{"id":4791,"date":"2019-04-07T13:34:27","date_gmt":"2019-04-07T12:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=4791"},"modified":"2019-04-13T08:28:57","modified_gmt":"2019-04-13T07:28:57","slug":"kinderarmut-kein-thema-fuer-die-tagesschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/kinderarmut-kein-thema-fuer-die-tagesschau\/","title":{"rendered":"Kinderarmut? Kein Thema f\u00fcr die Tagesschau"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Dr. Gniffkes Macht um acht<\/strong><\/p>\n<p><em>Bildquelle: Shutterstock <\/em><\/p>\n<p><strong>Kinderarmut? Kein Thema f\u00fcr die Tagesschau<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcber die krasse \u201cGerechtigkeitsl\u00fccke\u201d in unserem Sozialsystem wahren ARD-aktuell &amp; Co. eisern Stillschweigen<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Br\u00e4utigam<\/em><\/p>\n<p>Mitten unter uns leben 4 Millionen Kinder an oder unter der Armutsgrenze. Falls wir \u00fcberhaupt davon erfahren, geschieht es nur beil\u00e4ufig. Unsere Leit- und Qualit\u00e4tsmedien interessiert das Thema einfach nicht. Marktf\u00fchrer ARD-aktuell informiert uns zwar fast t\u00e4glich \u00fcber die B\u00f6rse, vermeidet aber krampfhaft, regelm\u00e4\u00dfige Blicke auf die Schattenseiten unserer Gesellschaft zu werfen. Die Problematik<em> \u201cArbeitslosigkeit, Armut, soziales Elend und krasser Reichtum\u201d<\/em> bleibt au\u00dfen vor. Wir existieren in einem antisozialen Unrechtsstaat. Es soll aber keiner so verstehen.<\/p>\n<p><em>\u201cDie Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat<\/em>\u201d(1), deklariert das Grundgesetz, legt daf\u00fcr aber keine Kriterien fest, keine Normen, keine Regeln; das bleibt dem Gesetzgeber \u00fcberlassen. Der zugeh\u00f6rige Hebel f\u00fcr die Parlamentarier steht ebenfalls im Grundgesetz: <em>\u201cEigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.\u201d<\/em> (2). Aber aufgemerkt: <em>\u201csoll\u201d<\/em>, nicht <em>\u201cmuss\u201d<\/em>.<\/p>\n<p>Kein Hebel also, nur ein Hebelchen. Unsere Gesellschaft sieht auch ganz danach aus: Schon mehr als 100 Multi-Milliard\u00e4re in Deutschland, und ihr immenses Verm\u00f6gen w\u00e4chst und w\u00e4chst. (3) Weil aber das eine nicht ohne das andere sein kann: Kinderarmut und Altersarmut nehmen ebenfalls zu, werden immer schlimmer und immer umfangreicher. Bertolt Brechts <em>\u201cW\u00e4r ich nicht arm, w\u00e4rst du nicht reich\u201d<\/em> beschreibt eine erweisliche Zwangsl\u00e4ufigkeit. (4)<\/p>\n<p>Die Volksvertreter k\u00f6nnten dem zerst\u00f6rerischen und die Demokratie gef\u00e4hrdenden Trend zwar zumindest die Spitze nehmen. Sie lassen es aber h\u00fcbsch bleiben; zu gro\u00df ist ihre Furcht, sich am Versuch die Finger zu verbrennen.<\/p>\n<p>Die Tagesschau beschweigt den Skandal selbstverst\u00e4ndlich, denn es geh\u00f6rt zu ihren <em>\u201cvornehmsten Aufgaben &#8230; Illusion zu erzeugen und aufrechtzuerhalten.