{"id":4216,"date":"2018-09-11T12:41:44","date_gmt":"2018-09-11T11:41:44","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=4216"},"modified":"2018-09-30T19:47:15","modified_gmt":"2018-09-30T18:47:15","slug":"der-anfang-vom-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/der-anfang-vom-ende\/","title":{"rendered":"Der Anfang vom Ende &#8211; Essay \u00fcber die Verwahrlosung des Journalismus"},"content":{"rendered":"<p>Fotoquelle: Joshua Haviv\/Shutterstock.com<\/p>\n<p><strong>Ein Essay \u00fcber die Verwahrlosung des Journalismus, dessen Sinn und Auftrag im Ground Zero verdampfte.<\/strong><br \/>\n<em>von Wolf Reiser<\/em><\/p>\n<p>Seit langem schon haben sich die deutschen Medien von ihrer grunds\u00e4tzlichen Funktion in unserer Gesellschaft verabschiedet und sich ihrer Existenzberechtigung entledigt. Wer die Arbeit der \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender und jene der f\u00fchrenden Tageszeitungen und Magazine \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum verfolgen konnte, erlebt, dass sich mit 9\/11 nicht nur ein paar Gesch\u00e4ftst\u00fcrme zu Schutt und Asche verwandelten, sondern auch Auftrag und Sinn des Journalismus im Ground Zero verdampften.<\/p>\n<p>Menschen, die in meinem Schwabinger Kaffeehaus nach wenigen Minuten eines Leseversuchs mit Kopfsch\u00fctteln ihre einst geliebte S\u00fcddeutsche Zeitung zu Seite legen, fragen mich immer h\u00e4ufiger, da sie wissen, dass ich viele Jahrzehnte f\u00fcr fast alle nennenswerten Printorgane gearbeitet habe, was eigentlich aus uns Journalisten geworden ist, wann das alles begann mit dem sittlichen Zerfall und ob sich die Branche irgendwann einmal von dieser Implosion erholen wird, ein Fakt, womit sie sich nicht auf den Einbruch an den Kiosken beziehen.<\/p>\n<p>Wenn ich in Erz\u00e4hlstimmung bin, dann plaudere ich ein wenig oder empfehle dem einen oder anderen mal nachzulesen, wie Sebastian Haffner sich \u00fcber Goebbels und dessen Umgang mit den Medien \u00e4u\u00dferte:<\/p>\n<p><em>\u201eDieser versuchte n\u00e4mlich nicht, das gesamte deutsche Volk zu national-sozialistischen Ideen zu bekehren, sondern er verlegte seine Anstrengungen darauf den B\u00fcrgern durch die Medien eine heile Welt vorzuspiegeln. Er verbot die b\u00fcrgerlichen Zeitungen nicht und man kann nicht einmal sagen, dass er sie nazifizierte. Die meisten alten Redaktionen der gro\u00dfen b\u00fcrgerlichen Zeitungen schrieben, wie sie immer geschrieben hatten und genau so sollten sie auch schreiben. Es gab im Dritten Reich durchaus eine Art Pressevielfalt. Der Zeitungsleser hatte die Wahl, die Dinge so dargestellt zu sehen, wie er es sich w\u00fcnschte und gem\u00e4\u00df seiner Stimmungslage weiter bedient zu werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Donnerwetter, sagen meine G\u00e4ste, das h\u00e4tten sie sich ganz anders vorgestellt, mit St\u00fcrmer und V\u00f6lkischem Beobachter und die ganzen Edelfedern der inneren Emigration drau\u00dfen in Dachau beim Steineklopfen oder dem Auswendiglernen von <em>\u201eMein Kampf\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Was aber haben Haffners k\u00fchle Einlassungen mit der Gegenwart zu tun, mit dem neuen Deutschland 2018 und seiner neoliberal-zentral-populistischen Breitbandfront aus Zeit, Welt, SZ, Spiegel, taz, FAZ, Tagesspiegel und den kl\u00e4glichen Sendemast-Tr\u00fcmmern von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio zu tun?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach jener legend\u00e4ren ZDF-Anstalts-Sendung im Januar 2015, in deren Verlauf die Herren Uthoff und von Wagner mit ein paar Strichen die moralische Verkommenheit vieler eingebetteter Alpha-Autoren und gut informierter Hauptstadtjournalisten an die Wand warfen und vor allem deren NATO-Propaganda herausstellten, begannen in Deutschland endlich ein paar Kollegen aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen und gegen den Strich zu recherchieren.