{"id":11677,"date":"2026-05-25T09:05:24","date_gmt":"2026-05-25T08:05:24","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=11677"},"modified":"2026-05-25T10:12:52","modified_gmt":"2026-05-25T09:12:52","slug":"zwoelf-monate-friedrich-merz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/zwoelf-monate-friedrich-merz\/","title":{"rendered":"Zw\u00f6lf Monate Friedrich Merz"},"content":{"rendered":"<h3>Eine Bestandsaufnahme<\/h3>\n<p>von <a href=\"http:\/\/www.michael-hollister.com\/\">Michael Hollister<\/a> * Mai 2026<\/p>\n<p><strong>Es ist Forsa-Chef Peter Matuschek, der den Satz ausspricht, den niemand sonst aussprechen muss. \u201eDass jemand unter 15 Prozent Zufriedenheit bekommt\u201d, sagte er nach Ver\u00f6ffentlichung des RTL\/n-tv-Trendbarometers vom 12. Mai 2026, habe er in seiner Laufbahn nie gesehen. Der Wert, den Friedrich Merz an diesem Tag aufgestellt hat, lautet 13 Prozent. 87 Prozent der Deutschen lehnen die Arbeit ihres Bundeskanzlers ab. Im Vergleichsma\u00dfstab Olaf Scholz, dessen Kanzlerschaft als Inbegriff politischer Schw\u00e4che in die Geschichte eingehen wird, lag der Tiefpunkt bei 28 Prozent Zustimmung. Merz unterbietet das um f\u00fcnfzehn Punkte. Eine Erhebung des US-Instituts Morning Consult, die die Beliebtheit von Regierungschefs in 24 Demokratien vergleicht, hat ihn im April 2026 zum unbeliebtesten demokratisch gew\u00e4hlten Regierungschef der Welt erkl\u00e4rt &#8211; schlechter bewertet als Donald Trump, schlechter als Recep Tayyip Erdo\u011fan.<\/strong><\/p>\n<p>Die Reaktion des Kanzlers darauf ist bemerkenswerter als die Zahl selbst. \u201eKein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen m\u00fcssen\u201d, klagte Merz Ende April 2026 im Spiegel. Es ist eine bittere Beschwerde. Sie verlangt vom Volk, das ihm den Auftrag erteilt hat, einen Respekt, der ihm offenbar verweigert wird.<\/p>\n<p>Meine Gro\u00dfmutter hatte zu Fragen dieser Art zwei S\u00e4tze parat, die sich in einem deutschen Pf\u00e4lzer Landhaus nach dem Krieg geformt hatten. Der erste lautete: \u201eMein Bub, h\u00f6r nicht, was sie sagen. Schau, was sie tun.\u201d Der zweite: \u201eRespekt ist nichts, was Du bekommst. Respekt ist etwas, das Du Dir verdienen musst.\u201d Beide S\u00e4tze sind das Bewertungsraster, das diesem Artikel zugrunde liegt. Sie sind \u00e4lter als jede politische Lehre, einfacher als jede staatswissenschaftliche Theorie, und sie funktionieren \u00fcberall dort, wo Menschen Leistung von Worten unterscheiden m\u00fcssen. In einer Probezeit etwa.<\/p>\n<p>Friedrich Merz wurde am 6. Mai 2025 zum Bundeskanzler gew\u00e4hlt. Heute, am 18. Mai 2026, ist diese Probezeit um. Eine sachliche Bilanz steht aus. Was hat der Mann versprochen, bevor er das Amt antrat? Was hat er davon gehalten? Und was bedeuten die Antworten f\u00fcr die Frage, die er selbst gestellt hat: ob ihm Respekt zusteht oder nicht.<\/p>\n<p><strong>Der Bruch vor dem Eid<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt eine Besonderheit in Merz\u2019 Kanzlerschaft, die Ma\u00dfst\u00e4be verschiebt. Der gr\u00f6\u00dfte Bruch eines Wahlversprechens fand statt, bevor er Kanzler war. Im Wahlkampf hatte Merz die Schuldenbremse zur Identit\u00e4tsfrage seiner Partei gemacht. \u201eWir haben kein Einnahmen-Problem, wir haben ein Ausgaben-Problem\u201d lautete der Leitsatz, den die CDU bis kurz vor der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 in jede Talkshow trug. Der Hans-Ulrich R\u00fclke der baden-w\u00fcrttembergischen FDP fasste sp\u00e4ter zusammen, was Beobachter der Partei seit Jahren wussten: Merz habe \u201egebetsm\u00fchlenartig die Verteidigung der Schuldenbremse\u201d versprochen.<\/p>\n<p>Am 18. M\u00e4rz 2025 stimmten 512 Abgeordnete des scheidenden, also bereits abgew\u00e4hlten Bundestages f\u00fcr ein Gesetz, das die Schuldenregel des Grundgesetzes umbaut. 206 Abgeordnete stimmten dagegen. Das Gesetz, eingebracht von den Fraktionen CDU\/CSU und SPD, etablierte zwei Dinge gleichzeitig. Erstens: ein Sonderverm\u00f6gen in H\u00f6he von 500 Milliarden Euro f\u00fcr \u201eInfrastruktur und Klimaneutralit\u00e4t\u201d bis 2045, dessen kreditfinanzierte Kosten von der Schuldenbremse ausgenommen sind. Zweitens: eine Bereichsausnahme der Schuldenregel f\u00fcr Verteidigungsausgaben, die ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts \u00fcberschreiten. Die Vorlage stammte aus den Sondierungsgespr\u00e4chen zwischen Merz, S\u00f6der und der SPD. Es war eine Abstimmung, durchgef\u00fchrt von einem Parlament, das die W\u00e4hler bereits in den Ruhestand geschickt hatten, um einer Verfassungs\u00e4nderung zuzustimmen, die der neue, kurz darauf zusammentretende Bundestag in dieser Zusammensetzung m\u00f6glicherweise nicht h\u00e4tte herbeif\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Merz selbst hat den Vorgang \u00f6ffentlich kommentiert. In einer ZDF-Dokumentation aus der CDU-Zentrale sagte er: \u201eIch pers\u00f6nlich bezahle das mit einem erheblichen Verlust auch an Glaubw\u00fcrdigkeit. Aber ich glaube, im Abstand von einigen Jahren wird auch der Teil der Bev\u00f6lkerung, der es heute verst\u00e4ndlicherweise sehr kritisch sieht, sagen, es war eine richtige Entscheidung.\u201d Der Satz steht f\u00fcr sich. Ein Mann, der das Amt des Bundeskanzlers noch nicht angetreten hat, r\u00e4umt vor dem Eintreten in dieses Amt ein, dass er an Glaubw\u00fcrdigkeit verliert, und vertr\u00f6stet die W\u00e4hler, deren Vertrauen er gerade erworben hat, auf einen sp\u00e4teren Erkenntnisgewinn.<\/p>\n<p>Das Bundesfinanzministerium hat das Sonderverm\u00f6gen im April 2025 in seinem Monatsbericht aufgegliedert: 100 Milliarden Euro flie\u00dfen an L\u00e4nder und Kommunen, 100 Milliarden in den Klima- und Transformationsfonds, 300 Milliarden stehen dem Bund f\u00fcr \u201ezus\u00e4tzliche Investitionen\u201d zur Verf\u00fcgung. Im M\u00e4rz 2026 meldete die Bundesregierung, allein 2026 w\u00fcrden mehr als 120 Milliarden Euro in Investitionen flie\u00dfen &#8211; \u201enur m\u00f6glich durch das Sonderverm\u00f6gen\u201d. Die NZZ nannte den Vorgang im August 2025 eine \u201eSchuldenorgie\u201d. Es ist eine Beschreibung, der vor zw\u00f6lf Monaten kaum ein CDU-Mitglied zugestimmt h\u00e4tte. Heute widerspricht ihr in der eigenen Partei niemand mehr.<\/p>\n<h3 class=\"header-anchor-post\"><strong>Die Kanzlerwahl im zweiten Wahlgang<\/strong><\/h3>\n<p>Am 6. Mai 2025 trat Friedrich Merz im Deutschen Bundestag an, um zum zehnten Bundeskanzler der Bundesrepublik gew\u00e4hlt zu werden. Er scheiterte. Im ersten Wahlgang verfehlte er die notwendige Mehrheit &#8211; ein Vorgang, den die Bundesrepublik bis dahin nicht kannte. Kein Kanzler war je zuvor im ersten Anlauf durchgefallen. Erst im zweiten Wahlgang, an demselben Tag, erreichte Merz die Mehrheit, wobei prozedural eine Gesch\u00e4ftsordnungs\u00e4nderung notwendig wurde und Stimmen aus dem linken Lager zur Mehrheitsbildung beitrugen. Im Wahlkampf hatte Merz explizit ausgeschlossen, mit der Linkspartei Mehrheiten zu suchen.