\u201d<\/em> (5)<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zentrale Quelle der Kinderarmut sind die Arbeitslosigkeit und die uns\u00e4glichen Nebenwirkungen des sich ausdehnenden Niedriglohnsektors. Mindestens einmal im Monat h\u00e4tte die Tagesschau Anlass und Gelegenheit, umfassend \u00fcber die Gesamtproblematik zu informieren: immer dann, wenn die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit ihre gesch\u00f6nten Statistiken herausgibt. Dr. Gniffkes ARD-aktuell l\u00e4sst die Chancen ungenutzt und verweigert damit sauberen Journalismus. (6) Sie beharrt auf ihrer miesen Meinungsmache. Der j\u00fcngste Fall:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Zahl der Arbeitslosen ist auf den niedrigsten M\u00e4rz-Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Nach Angaben der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit waren 2.301.000 Menschen erwerbslos gemeldet, 72.000 weniger als im Februar und 157.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,1 Prozent.&#8220; (7)<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenn man lediglich die 3,2 Millionen Menschen hinzurechnete, die als sogenannte \u201eUnterbesch\u00e4ftigte\u201c weniger als 15 Stunden Arbeit pro Woche haben (8), l\u00e4ge die Gesamtzahl dieser Armen doch schon bei 5,5 Millionen, die Quote beliefe sich auf fast 12 Prozent. Und es w\u00e4re dann immer noch keine Rede von jenen Ungl\u00fccklichen, die in die Statistiken nicht mehr aufgenommen werden, weil sie aus unterschiedlichsten Gr\u00fcnden (Krankheit, Behinderung, Obdachlosigkeit etc.) angeblich \u201edem Arbeitsmarkt nicht zur Verf\u00fcgung stehen\u201c.<\/p>\n<p>ARD-aktuell \u00fcbernimmt die Zahlenangaben der N\u00fcrnberger Arbeitsagentur blind. Die journalistischen Schlafwagenfahrer schweben in der Selbstidentifikation mit dem \u201eAmtlichen\u201c. Sie wachen nicht einmal dann auf, wenn der Bundesrechnungshof der Arbeitsagentur nachweist, dass ihr Berechnungsmodus Fehler hat und \u201emehr als 100 000 offiziell Arbeitslose nicht in der Statistik auftauchen.\u201c (9) Nach dem Motto \u201ewas ich nicht wei\u00df, macht mich nicht hei\u00df\u201c ignorieren sie auch diesen Skandal und verzichten tunlichst auf Berichterstattung dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Arbeitslose, verarmte Erwachsene m\u00fcssen ihre Kinder in Armut aufwachsen lassen. Welches Leid sich hinter dieser banalen Feststellung verbirgt, ist nicht zu ermessen. Wie Kinderarmut konkret aussieht, war vor vier Jahren ansatzweise beim kommerziellen Sender n-tv nachzulesen, bezogen auf damals \u201cnur\u201d 2 Millionen Betroffene:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wie eine Studie offenbart, ist der Alltag von \u00fcber zwei Millionen Kindern stark von Verzicht gepr\u00e4gt &#8211; zur chronischen Geldnot kommt noch ein dickes B\u00fcndel an Problemen obendrauf. Kein Geld f\u00fcr den Schulausflug, keine neue Winterjacke, keine Urlaubsreise mit den Eltern: Jedes f\u00fcnfte Kind ist in Deutschland von Armut bedroht. Das sind 2,1 Millionen Kinder unter 15 Jahren.&#8220; (10)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass es f\u00fcr viele Kinder oft nicht mal zu einer warmen Mahlzeit am Tag reicht, blieb unerw\u00e4hnt. Heute, vier Jahre sp\u00e4ter, sind schon \u00fcber 4 Millionen Kinder armutsgef\u00e4hrdet. F\u00fcr sie interessiert sich jedoch au\u00dferhalb ihrer Familien kaum jemand wirklich. Nur ganz selten einmal erfahren wir aus den Leit- und Konzernmedien, dass bei uns \u2013 in einem der reichsten L\u00e4nder der Welt \u2013 Kinderarmut eines der gr\u00f6\u00dften sozialen Probleme darstellt. Sie hat trotz steigender Besch\u00e4ftigtenzahlen und leicht gesunkener Arbeitslosigkeit fortw\u00e4hrend zugenommen. Die Armutsgef\u00e4hrdungsquote stieg von 18,2 Prozent im Jahr 2010 auf 