{"id":914,"date":"2015-09-29T12:32:56","date_gmt":"2015-09-29T11:32:56","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=914"},"modified":"2026-10-12T16:51:03","modified_gmt":"2026-10-12T15:51:03","slug":"deshalb-werden-die-westmedien-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/deshalb-werden-die-westmedien-sterben\/","title":{"rendered":"Deshalb werden die Westmedien sterben"},"content":{"rendered":"<p>Ein Blick \u00fcber den Tellerrand lohnt sich gelegentlich und die Auswahl entsprechender Themen gibt der These recht, dass KritikerInnen mit Vorliebe DIE Themen aufgreifen, welche die eigenen Thesen best\u00e4tigen. Genau so ist es.<\/p>\n<p><strong>Deshalb werden die Westmedien sterben<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/The Western Media Is Dying and Here\u2019s Why\">Tony Cartalucci, 28.09.2015<\/a> in freundlicher \u00dcbersetzung von FritztheCat.<\/p>\n<p>Seymour Hersh hat viel riskiert in seinen Jahrzehnten des Journalismus. Er ist ein echter Journalist, der von allen Seiten angegriffen, beleidigt und gemieden wurde. Und das aus einem einfachen Grund: er ist anscheinend unparteiisch.<\/p>\n<p>Als er \u00fcber die Gr\u00e4ueltaten der USA in Vietnam berichtete, wurde er zuerst als Verr\u00e4ter oder Schlimmeres angegriffen und denunziert. Mit der Zeit wurden die Wahrheit und Hersh rehabilitiert und das Gewicht seiner journalistischen Arbeit, die \u00d6ffentlichkeit zu informieren und als Gleichgewicht gegen die besonderen Interessen der Herrschenden zu dienen, brachte ihm einen Pulitzer-Preis.<\/p>\n<p>2007 legte er offen dass die damalige Bush-Regierung plante, die Moslembruderschaft und militante Gruppen mit Verbindungen zu alQaeda zum Umsturz der syrischen Regierung zu benutzen \u2013 das Ergebnis k\u00f6nnen wir heute sehen. <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/2007\/03\/05\/the-redirection\">Das Magazin \u201ethe New Yorker\u201c<\/a> hat ihn damals gerne ver\u00f6ffentlicht, man dachte, er w\u00fcrde beim liberalen Publikum ankommen.<\/p>\n<p>Aber 2013, als Hersh Informationen unterbreitete die im Widerspruch zur westlichen Erz\u00e4hlweise \u00fcber einen Chemieangriff in einem Vorort von Damaskus standen, entschied sich der <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/2013\/12\/08\/seymour-hersh-syria-report_n_4409674.html\">New Yorker gegen eine Ver\u00f6ffentlichung.<\/a> Sein Bericht <a href=\"http:\/\/www.lrb.co.uk\/v35\/n24\/seymour-m-hersh\/whose-sarin\">\u201eWessen Sarin?\u201c<\/a> landete stattdessen bei London Review of Books.<\/p>\n<p>Die Geschichte \u00fcber Hersh, wie er seine Informationen publiziert, ist ein Mikrokosmos der sterbenden Westmedien. Wie die Westmedien versuchen, die Informationen zuerst zu verhindern, dann zu verschweigen und schlie\u00dflich sowohl den Bericht als auch Hersh pers\u00f6nlich als unglaubw\u00fcrdig zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><strong>Der letzte Sargnagel<\/strong><\/p>\n<p>Der Bericht von Hersh zeigt des weiteren im Detail, wie die westlichen F\u00fchrer absichtlich manipulierten oder sogar Nachrichten v\u00f6llig <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/politics\/man-whose-wmd-lies-led-to-100000-deaths-confesses-all-7606236.html\">frei erfunden<\/a> haben, um eine Milit\u00e4rintervention in Syrien zu rechtfertigen. Die seltsam gleiche, verlogene Vorgehensweise wie bei der Invasion und Besetzung des Irak und dem Krieg in Vietnam nach dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tonkin-Zwischenfall\">Tonkin-Zwischenfall<\/a>.