{"id":3408,"date":"2018-04-04T21:39:12","date_gmt":"2018-04-04T20:39:12","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=3408"},"modified":"2018-07-02T17:16:30","modified_gmt":"2018-07-02T16:16:30","slug":"der-kampf-um-ost-ghouta-durch-die-tagesschau-brille-gesehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/der-kampf-um-ost-ghouta-durch-die-tagesschau-brille-gesehen\/","title":{"rendered":"Der Kampf um Ost-Ghouta, durch die Tagesschau-Brille gesehen"},"content":{"rendered":"<p><em>Bildquelle ohne &#8222;\u00dcberschrift&#8220;: Reuters<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Dr. Gniffkes Macht um acht<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Programmkritik *) <\/strong><\/h3>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/syrien-duma-ghouta-101.html\">Der Kampf um Ost-Ghouta<\/a>, durch die Tagesschau-Brille gesehen<br \/>\nMindestens 5 Programmverst\u00f6\u00dfe in einem einzigen kurzen Beitrag<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Br\u00e4utigam <\/em><\/p>\n<p>Sechs Jahre lang f\u00fchrten internationale S\u00f6ldner und mehrere islamistische Terroristenorganisationen ein grauenhaftes Regime im syrischen Bezirk Ost-Ghouta. Sie erzwangen religi\u00f6se und ethnische \u201eS\u00e4uberungen\u201c, sperrten Andersgl\u00e4ubige (Alawiten) in K\u00e4fige und nutzten sie als menschliche Schutzschilde gegen Angriffe der syrische Armee. <a href=\"https:\/\/tcf.org\/content\/report\/into-the-tunnels\/\">Aron Lund, schwedischer Journalist<\/a>, hat dokumentiert, wie die &#8222;Rebellen&#8220; und &#8222;Aufst\u00e4ndischen&#8220; in Ost-Ghouta hausten und wie diese Herrschaft der islamistischen, salafistischen Milizen und ihrer Schariagerichte in der Praxis aussah. In all der Zeit war das Leid der Einwohner Ost-Ghoutas der Redaktion ARD-aktuell kaum eine Zeile wert. Selbst der permanente Beschuss von Wohngebieten im benachbarten Damaskus durch die &#8222;Rebellen&#8220; mit hunderten get\u00f6teten Zivilisten fand in der Tagesschau kaum Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p>Die an vielen anderen Kriegsherden im Land unter Feuer stehende syrische Armee hatte den Bezirk \u00f6stlich der Hauptstadt Damaskus zwar isolieren k\u00f6nnen, aber erst zu Beginn dieses Jahres verf\u00fcgte sie \u00fcber ausreichende Kr\u00e4fte f\u00fcr den Kampf zu seiner Befreiung. Prompt startete ARD-aktuell ihre Propaganda-Kampagne: gegen die syrische Armee und deren Verb\u00fcndete, die Streitkr\u00e4fte der Russen und der iranischen Hisbollah. Sie h\u00e4tten das Gebiet und seine hunderttausende Zivilisten \u201eeingeschlossen\u201c und versuchten nun mittels r\u00fccksichtsloser Bombardierung, es zu \u201eerobern\u201c.<\/p>\n<p>Die Tagesschau-Berichterstattung \u00fcber den syrischen Versuch, die Bewohner Ost-Ghoutas vom Terrorregime zu befreien, den M\u00f6rserbeschuss der &#8222;Rebellen&#8220; mit seinen t\u00f6dlichen Folgen f\u00fcr die Bewohner der Hauptstadt Damaskus zu beenden und nach Jahren grauenhafter islamistischer Tyrannei die staatliche Ordnung wiederherzustellen, litt von Anbeginn unter dieser propagandistisch verzerrten Perspektive.