20,4 Prozent im Jahr 2017. (6). Noch st\u00e4rker nahm im gleichen Zeitraum die Quote f\u00fcr Alleinerziehenden-Familien zu: von 38,6 Prozent auf 42,8 Prozent. Und in Familien mit drei und mehr Kindern stieg sie von 23,3 Prozent auf 29,1 Prozent. (11)<\/p>\n<p>Jeder gesetzgeberische Schritt, der den sozial Abgeh\u00e4ngten wieder Anschluss verschaffen k\u00f6nnte, w\u00fcrde entweder die Staatsschulden erh\u00f6hen oder die Wohlhabenden belasten. Solche Eingriffe erlaubt der Geldadel seiner politischen Funktionselite einfach nicht. Versucht die Regierung es wenigstens ab und zu trotzdem? Nicht die Spur, schreibt der Publizist Paul Schreyer nach Auswertung einer Studie der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck, in Auftrag gegeben vom g\u00e4nzlich unverd\u00e4chtigen Bundesarbeitsministerium f\u00fcr Arbeit. \u201cDer Reichtum regiert.\u201d (12)<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Koalition unter F\u00fchrung der Kanzlerin Merkel interessiert das Thema Armut folglich allenfalls am Rande, die Pr\u00e4sentatoren der herrschenden Meinung, beispielsweise ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Kay Gniffke, (SPD), ersichtlich gar nicht. Der untere Rand der Gesellschaft ist f\u00fcr sie weitgehend tabu. Medien-Mogule und Politfunktion\u00e4re erwarten, dass er aus dem \u00f6ffentlichen Blickfeld gehalten wird. Armut darf kein Medienthema sein, damit es kein Thema der Politik zu werden braucht. Es w\u00fcrde dann ja Handlungszw\u00e4nge ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Deshalb wird die im Grundgesetz angesprochene soziale Verantwortung der Reichen und M\u00e4chtigen weitgehend geleugnet. Dr\u00e4ngt sich das Thema unabweislich auf, wird aggressiv und mitleidlos eine &#8222;Selbstverantwortung&#8220; der Abgeh\u00e4ngten behauptet. Es wird ihnen die Schuld zugewiesen f\u00fcr ihre Armut und f\u00fcr das Elend, in dem sie leben m\u00fcssen. Die Tagesschau ist behilflich beim Verstrahlen von Phrasen wie &#8222;Uns allen geht es doch gut.&#8220; Sie organisiert damit das gesellschaftliche Desinteresse an der Problematik.<\/p>\n<p>Kurzer Blick auf die Erfolgsstatistik des Chefredakteurs Dr. Kay Gniffke:<\/p>\n<p>In den 20 Uhr-Hauptausgaben der Tagesschau finden sich seit April vorigen Jahres bis heute gerade einmal zwei (!) Meldungen zum Thema Kinderarmut. Die einzige Neuigkeit dabei: Arme Kinder sollen monatlich 15 Euro mehr und einmal ein unentgeltliches Mittagessen bekommen. Das konnte Arbeitsminister Hubertus Heil, SPD, dem Millionenpublikum der Tagesschau h\u00f6chstselbst huldvoll verk\u00fcnden, als Substanz des &#8222;Starke-Familien-Gesetzes&#8220;. (13) Dauer der Propagandashow: 2 Minuten, 11 Sekunden.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein Tr\u00f6pfchen auf den hei\u00dfen Stein durfte Heil seinen Scheinheiligenschein polieren: <em>&#8222;Das ist keine Gnadenleistung des Staates, das ist soziales B\u00fcrgerrecht&#8220;<\/em>. Dass zu den herausragenden Eigenschaften der modernen Sozialdemokratie vollkommene Schamlosigkeit und Unaufrichtigkeit ihrer F\u00fchrungsfiguren geh\u00f6ren, hatte Parteivorsitzende Andrea Nahles zuvor schon demonstriert:<\/p>\n<p><em>&#8222;Denn wir wollen, dass alle Kinder, die in Hartz IV leben, bessere Startchancen bekommen&#8220;,<\/em><\/p>\n<p>hatte sie mit Hinweis auf das 15 Euro-Projekt geprahlt und es als soziale