{"id":863,"date":"2015-09-14T19:06:16","date_gmt":"2015-09-14T18:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=863"},"modified":"2026-10-18T10:19:27","modified_gmt":"2026-10-18T09:19:27","slug":"offener-brief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/offener-brief\/","title":{"rendered":"Offener Brief"},"content":{"rendered":"<p>Axel Retz ist freiberuflicher, beim Bundeskanzleramt akkreditierter Journalist, \u00dcbersetzer von Wirtschafts- und B\u00f6rsenliteratur, ehemaliger Chefredakteur eines bundesweit vertriebenen B\u00f6rsenmagazins, langj\u00e4hriger w\u00f6chentlicher <a href=\"http:\/\/www.boerse-online.de\/nachrichten\/profile\/Axel-Retz-156\">Kolumnist f\u00fcr B\u00f6rse online<\/a> und Herausgeber eines w\u00f6chentlich erscheinenden Newsletters. Sein <a href=\"http:\/\/www.konjunktion.info\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Offener-Brief-RETZ_PPNL_20150912_25791_PDF-M.pdf\">offener Brief<\/a> ist an verschiedene wichtige Personen und Institutionen gerichtet &#8211; unter anderem auch an die Intendanten der \u00f6ffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten. Letztere Adressaten veranlassen mich dazu den Brief hier zu ver\u00f6ffentlichen. Wer sich gerne emp\u00f6ren m\u00f6chte, weil das Dargebrachte im Vergleich zu den t\u00e4glichen Nachrichten etwas ungewohnt erscheint, dem m\u00f6chte ich raten zun\u00e4chst die Quellen zu pr\u00fcfen. Sollte sich wegen der Diskrepanz zum gewohnten Narrativ doch noch die eine oder andere Dissonanz regen, dann liegt das sicherlich an einem sehr starken Glauben oder an einer sehr starken \u00dcberzeugung. F\u00fcr die Befriedung dieser Dissonanzen h\u00e4lt das Grundgesetz entsprechende Artikel bereit; die Religionsfreiheit und die Meinungsfreiheit.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche viel Nachdenklichkeit beim lesen und bitte herzlich darum diesen Beitrag zu teilen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Offener Brief vom Axel Retz<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>mir ist bekannt, dass diese Anrede protokollarisch bei einigen von Ihnen nicht dem entspricht, was der Etikette entspricht. Sie werden es mir nachsehen, hoffe ich. Dieser Brief geht an den Bundespr\u00e4sidenten, die Bundeskanzlerin, die F\u00fchrer der beiden gro\u00dfen Kirchen hierzulande, die Intendanten von ARD und ZDF und die Chefredakteure von \u201eDIE ZEIT\u201c, \u201eFAZ\u201c, \u201eDIE WELT\u201c, \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c und an die gut 6.800 Leser meines w\u00f6chentlichen Newsletters.<\/p>\n<p>Ich schreibe Ihnen heute als freiberuflicher, beim Bundeskanzleramt akkreditierter Journalist, \u00dcbersetzer von Wirtschafts- und B\u00f6rsenliteratur, ehemaliger Chefredakteur eines bundesweit vertriebenen B\u00f6rsenmagazins, langj\u00e4hriger w\u00f6chentlicher Kolumnist f\u00fcr B\u00f6rse online und Herausgeber eines w\u00f6chentlich erscheinenden Newsletters, der sich an die intellektuell besser Situierten unseres Landes richtet, aber auch in allen Kontinenten zahlreiche Leser hat.<\/p>\n<p>Ich schreibe aber vor allem als B\u00fcrger, der sowohl den inneren wie den \u00e4u\u00dferen Frieden ohne Not erheblichen Gefahren ausgesetzt sieht. Und ich bitte Sie um eine (gerne kurze) Stellungnahme, die ich in meinem samst\u00e4glich erscheinenden Newsletter ver\u00f6ffentlichen werde. Keine Antwort, Sie wissen es, wird von meinen Lesern auch als Antwort wohl verstanden werden. Angesichts meiner erkennbaren Affinit\u00e4t zum Wirtschaftsgeschehen, das untrennbar mit dem politischen Geschehen verbunden ist, darf ich mit einem durchaus provozierenden Zitat von John Maynard Keynes beginnen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201ePraktiker, die sich ganz frei von intellektuellen Zw\u00e4ngen glauben, sind gew\u00f6hnlich die Sklaven irgendeines verblichenen \u00d6konomen. Wahnsinnige in hoher Stellung saugen ihren wilden Irrsinn aus dem, was irgendein akademischer Schreiber vorher verfasste.