{"id":5508,"date":"2020-03-31T12:43:08","date_gmt":"2020-03-31T11:43:08","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=5508"},"modified":"2026-06-29T11:46:52","modified_gmt":"2026-06-29T10:46:52","slug":"corona-haelt-die-welt-in-atem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/corona-haelt-die-welt-in-atem\/","title":{"rendered":"Corona h\u00e4lt die Welt in Atem"},"content":{"rendered":"<p><strong>Corona h\u00e4lt die Welt in Atem, auch wenn sie den Atem anh\u00e4lt. So widerspr\u00fcchlich wie dieser Satz, scheint auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Corona besonders in den sich als alternativ verstehenden Medien. Zurecht wird auf die Tatsache verwiesen, dass Heftigkeit und Auswirkungen der Grippewelle von 2017\/8 wesentlich tiefgreifender waren als die der heutigen Epidemie. Trotzdem war sie nicht von solch drastischen staatlichen Ma\u00dfnahmen und medialen Aufmerksamkeit begleitet. Wie ist das zu erkl\u00e4ren?<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Beitrag von R\u00fcdiger Raul<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>China als Ma\u00dfstab<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Vielen scheint es unzweifelhaft, dass hier von nicht weiter definierten Eliten ein Weg zu einem neuen Faschismus geebnet werden soll. Andere vermuten ein abgekartetes Spiel der Pharmaindustrie oder der neoliberalen Oligarchie zur Maximierung ihrer Profite. Ein ganz wesentlicher Gesichtspunkt wird dabei \u00fcbersehen: die Systemkonkurrenz.<\/p>\n<p>Wie zu Zeiten der Sowjetunion sich alle Entwicklungen im Westen an denen der UdSSR messen lassen mussten, besonders was die sozialen Belange anging, so sieht sich heute der Westen zunehmend in einer erdr\u00fcckenden Konkurrenz zu China. Das Land der Mitte feiert \u00fcberall auf der Welt wirtschaftliche und politische Erfolge, denen der Westen immer weniger entgegen zu setzen hat.<\/p>\n<p>Das allein w\u00e4re noch nicht so schlimm, handelte es sich hierbei nicht um eine Gesellschaft, die von einer kommunistischen Partei gef\u00fchrt wird. Und das Schlimmste f\u00fcr den Westen daran ist: China hat Erfolg, ohne seine B\u00fcrger \u00e4hnlich einzuschr\u00e4nken, wie man es dem sowjetischen Sozialismus zum Vorwurf machte.<\/p>\n<p>Dieser Entwicklung versucht der Westen, mit Propaganda zu begegnen, die in erster Linie zwei Ziele verfolgt. Zum einen soll der eigenen Bev\u00f6lkerung immer wieder die \u00dcberlegenheit der westlichen Demokratie vor Augen gef\u00fchrt werden. Zum anderen l\u00e4sst man keine Gelegenheit aus, sich in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen, um dort Unruhe zu wecken oder zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Dazu nutzte man 2019 die Unruhen in Hongkong ebenso wie die Politik Chinas gegen\u00fcber den Uiguren in der Provinz Xinjiang. Die Kommunikationskonzerne Huawei, ZTE und Qualcomm sollen unter dem nicht belegten Vorwurf der Spionage f\u00fcr die chinesische Regierung wirtschaftlich behindert werden. Ihr technologischer Vorsprung gegen\u00fcber allen westlichen Unternehmen ist besonders den USA ein Dorn im Auge.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Vorbild China<\/strong><\/p>\n<p>Corona war ein weiterer willkommener Anlass, um China unter Druck zu setzen. Den V\u00f6lkern im Westen sollte die Handlungsunf\u00e4higkeit der kommunistischen Regierung und deren Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dem eigenen Volk vorgef\u00fchrt werden. Sehr fr\u00fch schon berichtete die Berichterstatterin der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frederike B\u00f6ge, ausf\u00fchrlich, mitunter ganzseitig, \u00fcber die Vorg\u00e4nge in China. Tenor der Berichterstattung war die mangelnde Transparenz und Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung, die Unterdr\u00fcckung kritischer Berichterstattung und die Verfolgung von Kritikern der staatlichen Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Alles, was die chinesischen Beh\u00f6rden unternahmen, schien nach B\u00f6ge und FAZ nur einem einzigen Ziel zu dienen: Die eigene und die Unf\u00e4higkeit der kommunistischen Partei zu vertuschen, die chinesische\u00a0 Bev\u00f6lkerung zu unterdr\u00fccken und das Machtinteresse der kommunistischen F\u00fchrer \u00fcber das Wohl der Menschen zu stellen. Es wurden also die altbekannten antikommunistischen Klisch\u00e9es bedient.