<\/p>\n<p>Sein Bericht hat nicht nur L\u00f6cher in die \u00f6ffentliche Erz\u00e4hlweise geschlagen. Er hat auch die letzten verzweifelten Anstrengungen f\u00fcr eine westliche Milit\u00e4raggression gegen Syrien erstickt, die auf den L\u00fcgen der USA und ihrer Verb\u00fcndeter bez\u00fcglich der Chemieangriffe beruhten.<\/p>\n<p>In seinem n\u00e4chsten Bericht, <a href=\"http:\/\/www.lrb.co.uk\/v36\/n08\/seymour-m-hersh\/the-red-line-and-the-rat-line\">\u201eDie Rote Linie und die Rattenlinie\u201c<\/a>, auch von London Review of Books ver\u00f6ffentlicht, bringt er nicht nur weitere Informationen dar\u00fcber, wie die USA und die Verb\u00fcndeten gelogen haben. Er unterstellt auch dem NATO-Mitglied T\u00fcrkei und dem engen US-Freund Saudi Arabien, dass diese bei der Materialbeschaffung f\u00fcr die Verantwortlichen der Chemieangriffe eine Rolle spielten.<\/p>\n<p>Sollten die Hersh-Berichte ein gr\u00f6\u00dferes Publikum erreichen und der Gedanke reifen, dass der Westen tats\u00e4chlich f\u00e4hig ist, Verbrechen gegen die Menschheit zu planen, auszuf\u00fchren und dann dazu zu benutzen, einen ungerechten Krieg zu erweitern? Das w\u00fcrde die westliche Au\u00dfenpolitik unwiderruflich entstellen und vielleicht zum Einsturz bringen.<\/p>\n<p><strong>Das Vertrauen auslagern<\/strong><\/p>\n<p>Die Methoden zur Steigerung einer zunehmend sch\u00e4ndlicheren und unglaubw\u00fcrdigeren Westpresse sind sehr kreativ. Mit dem Auftauchen von Internet und Sozialen Medien begannen auch die Versuche, mit viralen Inhalten und scheinbar \u00e4u\u00dferen Quellen jenes Publikum wieder zur\u00fcckzugewinnen, das in Scharen vor der Systempresse fl\u00fcchtete. Und genau das war auch das Thema eines Positionspapiers des Leiters der Beh\u00f6rde f\u00fcr Information und regulatorische Angelegenheiten im Wei\u00dfen Haus, Cass Sunstein. Das Papier wurde in \u201eSalon\u201c behandelt und trug den Titel: <a href=\"http:\/\/www.salon.com\/2010\/01\/15\/sunstein_2\/\">\u201eBei den Vorschl\u00e4gen eines Obama-Vertrauten l\u00e4uft es einem kalt den R\u00fccken hinunter\u201c<\/a>. Darin hei\u00dft es:<\/p>\n<p>Sunstein schl\u00e4gt vor, dass die Regierung eine verdeckte Infiltration mittels verdeckter Ermittler in \u201eKommentar-Bereichen (chat rooms), sozialen online-Netzwerken oder auch in realen Gruppen\u201c erreichen w\u00fcrde. Er schl\u00e4gt auch die verdeckte Bezahlung sogenannter \u201eunabh\u00e4ngiger\u201c, glaubw\u00fcrdiger Stimmen vor. Das sollte die Botschaften der Regierung untermauern. (In der Annahme dass diejenigen, die den Regierungsquellen nicht trauen, eher jenen zuh\u00f6ren, die unabh\u00e4ngig erscheinen, aber gleichzeitig im Auftrag der Regierung handeln.)