{"id":11738,"date":"2026-06-13T12:09:28","date_gmt":"2026-06-13T11:09:28","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=11738"},"modified":"2026-06-13T12:09:28","modified_gmt":"2026-06-13T11:09:28","slug":"komplexe-iranische-geschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/komplexe-iranische-geschichten\/","title":{"rendered":"Komplexe iranische Geschichten"},"content":{"rendered":"<p>Die angeblich verr\u00fcckten Mullahs in Teheran: Darauf hat man in der Vergangenheit die iranische F\u00fchrung reduziert. Aber weder sind \u201edie Mullahs\u201c verrr\u00fcckt, noch stehen sie exklusiv f\u00fcr die iranische Politik der vergangenen Jahrzehnte.<\/p>\n<p><em><strong>Wir treffen also ein weiteres Mal auf ein Narrativ, eine Erz\u00e4hlung. Solche einfach gestrickten Erz\u00e4hlungen verfolgen stets konkrete Ziele, sind Teil psychologischer Operationen. Aber die heutige Radikalit\u00e4t des iranischen Widerstands auf die israelische, US-unterst\u00fctzte Aggression hat tiefere Wurzeln. Eine davon liegt sicher in der psychopathischen Note seiner Feinde. Feinde, denen jedes Mittel recht wie legitim ist, um dem Gegner kalkuliert zu schaden. Doch d\u00fcrfen wir gleicherma\u00dfen anerkennen, dass gerade die iranische Au\u00dfenpolitik der vergangenen Jahrzehnte eine Reihe von Fragen aufwirft. Und es geht um noch viel mehr: um die Kontrolle von M\u00e4rkten und Ressourcen.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Beitrag von <a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/\">Peter Frey<\/a><\/p>\n<p>Dieser Text versucht viel, vielleicht zu viel abzudecken. Andererseits m\u00f6chte gerade dies die Komplexit\u00e4t der Strukturen und Prozesse aufzeigen, welche in den seit Jahrzehnten verwalteten Iran-Konflikt hineinspielen. Wer verwaltet was, wer bespielt wen? Und je st\u00e4rker man sich auf diese Komplexit\u00e4t einl\u00e4sst, desto klarer wird einem, dass das Narrativ eines prim\u00e4ren Problems von systematischen Menschenrechtsverletzungen im Iran und einer iranischen Bedrohung des Staates Israel an den Haaren herbeigezogen ist. Es ist billiges Futter f\u00fcr den Konsumenten, der es sich in der von den Medien bereitgestellten Welt von gut und b\u00f6se bequem gemacht hat.<\/p>\n<h3>Morde mit Kalk\u00fcl<\/h3>\n<p>Es ist keineswegs ein neuartiges Ph\u00e4nomen, wenn in Reihe und auf heimt\u00fcckische Art und Weise iranische Wissenschaftler und Politiker umgebracht werden. Das geht schon seit Jahrzehnten so. Dass es gleichartigen Funktionstr\u00e4gern in Israel nicht genauso ergeht, hat offensichtlich etwas mit der unterschiedlichen Mentalit\u00e4t auf den jeweiligen Seiten zu tun. Nicht \u201edie verr\u00fcckten Mullahs\u201c f\u00fchren seit Langem und ganz offen Todeslisten, es sind Dienste des angeblichen Bollwerks der Demokratie im Nahen Osten, israelische Dienste also (1).<\/p>\n<p>Und so wird in Medien gefragt, wer da Jagd auf iranische Unterh\u00e4ndler macht. Eine Frage, die eine schnelle Antwort herausfordert, angesichts der unheilvollen Rolle, welche der israelische Geheimdienst Mossad seit Jahrzehnten auch im Iran ausf\u00fcllt. Die Anschlagserie gegen iranische Atomwissenschaftler spricht B\u00e4nde (2). Aber l\u00e4sst sich damit alles erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p>Es ist auff\u00e4llig, dass selbst in Friedenszeiten iranische Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik und Wissenschaft <strong>im<\/strong> Iran ermordet wurden, nicht au\u00dferhalb des Landes. Das deutet auf eine Systematik bei der Begehung der Verbrechen hin. Aber mehr noch sind das Hinweise, dass im Land ein weitl\u00e4ufig ausgebautes Netzwerk ausl\u00e4ndischer Agenten existiert, wie auch inl\u00e4ndischer Agenten, die f\u00fcr externe Machtgruppen aktiv sind. Und \u00fcber diese Netzwerke werden nicht etwa \u201eHardliner\u201c ermordet, sondern \u201eModerate\u201c und v\u00f6llig Unbeteiligte. Die doch eigentlich zumindest indirekt stille Verb\u00fcndete des Westens sein m\u00fcssten. \u201eDie Moderaten\u201c werden umgebracht, was \u201edie Hardliner\u201c in ihren Konzepten nur best\u00e4rkt. Ist das ein nicht beachteter Nebeneffekt oder ist das gewollt?<\/p>\n<p>Am 1. April des Jahres wurde der 81-j\u00e4hrige iranische Diplomat Kamal Charazzi bei einem Raketenangriff auf sein Haus so schwer verletzt, dass er Tage sp\u00e4ter daran verstarb. Von 1997 bis 2005 war Charazzi iranischer Au\u00dfenminister und bis zu dessen Tod Berater des obersten politischen F\u00fchrers Ajatollah Ali Chamenei (3).<\/p>\n<p>Charazzi war offensichtlich ein Vermittler zur Herbeif\u00fchrung eines Waffenstillstandes im aktuellen Krieg gegen sein Land. Es liegt auf der Hand, dass der Angriff auf ihn eine Torpedierung eben dieser Verhandlungen zum Ziel hatte. Was den Autor stutzig machte: Chamal Charazzi hatte offenbar enge Verbindungen zur Londoner Denkfabrik Chatham House (4, b1).<\/p>\n<figure id=\"attachment_43324\" class=\"wp-caption aligncenter\" aria-describedby=\"caption-attachment-43324\"><a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2017_ChathamHouse_KamalCharazzi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-43324 size-full\" src=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2017_ChathamHouse_KamalCharazzi.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 1104px) 100vw, 1104px\" srcset=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2017_ChathamHouse_KamalCharazzi.jpg 1104w, https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2017_ChathamHouse_KamalCharazzi-640x361.jpg 640w, https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2017_ChathamHouse_KamalCharazzi-800x451.jpg 800w, https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2017_ChathamHouse_KamalCharazzi-768x433.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"1104\" height=\"622\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-43324\" class=\"wp-caption-text\">Kamal Charazzi w\u00e4hrend eines Symposiums im Chatham House, 2017 (Quelle: Chatham House)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wer Verbindungen zu Chatham House pflegt, pflegt nicht nur diese, sondern ist eng in die informellen Londoner Netzwerke eingebunden. Was den Autor umtreibt, ist die Frage, was wirklich den Berater eines obersten religi\u00f6sen F\u00fchrers des Iran nach Gro\u00dfbritannien zog (5). Dort, wo sich die vom Westen gepamperte politische Opposition des Iran gut eingerichtet hat (6 bis 8).<\/p>\n<p>Das ist aber nicht alles. Im Westen wusste man um die Rolle und das Wesen von Charazzi. Schlicht deshalb, weil man \u00fcber viele Jahre hinweg intensive Kontakte mit ihm pflegte. Er war ein Vermittler, ein \u201eGem\u00e4\u00dfigter\u201c. Wenn wir das eingangs erw\u00e4hnte Narrativ vom \u201eMullah-Regime\u201c betrachten, sollten wir bereits hier stutzig werden. \u201eDie Mullahs\u201c w\u00e4ren also durchgedreht, strebten nach der Atombombe und wollten Israel vernichten. Aber ihre Au\u00dfenpolitiker zeigen nicht nur gute Sitten, sind umg\u00e4nglich und redegewandt. Sie sind auch \u201emoderat\u201c, streben keine Maximalforderungen an und versuchen die Position der Gegenseite zu verstehen.<\/p>\n<p>Die Einen morden aus \u00dcberzeugung, die anderen mit Kalk\u00fcl. \u201eDie \u00dcberzeugten\u201c sind in diesem Sinne wahnhaft, und die Anderen? Nun, das sind die Psychopathen. Jetzt d\u00fcrfen wir uns noch der Frage zuwenden, wer im Endeffekt wen benutzt. Und nat\u00fcrlich, wer \u201edie Anderen\u201c eigentlich sind.<\/p>\n<h3>Iranische Politiker und westliche Denkfabriken<\/h3>\n<p>Noch jemand war bei Chatham House eingeladen: Abbas Araghtschi, seit 2024 iranischer Au\u00dfenminister (9). Auch Araghtschi war Berater des Ajatollah und auch Araghtschi ist augenscheinlich in den Londoner Netzwerken integriert. Er promovierte in den 1990er-Jahren in Gro\u00dfbritannien (10).<\/p>\n<figure id=\"attachment_43328\" class=\"wp-caption aligncenter\" aria-describedby=\"caption-attachment-43328\"><a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2018-02-22_ChathamHouse_Araghtschi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-43328 size-full\" src=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2018-02-22_ChathamHouse_Araghtschi.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px\" srcset=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2018-02-22_ChathamHouse_Araghtschi.jpg 1300w, https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2018-02-22_ChathamHouse_Araghtschi-640x360.jpg 640w, https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2018-02-22_ChathamHouse_Araghtschi-800x450.jpg 800w, https:\/\/peds-ansichten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2018-02-22_ChathamHouse_Araghtschi-768x432.