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Insbesondere in den USA, in zunehmendem Umfang aber auch hierzulande hat es sich eingeb\u00fcrgert, politisches Tun und Lassen an den Elaboraten externer Berater oder \u201eThink Tanks\u201c auszurichten. Man denkt nicht mehr selbst, man l\u00e4sst denken. Zwei der in den USA einflussreichsten Think Tanks sind die von George Friedman gegr\u00fcndete und geleitete Stratfor und die Gruppierung um den US-Milit\u00e4rstrategen Thomas P. M. Barnett. Und mit Blick auf diese beiden Herren sollten wir uns jetzt erst des Ukraine-Konflikts und dann der Fl\u00fcchtlingsproblematik annehmen. Zu Wort kommen werden aber auch die ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Dwight D. Eisenhower und John F. Kennedy sowie der fr\u00fchere Leiter des milit\u00e4rischen US-Geheimdienstes DIA, General a. D. Michael T. Flyn.<\/p>\n<p>Die spannendste Frage, die sich ergeben wird, ist die, ob Sie das hier Vorgestellte tats\u00e4chlich alles nicht wissen oder es zwar wissen, aber vor der \u00d6ffentlichkeit und letztlich auch ihrem Gewissen und Ihrer Verantwortung verstecken. Immerhin: Nach Lekt\u00fcre dieses Briefes wird die erste M\u00f6glichkeit ad acta gelegt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>THEMA 1<br \/>\nUkraine \u2013 \u201eMost blatant coup in history\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens nach Bekanntwerden des abgeh\u00f6rten Telefonats zwischen Victoria Nuland (Assistant Secretary of State im US-Au\u00dfenministerium) und Geoffrey R. Pyatt (US-Botschafter f\u00fcr die Ukraine) vom 4. Februar 2014 h\u00e4tte den politisch Verantwortlichen, aber auch dem, was fr\u00fcher einmal unter dem Begriff Journalismus\/der Medien subsumiert war, ein erstes Licht aufgehen m\u00fcssen, zumal Frau Nuland zusammen mit Richard Lugar schon 1997 das sch\u00f6ne Werk <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=o42_jgO8wncC\">\u201eRussia, it\u2019s neighbors, and an enlarging NATO\u201c<\/a>, ver\u00f6ffentlich hatte, in dem u. a. der Effekt einer Ausweitung der NATO in die altischen Staaten und die Ukraine untersucht wird.<\/p>\n<p>Einmal abgesehen davon, dass dem damaligen sowjetischen Pr\u00e4sidenten Gorbatschow von US-Au\u00dfenminister James Baker und seinem deutschen Amtskollegen Hans-Dietrich Genscher im Gegenzug zum russischen \u201e \u0434\u0430\u201c zur deutschen Wiedervereinigung zugesagt wurde, dass es keine Osterweiterung der NATO geben werde, gehe ich davon aus, dass Sie, liebe\/r Leser\/in die Verfassungen souver\u00e4ner Staaten achten, unabh\u00e4ngig davon, ob Sie sie kennen oder nicht.<\/p>\n<p>Sehen wir uns daher einmal die Artikel der auch heute noch g\u00fcltigen ukrainischen Verfassung an, die f\u00fcr den mit dem im Februar 2014 vollzogenen \u201eRegierungswechsel\u201c in Kiew in Betracht kommen. Artikel 108 definiert zur Beendigung der Befugnisse des Pr\u00e4sidenten folgende vier m\u00f6gliche Voraussetzungen:<\/p>\n<p>1)\u0432\u0456\u0434\u0441\u0442\u0430\u0432\u043a\u0438;<br \/>\n2) \u043d\u0435\u043c\u043e\u0436\u043b\u0438\u0432\u043e\u0441\u0442\u0456 \u0432\u0438\u043a\u043e\u043d\u0443\u0432\u0430\u0442\u0438 \u0441\u0432\u043e\u0457 \u043f\u043e\u0432\u043d\u043e\u0432\u0430\u0436\u0435\u043d\u043d\u044f \u0437\u0430 \u0441\u0442\u0430\u043d\u043e\u043c \u0437\u0434\u043e\u0440\u043e\u0432&#8217;\u044f;<br \/>\n3) \u0443\u0441\u0443\u043d\u0435\u043d\u043d\u044f \u0437 \u043f\u043e\u0441\u0442\u0430 \u0432 \u043f\u043e\u0440\u044f\u0434\u043a\u0443 \u0456\u043c\u043f\u0456\u0447\u043c\u0435\u043d\u0442\u0443;<br \/>\n4) \u0441\u043c\u0435\u0440\u0442\u0456.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: R\u00fccktritt, Verhinderung der Amtsaus\u00fcbung aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden, Amtsenthebung in einem Amtsenthebungsverfahren, Tod.<\/p>\n<p>Alternativ zur Beendigung der Amtszeit eines gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten k\u00e4me noch Artikel 111 in Frage:<\/p>\n<p>\u041f\u0440\u0435\u0437\u0438\u0434\u0435\u043d\u0442 \u0423\u043a\u0440\u0430\u0457\u043d\u0438 \u043c\u043e\u0436\u0435 \u0431\u0443\u0442\u0438 \u0443\u0441\u0443\u043d\u0435\u043d\u0438\u0439 \u0437 \u043f\u043e\u0441\u0442\u0430 \u0412\u0435\u0440\u0445\u043e\u0432 \u043d\u043e\u044e \u0420\u0430\u0434\u043e\u044e \u0423\u043a\u0440\u0430\u0457\u043d\u0438 \u0432 \u043f\u043e\u0440\u044f\u0434\u043a\u0443 \u0456\u043c\u043f\u0456\u0447\u043c\u0435\u043d\u0442\u0443 \u0443 \u0440\u0430\u0437\u0456 \u0432\u0447\u0438\u043d\u0435\u043d\u043d\u044f \u043d\u0438\u043c \u0434\u0435\u0440\u0436\u0430\u0432\u043d\u043e\u0457 \u0437\u0440\u0430\u0434\u0438 \u0430\u0431\u043e \u0456\u043d\u0448\u043e\u0433\u043e \u0437\u043b\u043e\u0447<br \/>\n\u0438\u043d\u0443.