{"id":4440,"date":"2018-12-02T20:47:14","date_gmt":"2018-12-02T19:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=4440"},"modified":"2026-07-17T19:02:36","modified_gmt":"2026-07-17T18:02:36","slug":"auftrieb-zum-neuen-krim-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/auftrieb-zum-neuen-krim-krieg\/","title":{"rendered":"Auftrieb zum neuen Krim-Krieg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Dr. Gniffkes Macht um acht<\/strong><\/p>\n<p><strong>Antirussische Hetze der ARD-aktuell-Redaktion \/ Journalistische Zirkusnummern um Poroschenkos Kriegsrechts-Begehr f\u00fcr die Ukraine<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Br\u00e4utigam<\/em><\/p>\n<p><strong>Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland in der Meerenge von Kertsch: Putschpr\u00e4sident Poroschenko provoziert einen l\u00e4ppischen Zwischenfall nahe der neuen Krim-Br\u00fccke und nutzt ihn als Vorwand, um Kriegsrecht \u00fcber die Ukraine zu verh\u00e4ngen. Tats\u00e4chlich will er die anstehenden Wahlen stornieren, denn er selbst ist dabei nur mehr Z\u00e4hlkandidat. Die ARD-aktuell-Redaktion unterschl\u00e4gt jedoch erst einmal den Hintersinn der Aktion. Stattdessen dient sie sich westlichen Politikern als Tr\u00f6te f\u00fcr russlandfeindliche Spr\u00fcche an und l\u00e4sst sogar NATO-Stoltenberg st\u00e4nkern \u2013 obwohl die Ukraine (noch) nicht NATO-Mitglied ist. Die AgitProp der Tagesschau verschleiert, wer das Chaos und Leid in der Ukraine angerichtet hat: Die USA-gef\u00fchrte &#8222;Westliche Wertegemeinschaft&#8220; darf ihren Scheinheiligen-Schein wahren.<\/strong><\/p>\n<p>Verschleiern und Geschichte leugnen: Der Westen hat die Katastrophe mit Intrige, Geld und Gewalt herbeigef\u00fchrt. USA und EU organisierten den Putsch auf dem Maidan und demonstrierten nachdr\u00fccklich ihre NATO-Machtanspr\u00fcche. Angesichts dieses mit vielen Toten und Verletzten herbeigef\u00fchrten Umsturzes votierte eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Krimbewohner f\u00fcr Trennung von der Ukraine und Aufnahme in die Russische F\u00f6deration. So geschehen; seither herrschen Krise und Kriegshetze.<\/p>\n<p>ARD-aktuell hetzte mit. Die Berichterstattung \u00fcber den Zwischenfall in der Kertsch-Stra\u00dfe, dem Nadel\u00f6hr zwischen Schwarzem Meer und Asowschem Meer, ist nur eines von vielen Beispielen. Es hei\u00dft zwar in den Programmrichtlinien f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;In Berichten und in Beitr\u00e4gen, in denen sowohl berichtet als auch gewertet wird, d\u00fcrfen keine Tatbest\u00e4nde unterdr\u00fcckt werden, die zur Urteilsbildung n\u00f6tig sind&#8220; (1)<\/p><\/blockquote>\n<p>und weiter, die Berichterstattung solle<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;die internationale Verst\u00e4ndigung f\u00f6rdern (und) f\u00fcr die Friedenssicherung eintreten\u201c (2)<\/p><\/blockquote>\n<p>doch das setzt Sachlichkeit, kritischen Journalismus und dessen Distanz zu jedweder Regierung voraus, insbesondere zur eigenen. Das aber ist nicht Sache der Qualit\u00e4tsjournalisten in Dr. Gniffkes Tagesschau. Konformistisch reden sie Kanzlerin Merkel und Au\u00dfenminister Maas nach dem Munde und kolorieren deren &#8222;Feindbild Russland&#8220;.