<\/p>\n<p>Stimmen nennen ihn seither \u201eKanzler zweiter Wahl\u201d. Diese Bezeichnung ist nicht nur ein Wortspiel, sie ist faktisch korrekt. Und sie wirft eine Frage auf, die in der CDU bis heute niemand offen beantwortet hat: Mit welchen Stimmen ist der Mann, der vor seiner Wahl Brandmauern nach rechts und nach links gleichzeitig betoniert hatte, schlie\u00dflich Bundeskanzler geworden? Die Junge Freiheit, ein dem Kanzler keineswegs feindselig gesonnenes Blatt, sprach am Jahrestag der Wahl vom \u201epeinlichen Start\u201d der \u201eSerie von L\u00fcgen und Pannen\u201d, die folgten. Es ist eine Formulierung, die im konservativen Lager Verbreitung gefunden hat. Die mathematische Wahrheit dahinter ist n\u00fcchterner: Wer als Kanzler im ersten Wahlgang scheitert, beginnt sein Amt mit einer Hypothek.<\/p>\n<h3 class=\"header-anchor-post\"><strong>Migration &#8211; das Versprechen, mit dem er gew\u00e4hlt wurde<\/strong><\/h3>\n<p>Es gibt im Wahlkampf 2024\/25 kaum ein Thema, mit dem Merz so deutlich W\u00e4hler an die CDU\/CSU band wie die Migrationspolitik. Sein F\u00fcnf-Punkte-Plan, im Herbst 2024 in jedes Interview eingebaut, forderte \u201efaktische Einreiseverbote\u201d f\u00fcr Personen ohne g\u00fcltige Papiere. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Julia Kl\u00f6ckner formulierte das in einer \u00f6ffentlichen \u00c4u\u00dferung so klar, dass es danach niemand mehr aus der Welt schaffen konnte: \u201eAn Tag 1 einer Bundesregierung eines Kanzler Merz\u201d w\u00fcrden \u201edie Grenzen per Richtlinienkompetenz geschlossen\u201d.<\/p>\n<p>Schauen wir, was getan wurde. Im Koalitionsvertrag, den Union und SPD nach 45-t\u00e4gigen Verhandlungen im April 2025 unterzeichneten, war von Tag-1-Grenzschlie\u00dfungen nichts mehr zu lesen. Stattdessen finden sich Zur\u00fcckweisungen \u201ein Abstimmung mit den europ\u00e4ischen Nachbarn\u201d &#8211; eine Formulierung, die jeder Jurist als das identifiziert, was sie ist, n\u00e4mlich eine Aufgabe der urspr\u00fcnglichen Position. Aus der Forderung, Straft\u00e4ter und Gef\u00e4hrder unbefristet in Abschiebehaft zu nehmen, wurde im Vertrag ein \u201ePr\u00fcfauftrag\u201d. Die Zahlen der ersten Amtsmonate sprechen f\u00fcr sich. Zwischen Anfang Mai und Ende Juli 2025 wurden nach Recherchen der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung 474 Asylsuchende durch die Bundespolizei am Grenz\u00fcbertritt gehindert. Im selben Zeitraum stellten rund 23.000 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland. Mitte 2025 lebten in Deutschland 226.500 ausreisepflichtige Personen, davon 184.988 mit Duldungsstatus &#8211; also formal ausreisepflichtig, faktisch bleibeberechtigt. Im Jahr 2025 wurden zus\u00e4tzlich rund 110.000 Visa f\u00fcr Familiennachzug erteilt.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2026 trat Merz vor die Kameras und k\u00fcndigte an, bis 2029 sollten 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer in ihre Heimat zur\u00fcckkehren. Eine Taskforce mit der \u00dcbergangsregierung in Damaskus sei eingerichtet, \u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmad al-Scharaa sei im Kanzleramt empfangen worden. Zum Zeitpunkt dieser Ank\u00fcndigung waren vier Syrer-Abschiebungen vollzogen. Vier. Etwa 226.000 syrische Staatsangeh\u00f6rige waren bis dahin in Deutschland eingeb\u00fcrgert worden. Selbst der eigene Au\u00dfenminister Johann Wadephul ging im Anschluss \u00f6ffentlich auf Distanz zur Zielmarke seines Kanzlers.<\/p>\n<p>Was bleibt, ist die L\u00fccke zwischen Kl\u00f6ckners Versprechen vom Tag 1 und der Wirklichkeit nach zw\u00f6lf Monaten. Wer auf Basis dieses Versprechens CDU\/CSU gew\u00e4hlt hat &#8211; und eine gro\u00dfe W\u00e4hlerschicht hat genau das getan -, sieht die L\u00fccke jeden Tag, wenn er die Zeitung aufschl\u00e4gt.<\/p>\n<h3 class=\"header-anchor-post\"><strong>Sozialstaat unter Druck<\/strong><\/h3>\n<p>Am 12. Mai 2026 trat Friedrich Merz vor den Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Er war der erste CDU-Kanzler seit acht Jahren, der diese B\u00fchne nutzte. Was er den rund 400 Delegierten zu sagen hatte, l\u00e4sst sich in zwei S\u00e4tzen zusammenfassen, die er im Verlauf seiner gut halbst\u00fcndigen Rede selbst aussprach. Zur Rentenreform: \u201eDas ist nicht B\u00f6sartigkeit von mir oder der Bundesregierung &#8211; das ist Demografie und Mathematik.\u201d Zur Reform der Familienmitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung: \u201eDas alles wird f\u00fcr viele sp\u00fcrbar sein, aber es ist notwendig.\u201d An mehreren Stellen wurde der Kanzler durch Buhrufe und Gel\u00e4chter aus dem Publikum unterbrochen.<\/p>\n<p>Was steht hinter diesen S\u00e4tzen? Bei der Familienmitversicherung steht ein Kabinettsbeschluss, das sogenannte GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, vorbereitet im Sozialministerium der SPD-Arbeitsministerin B\u00e4rbel Bas und im Kabinett verabschiedet. Demnach sollen nicht erwerbst\u00e4tige Ehe- und Lebenspartner k\u00fcnftig einen Mindestbeitrag von rund 225 Euro pro Monat f\u00fcr Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, unabh\u00e4ngig vom Familieneinkommen. Bisher waren sie beitragsfrei mitversichert. Betroffen sind klassische Einverdiener-Haushalte, Teilzeit-Familien und Paare, in denen ein Partner die Kinderbetreuung oder Pflege \u00fcbernimmt. Das gleiche Gesetz enth\u00e4lt eine Anweisung an den Gemeinsamen Bundesausschuss, die Hautkrebsfr\u00fcherkennung zu \u00fcberpr\u00fcfen. Das anlasslose Screening f\u00fcr alle ab 35, das in Deutschland seit Jahren etabliert ist, soll k\u00fcnftig nur noch f\u00fcr \u201edefinierte Risikogruppen\u201d stattfinden. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft warnt vor einer Kostenexplosion durch versp\u00e4tet erkannten Hautkrebs.<\/p>\n<p>Beim B\u00fcrgergeld hatte Merz im Wahlkampf versprochen, es in den ersten 100 Tagen \u201evom Kopf auf die F\u00fc\u00dfe\u201d zu stellen, umzubenennen und mit sch\u00e4rferen Sanktionen zu versehen. Ein Jahr sp\u00e4ter ist keines dieser Versprechen umgesetzt. Die Arbeitsministerin Bas hat K\u00fcrzungen mit den Worten zur\u00fcckgewiesen, das werde es \u201emit uns nicht geben\u201d. Was kommt, ist eine Umbenennung in \u201eGrundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende\u201d. Mehr nicht.