<\/p>\n<p>Danach kann ein Pr\u00e4sident auch wegen Hochverrats oder eines anderen schweren Verbrechens des Amtes enthoben werden, was allerdings der Beantragung einer Untersuchungskommission durch das Parlament und der Einschaltung des Verfassungsgerichts bedarf. Da die Absetzung des Pr\u00e4sidenten weder auf Artikel 108 noch auf Artikel 111 der Verfassung gest\u00fctzt werden konnte, begr\u00fcndete das Parlament sie damit, dass sich der Pr\u00e4sident von der Aus\u00fcbung seiner Verfassungsgem\u00e4\u00dfen Macht \u201eselbst zur\u00fcckgezogen\u201c habe.<\/p>\n<p>Nur: De jure verf\u00e4ngt diese Argumentation nirgends in der Verfassung. Zudem ist sie an Zynismus kaum zu \u00fcberbieten. Wer aus berechtigter Furcht um sein Leben und das seiner Angeh\u00f6rigen die Flucht ergreifen muss, \u201ezieht sich nicht selbst zur\u00fcck\u201c. Ebenso wenig wie etwa die, die heute in Syrien vor Krieg und Verfolgung fliehen. Wenn wir uns also nicht \u00fcber die ukrainische Verfassung hinwegsetzen wollen, dann ist Wiktor Janukowytsch unver\u00e4ndert rechtm\u00e4\u00dfiger, demokratisch gew\u00e4hlter Pr\u00e4sident der Ukraine. Dass er hinweggeputscht wurde, \u00e4ndert daran nichts.<\/p>\n<p>Und es ist schon eine gewaltige Verdrehung der Fakten, ausgerechnet die, die diesem Pr\u00e4sidenten noch die Treue halten, unmittelbar nach dem Sturz des legitimen Pr\u00e4sidenten und bis heute anhaltend als \u201eSeparatisten\u201c oder \u201eAufst\u00e4ndische\u201c zu betiteln. Der exakt gleichen Logik folgend, gab es im Deutschland der Weimarer Republik nach dem 30. Januar 1933 auch eine Menge \u201eSeparatisten\u201c und \u201eAufst\u00e4ndische\u201c \u2013 leider zu wenige.<\/p>\n<p>Aber wurde Wiktor Janukowitsch \u00fcberhaupt hinweggeputscht? Und von wem? Hier kommt Stratfor-Chef George Friedman ins Spiel. In einem Interview f\u00fcr die russische Zeitung Kommersant, datierend vom 19. Dezember 2014, <a href=\"http:\/\/russia-insider.com\/en\/2015\/01\/20\/2561\">nachzulesen hier<\/a> f\u00fchrt der Leiter der auch als \u201eSchatten-CIA\u201c bezeichneten Denkfabrik u. a. aus:<\/p>\n<p>\u201eRussia calls the events that took place at the beginning of this year a coup d\u2019etat organized by the United States. And it truly was the most blatant coup in history.\u201d<\/p>\n<p>Auf Deutsch:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eRussland bezeichnet die Ereignisse vom Jahresbeginn als einen von den USA organisierten Staatstreich. Und es war wahrlich der offensichtlichste Staatsstreich der Geschichte.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Lesenswert ist das ganze Interview. Ebenso wie Mr. Friedmans Buch 2011 erschienenes \u201eThe Next Decade\u201c, in dem er ganz freim\u00fctig beschreibt, dass es schon seit \u00fcber 100 Jahren das Ziel der USA gewesen sei, eine zu dichte Ann\u00e4herung zwischen Deutschland und Russland zu verhindern, da dies die einzige Allianz sei, die den USA gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nne. Friedman warnt in \u201cThe Next Decade\u201d auch ausdr\u00fccklich davor, die Krise zu rasch zu eskalieren. So stellt er auf Seite 162 fest: \u201cIf the United States drives the relationship to a crisis too soon, it will only strengthen Germany\u2019s hand in the region.\u201d<\/p>\n<p>\u00dcbersetzt:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Falls die Vereinigten Staaten die Entwicklung der Krise zu rasch forcieren, wird das nur zu einer St\u00e4rkung der deutschen Position in der Region f\u00fchren.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Ohne mich in weitere Details verlieren zu wollen (lesen Sie das Buch bitte einfach selbst) empfiehlt Mr. Friedman des Weiteren, Europa einzulullen\u201c und warnt: \u201eAny indication that the United States is directly seekig to block Germany or to create a crises with Russia will generate a counterreaction in Europe [&#8230;]\u201c. Und \u201eAt all costs, the United States must prevent the geographical amalgamation of Russia and the European peninsula, because that would create a power the United States would be hard-pressed to contain\u201c. Ich denke, ich brauche es nicht zu \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p>Sehr aufschlussreich liest sich aber auch das hier:<br \/>\n\u201eThis is the challenge for the American president as we enter the next decade. He must move with misdirection in order not to create concern in Moscow or Berlin that might make those governments increase the intensityof their relationship before the United States can create a structure to<br \/>\nlimitit.