<\/p>\n<p>Der Kampf gegen das Corona-Virus wurde besonders von der FAZ, dem Leitorgan der herrschenden Klasse in Deutschland, aufgebaut zu einem Kampf der Gesellschaftssysteme. Hier sollte sich die \u00dcberlegenheit des freiheitlich westlichen Modells gegen\u00fcber dem autorit\u00e4r-kommunistischen in China beweisen.<\/p>\n<p>Aber es kam anders. Die Bilder von etwa f\u00fcnfzig Baggern, die innerhalb einer Woche in Wuhan ein Krankenhaus mit Tausend Betten aus dem Boden stampften, widerlegten die westliche Propaganda. Das rang allen Beobachtern Respekt ab und machte Eindruck bei den westlichen Medienkonsumenten. Die chinesischen Beh\u00f6rden und die kommunistische Partei im Hintergrund vollbrachten, was die meisten Zuschauer keiner westlichen Regierung zutrauen w\u00fcrden. China baute in Windeseile Krankenh\u00e4user. Zudem unterbrach es mit seinen weiteren Ma\u00dfnahmen die Infektionsketten innerhalb k\u00fcrzester Zeit.<\/p>\n<p>Dass ihnen das Wohl der B\u00fcrger mehr am Herzen lag, als die westliche Propaganda glauben machen wollte, zeigten das K\u00fcndigungsverbot von Arbeitern in den Staatsbetrieben und die Aktivierung von Nachbarschaftskomit\u00e9es zur Versorgung und Betreuung der Bev\u00f6lkerung. Niemand wurde sich selbst \u00fcberlassen. Davon k\u00f6nnen die 70.000 Obdachlosen in New York und die Besucher der deutschen Tafeln nur tr\u00e4umen, denen die lauwarmen Worte westlicher Politiker vielleicht das Herz erw\u00e4rmen, nicht aber den Magen f\u00fcllen und die Zukunftsangst nehmen.<\/p>\n<p><strong>Die Propaganda schl\u00e4gt zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>China hat f\u00fcrs Erste das Corona-Virus besiegt. Dagegen versinkt der Westen immer tiefer in der Krise. Nun f\u00e4llt er in die Grube, die man China hatte graben wollen. Denn die westlichen Ma\u00dfnahmen werden gemessen an denen der Chinesen, und die Bilanz f\u00e4llt ern\u00fcchternd aus. Hinter all das, was China ergriffen hatte zum Schutz seiner Bev\u00f6lkerung, kann der Westen nicht zur\u00fcckfallen, will er nicht Gefahr laufen, unglaubw\u00fcrdig zu werden. Will man nicht gegen\u00fcber China ins Hintertreffen geraten, muss man zumindest auch das auf sich nehmen, was die Chinesen auf sich genommen haben, sonst hat man den Kampf der Systeme in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung verloren.<\/p>\n<p>Wie h\u00e4tte man der eigenen Bev\u00f6lkerung erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, dass man nicht bereit ist, dieselben Ma\u00dfnahmen zum Schutze der Menschen zu ergreifen, die die Chinesen ergriffen hatten? Wieso nimmt die freiheitliche westliche Gesellschaft nicht die Opfer auf sich, die eine angeblich menschenverachtende Diktatur wie das sozialistische China im Interesse der Bev\u00f6lkerung ergreift? Hier liegt der Kern dessen, was zur Zeit in den westlichen Staaten unternommen wird im Kampf gegen Corona.<\/p>\n<p>Es geht nicht um die Einschr\u00e4nkung der B\u00fcrgerrechte durch machtbesessene Eliten, auch nicht um die Profitgier der Konzerne, denn viele werden erheblichen Schaden nehmen durch die Einschr\u00e4nkung der Wirtschaftst\u00e4tigkeit. Es geht ganz allein um den Systemkonflikt mit China. Den will man unter keinen Umst\u00e4nden verlieren. Den Wirtschaftswettlauf hat man schon so gut wie verloren, nun will man nicht auch noch im gesellschaftspolitischen Wettkampf unter die R\u00e4der kommen.<\/p>\n<p>Dieser politische Konflikt, den Medien und Politiker im Westen selbst und ohne Not vom Zaun gebrochen hatten, hatte bei der Grippewelle von 2017\/8 keine Rolle gespielt. Damals war der Kampf gegen die Grippe nicht als Kampf um die gesellschaftliche \u00dcberlegenheit gef\u00fchrt worden. Deshalb wurde der Zahl der Toten und Infizierten nicht diese Bedeutung beigemessen, wie heute. Die Punkte im Kr\u00e4ftemessen der Systeme, das der Westen ausgerufen hat,\u00a0 werden verteilt durch die Zahl der Infizierten und der Toten in den beiden Gesellschaftssystemen. Und nach Punkten liegt China klar vorne.