Gro\u00dftat gefeiert. (14)<\/p>\n<p>Eine Farce. Das Gesetz sei eine b\u00fcrokratische Missgeburt, es mache nicht einmal klar, wer von den Bed\u00fcrftigen eigentlich anspruchsberechtigt sei, meint der Kinderschutzbund. Schon fr\u00fcher hatte dessen Pr\u00e4sident Heinz Hilgers darauf hingewiesen, dass mindestens 4,4 Millionen Kinder in Deutschland von Armut bedroht seien \u2013 rund 1,4 Millionen mehr als offiziell angenommen. (15) Die hohe Dunkelziffer ergebe sich daraus, dass viele Eltern von den b\u00fcrokratischen Melde- und Antragsprozeduren \u00fcberfordert seien und deshalb lieber auf ihre Anspr\u00fcche verzichteten. Oft auch aus Scham dar\u00fcber, um Hilfe bitten zu m\u00fcssen. Hilgers: \u201eDiese Zahlen k\u00f6nnte die Bundesregierung klar nennen, aber das will sie offenbar nicht.\u201c<\/p>\n<p>Vorgaukeln von Hilfen, die nicht wirken, weil die Bed\u00fcrftigen vor zu hohen H\u00fcrden stehen: Das h\u00e4lt die Kosten f\u00fcr den Staat niedrig, und die SPD h\u00e4lt sich trotzdem was drauf zugute. Trickserei pur, nicht einmal die CDU k\u00f6nnte das \u00fcbertreffen. Daneben sehen AfD-Politiker fast wie seri\u00f6se Volksvertreter aus, wenn sie ihre Schnapsidee propagieren, die Mehrwertsteuer auf Kinderartikel zu reduzieren.<\/p>\n<p>Am 21. M\u00e4rz 2019 lie\u00df Gniffke in der Tagesschau die zweite Meldung \u00fcber Kinderarmut innert eines Jahres senden: 45 Sekunden Dauer, nur aus dem Studio, ohne Film. Berichtet wurde \u00fcber die Verabschiedung des vordem angepriesenen &#8222;Starke Familien-Gesetzes&#8220;. Ein paar d\u00fcnne Einzelheiten dar\u00fcber, sonst aber nichts, obwohl die Problematik Millionen unmittelbar ber\u00fchrt und noch viele mehr emotional bewegt. 75 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung sind laut Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks der Ansicht, dass in der Bundesrepublik zu wenig gegen Kinderarmut getan werde. (16)<\/p>\n<p>Was interessiert das den Sozialdemokraten Gniffke und seine Redaktion ARD-aktuell? Die machen ihren Stiefel: am Bed\u00fcrfnis der Zuschauer vorbei Programm gestalten. Deshalb erfuhren Millionen Zuschauer auch nicht, dass schon der Entwurf des Gesetzes bei der Anh\u00f6rung im Familienausschuss des Deutschen Bundestages am 11. M\u00e4rz 2019 von externen Sachverst\u00e4ndigen als vollkommen unzureichend kritisiert worden war. (17)<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4tsjournalisten schwiegen sich zudem \u00fcber das geringe finanzielle Volumen dieser vorgeblichen Familienst\u00e4rkung aus: nur 450 Millionen Euro zur Erh\u00f6hung des Kinderzuschlags, beschr\u00e4nkt auf 1,2 Millionen \u201cBerechtigte\u201d unter den insgesamt 4,4 Millionen Kindern im Armutsschlagschatten unserer Gesellschaft. Was kommt dabei heraus? Gerade mal 1 Euro t\u00e4glich mehr pro Kind. W\u00fcrde die Gesamtsumme auf alle armutsgef\u00e4hrdeten Kinder verteilt, w\u00e4ren es lediglich 33 Cent. Gniffkes Parteichefin Nahles hat alles Unm\u00f6gliche dazu bereits gesagt:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Familien sind das Herz unserer Gesellschaft. Mit dem \u201aStarke-Familien-Gesetz\u2019 entlasten wir Eltern mit geringem Einkommen sp\u00fcrbar. Und wir verbessern die Chancen in Kita und Schule, damit es jedes Kind packt.&#8220; (18)<\/p><\/blockquote>\n<p>Unter Freunden g\u00e4be es daf\u00fcr eine satte Portion Maulschellen. Von der SPD wird es mit Partei- und Fraktionsvorsitz honoriert.