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"1300\" height=\"731\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-43328\" class=\"wp-caption-text\">Abbas Araghtschi w\u00e4hrend eines Symposiums im Chatham House, 2018 (Quelle: Chatham House)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das muss nicht bedeuten, dass Politiker wie Charazzi oder Araghtschi ausgemachte Agenten f\u00fcr (vereinfacht) britische Gro\u00dfmachtpolitik gewesen w\u00e4ren. Dass sie gar zeitlebens oder auch nur vor\u00fcbergehend ihr Land verraten h\u00e4tten. Es bedeutet lediglich, aber eben auch nicht weniger, dass diese Menschen in die politischen, informellen Netzwerke des Westens fest integriert waren beziehungsweise sind.<\/p>\n<p>Araghtschi spielte eine gro\u00dfe wie transparente Rolle im Verhandlungsprozess, der zum Atomabkommen mit dem Iran, dem Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) f\u00fchrte (11). Ausf\u00fchrlich trug er bei Chatham House die iranische Position vor. Eine Position, die sich streng an das V\u00f6lkerrecht und die Verbindlichkeit von Vereinbarungen h\u00e4lt (12). Noch Anfang Februar des Jahres betonte Araghtschi \u2014 nicht in Kenntnis dar\u00fcber, dass eine weitere Aggression gegen den Iran bereits beschlossen worden war (a1): \u201eWir sind bereit, eine vielversprechende Vereinbarung \u00fcber die Anreicherung zu erzielen\u201c (13).<\/p>\n<p>Ein weiterer iranischer Politiker als mehrfacher Gast bei Chatham House ist der Harvard-Absolvent Seyed M. Kazem Sajjadpour, der \u00fcber Jahre hinweg in hohen Funktionen im iranischen Au\u00dfenministerium arbeitete (14, 15).<\/p>\n<p>Wenn ein Politiker bei Chatham House eingeladen wird, dann keinesfalls nur deshalb, weil man neugierig ist zu h\u00f6ren, was der Mann zu sagen hat. Schlie\u00dflich ist das in der Regel bereits zuvor bekannt. Hier geht es vielmehr um Einbindung. Das ist typisch f\u00fcr solche Organisationen und gilt genau so f\u00fcr die Bilderberg-Konferenz, die Atlantik-Br\u00fccke und andere.<\/p>\n<p>Chatham House ist eine m\u00e4chtige Denkfabrik. Sie gilt als britisches Pendant zum US-amerikanischen Council on Foreign Relations. In Einrichtungen wie diesen werden weitreichende, ideologisch eingef\u00e4rbte, strategische Konzepte entwickelt. Entwickelt nicht vorrangig von demokratisch gew\u00e4hlten Politikern sondern einflussreichen Akteuren aus dem Wirtschafts-, Wissenschafts-, Finanz- und Milit\u00e4rsektor.<\/p>\n<p><em>\u201eDie [bei Chatham House] erstellten Expertisen und L\u00f6sungsempfehlungen k\u00f6nnen durch die international t\u00e4tigen Mitglieder weltweit gezielt verbreitet werden. Einzelne Schl\u00fcsselprojekte werden von der Rockefeller-Stiftung, der\u00a0Bill &amp; Melinda Gates Foundation, der\u00a0Konrad-Adenauer-Stiftung, der NATO oder der EU finanziert und gesponsert.\u201c<\/em> (16)<\/p>\n<p>Chatham House ist transatlantisch (im Sinne der US-amerikanischen Neokonservativen), zionistisch (im Sinne des Projekts Israel) und globalistisch (im Sinne des WEF) aufgestellt. Und entsprechend vertrat und vertritt es stets Konzerninteressen, Interessen global agierender K\u00f6rperschaften:<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eZu den\u00a0Major Corporate Members\u00a0z\u00e4hlen sich u.\u00a0a. die drei weltgr\u00f6\u00dften Rohstoffabbaukonzerne\u00a0Rio Tinto Group,\u00a0BHP Billiton\u00a0und\u00a0Anglo American, die staatlichen Erd\u00f6lunternehmen aus Kuwait und Saudi-Arabien, die US-Botschaft, die Investmentbanken Goldman Sachs, HSBC und Morgan Stanley, die Gro\u00dfbanken Deutsche Bank, Barclays und die Royal Bank of Scotland, AIG (einer der weltgr\u00f6\u00dften Versicherungskonzerne), die R\u00fcstungskonzerne BAE Systems und Lockheed Martin, die weltgr\u00f6\u00dften Anwaltskanzleien Freshfields Bruckhaus Deringer\u00a0und\u00a0Linklaters, die weltgr\u00f6\u00dften Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaften\u00a0KPMG\u00a0und\u00a0PricewaterhouseCoopers, der weltgr\u00f6\u00dfte Managementberatungsdienstleister\u00a0Accenture, die weltgr\u00f6\u00dfte Nachrichtenagentur\u00a0Thomson Reuters, die Medienkonzerne\u00a0BBC\u00a0und\u00a0Bloomberg, der weltgr\u00f6\u00dfte Tabakkonzern\u00a0British American Tobacco, die\u00a0City of London,\u00a0Glaxo Smith Kline\u00a0sowie\u00a0Vodafone.\u201c<\/em> (16i)<\/p>\n<p>Zu diesen Mitgliedern gesellen sich Konzerne wie BASF, Boeing, EADS (Airbus), De Beers (Diamantenproduzent und -h\u00e4ndler), Google, Amazon und Pfizer. Dazu kommen Finanzkonzerne wie BlackRock, Citigroup, UBS-Bank, die Warburg-Bank und die Weltbank. Die Liste ist nicht vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Aber einige Organisationen seien doch noch herausgestellt: die Europ\u00e4ische Kommission (siehe auch PLandemie), der <a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/2021\/11\/stiftungen-wellcome-trust-public-private-partnership-bmgf-corona\/\">Wellcome Trust<\/a> (siehe auch PLandemie), die Gates Foundation (siehe auch PLandemie und <a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/2023\/04\/techcamps-eine-konstante-bei-farbrevolutionen\/\">Farbrevolutionen<\/a>) und die <a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/2024\/04\/us-ukrainische-geschichten-2\/\">Open Society Foundations<\/a> (siehe Farbrevolutionen) (17). In diesem Gespinst privater Interessen glaubten iranische Spitzenpolitiker nationale Interessen ihres Landes vertreten und gar durchsetzen zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<h3>Beziehungsgeflechte<\/h3>\n<p>Im \u00f6ffentlichen Informationsraum wird ein erbitterter Konflikt zwischen dem Iran und der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft dargestellt. Diese Erz\u00e4hlung ist widerspr\u00fcchlich, und das allein schon durch die informellen Netzwerke im Westen, in die iranische Politiker eng eingebunden sind. Dazu geh\u00f6rt der weiter oben erw\u00e4hnte Abbas Araghtschi, jetziger iranischer Au\u00dfenminister und einer der Chefunterh\u00e4ndler bei der Ausarbeitung des Atomabkommens (JCPOA) mit dem Iran.<\/p>\n<p>Ein Neffe von Abbas Araghtschi hei\u00dft Ahmad Araghtschi. Dieser war bis zum Jahre 2018 als stellvertretender Gouverneur der Zentralbank f\u00fcr den Devisenhandel zust\u00e4ndig (18), bis er, laut westlichen Medien, zusammen mit mehreren anderen Personen, darunter einem Regierungsbeamten und vier W\u00e4hrungsspekulanten, festgenommen wurde (19). Sanktionen auf dem Finanzmarkt waren \u00fcber Jahrzehnte hinweg die Hauptwaffe, um den Iran in seiner Politik gef\u00fcgig zu machen. Doch f\u00fchren Sanktionen (nicht nur) dieser Art stets zu einem Effekt, einem gewollten Effekt? Dieser Effekt lautet schlicht und einfach: versuchte Umgehung der Sanktionen. Das kann aber kaum der Grund f\u00fcr die Festnahme von Ahmad gewesen sein.<\/p>\n<p>Der Handel mit der sanktionierten W\u00e4hrung wird n\u00e4mlich in einen Schattenmarkt verschoben, in dem der Spekulation T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet wird. Ahmad Araghtschi sa\u00df in Schl\u00fcsselpositionen, um an \u201eharte W\u00e4hrung\u201c zu gelangen. Neben seiner hochrangigen Funktion bei der iranischen Zentralbank war er zudem Vorsitzender der Handels- und Entwicklungsbank der ECO, der ECO Trade and Development Bank (ETDB) (20). Die ECO ist die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit (Economic Cooperation Organization) und wurde bereits im Jahre 1985 in Teheran gegr\u00fcndet. Sie ist als Unterorganisation der Vereinten Nationen registriert. Ihr geh\u00f6ren die mittelasiatischen Staaten Iran, Pakistan, die T\u00fcrkei, Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan an. Die ETDB finanziert diverse Projekte in den Mitgliedsl\u00e4ndern. Das half auch dem Iran, westliche Sanktionen \u201eganz legal\u201c zu umgehen, in dem er die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten forcierte.<\/p>\n<p>Ahmad Araghtschi f\u00fcllte also eine Doppelrolle aus, die wir weiter unten noch besprechen. Er stand zudem der in Teheran ans\u00e4ssigen Tadbir IT Group Ltd. (Tadbir Pardaz IT Group) vor (21), einem Unternehmen, dass sich mit der Entwicklung von Software-L\u00f6sungen f\u00fcr Finanzsysteme befasst (22). Doch nach seiner Festnahme fiel Ahmad sozusagen nach oben. Denn bereits im Folgejahr weilte er in den USA, als offizieller Beamter der iranischen Botschaft (23). Da hatte wohl sein Onkel die sch\u00fctzende Hand \u00fcber ihn gehalten, denn zu jener Zeit war der jetzige iranische Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi bereits Staatssekret\u00e4r im iranischen Au\u00dfenministerium (24).