unter Janukowitsch dominierte der Donezk-Clan erneut das \u00f6ffentliche Leben und konnte so Vergeltung f\u00fcr die Orange Revolution \u00fcben. 2011 wurde dessen Gegenspielerin Timoschenko zu sieben Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt. Auch die Clans von Dnepropetrowsk und Kiew verloren an Einfluss, was sich in den Parlamentswahlen von 2012 niederschlug.<\/p>\n<p><strong>Schokok\u00f6nig und Gasprinzessin<\/strong><\/p>\n<p>Die Konzentration der Ressourcen bei einem immer kleineren Kreis widersprach allerdings dem Funktionsmodus eines \u201eRegimes durch Konkurrenz\u201c. Ab 2012 verschanzte sich Janukowitsch in \u201eder Familie\u201c, wie Kritiker und Gegner seine mafi\u00f6se Clique nannten. Sein Sohn Oleksandr, von Beruf Zahnarzt, wurde ebenso schnell zum Multimillion\u00e4r wie sein Freund Serhij Kurtschenko, der gr\u00f6\u00dfere Mengen an undurchsichtig erworbenen Geldern in die Gasbranche, in Medien und andere Gesch\u00e4fte investierte. Er fungierte als \u201eBrieftasche\u201c der \u201eFamilie\u201c.<\/p>\n<p>Der laut Verfassung \u201eunparteiische\u201c Pr\u00e4sident mischte \u00fcber seine Clique bei Unternehmen mit, deren Profite auf 40\u00a0Milliarden Dollar gesch\u00e4tzt werden.<sup>8<\/sup> Die Gesch\u00e4ftst\u00fcchtigkeit der \u201eFamilie\u201c st\u00f6rte jedoch die anderen Oligarchen; selbst Achmetow f\u00fchlte sich benachteiligt. Ende 2013 protestierten immer mehr Menschen gegen die Polizeigewalt, die systemische Korruption und die Weigerung des Pr\u00e4sidenten, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterzeichnen. Janukowitsch fand sich zunehmend isoliert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Orange Revolution eine \u201eRevolte der Million\u00e4re gegen die Milliard\u00e4re\u201c war, ist der zweite Maidan als breitere, vom Volk getragene Mobilisierung zu verstehen. Vor allem im Westen und in der Zentralukraine war das Misstrauen gegen die von Oligarchen gep\u00e4ppelten Parteien weit verbreitet.<\/p>\n<p>Zwar traten die Oligarchen bei der Organisation der Demonstrationen nicht in Erscheinung, aber ihre Medien berichteten durchaus wohlwollend \u00fcber die Bewegung. Nach dem Massaker auf dem Maidan von Ende Februar 2014, das im Einzelnen immer noch nicht aufgekl\u00e4rt ist, floh Janukowitsch aus der Ukraine.<\/p>\n<p>Diese \u201eRevolution der W\u00fcrde\u201c beschnitt die Macht des Pr\u00e4sidenten und stoppte den Aufstieg der Oligarchen, deren Einfluss damit aber nicht gebrochen war. Das Ende des Monopols der \u201eFamilie\u201c bedeutete vielmehr die R\u00fcckkehr zur Oligarchenrepublik in ihrer alten Gestalt.<\/p>\n<p>Nach den Wahlen im Oktober 2014 schafften es die Clans erneut ins Parlament und in die staatlichen Institutionen. Mit Petro Poroschenko gelangte ein klassischer Oligarch ins Pr\u00e4sidentenamt \u2013 auch dank der Unterst\u00fctzung von Dmytro Firtasch. Der Multimilliard\u00e4r war zwar im M\u00e4rz 2014 auf Verlangen der USA in Wien festgenommen worden, hatte aber in Kiew noch erheblichen Einfluss.<\/p>\n<p>Rinat Achmetow wiederum nutzte seinen Einfluss in seiner Heimatregion Donbass, um Druck auf die Regierung auszu\u00fcben. Er sch\u00fcrte in Donezk den ersten Unmut gegen Kiew, verlor dann aber die Kontrolle \u00fcber die Entwicklung, die bald von separatistischen Gruppen sowie russischen S\u00f6ldnern und Spezialeinheiten \u00fcbernommen wurde. Dennoch behielt er seine Rolle als \u201eHerr des Donbass\u201c zumindest bis 2017.