<\/p>\n<p>Im Hintergrund laufen Zahlen mit, die wenige B\u00fcrger bewusst registrieren, weil sie auf der Lohnabrechnung nur in Nuancen sichtbar werden. Das Institut der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln beziffert die Abgabenquote &#8211; Steuern plus Sozialbeitr\u00e4ge im Verh\u00e4ltnis zum Bruttoinlandsprodukt &#8211; f\u00fcr 2025 auf rund 41,5 Prozent. Es ist ein historischer H\u00f6chstwert. F\u00fcr 2026 wird ein marginaler R\u00fcckgang auf 41,4 Prozent erwartet. Der durchschnittliche GKV-Zusatzbeitrag stieg von 2,5 Prozent im Jahr 2025 auf 2,9 Prozent im Jahr 2026. Die Beitragsbemessungsgrenzen wurden f\u00fcr 2026 sp\u00fcrbar erh\u00f6ht. In der Summe bedeutet das: Die Sozialabgabenquote in Deutschland erreicht unter Friedrich Merz Rekordh\u00f6hen, w\u00e4hrend gleichzeitig Leistungen wie die beitragsfreie Familienmitversicherung und das anlasslose Hautkrebs-Screening abgebaut werden.<\/p>\n<p>Wer im Wahlkampf wirtschaftliche Entlastung und einen Politikwechsel versprochen hat, der die arbeitende Mitte aus den Klauen der Abgabenlast befreit, der hat ein Jahr sp\u00e4ter das genaue Gegenteil geliefert. Die Renteneintrittsfrage bleibt offen. Merz im Spiegel Ende April 2026: \u201eIch halte mich nicht an Geburtsdaten fest, das ist irrelevant. Entscheidend sind die Beitragsjahre und nicht das Lebensalter.\u201d Wer das auf dem Zettel liest, wei\u00df: Die Rente mit 70 ist nicht vom Tisch. DGB-Chefin Yasmin Fahimi konterte am 12. Mai 2026 mit einem Satz, der sich gewaschen hat: \u201eWir haben das schon bezahlt mit der Erh\u00f6hung des Renteneintrittsalters, der Abschaffung der Altersteilzeit, der Absenkung des Rentenniveaus.\u201d<\/p>\n<h3 class=\"header-anchor-post\"><strong>Die Wirtschaftswende, die keine wurde<\/strong><\/h3>\n<p>Im Januar 2025 trat Friedrich Merz beim Wahlkampfauftakt der CDU in Mannheim auf und beschwor einen \u201ePolitikwechsel f\u00fcr ein Land mit Zukunft\u201d. Das dritte Jahr Rezession in Folge drohe, sagte Merz, \u201eein untr\u00fcgliches Zeichen daf\u00fcr, dass die Wirtschaft au\u00dfer Tritt geraten ist\u201d. Unternehmen br\u00e4uchten \u201eneue Freir\u00e4ume\u201d, schnellere Verfahren, mehr Wohlstand. Wirtschaftserfahrung war das zentrale Kompetenzargument der Union im Wahlkampf, BlackRock und Aufsichtsr\u00e4te hin oder her &#8211; Merz galt als der Mann mit der Kompetenz, die Olaf Scholz fehlte.<\/p>\n<p>Die Zahlen, die seit Merz\u2019 Amtsantritt vorliegen, sprechen eine eindeutige Sprache. Im zweiten Quartal 2025 &#8211; dem ersten vollen Quartal seiner Kanzlerschaft &#8211; schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um rund 0,1 Prozent. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds prognostiziert f\u00fcr 2025 ein Wachstum von 0,1 Prozent, die OECD von 0,4 Prozent. Deutschland ist damit das Schlusslicht im Euro-Raum. F\u00fcr 2026 erwartet der IWF 0,9 Prozent &#8211; weiterhin am unteren Ende der Eurozone. Die Unternehmensinsolvenzen sind 2024 um 22,2 Prozent gestiegen, der Trend setzt sich fort. Verbraucher-Entlastungen, etwa beim Strompreis oder beim Solidarit\u00e4tszuschlag, die im Wahlkampf zwar nicht zu den 100-Tage-Versprechen geh\u00f6rten, aber im konservativen Wahlkampf-Kosmos durchaus eine Rolle spielten, sind nicht erfolgt.<\/p>\n<p>Bei der Bundestagsdebatte zur Ein-Jahres-Bilanz am 06. Mai 2026 brachte der Gr\u00fcnen-Abgeordnete Julian Joswig die Lage auf eine Pointe: \u201eDas Einzige, was nach einem Jahr Bundeskanzler Merz und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zuverl\u00e4ssig gewachsen ist, ist die Entt\u00e4uschung.\u201d Die schwarz-rote Koalition habe mit dem 500-Milliarden-Sonderverm\u00f6gen \u201eso gute Chancen wie keine andere Bundesregierung\u201d gehabt, das Geld aber in \u201eWahlgeschenke wie die M\u00fctterrente\u201d gesteckt statt in Zukunftsprojekte. Es ist ein Befund, der nicht von einer politischen Randpartei kommt, sondern aus dem Bundestag, gest\u00fctzt auf Haushaltsdaten.<\/p>\n<h3 class=\"header-anchor-post\"><strong>Au\u00dfenpolitik &#8211; die Eskalationskette<\/strong><\/h3>\n<p>Vielleicht nirgends ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Ergebnis so klar dokumentiert wie in der Au\u00dfenpolitik. Es sind drei Weltregionen &#8211; die Vereinigten Staaten, der Iran, China \u2013, und drei Affronts. Sie folgen einer Logik, die jeder Wirtschaftsanwalt kennt: Wer \u00f6ffentlich gegen einen Verhandlungspartner austeilt, sollte sich darauf einstellen, dass dieser Verhandlungspartner sich daran erinnert.<\/p>\n<p>Beginnen wir bei den USA. Friedrich Merz war von 2009 bis 2019 Vorsitzender der Atlantik-Br\u00fccke, also der zentralen transatlantischen Lobbyorganisation Deutschlands. Im US-Wahlkampf 2024 positionierte er sich, dem Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier zufolge in der Aktuellen Stunde des Bundestages am 04. Juni 2025, gegen Donald Trump. Der heutige Au\u00dfenminister Johann Wadephul und CSU-Chef Markus S\u00f6der sprachen sich \u201eexplizit f\u00fcr dessen Gegenkandidatin Kamala Harris von den Demokraten\u201d aus. Merz selbst soll Trump nach dieser Darstellung \u201eals Gefahr f\u00fcr die Demokratie\u201d bezeichnet haben. Nach Trumps Wahlsieg im November 2024 lag damit eine Hypothek auf dem transatlantischen Verh\u00e4ltnis, die sich nicht durch Pressemitteilungen wegmoderieren lie\u00df.<\/p>\n<p>Am 17. Juni 2025, am Rande des G7-Gipfels in Kanada, gab Merz dem ZDFheute live ein Interview, das in die Annalen der deutschen Au\u00dfenpolitik eingehen wird. Zum Vorgehen Israels im damaligen Iran-Krieg sagte er w\u00f6rtlich: \u201eDas ist die Drecksarbeit, die Israel macht f\u00fcr uns alle.\u201d Er f\u00fcgte hinzu: \u201eIch kann nur sagen, gr\u00f6\u00dften Respekt davor, dass die israelische Armee, die israelische Staatsf\u00fchrung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen.\u201d Falls Israel das Atomwaffenprogramm nicht allein vollst\u00e4ndig zerst\u00f6ren k\u00f6nne, gebe es die M\u00f6glichkeit der USA &#8211; \u201edazu fehlen ihr die notwendigen Waffen, aber die haben die Amerikaner\u201d. Es ist die Sprache eines Mannes, der einen Krieg, an dem nach Sch\u00e4tzungen iranischer Quellen Anfang Februar 2026 mehr als 1.000 iranische Tote zu beklagen waren, mit dem Begriff der S\u00e4uberungsarbeit beschreibt. Die Aussage l\u00f6ste auch im Inland eine Debatte aus. Tagesschau, WDR und n-tv berichteten ausf\u00fchrlich; Merz selbst bekr\u00e4ftigte sp\u00e4ter, die Wortwahl nicht zu bereuen.<\/p>\n<p>Im April 2026, bei einer Schulveranstaltung im Carolus-Magnus-Gymnasium seines Wahlkreises Marsberg, sagte derselbe Kanzler \u00fcber die Vereinigten Staaten: \u201eDie Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie.\u201d Die Reaktion Trumps folgte auf seiner Plattform Truth Social. Merz sei \u201ev\u00f6llig wirkungslos\u201d im Ukraine-Krieg, \u201emache einen schrecklichen Job\u201d, Deutschland sei ein \u201ekaputtes Land\u201d insbesondere in Migration und Energie. Der US-Pr\u00e4sident k\u00fcndigte den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland an. Innerhalb von zehn Monaten hat sich das Verh\u00e4ltnis zwischen einem Mann, der historisch der wichtigste transatlantische Lobbyist seiner Generation war, und der Regierung des B\u00fcndnispartners von \u201egro\u00dfartiger Beziehung\u201d auf \u00f6ffentliche Dem\u00fctigung gedreht. Wer im Wahlkampf einen Mann als \u201eGefahr f\u00fcr die Demokratie\u201d bezeichnet und sich f\u00fcr seine Gegenkandidatin positioniert, sollte sich nicht wundern, wenn dieser Mann als Pr\u00e4sident keine besondere Lust auf Kooperation zeigt.<\/p>\n<p>Iran, zweite Station. Am 5. Februar 2026 schrieb der iranische Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X einen Beitrag, der Merz pers\u00f6nlich \u201epolitische Naivit\u00e4t\u201d und einen \u201ewiderw\u00e4rtigen Charakter\u201d attestierte. Araghtschi schrieb explizit: \u201eAls Israel im Juni 2025 mehr als 1.000 Iraner t\u00f6tete, zeigte er sich \u00fcberschw\u00e4nglich.\u201d Damit verkn\u00fcpfte der iranische Chefdiplomat den \u201ewiderw\u00e4rtigen Charakter\u201d-Vorwurf direkt mit der Drecksarbeit-Aussage des Vorjahres. Araghtschi nannte Deutschland einen \u201eMotor des R\u00fcckschritts\u201d und \u00e4u\u00dferte die Hoffnung \u201edass Deutschland wieder eine reifere und ehrenhaftere politische F\u00fchrung bekommt\u201d. Es ist eine in der deutschen Diplomatiegeschichte beispiellose Attacke eines ausl\u00e4ndischen Au\u00dfenministers gegen einen amtierenden Bundeskanzler. Merz\u2019 Reaktion: \u201eDas ist offensichtlich Ausdruck von gro\u00dfer Nervosit\u00e4t und Unsicherheit.\u201d Bemerkenswerter als die Beleidigung ist die Linie, die sich daraus ergibt: Wer im Juni 2025 als Bundeskanzler einen Krieg gegen einen Drittstaat \u00f6ffentlich begr\u00fc\u00dft, sollte einkalkulieren, dass die diplomatische Antwort dieses Drittstaates sp\u00e4ter \u00f6ffentlich ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Dritte Station: China. Anfang Oktober 2025 war eine zweit\u00e4gige Reise von Au\u00dfenminister Wadephul nach Peking geplant. Am Freitag vor dem geplanten Reiseantritt am Sonntag verk\u00fcndete das Ausw\u00e4rtige Amt, die Reise werde verschoben. Die offizielle Begr\u00fcndung der Sprecherin: Peking habe \u201eau\u00dfer einem Treffen des Ministers mit seinem Kollegen Wang Yi keine hinreichenden weiteren Termine best\u00e4tigt\u201d. Die taz nannte den Vorgang ein \u201eau\u00dfenpolitisches Desaster\u201d. ZDF sprach von einem \u201ediplomatischen Eklat\u201d. t-online: \u201ediplomatischer Supergau\u201d. In der diplomatischen Sprache, die in Asien eigene Codes hat, ist die Verweigerung von Terminen unterhalb der Au\u00dfenminister-Ebene ein deutliches Signal, dass der Gast nicht erw\u00fcnscht ist. Der nachgeholte Besuch im Dezember 2025 war kaum besser. Wadephul kam an, traf Wang Yi, traf den Handelsminister, traf den Vizepr\u00e4sidenten Han Zheng. Die anschlie\u00dfende Pressekonferenz dauerte unter 20 Minuten. Wadephul nahm, wie das chinesische Staatsmedium Global Times selbst beobachtete, \u201ekeine Frage von chinesischen Medien\u201d. Die Kommentare westlicher Wirtschaftsmedien sprachen von Wadephul als \u201eBittsteller\u201d. Es ist nicht vorstellbar, dass ein Au\u00dfenminister unter Helmut Schmidt oder Helmut Kohl in Peking so empfangen worden w\u00e4re. Es ist nicht einmal vorstellbar, dass ein Au\u00dfenminister unter Angela Merkel diese Behandlung erfahren h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Drei Weltregionen, drei Affronts. Es l\u00e4sst sich dar\u00fcber streiten, ob die Liste Zufall ist oder Muster. Wer Au\u00dfenpolitik kennt, wei\u00df, dass Gro\u00dfm\u00e4chte einander beobachten. Wenn Trump, Araghtschi und die chinesische F\u00fchrung in derselben Phase einer Kanzlerschaft auf demselben Niveau auf den deutschen Regierungschef reagieren, dann ist das in der Au\u00dfenpolitik die Sprache, in der Gro\u00dfm\u00e4chte einander mitteilen: Mit dem ist wenig anzufangen.<\/p>\n<h3 class=\"header-anchor-post\"><strong>BlackRock, Ukraine und die Cui-bono-Frage<\/strong><\/h3>\n<p>Es gibt einen Themenkomplex in Merz\u2019 Biografie, der in der deutschen \u00d6ffentlichkeit immer dann auftaucht, wenn die Bilanz seines Handelns von au\u00dfen, also durch Drittparteien, kommentiert wird. Die taz titelte im Dezember 2025 in einem Bericht \u00fcber das 8. Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum: \u201eMerz wirft ein Auge auf die Ukraine &#8211; ganz wie der alte Arbeitgeber Blackrock.\u201d Diese \u00dcberschrift stammt nicht von einem Gegner des Kanzlers in alternativen Medien. Sie steht in einem Berliner Mainstream-Blatt links der Mitte. Sie verdient eine Betrachtung der Faktenparallelit\u00e4t.<\/p>\n<p>Friedrich Merz war von 2016 bis Ende M\u00e4rz 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der BlackRock Asset Management Deutschland AG, dem deutschen Arm des weltgr\u00f6\u00dften Verm\u00f6gensverwalters. \u00dcber die genaue Funktion sprach BlackRock selbst in der Pressemitteilung zur Berufung deutliche Worte. Merz solle \u201eeine weiter gefasste Beraterrolle einnehmen, in der er die Beziehungen mit wesentlichen Kunden, Regulierern und Regulierungsbeh\u00f6rden in Deutschland f\u00fcr Blackrock f\u00f6rdern wird\u201d. \u00dcbersetzt: Beziehungspflege f\u00fcr die wichtigsten Adressen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Eine Lobbyfunktion im klassischen Sinn.<\/p>\n<p>Was hat BlackRock mit der Ukraine zu tun? Im Jahr 2023 best\u00e4tigte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj erstmals \u00f6ffentlich eine m\u00f6gliche F\u00fchrungsrolle BlackRocks beim Wiederaufbau seines Landes. BlackRock-Chef Larry Fink sch\u00e4tzte den Wiederaufbaubedarf zu jenem Zeitpunkt auf 750 Milliarden US-Dollar. Im Verbund mit der Bank JP Morgan begann BlackRock 2023 einen \u201eUkraine Development Fund\u201d zu konzipieren, der bis zu 15 Milliarden US-Dollar einsammeln sollte. Im Januar 2025, unmittelbar nach Trumps Wahlsieg, pausierte BlackRock die Investorensuche &#8211; mit Verweis auf \u201epolitische Unsicherheit\u201d und mangelndes Investoreninteresse. Doch das Ende war es nicht. Im November und Dezember 2025 berichtete die ukrainische Premierministerin Julija Swyrydenko, mit BlackRock sei \u201eeine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet\u201d worden &#8211; nach einem Online-Treffen mit Trumps Unterh\u00e4ndlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie BlackRock-Chef Larry Fink. BlackRock h\u00e4lt au\u00dferdem 5,30 Prozent an Rheinmetall, dem gr\u00f6\u00dften deutschen R\u00fcstungskonzern und Hauptlieferanten der Ukraine-Milit\u00e4rhilfe.