<\/p>\n<p>Bald stie\u00dfen sie im Internet auf ganz offen abgedruckte vertragliche <em>\u201eSpielregeln\u201c<\/em>, die f\u00fcr feste Mitarbeiter des Springer-Verlags gelten. Seither wird da munter herumgefummelt und modifiziert von Seiten der Verlagsleitung und behauptet, dass das doch nur vage Betriebsanleitungen seien, Orientierungshilfen f\u00fcr junge Mitarbeiter und Petitessen eigentlich, die keiner Erw\u00e4hnung wert seien. Indessen geh\u00f6ren die aufgef\u00fchrten Punkte seit geraumer Zeit schon zum <em>\u201eDeal\u201c<\/em> nahezu aller gro\u00dfen Verlage und Sender mit ihren Arbeitnehmern. Das hei\u00dft in der Konsequenz: wer hierzulande als <em>\u201eseri\u00f6ser\u201c<\/em> Journalist Geld verdienen m\u00f6chte und vorhat, so etwas wie eine Karriere zu machen, muss folgende Vorgaben bedienen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das unbedingte Eintreten fu\u0308r den freiheitlichen Rechtsstaat, f\u00fcr Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und f\u00fcr die F\u00f6rderung der Einigungsbemu\u0308hungen der V\u00f6lker Europas.<\/li>\n<li>Das Herbeifu\u0308hren einer Auss\u00f6hnung zwischen Juden und Deutschen sowie die Unterstu\u0308tzung der Lebensrechte des israelischen Volkes.<\/li>\n<li>Die Unterstu\u0308tzung des transatlantischen Bu\u0308ndnisses und die Solidarit\u00e4t in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.<\/li>\n<li>Die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus und die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.<\/li>\n<li>Die Unterst\u00fctzung der EU, ihrer Politik und Einrichtungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Anbetracht dieser ziemlich einengenden Berufsformatierung erkl\u00e4rt es sich auch, dass heute Kollegen wie die Hobbyaktivisten Dunja Hayali, der gedopte Russland-Experte Hajo Seppelt oder der Pool-Investigator Georg Mascolo als wandelnde Sturmgesch\u00fctze der Aufkl\u00e4rung gefeiert werden.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zum Komplettversagen der Linken, dass sie sich die Sache mit der L\u00fcgenpresse von den Dumpfbacken der Pegida aus der Hand nehmen lie\u00df und seither jede eigene Medienkritik mit einer umst\u00e4ndlichen und w\u00fcrdelosen Distanzierung von der AfD einleiten muss. Da man den Kampf sang- und klanglos vergeigte, verliert sich das aktuelle R\u00fcckzugsgebiet des wahrhaftigen Journalismus im parzellierten Weltreich der Off-Medien und den Social-Media-Magazinen, Blogs und Foren. Zum einen aber f\u00fcllen wir Autoren dort Tag f\u00fcr Tag und digital h\u00fcbsch aufbereitet die l\u00fcckenlosen Dateien f\u00fcr zuk\u00fcnftige Gestapo-Anh\u00f6rungen aus. Zum anderen r\u00fccken uns auch hier die halbprivatisierten Zensurgauwarte des Innenministeriums und der Bertelsmann-Krake unter dem Hate-Speech-Vorwand auf den Leib.<\/p>\n<p><strong>Doch zur\u00fcck zum Thema: Wie hat das eigentlich begonnen? Ab wann wurde der wahrhaftige Journalismus gekapert und trojanisiert? Und wie erkl\u00e4ren wir 1968er und Nie-Wieder-Parolendrescher unseren Kindern, warum man es nicht kommen sah und wieso man sich nicht wehrte, damals, heute und morgen, wobei es schon 1985 fast zu sp\u00e4t war?<\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 1985 war \u2013 ob in Bezug auf Auflagen, Ums\u00e4tze oder inhaltliche und formale Grandezza \u2013 das Rekordjahr des deutschen Printwesens. Man kam als freier Autor, der querbeet f\u00fcr Stern, Playboy, SZ oder Geo wie Vogue schrieb, auf richtig gute Honorare, man reiste mit der Carte Blanche des jeweiligen Verlags und genoss allerorts mit diesem Presseausweis eine echte Reputation. Heute wird nur noch gekichert, wenn man den albernen Plastikausweis in die H\u00f6he h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Alle Beteiligten auf diesem Parcours