<\/p>\n<p>Andere Magnaten finanzierten bewaffnete Milizen, die sich den prorussischen Bataillonen in Odessa, Charkiw und im Donbass entgegenstellten, die vom Kreml unterst\u00fctzt wurden. Nach der russischen Annexion der Krim im M\u00e4rz 2014 wurde der Oligarch Ihor Kolomojskyj als \u201eRetter der Nation\u201c gefeiert. Er finanzierte zum Beispiel das Bataillon Ajdar und das Asow-Regiment, dem sich auch Neonazis anschlossen.<\/p>\n<p>In der Amtszeit von Poroschenko (2014\u20132019) waren \u201eHeldentaten\u201c dieser Art nicht selten. Allerdings sah der Pr\u00e4sident seine Rolle als Primus inter Pares durch Figuren wie Kolomojskyj bedroht, der als Gouverneur seiner Heimatregion Dnipropetrowsk auch politische Macht aus\u00fcbte. Diesen Konkurrenten wurde Poroschenko los, nachdem Kolomojskyj nach der Verstaatlichung seiner Privatbank im Dezember 2016 das Land verlassen hatte.<\/p>\n<p>Ab 2014 wurden die \u00f6ffentlichen Einrichtungen von Reformkr\u00e4ften \u00fcbernommen, deren Initiativen eine erstarkte Zivilgesellschaft, aber auch ausl\u00e4ndische Partner unterst\u00fctzten, die ihr finanzielles Engagement nach dem Ende der Wirtschaftskrise verst\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Der Schock \u00fcber die Annexion der Krim verst\u00e4rkte sogar den Impuls des \u201erevolution\u00e4ren\u201c Aufbruchs: Das Steuer\u00adsystem und das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen wurden saniert und die territoriale Dezentralisierung sowie eine b\u00fcrokratische Digitalisierung eingeleitet. Damit wollte man der Korruption den Kampf ansagen. In den Schl\u00fcsselbereichen Justiz, Sicherheit und Zoll sind jedoch tiefgreifende Reformen liegen geblieben.<\/p>\n<p>Wolodymyr Selenskyj profitierte von diesem Gef\u00fchl des Unvollendeten, aber auch von einer gewissen Kriegsm\u00fcdigkeit. Als der Comedian im Mai 2019 zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt wurde, stand er f\u00fcr die \u201eEntoligarchisierung\u201c der Politik und als russischsprachiger und proeurop\u00e4ischer Ukrainer f\u00fcr die \u00dcberwindung der sprachlichen und politischen Spaltung wie f\u00fcr eine m\u00f6gliche Einigung mit Moskau.<\/p>\n<p><strong>Der Krieg und der Niedergang der Oligarchenmacht<\/strong><\/p>\n<p>Doch schon nach wenigen Monaten stagnierten die Reformen, desgleichen die Verhandlungen mit Moskau. Selenskyjs Regierung von \u201eAmateuren\u201c wurde durch den Einfluss konkurrierender Interessengruppen gel\u00e4hmt. Nach dem Ausbruch der Coronapandemie forderte der Pr\u00e4sident die reichsten Konzernchefs auf, sich finanziell zu engagieren \u2013 womit er sie freilich auch als respektable Philanthropen legitimierte. \u00dcberdies widersprachen die engen Bande seiner Regierung zu einigen Oligarchen seinem Anspruch, die politische Kultur zu erneuern und damit transparenter zu machen.<\/p>\n<p>Anfang 2021 trat eine Wende ein. Der neue US-Pr\u00e4sident Joe Biden setzte Kolomojskyj, den Produzenten der TV-Serie \u201eDiener des Volkes\u201c, die Selenskyj ber\u00fchmt gemacht hatte, auf seine Sanktionsliste. Auf Druck der USA wurde im ukrainischen Parlament ein Gesetz \u00fcber \u201eden unangemessenen Einfluss von Wirtschafts- oder politischen Pers\u00f6nlichkeiten auf das \u00f6ffentliche Leben (Oligarchen)\u201c eingebracht, das f\u00fcr den Begriff Oligarch vier Kriterien festlegte: Einfluss auf Massenmedien, Besitz von mindestens einem Unternehmen mit Monopolcharakter, Kapitalbesitz, der mehr als das Millionenfache des Mindestlohns ausmacht, und Teilnahme am politischen Leben.