<\/p>\n<p>Dass Tagesschau-Redakteure ungern selbst \u00fcber komplexe Zusammenh\u00e4nge informieren, zeigt sich an ihrer h\u00e4ufigen Inanspruchnahme von &#8222;Experten&#8220;. Vorgeblich neutrale Fachleute entheben die Redaktion der Notwendigkeit, selbst Stellung zu beziehen und sich dabei zu exponieren. Mit der Auswahl des jeweiligen Experten l\u00e4sst sich zudem ganz unauff\u00e4llig die Tendenz einer Nachricht gestalten. Besonders beliebt bei Dr. Gniffkes Qualit\u00e4tsmannschaft sind daher die Vertreter der &#8222;Stiftung Wissenschaft und Politik&#8220;. Wer sie befragt, beweist Linientreue und kann nichts falsch machen: Es ist die \u201cDenkfabrik\u201d der Bundesregierung, finanziert vom Steuerzahler. (3) \u201eStiftung\u201c klingt jedoch immer gut und au\u00dferdem neutral. Kanzlerin und Minister ziehen die Angestellten dieses Instituts st\u00e4ndig zu Rate.<\/p>\n<p>Wie der Herr, so\u00b4s Gescherr. Die ARD-aktuell-Redaktion wandte sich im hier betrachteten Fall an die Expertin Dr. Sabine Fischer. Die kam zwar gleich zu Beginn zu der Erkenntnis:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich sehe auf russischer Seite im Moment eigentlich kaum ein Interesse an einer milit\u00e4rischen Eskalation. Russland hat sich im Grunde genommen seit einem halben Jahr sehr stark zur\u00fcckgezogen.&#8220; (4)<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber trotz dieser objektiv stimmigen Ansicht gaben die Gniffke-Krieger nicht klein bei. Sie fragten und schwadronierten so lange herum, bis das Feindbild wieder gerade hing und sich \u201eneue Sanktionen gegen Russland\u201c fordern lie\u00dfen.<\/p>\n<p>In den Folgetagen war der Journaille keine \u00dcbertreibung zu bl\u00f6de, um damit Kriegsangst in der deutschen \u00d6ffentlichkeit zu sch\u00fcren. Sogar den bei seinen Landsleuten h\u00f6chst unbeliebten Poroschenko f\u00fchrten sie als Zeugen an:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Ukrainischer Pr\u00e4sident Poroschenko warnt vor Krieg&#8220;. (5)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Verbales Abr\u00fcsten: Fehlanzeige.<\/p>\n<p>Objektive Darstellung des Zwischenfalls, seiner Entstehung, seines historischen Kontextes und der daf\u00fcr Verantwortlichen: Fehlanzeige.<\/p>\n<p>Inhaltlich \u00fcberzeugende Analyse: Fehlanzeige.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4tsjournalisten hielten es nicht einmal f\u00fcr n\u00f6tig, die Stimmung im ukrainischen Parlament einzufangen, dessen Mitglieder dem Kurs Poroschenkos nicht folgen wollten, jedenfalls nicht in vollem Umfang.<\/p>\n<blockquote><p>\u201ePoroschenko hat das Kriegsrecht erkl\u00e4rt, als ob er einen Wagen mit Roshen-S\u00fc\u00dfigkeiten verkaufen w\u00fcrde. Das was Poroschenko vorgeschlagen hat, hat keinen milit\u00e4rischen Sinn, es beraubt die Ukrainer aller Verfassungsrechte&#8220;, (6)<\/p><\/blockquote>\n<p>betonte der eher zum rechten Spektrum z\u00e4hlende Abgeordnete Ljaschko. Nach dem Inkrafttreten des Kriegsrechts verl\u00f6ren die B\u00fcrger ihr Recht auf Privatsph\u00e4re, Redefreiheit, Medienfreiheit, Versammlungsfreiheit, Bildung, Arbeit und vor allem ihr Wahlrecht.