<\/p>\n<p><strong>Tr\u00fcgerische Selbstsicherheit<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht war man im Westen auch so naiv zu glauben, dass das Virus wie in den Malen zuvor sich weitgehend in China austoben w\u00fcrde und der Westen verschont bliebe. Daf\u00fcr spricht, dass das benachbarte S\u00fcd-Korea Anfang Februar an China noch 1,5 Mio Atemschutzmasken verschenkt hatte. Wenige Wochen sp\u00e4ter fehlten diese dann sehr schmerzlich im eigenen Lande. Dennoch muss dieser Akt der Menschlichkeit durch die Regierung S\u00fcd-Koreas gew\u00fcrdigt und wertgesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>Auch die deutsche Politik lie\u00df in \u00fcberheblicher Selbstgewissheit \u00fcber das eigene Krisenmanagement leichtfertig Zeit verstreichen, anstatt sich anhand der chinesischen Erfahrungen auf die Epidemie vorzubereiten. Noch im Februar lie\u00df man in Deutschland Karnevalsveranstaltungen in geschlossenen R\u00e4umen zu, w\u00e4hrend man Umz\u00fcge wegen der Sturmgefahren absagte. Starkbierfeste durften noch im M\u00e4rz im Kreis Tirschenreuth abgehalten werden. Nur wenige Wochen sp\u00e4ter explodierten dort und in der Karnevalshochburg Heinsberg die Infektionszahlen.<\/p>\n<p>Aber man wollte anscheinend auf keinen Fall sich die Erfahrungen des \u201eUnrechtsstaates\u201c China zunutze machen. Vielleicht w\u00e4re man zu Ma\u00dfnahmen gezwungen, die man zuvor immer wieder angeprangert hatte als Beispiele f\u00fcr \u00fcbergriffiges Verhalten autorit\u00e4rer Beh\u00f6rden. So wurden keine Kontrollen an den Flugh\u00e4fen durchgef\u00fchrt, weder auf Fieber noch auf Herkunft. Selbst die aus aller Welt zur\u00fcckgeholten deutschen B\u00fcrger, von denen man nicht wusste, ob sie vielleicht \u00dcbertr\u00e4ger waren, konnten nach der Umarmung durch ihrer Angeh\u00f6rigen trotz schon geltendem Abstandsgebot sich unkontrolliert in die deutsche Gesellschaft verteilen.<\/p>\n<p>Wie ungen\u00fcgend die Vorbereitungen waren,\u00a0 zeigt der eklatante Mangel an Schutzausr\u00fcstungen. Warum fehlt es nach Wochen der Epidemie immer noch am N\u00f6tigsten? Wie besch\u00e4mend sind doch gerade die Berichte \u00fcber Menschen, die in Heimarbeit mit einfachsten Mitteln Mundschutz herstellen! Sie werden in den Medien als Helden gefeiert und zur Nachahmung empfohlen. Was f\u00fcr eine Bankrotterkl\u00e4rung f\u00fcr ein hochindustrialisiertes Land! Dabei w\u00e4re das doch nach den Erfahrungen aus China und Asien \u00fcberhaupt der erste Schritt gewesen. In allen Berichte \u00fcber das Leben dort, sind nur Menschen mit Mundschutz in der \u00d6ffentlichkeit zu sehen. Ohne Mundschutz darf niemand auf die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Offensichtlich und notwendig<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Sind unsere Meinungsmacher schon so vernebelt, dass ihnen das Offensichtliche in der Wirklichkeit schon nicht mehr auff\u00e4llt. Noch immer gibt es \u201eExperten\u201c, die dem Mundschutz wenig Bedeutung beimessen, sogar dagegen anreden. In der \u00f6ffentlichen Diskussion spielt das Thema so gut wie keine Rolle. Nat\u00fcrlich, f\u00fcr die Medien ist Mundschutz unspektakul\u00e4r. Viel dramatischer ist da das Trommeln f\u00fcr Ausgehverbote. Denn Dramatik verschafft Aufmerksamkeit, das Pfund im Kampf um Einschaltquoten und Werbeeinnahmen.<\/p>\n<p>Wie die neusten Bilder aus China offenbaren, wird dem Mundschutz eine h\u00f6here Bedeutung beigemessen als der Ausgangsbeschr\u00e4nkung und Abstandsgebot. W\u00e4hrend die Menschen wieder sich mehr in der \u00d6ffentlichkeit aufhalten und sogar Restaurants wieder \u00f6ffnen k\u00f6nnen, tr\u00e4gt man trotzdem weiterhin Mundschutz. In Deutschland ist er jedoch die Ausnahme und schon gar keine Verpflichtung.