<\/p>\n<p>Der Westen w\u00fcrde sich genau auf diese Leute verlassen \u2013 im Grunde von der Regierung bezahlte L\u00fcgner. Es ist ihr Versuch, Hersh und die \u00dcberbleibsel von wahrem westlichen Journalismus mit ihm zu beerdigen.<\/p>\n<p><strong>Die \u201eunabh\u00e4ngigen und glaubw\u00fcrdigen Stimmen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der in Gro\u00dfbritannien stationierte arbeitslose Regierungsarbeiter Eliot Higgins hat einen bekannten blog ins Leben gerufen, ein Sammelsurium aus online-Fotos und Videos \u00fcber den Syrien-Konflikt. Journalisten und Analysten nutzten seine Quellen als eine Art \u201eKriegszeit-Enzyklop\u00e4die\u201c. Higgins besa\u00df keine Qualifikation oder Hintergrundwissen zu Kriegsf\u00fchrung, Geopolitik oder Waffen im speziellen. Was er hatte, das war sehr viel Zeit. Diese Zeit nutzte er, die Medien auf seinem Blog zu beobachten und zu katalogisieren.<\/p>\n<p>Es dauerte aber nicht lange, bis die Westmedien an ihn herantraten und seine Rolle als \u201eunabh\u00e4ngige glaubw\u00fcrdige Stimme\u201c verlangten. Egal ob Higgins zu der Zeit der Empf\u00e4nger von \u201everdeckten Zahlungen\u201c war: es steht jetzt fest, dass er von denen die bereit waren, <a href=\"http:\/\/landdestroyer.blogspot.de\/2013\/12\/natos-war-on-syria-just-got-dirtier.html\">f\u00fcr seine Dienste zu zahlen, angesprochen wurde und er ihre N\u00e4he suchte<\/a>. Ab da wurde seine Arbeit immer parteiischer und unehrlicher.<\/p>\n<p>Higgins bekam seinen eigenen \u201eWaffenexperten\u201c, Dan Kaszeta. Der ist Besitzer oder Miteigent\u00fcmer verschiedener, dubioser \u201eConsulting\u201c-Firmen. Von Anfang an haben Higgins und Kaszeta die westliche Erz\u00e4hlweise gest\u00fctzt, n\u00e4mlich dass die syrische Regierung f\u00fcr den Einsatz von Nervengas-Munition verantwortlich sei. Vor den Augen von UN-Inspektoren (Anm.d.\u00dc.: der OPCW) in Damaskus.<\/p>\n<p>Was sie gemeinsam \u201eInformationen aus \u00f6ffentlichen Quellen\u201c nannten \u2013 das Beobachten von YT-Videos und von Google Earth \u2013 f\u00fchrte sie zu der Behauptung, dass der Raketentyp und das Nervengas nur von der syrischen Regierung stammen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Hersh hat diese Behauptungen in seinen beiden Berichten angefochten. In Interviews wies er darauf hin, dass die Raketen sehr einfacher Bauart waren und von \u00fcberall herstammen k\u00f6nnten. W\u00e4hrend bei der Produktion von Nervengas mit Sicherheit staatliche Finger im Spiel seien. T\u00fcrkei oder Saudi Arabien seien dazu in der Lage oder k\u00f6nnten jemandem geholfen haben, und jemand k\u00f6nnte es den Militanten in Syrien gegeben haben.<\/p>\n<p>Bis zum heutigen Tag ist die offizielle Version der UN, dass es \u201eklare und \u00fcberzeugende Beweise\u201c gebe, dass Raketen mit Nervengas auf einen Vorort von Damaskus abgeschossen wurden. Keinerlei Anschuldigung gegen irgend jemanden und keine Hinweise darauf, von wo die Raketen abgefeuert wurden oder wo das Nervengas herstammte.