<\/p>\n<p>Moderiert jemand von au\u00dfen die gesellschaftliche Spaltung im Iran zwischen \u201eReformern\u201c und \u201eHardlinern\u201c? Und wie gestaltet sich das im Iran selbst? Vor und w\u00e4hrend der Implementierung des JCPOA k\u00f6nnten einige Dinge geschehen sein, die sich der gemeine Konsument nicht vorzustellen vermag.<\/p>\n<h3>Das JCPOA<\/h3>\n<p>Das JCPOA k\u00f6nnte n\u00e4mlich, so der Verdacht des Autors, missbraucht worden sein, um die Installation einer m\u00e4chtigen F\u00fcnften Kolonne im Iran voranzutreiben, sozusagen ein Trojanisches Pferd einzuschleusen. Folgende Meldung aus dem Vorjahr brachte mich ein weiteres Mal auf diesen Gedanken:<\/p>\n<p><em>\u201eAu\u00dferdem hat die Justiz der Islamischen Republik Iran Roozbeh Wadi hingerichtet. Er ist ein iranischer Nuklearwissenschaftler, der mit Israel zusammengearbeitet und Informationen \u00fcber seine Kollegen weitergegeben haben soll, die dann durch israelische Angriffe ermordet wurden. Berichten zufolge hat Roozbeh Wadi in der Vergangenheit in einer der wichtigsten Nuklearanlagen des Iran gearbeitet hat.\u201c<\/em> (1i)<\/p>\n<p>Dem Iran werden seit jeher Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Ironischerweise werden Israel keine Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, wenn es mit seinen Agenten im Iran auf Menschenjagd geht. Man muss das nicht begr\u00fc\u00dfen, aber nachvollziehbar ist es allemal, dass die iranischen Sicherheits- und Justizbeh\u00f6rden radikal mit Agenten und Terroristen umgehen (25).<\/p>\n<p>Das JCPOA r\u00e4umte der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde weitreichende Befugnisse zur Kontrolle der Einhaltung iranischer Verpflichtungen bei der Anreicherung und Anwendung spaltbaren Materials ein. Es bedarf keiner gro\u00dfen Fantasie, um sich auszumalen, wie diese Privilegien f\u00fcr fremde M\u00e4chte ausgenutzt werden k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt auch das Korrumpieren oder auch geschickte Ausforschen iranischer Wissenschaftler, die in der iranischen Atomforschung t\u00e4tig sind.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Aspekt f\u00fcr den Leser eing\u00e4ngig sein d\u00fcrfte, gilt das f\u00fcr einen weiteren wohl nicht. Wie dem auch sei, d\u00fcrfte das gerade skizzierte Trojanische Pferd (JCPOA) aber eine operative Doppelfunktion ausge\u00fcbt haben. Um das zu verstehen, m\u00fcssen wir uns aber nochmals der Personalie des Neffen des aktuellen iranischen Au\u00dfenministers zuwenden, was gleich erfolgt.<\/p>\n<p>Das JCPOA wird allgemein als Errungenschaft der Diplomatie, als Paradebeispiel f\u00fcr das erfolgreiche Suchen nach einer friedlichen Konfliktl\u00f6sung bewertet. Aber genau das ist in Frage zu stellen. Denn worum es immer im Iran ging, war die \u00d6ffnung seines Marktes f\u00fcr westliche Investoren. Das klingt im ersten Augenschein recht harmlos, gar positiv. Doch steckt dahinter etwas anderes: die Inbesitznahme von Ressourcen des Iran und lukrative, politisch abgesicherte Kapitalanlagen f\u00fcr westliche Finanzkonzerne. Und daf\u00fcr gibt es starke Indizien.<\/p>\n<h3>Ist Ahmad Araghtschi ein Agent?<\/h3>\n<p>Der schon erw\u00e4hnte Ahmad Araghtschi k\u00f6nnte dabei eine gewichtige Rolle gespielt haben. Der Autor ist sogar der Annahme, dass Ahmad Araghtschi ein Agent ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte ist. Und das wei\u00df sein Onkel, der nun als Au\u00dfenminister des Iran fungiert, er muss es wissen. Weil das, was der Neffe in der Vergangenheit betrieb, als Information allgemein zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Am 20. April 2015 wurde ein ausf\u00fchrlicher Beitrag von Ahmad Araghtschi auf der Webseite der hierzulande kaum bekannten, in London residierenden Stiftung Bourse &amp; Bazaar Foundation ver\u00f6ffentlicht. Einige Passagen seien daraus zitiert:<\/p>\n<p><em>\u201eDie ungew\u00f6hnlichen Hindernisse, denen unsere Wirtschaft ausgesetzt ist, haben zu einer bedauerlichen wirtschaftlichen Stagnation gef\u00fchrt. Diese Situation hat sich negativ auf ein Land mit enormem Potenzial ausgewirkt, das ansonsten f\u00fcr internationale Investoren \u00e4u\u00dferst attraktiv w\u00e4re.\u201c<\/em> (26)<\/p>\n<p>Ahmad Araghtschi beklagte also ein schlechtes Investitionsklima im Iran, vor allem f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren, und er begr\u00fcndete das mit \u201eungew\u00f6hnlichen Hindernissen, denen unsere Wirtschaft ausgesetzt ist\u201c. Diese \u201eungew\u00f6hnlichen Hindernisse\u201c beruh(t)en auf Sanktionen der \u201ewestlichen Wertegemeinschaft\u201c und diese Sanktionen wurden stets politisch begr\u00fcndet, nicht wirtschaftlich (27). Das hei\u00dft aber noch lange nicht, dass reale oder fiktive Menschenrechtsverletzungen die wahren Motive f\u00fcr die Verh\u00e4ngung von Sanktionen sein m\u00fcssen. Das war nicht so in Syrien, es war es nicht in Libyen und in Venezuela war es das auch nicht. Auch war es das nicht im Irak, in Afghanistan oder in der Koreanischen Volksrepublik usw. Die wahren Gr\u00fcnde lagen und liegen stets in der versuchten \u201e\u00d6ffnung des Marktes\u201c dieser Nationalstaaten f\u00fcr internationale Kapitalanleger, eingebunden die profittr\u00e4chtige Ausbeutung aller denkbaren Ressourcen des jeweiligen Landes.<\/p>\n<p>Und genau darauf kam Ahmad Araghtschi umgehend zu sprechen. Statt die L\u00f6sung f\u00fcr die Probleme prim\u00e4r in der Aufhebung der Sanktionen zu thematisieren, sprach er offen das aus, was seine (westliche) Umgebung tats\u00e4chlich von iranischen Politikern erwartete. Und das findet sich nicht etwa unter der schw\u00fclstigen Formel \u201eEinhaltung der Menschenrechte\u201c, sondern schlicht und einfach im Wort Liberalisierung. Ahmad Araghtschi sprach der Liberalisierung und Finanzialisierung der iranischen Wirtschaft das Wort:<\/p>\n<p><em>\u201eDie f\u00fchrenden Akteure des iranischen Finanzsektors m\u00fcssen im Bereich des Financial Engineering flexibel und innovativ sein und Investoren \u2014 ob aus dem In- oder Ausland \u2014 eine breite Palette an Finanzinstrumenten anbieten. Dies f\u00fchrt zu der Schlussfolgerung, dass es f\u00fcr uns in der Branche keine wichtigere oder wirksamere Strategie gibt als die Verbriefung.\u201c<\/em> (26i)<\/p>\n<p>Der Leser wei\u00df, um was es bei <em>Verbriefungen<\/em> geht? Araghtschi wurde noch deutlicher. Er warb ganz offen f\u00fcr Banken, Investmentgesellschaften und Verm\u00f6gensverwalter \u2014 jenen aus dem Ausland wohlgemerkt. Er, damals Vizegouverneur der iranischen Zentralbank, warb ungeniert f\u00fcr die Freigabe der nationalen Wirtschaft des Iran f\u00fcr westliches Kapital und viel spekulatives Spielzeug f\u00fcr Finanzkonzerne (Hervorhebung durch Autor):<\/p>\n<p><em>\u201eVerbriefung ist die Finanzpraxis, verschiedene Arten von Verbindlichkeiten, illiquiden Verm\u00f6genswerten und\/oder Gruppen von Verm\u00f6genswerten zu liquideren Finanzinstrumenten zu b\u00fcndeln, um diese an Drittinvestoren zu verkaufen. Verbriefung f\u00f6rdert die Liquidit\u00e4t auf den Kapitalm\u00e4rkten, indem sie es Investoren erleichtert, Anlagen branchen\u00fcbergreifend zu kaufen und zu verkaufen (einzusteigen und auszusteigen). Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurden verschiedene neue Arten von Projektfinanzierungsmethoden f\u00fcr Infrastrukturinvestitionen im Iran entwickelt. Entsch\u00e4digungsvereinbarungen, verschiedene Formen von Build-Operate-Transfer-Modellen (BOTs) und in j\u00fcngster Zeit <strong>\u00f6ffentlich-private Partnerschaften (PPPs)<\/strong> sowie die Emission von Partizipationsanleihen, Unternehmensanleihen und Sukuks sind Beispiele f\u00fcr unsere Bem\u00fchungen zur Projektfinanzierung.\u201c<\/em> (26ii)<\/p>\n<p>Also, wenn das kein Agent ist\u2026<\/p>\n<p>Schauen wir noch einmal, auf welcher Plattform Ahmad Araghtschi seine Ideen bewarb, schauen wir uns etwas genauer die Bourse &amp; Bazaar Foundation an. In ihrer Eigendarstellung erfahren wir:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Stiftung wurde im Oktober 2020 als gemeinn\u00fctzige Einrichtung im Vereinigten K\u00f6nigreich gegr\u00fcndet und begann ihre T\u00e4tigkeit im Jahr 2015 als gleichnamiger digitaler Verlag.