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBeim Eintritt in die n\u00e4chste Dekade steht der amerikanische Pr\u00e4sident vor folgender Herausforderung: Er muss mit in die falsche Richtung weisenden Informationen arbeiten, um in Moskau und Berlin keine Bedenken zu sch\u00fcren, die die Regierungen dort die Intensit\u00e4t ihrer Beziehungen vertiefen lassen k\u00f6nnten, bevor die Vereinigten Staaten eine Struktur errichtet haben, die das einschr\u00e4nkt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Womit ich auf den Anfang dieses Briefes und das Zitat von John Maynard Keynes verweise: Die Vorg\u00e4nge in und um die Ukraine wurden vom Think Tank Stratfor minuti\u00f6s \u201cvorgedacht\u201d. Und augenscheinlich auch bis heute so perfekt umgesetzt, dass eine zuf\u00e4llige Koinzidenz von Planung und Ablauf der Ereignisse nahezu ausgeschlossen erscheint.<\/p>\n<p>Dem deutschen Bundestag d\u00fcrften einige der von mir angesprochenen Fakten bekannt sein, da sie von Frau Dr. Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) dort am 19. M\u00e4rz d. J. angesprochen wurden. <a href=\"http:\/\/pressejournalismus.com\/2015\/03\/ueber-georg-friedmans-aussagen-wird-auch-im-deutschen-bundestag-gesprochen\/\">Ausz\u00fcge aus der Rede finden Sie hier. <\/a><\/p>\n<p>Wenn Sie sich (aus Zeitgr\u00fcnden) vielleicht nur einen ganz kurzen \u00dcberblick \u00fcber Mr. Friedmans Denkweise verschaffen wollen, ist sein Auftritt beim \u201eThe Chicago Council on Global Affairs\u201c am 04. Februar d. J. hilfreich (deutsche \u00dcbersetzung). &lt;ahref=&#8220;https:\/\/www.youtube.comwatch?v=IuTCKy8uL7A&#8220;&gt;F\u00fcndig werden Sie hier. Die \u00dcbersetzung, von mir gepr\u00fcft, ist in Ordnung.<\/p>\n<p><strong>ZWEI FRAGEN HIERZU: <\/strong><br \/>\n<strong>Erstens:<\/strong> Es ist kaum vorstellbar, dass Ihnen als politischen Entscheidungstr\u00e4gern bzw. Verantwortlichen f\u00fcr die von mir adressierten Medien die dargestellten Fakten unbekannt sind. Warum also lassen Sie sich von den USA wie am Nasenring durch die aktuelle Geschichtsschreibung ziehen, aus der \u2013 im rechten Licht betrachtet \u2013 sehr bald eine gr\u00f6\u00dfere milit\u00e4rische Konfrontation bis hin zu einem atomaren Krieg werden k\u00f6nnte?<\/p>\n<p><strong>Zweitens:<\/strong> Warum sind unsere Medien in Anbetracht des Ausgef\u00fchrten zu einem derartigen, Russland d\u00e4monisierenden und die USA glorifizierenden Einheitsbrei verkommen, von dem sich (siehe Auflagen, Zuschauerzahlen und Zugriffe auf Online-Seiten) immer mehr Menschen abwenden? Wenn die USA den Putsch in Kiew inszeniert haben und wenn die NATO rund um Russland in immer h\u00f6herem Tempo neue \u201eDependancen\u201c einrichtet und an der russischen Grenze Man\u00f6ver bis hin zu Abwurf von \u00dcbungs-Atombomben durchf\u00fchrt, was glauben Sie denn, wie viele Ihrer Leser oder Zuschauer Ihnen Ihre Konstruktion der \u201erussischen Aggression\u201c abnehmen? Wollen Sie den totalen Krieg?<\/p>\n<p>Herr Bundespr\u00e4sident: \u201eManchmal muss ein junger Mensch alles geben und wenn es das eigene Leben ist.\u201c, haben Sie auf der M\u00fcnchener Sicherheitskonferenz letzten Jahres kundgetan, wobei Sie bedauernd anf\u00fcgten, dass \u201ediese Bereitschaft zur Hingabe selten geworden\u201c ist.<br \/>\nIch darf anf\u00fcgen: Vermutlich meinten Sie nicht \u201eein\u201c junger Mensch, sondern \u201eMillionen\u201c.<\/p>\n<p>Und: F\u00fcr Jesus Christus war Ihre Feststellung korrekt. Heute hingegen m\u00fcsste jeder Mensch, egal welchen Alters, alle seine Begabungen einsetzen, um diesen Globus friedfertiger zu machen. \u201eArtikel 5\u201c Ihres \u201echristlichen Grundgesetzes\u201c steht Ihrer Sichtweise zudem etwas entgegen, falls noch erinnerlich.<\/p>\n<p>Mit Klimaver\u00e4nderung, demographischer Entwicklung, geradezu explosiv wachsendem Auseinanderklaffen der Verm\u00f6gensverteilung national wie international und den beispiellosen Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men gibt es f\u00fcr die Verwendung \u201emenschlicher Ressourcen\u201c, Herr Bundespr\u00e4sident, sogar noch viel reizvollere Projekte als sich f\u00fcr die Ziele als die Hingabe seines Lebens im Krieg. Wenn Sie um die Einf\u00e4delung all der vielen heutigen Konflikte und der der vergangenen 50 Jahre auf diesem Erdball und die dabei verwendeten, fast immer gleichen Strategien wirklich gar nichts wissen, schade. F\u00fcr einen raschen Wissenstransfer stehe ich zur Verf\u00fcgung. Sie k\u00f6nnen aber auch nur ein wenig lesen. Mehr tue ich ja auch nicht. Nat\u00fcrlich lie\u00dfe sich fragen, ob denn niemand das heutige Desaster h\u00e4tte kommen sehen. Und in der Tat werden wir f\u00fcndig.