<\/p>\n<p>Reiner Zufall: Am Tage der Verabschiedung des &#8222;Starke Familien-Gesetzes&#8220; befasste sich der Bundestag auch mit dem Afghanistan-Einsatz f\u00fcr 1300 Bundeswehrsoldaten. (19) Da wurde glasklar, welche finanziellen Akzente die Regierung und unsere sogenannte Volksvertretung setzen. Im Protokoll ist nachzulesen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die einsatzbedingten Zusatzausgaben f\u00fcr die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkr\u00e4fte an der Mission \u2018Resolute Support\u2019 werden f\u00fcr den Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 31. M\u00e4rz 2020 voraussichtlich insgesamt rund 360,9 Mio. Euro betragen&#8220;. (20)<\/p><\/blockquote>\n<p>360 Millionen Euro zus\u00e4tzlich f\u00fcr unsere 1300 Leute unter Waffen im Auslandseinsatz. 450 Millionen Euro zus\u00e4tzlich f\u00fcr unsere 4,4 Millionen armutsbedrohten Kinder zuhause. Dieses absurde Missverh\u00e4ltnis w\u00fcrdigt der Chef-Qualit\u00e4tsjournalist Dr. Kay Gniffke, SPD, nicht eines Blickes. Noblesse oblige: Als SWR-Intendant in spe hat er Aussicht auf ein Monatsgehalt von mindestens 30.000 Euro. Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein. Und die ARD hat\u00b4s eh reichlich. Die Rundfunkbeitr\u00e4ge flie\u00dfen ja mit Staatsgarantie.<\/p>\n<p>Keine Sorge, wir kommen immer wieder auf unser Thema <em>\u201eNachrichtendefizit bez\u00fcglich Kindermut\u201c<\/em> zur\u00fcck. Das Ende 2018 beschlossene Familienentlastungsgesetz beg\u00fcnstigt trotz seines wohlt\u00f6nenden Namens nur die Bessergestellten. Die Anhebung des Kindergeldes und des Steuerfreibetrags pro Kind steigern das Familieneinkommen progressiv; das obere Limit f\u00fcr den Zugewinn liegt bei 273 Euro pro Jahr. Hartz IV-Bezieher m\u00fcssen sich dagegen die Verbesserungen komplett auf ihr Hunger-Einkommen anrechnen lassen, es wird sofort alles wieder abgezogen, was den Regelsatz \u00fcbersteigt. (21) Die \u00e4rmsten Familien haben nicht einen Cent Nutzen vom Familien-Entlastungs-Gesetz.<\/p>\n<p>Da wir aber nun schon mal bei den sytemtypischen Schweinereien sind, soll ein Blick auf ihre Historie kl\u00e4ren, wie weit es die Umverteilungsorgie getrieben hat:<\/p>\n<p>1960, in der \u201calten\u201d Bundesrepublik, bestanden die Staatseinnahmen zu 35 Prozent aus Gewinnsteuern auf Kapital. Die Massensteuern der arbeitenden Menschen hatten mit 38 Prozent einen nur geringf\u00fcgig gr\u00f6\u00dferen Anteil an den Staatseinnahmen. Die Steuerquote am Brutto-Inlandsprodukt war demnach halbwegs gerecht aufgeteilt. Zwischen Kapital und Arbeit bestand noch eine Art steuerliche Gleichbehandlung. Heute tr\u00e4gt das Gros der Bev\u00f6lkerung mit seinen Massensteuern 71 Prozent zum gesamten Steueraufkommen bei. Der Steueranteil der Kapitalseite liegt hingegen unter 20 Prozent. (22)<\/p>\n<p>Obwohl solche Entwicklungen von der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung abgelehnt werden und besonders die Vernachl\u00e4ssigung von Kindern ausgepr\u00e4gte emotionale Reaktionen hervorruft, bleibt organisierter gesellschaftlicher Protest gegen die \u201eGerechtigkeitsl\u00fccke\u201c aus. Warum? Der Kieler Kognitionsforscher Prof. Rainer Mausfeld verweist auf ein &#8222;Demokratiemanagement&#8220;. In jahrelanger \u00dcbung sei den Eliten eine erfolgreiche