\u201c<\/em> (26iii)<\/p>\n<p>Gerade rechtzeitig, m\u00f6chte man meinen, wurde eine Plattform erschaffen, auf der (unter anderen) Ahmad Araghtschi seine Ideen ver\u00f6ffentlichen konnte \u2014 Zufall? Wer diesen \u201edigitalen Verlag\u201c finanzierte, wird nicht preisgegeben. Wir k\u00f6nnen es aber erahnen, wenn wir uns weitere Informationen zu dieser Stiftung einholen. Gr\u00fcnder und Direktor ist Esfandyar Batmanghelidj, eingebunden in die Netzwerke des World Economic Forum (WEF), des European Council on Foreign Relations (ECFR) und der Systemmedien (Bloomberg) (28).<\/p>\n<p>Hauptsponsor des ECFR sind \u00fcbrigens die Open Society Foundations des Alexander Soros (zuvor George Soros), weitere Sponsoren die Stiftung Mercator, Microsoft, die Gates Foundation, die Rockefeller Foundation sowie die Daimler AG, und zus\u00e4tzlich werden \u00f6ffentliche Gelder von europ\u00e4ischen Regierungen und der NATO in die Stiftung gepumpt (29). Die Namen sind Programm und sagen uns deutlich, dass der ECFR private Interessen vertritt, aber kaum nationale Interessen.<\/p>\n<p>Kommen wir zur\u00fcck zur Bourse &amp; Bazaar Foundation. Die Mitglieder des Vorstands haben allesamt an westlichen Bildungseinrichtungen studiert. Sie sind ebenfalls mit dem ECFR liiert, oder mit der Weltbank oder der Brookings Institution. Da kann es nicht wundern, wenn man unter anderen diese Finanziers der Stiftung erf\u00e4hrt: Open Society Foundations, Rockefeller Brothers Fund, ECFR (30).<\/p>\n<h3>Die Europa-Iran-Foren<\/h3>\n<p>Die Europa-Iran-Foren, auch und pr\u00e4ziser benannt als EU-Iran-Foren, wurden im Jahre 2014 unter anderem vom Magazin <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/European_Voice\"><em>European Voice<\/em><\/a> ins Leben gerufen. European Voice geh\u00f6rte zu einem der weltgr\u00f6\u00dften Medienverlage: <em>The Economist Group<\/em>. Einer der Direktoren dieses Konzerns war unter anderem Alex Karp, der Chef von Palantir, des weltweit operierenden Konzerns f\u00fcr Schn\u00fcffel-Software (31). <em>The Economist Group<\/em> ist eng vernetzt mit der <a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/2016\/06\/stippvisiten-bei-den-bilderbergern-4\/\">Bilderberg-Konferenz<\/a>, dem Rockefeller-Imperium und der einflussreichen US-amerikanischen Denkfabrik Council on Foreign Relations.<\/p>\n<p>Das erste Forum fand in Wien statt (32), das zweite 2015 in Genf. Das zweite Forum ist deutlich informativer und damit aussagekr\u00e4ftiger. Von den 44 Teilnehmern kamen 21 als Vertreter von Finanzkonzernen (Banken, Investmentgesellschaften), davon sieben aus dem Iran. Neun Teilnehmer vertraten Beratungsgesellschaften (zum Beispiel gro\u00dfe Anwaltskanzleien), davon waren drei aus dem Iran. Drei Teilnehmer kamen von gro\u00dfen Medienkonzernen (The Economist, Financial Times, Bloomberg), bleiben noch 12 Teilnehmer. Das waren f\u00fcnf aktive oder ehemalige hohe Politiker (einer aus dem Iran) und vier von \u201eechten\u201c Wirtschaftsunternehmen (Alstom, RWE, Cargill, Tadbir) (33).<\/p>\n<p>Fehlen noch zwei Teilnehmer, und die vertraten sogenannte Nichtregierungsorganisationen. Einmal die Londoner Denkfabrik British Council und dann die <em>Search for Common Ground<\/em>. Letztere ist augenscheinlich in die Netzwerke der Open Society Foundations eingebunden und erhielt in jener Zeit auch Geld von diesen Stiftungen (34). Doch eine Personalie unter den Teilnehmern stach f\u00fcr den Autor heraus, eine Personalie, die bereits mehrfach in dieser Abhandlung zur Sprache kam: Ahmad Aragthschi. Wie schon erw\u00e4hnt, war Ahmad damals einer der Vizegoverneure der iranischen Zentralbank. Aber bei diesem Treffen vertrat nicht er sondern Gholamali Kamyab die Zentralbank. Und in seiner Vita zum Treffen in Genf wird seine Rolle bei der Zentralbank auch nicht zur Sprache gebracht. Stattdessen liest man:<\/p>\n<p><em>\u201eSeyed Ahmad Araghchi ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Tadbir Pardaz IT Group, einem in Privatbesitz befindlichen Finanztechnologieunternehmen. Tadbir ist einer der f\u00fchrenden Anbieter von Finanztechnologie- und IT-L\u00f6sungen im Iran und im Nahen Osten und betreut gro\u00dfe Banken und Finanzinstitute. Die L\u00f6sungen des Unternehmens umfassen Portfoliomanagement, die Verwaltung von Investmentfonds, Brokerage-L\u00f6sungen mit elektronischem Handel, Marktinfrastruktur sowie <\/em><em>Research- und Informationsverbreitungsdienste.\u201c<\/em> (35)<\/p>\n<p>Der Interessenkonflikt ist kaum zu \u00fcbersehen. F\u00fcr Ahmad Araghtschis <em>Tadbir Pardaz<\/em> bot sich da ein potenziell lukratives Gesch\u00e4ft, denn das Unternehmen verkauft Leistungen im IT-Bereich, die genau auf solche Instrumente wie die oben beworbenen Verbriefungen \u2014 eben mittels solcher Verbriefungen (Zertifikate) betreibt man Spekulationsgesch\u00e4fte \u2014 zugeschnitten sind. Und einer der weltweit gr\u00f6\u00dften Spekulanten war George Soros. George Soros, dessen \u201eNichtregierungsorganisationen\u201c der Open Society Foundation schlicht und einfach daf\u00fcr geschaffen wurden, nationale M\u00e4rkte f\u00fcr Spekulationsgesch\u00e4fte nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>Das andere Schlagwort, das Ahmad Araghtschi in den Mund nahm (siehe Zitat weiter oben), war Public Private Partnership (PPP). Ein \u00e4u\u00dferst beliebtes Instrument, um \u00f6ffentliche Kassen als Kredithebel zu benutzen, ein Instrument, dessen Anreiz darin besteht, Kosten zu sozialisieren und Gewinne zu privatisieren. Ein weiteres Instrument, aus dem auch Leute wie Soros mit ihren Hedfefonds so enorme Gewinne erzielen. Der Agent Araghtschi bewarb ein Gesch\u00e4ftsmodell, das der Iran mitnichten ben\u00f6tigt:<\/p>\n<p><em>\u201eMit Vertrauen meine ich, dass Investoren transparente und verl\u00e4ssliche Informationen sowie zuverl\u00e4ssige Plattformen f\u00fcr den Handel mit verbrieften Projekten und Investitionen zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Investoren m\u00fcssen darauf vertrauen k\u00f6nnen, dass sie ihre Anlage jederzeit zu einem fairen Preis verkaufen k\u00f6nnen, wann immer sie sich dazu entschlie\u00dfen.\u00a0Daher bin ich der Ansicht, dass die Verbriefung, auch wenn sie nicht der einzige Weg, aber dennoch eine unverzichtbare Voraussetzung zur Verbesserung des Investitionsklimas ist, von entscheidender Bedeutung ist. Die Verbriefung bietet die besten und effizientesten Methoden, um die Projekte des Landes in der Zeit nach den Sanktionen in k\u00fcrzester Zeit zu finanzieren.\u201c<\/em> (26iii)<\/p>\n<p>Und warum braucht der Iran so etwas nicht? Weil er seine Investitionen ohne weiteres selbst schultern kann \u2014 nun ja, k\u00f6nnte. Nach Finanzialisierung lechzen ganz andere Akteure. Das Problem war, dass dem Iran die Einnahme von US-Dollar erschwert und verwehrt wurde, ein Mangel wurde k\u00fcnstlich erschaffen. Und stattdessen der Iran im Dollar schwamm, f\u00fchlte sich die Regierung gezwungen, was zu tun? Sie gab Schuldscheine aus, sogenannte Gerechtigkeitsaktien, und sie animierte die Bev\u00f6lkerung dazu, in den Aktienhandel einzusteigen. Schlie\u00dflich pumpte sie auch noch einen Teil der knapp gewordenen Devisen in den heimischen Aktienmarkt (36). Das passt genau in die JCPOA-Agenda.<\/p>\n<p>Es hat etwas von Satire, dass ausgerechnet die US-Regierung durch ihr Sanktionsregime \u00fcber Jahre hinweg die iranische Wirtschaft vor dem Zugriff von Investoren des Schlages Soros sch\u00fctzte (37), und ab 2018 den Iran zur Abkehr von jenen Praktiken zwang, die Agenten wie Ahmad Araghtschi im Land popul\u00e4r gemacht hatten. Die sicher teilweise auch schmerzhaften Sanktionen f\u00fcr den Iran sorgten auf der politischen Ebene f\u00fcr den Erhalt nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t. Wer also profitierte wirklich vom JCPOA und den damit verbundenen Sanktionslockerungen und wessen Interessen wurden gef\u00e4hrdet?<\/p>\n<h3>Kampf um strategische Ressourcen<\/h3>\n<p>Ein Aspekt der westlichen Erz\u00e4hlung \u00fcber die Probleme des Iran liegt in seiner angeblichen Misswirtschaft. Das w\u00fcrde soziale Unruhen f\u00f6rdern, die das Regime mit Gewalt unterdr\u00fcckte. Mit Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran k\u00f6nnten westliche Konzerne und Banken die iranische Wirtschaft aufbauen und modernisieren. Diese Erz\u00e4hlung h\u00e4lt der Realit\u00e4t nicht stand.