{"id":922,"date":"2015-10-01T17:39:34","date_gmt":"2015-10-01T16:39:34","guid":{"rendered":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/?p=922"},"modified":"2017-04-16T20:12:24","modified_gmt":"2017-04-16T19:12:24","slug":"eine-beschwerde-feiert-demnaechst-jahrestag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/eine-beschwerde-feiert-demnaechst-jahrestag\/","title":{"rendered":"Eine Beschwerde feiert demn\u00e4chst Jahrestag"},"content":{"rendered":"<p>                                                                                               Beitragsbild: ap-verlag<\/p>\n<p><strong>Deutschlandradio, der Z\u00fcndfunk<\/strong><br \/>\nein Beitrag von Volker Br\u00e4utigam<\/p>\n<p>Beste Aussichten, einen \u201eJ\u00e4hrling\u201c zu feiern. Elf Monate ist es her, dass ich beim Intendanten des Deutschland Radios, Dr. Willi Steul, sowie beim Vorsitzenden des H\u00f6rfunkrats des Senders, Frank Schildt, gegen eine der vielen hetzerischen DLF-Sendungen protestierte: \u201e(&#8230;) hiermit erhebe ich gem. \u00a7 15 DRadio-Staatsvertrag <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/forum\/viewtopic.php?f=44&#038;p=3477#p1218\">Beschwerde<\/a> wegen objektiv falscher, agitatorischer und kriegshetzerischer Ausf\u00fchrungen in der Sendung <a href=\"http:\/\/ondemandmp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/10\/30\/drk_20141030_0811_6652151d.mp3\">Russische Kampfjets \u00fcber Europa<\/a>. Autor: Clement, Rolf, Mitglied der Chefredaktion, Sendezeit: 08:11 Uhr am 30.10.2014 (&#8230;)<\/p>\n<p>In dem Beitrag behauptete der Autor wiederholt und wahrheitswidrig, russische Kampfflugzeuge h\u00e4tten am Vortag, 29. 10., die Luftr\u00e4ume anderer europ\u00e4ischer Staaten verletzt und au\u00dferdem die Zivilluftfahrt gef\u00e4hrdet. Die NATO habe russische Luftraumverletzungen \u201ein nie dagewesenem Umfang\u201c registriert. (&#8230;) Luftraumverletzungen f\u00fchren seitens der Regierungen der betroffenen Staaten zu sofortigen und \u00f6ffentlich erhobenen Protesten, sowohl bei der verantwortlichen Regierung als auch bei den internationalen Flugsicherheitsbeh\u00f6rden. Proteste gegen von russischen Milit\u00e4rmaschinen verursachte Luftraumverletzungen sind aktuell aber nicht bekannt. (&#8230;)\u201c<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Jetzt, nach elf Monaten, bekam ich den einstweiligen Ablehnungsbescheid des H\u00f6rfunkratsvorsitzenden: \u201e(&#8230;) der Programmausschuss des H\u00f6rfunkrats hat sich (&#8230;) mit Ihrer Beschwerde befasst und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Der Programmausschuss stimmt der Auffassung des Intendanten von (sic!) Deutschlandradio in dessen Schreiben vom 7. November 2014 an Sie zu. Insbesondere betont der Programmausschuss, dass der Intendant in diesem Schreiben die fehlerhafte Berichterstattung durch (sic!) Herrn Clement an diesem Morgen einger\u00e4umt und sich entschuldigt hat. Auch Herr Clement hat H\u00f6rerinnen und H\u00f6rern gegen\u00fcber sein Bedauern zum Ausdruck gebracht. Der Programmausschuss sieht daher keine Veranlassung, den H\u00f6rfunkrat mit der Beschwerde zu befassen. (&#8230;) Sollten Sie mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sein, haben Sie die M\u00f6glichkeit, sich mit ihrer Beschwerde an den H\u00f6rfunkrat zu wenden. (&#8230;)\u201c<\/p>\n<p>Damit ich fair befinden kann, wem der Titel <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/schmock\/deutschlandradio-der-zuendfunk.html\">\u201eSchmock des Monats\u201c<\/a> der Rationalgalerie am ehesten zuk\u00e4me: dem DRadio-Intendanten Steul, dem DRadio-Chefredakteur Clement, dem DRadio-H\u00f6rfunkratsvorsitzenden Schildt oder doch lieber gleich dem ganzen DRadio inklusive seinen peinlichen Zuh\u00f6rergremien, schrieb ich dem H\u00f6rfunkratsvorsitzenden:<\/p>\n<p>\u201eSehr geehrter Herr Schildt,<\/p>\n<p>nach mehr als zehn Monaten reagieren Sie nun auf meine Programmbeschwerde vom 3. 11. 2014.