<\/p>\n<p>Was interessierte das Gniffkes Qualit\u00e4tsjournaille? Sie meldete es erst und nur am Rande, als es mit R\u00fccksicht auf die kritische Gegen\u00f6ffentlichkeit nicht mehr vermeidbar war. Kriegsrecht beseitigt die b\u00fcrgerlichen Freiheitsrechte? Dass 80 Prozent der Ukrainer dank intensiver Zuwendung und Einflussnahme der Westlichen Wertegemeinschaft WWG eh schon unter der Armutsgrenze dahinvegetieren: pillepalle. Gerade wurden diesen \u00c4rmsten auch noch Gaspreiserh\u00f6hungen von 20 Prozent zugemutet. (7, 8). Dieser Tage meldete RTdeutsch: <em>\u201cGanze St\u00e4dte erfrieren.\u201d<\/em> (9)<\/p>\n<p>Nichts von all dem in der Tagesschau.<\/p>\n<p>Gniffkes journalistische Vork\u00e4mpfer f\u00fcr Menschenrechte und Demokratie nutzen ausschlie\u00dflich das Material der transatlantisch genormten westlichen Nachrichtenagenturen und das Gew\u00e4sch der dito genormten und hochbezahlten ARD-Korrespondenten. Das tats\u00e4chliche Elend in der Ukraine hat niemanden zu interessieren. Dass die Ukrainer mittlerweile bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 176 Euro angelangt sind (10), darf niemand wissen.<\/p>\n<p>Der deutsche Konsumb\u00fcrger soll keinesfalls auf den Gedanken kommen, dass die Ukraine den USA und der EU geopfert wurde, Ergebnis einer Aggression mit ausschlie\u00dflich geostrategischen und ausbeuterischen Zielen. Die WWG schert sich einen Dreck um Freiheit und humanit\u00e4re Anliegen.<\/p>\n<p>Propaganda muss, wenn sie denn wirken soll, ihre L\u00fcge in m\u00f6glichst primitiver Form und in st\u00e4ndiger Wiederholung vorbringen, wie schon Joseph Goebbels wusste. ARD-aktuell folgt seiner Methode konsequent. Der idiotische Pleonasmus \u201cv\u00f6lkerrechtswidrige Annexion der Krim\u201d geh\u00f6rt zum Stammvokabular der Redaktion in deren Informationskrieg gegen Russland. In der 20-Uhr-Tagesschau am 26. November kam das Wort \u201cAnnexion\u201d gleich zw\u00f6lfmal vor, und drei weitere Male wurde indirekt drauf angespielt. Und auf dass auch der letzte Depp begreife, hie\u00df es mal h\u00fcbsch \u201cillegale Annexion\u201d oder eben \u201cv\u00f6lkerrechtswidrige Annexion\u201d. Gekr\u00f6nt mit dem \u00fcberfl\u00fcssigen Hinweis, die Vereinten Nationen h\u00e4tten sie nicht anerkannt.<\/p>\n<p>Als ob die stets politisch motivierten Resolutionen der UN-Vollversammlung trotz ihrer Unverbindlichkeit gleichzusetzen w\u00e4ren mit einem v\u00f6lkerrechtlich g\u00fcltigen Gerichtsurteil. Aus wohlerwogenen Gr\u00fcnden wird der Internationale Gerichtshof in den Haag nicht befasst. V\u00f6lkerrechtler vertreten und begr\u00fcnden l\u00e4ngst die Auffassung, die Aufnahme der Krim in die Russische F\u00f6deration sei durchaus keine &#8222;Annexion&#8220; gewesen.<\/p>\n<p>Den mit Atlantikbr\u00fccken-Mitgliedern bis an die Senderspitze besetzten WDR k\u00fcmmert es nicht. Sein hochbezahlter Lohnschreiber Stefan Stuchlik durfte den Zwischenfall von Kertsch in den Tagesthemen kommentieren und zur Verk\u00fcndung seines Verst\u00e4ndnisses von Wahrheit nutzen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cWir wissen, wer schuld ist, Nicht am gestrigen Vorfall, sondern an der Gesamtsituation. Russland hat v\u00f6lkerrechtswidrig die Krim besetzt, beherrscht den Eingang zum Asowschen Meer und kann der Ukraine die Zufahrt zu wichtigen H\u00e4fen sperren&#8230; Russland hat, bitte alle mal hinsehen, aus Unrecht Fakten gemacht.