<\/p>\n<p>Was hat Merz als Kanzler bez\u00fcglich der Ukraine getan? Deutschland hat seit Beginn des Krieges im Februar 2022 nach Angaben der Bundesregierung bilateral 79 Milliarden Euro an Hilfen zugesagt. Im Haushalt 2026 wurde der Etat f\u00fcr Ukraine-Hilfen von urspr\u00fcnglich 8,5 auf 11,55 Milliarden Euro aufgestockt, einschlie\u00dflich 400 Millionen Euro direkt in die ukrainische R\u00fcstungsindustrie. Deutschland war 2025 gr\u00f6\u00dfter europ\u00e4ischer milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzer der Ukraine und wird, so das Bundesverteidigungsministerium, diese Rolle 2026 fortsetzen. Im Dezember 2025 trat Merz selbst beim 8. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum in Berlin auf und sagte vor hunderten Firmenvertretern: \u201eInvestitionen in der Ukraine sind Zukunftsinvestitionen &#8211; auch f\u00fcr Sie.\u201d An den Kreml gerichtet erg\u00e4nzte er: \u201eWir lassen nicht nach, wir legen nach.\u201d Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU erkl\u00e4rte auf derselben Veranstaltung, es sei \u201ev\u00f6llig legitim\u201d, eine Beteiligung deutscher Firmen am ukrainischen Wiederaufbau zu fordern.<\/p>\n<p>Das sind die Fakten, parallel nebeneinander gestellt. Wer ihnen welchen Sinn entnimmt, entscheidet jeder Leser selbst. Die hier nicht erhobene Behauptung lautet, dass Merz seine Ukraine-Politik im Interesse seines fr\u00fcheren Arbeitgebers gestaltet. Eine solche Behauptung w\u00e4re nicht belegt. Die hier erhobene Beobachtung lautet, dass der ehemalige BlackRock-Beziehungspfleger einen Krieg politisch begleitet, an dessen Folgegesch\u00e4ft BlackRock historisch und aktuell beteiligt ist, und dass diese Konstellation zu jenen Fragen geh\u00f6rt, die ein verantwortungsbewusster W\u00e4hler sich selbst stellen sollte. Der lateinische Begriff daf\u00fcr ist Cui bono.<\/p>\n<h3 class=\"header-anchor-post\"><strong>Die Bilanz &#8211; das Arbeitszeugnis<\/strong><\/h3>\n<p>Wenn am Ende einer Probezeit ein Arbeitnehmer beurteilt werden muss, gibt es in der deutschen Personalpraxis eine Formulierung, die jeder kennt, der jemals in einer Personalakte gelesen hat. \u201eStets bem\u00fcht\u201d ist eine der h\u00e4rtesten Aussagen, die in einem deutschen Arbeitszeugnis stehen k\u00f6nnen &#8211; sie ist die juristisch korrekte Umschreibung daf\u00fcr, dass jemand sich M\u00fche gegeben hat, ohne erfolgreich gewesen zu sein. Sie ist eine Niederlage in gehobener Sprache.<\/p>\n<p>Friedrich Merz hat in einem Jahr eine Bilanz vorgelegt, die selbst die Formulierung \u201estets bem\u00fcht\u201d wohlwollend erscheinen l\u00e4sst. Die Schuldenbremse, die er zur Identit\u00e4tsfrage erkl\u00e4rte, hat er vor Amtsantritt durch ein Sonderverm\u00f6gen von 500 Milliarden Euro relativiert. Die Grenzschlie\u00dfung am Tag 1, die seine Partei versprach, hat er auf 474 Zur\u00fcckweisungen in drei Monaten reduziert, w\u00e4hrend im selben Zeitraum 23.000 Erstantr\u00e4ge eingingen. Den Linke-Deal, den er ausschloss, hat er f\u00fcr die eigene Kanzlerwahl in Anspruch genommen. Die B\u00fcrgergeld-Reform, die er f\u00fcr die ersten 100 Tage ank\u00fcndigte, ist nach 365 Tagen eine Umbenennung. Die Familienmitversicherung, die er nie antasten wollte, wird mit 225 Euro Mindestbeitrag belegt. Das Hautkrebs-Screening wird auf Risikogruppen verk\u00fcrzt. Die Wirtschaftswende, die er versprach, ist ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent f\u00fcr 2026 &#8211; Schlusslicht im Euroraum. Die transatlantische Br\u00fccke, die er zwanzig Jahre lang pflegte, ist eine Abzugsdrohung von 5.000 US-Soldaten. Die Au\u00dfenpolitik, die zu Diplomatie f\u00fchren sollte, ist ein iranischer Au\u00dfenminister, der ihm \u00f6ffentlich \u201ewiderw\u00e4rtigen Charakter\u201d attestiert, und eine chinesische F\u00fchrung, die seinen Au\u00dfenminister wie einen Bittsteller behandelt.<\/p>\n<p>Die Zahlen, mit denen das deutsche Volk diese Bilanz quittiert, sind in dieser Konzentration noch nicht dagewesen. Forsa, 12. Mai 2026: 13 Prozent Zufriedenheit. Morning Consult, April 2026: 76 Prozent Ablehnung &#8211; schlechtester Wert eines demokratisch gew\u00e4hlten Regierungschefs in 24 Demokratien. Ipsos, Januar 2026: 17 Prozent halten die politische Arbeit des Bundeskanzlers f\u00fcr glaubw\u00fcrdig, 64 Prozent f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig. YouGov, April 2026: AfD 27 Prozent, CDU\/CSU 23 Prozent, der niedrigste Wert f\u00fcr die Union seit Dezember 2021. INSA, Anfang Mai 2026: knapp 50 Prozent der Befragten w\u00fcnschen ein vorzeitiges Ende der Koalition.<\/p>\n<p>Friedrich Merz hat sich Ende April 2026 im Spiegel \u00f6ffentlich beklagt. \u201eKein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen m\u00fcssen.\u201d Die Antwort darauf liefert die Gro\u00dfmutter aus der Pfalz. Respekt ist nichts, was man bekommt. Respekt ist etwas, das man sich verdienen muss. Wenn 87 Prozent eines Volkes der Arbeit ihres Regierungschefs die Zustimmung verweigern und 64 Prozent ihm die Glaubw\u00fcrdigkeit absprechen, dann ist das keine Stimmungsmache, keine Kampagne und keine ungerechte Behandlung. Dann ist das ein Befund.<\/p>\n<p>H\u00f6rt nicht, was er sagt. Schaut, was er tut.<\/p>\n<h2 class=\"header-anchor-post\"><strong>Quellenverzeichnis<\/strong><\/h2>\n<p><strong>1. Grundgesetz\u00e4nderung Schuldenbremse \/ Sonderverm\u00f6gen (M\u00e4rz 2025)<\/strong><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag &#8211; Bundestag bringt Grundgesetz\u00e4nderungen zur Schuldenbremse auf den Weg (13.03.2025, 1. Lesung; Verlinkung zur 2.\/3. Lesung am 18.03.2025, 512:206 Stimmen) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2025\/kw12-de-sondersitzung-1056916\">https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2025\/kw12-de-sondersitzung-1056916<\/a><\/p>\n<p>Bundesfinanzministerium &#8211; Weichenstellungen in der Finanzverfassung: Ein Finanzierungspaket f\u00fcr Sicherheit und Investitionen (BMF-Monatsbericht April 2025; detaillierte Aufgliederung 100\/100\/300 Mrd.) <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Monatsberichte\/Ausgabe\/2025\/04\/Kapitel\/kapitel-2a-finanzierungspaket.html\">https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Monatsberichte\/Ausgabe\/2025\/04\/Kapitel\/kapitel-2a-finanzierungspaket.html<\/a><\/p>\n<p>Bundesregierung &#8211; Investitionsoffensive f\u00fcr das ganze Land \/ Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr Infrastruktur und Klimaneutralit\u00e4t (Best\u00e4tigung 120 Mrd. Bundesinvestitionen 2026) <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/sondervermoegen-2356240\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/sondervermoegen-2356240<\/a><\/p>\n<p>CDU &#8211; Erste Einigung Union mit