{"id":2966,"date":"2017-07-27T20:54:27","date_gmt":"2017-07-27T19:54:27","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=2966"},"modified":"2017-07-30T14:18:26","modified_gmt":"2017-07-30T13:18:26","slug":"die-ard-und-der-kampf-gegen-das-doping-im-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/die-ard-und-der-kampf-gegen-das-doping-im-sport\/","title":{"rendered":"Die ARD und der Kampf gegen das Doping im Sport"},"content":{"rendered":"<p><strong>Halbwahrheiten, Doppelstandards und Verschweigen &#8211; Die ARD und der Kampf gegen das Doping im Sport<\/strong><\/p>\n<p><em>von Volker Br\u00e4utigam &amp; Friedhelm Klinkhammer<\/em><\/p>\n<p>Es waren stets Sportfunktion\u00e4re der DDR, die als \u00dcbelt\u00e4ter des systematischen Dopings angeprangert und gegen die auch Strafprozesse gef\u00fchrt wurden. Ihre bundesdeutschen Kollegen dagegen wurden geschont, deren Umtriebe wurden vor allzu viel \u00f6ffentlicher Aufmerksamkeit gesch\u00fctzt, eine Wahrnehmung von Sauberkeit war sichergestellt, seit jeher. Kamen dennoch einmal westdeutsche Dopingvorg\u00e4nge ans Licht, dann waren es bedauerliche &#8222;Einzelf\u00e4lle&#8220;, kein grunds\u00e4tzliches Problem.<\/p>\n<p>Dieses Zerrbild, liebevoll reproduziert vom diesbez\u00fcglich vollkommen unkritischen Sportjournalismus \u2013 insbesondere dem \u00f6ffentlich-rechtlich verfassten \u2013 bekam tiefe Risse, als die Humboldt-Universit\u00e4t 2013\/2014 in der Studie &#8222;Doping in Deutschland von 1950 bis heute&#8220; nachwies, dass in der Bundesrepublik Deutschland seit Beginn der siebziger Jahre in zahlreichen Sportarten systematisch und organisiert gedopt wird.<\/p>\n<p>Um die politischen Risiken und Nebenwirkungen der Untersuchung einzuhegen, initiierten die Verantwortlichen aus Politik, Sport und Gesellschaft das, was sie in vergleichbaren F\u00e4llen immer tun: Sie zerredeten die Ergebnisse und lenkten ab. Die Studie habe nicht in allen Punkten wissenschaftlichen Standards entsprochen, datenschutzrechtliche Bedenken seien nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt worden, eine neue Kommission zum Thema Doping m\u00fcsse weitere Arbeit leisten. Und wie immer hakten die Medien nicht nach. Das rituelle Emp\u00f6rungs-Strohfeuer loderte nur kurz. Die Finger verbrennen wollte sich kein Sportjournalist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Gefahr bestand tats\u00e4chlich, denn Spitzenrepr\u00e4sentanten des Staates h\u00e4tten in Misskredit geraten k\u00f6nnen. Manche hatten sich weit aus dem Fenster gelehnt. Beispiele:<\/p>\n<p>Wolfgang Sch\u00e4uble, in den 70er Jahren sportpolitischer Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion, hatte im Bundestag vorgeschlagen, leistungssteigernde Medikamente unter der<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;absolut verantwortlichen Kontrolle der Sportmediziner&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>zu verabreichen.<\/p>\n<p>Gerhard Gro\u00df, Ministerialrat im Innenministerium, hatte Joseph Keul, den damaligen Chef der Sportmedizin an der Universit\u00e4tsklinik Freiburg, 1976 \u00f6ffentlich dazu aufgefordert,<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;leistungsf\u00f6rdernde Mittel&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>einzusetzen.<\/p>\n<p>Die Berliner Forschergruppe zitiert dar\u00fcber hinaus anonym gehaltene Zeitzeugen. Ihnen zufolge verlangte auch der damalige Innenminister Hans-Dietrich Genscher vor den Olympischen Spielen von M\u00fcnchen 1972 Medaillen,<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;koste es, was es wolle&#8220;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Systematisches Doping belegt das nat\u00fcrlich nicht, jedenfalls nicht nach Auffassung der Merkel-Gabriel-Regierung, wie eine neuere Anfrage der Partei &#8222;Die Linke&#8220; ergab.