<\/p>\n<p>Hersh behauptet, dass das Zitieren von YT-Videos und einem UN-Bericht als Beweis daf\u00fcr, dass die syrische Regierung im Besitz des Raketentyps und des in den Geschossen enthaltenen Nervengases war, eine wichtige Frage au\u00dfen vorlasse: was, wenn der Angriff so aussehen sollte als w\u00e4re er die Arbeit der syrischen Regierung? Als Antwort durften Higgins und Kaszeta den London Guardian und das Foreign Policy Magazine als prominentes Sprachrohr gegen Hersh benutzen.<\/p>\n<p>In Wahrheit haben Higgins und Kaszeta damit nur bewiesen, dass, wer auch immer den Angriff ausgef\u00fchrt hat (einzig dazu bestimmt, den USA und ihren Verb\u00fcndeten eine Rechtfertigung f\u00fcr eine direkte milit\u00e4rische Intervention zu geben), viel Zeit und Aufwand betrieben hat, um den Angriff der syrischen Regierung in die Schuhe zu schieben. Sie st\u00fctzen ihre gesamte Argumentation auf die Behauptung, der Westen w\u00fcrde \u2013 aus irgendwelchen Gr\u00fcnden \u2013 keine solchen Angriffe zur Rechtfertigung eines Krieges erfinden. Einen Krieg den sie suchten, f\u00fcr den sie aber noch nicht den rechten Vorwand hatten.<\/p>\n<p>Neben der Gegenrede von Higgins und Kaszeta gab es eine verletzende Anklage nicht nur gegen Hersh, sondern den traditionellen Journalismus allgemein. Brian Whitaker vom Graun schrieb ein St\u00fcck mit dem Titel: <a href=\"http:\/\/www.al-bab.com\/blog\/2013\/december\/brown-moses-versus-hersh.htm#sthash.2PjvQSwq.BDiazVME.uxfs\">\u201eDie Untersuchung von Chemiewaffen in Syrien \u2013 Seymour Hersh und Brown Moses (Anm.d.\u00dc.: Eliot Higgins) geraten aneinander\u201c<\/a>. Darin behauptet er:<\/p>\n<p>\u201eHersh versucht, die Debatte \u00fcber die Schuldfrage bez\u00fcglich der Chemiewaffen wiederzubeleben. Dabei zeigt sein Artikel versehentlich eine Menge \u00fcber die Ver\u00e4nderungen im investigativen Journalismus. Hersh ist von der alten Schule. Er arbeitet in einer Welt voller geheimer Kontakte \u2013 oft anonyme, gut platzierte Quellen \u00fcbergeben Informationsschnipsel, aus denen er dann seine Artikel bastelt, die das allgemeine Wissen herausfordern.<\/p>\n<p>Der Journalismus-Stil von Hersh hat sicher seine Berechtigung, aber die schwindet im Zeitalter des Internets. Wie die web-basierte Arbeit von Higgins und Anderen st\u00e4ndig zeigt.\u201c<\/p>\n<p>In dem vom Foreign Policy Magazine einger\u00e4umten Platz breitet Higgins diesen Punkt aus \u2013 dass der traditionelle Journalismus mit seinen echten Quellen nicht mehr modern sei. Und dass jetzt Cass Sunstein mit seiner Armee von bezahlten \u201eunabh\u00e4ngigen und glaubw\u00fcrdigen Stimmen\u201c modern sei.<\/p>\n<p><strong>Die Rechtfertigung<\/strong><\/p>\n<p>Unter der Aufsicht der Vereinten Nationen wurde der gesamte Bestand an syrischen Chemiewaffen aus dem Land geschafft (ein von Russland eingef\u00e4delter Deal). Das hei\u00dft, es gibt keine Chemiewaffen mehr f\u00fcr die syrische Regierung (oder um sie zu beschuldigen). Und keine Chemiewaffen mehr zum Pl\u00fcndern und zum Einsatz f\u00fcr die Terroristen die gegen Assad k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Aber entlang der t\u00fcrkischen Grenze \u2013 jenes Land, das Hersh in Verdacht hat, hinter dem Giftgasangriff von 2013 zu stecken \u2013 bringt der sogenannte \u201eIslamische Staat\u201c (ISIS) angeblich Chemiewaffen in Stellung.