SPD: Was bedeutet das Milliardenpaket? (CDU-eigene Darstellung des Sondierungsergebnisses, mit Merz-Zitaten) <a href=\"https:\/\/www.cdu.de\/aktuelles\/aussen-und-sicherheitspolitik\/erste-einigung-union-mit-spd-was-bedeutet-das-milliardenpaket\/\">https:\/\/www.cdu.de\/aktuelles\/aussen-und-sicherheitspolitik\/erste-einigung-union-mit-spd-was-bedeutet-das-milliardenpaket\/<\/a><\/p>\n<p>FDP-Fraktion Baden-W\u00fcrttemberg &#8211; R\u00fclke: Friedrich Merz bricht auch sein zweites Wahlversprechen (\u201dgr\u00f6\u00dfte Schuldenorgie aller Zeiten\u201d) <a href=\"https:\/\/fdp-landtag-bw.de\/pressemitteilungen\/ruelke-friedrich-merz-bricht-auch-sein-zweites-wahlversprechen\/\">https:\/\/fdp-landtag-bw.de\/pressemitteilungen\/ruelke-friedrich-merz-bricht-auch-sein-zweites-wahlversprechen\/<\/a><\/p>\n<p><strong>2. Merz-Eingest\u00e4ndnis Glaubw\u00fcrdigkeitsverlust<\/strong><\/p>\n<p>ZDF Inside CDU &#8211; Der Weg des Friedrich Merz (ZDF-Dokumentation, mit O-Ton \u201eerheblicher Verlust auch an Glaubw\u00fcrdigkeit\u201d) <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/deutschland\/inside-cdu-merz-wahlergebnis-wahlversprechen-100.html\">https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/deutschland\/inside-cdu-merz-wahlergebnis-wahlversprechen-100.html<\/a><\/p>\n<p><strong>3. Kanzlerwahl im zweiten Wahlgang<\/strong><\/p>\n<p>Junge Freiheit &#8211; Ein Jahr Kanzler Merz: Eine Bilanz oder schon ein Nachruf? (Mai 2026) <a href=\"https:\/\/jungefreiheit.de\/debatte\/kommentar\/2026\/ein-jahr-kanzler-merz-eine-bilanz-oder-schon-ein-nachruf\/\">https:\/\/jungefreiheit.de\/debatte\/kommentar\/2026\/ein-jahr-kanzler-merz-eine-bilanz-oder-schon-ein-nachruf\/<\/a><\/p>\n<p>Euronews &#8211; Ein Jahr Merz: Es kann nur noch besser werden (06.05.2026) <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/05\/06\/merz-cdu-spd-koalition-burgergeld-migration\">https:\/\/de.euronews.com\/2026\/05\/06\/merz-cdu-spd-koalition-burgergeld-migration<\/a><\/p>\n<p><strong>4. Migration \/ Wahlversprechen vs. Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>NZZ &#8211; 100 Tage Merz: Diese Versprechen hat der Kanzler gebrochen &#8211; eine Bilanz in 10 Grafiken (mit konkreten Zahlen 474 Zur\u00fcckweisungen vs. 23.000 Asylantr\u00e4ge) <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/visuals\/100-tage-merz-diese-versprechen-hat-er-gebrochen-die-bilanz-ld.1895991\">https:\/\/www.nzz.ch\/visuals\/100-tage-merz-diese-versprechen-hat-er-gebrochen-die-bilanz-ld.1895991<\/a><\/p>\n<p>vorw\u00e4rts.de &#8211; Koalitionsvertrag: So viel ist von den Migrationspl\u00e4nen von Merz \u00fcbrig (Aprilanalyse des Koalitionsvertrags) <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/inland\/koalitionsvertrag-so-viel-ist-von-den-migrationsplaenen-von-merz-uebrig\">https:\/\/www.vorwaerts.de\/inland\/koalitionsvertrag-so-viel-ist-von-den-migrationsplaenen-von-merz-uebrig<\/a><\/p>\n<p>Kettner-Edelmetalle &#8211; Merz\u2019 Realit\u00e4tsflucht: Kanzler erkl\u00e4rt das Migrationsproblem f\u00fcr \u201eweitgehend gel\u00f6st\u201d (mit Zahlen 184.988 Geduldete, 110.000 Familiennachzug) <a href=\"https:\/\/www.kettner-edelmetalle.de\/news\/merz-realitatsflucht-kanzler-erklart-das-migrationsproblem-fur-weitgehend-gelost-die-zahlen-sprechen-eine-andere-sprache-28-04-2026\">https:\/\/www.kettner-edelmetalle.de\/news\/merz-realitatsflucht-kanzler-erklart-das-migrationsproblem-fur-weitgehend-gelost-die-zahlen-sprechen-eine-andere-sprache-28-04-2026<\/a><\/p>\n<p>Kettner-Edelmetalle &#8211; Merz verspricht R\u00fcckf\u00fchrung von 80 Prozent der Syrer (4 Syrer-Abschiebungen, Wadephul-Widerspruch) <a href=\"https:\/\/www.kettner-edelmetalle.de\/news\/merz-verspricht-ruckfuhrung-von-80-prozent-der-syrer-doch-wer-glaubt-ihm-noch-30-03-2026\">https:\/\/www.kettner-edelmetalle.de\/news\/merz-verspricht-ruckfuhrung-von-80-prozent-der-syrer-doch-wer-glaubt-ihm-noch-30-03-2026<\/a><\/p>\n<p>Tichys Einblick &#8211; Ein Jahr Merz: Arbeit und Familie tragen die Lasten (Sylvia-Pantel-MdB-Bilanz) <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/gastbeitrag\/ein-jahr-merz-bilanz\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/gastbeitrag\/ein-jahr-merz-bilanz\/<\/a><\/p>\n<p><strong>5. Sozialstaat \/ DGB-Rede 12.05.2026 \/ Familienmitversicherung \/ Rente<\/strong><\/p>\n<p>surplus magazin &#8211; Pfiffe und Buhrufe f\u00fcr Merz beim DGB-Bundeskongress (mit O-T\u00f6nen, Fahimi-Konter) <a href=\"https:\/\/www.surplusmagazin.de\/pfiffe-buhrufe-merz-rede-dgb-bundeskongress\/\">https:\/\/www.surplusmagazin.de\/pfiffe-buhrufe-merz-rede-dgb-bundeskongress\/<\/a><\/p>\n<p>Tichys Einblick &#8211; Friedrich Merz erntet Buhrufe und Gel\u00e4chter beim DGB-Kongress (mit O-T\u00f6nen Rente und Familienmitversicherung) <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/merz-dgb-kongress-buhrufe-gelaechter\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/merz-dgb-kongress-buhrufe-gelaechter<\/a><\/p>\n<p><strong>6. Krebsscreening \/ GKV-Reform<\/strong><\/p>\n<p>Deutsches \u00c4rzteblatt &#8211; Regierungspl\u00e4ne zum Hautkrebsscreening sorgen weiter f\u00fcr Debatte (04.05.2026) <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/news\/regierungsplane-zum-hautkrebsscreening-sorgen-weiter-fur-debatte-b414226f-3a5e-4526-9e95-9fd70af4d5cb\">https:\/\/www.aerzteblatt.de\/news\/regierungsplane-zum-hautkrebsscreening-sorgen-weiter-fur-debatte-b414226f-3a5e-4526-9e95-9fd70af4d5cb<\/a><\/p>\n<p><strong>7. Sozialabgabenquote \/ GKV-Zusatzbeitrag<\/strong><\/p>\n<p>Steuerzahler-Schleswig-Holstein &#8211; Statistik Steuern Deutschland (IW K\u00f6ln 41,5 Prozent BIP-Abgabenquote 2025) <a href=\"https:\/\/steuerzahler-schleswig-holstein.de\/statistik-steuern-deutschland-zahlen-fakten-2025-2026\/\">https:\/\/steuerzahler-schleswig-holstein.de\/statistik-steuern-deutschland-zahlen-fakten-2025-2026\/<\/a><\/p>\n<p>mehrwertsteuerrechner.de &#8211; Brutto Netto Rechner 2026 (GKV-Zusatzbeitrag 2,5 \u2192 2,9 Prozent, Beitragsbemessungsgrenzen 2026) <a href=\"https:\/\/www.mehrwertsteuerrechner.de\/brutto-netto-rechner\/\">https:\/\/www.mehrwertsteuerrechner.de\/brutto-netto-rechner\/<\/a><\/p>\n<p><strong>8. Wirtschaft \/ BIP \/ Ein-Jahres-Debatte Bundestag<\/strong><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag &#8211; Fraktionen ziehen Bilanz des ersten Regierungsjahres der schwarz-roten Koalition (06.05.2026; Joswig-Zitat \u201eEntt\u00e4uschung\u201d) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2026\/kw19-de-aktuelle-stunde-bundesregierung-1174104\">https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2026\/kw19-de-aktuelle-stunde-bundesregierung-1174104<\/a><\/p>\n<p>CDU &#8211; Wahlkampfauftakt: Politikwechsel f\u00fcr ein Land mit Zukunft (Merz-Rede Mannheim