<\/p>\n<p>Mit Misswirtschaft \u2014 die gibt es schlie\u00dflich \u00fcberall, vor allem politisch verantwortet auch hierzulande gen\u00fcgend \u2014 sind die in den letzten Jahrzehnten geschehenen wirtschaftlichen Verwerfungen des Iran nicht zu erkl\u00e4ren. Zwischen 1995 und 2007 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Iran j\u00e4hrlich um durchschnittlich vier Prozent, und das trotz seitens der USA verh\u00e4ngter Sanktionen. Als dieses Sanktionsregime ab 2006 von der UNO und der EU weitergetrieben und versch\u00e4rft wurde, eingeschlossen ein \u00d6lembargo, f\u00fchrte dies 2011 zu einem Einbruch des BIP um 7,7 Prozent. Nach der Aufhebung vieler Sanktionen im Zuge des JCPOA stieg das BIP sofort rasant an. Um nach Wiedereinf\u00fchrung des US-Sanktionsregimes erneut in die Knie zu gehen. Der Zusammenhang ist sonnenklar (38).<\/p>\n<blockquote><p>Nun hat der Autor wiederholt festgestellt, dass die Motive f\u00fcr die westlichen Sanktionen gegen den Iran vorgeschoben sind. Es geht nicht um Menschenrechte und es geht auch nicht um eine iranische Gefahr f\u00fcr Israel. Es geht schlicht und einfach um strategische Autonomie, um Souver\u00e4nit\u00e4t. Was jedoch vielfach \u00fcbersehen wird: Es geht keineswegs nur um die Souver\u00e4nit\u00e4t des Iran!<\/p><\/blockquote>\n<p>Die vierte Ausgabe des Europa-Iran-Forums wurde 2017 unter einer bemerkenswerten Losung einberufen: \u201eDavos of Iran\u201c (39). Man ist geneigt zu sagen: Der Name ist Programm. Denn aus gutem Grund taugt Davos als Schlagwort f\u00fcr die seit den 1970er-Jahren vorangetriebene Globalisierung, die mit exzessiver Finanzialisierung und der einhergehenden Herstellung von finanziellen Abh\u00e4ngigkeiten f\u00fcr ganze Volkswirtschaften einherging. Das WEF-Gespinst, also Davos, braucht (auch) den Iran, aber der Iran braucht Davos mitnichten.<\/p>\n<p>Es ist ganz einfach: Der Iran verf\u00fcgt \u00fcber die drittgr\u00f6\u00dften derzeit bekannten \u00d6lreserven der Welt \u2014 mehr als doppelt so hoch wie die der USA (40). Seine Vorr\u00e4te an Erdgas sind die zweitgr\u00f6\u00dften weltweit \u2014 und mehr als das Dreifache jener der USA (41). \u00d6l und Gas sind strategische Rohstoffe, mehr als je zuvor. Und keine wieder und wieder propagierte Geschichte von einer Energiewende, von \u201egr\u00fcner Energie\u201c und \u00e4hnlichen kann diese knallharte Tatsache aus der Welt schaffen. Ein souver\u00e4ner Staat achtet auf seine strategischen Ressourcen, entscheidet, an wen und f\u00fcr was er diese verkauft, und wie er die Gewinne langfristig investiert.<\/p>\n<p>Strategisches Denken schaut weit voraus. Der Iran nutzt seine Erl\u00f6se aus fossilen Rohstoffen, um eine Energieinfrastruktur aufzubauen, die auch noch tr\u00e4gt, wenn \u00d6l und Gas einmal zur Neige gehen oder den gestiegenen Energiebedarf nicht decken k\u00f6nnen. Die friedliche Nutzung der Kernenergie sieht er als geeignete Komponente. Zumal diese mit Technologietransfer und branchen\u00fcbergreifender Weiterentwicklung diverser Wirtschaftsbereiche einhergeht. Das nennt man Souver\u00e4nit\u00e4t. Eine Wirtschaft ohne zuverl\u00e4ssige energetische Grundlage ist reines Wunschdenken, Phantasterei. Der Iran denkt strategisch und er denkt souver\u00e4n. Und w\u00e4hrend er das tut, intensivieren sich folgerichtig seine Beziehungen zu China und Russland.<\/p>\n<p>Fragen wir noch einmal: Wem n\u00fctzte das JCPOA?<\/p>\n<h3>Das JCPOA zum Zweiten<\/h3>\n<p>Die Frage, ob das JCPOA dem Iran nutzte, d\u00fcrfte soweit gekl\u00e4rt sein. Der politischen F\u00fchrung des Iran wurde eine M\u00f6hre hingehalten. Die sah so aus, dass, wenn er \u201ekooperieren\u201c und teilweise die Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber sein Atomprogramm \u2014 und nicht nur das! \u2014 aufg\u00e4be, ihm die Sanktionsschlinge gelockert w\u00fcrde. Er also \u201eganz normal\u201c wieder sein \u00d6l und Gas verkaufen k\u00f6nnte, was die wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen im Land sofort gl\u00e4tten w\u00fcrde. Und eine politische Kaste des Iran, deren Mitglieder allesamt ihre h\u00f6here Ausbildung im Wertewesten genie\u00dfen durften, wurde infiltriert, um den iranischen Markt zu \u00f6ffnen, aber f\u00fcr was zu \u00f6ffnen?<\/p>\n<p>Das Modell der Finanzialisierung ist eines der Kontrolle \u00fcber den Kapitalmarkt. Die europ\u00e4ischen Globalisten haben nichts davon, wenn der Iran seine eigenen Projekte auch selbst finanziert. Was er k\u00f6nnte. Denn seine Einnahmeseite, gesichert durch seine strategischen Ressourcen, erlauben ihm das. Nur wenn k\u00fcnstlich ein Mangel an Devisen erzeugt wird, dann braucht er pl\u00f6tzlich externe Finanziers. Genau das hat man mit dem Iran gemacht.<\/p>\n<p>Man hat den Iran mit Technologietransfer gelockt, mit der Modernisierung seiner Infrastruktur f\u00fcr die \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung. Abgesichert mit Krediten, am besten westlichen und die verbrieft (siehe weiter oben Ahmad Araghtschi). Praktisch stellte sich das folgenderma\u00dfen dar:<\/p>\n<p><em>\u201eDas JCPOA hob im Januar 2016 einen Gro\u00dfteil der westlichen Energiesanktionen gegen Iran auf und erlaubte internationalen Energiekonzernen, Projekte in der Islamischen Republik zu sondieren. Europ\u00e4ische Unternehmen wie Total, Shell und OMV entsandten Delegationen nach Teheran. Iran sollte erstmals seit Jahrzehnten in den globalen Energiemarkt zur\u00fcckkehren.\u201c<\/em> (42)<\/p>\n<p>Hier vermischen sich Wahrheit und Unlogik. Denn, um auf den globalen Energiemarkt zur\u00fcckzukehren, bedurfte der Iran weder des Zutuns von Total, noch dem von Shell und auch nicht dem von OMV. Das sind alles europ\u00e4ische Energiekonzerne, beachten wir das.<\/p>\n<p><em>\u201eDie wirtschaftliche Logik war zwingend. South Pars enth\u00e4lt nach offiziellen Angaben rund 14 Billionen Kubikmeter Erdgas und etwa 18 Milliarden Barrel Kondensate, mehr als die gesamten nachgewiesenen Reserven Russlands. Total schloss im Juli 2017 einen vorl\u00e4ufigen Vertrag \u00fcber die Entwicklung der South-Pars-Phase 11 ab, gemeinsam mit der chinesischen CNPC und der iranischen Petropars. Das Projekt h\u00e4tte iranisches Gas in Exportqualit\u00e4t mobilisiert und den Weg zu einer sp\u00e4teren Anbindung an den europ\u00e4ischen Markt geebnet.\u201c<\/em> (42i)<\/p>\n<p>Fassen wir das zusammen. Der Iran gestattete weitreichende Kontrollen seines Atomprogramms durch Inspektoren der (nur formal neutralen) Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde und gab damit einen Teil seiner Souver\u00e4nit\u00e4t auf. \u201eZur Belohnung\u201c durfte er wieder \u00d6l und Gas auf dem Weltmarkt verkaufen. Und westliche, pr\u00e4ziser westeurop\u00e4ische Energiekonzerne w\u00fcrden, im Wesentlichen gest\u00fctzt durch westliche Kredite (Geldsch\u00f6pfung, Verbriefung), auf dem iranischen Energiemarkt Fu\u00df fassen d\u00fcrfen und sp\u00e4ter Gewinne absch\u00f6pfen. Daf\u00fcr wiederum erschuf der Iran (seit 2005) einen privaten, mit dem westlichen Bankensystem verbundenen Sektor von Kredit- und Investmentbanken. Nicht nebenbei g\u00e4nge das alles einher mit einer Infiltrierung der iranischen Gesellschaft, der \u201eSt\u00e4rkung der Zivilgesellschaft\u201c, einem permanenten Druck auf die Entscheidungen der iranischen Regierung.<\/p>\n<p>N\u00fctzte das JCPOA tats\u00e4chlich dem Iran? Klare Antwort aus Sicht des Autors: Nein. Gut, aber wir haben bei all dem gar nicht mehr von den USA gesprochen. Was denken Sie: Nutzte das JCPOA den USA?<\/p>\n<h3>Souver\u00e4nit\u00e4t und Macht<\/h3>\n<p>Mir scheint, dass das globalistische Modell an allen Ecken und Enden knirscht und kracht. Was f\u00fcr die kurzfristige Perspektive im EU-Raum nichts Gutes bedeuten muss. Denn die im letzten Kapitel erz\u00e4hlte wahre Geschichte ging anders aus, als es sich die Architekten ertr\u00e4umt hatten.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Ausstieg von Pr\u00e4sident Donald Trump aus dem JCPOA im Mai 2018 und die Wiedereinf\u00fchrung der Sekund\u00e4rsanktionen zwangen Total, Shell, OMV und weitere europ\u00e4ische Akteure zum sofortigen R\u00fcckzug aus iranischen Energieprojekten. Wer in den USA Kapitalmarktzugang und Bankbeziehungen unterh\u00e4lt, konnte das Risiko einer amerikanischen Strafma\u00dfnahme wirtschaftlich nicht tragen.\u201c<\/em> (42ii)<\/p>\n<p>Auf diese Art und Weise europ\u00e4ische Vasallen in ihren strategischen Vorstellungen einzuhegen, war keinesfalls eine revolution\u00e4re Idee von Donald Trump und seiner Regierung. Der Vorg\u00e4nger, Barack Obama, verantwortete dies:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Referenzurteil lag bereits vor. BNP Paribas hatte 2014 eine Strafe von 8,9 Milliarden US-Dollar akzeptiert, weil sie Transaktionen mit sanktionierten L\u00e4ndern \u00fcber das US-Finanzsystem geleitet hatte.