ritten indessen auf einem viel zu hohen Ross, um den Knacks zu h\u00f6ren, den Scott Fitzgerald beschreibt, diesen fast unh\u00f6rbaren ersten Sprung in einem alten Porzellanteller, der nach und nach zu einem Riss wird und am Ende zerbrochene Teile hinterl\u00e4sst. Und so \u00e4hnlich verhielt sich das mit dieser sachte erkaltenden Liebe zwischen Verlag und Freelancern, Redakteuren und Autoren, Verlag und Ressortleitern. Doch sie war da und wuchert bis heute hin, diese schleichende Entfremdung, die Irritation, das wachsende Unbehagen im Tun und F\u00fchlen und in Folge eine Leere und tapsige Versuche, \u00fcber die Bruchkante hinwegzul\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Im selben Jahr begr\u00fc\u00dfte Kanzler Kohl die privaten Infotainer von RTL und Sat. 1 und fast alle meiner Kollegen von Print und Funk lie\u00dfen sich einlullen vom Geschw\u00e4tz einer neuen, flotten, bunten Medienzukunft. Seither tobt sich das infantile Tutti-Frutti munter aus und t\u00e4glich geschieht die Berlusconisierung der Republik. Dann fiel die Berliner Mauer und der Eiserne Vorgang wurde zerrissen und aus \u00d6sterreich flutete all der Lifestyle ins Land, Tempo, Wiener, die Befreiung von Jesussandalen und Gewissensbissen. Pl\u00f6tzlich ging es um Toskana-Weine, handgen\u00e4hte Lederschuhe, Boutiquehotels, Designreisen. Fast alle seri\u00f6sen Magazine schleckten Markus Peichl die Fu\u0308\u00dfe und betrieben umgehend Kurskorrektur: weg mit dem Elend der Welt, dem ewig Negativen, dem Apo-Opa-Muff. Techno, Dumpfrave und Ecstasy verdr\u00e4ngen Kiff und Hippieideale.<\/p>\n<p>Die kurz danach einsetzende Dotcomdekade machte den Neoliberalismus auf allen Ebenen salonf\u00e4hig. Modriger M\u00fcll wie etwa Focus-Money machte deutschen Spie\u00dfern Telekom- und Infineon-Aktien schmackhaft oder listete die 50 besten Zahn\u00e4rzte Bayerns auf. Das Ranking zog ein im deutschen Bl\u00e4tterhaus und die schicken PR-Agenturen diktierten nach und nach die Inhalte, bis sich nahezu alle Redaktionen in Endabnehmer von Produktwerbung und Nachrichtenfake verwandelt hatten.<\/p>\n<p>Operation <em>\u201eAll along the Watchtower\u201c<\/em>: Am 11. September 2001 implodierten in New York mehrere Tu\u0308rme. Jeder Besitzer eines Resthirns kann heute die Namen der drei beteiligten Geheimdienste nennen. Nur er tut es nicht, vor allem, wenn er Journalist ist und die Hypotheken seiner Altbauwohnung noch nicht abbezahlt hat.<\/p>\n<p>Wie sehr die USA an Aufkl\u00e4rung interessiert waren und sind, beweist der Fakt, dass man fu\u0308r den Lewinsky-Untersuchungsausschuss zehnmal mehr ausgegeben hatte als zur genauen Ergru\u0308ndung jenes Talibanblitzkriegs. Rot-Gru\u0308n \u2013 Tinte und Blut von Belgrad waren noch nicht getrocknet \u2013 stand stramm zur Seite. Es wurde unverbru\u0308chliche Treue geschworen, transatlantische Einigkeit, Schweigeminuten, Schweigejahre, Hundejahre, in denen uns SPD-Genossen und die Leitartikler der Gro\u00dfmagazine die Freiheit am Hindukusch besangen.<\/p>\n<p>Vor Colin Powells Powerpoint-Vortrag wagten nur ein paar Greise wie Stockhausen, Grass, Theodorakis oder Scholl-Latour Einspruch zu erheben. Sie erinnerten an so komische Parallelen zu Ereignissen wie am Golf von Tonkin, Pearl Harbor, Kosovo, an die Kennedy-Attentate, an Kissingers Chiletricks und \u00e4hnliche Ungereimtheiten in der Wesenswelt der angels\u00e4chsischen Pyromanie. Ich selbst las damals zur Erholung Balzacs tolldreiste Erz\u00e4hlungen und stie\u00df dort auf eine dahingeworfene Trouvaille:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs gibt zwei Arten von Geschichte: Die eine ist die offizielle, gesch\u00f6nte, jene, die gelehrt wird, eine Geschichte ad usum delphini; und dann ist da die andere, geheime Geschichte, welche die wahren Ursachen der Ereignisse birgt, eine besch\u00e4mende Geschichte.