<\/p>\n<p>Auch der ARD-Doping-\u201eExperte\u201c Hajo Seppelt, ein in allen Doping-Debatten r\u00f6delnder Reporter, sah keinen besonderen geschichtlichen Aufkl\u00e4rungsbedarf. Er k\u00fcmmerte sich um vermeintlich wichtigere und f\u00fcr ihn selbst weniger riskante Themenstellungen: Dopingprobleme der Russischen F\u00f6deration. Seine Elaborate passten wie bestellt in den russophoben verbandspolitischen und medialen Mainstream.<\/p>\n<p>Der Doping-Bericht einer hochrangig besetzten Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes vermerkt im Juni 2014:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Bundesrepublik Deutschland f\u00f6rdert den Spitzensport in seiner professionellen Form, weil sie von der Vorstellung bestimmt scheint, die Leistungsf\u00e4higkeit von Staat und Gesellschaft dr\u00fccke sich auch in den Leistungen der Athleten aus. Die Sportler treten &#8230; bei internationalen Sportveranstaltungen immer auch als Repr\u00e4sentanten Deutschlands auf.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Und dann dieser vielsagende Satz:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es gibt aber auch heute Hinweise darauf, dass die deutschen Athleten mit Athleten anderer L\u00e4nder konkurrieren, deren staatliche und verbandliche Organisation nur eingeschr\u00e4nkt an einem manipulationsfreien sportlichen Wettbewerb interessiert ist&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Seppelt wird den Hintersinn dieser Aussage bemerkt haben, denn seine weiteren Aktivit\u00e4ten lassen diesen Schluss zu: Konkurrenz des Auslands kann den deutschen Sportlern vom Leibe gehalten werden, wenn man an der richtigen Stelle die Doping-Schraube eindreht, kunstvoll getarnt.<\/p>\n<p>\u00dcbersieht man als Journalist solche versteckten Signale nicht, dann ist das der journalistischen Karriere dienlich. Seppelt erinnerte sich wohl deutlich einer fr\u00fcheren Abberufung als Reporter, die ihm nach eigenen Angaben widerfuhr, weil er sich kritisch \u00fcber Doping im deutschen Schwimmsport ge\u00e4u\u00dfert hatte&#8230;.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird niemand infrage stellen, dass \u00fcber Doping \u2013 auch das im russischen Sport \u2013 zu berichten ist. Auffallend ist bei Seppelt und an der ARD-Sportberichterstattung allerdings die Ein\u00e4ugigkeit bei der Suche nach Wahrheit und Klarheit. Der investigative Eifer auf der Suche nach Dreck am russischen Stecken kontrastiert augenf\u00e4llig mit der medialen \u201eLaissez faire\u201c gegen\u00fcber dem Unrat im deutschen Sport und dem in westlichen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Hajo Seppelt bolzte, wo immer sich eine Gelegenheit ergab:<\/p>\n<p><em>&#8222;Der einflussreichste Strippenzieher des Weltsports hat die Bankrotterkl\u00e4rung des internationalen Anti-Doping-Kampfes unterschrieben.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Gemeint war IOC-Pr\u00e4sident Thomas Bach, der den Ausschluss der russischen Sportler aus den Olympischen Spielen nicht hatte unterst\u00fctzen wollen.<\/p>\n<p>Einer russischen Journalistin wirft Seppelt vor :<br \/>\n<em><br \/>\n&#8222;Du bist dumm! Russische Journalisten, die auf ihr Land stolz sind, sie sind dumm&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Anstatt bei seinem Leisten zu bleiben und Sportreprotagen zu schreiben, spielte er sich in der \u00d6ffentlichkeit als sportpolitischer Chefstratege auf:<\/p>\n<p><em>&#8222;Ich bin der Auffassung, dass die Russen nicht teilnehmen sollten. Man muss ein Exempel statuieren, damit die Welt wei\u00df, dass es Konsequenzen hat, wenn man sich in einem solchen Ausma\u00df nicht an die Regeln des Sports h\u00e4lt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die beliebige Begr\u00fcndung daf\u00fcr, Russlands Team f\u00fcr die Olympischen Spiele in Rio klein zu machen, lautete eben &#8222;Doping&#8220;; sie h\u00e4tte auch &#8222;Korruption&#8220;, &#8222;Verletzung von Menschenrechten&#8220;, &#8222;Annexion der Krim&#8220; o.