<\/p>\n<p>Dieses Gesetz sollte gew\u00e4hrleisten, dass gro\u00dfe Verm\u00f6gen und politische oder publizistische Aktivit\u00e4ten streng getrennt bleiben. Allerdings trat es nie vollst\u00e4ndig in Kraft. Als es im November 2021 verabschiedet wurde, waren die russischen Truppen bereits an den Grenzen zur Ukraine aufmarschiert.<\/p>\n<p>Der russische Angriff am 24. Februar 2022 zwang die Oligarchen, sich f\u00fcr eine Seite zu entscheiden. Pintschuk war eindeutig f\u00fcr die milit\u00e4rische Mobilisierung. Andere zogen das Exil an der franz\u00f6sischen C\u00f4te d\u2019Azur oder in Dubai vor. Eine dritte Gruppe, die einer prorussischen Haltung verd\u00e4chtigt wurde, geriet unter Druck der ukrainischen oder westlichen Justiz. Zu ihr geh\u00f6rte Wiktor Medwetschuk, der 2014 noch zwischen der Regierung in Kiew und den Donbass-Separatisten vermittelt hatte. Seine drei Fernsehsender waren schon seit 2021 geschlossen; im April 2022 wurde er verhaftet und f\u00fcnf Monate sp\u00e4ter im Rahmen eines Gefangenenaustauschs an Russland \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>So kam es zum Niedergang der ukrainischen Oligarchie insgesamt, die durch Kriegszerst\u00f6rungen, russische Besatzung und \u00f6konomische Sanktionen geschw\u00e4cht wurde. Achmetows Fabrik Asowstahl in Mariupol wurde im Fr\u00fchjahr 2022 von russischen Bomben plattgemacht. Auch Pintschuks Konzern Interpipe, der Stahlteile und Achsen f\u00fcr Eisenbahnwagen herstellt, wurde stark gesch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Die \u201eEntoligarchisierung\u201c der Ukraine wurde sowohl durch die russischen Bomben als auch das ukrainische Kriegsrecht vorangetrieben, das den Medien der Oligarchen kriegsbedingte Einschr\u00e4nkungen verordnete. Zudem hatte Selenskyj, dessen Amtszeit eigentlich im Mai 2024 abgelaufen war, die Pr\u00e4sidentschaftswahlen entsprechend ausgesetzt. Also hatten die Oligarchen auf absehbare Zeit keine Chance, Wahlen und die anschlie\u00dfende Machtverteilung zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Damit ist die ukrainische Oligarchenrepublik an einem entscheidenden Punkt angelangt. Das System der pers\u00f6nlichen Bereicherung hat nichts mehr mit dem der Janukowitsch-\u00c4ra gemein. Und der Krieg hat die Macht des Pr\u00e4sidenten deutlich gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Wie die j\u00fcngsten Skandale zeigen, ist die Korruption jedoch weiterhin tief verwurzelt.<sup>9<\/sup> Allerdings k\u00f6nnen die Anti\u00adkorruptionsbeamten heute entschiedener durchgreifen, weil sie ihre Unabh\u00e4ngigkeit gegen\u00fcber der Exekutive bewahrt haben \u2013 dank einer starken Zivilgesellschaft und ausl\u00e4ndischer Geldgeber.