<\/p>\n<p>Dwight D. Eisenhower, 34. Pr\u00e4sident der USA und sein Nachfolger John F. Kennedy warnten mehr als deutlich vor dem Einfluss des milit\u00e4risch-industriellen Komplexes. Einen auszugsweisen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jRER8m0zHrM\">Mitschnitt der Reden der beiden Pr\u00e4sidenten finden Sie hier.<\/a><\/p>\n<p><strong>THEMA 2<br \/>\nWeapons of Mass Migration <\/strong><\/p>\n<p>Nun ja, das klingt ein wenig irritierend. Ist aber nur der Titel eines 2010 erschienenen <a href=\"http:\/\/www.cornellpress.cornell.edu\/book\/?GCOI=80140100627270\">Buches der US-Autorin Kelly M. Greenhill.<\/a> Darin untersucht die heute an der Stanford University t\u00e4tige Politologin, wie Vertreibung, Flucht und erzwungene Zuwanderung in andere L\u00e4nder als politische Waffe eingesetzt wurden und werden, um andere L\u00e4nder zu destabilisieren oder auch zu erpressen. Fazit: Klappt in drei von vier F\u00e4llen. Ebenfalls lesenswert!<\/p>\n<p>Falls Sie nach jemandem suchen sollten, der zu diesem Thema ein \u00e4hnlich gro\u00dfkalibriges Standing hat wie George Friedman zur US-Au\u00dfenpolitik, dann werden Sie, ein wenig Geschick vorausgesetzt, bei Thomas P. M. Barnett landen. Unter Donald Rumsfeld war der mittlerweile zu Ruhm gekommene Milit\u00e4rstratege als Mitarbeiter im Pentagon t\u00e4tig, wo er schon fr\u00fch den Islamismus als m\u00f6glichen Feind definierte, daf\u00fcr aber erst nach dem sich<br \/>\nheute j\u00e4hrenden 9\/11 offiziell Geh\u00f6r bekam.<\/p>\n<p>Einmal als \u201eVordenker\u201c anerkannt, versp\u00fcrte auch Mr. Barnett die Berufung, B\u00fccher zu verfassen. Was er dann auch tat. Und ebenso wie Mr. Friedmans<br \/>\nB\u00fccher wurden sie in den USA Besteller: \u201eThe Pentagon\u2019s New Map\u201c und \u201eBlueprint for Action\u201c. In Letzterem lesen wir:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas Endziel ist die Gleichschaltung aller L\u00e4nder der Erde. Sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigef\u00fchrt werden. Mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa. Hierf\u00fcr sollen in Europa j\u00e4hrlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bev\u00f6lkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Barnett, einen dessen <a href=\"http:\/\/www.ted.com\/talks\/thomas_barnett_draws_a_new_map_for_peace\">seiner Auftritte<\/a> mal einfach einmal gesehen haben muss, ist ebenso wie Mr. Friedman Bestseller-Autor. Und beide schreiben sich Ideen von der Seele, die hierzulande durchaus strafrechtsrelevant w\u00e4ren, stattdessen aber als \u201eBlueprint of Action\u201c (Thomas P. M. Barnett) tats\u00e4chlich umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Dazu meine ich:<\/p>\n<p><strong>Erstens:<\/strong> Die westliche Politik und ihre gleichgeschaltet wirkenden Medien werden\/k\u00f6nnten\/sollten das wissen. Falls nicht, haben sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Der Fl\u00fcchtlingsstrom ist erkennbares Ergebnis der US-Politik. Irak, Afghanistan, Syrien, diverse afrikanische L\u00e4nder und kommend die Ukraine: \u00dcberall dort bombardieren die USA angeblich die \u201eDemokratie\u201c herbei. Geklappt hat es nirgends. Nur ein Heer von Toten, politische Instabilit\u00e4t und verbrannte Erde geschaffen. Und einen Hass auf den Westen gesch\u00fcrt, der nur darauf wartet, sich entladen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Zweitens:<\/strong> Was bei uns an Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men anlandet, ist exakt das, was die Herren Barnett und Friedman zur Destabilisierung Europas und vor allem Deutschlands geplant haben \u2013 und was die Bundesregierung \u2013 wissend oder nicht \u2013 mit der fast euphorischen Forderung nach einer Willkommenskultur unterst\u00fctzt. Bruch des EU-Rechts und Versto\u00df gegen die staatliche Schutzpflicht.