<\/p>\n<p>Chefredakteur Dr. Gniffke bot f\u00fcr ihre Beibehaltung alle ihm zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel auf, einschlie\u00dflich der ARD-Korrespondenten, die irgend daf\u00fcr infrage kamen. Seine redaktionelle Linie folgte getreulich der vergifteten agitatorischen Parole, die Bundeskanzlerin Merkel am 22.Februar 2018 ausgegeben hatte:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><em>&#8222;Was wir im Augenblick sehen, die schrecklichen Ereignisse in Syrien, der Kampf eines Regimes nicht gegen Terroristen, sondern gegen seine eigene Bev\u00f6lkerung, die T\u00f6tung von Kindern, das Zerst\u00f6ren von Krankenh\u00e4usern, all das ist ein Massaker, das es zu verurteilen gilt\u201c. <\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr zu regierungsfrommem Konformismus angehaltene Journalisten hie\u00df es also, zu \u201everurteilen&#8220; anstatt objektiv zu berichten. Am 23.2.2018 lie\u00df denn auch WDR-Reporter Hermann Krause (ARD-Sudio Moskau), erfahrener antirussischer Propagandist, getreulich Merkels Agitation eine Tirade \u00fcber russische Medien vom Stapel, weil deren Lageberichte aus Syrien nat\u00fcrlich keine transatlantische AgitProp im Stil der ber\u00fcchtigten \u201eBrutkastenl\u00fcge\u201c enthielten. Sie sahen vielmehr so aus (Auszug aus einem russischen TV-Beitrag):<\/p>\n<p><em>&#8222;Nun zu einem anderem Thema &#8211; die humanit\u00e4re Krise in Ost-Ghouta. In dieser Zone der Deeskalation beschie\u00dfen die K\u00e4mpfer die Zivilbev\u00f6lkerung. Sie benutzen die Menschen als Schutzschilder. Die Terroristen blockieren die Ausg\u00e4nge der Stadt und lassen keine humanit\u00e4re Hilfe zu.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Dem ARD-Krause gefiel das nicht. Er \u00fcberging die dschihadistischen Verbrechen \u2013 genau wie seine Vordenkerin im Kanzleramt \u2013 mit Vorw\u00fcrfen wie diesen:<\/p>\n<p><em> &#8222;Kein Wort \u00fcber Bombardierungen von Seiten der syrischen Luftwaffe. Dass auch russische Bomben auf die umk\u00e4mpfte Stadt fallen, wie von westlichen Medien gemeldet \u2013 auch dar\u00fcber kein Wort.&#8220;<\/em><br \/>\nDas sagt auch noch ein Herr Krause, der als notorischer Exponent der einseitigen Berichterstattung bekannt ist..<\/p>\n<p>Es folgt das \u00fcbliche propagandistische Verfahren von ARD-aktuell: Keine pr\u00e4zise Quellenangabe; Verkehren von Ursache und Wirkung; Konzentration auf den Schrecken anstatt auf dessen Ende; Ablenkung davon, dass nicht syrische Armee und deren Verb\u00fcndete das Terreorregime in Ost-Ghouta eingerichtet und gef\u00fchrt hatten, sondern Dschihadisten, Kopfabschneider, Terroristen und S\u00f6ldner aus aller Herren L\u00e4nder; Schweigen dar\u00fcber, dass deren Herrschaft mittels Mord und Totschlag von der \u201eWestlichen Wertegemeinschaft\u201c unterst\u00fctzt, finanziert, bewaffnet und angeleitet worden war mit dem Auftrag: &#8222;Assad muss weg\u201c. Das geostrategische Interesse des Westens an der Eroberung und Aufteilung Syriens und seiner Ressourcen und an der Nutzung des Landes als weiteres Aufmarschgebiet gegen Russland und dessen Verb\u00fcndeten blieb bei der ARD-aktuell-Berichterstattung au\u00dfen vor.<\/p>\n<p>Seine Propagandakampagne setzte ARD-aktuell in der gleichen Methodik fort, die auch in der Berichterstattung \u00fcber die Befreiung Ost-Aleppos praktiziert worden war: mit einem grausigen Mix aus fragmentarischen Fakten, Hetze, unbest\u00e4tigten Meldungen, Vermutungen und w\u00fcsten Behauptungen aus tr\u00fcben Dschihadisten-Quellen. Ein paar Kostproben:<\/p>\n<p><em>&#8222;Hunderte Tote. Zivilisten, Kinder. Bombardierte Krankenh\u00e4user. Unbest\u00e4tigten Meldungen zufolge Fassbomben der syrischen Armee.