&#8220; (11)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist das Niveau bornierter Schw\u00e4tzer, die bis heute alle gegenl\u00e4ufigen Argumente und die alles ausl\u00f6sende Vorgeschichte leugnen. Stuchlik &amp; Co. ignorieren einfach Entstehung und Verursacher des Konflikts. Als ob es nie jenen ber\u00fcchtigten Telefongespr\u00e4chs-Mitschnitt gegeben h\u00e4tte, in dem die US-Sonderbeauftragte f\u00fcr eurasische Angelegenheiten, \u201cFuck the EU\u201d &#8211; Victoria Nuland, sich unzweideutig \u00fcber Rolle und Absichten der USA in der Ukraine \u00e4u\u00dfert. Sogar auf einer Pressekonferenz in Washington hatte sie den Judaslohn beziffert, den Washington f\u00fcr die Erniedrigung der Ukrainer zahlte: 5 Milliarden US-Dollar. (12, 13)<\/p>\n<p>Dass die j\u00fcngsten Vorf\u00e4lle in der Stra\u00dfe von Kertsch Teil und Resultat der vom Westen hervorgerufenen Entwicklung in der Ukraine sind, lie\u00df die ARD-aktuell-Redaktion im Dunkeln. Wochenlang hatten Tagesschau und Tagesthemen \u00fcberhaupt nichts \u00fcber die Ukraine gemeldet, unter grober Verletzung ihrer Pflicht,<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201ceinen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber das internationale Geschehen in allen<\/em><br \/>\n<em> wesentlichen Lebensbereichen\u201d <\/em>zu geben. (14)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass bewaffnete ukrainische Schiffe Russland schon seit dem Fr\u00fchjahr provozierten, wurde einfach verschwiegen. Kurzfassung: Im M\u00e4rz kaperte die ukrainische K\u00fcstenwache ein russisches Fischerboot im Asowschen Meer, 15 Seemeilen vor der ukrainischen K\u00fcste. Ein Rechtsbruch, denn laut einem 2004 besiegelten Abkommen zwischen Moskau und Kiew d\u00fcrfen sich Handels- und Kriegsschiffe beider Seiten au\u00dferhalb der jeweiligen Zw\u00f6lf-Meilen-Zonen frei bewegen. Moskau sprach von einem \u201cAkt offener Piraterie\u201d, protestierte gegen die Beschlagnahme des Kutters und die Inhaftierung seiner Mannschaft. Erfolglos bis heute.<\/p>\n<p>Die ARD-aktuell unterlie\u00df es auch, die Hintergr\u00fcnde der j\u00fcngsten ukrainischen Provokation knapp zu beschreiben: Das Asowsche Meer ist ein zur Ukraine und zu Russland geh\u00f6rendes Binnenmeer, kein internationales Gew\u00e4sser. In seiner Zufahrt, der Stra\u00dfe von Kertsch, finden schon immer geregelte Kontrollen statt, vormals russische und ukrainische, jetzt nur noch russische, seit die Krim zur Russischen F\u00f6deration geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Ist die Krim russisch, dann ist auch die Stra\u00dfe von Kertsch russisch. Wenn drei ukrainische bewaffnete K\u00fcstenschiffe dort einlaufen, sich der Anmeldung und Kontrolle entziehen und Blockademan\u00f6ver fahren, ist eine russische Reaktion unausbleiblich. Als die erfolgte, die drei Schiffe aufgebracht und die Mannschaften gefangen genommen wurden, sch\u00e4umte es aus allen Rohren der Tagesschau; diesmal waren\u00b4s ja Ukrainer, nicht Russen, die da festgesetzt worden waren.<\/p>\n<p>Solche Doppelstandards sind Kennzeichen der Propaganda. Was k\u00fcmmert\u00b4s die Tagesschau?<\/p>\n<p>Sie blieb auf Berliner Linie. Und die Bundesregierung \u00fcbersah, absichtlich oder nicht, dass der j\u00fcngste Zwischenfall sich in der Stra\u00dfe von Kertsch zugetragen hat, nicht im Asowschen Meer. (15) Maas st\u00fctzte sich zudem wie \u00fcblich auf Voten der \u201cStiftung Wissenschaft und Politik\u201d wie dieses: Poroschenko habe nicht genug f\u00fcr die milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung der Ukraine getan.