<\/p>\n<p><strong>Drittens:<\/strong> Zur von Deutschland und \u00d6sterreich praktizierten \u201eFlexibilit\u00e4t\u201c der Zuwanderung fehlt jede Grundlage. Wer aus einem Kriegsgebiet fl\u00fcchtet und in Europa ankommt, der ist in Sicherheit. Und darf getrost einmal ein paar Tage warten, bis er registriert und \u00fcberpr\u00fcft ist. Denn es ist keine Gefahr mehr im Verzug. All diejenigen zur v\u00f6llig unkontrollierten Ein- und Weiterreise zuzulassen, die zuvor ihren Pass wegwerfen, sich einen syrischen kaufen oder einfach nur bei der Registrierung davonlaufen, steht nicht nur im offenen Widerspruch zu den im Schengen-Abkommen festgelegten Kontrollpflichten; es ist nachgerade auch eine Einladung an all die, die mit der erkl\u00e4rten Absicht der Errichtung eines Kalifats in Europa einreisen und explizit auch der Bundeskanzlerin selbst gedroht haben.<\/p>\n<p>Sieht man sich an, welch hohe Anzahl an kriminellem \u201eBeifang\u201c der bayerischen Polizei im Umfeld des G7-Gipfels auf Schloss Elmau ins Netz ging und sieht man sich an, dass die Beh\u00f6rden schon mit der \u00dcberwachung einiger Handvoll potentiell gewaltbereiter Islamisten an ihre Grenzen sto\u00dfen, ist die unkontrollierte und wohl auch au\u00dfer Kontrolle geratene Zuwanderung beim besten Willen nicht nachvollziehbar. In Tateinheit mit dem Versto\u00df gegen EU- Recht hebelt der unkontrollierte Zustrom von Migranten auch die Schutzpflicht des Staates aus, \u201edie umso ernster genommen werden muss, je h\u00f6her der Rang des infrage stehenden Rechtsgutes innerhalb der Werteordnung des Grundgesetzes anzusetzen ist\u201c (BVerfGE 39, 142 = NJW 1975, 573). Was so gilt, wenn auch unter einer anderen Thematik zustande gekommen.<\/p>\n<p>Dass sich unter den 450.000, 800.000 oder (NRW-Ministerin Hannelore Kraft in dieser Woche: \u201eJeder wei\u00df\u201c, dass es viel mehr sind.\u201c) Zuwanderern auch salafistische Extremisten befinden d\u00fcrften, auch das \u201ewei\u00df jeder\u201c, der sich und andere nicht bel\u00fcgt. Und es ist einfach nur eine Frage der Zeit, bis wir die Ergebnisse der ohne Not begangenen Verst\u00f6\u00dfe gegen die Kontrollpflicht an den Au\u00dfengrenzen der EU sehen werden.<\/p>\n<p><strong>Viertens:<\/strong> Ungarn hat Grenzz\u00e4une errichtet, da es eine Au\u00dfengrenze der EU zu kontrollieren hat. Grundlage: Das Schengen-Abkommen, das eben genau das vorschreibt. Ungarns in der EU ungeliebte Regierung hat sich daf\u00fcr heftige Schelte eingefangen. Vertragstreue ist out. Spanien, Frankreich und Gro\u00dfbritannien haben Z\u00e4une seit langem. Und bauen sie immer weiter aus, etwa am \u00c4rmel-Tunnel.<\/p>\n<p><strong>Kritik: keine<\/strong>, obwohl es sich in Frankreich und Gro\u00dfbritannien nicht um Sperranlagen an den Au\u00dfengrenzen der EU handelt, sondern um Binnengrenzen.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnftens:<\/strong> Der sch\u00f6ne Begriff der Evidenz besagt, dass irgendetwas unmittelbar einsichtig ist, ohne dass es eines weiteren Beweises bedarf. Dass im Zuge der in jeder Hinsicht unkontrollierten Zuwanderung nach Europa auch viele Personen eingewandert sind, die Ungutes im Schilde f\u00fchren, das ist evident. Nur: Kommt es erst einmal zu den ersten \u201espektakul\u00e4ren\u201c Ereignissen in Deutschland (und so lange wird das nach Planung des IS ja nicht auf sich warten lassen), wird die heutige Willkommenskultur inkl. des Verteilens nicht mehr ben\u00f6tigter Pl\u00fcschtiere so rasch in sich zusammenfallen wie ein unsachgem\u00e4\u00df behandeltes Souffl\u00e9. Und dann, auch das ist evident, wird sich der aufkeimende Hass auch auf ausgerechnet all die ergie\u00dfen, die \u201eechte\u201c Fl\u00fcchtlinge sind und waren.<\/p>\n<p>Die EU, von der Jean Claude Juncker am Mittwoch dieser Woche ganz richtig bemerkte, dass es ihr sowohl \u201ean Europa\u201c wie auch \u201ean Union\u201c fehle, zeigt<br \/>\nsich einmal mehr in sich gespalten, hilf- und orientierungslos. Die nun in Br\u00fcssel diskutierte Quotenregelung werden viele Mitgliedsl\u00e4nder einfach ablehnen. Die Fl\u00fcchtlingsproblematik spielt derweil den politischen Kr\u00e4ften in die H\u00e4nde, die die EU ablehnen. Und: Wie kann es sein, dass laut \u00fcber die M\u00f6glichkeit nachgedacht wird, dass sich aufnahmeunwillige EU-Staaten durch die Einzahlung in einen \u201eFl\u00fcchtlingsfonds\u201c ihrer humanit\u00e4ren Pflicht entziehen? Reden wir denn auf der Ebene von \u201eVerschmutzungsrechten\u201c?<\/p>\n<p><strong>Sechstens:<\/strong> Was sollte denn die angestrebte EU-Quotenregelung bringen, wenn der ganz \u00fcberwiegende Anteil der Fl\u00fcchtlinge nicht \u201ein die EU\u201c, sondern schlicht und ergreifend nach Deutschland will? Will man die Menschen deportieren? Auf welcher Rechtsgrundlage denn?