\u201c<\/em> (42iii)<\/p>\n<p>BNP Paribas ist ein franz\u00f6sischer Finanzkonzern. So gro\u00df er auch sein mag, darf er doch nicht alles, auch nicht in der ach so freien westlichen Welt. Dass er Gesch\u00e4fte mit einem \u201eUnrechtsregime\u201c betrieb, ist reines, vorgespieltes Theater. BNP Paribas wurde \u201ebestraft\u201c, weil der Konzern strategische Interessen des Lehnsherrn verletzte. Praktisch funktioniert das so:<\/p>\n<p><em>\u201eDer Zugang zum Dollarsystem, zum SWIFT-Netz und zum US-Kapitalmarkt ist f\u00fcr jeden international operierenden Energiekonzern \u00fcberlebensnotwendig. Die nominelle Legalit\u00e4t eines Iran-Gesch\u00e4fts nach europ\u00e4ischem Recht \u00e4ndert nichts daran, dass es faktisch durch amerikanisches Recht dominiert wird.\u201c<\/em> (42iv)<\/p>\n<p>Das im Hinterkopf zogen sich Shell, OMV, Total und Siemens umgehend aus dem Iran-Gesch\u00e4ft zur\u00fcck, womit nat\u00fcrlich auch alle dahinterstehenden Finanzgesch\u00e4fte platzten.<\/p>\n<p>Zwei Monate nachdem Trump das JCPOA aufgek\u00fcndigt hatte, begann man dieses auch im Iran aufzuk\u00fcndigen. Der Chef der iranischen Zentralbank, Valiollah Seif, wurde n\u00e4mlich aus seinem Amt entlassen, sp\u00e4ter verhaftet und 2021 zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde illegaler Devisenschmuggel, die Unterschlagung von 30 Milliarden US-Dollar und 60 Tonnen Goldreserven vorgeworfen (43). Nun wurde hier bereits berichtet, dass Ahmad Araghtschi sich der Protektion durch seinen Onkel Abbas Araghtschi erfreuen durfte, allerdings nicht f\u00fcr lange:<\/p>\n<p><em>\u201eAm Samstag [, dem 16. Oktober 2021,] wurde auch Ahmad Araghtschi, Neffe des ehemaligen Spitzenunterh\u00e4ndlers in Atomfragen Abbas Araghtschi, der bis zu seiner pl\u00f6tzlichen Verhaftung im Jahr 2018 als Stellvertreter f\u00fcr Devisenangelegenheiten bei der Zentralbank t\u00e4tig war, zu acht Jahren Haft verurteilt.\u201c<\/em> (43i)<\/p>\n<p>Der Autor stuft das JCPOA als eine strategische T\u00e4uschung gegen\u00fcber dem Iran ein, um diesen quasi mit Softpower, sozusagen durch die Hintert\u00fcr, zu \u00fcbernehmen und dann systematisch ausweiden zu k\u00f6nnen. Aber das Konzept ging nicht auf. Und in verbl\u00fcffender Weise haben die politischen Man\u00f6ver der US-Regierung unter Donald Trump daran einen gewichtigen Anteil, und zwar bis zum heutigen Tag. So wir beim Begriff bleiben, erf\u00e4hrt das, gerade auch in Europa verankerte globalistische Konzept eine strategische Niederlage nach der anderen. Und die zeigt sich ganz handfest in der Zerst\u00f6rung seiner energetischen Basis.<\/p>\n<p>Der Iran wendet sich inzwischen China und Russland zu, verlagert seine \u00d6l- und Gasexporte, geht neue strategische Partnerschaften ein (44). Das alles, ohne seine strategische Autonomie aufzugeben. Der noch immer schwelende Konflikt mit Israel und den USA wird das nur noch forcieren, denn die Weichen sind gestellt.<\/p>\n<p>Zum Abschluss m\u00f6chte Ihnen der Autor Einblicke in ein gew\u00f6hnlich nicht vermitteltes Bild des Iran gew\u00e4hren.<\/p>\n<h3>Eine revolution\u00e4re Situation im Iran?<\/h3>\n<p>Das ist es schlie\u00dflich, was westliche Medien \u00fcber die gesellschaftliche Situation in diesem Staat verbreiten. Nun, eine (weitere) Farbrevolution hat es <a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/2026\/02\/iran-farbrevolution-agenten-medien\/\">im Januar<\/a> gegeben. Bei allen inh\u00e4renten Problemen des Iran kann aber von einer Massenbewegung, einer von der Gesellschaft geforderten und unterst\u00fctzten Revolution ihres Staatswesens keine Rede sein.<\/p>\n<p>Im Mai des Jahres reiste eine Delegation unabh\u00e4ngiger Journalisten und Medienkommentatoren aus dem Westen und der Region in den Iran, um von vor Ort zu berichten \u2014 und bot damit einen seltenen Gegenpol zur vorherrschenden westlichen Darstellung des Konflikts. Zu ihnen geh\u00f6rte Bushra Shaikh, eine britisch-pakistanische Moderatorin und politische Kommentatorin. Die Delegation reiste quer durch das Land \u2014 von Teheran nach Isfahan, Bandar Abbas und dar\u00fcber hinaus \u2014, besuchte angegriffene Orte, nahm an n\u00e4chtlichen Kundgebungen teil und dokumentierte eine Gesellschaft, die kaum \u00c4hnlichkeit mit dem Bild hatte, das die Mainstream-Medien zeichneten. Die iranische Nachrichtenagentur MEHR interviewte Shaikh zu ihrer Reise:<\/p>\n<p><em>MEHR: Was hat Sie dazu bewogen, in dieser kritischen Situation in den Iran zu reisen \u2014 und was hat Sie w\u00e4hrend Ihres Besuchs am meisten \u00fcberrascht oder beeindruckt?<\/em><\/p>\n<p><em>Shaikh: Was mich dazu motiviert hat, ein zweites Mal in den Iran zu kommen, war der Wunsch, die Stereotypen der etablierten Medien \u00fcber den Iran in Frage zu stellen. Wir im Westen werden mit Berichten und Reportagen \u00fcber den Iran \u00fcbersch\u00fcttet, die oft einseitig sind. Man bekommt also kein wirklich ausgewogenes Bild. Und f\u00fcr einen Journalisten wie mich ist die Berichterstattung vor Ort, besonders in Kriegszeiten, meiner Meinung nach unerl\u00e4sslich f\u00fcr guten Journalismus. Die M\u00f6glichkeit, hierherzukommen und wirklich dar\u00fcber zu berichten, was im Iran vor sich ging, mit Menschen zu sprechen und ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu bekommen, wie sich der Krieg auswirken kann \u2014 das ist f\u00fcr jeden Journalisten eine riesige Chance. Und tief in meinem Herzen ging es mir pers\u00f6nlich auch darum, ein umfassenderes Bild davon zu vermitteln, wer das iranische Volk ist, wie seine Kultur aussieht, und eine echte Perspektive zu bieten.<\/em><\/p>\n<p><em>Es f\u00e4llt mir nicht schwer, diese Zeit im Iran als etwas Einzigartiges zu beschreiben, denn ich war an Orten wie Isfahan, in die ich mich verliebt habe. Es wird dem Ganzen wirklich nicht gerecht, wenn man sich das nur auf Google oder im Internet ansieht. Man muss Isfahan besuchen, um wirklich zu begreifen, wie beeindruckend diese historische Kunst, Kultur und Gemeinschaft ist, die seit so vielen Jahren in den Zivilisationen existiert. Und das ist nur ein winziger Tropfen im Ozean dessen, was der Iran ausmacht. Isfahan ist nur ein Ort. Es gibt diese Vielfalt an Kunst, Kultur, Glauben, Religion, Musik, Tanz, Poesie \u2014 und das findet man in jedem Teil des Iran, aber es gibt auch verschiedene Teile des Iran. Ich w\u00fcrde den Leuten sagen: Wenn man den Iran einmal besucht, reicht das nicht aus. Man m\u00fcsste mehrmals kommen. Und man merkt erst, wie gro\u00df der Iran ist, wenn man hierherkommt.<\/em><\/p>\n<p><em>MEHR: Inwiefern unterscheidet sich das, was Sie hier vor Ort erlebt haben, von der Darstellung, die von den westlichen Mainstream-Medien verbreitet wird?<\/em><\/p>\n<p><em>Shaikh: Das ist eine so wichtige Frage \u2014 diese g\u00e4ngige Erz\u00e4hlung wirklich zu entlarven, denn ich halte sie f\u00fcr eine erfundene Geschichte. Oft verstehen die Menschen nicht, dass die politische Instrumentalisierung von Menschen dazu dient, Zustimmung zu erzeugen, sie zu entmenschlichen und Kriege gegen sie zu f\u00fchren. Und genau das haben wir hier im Iran erlebt \u2014 die Entmenschlichung der Iraner, die Behauptung, sie seien vielleicht nicht so zivilisiert. Diese Vorstellung, dass eine Gruppe von Menschen \u2013 f\u00fcr mich ist das reine Unwissenheit seitens derer, die nicht genug wissen. Die Vorstellung, dass man, wenn man nicht im Westen lebt, wenn man in Westasien oder S\u00fcdasien lebt, irgendwie nicht w\u00fcrdig oder als Mensch nicht gleichwertig ist \u2014 f\u00fcr mich ist das eines der wichtigsten Dinge, die ich als Journalist als Herausforderung betrachte. Und ein Besuch im Iran spricht B\u00e4nde \u00fcber das Niveau ihrer Intelligenz, ihr Verst\u00e4ndnis und ihre tief verwurzelte Kultur.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber es gibt etwas sehr Wichtiges, das ich \u00fcber den Iran gelernt habe \u2014 es ist eine Kultur, die inklusiv ist, das hei\u00dft, sie akzeptiert jeden. Es spielt keine Rolle, welcher Rasse man angeh\u00f6rt oder welchen Hintergrund man hat. Iraner zu sein bedeutet, eine bestimmte Form von System und positive Ideale zu akzeptieren, die man gemeinsam teilt. Es h\u00e4ngt also nicht von deiner Hautfarbe ab. Es ist einfach eine Lebensweise und eine Geisteshaltung. Wenn man das, was wir \u00fcber den Iran wissen \u2014 oder was uns im Westen \u00fcber den Iran erz\u00e4hlt wird \u2014, mit dem vergleicht, was man hier vor Ort als Wahrheit erlebt, gibt es eine riesige, riesige Diskrepanz, einen riesigen Unterschied. [\u2026]\u201c<\/em> \u00a0(a2, 45)<\/p>\n<p>Bitte bleiben Sie sch\u00f6n aufmerksam, liebe Leser.