Massenbeeinflussung zur Durchsetzung ihrer Interessen gelungen. Die Verletzung moralischer Normen werde gleichsam unsichtbar, wenn die Fakten zwar bekannt, jedoch in einen Kontext eingebettet seien, der verhindere, dass sie in der Bev\u00f6lkerung starkes Unbehagen oder Emp\u00f6rung ausl\u00f6sen. (23)<\/p>\n<p>Emp\u00f6rung \u00fcber die Benachteiligung von Kindern wird bei uns vermittels einer manipulativen, verschleiernden, unvollst\u00e4ndigen, sprachgeregelten und jedenfalls \u00e4u\u00dferst sp\u00e4rlichen Berichterstattung der Massenmedien absorbiert. Wortsch\u00f6pfungen wie <em>&#8222;Starke Familien-Gesetz&#8220;<\/em> stammen aus dem Arsenal von Berufsl\u00fcgnern. Die Behauptung, die Politik f\u00f6rdere <em>&#8222;Gerechtes Verhalten gegen\u00fcber Kindern&#8220;<\/em> ebenfalls. Die Kumpanei zwischen Politikern und Journalisten wirkt.<\/p>\n<p>Die Tagesschau vertieft den Effekt dadurch, dass sie den Blick ersatzweise auf das Kinderelend im Ausland lenkt und es damit f\u00fcr die Propagandazwecke unserer Regierung instrumentalisiert. Beispiele: Kriegsopfer in Syrien (24), verhungernde Kinder im Jemen und in Afrika, Kindesmissbrauch in Australien, unmenschliche Behandlung der Fl\u00fcchtlingskinder an der Grenze der USA zu Mexiko &#8230;<\/p>\n<p>Doch doch, dahinter stecken Absicht und System: \u00dcber das bemitleidenswerte Schicksal der Kinder au\u00dferhalb Deutschlands berichtete ARD-aktuell in den zur\u00fcckliegenden zw\u00f6lf Monaten sechsmal h\u00e4ufiger als \u00fcber das Kinderelend bei uns zuhause. Propagandistischer Effekt, weil der Mensch eben durch Vergleichen lernt: <em>\u201cUns geht es immer noch besser als den \u00c4rmsten im Ausland!\u201d<\/em> Schon wirkt er, der Empathieblocker. Wollten wir nicht gerade noch einen Brandbrief an die Politversager in Berlin schreiben? Aber jetzt, wir sehen ja, dass es uns doch noch <em>\u201cvergleichsweise\u201d<\/em> gut geht &#8230;<\/p>\n<p>So wird Dampfdruck abgelassen, und die dringend gebotene Debatte, die Proteste und notwendige politische Prozesse unterbleiben. Daf\u00fcr ist dem waschechten Sozialdemokraten und Chefredakteur Dr. Kai Gniffke der Dank des Vaterlandes gewiss \u2013 oder zumindest der seiner regierenden Parteigenossen und ihrer koalition\u00e4ren Kumpane. Die Schnarchs\u00e4cke in den Rundfunkr\u00e4ten, die Gewerkschafter, Kirchenvertreter, Repr\u00e4sentanten der Frauenverb\u00e4nde und der pseudolinken Parteien, erzeugen eine passende Ger\u00e4uschkulisse.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>(1) <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/20.html\">https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/20.html<\/a><\/p>\n<p>(2) <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_14.html\">https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_14.html<\/a><\/p>\n<p>(3) <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/162320\/umfrage\/die-reichsten-deutschen\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/162320\/umfrage\/die-reichsten-deutschen\/<\/a><\/p>\n<p>(4) <a href=\"https:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/archiv\/9231699.html\">https:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/archiv\/9231699.html <\/a><\/p>\n<p>(5) Ulrich Teusch in: \u201eDer Krieg vor dem Krieg\u201c (Vorwort), Westend Verlag, Frankfurt\/Main 2019, ISBN: 978-3-86489-243-1. <b>Unsere Literaturempfehlung.