<\/p>\n<p><strong>Siebtens:<\/strong> Das Eintreten der USA in den Vietnamkrieg wurde von Washington mit dem von den USA selbst inszenierten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tonkin-Zwischenfall\">\u201eTonkin-Zwischenfall\u201c<\/a> begr\u00fcndet. Der Angriff auf den Irak mit gef\u00e4lschten \u201eBeweisen\u201c der Existenz von Massenvernichtungswaffen, was der ehemalige US-Au\u00dfenminister Powell sp\u00e4ter als den <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/irak-krieg-powell-schandfleck-meiner-karriere-1255325.html\">\u201egr\u00f6\u00dften Schandfleck meiner Karriere\u201c<\/a> bezeichnete. Der Angriff auf Afghanistan gilt als unmittelbare Folge der Ereignisse vom 11.09.2001, von denen selbst <a href=\"http:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2013\/09\/11\/mehrheit-der-amerikaner-glaubt-911-war-kontrollierte-sprengung\/\">jeder zweite Amerikaner<\/a> nicht an die offizielle Darstellung des Geschehens glaubt.<\/p>\n<p>Wer tats\u00e4chlich der Ansicht ist, dass Washington zum Herbeizaubern eines neuen Kriegsgrundes nicht gegen die eigene Bev\u00f6lkerung vorgehen w\u00fcrde, der hat vermutlich noch nie etwas von der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Northwoods\">\u201eOperation Northwoods\u201c<\/a> geh\u00f6rt. Und was<br \/>\ndie Ukraine betrifft, kennen wir ja dank George Friedman (s. o.) die Wahrheit auch bereits.<\/p>\n<p><strong>Achtens:<\/strong> Wie steht es um die heutige Lage im Irak und Syrien, also die Konstellation, die heute f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Migrationsbewegung verantwortlich ist? Offiziell ist es das Ziel der USA, den IS zu bek\u00e4mpfen. Tats\u00e4chlich aber waren es gerade die USA, die den Islamischen Staat in aller Ruhe haben wachsen lassen und mit Waffen versorgt haben. In einem Interview mit dem arabischen Sender Al Jazeera r\u00e4umt der fr\u00fchere Chef des DIA (milit\u00e4rischer Nachrichtendienst der USA), General Michael Flynn am 10. August d. J. ein, dass es eine absichtliche Entscheidung Washingtons war, IS wachsen zu lassen und zusammen mit der T\u00fcrkei und einigen arabischen Golfstaaten Al Qaida-gef\u00fchrte Rebellen in Syrien politisch und mit Waffen zu unterst\u00fctzen. <a href=\"https:\/\/www.rt.com\/usa\/312050-dia-flynn-islamic-state\/\">Mehr dazu finden Sie hier.<\/a><\/p>\n<p>Zwei Dinge d\u00fcrften klar sein.<\/p>\n<p>1. So sicher wie die russische Armee laut Aussagen Pr\u00e4sident Putins binnen zweier Wochen in Kiew stehen k\u00f6nnte, wenn sie wollte, so sicher k\u00f6nnten die USA den IS in der gleichen Zeit ausschalten, wenn sie wollten.<\/p>\n<p>2. Mit der gleichzeitigen Unterst\u00fctzung und Bek\u00e4mpfung des IS schlagen die USA gleich drei Klappen: Sie steigern ihre Einnahmen aus Waffenexporten, halten den in Syrien laufenden Stellvertreterkrieg gegen Russland in Gang und destabilisieren Europa ganz im Sinne der oben zitierten \u201eVordenker\u201c George Friedman und Thomas P. M. Barnett.<\/p>\n<p><strong>DREI FRAGEN HIERZU: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Erstens:<\/strong> Warum hat die Bundesregierung (ohne Not) die Verpflichtungen des Schengen-Abkommens gebrochen und damit ganz zweifellos gegen die staatliche Schutzpflicht ihrer B\u00fcrger versto\u00dfen, wobei wohl kaum noch von Fahrl\u00e4ssigkeit gesprochen werden kann?<\/p>\n<p><strong>Zweitens:<\/strong> Wie viele von den USA mit L\u00fcgen, Intrigen, false flag-Operationen, dem Wegputschen von Regierungen und der Destabilisierung anderer Staaten initiierte Kriege wollen sich die Bundesregierung, die EU und die Weltgemeinschaft denn noch gefallen lassen?<\/p>\n<p><strong>Drittens:<\/strong> Bemerken Politik und Medien wirklich nicht, dass Deutschland nun selbst zum Ziel der unter \u201eZweitens\u201c genannten US-Bem\u00fchungen geworden ist? Die Bundesregierung hat Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Die Medien als \u201eVierte Gewalt\u201c haben den Auftrag, Speerspitze des Rechts auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung zu sein und objektiv zu berichten, um die Meinungsbildung ihrer Leser\/Seher\/H\u00f6rer zu f\u00f6rdern.<br \/>\nIhre Aufgabe ist nicht die Fabrizierung einer Volksmeinung, die aus ver\u00f6ffentlichter Meinung \u00f6ffentliche Meinung werden lassen will und in einer Art Meinungsdiktatur all jene diffamiert und in irgendwelche \u201eEcken\u201c stellt, die noch willens und in der Lage sind, sich das zum Luxusgut gewordene eigene Denken zu leisten.