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>In Moskau kotzte Jelzin die Duma voll, w\u00e4hrend die vom Stalinismus befreiten L\u00e4nder der Balten, die Polen oder Tschechen sich darin u\u0308berboten, den lupenreinen Demokraten aus Washington und London elegant outgesourcte Guant\u00e1namos anzubieten.<\/p>\n<p>Uns Freien, sofern sie noch einen Funken W\u00fcrde in sich versp\u00fcrten und Reste eines Gewissens, wurde ohne weitere Erkl\u00e4rung klargemacht, woher die Winde von nun an wehen. Es galt auf einmal, die Sch\u00f6nheit Deutschlands zu entdecken und \u00fcberhaupt die Wiederbesinnung auf <em>\u201ekonstruktive Themen\u201c<\/em> zu pflegen. Dazu geh\u00f6rte es auch, beim Honorar Abstriche zu machen, denn erbauliche und nette Sachen, die sind ja wie eine zweite W\u00e4hrung und auch gut f\u00fcr die Nerven.<\/p>\n<p>In den Redaktionen kratzten sich die seltsam verstimmten Kollegen bei politischen Themen am K\u00f6pfchen und schw\u00e4rmten hingegen f\u00fcr weiche Sujets, wie alles rund um Freizeit, Kuchenbacken, Yoga, Rumreisen auf Agenturkosten, so irgendwie Menschelndes halt, etwa \u00fcber Klinsis Sommerm\u00e4rchen, wir hauen die Polen weg oder was in Richtung Landlustgartenlaubenmuff. Dankbar und rotb\u00e4ckig nahmen die freien Autoren die Brocken an, denn mit jedem Tag mehr wurde einem \u2013 rein \u00f6konomisch auch \u2013 die alternativlose Situation deutlich.<\/p>\n<p>Once upon a time lieferten Freie mehr als die H\u00e4lfte der Inhalte. Wir waren naturgem\u00e4\u00df ein wenig frischer, flexibler und weisungsungebundener als festangestellte Kollegen. Doch nun waren wir frei zum Abschuss und suchten die Fehler bei uns selbst, wie es sich geh\u00f6rt f\u00fcr ein abh\u00e4ngiges Subjekt. Dass die unsichtbare Trennung von Festen und Freien einem clever eingef\u00e4delten und hoch \u00fcbergeordneten System gehorchte, wurde nur wenigen Betroffenen bewusst und die meisten kapieren es auch heute noch nicht. Zwischen 1985 und 2001 hatte das gro\u00dfe Desinfizieren eingesetzt und die Agenten setzten die allj\u00e4hrlichen Bilderberg-Vorgaben subtil und perfide um.<\/p>\n<p>Sie zerst\u00f6rten die Kommunikation zwischen Innen und Au\u00dfen, sie zerst\u00fcckelten das einst gemeinsame Know-How in hierarchische Wissenspartikel und schufen so die erste Grundlage f\u00fcr Misstrauen und Neid. Die Ideen von uns Freien wurden ignoriert, heruntergeputzt oder gleich gestohlen. Wer dann drohte, hatte sich selbst erledigt. Selbst bei Redaktionen mit einem einst guten Ruf, bei der SZ, Zeit oder FAZ, wurde jedweder weiterfu\u0308hrende Dialog abgew\u00fcrgt. Im Zentrum der Kommunikationsbranche herrschte das bleierne Schweigen.<\/p>\n<p>Parallel dazu wurden die Honorare halbiert und mit dem Aufkommen des Online-Journalismus noch weiter geschreddert. Heute kann ein freier Journalist kein menschenw\u00fcrdiges Leben f\u00fchren, wenn jenes allein von seiner Arbeit abh\u00e4ngt. Bei den gesch\u00e4tzt 30.000 Kollegen machten sich Frust, Wut, Resignation und Selbstzweifel breit und vor allem war da diese Angst, diese allumfassende Angst, die aktuell dazu f\u00fchrt, dass bei der SZ nach der eben erfolgten K\u00fcndigung des Karikaturisten Dieter Hanitzsch keine Solidarit\u00e4tsbekundung erfolgt. Angst essen Seele auf.<\/p>\n<p>Und selbst der gro\u00dfe Fritz Raddatz musste kurz vor seinem Tod feststellen, dass er pl\u00f6tzlich \u00fcberfl\u00fcssig war, Sonderm\u00fcll, ein Greis von gestern. Er schrieb:<\/p>\n<p><em>\u201eAlles Leben hat seine Grenze. Alles Erleben auch. Wem die T\u00f6ne seiner Gegenwart nur mehr Ger\u00e4usche sind, die Farben Kleckse, die W\u00f6rter klingende Schelle: Wo w\u00e4re dessen Legitimation zu lautem Klagelied (oder, sehr selten, leisem Lobpreis)? Ich spreche sie mir ab, fu\u0308rderhin. Zu viele Gedichte sind mir nur mehr halbgebildetes Geplinker, zu viele gepriesene Romane nur mehr preiswerter Schotter. Der nicht mehr liebt, der r\u00e4soniere nicht. Liebeleere ist keine Qualit\u00e4t. Schon gar nicht fu\u0308r einen Kunstrichter. Also beende ich hiermit meine Zeitungsarbeit, die ich mit 21 Jahren begann: (\u2026) Ich bin vor drei Wochen 83 geworden. Time to say goodbye. Goodbye.