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Noch gravierender ist, dass die ukrainische F\u00fchrung seit Jahren weitgehend ignoriert hat, dass die Ukraine im Asowschen Meer einer wachsenden Gefahr durch Russland ausgesetzt ist und sich nicht um den Ausbau ihrer Flottenkapazit\u00e4ten gek\u00fcmmert hat&#8220; (15)<\/p><\/blockquote>\n<p>Kriegstreiberei. Poroschenko sah sich regelrecht aufgefordert, Russland zu provozieren.<\/p>\n<p>Sowohl f\u00fcr Hilfsgelder und Milliardenkredite aus dem Westen als auch im Interesse seines Machterhalts spielte er einmal mehr den Schmutzfinger, diesmal in der Meerenge bei Kertsch. (16, 17)<\/p>\n<p>Politik ist, sich mit Realit\u00e4ten zu arrangieren, wenn sie sich aktuell als unab\u00e4nderlich erweisen. Die Krim geh\u00f6rt heute \u2013 und auch historisch \u2013 zu Russland. Die meisten ihrer Bewohner betrachten sich zudem als Russen. Wann endlich verh\u00e4lt sich der Westen rational und gem\u00e4\u00df den Gegebenheiten? Akzeptieren muss er sie nicht, aber als Faktum hinnehmen sollte er sie.<\/p>\n<p>Realit\u00e4ten leugnen und eine Provokation der n\u00e4chsten folgen zu lassen, demonstrativ Kriegsschiffe zu entsenden, Unmengen Waffen in die Ukraine zu pumpen (18), tausende US und GB-<em>\u201eMilit\u00e4rberater\u201c<\/em> zu schicken und ein korruptes und verhasstes Regime mit Milliarden Dollar und Euro an der Macht zu halten: Das ist nicht Politik, sondern aggressive, ruin\u00f6se, uns\u00e4gliche Dummheit. Sie n\u00fctzt nur dem milit\u00e4risch-industriellen Komplex und gereicht den betroffenen V\u00f6lkern zu unermesslichem Leid. Das zu ignorieren und zu verschweigen statt es kritisch aufzuzeigen, ist nicht Qualit\u00e4tsjournalismus, sondern sch\u00e4ndliches Versagen.<\/p>\n<p>Weder die ARD-aktuell-Redaktion noch andere Qualit\u00e4tsjournalisten im hiesigen Meinungsmonopol konnten oder wollten die sonstigen provokanten Vorg\u00e4nge melden, die den russischen Br\u00fcckenbau \u00fcber die Meerenge von Kertsch beschleunigten: Hatte die Ukraine nicht die Gasversorgung der Krim gekappt? Hatten ihre \u201cAktivisten\u201d nicht die Stromleitungen zur Krim gesprengt? Hatten die Machthaber in Kiew die Halbinsel nicht ebenso wie den Donbass blockieren lassen und ihr sogar die Wasserversorgung abgestellt?<\/p>\n<p>Es scheint nun allerdings so, als habe das korrupte Oligarchen-System mit seinen neonazistischen Milizen, seiner irrationalen Unterwerfung unter US-Vorgaben und mit seiner Unf\u00e4higkeit zu rationaler Politik das Fass zum \u00dcberlaufen gebracht. Die Kriegsrechtsnummer war wohl doch der Tropfen zu viel. Merkel und anderen vormaligen Scharfmachern in der EU scheint die Lust auf weitere Sanktionen gegen Russland vergangen zu sein, obwohl diese zun\u00e4chst mit gro\u00dfem Geschrei gefordert worden waren.