<\/p>\n<p>In ihrem Beitrag \u201eWege aus der Corona-Krise\u201c vom 28.3.20 beschreibt die FAZ auf einer ganzen Seite wirkungsvolle Mittel im Kampf gegen die Epidemie. Auch dem Mundschutz werden einige Zeilen gewidmet. Es ist dabei bezeichnend, das in der Frage des Mundschutzes der direkte Eigenschutz immer wieder im Vordergrund steht. Das zeigt deutlich die individualistische Ausrichtung der Gesellschaftsmitglieder.<\/p>\n<p>Dabei liegt die Bedeutung des Mundschutzes nicht im direkten Eigenschutz, sondern in seiner indirekten Auswirkung durch den Schutz der Gesamtgesellschaft. Er ist das wirksamste Mittel zur Unterbrechung der Infektionsketten, denn er unterbindet den eigenen Tr\u00f6pfchenflug. \u00dcber den Schutz des Gegen\u00fcbers sch\u00fctzt sich der Tr\u00e4ger der Maske selbst, indem er dazu beitr\u00e4gt, die Aufrechterhaltung der Infektionskette durch sich selbst zu unterbinden. Denn wer keine Symptome ausbildet, ist noch lange nicht keimfrei.<\/p>\n<p>\u201eUnbestritten ist der Schutz anderer durch das Tragen der Maske\u201c, schreibt die FAZ in ihrem oben erw\u00e4hnten Beitrag. Aber wenn doch diese Erkenntnis vorliegt, stellt sich die Frage, weshalb sie nicht in der Praxis durch die politisch Verantwortlichen umgesetzt wird? Auch hierauf gibt die FAZ gleich die Antwort: Es gibt nicht genug Masken.<\/p>\n<p>Monate, nachdem die Epidemie in China ausgebrochen war, und Wochen, seitdem sie in Italien die Menschen dahinrafft, hat es die deutsche Politik nicht geschafft, die Bev\u00f6lkerung mit Masken zu versorgen. Das soll die gute Vorbereitung sein, mit der Gesundheitsminister Spahn vor wenigen Wochen vollmundig die Bev\u00f6lkerung in Ruhe und Sicherheit gewiegt hatte?<\/p>\n<p>Aber auch daf\u00fcr gibt es eine einfache Erkl\u00e4rung. \u201eNeunzig Prozent der bisherigen Nachfrage nach Atemschutzmasken hatte bisher die chinesische Industrie gedeckt\u201c. Sind also wieder die Chinesen schuld? Nein, denn: \u201eDabei kommen sowohl das medizinische Vlies, \u2026, als auch die Maschinen, mit denen sie produziert werden, oft aus Deutschland.\u201c Man w\u00e4re also unter diesen Voraussetzungen nicht unbedingt auf chinesische Produkte angewiesen.<\/p>\n<p>Was steht also dann der Produktion von Masken in Deutschland im Wege? Was w\u00e4re leichter als ein Erlass der deutschen Regierung an die deutsche Industrie, deutsche Masken f\u00fcr deutsche Krankenh\u00e4user und B\u00fcrger herzustellen, also die Erf\u00fcllung einer nationalen Pflicht einzufordern in schwierigen Zeit? Schlie\u00dflich sollen wir doch alle zusammenr\u00fccken und Solidarit\u00e4t zeigen.<\/p>\n<p>Aber so einfach ist es nicht. Vor Solidarit\u00e4t und v\u00f6lkischem Appell steht die Rendite. Denn so die FAZ: \u201eErst wegen der nun steigenden Preise beginnt sich die Produktion f\u00fcr deutsche Mittelst\u00e4ndler wieder zu lohnen.\u201c Das ist gelebte Solidarit\u00e4t. Anders verfuhr da die chinesische Regierung. Sie verbot allen Produzenten den Export von\u00a0 Masken, Rendite hin \u2013 Rendite her. Dieses Verbot schloss auch die Fabriken ausl\u00e4ndischer Konzerne ein. Peking \u00fcbernahm kurzerhand eine Niederlassung des amerikanischen Unternehmens 3M, um die Produktion von Masken sicher zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Forderungen statt Kritik<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Trotz aller Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die B\u00fcrger und Defizite der deutschen F\u00fchrung steigen die Zustimmungswerte der Regierungsparteien sprunghaft an. Die Menschen wissen, dass nur die Regierung Entscheidungen treffen und Ma\u00dfnahmen ergreifen kann. Sie hat die finanziellen und organisatorischen Mittel dazu, und deshalb schlie\u00dfen sie sich hinter ihrer Regierung zusammen. Die Kritiker besonders der links-intellektuellen Milieus k\u00f6nnen ihnen au\u00dfer anderen Sichtweisen im Moment nichts geben, was ihnen den Alltag erleichtern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wer aus welchen Gr\u00fcnden auch immer die Epidemie leugnet, macht sich gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung unglaubw\u00fcrdig. Denn diese f\u00fchlt sich bedroht: durch das Virus, durch die Einschr\u00e4nkungen, durch drohenden Mangel. Will man also an Einfluss bei der Bev\u00f6lkerung gewinnen, sollte man deren \u00c4ngste ernst nehmen. Die Verbreitung anderer Sichtweisen mindert dieses Gef\u00fchl der Bedrohung nicht, sondern steigert nur die Verunsicherung, solange sie keine Handlungsm\u00f6glichkeiten oder gar Auswege aus der Krise aufzeigen kann.