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Es geht mir, wohlgemerkt, nur darum, aus meinem Erleben heraus Au\u00dfenstehenden zu erl\u00e4utern, wie sich die Verwahrlosung des Journalismus in Schritten vollzog und aus Fitzgeralds Knacks ein Scherbenhaufen werden konnte.<\/p>\n<p>Nach 9\/11 hielten nat\u00fcrlich noch ein paar Freundschaften dem Schisma stand und so trafen sich Freie und Feste privat, bei Bier- und Wurstfeiern oder den trostlosen Verleihungen sch\u00e4big manipulierter Journalistenpreise. In fast allen F\u00e4llen, so mein Erinnern, wurde der \u00f6konomisch nahezu ruinierte Freie pr\u00e4ventiv zugeschu\u0308ttet mit dem Elend des Unfreien: \u00dcberlastung, Druck von allen Seiten, inhaltliche Verflachung, Mobbing, Intriganz, Angst vor Jobverlust, Outsourcing, Bespitzelung, Renditegier, Blabla. Die seltener werdenden Kurzvisiten in den Verlagsh\u00e4usern boten auch unerfreuliche Einblicke: Erwachsene Menschen starren auf Monitore und ihre mu\u0308den Augen suchen das eingerahmte Farbfoto, auf dem der Lebenspartner und notfalls auch Kleinw\u00fcchsige stumm l\u00e4cheln. Bald ist Freitag. Dann wird gegrillt. Erkundigte ich mich in normaler Lautst\u00e4rke nach dem Verbleib von diesem oder jenem Kollegen, zuckte der Angesprochene zusammen, legte den Finger auf den Mund oder deutete auf eine imagin\u00e4re Figur hin, irgendwo hinter einer Wand. Es war eine Stimmung wie in den Transitwirtsh\u00e4usern der DDR oder vermutlich zur Hochzeit von Goebbels.<\/p>\n<p>Mein kurz aufblitzender Sozialneid wegen Gehalt, Altersversorgung und Weihnachtsgeld verzog sich rasch und wich der Einsicht, dass wir alle und jeder f\u00fcr sich zusammen in einem lecken Boot sitzen, welches auf einer stickigen Br\u00fche herumirrt. Der Taylorismus der Heuschreckenverlage hat eben zun\u00e4chst uns Freie und dann die Sesselhocker weggefegt. Bei denen sichteten schlecht parf\u00fcmierte McKinsey-Schn\u00fcffler und BWL-Psychopathen die Arbeitsvertr\u00e4ge und berichteten dann den CEOs von m\u00f6glichst geringfu\u0308gigen Abfindungssummen.<\/p>\n<p>Wer also heute, im Fr\u00fchsommer 2018, den Top-Autoren unserer Leitmedien so salopp wie berechtigt vorh\u00e4lt, ihre Seele verkauft zu haben und den M\u00e4chten namens NATO, Monsanto oder CIA zu dienen, sollte wenigstens wissen, dass der definitive Tod des Journalismus rund um die Vorg\u00e4nge von 9\/11 einsetzte.<\/p>\n<p>Wer der offiziellen Verschw\u00f6rung offen misstraute, war in absehbarer Zeit seinen Job los. Wer die Nagelprobe der abgespalteten Identit\u00e4t nicht bestand, konnte seine Karriere als fester wie freier Journalist beenden. Wer nicht mit den degeneriert-traumatisierten Leitw\u00f6lfen mitwimmerte, war erledigt. Ab dem 12. September 2001 waren Fragen nicht mehr gefragt. Das Tabu begann seine Zaung\u00e4ste zu verschlingen.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2007 erinnerte sich Ex-NATO-Kommandeur Wesley Clark an Pl\u00e4ne aus dem B\u00fcro der Herren Wolfowitz und Brzezi\u0144ski, die bereits vor 9\/11 zur Umsetzung befohlen waren. Das betraf die Invasion in sieben L\u00e4nder und konkret hie\u00dfen die Irak, Syrien, Iran, Libyen, Libanon, Somalia und Sudan. Dies nur zum \u00dcberbau und vielleicht auch zur Erkl\u00e4rung der aktuellen Lage im nahen und Mittleren Osten.