&#8220; &#8222;In Ost-Ghouta sind etwa 400.000 Menschen fast vollst\u00e4ndig von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten&#8230; Die Syrische Beobachtungsstelle f\u00fcr Menschenrechte meldete zudem, die syrische Luftwaffe habe mehrere D\u00f6rfer in der Enklave beschossen. Ein Hubschrauber habe zwei Fassbomben abgeworfen, in einigen Orten seien zudem Raketen und Granaten eingeschlagen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>SWR-Korrespondent Hechler (ARD-Studio Kairo), pers\u00f6nlich im Wortsinne weitab vom Schuss, wartet gar mit Videos aus Ost-Ghouta auf. Die Herkunft des Filmmaterials bleibt unerw\u00e4hnt, es handelt sich eindeutig nicht um Eigenproduktion, sondern um Erzeugnisse der dschihadistischen M\u00f6rder. Gezeigt werden nicht informierende, sondern emotionalisierende Bilder von Opfern des Krieges. Das Leiden der syrischen Zivilbev\u00f6lkerung wird instrumentalisiert mit dem \u00fcblichen Fingerzeig auf Assad und seine Verb\u00fcndeten als die &#8222;Schuldigen&#8220;.<\/p>\n<p>Obwohl kein ARD-Reporter Ost-Ghouta betreten und sich selbst davon \u00fcberzeugt hat, wird in dem Beitrag behauptet:<\/p>\n<p><em>&#8222;Aber die meisten der 400.000 Menschen in Ost-Ghouta &#8230; bleiben dort, weil sie Angst vor den Assad-Truppen haben, vielleicht auch, weil Aufst\u00e4ndische sie an der Flucht hindern.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>\u201cAngst vor den Assad-Truppen\u201d wird somit zur Tatsache erhoben. Behinderung durch \u201cAufst\u00e4ndische\u201c bleibt hingegen nur ein \u201cVielleicht\u201d. Das ist gezielt prpagandistische Spekulation: Nichts wird belegt, aber m\u00f6rderische Terroristen werden zu \u201cAufst\u00e4ndischen\u201d geadelt.<\/p>\n<p>Die beweislose und auf puren Ger\u00fcchten basierende Verd\u00e4chtigung, die syrische Armee habe trotz Chemiewaffenverbots Giftgas eingesetzt, durfte in diesem ARD-Prachtst\u00fcck von AgitProp nat\u00fcrlich ebenfalls nicht fehlen:<\/p>\n<p><em>&#8222;Mediziner und Anwohner meldeten am Mittwochabend Todesf\u00e4lle durch Ersticken und Menschen, die Schwierigkeiten beim Atmen hatten. Sie warfen der Regierung vor, in der Nacht Chlorgas eingesetzt zu haben. Ein Chirurg in Ost-Ghouta sagte, er habe Kinder mit Atemproblemen behandelt. Eine unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigung gab es nicht.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Als sich abzeichnet, dass die von der ARD medial geradezu geh\u00e4tschelten Terroristen auf der Verliererstra\u00dfe sind, meldet Gniffkes Qualit\u00e4tstruppe:<\/p>\n<p><em>&#8222;Angesichts der anhaltenden Gefechte fl\u00fcchteten erneut Tausende Zivilisten aus Ost-Ghouta.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Mit keinem Wort wird darauf hingewiesen, dass es eine Flucht vor den Terroristen war, \u00fcber von syrischer Armee und Russen gesicherte Fluchtkorridore. Solche hilfreichen Hinweise f\u00fcr ein objektiveres Bild vom Geschehen wurden dem TV-Zuschauer nicht gew\u00e4hrt. Zwischendurch stattdessen der R\u00fcckgriff auf Behauptungen des obskuren Kleiderh\u00e4ndlers aus Coventry und seiner \u201cSyrischen Beobachtungsstelle f\u00fcr Menschenrechte\u201d:<\/p>\n<p><em>&#8222;Im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghouta sind Aktivisten zufolge bei einem Angriff auf eine Schule mindestens 22 Menschen get\u00f6tet worden, darunter 16 Kinder.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>\u201cInformationen\u201d, f\u00fcr die es keinerlei Beweise gab, keine weiteren Fakten, keine Best\u00e4tigung aus anderen Quellen. Mutma\u00dflich reine Erfindungen.