\u00e4. lauten k\u00f6nnen. Es ging Seppelt &amp; Co. ja nicht um Aufkl\u00e4rung, Hygiene und Fairness im internationalen Sportwettkampf, sondern in erster Linie um einen Beitrag zur massiven politischen Kampagne gegen Russland, abzulesen auch an Seppelts abf\u00e4llig gemeinter Bemerkung \u00fcber<\/p>\n<p><em>&#8222;die M\u00e4nnerfreundschaft zwischen Putin und dem deutschen IOC-Pr\u00e4sidenten Thomas Bach&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Olympiade wiederholte Seppelt in Komplizenschaft mit der gleichgeschalteten ARD-Sportjournalisten-Garde seine Angriffe gegen den IOC-Pr\u00e4sidenten. Dabei war jeder B\u00fcndnispartner genehm, auch der fr\u00fchere Diskus-Olympiasieger Robert Harting. In einer Programmbeschwerde schrieben wir am 10.8.2016:<\/p>\n<p><em>&#8222;ARD-aktuell hat es vers\u00e4umt, die opportunistische Haltung des Goldmedaillengewinners zu beleuchten. Es w\u00e4re journalistisch zwingend notwendig gewesen, nicht nur darauf hinzuweisen, wie wohlfeil Hartungs \u00c4u\u00dferung ist, sondern auch, welche Heuchelei und Doppelb\u00f6digkeit den Diskurs \u00fcber das Doping pr\u00e4gen. Diskussionen, wie sie hier gef\u00fchrt und publiziert werden, dienen vorrangig als systematische Propagandawaffe gegen Russland. Der indirekt vermittelte Eindruck, von anderen Sportnationen werde bei Olympia kein systematisches Doping betrieben, ist nichts anderes als Zuschauert\u00e4uschung. Harting, hatte noch im Jahr 2009 lautstark f\u00fcr eine eingeschr\u00e4nkte Freigabe von Dopingmitteln Stimmung gemacht und gleichzeitig die Opfer des systematischen Dopings in der DDR verunglimpft.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der NDR und im Ergebnis auch sein Rundfunkrat sahen das \u201enat\u00fcrlich\u201c ganz anders:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Redaktion stellt &#8230; sowohl Hartings als auch Bachs Standpunkte neutral, objektiv und umfassend dar&#8230; In der Gesamtbetrachtung zeigt sich eine ausgewogene und sachliche Darstellung der Positionen von Herrn Harting und Herrn Bach&#8230;&#8230; Auch bietet der kritisierte Online-Beitrag keinerlei Anhaltspunkte f\u00fcr den Vorwurf der Beschwerdef\u00fchrer, dass \u201eDiskussionen, wie sie hier gef\u00fchrt und publiziert werden, vorrangig als systematische Propagandawaffe gegen Russland dienen&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Gniffke verschwendete in dieser Stellungnahme also keinen Gedanken daran, dass ein Sportler wie Harting kein sonderlich glaubw\u00fcrdiges Aush\u00e4ngeschild im Anti-Doping-Diskurs ist.<\/p>\n<p>Als nach der Olympiade die Hacker-Gruppe &#8222;Fancy Bears&#8220; die medizinischen Daten westlicher Hochleistungssportler knackte, war von Seppelt und den Gniffkes nichts Nennenswertes \u00fcber diese Doping-F\u00e4lle zu erfahren. Da standen ja deutsche und nicht russische Sportler im Regen. Wir schrieben:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Frage, warum f\u00fcnf deutsche Sportler (darunter die Speerwerferin Christina Obergf\u00f6ll, Diskuswerfer Harting, die Tennisspielerin Siegesmund, die Schwimmer Vom Lehm und Reichert) Spitzenleistungen ablieferten, obwohl sie eigentlich schwer erkrankt und existenziell auf die Einnahme hilfreicher Medikamente angewiesen sind&#8220;, war unseren K\u00e4mpfern f\u00fcr einen sauberen Sport dann eher l\u00e4stig. Mit dem Zauberwort \u201eAusnahmegenehmigung\u201c wurden alle Zweifel zugedeckt &#8230;. Bei R. Harting reichte daf\u00fcr ein Hexenschuss. Das von ihm eingenommene Dexamethason, welches auch entz\u00fcndungshemmend wirkt, geh\u00f6rt \u2013 wie der Zufall will \u2013 zur Familie der synthetischen Steroidhormone. Und dieser Harting spielte dann auch noch den perfekten Anti-Doping-K\u00e4mpfer mit massiver medialer Unterst\u00fctzung durch ARD-aktuell.