<\/p>\n<p>Um all jene mehr oder weniger humorlosen Regime Changes medial zu begleiten, haben sich die Logenherren der globalen Fake-News Schritt f\u00fcr Schritt ins journalistische Tagesgesch\u00e4ft eingemischt und via Atlantik-Bru\u0308cke, Aspen-Institute, der Trilateralen Kommission, dem German Marshall Fund, den Bilderbergern, diversen Thinktanks und regenbogenbunten NGO\u2019s wohlt\u00e4tiger Milliard\u00e4re die gro\u00dfe Hirnw\u00e4sche eingeleitet. Hochbezahlte Edeltrolle tarnen sich als Historiker, Wissenschaftler und \u201eExperten\u201c und verordnen der paralysierten Republik das Rezept des Verschweigens, Marginalisierens und Desinformierens.<\/p>\n<p>Eine der best\u00e4ndig benutzten Waffen in diesem globalen Kahlschlag ist der Antisemitismus. Von dem ist immer dann die Rede, wenn sich in Tel Aviv und Jerusalem neue Pr\u00e4ventiv-Ma\u00dfnahmen gegen finstere Gewalten abzeichnen. Ein Kollege, der Musiker und Romancier Assaf Gavron, beschrieb vor ein paar Jahren die Verfassung seines Heimatlandes so:<\/p>\n<p><em>\u201eDie israelische Gesellschaft ist militanter, intoleranter und unnachgiebiger als je zuvor. Es scheint nur noch eine Stimme zu geben, die, orchestriert von der Regierung und Armeesprechern, getragen von einem Clan loyaler Massenmedien wie den gro\u00dfen TV-Nachrichtenkan\u00e4len, den auflagenstarken Zeitungen und Websites, in jedem Winkel des Landes widerhallt. Nur diese eine Stimme wird geh\u00f6rt. Versuche, Widerspruch zu artikulieren, Fragen zu stellen, zu protestieren, eine andere Farbe einzubringen als die des Konsenses, werden bestenfalls l\u00e4cherlich gemacht oder herablassend behandelt. In anderen F\u00e4llen werden Abweichler zum Ziel von Bedrohungen, Verleumdungen und Angriffen. Leute, die nicht \u201aunsere Truppen unterstu\u0308tzen\u2018, werden als Verr\u00e4ter betrachtet. Den Zeitungen, welche das Vorgehen der Armee hinterfragen, wird vorgeworfen, die Moral zu untergraben.\u201c<\/em><br \/>\nAber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens im Jahre 2010 waren die Flure bereinigt. In den Redaktionen der meisten Bl\u00e4tter sa\u00dfen nun die formatierten Herrschaften fest im Sattel und sorgten daf\u00fcr, dass Geist, Courage, Phantasie und W\u00fcrde eliminiert wurden. Die Redaktionen waren gebrieft und das Juste Milieu zwischen taz und FAZ, 3Sat und BR, NATO-affinen Gr\u00fcnen und sozialliberalisierter CDU und CSU programmiert.<\/p>\n<p>Das Damentrio Merkel, Mohn und Springer hatte den Boden bereinigt, auf dem sich gelegentlich narzisstisch taumelnde Politikdarsteller wie \u00d6zdemir, Spahn, Heil, Lindner, Dobrindt in belanglosen Grabenk\u00e4mpfen tummelten und ihre W\u00e4hler mit zeitverschobenen Z\u00fcndungsmechanismen und Emp\u00f6rungskurven bei Laune hielten.<\/p>\n<p>Ein tr\u00fcber Brei aus Neobiedermeier hat sich \u00fcber Stadt, Land, Fluss gelegt und l\u00e4hmt Politik und Medien, Kino und Theater, die Mode und den Sport, die Gem\u00fcter, das Stra\u00dfenbild, alles und jeden. Abend f\u00fcr Abend versammeln sich in den Wahrheitskathedralen der L\u00fcge die Talking-Heads aus der 65-Personen-Castingbrosch\u00fcre des offiziellen Populismus. Sie bilden die Arme eines neoliberalen Groko-Kraken und werden je nach Schwerpunkt erg\u00e4nzt um eloquente Abgesandte aus diversen Stiftungen, am besten von Bertelsmann, Instituten f\u00fcr irgendwelche Beziehungen, etwa Frieden und Sicherheit, und anderen Hei\u00dfluft-Experten aus London und New York.<\/p>\n<p>Gelegentlich wird so einer Runde ein armes W\u00fcrstchen zum Fra\u00df vorgeworfen \u2013 ein Piratenhacker, eine IS-Anw\u00e4rterin mit Burka, jemand von Pegida oder der Roten Flora und notfalls Herr L\u00fcders oder Herr Todenh\u00f6fer. Anstatt im Dienst und Geist der Dialektik zu streiten \u2013 es muss ja nicht gleich mit Hegel, Bloch und Adorno zu tun haben \u2013 und sich die Leviten zu lesen, versanden die Debatten im verzagt altklugen Singsang sermonaler Konsensmessen.