<\/p>\n<p>Nach der Kapitulation der meisten Terroristen-Verb\u00e4nde dann SWR-Korrespondent K\u00fchntopp (ARD-Studio Kairo), bekannt als Saudi-Arabien-Fan, mit einem Res\u00fcmee:<\/p>\n<p><em>&#8222;Syrische Staatsmedien feiern &#8222;Befreiung&#8220; von Ost-Ghouta&#8220;<\/em><\/p>\n<p>schrieb er anges\u00e4uert und setzte das Wort \u201cBefreiung\u201d in Anf\u00fchrungszeichen, um den ganzen Vorgang fragw\u00fcrdig zu machen. Freilich, f\u00fcr die bis dato in Ost-Ghouta herrschenden terroristischen Besatzer war es eine Niederlage, der erzwungene Abzug aus dem Bezirk.<\/p>\n<p>Einfacher und zudem wertungsfrei w\u00e4re es demnach gewesen, auf den Begriff \u201cBefreiung\u201d ganz zu verzichten und lediglich von einer Einnahme des Bezirks zu schreiben.<\/p>\n<p>K\u00fchntopps Wertung ist unvereinbar mit der Pflicht zur unparteiischen Berichterstattung.<\/p>\n<p>Weiter hei\u00dft es:<\/p>\n<p><em>&#8222;Ghouta unter Assads Kontrolle&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Diese Schlagzeile ist unvereinbar mit der Richtlinie im Rundfunkstaatsvertrag, &#8222;sachlich und objektiv&#8220; zu berichten. Sie ist eine negativ konnotierte, personalisierende und abwertende Formel, die in agitatorischer Absicht ignoriert, dass ein milit\u00e4rischer Akt zur Wiederherstellung legaler Staatlichkeit stattgefunden hat. Korrekt w\u00e4re der Ausdruck &#8222;unter Kontrolle der syrischen Regierung&#8220; gewessen. Personalisierung und D\u00e4monisierung von Politikern in Konfliktlagen sind hingegen staatsvertragswidrige Mittel der Desinformation und Propaganda.<\/p>\n<p>Wochenlang behauptete ARD-aktuell, 400.000 Menschen seien in Ost-Ghouta eingeschlossen. Jetzt hei\u00dft es erst vorsichtiger &#8222;zun\u00e4chst lebten noch 400.000 Menschen&#8220; in der Stadt. Und dann, ohne jegliche Erkl\u00e4rung, ist pl\u00f6tzlich nur noch von 100.000 Menschen die Rede, die die Stadt verlie\u00dfen. Wo ist der Rest geblieben?<\/p>\n<p>Eine Antwort hat und bietet ARD-aktuell nicht. Es ist dasselbe methodische Dilemma wie bei der Befreiung Ost-Aleppos: Von den aufgebauschten Zahlen, erfunden und verwendet zur Verst\u00e4rkung des Effekts der antirussischen und antisyrischen Propaganda, kommt ARD-aktuell mit Anstand nicht wieder herunter, also werden sie einfach nicht mehr erw\u00e4hnt. Das Kollektivged\u00e4chtnis ist kurz, meint man bei ARD-aktuell zu wissen.<\/p>\n<p>Kein Wort auch \u00fcber die &#8222;Weisshelme&#8220; und ihre Freunde, die das ARD-Studio im 1000 km entfernten Kairo gegen gutes Rundfunkgeb\u00fchren-Geld mit dschihadistischen Propagandafilmchen \u00fcber Ost-Ghouta versorgt hatten. Wie bereits in Ost-Aleppo verschwanden diese &#8222;Aktivisten&#8220; schlagartig von der Bildfl\u00e4che und aus der Berichterstattung.<\/p>\n<p>Gut informierte Quellen (u.a. https:\/\/nocheinparteibuch.wordpress.com) berichten, dass sie den Terroristen und dem Heer internationaler S\u00f6ldner nach Idlib, dem letzten Zufluchtsort der Kopfabschneider im Nordwestzipfel Syriens gefolgt sind. Das Verschweigen des Verbleibs der &#8222;Weisshelme&#8220; verst\u00f6\u00dft gegen das staatsvertragliche Gebot, &#8222;umfassend&#8220;, d.h. \u00fcber alle wesentlichen Fakten zu berichten.<\/p>\n<p>K\u00fchntopp f\u00fchrt weiter aus:<\/p>\n<p><em>&#8222;Mitte M\u00e4rz entkamen die ersten Zivilisten der H\u00f6lle, zu der Ost-Ghouta geworden war&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Das ist Boulevard-Journalismus primitivster Art. Er unterstellt zumindest indirekt, dass der Bezirk erst mit Beginn der Befreiungskampagne der syrischen Armee zur \u201cH\u00f6lle\u201d wurde; aufgrund aller Zeugenaussagen aus dem nun wieder befriedeten Ost-Aleppo ist aber davon auszugehen, dass in Ost-Ghouta bereits seit mehr als f\u00fcnf Jahren f\u00fcrchterliche Zust\u00e4nde herrschten.