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Darauf Chefredakteur Gniffke (von Seppelt hatten wir in diesem Kontext selbstredend nichts geh\u00f6rt):<\/p>\n<p><em>&#8222;Sicherlich ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass Sportler Ausnahmegenehmigungen auch zur Leistungssteigerung nutzen, aber solange es keine Beweise f\u00fcr Doping gibt, wie im erw\u00e4hnten Fall Harting, k\u00f6nnen wir in der Berichterstattung nichts anderes behaupten. Die Unterstellung, ARD-aktuell w\u00fcrde westliche Sportler, vor allem deutsche, aus der Debatte \u00fcber Doping heraushalten, weisen wir zur\u00fcck. Unsere Berichterstattung orientiert sich an Fakten, nicht an Spekulationen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>So dreist k\u00f6nnen Stellungnahmen eines Chefredakteurs ausfallen, der auch in der allgemeinen Berichterstattung selbst den kleinsten Verdacht und jede Spekulation verwenden l\u00e4sst, um gegen Russland zu agitieren. Im nationalistischen Sinne erfolgreich war die AgitProp der ARD gegen die Russen im hier angesprochenen Vorgang allerdings am Ende nicht: Trotz einer arg gerupften russischen Olympiamannschaft hatten die Deutschen bei der anti-olympischen \u201eNationenwertung\u201c (\u201eMedaillenspiegel\u201c, vulgo: &#8222;Schwanzvergleich&#8220;) das Nachsehen.<\/p>\n<p>Seppelt lie\u00df trotzdem nicht locker. War er doch gerade so sch\u00f6n mit seinen &#8222;Reportagen&#8220; im (anti-russischen) Gesch\u00e4ft! Nach der Olympiade fand er ein weiteres Aktionsfeld. Nun trommelte er zusammen mit der WADA-Dopingagentur gegen Russland: In deren Augen gebe es dort in gro\u00dfem Umfang systematisches Doping im Fu\u00dfball. Entsprechend penetrante und \u201enat\u00fcrlich\u201c nicht belegte Mutma\u00dfungen fanden dann Eingang in die Berichterstattung der ARD \u00fcber den diesj\u00e4hrigen Confed-Cup in Russland. Bundestrainer Joachim L\u00f6w, offensichtlich genervt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es ist ein schwebendes Verfahren, ich m\u00f6chte keine Spekulationen anheizen. Wenn es so sein sollte, w\u00fcrde ich gerne alle Namen in der \u00d6ffentlichkeit h\u00f6ren. Die WADA oder die FIFA sollen dann Ross und Reiter nennen, dann k\u00f6nnen wir weitersehen, was passiert. Ich kann es nicht beweisen, aber von diesen Institutionen, die auch uns st\u00e4ndig testen, will ich Namen h\u00f6ren, sollte es sich bewahrheiten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Mit Blick auf einen weiteren H\u00f6hepunkt der unappetitlichen ARD-Russophobie zitieren wir hier die &#8222;NachDenkSeiten&#8220; (NDS):<\/p>\n<p><em>\u201eWenn es um \u201a\u00fcberkritische\u2019 oder gar \u201atendenzi\u00f6se\u2019 Russland-Berichterstattung geht, spielen die Sportredaktionen der \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien oft eine besonders unr\u00fchmliche Rolle. Auch beim in den letzten Wochen stattgefundenen Confed Cup sparten ARD und ZDF im Rahmenprogramm der Sportberichterstattung erwartungsgem\u00e4\u00df nicht mit einseitiger Kritik an Russland. Das wurde dem ehemaligen Fu\u00dfballstar Mehmet Scholl, der aktuell als ARD-Experte t\u00e4tig ist, offenbar zu viel. Scholl quittierte den Dienst f\u00fcr den Confed Cup und reiste nach Hause. Die ARD erkl\u00e4rte dies mit gesundheitlichen Gr\u00fcnden. Doch sp\u00e4ter kam heraus, dass es hinter den Kulissen wohl m\u00e4chtig gekracht hat: Scholl wollte eine ARD-Story \u00fcber vermeintliche Dopingprobleme im russischen Fu\u00dfball nicht mittragen und zog die Rei\u00dfleine. Chapeau vor so viel zivilem Ungehorsam.