Januar 2025) <a href=\"https:\/\/www.cdu.de\/aktuelles\/funktionierender-staat\/wahlkampfauftakt-politikwechsel-fuer-ein-land-mit-zukunft\/\">https:\/\/www.cdu.de\/aktuelles\/funktionierender-staat\/wahlkampfauftakt-politikwechsel-fuer-ein-land-mit-zukunft\/<\/a><\/p>\n<p>linke.de &#8211; Merz &#8211; der unbeliebteste Kanzler der Welt (Sammelbeleg Wirtschaftszahlen Q2 2025, Morning Consult, Ipsos, Forsa) <a href=\"https:\/\/www.linke.de\/de\/meldungen\/merz-der-unbeliebteste-kanzler-aller-zeiten\">https:\/\/www.linke.de\/de\/meldungen\/merz-der-unbeliebteste-kanzler-aller-zeiten<\/a><\/p>\n<p>Tagesanzeiger &#8211; Friedrich Merz ist angez\u00e4hlt (umfassende Bilanz nach einem Jahr) <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/friedrich-merz-kanzler-stuerzt-in-umfragen-unter-scholz-niveau-263157278901\">https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/friedrich-merz-kanzler-stuerzt-in-umfragen-unter-scholz-niveau-263157278901<\/a><\/p>\n<p><strong>9. Au\u00dfenpolitik USA \/ Trump-Konflikt<\/strong><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag &#8211; Beziehungen zu USA vor Merz-Reise umstritten (04.06.2025; Frohnmaier-Zitat \u201eMerz habe Trump als Gefahr f\u00fcr die Demokratie bezeichnet\u201d) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2025\/kw23-de-aktuelle-stunde-usa-1083876\">https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2025\/kw23-de-aktuelle-stunde-usa-1083876<\/a><\/p>\n<p>Apollo News &#8211; Trump attackiert Merz: \u201eKein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht!\u201d (Truth-Social-Reaktion auf Marsberg-Rede) <a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/trump-attackiert-merz-kein-wunder-dass-es-deutschland-so-schlecht-geht\/\">https:\/\/apollo-news.net\/trump-attackiert-merz-kein-wunder-dass-es-deutschland-so-schlecht-geht\/<\/a><\/p>\n<p>ZDFheute &#8211; Merz: USA wenden sich ab \u201evon einer regelbasierten Ordnung\u201d (Heddesheim-Rede 13.01.2026) <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/deutschland\/bundeskanzler-friedrich-merz-cdu-usa-politik-trump-100.html\">https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/deutschland\/bundeskanzler-friedrich-merz-cdu-usa-politik-trump-100.html<\/a><\/p>\n<p>Deutscher Bundeswehrverband &#8211; Merz vs. Trump: Warum der Kanzler seinen Ton ver\u00e4ndert (Iran-Kontext, Trump-Konter, Soldatenabzug) <a href=\"https:\/\/www.dbwv.de\/aktuelle-themen\/newsbeitrag\/merz-vs-trump-warum-der-kanzler-seinen-ton-veraendert\">https:\/\/www.dbwv.de\/aktuelle-themen\/newsbeitrag\/merz-vs-trump-warum-der-kanzler-seinen-ton-veraendert<\/a><\/p>\n<p><strong>10. \u201eDrecksarbeit\u201d-Zitat (17.06.2025 G7-Gipfel)<\/strong><\/p>\n<p>ZDFheute &#8211; Merz: Israel macht in Iran \u201eDrecksarbeit f\u00fcr uns alle\u201d (Prim\u00e4rquelle des ZDF-Interviews) <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/g7-gipfel-merz-100.html\">https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/g7-gipfel-merz-100.html<\/a><\/p>\n<p><strong>11. \u201eWiderw\u00e4rtiger Charakter\u201d \/ Iran (05.02.2026)<\/strong><\/p>\n<p>Tagesspiegel &#8211; \u201eWiderw\u00e4rtiger Charakter\u201d: Irans Au\u00dfenminister attackiert Kanzler Merz <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/widerwartiger-charakter-irans-aussenminister-attackiert-kanzler-merz-und-hofft-auf-regierungswechsel-15221129.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/widerwartiger-charakter-irans-aussenminister-attackiert-kanzler-merz-und-hofft-auf-regierungswechsel-15221129.html<\/a><\/p>\n<p>Euronews &#8211; \u201eWiderw\u00e4rtiger Charakter\u201d: Irans Au\u00dfenminister schie\u00dft gegen Merz <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/02\/05\/widerwartiger-charakter-irans-aussenminister-schiesst-gegen-merz\">https:\/\/de.euronews.com\/2026\/02\/05\/widerwartiger-charakter-irans-aussenminister-schiesst-gegen-merz<\/a><\/p>\n<p>J\u00fcdische Allgemeine &#8211; \u00abWiderw\u00e4rtiger Charakter\u00bb: Irans Au\u00dfenminister attackiert Merz <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/widerwaertiger-charakter-irans-aussenminister-attackiert-merz\/\">https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/widerwaertiger-charakter-irans-aussenminister-attackiert-merz\/<\/a><\/p>\n<p>t-online &#8211; Merz droht Iran &#8211; Au\u00dfenminister kontert: \u201eWiderw\u00e4rtiger Charakter\u201d <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_101115758\/merz-droht-iran-aussenminister-kontert-widerwaertiger-charakter-.html\">https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_101115758\/merz-droht-iran-aussenminister-kontert-widerwaertiger-charakter-.html<\/a><\/p>\n<p><strong>12. China-Reise Wadephul (Oktober\/Dezember 2025)<\/strong><\/p>\n<p>t-online &#8211; Absage von Wadephuls China-Reise: Der Streit spitzt sich weiter zu (28.10.2025, \u201ediplomatischer Supergau\u201d) <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/aussenpolitik\/id_100973014\/absage-von-wadephuls-china-reise-es-herrscht-alarmstufe-rot.html\">https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/aussenpolitik\/id_100973014\/absage-von-wadephuls-china-reise-es-herrscht-alarmstufe-rot.html<\/a><\/p>\n<p>taz &#8211; Au\u00dfenpolitisches Desaster: Wadephuls China-Reise kurzfristig abgesagt <a href=\"https:\/\/taz.de\/Aussenpolitisches-Desaster\/!6124051\/\">https:\/\/taz.de\/Aussenpolitisches-Desaster\/!6124051\/<\/a><\/p>\n<p>ZDFheute &#8211; Wadephul reist doch nicht nach China &#8211; Besuch verschoben (\u201ediplomatischer Eklat\u201d) <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/wadephul-china-reise-absage-100.html\">https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/wadephul-china-reise-absage-100.html<\/a><\/p>\n<p>Mining.com \/ Reuters &#8211; Germany\u2019s top diplomat sees progress in China rare earth talks (Dezember 2025 Nachholbesuch, Beziehungen seit Mai 2025 angespannt) <a href=\"https:\/\/www.mining.com\/web\/germanys-top-diplomat-sees-progress-in-china-rare-earth-talks\/\">https:\/\/www.mining.com\/web\/germanys-top-diplomat-sees-progress-in-china-rare-earth-talks\/<\/a><\/p>\n<p>Global Times &#8211; German FM kicks off China visit amid recent China-EU engagement (chinesische Staatsmediensicht; PK unter 20 Minuten, keine Fragen chinesischer Medien) <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202512\/1350072.shtml\">https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202512\/1350072.shtml<\/a><\/p>\n<p><strong>13. BlackRock \/ Merz-Funktion<\/strong><\/p>\n<p>Lobbypedia &#8211; Friedrich Merz (Aufsichtsratsvorsitz BlackRock Asset Management Deutschland 2016\u20132020; Konzernsprecher-Zitat zur \u201eweiter gefassten Beraterrolle\u201d) <a