<\/p>\n<p>Erste Berichte deuten auf den Einsatz von Senfgas hin, ein m\u00f6rderischer Stoff. Wie bei Nervengiften bedarf es zur Produktion und zur Handhabung dieser Waffen staatlicher Hilfe.<\/p>\n<p>Die Westmedien haben begonnen, die Theorie zu verbreiten, dass die syrischen Waffen beim Abtransport aus Syrien irgendwie in den H\u00e4nden von ISIS gelandet seien. Das soll der Erkl\u00e4rungsversuch sein, wie ISIS an die Waffen kam. Die Gegenwart von Chemiewaffen in Nordsyrien und im Irak deutet darauf hin dass, wie von Hersh vermutet, entweder von der T\u00fcrkei oder von Saudi Arabien, oder von beiden, Chemiewaffen an Terroristen die in Syrien operieren \u00fcbergeben wurden.<\/p>\n<p>Mit dieser j\u00fcngsten Entwicklung werden buchst\u00e4blich jahrelange L\u00fcgen von Higgins und Kaszeta aufgedeckt. Und sie sprechen den mit Preisen ausgezeichneten Veteranen des Journalismus frei und seine traditionellen Methoden um Schl\u00fcsse zu ziehen. Und sie entbl\u00f6\u00dfen auch Sunsteins Armee der \u201eunabh\u00e4ngigen und glaubw\u00fcrdigen Stimmen\u201c als einen blo\u00dfen Mosaikstein in der Echo-Kammer der sch\u00e4ndlichen L\u00fcgen der Systempresse, der man deshalb heute weitgehend misstraut.<\/p>\n<p>In einem Versuch, von Higgins und Kaszeta zu erfahren, wer nach ihrer Meinung ISIS mit Chemiewaffen versorgt, sagte Kaszeta: \u201eEidechsenm\u00e4nner\u201c. Higgins verweigerte einen Kommentar. Gefragt, ob nicht eine Entschuldigung gegen\u00fcber Hersh f\u00e4llig w\u00e4re, antwortete Kaszeta unerkl\u00e4rlicherweise: \u201eHersh schuldet mir eine Entschuldigung, und jetzt verschwinde, du unn\u00fctzer Drecksack.\u201c (\u201esack of sh*t\u201c)<\/p>\n<p>Von Experten, die regelm\u00e4\u00dfig in der Westpresse auftauchen, w\u00fcrde man wohl einen h\u00f6heren Grad an Professionalit\u00e4t und zivilisierter Debatte erwarten. Nicht nur in Bezug auf Syrien, sondern auch auf die Ukraine. Dort bietet jetzt Eliot Higgins seine \u201eunabh\u00e4ngige und glaubw\u00fcrdige Stimme\u201c zur MH17-Katastrophe an. Allerdings besitzt Higgins keine \u201eunabh\u00e4ngige Stimme\u201c mehr, da er zugegebenerma\u00dfen von Denkfabriken und Beratungsfirmen im Westen angestellt wurde. Und bedenkt man seine absichtliche und reuelose T\u00e4uschung bez\u00fcglich Syrien, so hat er auch keine \u201eglaubw\u00fcrdige Stimme\u201c mehr.<\/p>\n<p><strong>Sunsteins Experiment ist gescheitert<\/strong><\/p>\n<p>Der Einsatz chemischer Waffen war in der Kriegsf\u00fchrung noch nie ein effektives Mittel. Abgesehen vom psychologischen Effekt haben sich konventionelle Waffen als das weitaus wirksamere Mittel im F\u00fchren und Gewinnen von Kriegen herausgestellt.<\/p>\n<p>In dem acht Jahre dauernden Krieg zwischen dem Irak und dem Iran wurden chemische Waffen (einschl. Nervengasen) eingesetzt. Ein Dokument aus dem US Marine Corps tr\u00e4gt den Titel: <a href=\"http:\/\/fas.org\/man\/dod-101\/ops\/war\/docs\/3203\/\">\u201eLektion verstanden: der Iran-Irak Krieg\u201c<\/a>. Unter <a href=\"http:\/\/de.scribd.com\/doc\/138755155\/USMC-Lessons-Learned-From-the-Iraq-Iran-War-Appendix-B\">\u201eAnhang B: chemische Waffen\u201c<\/a> nennt der Bericht, dass 2-3% aller Kriegsopfer das Resultat chemischer Kriegsf\u00fchrung waren. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass auch der gro\u00dffl\u00e4chige Einsatz von chemischen Waffen nur geringe Vorteile f\u00fcr eine Seite bringe. Er verweist darauf, dass solche Waffen nahezu perfekte meteorologische und geographische Bedingungen ben\u00f6tigen, damit sie auch nur etwas von Nutzen sind. Bei kleineren Eins\u00e4tzen w\u00e4re der Einsatz von chemischen Waffen taktisch und strategisch nutzlos \u2013 au\u00dfer nat\u00fcrlich zur Verwicklung des Feindes und zur Rechtfertigung einer Kriegsausweitung.<\/p>\n<p>Dementsprechend bringt auch der Abschuss eines Passagierjets \u00fcber der Ukraine keiner Kriegspartei einen Vorteil \u2013 au\u00dfer nat\u00fcrlich zur Verwicklung des Feindes und zur Rechtfertigung einer Kriegsausweitung. Dies ist ein Resultat kritischen Denkens \u2013 und genau darum laufen der Systempresse die Leute in Scharen davon. Sunstein hat wohl geirrt als er glaubte, die Menschen, die der Systempresse den R\u00fccken gekehrt haben, w\u00fcrden sich genauso leicht verarschen lassen wie jene die den K\u00e4se noch lesen\/sehen. Und darum werden Leute wie Higgins aus den unabh\u00e4ngigen Medien verscheucht und landen wieder dort, wo sie schon vorher ihre Hurendienste f\u00fcr das System angeboten haben.<\/p>\n<p>Und Hersh beweist, dass seine Hingabe zur unpopul\u00e4ren Wahrheit ein kleiner Preis ist, seine W\u00fcrde zu bewahren. Das Gesp\u00f6tt und die Anschuldigungen jener W\u00fcrdelosen verblassen, aber die Wahrheit hat Bestand. Als Hersh die Wahrheiten unter all den L\u00fcgen entbl\u00f6\u00dfte und sie f\u00fcr alle sichtbar an die Oberfl\u00e4che kamen, hat diese Befreiung auch Leute wie Higgins und Kaszeta f\u00fcr alle blo\u00dfgestellt.<\/p>\n<p>Der Schleier der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit und Professionalit\u00e4t wurde ihnen entrissen und dahinter befindet sich eine vulg\u00e4re Miniausgabe jenes verfaulten Systems das sie erschaffen hatte. Die verstehen nicht, dass die Erfindung solcher \u201eBerater\u201c eben zum Niedergang ihrer Erfinder f\u00fchrt. Nicht weil sie kein Talent h\u00e4tten. Sondern weil sie bereit sind das zu tun, was Menschen mit W\u00fcrde ablehnen. Wahrscheinlich machen sie mit ihrer unehrlichen Arbeit weiter. Aber genauso wie den Medienkonzernen, die ja unbedingt diese \u201eunabh\u00e4ngigen und glaubw\u00fcrdigen Stimmen\u201c haben wollten, werden ihnen immer weniger Menschen zuh\u00f6ren.<\/p>\n<div style=\"float: left; margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color: #f86d0e; padding: 30px; margin-left: 30px;\"><a style=\"color: white; font-size: 20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_914 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_914')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_914').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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