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>Anmerkungen und Quellen<\/strong><\/h3>\n<p>(Allgemein) Dieser Artikel von\u00a0<a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/\">Peds Ansichten<\/a>\u00a0ist unter einer\u00a0Creative Commons-Lizenz\u00a0(<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/deed.de\" rel=\"license\">Namensnennung \u2014 Nicht kommerziell \u2014 Keine Bearbeitungen 4.0 International<\/a>) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielf\u00e4ltigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.<\/p>\n<p>(a1) Wenn man offen ist und nichts aus dem Bereich des Denkbaren ausschlie\u00dft, dann ist es auch erlaubt, den Gedanken zu w\u00e4lzen, dass Araghtschi die Verhandlungen mit dem Westen Ende Februar quasi \u201ef\u00fcr die Galerie\u201c betrieb und in Kenntnis \u00fcber den bevorstehenden Angriff war. Zu viel in der Politik ist inszeniert, als dass man die im Informationsraum insgesamt recht einfach erz\u00e4hlten Geschichten, auch der diversen Nahost-Konflikte, f\u00fcr bare M\u00fcnze nehmen muss.<\/p>\n<p>(a2) Die \u00dcbersetzungen aus dem Englischen erfolgten unter Zuhilfenahme von <a href=\"https:\/\/deepl.com\">Deepl.com<\/a>.<\/p>\n<p>(1, 1i) 10.08.2025; Euronews, The Telegraph; Farhad Mirmohammadsadeghi; \u201e100 Namen auf Israels Todesliste\u201c: Wo sind Irans Atomwissenschaftler?; <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/08\/10\/israel-iran-atom-wissenschaftler-angriff\">https:\/\/de.euronews.com\/2025\/08\/10\/israel-iran-atom-wissenschaftler-angriff<\/a><\/p>\n<p>(2) 16.01.2012; The Guardian; Mehdi Hasan; Iran\u2019s nuclear scientists are not being assassinated. They are being murdered; <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2012\/jan\/16\/iran-scientists-state-sponsored-murder\">https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2012\/jan\/16\/iran-scientists-state-sponsored-murder<\/a><\/p>\n<p>(3) 10.04.2026; ARD-Tagesschau; Irans Ex-Au\u00dfenminister Charassi get\u00f6tet; <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-iran-freitag-108.html#Irans-Ex-Aussenminister-Charrasi-getoetet\">https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-iran-freitag-108.html#Irans-Ex-Aussenminister-Charrasi-getoetet<\/a><\/p>\n<p>(4) 05.04.2026; RT deutsch; Wer macht Jagd auf iranische Unterh\u00e4ndler? [\u2026]; <a href=\"https:\/\/freedert.online\/der-nahe-osten\/276117-wer-macht-jagd-auf-iranische\/\">https:\/\/freedert.online\/der-nahe-osten\/276117-wer-macht-jagd-auf-iranische\/<\/a><\/p>\n<p>(5) 31.12.2022; Merkur; Bedrettin B\u00f6l\u00fckbasi; Ausgerechnet Russland warnt Baerbock vor fremder Atomgefahr \u2014 droht eine neue, gef\u00e4hrliche Epoche?; <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/russland-iran-deutschland-atomwaffen-uljanow-esmaili-nuklear-putin-drohung-gefahr-news-92002326.html\">https:\/\/www.merkur.de\/politik\/russland-iran-deutschland-atomwaffen-uljanow-esmaili-nuklear-putin-drohung-gefahr-news-92002326.html<\/a><\/p>\n<p>(6) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran_International\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran_International<\/a>; abgerufen: 23.04.2026<\/p>\n<p>(7) 06.03.2026; taz; Ali Sadrzadeh; Alle wollen Freiheit; <a href=\"https:\/\/taz.de\/Opposition-in-Iran\/!6160096\/\">https:\/\/taz.de\/Opposition-in-Iran\/!6160096\/<\/a><\/p>\n<p>(8) 23.03.2026; TESAA; Iranische Oppositionskonferenz in London [\u2026]; <a href=\"https:\/\/www.tesaaworld.com\/de\/news\/iranian-opposition-conference-in-london-a-new-beginning-towards-political-change\">https:\/\/www.tesaaworld.com\/de\/news\/iranian-opposition-conference-in-london-a-new-beginning-towards-political-change<\/a><\/p>\n<p>(9) 22.02.2018; Chatham House; Iran\u2019s Foreign Policy Priorities; <a href=\"https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-foreign-policy-priorities\">https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-foreign-policy-priorities<\/a><\/p>\n<p>(10) 26.03.2026; ARD-Tagesschau; Uwe Lueb; Das sind die derzeit M\u00e4chtigen im Iran; <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/iran-wer-sind-die-maechtigen-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/iran-wer-sind-die-maechtigen-100.html<\/a><\/p>\n<p>(11) Februar 2025; Arms Control Association; The Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) at a Glance; <a href=\"https:\/\/www.armscontrol.org\/factsheets\/joint-comprehensive-plan-action-jcpoa-glance\">https:\/\/www.armscontrol.org\/factsheets\/joint-comprehensive-plan-action-jcpoa-glance<\/a><\/p>\n<p>(12) 22.02.2018; Chatham House; Iran\u2019s Foreign Policy Priorities, HE Abbas Araghchi outlines Iran\u2019s foreign policy priorities in 2018 and beyond.; <a href=\"https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-foreign-policy-priorities\">https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-foreign-policy-priorities<\/a><\/p>\n<p>(13) 07.02.2026; Telegraph; Iran says talks with US in Oman \u201aa good start\u2018, more discussions expected; <a href=\"https:\/\/telegra.ph\/Iranian-Foreign-Minister-Abbas-Araghchi-stated-in-an-interview-with-Al-Jazeera-that-Tehran-does-not-intend-to-stop-uranium-enric-02-07\">https:\/\/telegra.ph\/Iranian-Foreign-Minister-Abbas-Araghchi-stated-in-an-interview-with-Al-Jazeera-that-Tehran-does-not-intend-to-stop-uranium-enric-02-07<\/a><\/p>\n<p>(14) Islamic Republic of Iran; Seyyed Mohammad-Kazem Sajjadpour; <a href=\"https:\/\/en.mfa.gov.ir\/portal\/organizationpersoninfo\/13761\">https:\/\/en.mfa.gov.ir\/portal\/organizationpersoninfo\/13761<\/a>; abgerufen: 23.04.2026<\/p>\n<p>(15) 06.11.2018; Chatham House; Iran\u2019s New Foreign Policy Challenges; <a href=\"https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-new-foreign-policy-challenges\">https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-new-foreign-policy-challenges<\/a><\/p>\n<p>(16, 16i) 24.12.2023; Die Erben Salomos; Chatham House; <a href=\"https:\/\/dieerbensalomos.wordpress.com\/2023\/12\/24\/chatham-house\/\">https:\/\/dieerbensalomos.wordpress.com\/2023\/12\/24\/chatham-house\/<\/a><\/p>\n<p>(17) Mai 2026; Chatham House; Corporate membership: <a href=\"https:\/\/www.chathamhouse.org\/become-member\/corporate-membership\/corporate-members\">https:\/\/www.chathamhouse.org\/become-member\/corporate-membership\/corporate-members<\/a><\/p>\n<p>(18) 16.01.2018; Mehr News Agency; Turkish, Iranian central banks committed to expand ties; <a href=\"https:\/\/en.mehrnews.com\/news\/131308\/Turkish-Iranian-central-banks-committed-to-expand-ties\">https:\/\/en.mehrnews.com\/news\/131308\/Turkish-Iranian-central-banks-committed-to-expand-ties<\/a><\/p>\n<p>(19) 08.05.2018; France 24, AFP; Iran central bank forex chief arrested: judiciary; <a href=\"https:\/\/www.france24.com\/en\/20180805-iran-central-bank-forex-chief-arrested-judiciary\">https:\/\/www.france24.com\/en\/20180805-iran-central-bank-forex-chief-arrested-judiciary<\/a><\/p>\n<p>(20) ECO Trade and Development Bank; Annual Report 2017; <a href=\"https:\/\/test1453.etdb.org\/Content\/AnnualReports\/Annual_Report_2017.pdf\">https:\/\/test1453.etdb.org\/Content\/AnnualReports\/Annual_Report_2017.pdf<\/a>; abgerufen: 02.06.2026<\/p>\n<p>(21) 17.01.2020; Robert Lansing Institute; Education permission policy as for the students from enemy countries needs changed; <a href=\"https:\/\/lansinginstitute.org\/2020\/01\/17\/education-permission-policy-as-for-the-students-from-enemy-countries-needs-changed\/\">https:\/\/lansinginstitute.org\/2020\/01\/17\/education-permission-policy-as-for-the-students-from-enemy-countries-needs-changed\/<\/a><\/p>\n<p>(22) IT Teams Global; Senior.NET Developer [\u2026]; <a href=\"https:\/\/it-teams-global.de\/en\/job\/senior-net-developer-project-lead-financial-systems\/\">https:\/\/it-teams-global.de\/en\/job\/senior-net-developer-project-lead-financial-systems\/<\/a>; abgerufen: 03.06.2026<\/p>\n<p>(23) 12.01.2019; Alarabiya, Ali Hajizade; While the Iranian regimes\u2019s elite bash US, their children reap its benefits; <a href=\"https:\/\/english.alarabiya.net\/features\/2019\/01\/12\/While-Iranian-regime-bash-the-West-elites-children-reap-its-benefits\">https:\/\/english.alarabiya.net\/features\/2019\/01\/12\/While-Iranian-regime-bash-the-West-elites-children-reap-its-benefits<\/a><\/p>\n<p>(24) 11.05.2021; Vanshika Sharma; Who ist Sayyid Abbas Araghchi [\u2026]; <a