href=\"https:\/\/lobbypedia.de\/wiki\/Friedrich_Merz\">https:\/\/lobbypedia.de\/wiki\/Friedrich_Merz<\/a><\/p>\n<p>politik &amp; kommunikation &#8211; Merz wird Aufsichtsrat von Blackrock verlassen (Mandatsende Ende M\u00e4rz 2020) <a href=\"https:\/\/www.politik-kommunikation.de\/personalwechsel\/merz-wird-aufsichtsrat-von-blackrock-verlassen\/\">https:\/\/www.politik-kommunikation.de\/personalwechsel\/merz-wird-aufsichtsrat-von-blackrock-verlassen\/<\/a><\/p>\n<p><strong>14. BlackRock-Ukraine-Engagement<\/strong><\/p>\n<p>taz &#8211; Wiederaufbau in der Ukraine: Der gro\u00dfe bekannte Unbekannte (Dezember 2025; Schlagzeile \u201eMerz wirft ein Auge auf die Ukraine &#8211; ganz wie der alte Arbeitgeber Blackrock\u201d; Swyrydenko-Treffen mit Witkoff\/Kushner\/Fink) <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wiederaufbau-in-der-Ukraine\/!6138839\/\">https:\/\/taz.de\/Wiederaufbau-in-der-Ukraine\/!6138839\/<\/a><\/p>\n<p>UBN &#8211; BlackRock hat die Entwicklung des Ukraine-Wiederaufbaufonds nach Trumps Wahl eingestellt (Januar-2025-Pause) <a href=\"https:\/\/ubn.news\/de\/blackrock-hat-die-entwicklung-des-ukraine-wiederaufbaufonds-nach-trumps-wahl-eingestellt\/\">https:\/\/ubn.news\/de\/blackrock-hat-die-entwicklung-des-ukraine-wiederaufbaufonds-nach-trumps-wahl-eingestellt\/<\/a><\/p>\n<p>Deutsche Wirtschafts Nachrichten &#8211; Rheinmetall, BlackRock und Co.: Das Ukraine-Gesch\u00e4ft mit Krieg und Wiederaufbau (BlackRock-Rheinmetall-Anteil 5,30 Prozent) <a href=\"https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/711253\/rheinmetall-blackrock-und-co-das-ukraine-geschaeft-mit-krieg-und-wiederaufbau\">https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/711253\/rheinmetall-blackrock-und-co-das-ukraine-geschaeft-mit-krieg-und-wiederaufbau<\/a><\/p>\n<p><strong>15. Deutschland-Ukraine-Hilfen \/ Etat 2026<\/strong><\/p>\n<p>Bundesregierung &#8211; So unterst\u00fctzt Deutschland die Ukraine (41 Mrd. zivil, 55,5 Mrd. milit\u00e4risch; Stand April 2026) <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/deutschland-hilft-der-ukraine-2160274\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/deutschland-hilft-der-ukraine-2160274<\/a><\/p>\n<p>BMVg &#8211; 365 Tage: Wichtige Weichenstellung und Aufwuchs f\u00fcr kriegst\u00fcchtige Streitkr\u00e4fte (Etat 2026: 11,5 Mrd. Ukraine-Hilfe) <a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/de\/presse\/weichenstellung-aufwuchs-6097806\">https:\/\/www.bmvg.de\/de\/presse\/weichenstellung-aufwuchs-6097806<\/a><\/p>\n<p>Deutscher Bundestag &#8211; Antrag fordert Untersuchung zu Ukraine-Hilfen (79 Mrd. bilateral, zweitgr\u00f6\u00dfter Geber weltweit) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2026\/kw05-de-ukraine-1136952\">https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2026\/kw05-de-ukraine-1136952<\/a><\/p>\n<p>Handelsblatt &#8211; Haushalt: Bundesregierung plant Erh\u00f6hung der Ukraine-Hilfe (Aufstockung von 8,5 auf 11,55 Mrd.) <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/haushalt-bundesregierung-plant-erhoehung-der-ukraine-hilfe\/100171019.html\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/haushalt-bundesregierung-plant-erhoehung-der-ukraine-hilfe\/100171019.html<\/a><\/p>\n<p><strong>16. Demoskopie<\/strong><\/p>\n<p>20 Minuten &#8211; Friedrich Merz: Nur 13 Prozent Zustimmung in Forsa-Umfrage (12.05.2026; Matuschek-Zitat \u201ehistorisch einmalig\u201d) <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/deutschland-sowas-noch-nie-gesehen-umfrage-ohrfeige-fuer-friedrich-merz-103561649\">https:\/\/www.20min.ch\/story\/deutschland-sowas-noch-nie-gesehen-umfrage-ohrfeige-fuer-friedrich-merz-103561649<\/a><\/p>\n<p>Statista &#8211; Bewertung der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz 2026 (Forschungsgruppe Wahlen, Verlaufsbeleg) <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1614084\/umfrage\/bewertung-der-arbeit-von-bundeskanzler-friedrich-merz\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1614084\/umfrage\/bewertung-der-arbeit-von-bundeskanzler-friedrich-merz\/<\/a><\/p>\n<p>The European &#8211; INSA-Umfrage zu Kanzler Merz und Neuwahlen (Binkert-Kommentar zur Selbstklage-Frage) <a href=\"https:\/\/www.theeuropean.de\/wissenschaft\/insa-umfrage-zu-kanzler-merz-und-neuwahlen\">https:\/\/www.theeuropean.de\/wissenschaft\/insa-umfrage-zu-kanzler-merz-und-neuwahlen<\/a><\/p>\n<p>news.de &#8211; Friedrich Merz in der Umfrage-Krise: Fast die H\u00e4lfte der W\u00e4hler w\u00fcnscht sich ein Koalitions-Aus (INSA 13.05.2026) <a href=\"https:\/\/www.news.de\/politik\/859609674\/koalitions-aus-von-bundesregierung-friedrich-merz-gewuenscht-insa-umfrage-offenbart-absturz-cdu-spd-im-osten-und-bei-waehlern\/1\/\">https:\/\/www.news.de\/politik\/859609674\/koalitions-aus-von-bundesregierung-friedrich-merz-gewuenscht-insa-umfrage-offenbart-absturz-cdu-spd-im-osten-und-bei-waehlern\/1\/<\/a><\/p>\n<p>Euronews &#8211; D\u00fcstere Umfragewerte: Deutlicher R\u00fcckschlag f\u00fcr Merz und die CDU <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/05\/13\/umfragewerte-ruckschlag-merz-cdu\">https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/05\/13\/umfragewerte-ruckschlag-merz-cdu<\/a><\/p>\n<p>20 Minuten &#8211; Merz auf Tiefstwert: 87 % der Deutschen unzufrieden mit der Bundesregierung (Infratest dimap; Spiegel-Klingbeil-Anschrei-Bericht) <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/umfrage-ohrfeige-das-macht-kanzler-merz-falsch-103561716\">https:\/\/www.20min.ch\/story\/umfrage-ohrfeige-das-macht-kanzler-merz-falsch-103561716<\/a><\/p>\n<p><strong>Mit freundlicher Genehmigung des Autors Michael Hollister. <\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Michael Hollister<\/strong> war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen milit\u00e4rischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er prim\u00e4rquellenbasiert europ\u00e4ische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere S\u00fcdostasien, wo er strategische Abh\u00e4ngigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik &#8211; jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf <a href=\"http:\/\/www.michael-hollister.com\/\">www.michael-hollister.com<\/a> , bei <a href=\"https:\/\/michaelhollister.substack.com\/\">Substack<\/a> sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.<\/em><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung: <a href=\"https:\/\/buymeacoffee.com\/michaelhollister\">https:\/\/buymeacoffee.com\/michaelhollister<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11677 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11677')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11677').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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