<\/b><\/p>\n<p>(6)<a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/55512-programmbeschwerde-schonfarberei-und-manipulation-ard\/\"> https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/55512-programmbeschwerde-schonfarberei-und-manipulation-ard\/<\/a><\/p>\n<p>(7) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/sendung\/ts-30611.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/sendung\/ts-30611.html<\/a><\/p>\n<p>(8) <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\">https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de<\/a><\/p>\n<p>(9) <a href=\"https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2019\/03\/19\/stichprobe-deckt-fehler-der-arbeitslosen-statistik-auf\/\">https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2019\/03\/19\/stichprobe-deckt-fehler-der-arbeitslosen-statistik-auf\/<\/a><\/p>\n<p>(10)<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/785520\/umfrage\/armutsgefaehrdungsquote-von-kindern-in-deutschland\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/785520\/umfrage\/armutsgefaehrdungsquote-von-kindern-in-deutschland\/<\/a><\/p>\n<p>(11) <a href=\"https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/086\/1908616.pdf\">https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/086\/1908616.pdf<\/a><\/p>\n<p>(12) <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html<\/a><\/p>\n<p>(13) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-492053.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-492053.html<\/a><\/p>\n<p>(14) <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ticker\/SPD-will-mit-Grundsicherung-Kinder-aus-Armut-holen-article20805955.html\">https:\/\/www.n-tv.de\/ticker\/SPD-will-mit-Grundsicherung-Kinder-aus-Armut-holen-article20805955.html<\/a><\/p>\n<p>(15) <a href=\"https:\/\/www.dksb.de\/de\/artikel\/detail\/kinderarmut-deutlich-hoeher-\u00a0als-gedacht-44-millionen-kinder-sind-nach-berechnungen-des-dksb-betroff-l\/\">https:\/\/www.dksb.de\/de\/artikel\/detail\/kinderarmut-deutlich-hoeher-\u00a0als-gedacht-44-millionen-kinder-sind-nach-berechnungen-des-dksb-betroff-l\/<\/a><\/p>\n<p>(16) <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/148511\/02-02-2018\/deutschland-tut-zu-wenig-gegen-kinderarmut\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/148511\/02-02-2018\/deutschland-tut-zu-wenig-gegen-kinderarmut<\/a><\/p>\n<p>(17) <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/086\/1908616.pdf\">http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/086\/1908616.pdf<\/a><\/p>\n<p>(18) <a href=\"https:\/\/www.das-parlament.de\/2019\/13_14\/innenpolitik\/631142-631142\">https:\/\/www.das-parlament.de\/2019\/13_14\/innenpolitik\/631142-631142<\/a><\/p>\n<p>(19) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/tagesordnung?week=12&amp;year=2019\">https:\/\/www.bundestag.de\/tagesordnung?week=12&amp;year=2019<\/a><\/p>\n<p>(20) <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/077\/1907726.pdf\">http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/077\/1907726.pdf<\/a><\/p>\n<p>(21) <a href=\"https:\/\/www.dksb.de\/de\/artikel\/detail\/familienentlastungsgesetz-hilft-nicht-gegen-kinderarmut\/\">https:\/\/www.dksb.de\/de\/artikel\/detail\/familienentlastungsgesetz-hilft-nicht-gegen-kinderarmut\/<\/a><\/p>\n<p>(22) <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Volksparteien-haben-das-Volk-belogen-und-betrogen-4339797.html?seite=all\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Volksparteien-haben-das-Volk-belogen-und-betrogen-4339797.html?seite=all<\/a><\/p>\n<p>(23)<span style=\"font-family: Calibri, serif;\"> Rainer Mausfeld, in: &#8222;Warum Schweigen die L\u00e4mmer?