href=\"https:\/\/thesportsgrail.com\/who-is-sayyid-abbas-araghchi-iran-foreign-affairs-minister-biography-age-family-wife-children-religion-and-education\/\">https:\/\/thesportsgrail.com\/who-is-sayyid-abbas-araghchi-iran-foreign-affairs-minister-biography-age-family-wife-children-religion-and-education\/<\/a><\/p>\n<p>(25) 21.04.2026; Top War; \u201eTo teach others a lesson\u201c: A Mossad agent was identified and executed in Iran.; <a href=\"https:\/\/en.topwar.ru\/281373-chtoby-drugim-nepovadno-bylo-v-irane-vyjavili-i-kaznili-agenta-mossad.html\">https:\/\/en.topwar.ru\/281373-chtoby-drugim-nepovadno-bylo-v-irane-vyjavili-i-kaznili-agenta-mossad.html<\/a><\/p>\n<p>(26 bis 26iii) 20.04.2015; Bourse &amp; Bazaar Foundation; Seyed Ahmad Araghchi; Iran\u2019s Capital Markets: Securitizing the Future; <a href=\"https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/articles\/2015\/4\/20\/irans-financial-market-securitizing-the-future\">https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/articles\/2015\/4\/20\/irans-financial-market-securitizing-the-future<\/a><\/p>\n<p>(27) Europ\u00e4ischer Rat; Zeitleiste \u2014 Iran: Restriktive Ma\u00dfnahmen; <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/de\/policies\/sanctions-against-iran\/timeline-eu-sanctions-against-iran\/\">https:\/\/www.consilium.europa.eu\/de\/policies\/sanctions-against-iran\/timeline-eu-sanctions-against-iran\/<\/a>; abgerufen: 03.06.2026<\/p>\n<p>(28) Johns Hopkins School of Advanced International Studies; Esfandyar Batmanghelidj; <a href=\"https:\/\/bipr.jhu.edu\/experts\/469-Esfandyar-Batmanghelidj.cfm\">https:\/\/bipr.jhu.edu\/experts\/469-Esfandyar-Batmanghelidj.cfm<\/a>; abgerufen: 03.06.2026<\/p>\n<p>(29) European Council on Foreign Relations; Our funding; <a href=\"https:\/\/ecfr.eu\/donors\/funding\/\">https:\/\/ecfr.eu\/donors\/funding\/<\/a>; abgerufen: 03.06.2026<\/p>\n<p>(30) Bourse &amp; Bazaar Foundation; Our Board, Our Funding; <a href=\"https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/\">https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/<\/a>; abgerufen: 02.06.2026<\/p>\n<p>(31) GOV.UK; Alexander Caedmon KARP; <a href=\"https:\/\/find-and-update.company-information.service.gov.uk\/officers\/yDpSGyLE31CjNVYL453OxgSb814\/appointments\">https:\/\/find-and-update.company-information.service.gov.uk\/officers\/yDpSGyLE31CjNVYL453OxgSb814\/appointments<\/a>; abgerufen: 08.06.2026<\/p>\n<p>(32) 15.10.2014; The 1st Europe-Iran Forum; <a href=\"https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/s\/Europe_Iran_Forum_Delegate_Book.pdf\">https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/s\/Europe_Iran_Forum_Delegate_Book.pdf<\/a><\/p>\n<p>(33) Bourse &amp; Bazaar Foundation; 2nd Europe-Iran Forum; <a href=\"https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/eif2\">https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/eif2<\/a>; abgerufen: 08.06.2026<\/p>\n<p>(34) 23.07.2015; Open Society Foundations Announce New Executives Fund Recipients; <a href=\"https:\/\/www.opensocietyfoundations.org\/newsroom\/open-society-foundations-announce-new-executives-fund-recipients-2\">https:\/\/www.opensocietyfoundations.org\/newsroom\/open-society-foundations-announce-new-executives-fund-recipients-2<\/a><\/p>\n<p>(35) 24.09.2015; 2nd Europe-Iran Forum; <a href=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/54db7b69e4b00a5e4b11038c\/t\/59df63ade3df2822ee3d579e\/1507812287527\/Delegate%2Bbook%2B2nd%2BEurope%2BIran%2BForum.pdf\">https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/54db7b69e4b00a5e4b11038c\/t\/59df63ade3df2822ee3d579e\/1507812287527\/Delegate%2Bbook%2B2nd%2BEurope%2BIran%2BForum.pdf<\/a>; S. 14; siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.ccig.ch\/files\/4\/The%202nd%20Europe-Iran%20Forum_V5%20(2).pdf\">https:\/\/www.ccig.ch\/files\/4\/The%202nd%20Europe-Iran%20Forum_V5%20(2).pdf<\/a><\/p>\n<p>(36) 27.01.2021; Aljazeera; Maziar Motamedi; What does Joe Biden\u2019s presidency mean for Iran\u2018 stock market?; <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/economy\/2021\/1\/27\/what-does-joe-bidens-presidency-mean-for-irans-stock-market\">https:\/\/www.aljazeera.com\/economy\/2021\/1\/27\/what-does-joe-bidens-presidency-mean-for-irans-stock-market<\/a><\/p>\n<p>(37) 03.05.2016; watson; Europa-Iran: Handlungsbedarf f\u00fcr Europa in der Iran-Politik; <a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/903005291-europa-iran-handlungsbedarf-fuer-europa-in-der-iran-politik\">https:\/\/www.watson.ch\/903005291-europa-iran-handlungsbedarf-fuer-europa-in-der-iran-politik<\/a><\/p>\n<p>(38) 24.01.2020; Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung; Cornelius Adebahr; Das internationale Atomabkommen: ein Erfolg mit Verfallsdatum; <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/naher-mittlerer-osten\/iran\/303542\/das-internationale-atomabkommen-ein-erfolg-mit-verfallsdatum\/\">https:\/\/www.bpb.de\/themen\/naher-mittlerer-osten\/iran\/303542\/das-internationale-atomabkommen-ein-erfolg-mit-verfallsdatum\/<\/a><\/p>\n<p>(39) 03.08.2017; Bourse &amp; Bazaar Foundation; 4th Europe-Iran Forum; <a href=\"https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/articles\/2017\/8\/2\/davos-of-iran-to-convene-as-post-sanctions-trade-and-investment-reaches-critical-juncture\">https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/articles\/2017\/8\/2\/davos-of-iran-to-convene-as-post-sanctions-trade-and-investment-reaches-critical-juncture<\/a>; siehe auch:\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/eif4\">https:\/\/www.bourseandbazaar.org\/eif4<\/a>; abgerufen: 02.06.2026<\/p>\n<p>(40) worldometer; \u00d6lreserven nach L\u00e4ndern (2025); <a href=\"https:\/\/www.worldometers.info\/de\/oel\/oelreserven-pro-land\/#iran\">https:\/\/www.worldometers.info\/de\/oel\/oelreserven-pro-land\/#iran<\/a>; abgerufen: 09.06.2026<\/p>\n<p>(41) worldometer; Erdgasreserven nach L\u00e4ndern; <a href=\"https:\/\/www.worldometers.info\/de\/gas\/gasreserven-pro-land\/#iran\">https:\/\/www.worldometers.info\/de\/gas\/gasreserven-pro-land\/#iran<\/a>; abgerufen: 09.06.2026<\/p>\n<p>(42 bis 42iv) Raphael Nagel; JCPOA und iranische Energieexporte: Lehren 2015 bis 2018; <a href=\"https:\/\/www.raphaelnagel.com\/de\/de-jcpoa-iran-atomabkommen-energie\">https:\/\/www.raphaelnagel.com\/de\/de-jcpoa-iran-atomabkommen-energie<\/a><\/p>\n<p>(43, 43i) 16.10.2021; Aljazeera; Maziar Motamedi; Iran\u2019s ex-central bank chief and officials sentenced to prison; <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2021\/10\/16\/irans-ex-central-bank-chief-and-officials-sentenced-to-prison\">https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2021\/10\/16\/irans-ex-central-bank-chief-and-officials-sentenced-to-prison<\/a><\/p>\n<p>(44) 08.10.2025; Deutsche Welle; shabnam von Hein; Iran: Versteckte lukrative \u00d6lexporte trotz Sanktionen; <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/iran-versteckte-lukrative-\u00f6lexporte-trotz-sanktionen\/a-74275769\">https:\/\/www.dw.com\/de\/iran-versteckte-lukrative-\u00f6lexporte-trotz-sanktionen\/a-74275769<\/a><\/p>\n<p>(45) 07.05.2026; Mehr News Agency; Western narrative on Iran is a fabricated story; <a href=\"https:\/\/en.mehrnews.com\/news\/244290\/Western-narrative-on-Iran-is-a-fabricated-story\">https:\/\/en.mehrnews.com\/news\/244290\/Western-narrative-on-Iran-is-a-fabricated-story<\/a><\/p>\n<p>(b1) Kamal Charrazi, Iran, Chatham House; 2017; Quelle: Chatham House; \u00fcbernommen bei: <a href=\"https:\/\/freedert.online\/der-nahe-osten\/276117-wer-macht-jagd-auf-iranische\/\">https:\/\/freedert.online\/der-nahe-osten\/276117-wer-macht-jagd-auf-iranische\/<\/a><\/p>\n<p>(b2) Abbas Araghtschi, Iran, Chatham House; 22.02.2018; <a href=\"https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-foreign-policy-priorities\">https:\/\/www.chathamhouse.org\/events\/all\/members-event\/irans-foreign-policy-priorities<\/a><\/p>\n<p>(Titelbild) Flagge, Iran, USA, EU; Autor: Gerd Altmann (Pixabay); Heruntergeladen: 03.02.2026; <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/illustrations\/iran-usa-europe-flags-politics-4743599\/\">https:\/\/pixabay.com\/illustrations\/iran-usa-europe-flags-politics-4743599\/<\/a>; Lizenz: Pixabay License<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_11738 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_11738')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_11738').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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