{"id":3533,"date":"2018-05-20T22:56:46","date_gmt":"2018-05-20T21:56:46","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=3533"},"modified":"2018-07-05T12:42:16","modified_gmt":"2018-07-05T11:42:16","slug":"ramadan-ein-alter-deutscher-brauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/ramadan-ein-alter-deutscher-brauch\/","title":{"rendered":"Ramadan \u2013 ein alter deutscher Brauch"},"content":{"rendered":"<p><em>Bildquelle: DLF (imago\/biky)<\/em><\/p>\n<p>Ramadan \u2013 ein alter deutscher Brauch? Mitunter kann es ja hilfreich sein, bestimmte Beitr\u00e4ge und Kommentare unter dem Gesichtspunkt der Satire zu beleuchten. Satire muss nicht unbedingt komisch sein, aber kritisch, Satire will Bewusstsein schaffen, nachdenklich machen und Verhaltens\u00e4nderungen provozieren. <a href=\"http:\/\/www.buecher-wiki.de\/index.php\/BuecherWiki\/Satire\">Satire will<\/a> belehren, verbessern und dabei gesellschaftliche Zust\u00e4nde und bestimmte Protagonisten l\u00e4cherlich machen. Satire darf bekanntlich alles &#8211; jedoch die pr\u00e4sentierten Fakten m\u00fcssen trotzdem wahr sein. Und genau daran hapert es in diesem Meinungsbeitrag, findet der Beschwerdef\u00fchrer.<\/p>\n<p><strong>Programmbeschwerde gegen Beitrag vom 16.05.2018 im Politischen Feuilleton<br \/>\nRamadan \u2013 ein alter deutscher Brauch<\/strong><\/p>\n<p>Deutschlandradio<br \/>\nz. Hd. Herrn Intendanten Stefan Raue<br \/>\nRaderbergg\u00fcrtel 40<br \/>\n50968 K\u00f6ln<\/p>\n<p>Quelle: http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/beginn-des-fastenmonats-ramadan-ein-alter-deutscher-brauch.1005.de.html?dram%3Aarticle_id=417999<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Raue,<\/p>\n<p>gegen den oben benannten Beitrag lege ich hiermit Programmbeschwerde wegen Versto\u00dfes von \u00a7 3 Abs. 1 der Satzung der K\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechts \u201eDeutschlandradio\u201c ein. Urspr\u00fcnglich bin ich davon ausgegangen, dass es sich bei dem Beitrag um eine Satire handelt. Ich bin aber inzwischen zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass es sich hierbei um eine ernst gemeinte Sichtweise des Autors handelt. Bei aller Ber\u00fccksichtigung der kulturellen Vielfalt, zu der der Sender in Abs. 2 desselben Paragrafen verpflichtet ist, d\u00fcrfen jedoch die anekdotischen \u00dcberzeugungen des Autors nicht derart von der Lebenswirklichkeit in Deutschland abweichen. Zumindest h\u00e4tte hier eine deutliche Gegenposition durch den Sender ausgearbeitet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die These, dass der Ramadan in Deutschland l\u00e4nger verbreitet ist, als das Oktoberfest, entbehrt jeder Grundlage. Herr G\u00fcvercin versucht auf subtile Art und Weise den Eindruck zu erwecken, dass der Islam seit ewigen Zeiten fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft sei. \u201eDer Ramadan mit seiner Spiritualit\u00e4t und Konzentration auf das Wesentliche ist ein wichtiger Teil Deutschlands, auch wenn es vielen nicht bewusst sein mag. Es ist f\u00fcr uns als Deutsche wichtig, \u00fcber solche Glaubenswelten zu reflektieren, uns damit n\u00e4her zu besch\u00e4ftigen, darin einzutauchen.\u201c Der Autor spricht in der \u201eWir\u201c-Form. Dies empfinde ich als \u00fcbergriffig. Insbesondere im Hinblick darauf, da Deutschland sich als s\u00e4kularer Staat empfindet.<\/p>\n<p>Die derzeitig massenhaft stattfindende und von den verantwortlichen Akteuren aktiv betriebene Einwanderung und Ansiedlung von muslimischen Menschen ver\u00e4ndert f\u00fcr jeden sichtbar unsere Gesellschaft. Mag sein, dass dem Deutschlandfunk aufgrund seiner eingeschr\u00e4nkt politischen Unabh\u00e4ngigkeit hier die H\u00e4nde gebunden sind, kritisch dazu Stellung zu beziehen. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung spricht immerhin in den Zeilen 4804 und 4859 von Relocation und Resettlement und bringt damit deutlich zum Ausdruck, dass die Einwanderung- insbesondere von muslimischen Menschen- zuk\u00fcnftige auf legale Weise uneingeschr\u00e4nkt weitergef\u00fchrt werden soll.<\/p>\n<p>Es scheint hier also der Verdacht nahe zu liegen, dass dieser Beitrag der zielgerichtete Versuch ist, politische Meinungen und \u00f6ffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine von der Regierung erw\u00fcnschten Richtung zu steuern. Dies steht im Gegensatz zu pluralistischen und kritischen Sichtweisen, welche durch unterschiedliche Erfahrungen, Beobachtungen und Bewertungen sowie einen rationalen Diskurs geformt werden, denen sich der Deutschlandfunk nach meiner festen \u00dcberzeugung mehr verpflichtet f\u00fchlen sollte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/forum\/viewtopic.php?f=44&#038;p=8608#p8608\">Link zur Beschwerde im Archiv<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3533 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3533')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3533').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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