&#8220;, S. 24. <\/span>Westend Verlag, Frankfurt am Main 2018, ISBN 9783864892257<\/p>\n<p>(24) <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2017\/06\/13\/ard-humanitaet-der-bub-omra\/\">https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2017\/06\/13\/ard-humanitaet-der-bub-omra\/<\/a><\/p>\n<p><em>Das Autoren-Team:<\/em><\/p>\n<p><em>Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, Jurist. 1975 &#8211; 2008 Mitarbeiter des NDR, zeitweise Vorsitzender des NDR-Gesamtpersonalrats und des ver.di-Betriebsverbandes sowie Referent einer Funkhausdirektorin.<\/em><\/p>\n<p><em>Volker Br\u00e4utigam, Jahrgang 1941, Journalist. 1975 &#8211; 1996 Mitarbeiter des NDR, zun\u00e4chst in der ARD-Tagesschau, nach 1991 in der NDR-Hauptabteilung Kultur. Danach Lehr- und Forschungsauftrag an der Fu-Jen-Uni Taipeh.<\/em><\/p>\n<p><em>Anmerkung der Autoren:<\/em><\/p>\n<p><em>Unsere Beitr\u00e4ge stehen zur freien Verf\u00fcgung. Wir schreiben nicht f\u00fcr Honorar, sondern gegen die \u201emediale Massenverbl\u00f6dung\u201c (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden auf der Seite https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog dokumentiert.<\/em><\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_4791 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_4791')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_4791').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"\",\"tweet_text\":\"%20Kinderarmut%3F%20Kein%20Thema%20f%C3%BCr%20die%20Tagesschau%20%C2%BB%20St%C3%A4ndige%20Publikumskonferenz%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"}},\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/publikumskonferenz.de\\\/blog\\\/kinderarmut-kein-thema-fuer-die-tagesschau\\\/\",\"post_id\":4791,\"post_title_referrer_track\":\"Kinderarmut%3F+Kein+Thema+f%C3%BCr+die+Tagesschau\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Gniffkes Macht um acht Bildquelle: Shutterstock Kinderarmut? Kein Thema f\u00fcr die Tagesschau \u00dcber die krasse \u201cGerechtigkeitsl\u00fccke\u201d in unserem Sozialsystem wahren ARD-aktuell &amp; Co. eisern Stillschweigen Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Br\u00e4utigam Mitten unter uns leben 4 Millionen Kinder an &hellip;<\/p>\n<p class=\"read-more\"> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/kinderarmut-kein-thema-fuer-die-tagesschau\/\"> <span class=\"screen-reader-text\">Kinderarmut? Kein Thema f\u00fcr die Tagesschau<\/span> Weiterlesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4799,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[5,313,9],"class_list":["post-4791","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","tag-ard","tag-dr-gniffke","tag-tagesschau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4791"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4791\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4807,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4791\/revisions\/4807"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4799"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}