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Und als wolle der Deutsche Fu\u00dfballbund sich nachdr\u00fccklich mit Mehmet Scholl solidarisieren, verlas der deutsche Kapit\u00e4n der Nationalmannschaft Julian Draxler ein \u00f6ffentliches Lob auf Russland f\u00fcr die erwiesene Gastfreundschaft. Erwartungsgem\u00e4\u00df erfuhr aber das deutsche Publikum hier\u00fcber nichts von Dr. Gniffkes Qualit\u00e4tsjournalisten, weder in der Tagesschau noch auf Tagesschau.de, dem Online-Angebot (Abfrage-Ergebnis im Archiv von ARD-aktuell). Dem deutschen Publikum h\u00e4tte der Gedanke kommen k\u00f6nnen, dass die Russen gar nicht so \u00fcbel sind, wie Gniffke sie darstellen l\u00e4sst&#8230;<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt scheinen unsere Fu\u00dfball-Gr\u00f6\u00dfen ein anderes Bild von Russland zu haben als Gniffke und seine ihm gewogenen Rundfunkr\u00e4te pflegen. In einem Interview \u00e4u\u00dferte der FC-Bayern-Pr\u00e4sident Uli Hoene\u00df Anfang dieses Jahres:<br \/>\n<em><br \/>\n&#8222;\u2026dass wir Deutsche Russland so extrem kritisieren und so herabw\u00fcrdigend zur Seite schieben&#8220;,<\/em><br \/>\nsehe er mit gro\u00dfer Sorge.<\/p>\n<p>Hoene\u00df:<\/p>\n<p><em>&#8222;Mir ist durchaus bewusst, dass in Russland nicht nur Wohlt\u00e4ter arbeiten und Samariter besch\u00e4ftigt sind, aber ich glaube, dass es klug w\u00e4re, sich zusammen mit den Russen und Amerika den Problemen dieser Welt anzunehmen&#8220;, forderte der 64-J\u00e4hrige in der M\u00fcnchner &#8222;tz&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<p><em>&#8222;Gerade in Deutschland gibt es seit Jahren eine gro\u00dfe Anti-Russland-Stimmung, die ich f\u00fcr v\u00f6llig falsch halte.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Meldungen \u00fcber diese Interview-Aussagen des FC-Bayern-Pr\u00e4sidenten waren im Mainstream weit verbreitet. Nur Dr. Gniffkes \u201eQualit\u00e4ts\u201c- Journalisten blieben stumm. Die an uns adressierte Rechtfertigung:<\/p>\n<p><em>&#8222;Sie warfen der Redaktion erneut eine russlandfeindliche Grundhaltung vor. Diese Vorw\u00fcrfe weisen wir erneut als haltlos zur\u00fcck. Ob wir \u00fcber Interview-\u00c4u\u00dferungen von Uli Hoene\u00df zum deutsch-russischen Verh\u00e4ltnis berichten, obliegt unserer redaktionellen Entscheidung.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich tut sie das. Und da sie so ausfiel wie geschehen, muss der werte Herr sich daf\u00fcr kritisieren lassen: No News sind die Geschwister der Fake-News, Herr Doktor.<\/p>\n<p>\u00dcber die offiziellen Dopingw\u00e4chter der WADA \u2013 Seppelts Kampfgenossen \u2013 urteilte der gest\u00e4ndige fr\u00fchere Radprofi und Dopings\u00fcnder Floyd Landis:<\/p>\n<p><em>&#8222;Geben Sie sich keiner Illusion hin. Die Bem\u00fchungen der Welt-Dopingagentur WADA und der US-Agentur USADA sind nur Show und Fassade. Diese Leute bekommen Freikarten zu den Spielen. Das ist ihr eigentliches Zie<\/em>l.&#8220;<\/p>\n<p>Showcharakter, Populismus, Oberfl\u00e4chlichkeit, Ein\u00e4ugigkeit \u2013 solche kritischen Bewertungen ihrer Arbeit verdienen sich Tugendw\u00e4chter Seppelt und seine Gesinnungsfreunde in den Sportredaktionen der ARD, ganz zu schweigen von Dr. Gniffke, dem Chef der wichtigsten deutschen Nachrichtenredaktion.<\/p>\n<p>Es geht ihnen nur vordergr\u00fcndig um den Kampf gegen das Doping. Faktisch erzeugen und verbreiten sie ein unverdientes und unangebrachtes Saubermann-Image des deutschen Sports und leben ihre antirussischen Emotionen aus. Mit anderen Worten: Sie missbrauchen ihre Medienmacht, als st\u00fcnden sie nicht in Diensten der (zahlenden) \u00d6ffentlichkeit, sondern seien die publizistischen Vollzugsorgane unserer russlandfeindlichen Regierungspolitik.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag erschien zuerst <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/halbwahrheiten-doppelstandards-und-verschweigen\">im #Rubikon.<\/a><\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2966 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2966')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2966').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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