<\/p>\n<p>Gniffkes Qualit\u00e4tsjournalisten erw\u00e4hnen das vorsichtige Einlenken allerdings nicht. Sie liefern nur Merkel-Devotionalien, wie \u00fcblich:<\/p>\n<blockquote><p>Friedensengel \u00c4nschii auf Rettungsmission. (19)<\/p><\/blockquote>\n<p>Kein erkl\u00e4rendes Wort dar\u00fcber, dass und warum die Kanzlerin die Unterst\u00fctzung einiger europ\u00e4ischer Gefolgsleute verloren hat. Die Sanktionierung Russlands n\u00fctzt der US-Wirtschaft, der westeurop\u00e4ischen schadet sie. Ansonsten bleibt sie wirkungslos und belebt<br \/>\nsogar die russische Eigenst\u00e4ndigkeit. Mehrere EU-Staaten pflegen inzwischen wieder engere Beziehungen zu Russland. Nach Zypern, Bulgarien, Griechenland und Ungarn nun auch \u00d6sterreich und Italien.<\/p>\n<p>Europas politische Linke, auch die deutsche, bef\u00fcrwortet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit Russland. Jetzt gesellen sich <em>\u201cRechtspopulisten\u201d<\/em> und rechts nationale Kr\u00e4fte hinzu: FP\u00d6, Lega Italia, Front National, Ungarns Fidesz, die Schwedendemokraten, die Dansk Folkeparti, die niederl\u00e4ndische Partij voor de Vrijheid. Linke und Rechte wollen Frieden und Zusammenarbeit mit Russland. (20)<br \/>\nUnd die alten deutschen \u201cVolksparteien\u201d in der vermeintlichen politischen Mitte? Die fallen mittendurch. Die Wahlen in j\u00fcngster Zeit zeigen es. Gniffkes Albtraum: Die Garanten des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks und Unterst\u00fctzer des korporierten<br \/>\nQualit\u00e4tsjournalismus und seiner Sinekuren schw\u00e4cheln. Allesamt haben sie sich ihren Niedergang selbst zuzuschreiben.<\/p>\n<p><u>Quellen:<\/u><\/p>\n<p>(1) \u201eGrunds\u00e4tze f\u00fcr die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm &#8218;Erstes Deutsches Fernsehen&#8217;\u201c (Richtlinien gem\u00e4\u00df \u00a7 11 Rundfunkstaatsvertrag) <a href=\"https:\/\/www.ard.de\/download\/1899726\/Grundsaetze_fuer_die_Zusammenarbeit_im_ARD_Gemeinschaftsprogramm_.pdf\">https:\/\/www.ard.de\/download\/1899726\/Grundsaetze_fuer_die_Zusammenarbeit_im_ARD_Gemeinschaftsprogramm_.pdf<\/a><br \/>\n(2) NDR Staatsvertrag, \u00a7 7, <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/unternehmen\/staatsvertrag100.pdf\">https:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/unternehmen\/staatsvertrag100.pdf<\/a><br \/>\n(3) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik<\/a><br \/>\n(4) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-476179.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-476179.html<\/a><br \/>\n(5) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/100sekunden\/index.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/100sekunden\/index.html<\/a><br \/>\n(6) <a href=\"http:\/\/www.russland.news\/ljaschko-kritisierte-die-einfuehrung-des-kriegsrechts\/\">http:\/\/www.russland.news\/ljaschko-kritisierte-die-einfuehrung-des-kriegsrechts\/<\/a><br \/>\n(7) <a href=\"https:\/\/ru.tsn.ua\/groshi\/v-ukraine-bez-otopleniya-merznet-bolshe-desyatka-gorodov-1249740.html\">https:\/\/ru.tsn.ua\/groshi\/v-ukraine-bez-otopleniya-merznet-bolshe-desyatka-gorodov-1249740.html<\/a><br \/>\n(8) <a href=\"https:\/\/www.russland.capital\/der-gaspreis-in-der-ukraine-wird-noch-zweimal-erhoeht\">https:\/\/www.russland.capital\/der-gaspreis-in-der-ukraine-wird-noch-zweimal-erhoeht<\/a><br \/>\n(9) Link entfernt<br \/>\n(10) <a href=\"https:\/\/www.laenderdaten.info\/durchschnittseinkommen.php\">https:\/\/www.laenderdaten.info\/durchschnittseinkommen.php<\/a><br \/>\n(11) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-476177.