<\/p>\n<p>Eine Forderung, die dem Gef\u00fchl der Bedrohung in die M\u00f6glichkeit zu handeln umwandeln k\u00f6nnte, ist die nach einem umfassenden Mundschutzgebot. Niemand darf\u00a0 sich in der \u00d6ffentlichkeit mehr ohne Mundschutz bewegen. Das bedeutet aber auch, dass die Regierung endlich f\u00fcr die Versorgung mit Masken sorgen muss, notfalls per Erlass gegen\u00fcber der deutschen Industrie. Die Erfahrungen aus China und dem Rest Asiens zeigen, dass der Mundschutz das wirksamste Mittel gegen die Ausbreitung der Epidemie ist.<\/p>\n<p>Eine zweite Forderung ist die Unterst\u00fctzung der Tafeln. Die Versorgung der \u00c4rmsten in einer der reichsten Gesellschaften der Welt ist zunehmend bedroht durch Hamsterk\u00e4ufe und Lebensmittelverknappung infolge von Lieferschwierigkeiten. Dass es \u00fcberhaupt Tafeln in einem solch reichen Land gibt, ist ein Armutszeugnis. Deshalb die Forderung an die Politik, die Tafeln finanziell zu unterst\u00fctzen und nicht weiter in die Abh\u00e4ngigkeit von geringer werdenden Spenden und Zuwendungen abgleiten zu lassen.<\/p>\n<p>Deshalb die Forderung an Regierung und die Bitte um Ver\u00f6ffentlichung und Unterst\u00fctzung dieser Forderungen durch die alternativen Medien:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Mundschutz-Erlass f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Finanzielle Unterst\u00fctzung der Tafeln<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>R\u00fcdiger Rauls Buchver\u00f6ffentlichungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie funktioniert Geld?\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B013RWL1TQ\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<li>\u00a0Krieg um Syrien <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/1697260446\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<li>Kolonie Konzern Krieg &#8211; Stationen kapitalistischer Entwicklung\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B01MG6AL4K\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<li>Zukunft Sozialismus oder die Grenzen des Kapitalismus\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B01LY0AGOG\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<li>Die Entwicklung der fr\u00fchen Gesellschaften-Die Geschichte Afghanistans\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B00VAVPMO2\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<li>Was braucht mein Kind?\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B00FEC6X3M\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<li>Sp\u00e4te Wahrheit (Prosa)\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B00CQLYOS0\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Herausgeber von:<\/p>\n<ul>\n<li>Imre Szabo: Die Hinterm\u00e4nner ( ein politischer Krimi) <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B00BAYM1ZM\">Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<li>Imre Szabo: Die Unsichtbaren ( ein politischer Krimi)<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/1539064301\"> Buchbeschreibung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Publikum ist keine meinungskonforme Gesamtheit. Wir sind um ein breites Meinungsspektrum bem\u00fcht. Meinungsartikel und Gastbeitr\u00e4ge m\u00fcssen nicht die Sichtweise des Vereins widerspiegeln.<\/em><\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px; text-align: left;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_5508 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_5508')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_5508').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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