<\/p>\n<p>Letztere werden aber auch daf\u00fcr sorgen, dass sich die Ukraine f\u00fcr ihr Kapital \u00f6ffnet, insbesondere das US-amerikanische. Klare Anzeichen daf\u00fcr sind die Unterzeichnung des Abkommens \u00fcber die Gewinnung seltener Erden vom Mai 2025 wie auch die Klausel \u00fcber die Beteiligung der USA an den Gewinnen k\u00fcnftiger Wiederaufbauprojekte, die Trump der Ukraine aufzwingen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Auch diese Perspektive d\u00fcrfte den Einfluss der nationalen Oligarchen auf l\u00e4ngere Sicht einschr\u00e4nken. Allerdings sind durch den Krieg neue Interessengruppen entstanden, die sich am Pr\u00e4sidentenamt anlagern. Sollte die Erneuerung des Justizwesens scheitern, k\u00f6nnte die alte Logik neuen Auftrieb bekommen. Dann k\u00f6nnte eine neue Generation von Oligarchen entstehen, etwa im milit\u00e4risch-industriellen Komplex oder in der Agro-Industrie.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/54793-top-5-ukrainian-oligarchs\">https:\/\/uacrisis.org\/de\/54793-top-5-ukrainian-oligarchs<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.monde-diplomatique.fr\/2026\/01\/GOBERT\/69171\">https:\/\/www.monde-diplomatique.fr\/2026\/01\/GOBERT\/69171<\/a><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>\u2002Siehe Anatol Lieven, <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!6134906\">\u201eWas der Donbass bedeutet\u201c<\/a>, <em>LM<\/em>d, Dezember 2025.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>\u2002Siehe <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=W1RNrzGskPc\">\u201eIn Conversation with Donald Trump Jr and Omeed Malik\u201c<\/a>, Youtube, 7. Dezember 2025.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>\u2002Kim Barker und Constant M\u00e9heut, \u201eZelensky\u2019s government sabotaged oversight, allowing corruption to fester\u201c, <em>New York Times,<\/em> 5. Dezember 2025.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>\u2002<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2nLmD35Acuc\">\u201eErbe, eine Dokumentation von Hromadske\u201c<\/a> (auf Ukrainisch), Youtube, 3. Dezember 2020.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>\u2002Im Mai 2016 umbenannt in Dnipro.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>\u2002Siehe Klaus M\u00fcller, <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!284424\">\u201eDie Clans der Ukraine\u201c<\/a>, <em>LM<\/em>d, Oktober 2014.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>\u2002Mykola Rijabstchouk, \u201eDas Dilemma des ukrainischen Faust. Zivilgesellschaft und Staatsentwicklung\u201c (auf Ukrainisch), Kyjiw (Kritika) 2000.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>\u2002Tanya Kozyreva und Jason Leopold, <a href=\"https:\/\/www.buzzfeednews.com\/article\/tanyakozyreva\/ukraines-ousted-regime-made-40-billion-disappear-and-no\">\u201eHere\u2019s how Ukraine\u2019s ousted government got away with $40 billion\u201c<\/a>, Buzzfeed News, 12. Juli 2018.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>\u2002Siehe H\u00e9l\u00e8ne Richard, <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5970155\">\u201eArbeiten, k\u00e4mpfen, durchhalten\u201c<\/a>, <em>LMd, <\/em>November 2023.<\/p>\n<p>Aus dem <a href=\"https:\/\/www.monde-diplomatique.fr\/\">Franz\u00f6sischen<\/a> von Claudia Steinitz.<\/p>\n<p>S\u00e9bastien Gobert ist Journalist und Autor u. a. von \u201eL\u2019Ukraine, la R\u00e9publique et les oligarques\u201c<em>,<\/em> Paris (Tallandier) 2024.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11355 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11355')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11355').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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