<\/p>\n<p>In einer Endlosschleife spulen die Couchbesetzer ihre Sprachregelungen, Tabusetzungen und neofeudalen Moralcodes ab. Mit zelotischer Verbissenheit machen sich diese immer gleichen Infotainer jedes Thema zu eigen: Mietpreisbremse, nerv\u00f6se M\u00e4rkte, Bildung, Soziales, Nullzinsrisiko, Fassbomben, hellenisches Klienteldrama und, logisch, ja, nochmals, Bildung, B\u00fcrokratieabbau, Maidan, Maut, Entlastung der mittleren Einkommen, NSU, NSA, Fl\u00fcchtlinge, Videobeweis, Biodiesel, Cum-Ex, Pflegenotstand, Nowitschok, Hitlers Sackratten und abgeh\u00e4ngte Schlecker-Frauen.<\/p>\n<blockquote><p>In diesen gem\u00fctlichen Schlaflabors (<em>\u201eDa bin ich ganz bei Ihnen\u201c<\/em>) h\u00e4tte kein Scholl-Latour mehr Platz, kein Frank Schirrmacher, Jean Am\u00e9ry, kein Balzac, Grass oder Goethe. Hier sitzen die Duzfreunde des Guten, Hayali und Seppelt, Kleber und Mascolo. Die vielen redlichen wie und wahrhaftigen Kollegen werden in Abwesenheit diffamiert \u2013 als Verschw\u00f6rungstheoretiker, Putin-Trolle, Europagegner und Rechts- &amp; Links-Populisten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zu F\u00fc\u00dfen der Raute zeigenden Freiheitsstatue in Apricot schwadroniert die Echokammerelite von der westlichen Wertegemeinschaft, der offenen Gesellschaft, des liberalen Pluralismus, der Entfaltung des Gender-Individuums, den freie M\u00e4rkten und der Verteidigung irgendwelcher transatlantischer Ideale. Man kann es nicht mehr h\u00f6ren und nicht mehr sehen und nur hoffen, dass der Russe und seine Hacker endlich den Strom abstellen.<\/p>\n<p>Auch kann man die staatliche Sprachverwahrlosung nicht mehr ertragen. Ich mag nur ein Beispiel anf\u00fchren, n\u00e4mlich die inflation\u00e4re wie beil\u00e4ufige Erw\u00e4hnung von den <em>\u201eMenschen, die sich abgeh\u00e4ngt f\u00fchlen\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Das bezieht sich offenbar auf die kleinen Trottel von der Stra\u00dfe, die da drau\u00dfen hinter der Mattscheibe im Land herumstreunen und deren Einzelschicksale zwischen Jobcenter, Krankschreibung, Eckkneipe, Pflegeloch, Discounthallen und Teilzeitirrsinn verziffert werden.<\/p>\n<p>Naht irgendeine Wahl, \u00fcberbieten sich die urpl\u00f6tzlich so volksnahen emp\u00f6rt-und-betroffen-zugleich-Groko-Charmeure darin, jetzt endlich diese verlorenen Seelen <em>\u201eabzuholen\u201c<\/em> und <em>\u201eeinzufangen\u201c<\/em> und sie <em>\u201ezur\u00fcck ins Boot\u201c<\/em> zu holen. Es ist auch die besorgte Rede von der <em>\u201eAugenh\u00f6he\u201c<\/em> und davon, dass man die M\u00fchseligen und Beladenen <em>\u201ewieder ernstnehmen\u201c<\/em> wird \u2013 also diese RTL-II-Gimpel, halb White Trash, halb dunkeldeutsches Pack.<\/p>\n<blockquote><p>Der Zynismus der christlich-liberalen Biomoralisten besteht darin, Millionen von Mitb\u00fcrgern bis tief in den Mittelstand hinein das Recht abzusprechen, abgeh\u00e4ngt zu SEIN.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit perfider Arroganz werden die Abgeh\u00e4ngten auf sich selbst zur\u00fcckgeworfen. Anschluss verpasst? Euer Problem. Mehr leisten, mehr Ego-Shooting, mehr Anpassung an unsere sch\u00f6ne neue Wertewelt, einfach mal ein bisschen durch die Institutionen marschieren wie Joschka auf seinem langen Weg in den Scho\u00df seiner Ziehmutter Madeleine Albright, die 1996 meinte: <em>\u201eJa, ich glaube, die halbe Million Kinder, die wegen der US-Irak-Sanktionen starben, waren den Preis wert.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ihr rundlicher Ziehsohn, einst Vietnamkriegsgegner, dann balkanischer Kriegstreiber und heute ein stirnrunzelnd halluzinierendes NATO-Strichm\u00e4nnchen, residiert in einer abgedunkelten Villa im Berliner Nobelviertel Dahlem und bezieht Entgelte von bis zu 30.000 Euro f\u00fcr kurze Reden, bei denen er ganz offen f\u00fcr Militarismus und Diktatur trommelt. Fischer wie Schr\u00f6der sind gute Beispiele daf\u00fcr, wie sich die parlamentarische Betriebsamkeit in eine j\u00e4mmerliche Simulation von Demokratie verwandelt hat.