<\/p>\n<p><strong>Medien, die das nicht verstehen \u2013 und das ist ein gutes Zeichen \u2013 schaffen sich seit geraumer Zeit selbst ab. <\/strong><\/p>\n<p>Nichts von dem, was ich in diesem offenen Brief geschrieben habe, bedurfte eines investigativen Ansatzes. Bestseller lesen kann jeder, Interviews anschauen ebenfalls. Wollen unsere Medien den Krieg, die Destabilisierung Deutschlands und der EU? Wissen sie es nicht besser, k\u00f6nnen es nicht besser oder d\u00fcrfen sie es nicht besser?<\/p>\n<p><strong>QUINTESSENZ:<\/strong> Die EU weist erschreckende Aufl\u00f6sungserscheinungen auf. Wie hypnotisiert durch die ihr von den USA aufs Auge gedr\u00fcckte, dem altbew\u00e4hrten Strickmuster folgende und von f\u00fchrenden US Think-Tanks minuti\u00f6s geplante Zerlegungsstrategie insbesondere Deutschlands starren Politik und Medien nur noch auf Bahnh\u00f6fe. Und sie scheinen auch nur noch \u201eBahnhof zu verstehen\u201c. Schon bei der \u201eRettung\u201c des Euro verstie\u00dfen EU und EZB gegen ihre eigenen Vertr\u00e4ge und Regularien. Bei der Fl\u00fcchtlingsthematik ist das nun auch auf den Weg gebracht. Und man darf gespannt sein, wann nach der obstrusen Nomenklatur der \u201eEuro-Rebellen\u201c nun die \u201eFl\u00fcchtlings-Rebellen\u201c aus der Taufe gehoben werden.<br \/>\nEin Europa bzw. richtiger ja eine EU, die mit Schimpf und Schande gegen die vorgeht, die Vertragstreue einfordern, befindet sich auf einer h\u00f6chst Besorgnis erregenden Geisterfahrt.<\/p>\n<p>Wer die mittlerweile im Allgemeinwissen verankerte \u201eGeschichte\u201c des Vietnamkriegs, des Feldzugs gegen den Irak und all der vielen anderen Kriege kennt, wer die B\u00fccher oder Interviews der f\u00fchrenden K\u00f6pfe der US-Think Tanks kennt, wer die freim\u00fctige Aussage George Friedmans kennt, dass die USA in Kiew den \u201eoffensichtlichsten Staatsstreich der Geschichte\u201c orchestriert haben, wer seine Ausf\u00fchrungen kennt, dass die USA \u201eum jeden Preis\u201c die Ann\u00e4herung Europas und Russlands unterbinden muss, wer Thomas P. M. Barnetts \u201eBlueprint for Action\u201c und die dort skizzierte Handlungsanweisung kennt, Europa mit j\u00e4hrlich 1,5 Millionen Migranten zu destabilisieren &#8211; und wer diese Fakten dann ignoriert oder auf den Kopf stellt und auf die eindrischt, die sie beim Namen nennen, der macht sich zum Handlanger dieser d\u00fcsteren Pl\u00e4ne \u2013 und auch zum Mitverantwortlichen f\u00fcr das, was geschehen ist, geschieht und geschehen wird.<\/p>\n<p>Deutschland als Teil der EU, aber auch die EU sind nicht zum buchst\u00e4blichen Kadavergehorsam verpflichtet. Sie sind nicht verpflichtet, sich in den n\u00e4chsten Krieg hineinziehen zu lassen. Wohl aber sind sie verpflichtet, ihre B\u00fcrger davor zu sch\u00fctzen. Die Aggression der USA\/NATO gegen\u00fcber Russland hat zum Zusammenr\u00fccken Moskaus und Pekings gef\u00fchrt. Das war ein von Washington unbedachtes Ergebnis \u2013 k\u00f6nnte uns aber \u00fcber ein neues Kr\u00e4ftegleichgewicht vielleicht in letzter Minute doch noch den Frieden auch f\u00fcr Europa sichern.<\/p>\n<p>Wenn die USA eine dominante Politik praktizieren, dann kann das nur funktionieren, weil sich andere dieser Dominanz unterwerfen \u2013 wiewohl sie an den Fingern einer Hand abz\u00e4hlen k\u00f6nnten, welche Pl\u00e4ne man f\u00fcr sie hegt. Und wer nicht z\u00e4hlen mag, der kann es sich ja in all den von mir angegebenen Quellen ansehen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass es m\u00fchsam und zeitaufw\u00e4ndig ist, sich alle in diesem Brief genannten Links und Quellen zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Tun Sie es in Ihrem Interesse, im Interesse Deutschlands, Ihrer Kinder, Europas und der Aufrechterhaltung des Friedens. Kriege hatte und hat diese Welt mehr als genug.<\/p>\n<p>Auf Ihre gesch\u00e4tzte Reaktion freue ich mich und danke Ihnen herzlich f\u00fcr Ihre Zeit. Sie haben sie nicht f\u00fcr mich geopfert.<\/p>\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen und W\u00fcnschen<br \/>\nAxel Retz<\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_863 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_863')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_863').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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