<\/p>\n<p>Der kurze Beitrag der ARD-aktuell verst\u00f6\u00dft mindestens f\u00fcnfmal gegen ma\u00dfgebliche Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages, ganz zu schweigen von den unz\u00e4hligen Verst\u00f6\u00dfen seit Beginn der Kampagne am 22.2.18. Verletzt wurden die Verpflichtung zu objektiver, unabh\u00e4ngiger und sachlicher Berichterstattung, gest\u00fctzt auf \u00fcberpr\u00fcfte Fakten, sowie der Auftrag, den Zuschauer zu einem eigenst\u00e4ndigen sachgerechten Urteil zu bef\u00e4higen. Auch der Auftrag, zur V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung Dienliches beizutragen, wurde nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Diese gesetzlichen Verpflichtungen, gegen die st\u00e4ndig und skrupellos versto\u00dfen wird, sind in<\/p>\n<p>\u00a7\u00a7 5.7 und 8 NDR Staatsvertrag, \u00a7 11e Rundfunkstaatsvertrag sowie in den daraus abgeleiteten \u201cGrunds\u00e4tze f\u00fcr die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm Erstes Deutsches Fernsehen und anderen Gemeinschaftsprogramen und \u2013angeboten\u201d festgelegt. Wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, sind diese gesetzlichen Verpflichtungen f\u00fcr ARD-aktuell, f\u00fcr die Intendanten und ihre Hilfswilligen in den Rundfunkr\u00e4ten allerdings nur Makulatur.<\/p>\n<p><strong>*)Programmkritik <\/strong><\/p>\n<p>Wir verzichten zuk\u00fcnftig auf die Rubrizierung \u201eProgrammbeschwerde\u201c und auf entsprechende Schreiben an den NDR-Rundfunkrat (s. Anhang). Viele hundert Male haben diese Prozeduren nur zu unergiebigem Schriftwechsel gef\u00fchrt, mit hohem Zeitaufwand f\u00fcr uns. Wir halten argumentative \u00f6ffentliche Auseinandersetzung mit dem problematischen Informationsangebot aber weiterhin f\u00fcr n\u00f6tig und werden sie im neuen Format \u2013 wie hier \u2013 als &#8222;Programmkritik&#8220; fortsetzen.<\/p>\n<p>An: &#8222;NDR RR VWR&#8220; gremienbuero@ndr.de Datum: 3. April 20018 Betreff: Programmbeschwerden<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Dr. H\u00f6rmann,<\/p>\n<p>wir haben Ihr Schreiben vom 23.3.2018 zur Kenntnis genommen. 19 Programmbeschwerden, pauschal abgelehnt, einige erst nach Ablauf von fast einem Jahr seit Eingabe, allesamt argumentationslos und ohne jegliche Begr\u00fcndung \u201eerledigt\u201c. Diese siebente Massenabfertigung demonstriert nur einmal mehr die Abwesenheit von Sachkompetenz und B\u00fcrgersinn im gesamten Rundfunkrat.<\/p>\n<p>Ihnen als Vorsitzendem blieb es vorbehalten, das Rechtsmittel &#8222;Eingabe&#8220; nach \u00a7 13 NDR-StV \u2013 unter Inanspruchnahme der Beihilfe Ihrer Politikerfreunde in den Staatskanzleien \u2013 noch weiter zu entwerten, Eingaben beliebig und zwecks Arbeitsvermeidung in &#8222;Anregungen&#8220; oder &#8222;Beschwerden\u201c einzuteilen und ihnen allenfalls eine formale Larifari-Behandlung angedeihen zu lassen.<\/p>\n<p>Zu Ihrem rechtsmissbr\u00e4uchlichen Umgang mit einem Grundrecht der Rundfunkteilnehmer wollen wir nicht l\u00e4nger Material liefern.<\/p>\n<p>Auf Ihre formale Erledigung unserer noch offenen (+) 50 Beschwerden legen wir aus den genannten Gr\u00fcnden keinen Wert mehr.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nFriedhelm Klinkhammer, Volker Br\u00e4utigam<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3408 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3408')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3408').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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