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-476177.html<\/a><br \/>\n(12) NDR Staatsvertrag, \u00a7 5, Programmauftrag, Abs. 1. <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/unternehmen\/staatsvertrag100.pdf\">https:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/unternehmen\/staatsvertrag100.pdf<\/a><br \/>\n(13) <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich\">https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich<\/a><br \/>\n(14) <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mY_Yx2tMNu8\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mY_Yx2tMNu8<\/a><br \/>\n(15) <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-aussenpolitik\/news\/asowsches-meer-neueseskalationspotenzial-zwischen-russland-und-der-ukraine\/\">https:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-aussenpolitik\/news\/asowsches-meer-neueseskalationspotenzial-zwischen-russland-und-der-ukraine\/<\/a><br \/>\n(16) <a href=\"http:\/\/thesaker.is\/ukrainian-crews-were-given-the-order-to-try-to-covertly-cross-thekerch-stait\/\">http:\/\/thesaker.is\/ukrainian-crews-were-given-the-order-to-try-to-covertly-cross-thekerch-stait\/<\/a><br \/>\n(17) <a href=\"http:\/\/thesaker.is\/uber-loser-poroshenko-goes-full-saakashvili\/\">http:\/\/thesaker.is\/uber-loser-poroshenko-goes-full-saakashvili\/<\/a><br \/>\n(18) <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/militaerische-unterstuetzung-usa-liefern-derukraine-raketen\/21232334.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/militaerische-unterstuetzung-usa-liefern-derukraine-raketen\/21232334.html<\/a><br \/>\n(19) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-477305.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-477305.html<\/a><br \/>\n(20) <a href=\"https:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/veraenderte-politische-lage-das-problemmit-neuen-sanktionen-gegen-russland-6884625.\">https:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/veraenderte-politische-lage-das-problemmit-neuen-sanktionen-gegen-russland-6884625.<\/a><\/p>\n<p><strong><u>Das Autoren-Team:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, Jurist. 1975 &#8211; 2008 Mitarbeiter des NDR, zeitweise Vorsitzender des NDR-Gesamtpersonalrats und des ver.di-Betriebsverbandes sowie Referent einer Funkhausdirektorin.<\/p>\n<p>Volker Br\u00e4utigam, Jahrgang 1941, Journalist. 1975 &#8211; 1996 im NDR, zun\u00e4chst in der ARD Tagesschau, nach 1991 in der NDR-Hauptabteilung Kultur. Danach Lehr- und Forschungsauftrag an der Fu-Jen-Uni Taipeh.<\/p>\n<p><strong><u>Anmerkung der Autoren:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Unsere Beitr\u00e4ge stehen zur freien Verf\u00fcgung. Wir schreiben nicht f\u00fcr Honorar, sondern gegen die \u201emediale Massenverbl\u00f6dung\u201c (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden auf der Seite <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\">https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog<\/a> dokumentiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_4440 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_4440')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_4440').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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