<\/p>\n<p>Gerade die rotgr\u00fcnen Anteile unseres Wahrheitsregimes tun sich hervor dabei, inzwischen jedes freie frische Denken zu konfiszieren und real-bestehende Interessengegens\u00e4tze und Widerspr\u00fcche zu kaschieren. Dieser r\u00fclpsende Konsensmoloch will kein Arm und Reich, kein Unten und Oben und keine Diskussion \u00fcber die grotesken Ausw\u00fcchse von Besitz und Macht. Er will aber Pressefreiheit, allerdings nur in Russland, in der T\u00fcrkei, Syrien oder in Venezuela.<\/p>\n<p>Armselig und l\u00e4cherlich und mit neokolonialer Selbstanma\u00dfung stiefelt der reanimierte wilhelminische Studienrat \u00fcber den Globus. Ernst vermisst er die Achsen des B\u00f6sen, tadelt x-beliebige Schurkenstaaten, diktiert ungefragt Wahlempfehlungen und droht anderen Nationen mit Sanktionen und Embargos, falls nicht schleunigst die Hausaufgaben erledigt werden.<\/p>\n<p>Ach ja, der Journalismus. Ich bin mir ganz sicher, dass es die aktuellen Top-Schreiber zu Willy Brandts Zeiten mit einiger M\u00fche gerade noch in die Rubrik <em>\u201eVermischtes\u201c<\/em> geschafft h\u00e4tten.<\/p>\n<p>W\u00e4re es nicht so traurig, k\u00f6nnte man schmunzeln \u00fcber diesen Mascolo-NDR-WDR-SZ- und B\u00e4ckerblume-Zusammenschluss zu multimedialen Investigationspools und Rechercheteams, die nach jahrelangen und lebensgef\u00e4hrlichen Untergrundermittlungen Wulffs Oktoberfestquittungen auslegen oder ein paar klemmende Sturmgewehre.<\/p>\n<p>Derweil bricht Europa in sich zusammen, die finstere und ferngesteuerte USA scheint zum inneren wie externen Armageddon entschlossen, \u00fcber 60 Millionen Fl\u00fcchtlinge allein im Mittelmeerraum fressen verweste Ratten, w\u00e4hrend die Elite sich in ihre neuseel\u00e4ndischen oder patagonischen Atombunker verkriecht.<\/p>\n<p><em>\u201eIch bin ein Berliner\u201c<\/em>, h\u00f6rt man immer wieder in Guido Knopps Volkserziehungskonserven den smarten J. F. Kennedy sagen. Was er aber ein paar Wochen sp\u00e4ter sagte, bekommen wir hier nat\u00fcrlich nicht vorgesetzt. Denn er deutet bei dieser Rede in dramatischen Worten an, wieso es dazu kommt, dass keiner mehr die Wahrheit ausspricht, wohin die Welt treibt und wer denn genau dieses Treibgut verantwortet:<\/p>\n<p><em>\u201eWir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschw\u00f6rung zu tun, die ihren Einfluss mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einsch\u00fcchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillak\u00e4mpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die milit\u00e4rische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pl\u00e4ne werden nicht ver\u00f6ffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschl\u00e4ge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Ger\u00fccht wird gedruckt, kein Geheimnis enth\u00fcllt.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Update:<\/strong> Es gibt Hinweise darauf, dass das Kennedy-Zitat nicht ganz sauber zitiert und ein falscher Zusammenhang vermittelt wurde. Hier findet sich die <a href=\"https:\/\/www.jfklibrary.org\/Research\/Research-Aids\/JFK-Speeches\/American-Newspaper-Publishers-Association_19610427.aspx\">Originalversion.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>\u00dcber den Autor:<\/u><\/p>\n<p><em>Wolf Reiser ist Reporter und Essayist und pendelt zwischen M\u00fcnchen und Athen. Er schreibt f\u00fcr alle nennenswerten Bl\u00e4tter im deutschsprachigen Raum und ist Autor mehrerer B\u00fccher, H\u00f6rspiele und Filmskripte. Weitere Informationen unter www.wolf-reiser.de <\/em><\/p>\n<p>Dieser Beitrag erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/\">Rubikon.de.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_4216 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_4216')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_4216').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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