<\/p>\n<p>Abgesehen davon, dass allein der Zeitraum zwischen beklagtem Vorfall (30. Oktober vorigen Jahres) und f\u00f6rmlicher Reaktion Ihres Gremiums den Stellenwert hervorhebt, den Publikumsbeschwerden \u00fcber das DLF-Programm in Ihren Kreisen genie\u00dfen und zugleich etwas \u00fcber das Selbstverst\u00e4ndnis des DRadio-H\u00f6funkrates aussagt, darf ich Ihnen versichern, dass ich mit der Entscheidung des Programmausschusses ganz und gar nicht einverstanden bin. <\/p>\n<p>Ich ersuche Sie als Vorsitzenden nachdr\u00fccklich, den H\u00f6rfunkrat in seiner Gesamtheit mit meiner nun fast ein Jahr alten Beschwerde zu befassen.<br \/>\nIn der beklagten Sendung am 30. Oktober 2014 hat der Autor Clement wider die Faktenlage und wider besseres Wissen behauptet, russische Kampfflugzeuge h\u00e4tten w\u00e4hrend einer \u00dcbung \u00fcber der Ostsee den Luftraum der baltischen Staaten verletzt. Es handelte sich erweislich um eine bewusste Falschmeldung, nicht nur um fehlerhafte Berichterstattung, aus welchen Motiven des Autors auch immer. Der DRadio-Programmausschuss schlie\u00dft sich nun Ihrer Mitteilung zufolge einem Schreiben des Intendanten Dr. Steul vom 7. November 2014 an, der die \u201efehlerhafte Berichterstattung einger\u00e4umt und sich entschuldigt\u201c habe. Auch Herr Clement habe seinerzeit \u201eH\u00f6rerinnen und H\u00f6rern gegen\u00fcber sein Bedauern zum Ausdruck gebracht\u201c. Der Programmausschuss sehe deshalb \u201ekeine Veranlassung, den H\u00f6rfunkrat mit der Beschwerde zu befassen\u201c.<\/p>\n<p><strong>Mit Verlaub: Ich schon. Und deshalb rufe ich dieses Gremium hiermit auch f\u00f6rmlich an.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erstens<\/strong> deshalb, weil Herrn Clement nicht einfach nur ein Fehler unterlief, sondern weil er bewusst eine antirussische, hetzerische Falschmeldung in die Welt gesetzt hat und dies in Zeiten von Krieg und Kriegsgefahr nicht folgenlos bleiben darf. <\/p>\n<p><strong>Zweitens<\/strong>, weil der Intendant Dr. Steul sich f\u00fcr diese absichtliche Irref\u00fchrung der H\u00f6rerschaft nicht selbst entschuldigen und damit die Sache auf sich beruhen lassen kann; er kann allenfalls die H\u00f6rer darum bitten, diese uns\u00e4gliche Fehlleistung zu entschuldigen. <\/p>\n<p><strong>Drittens<\/strong>, weil der Hinweis \u201eAuch Herr Clement hat H\u00f6rerinnen und H\u00f6rern gegen\u00fcber sein Bedauern zum Ausdruck gebracht\u201c eine Dreistigkeit der Sonderklasse darstellt: Autor Clement hat nicht <strong>d e n<\/strong> H\u00f6rerinnen und H\u00f6rern gegen\u00fcber sein Bedauern ge\u00e4u\u00dfert, sondern allenfalls ein paar ausgew\u00e4hlten Rezipienten gegen\u00fcber. Offiziell, \u00f6ffentlich, der H\u00f6rerschaft gegen\u00fcber, haben sich weder DRadio noch dessen Autor Clement zu der Falschberichterstattung erkl\u00e4rt, wie man das von einem geb\u00fchrenfinanzierten Sender mit Fug und Recht erwarten durfte. Sie haben keine allgemein empfangbare Berichtigung ver\u00f6ffentlicht, nichts zur Korrektur eines induzierten abwegigen Feindbildes im Publikum unternommen, geschweige denn die H\u00f6rerschaft f\u00fcr die agitatorisch-propagandistische Entgleisung um Verzeihung gebeten; von einem Gel\u00f6bnis der Besserung gar nicht erst zu reden.<\/p>\n<p>An internen Verbeugungen anstelle von aufrichtigem \u00f6ffentlichen Bekenntnis hatte und habe ich jedoch keinerlei Interesse, sondern allein daran, dass der \u00f6ffentlich-rechtliche DLF sich gegen\u00fcber seinem Publikum gesetzeskonform verh\u00e4lt und sich, widrigenfalls, wenigstens offen und \u00f6ffentlich zu seinem Versagen bekennt.<\/p>\n<p>Ich bin mir dar\u00fcber klar, dass mein Beharren weder zu einer anderen Grundeinstellung bei Ihnen selbst und den Mitgliedern Ihres Gremiums f\u00fchren wird noch zu einer einsichtsvollen nachtr\u00e4glichen Berichtigung im Programm oder gar zu Regularien, die k\u00fcnftig das DRadio-Programm wieder weniger bellizistisch machen und von den sch\u00e4ndlichen Einfl\u00fcssen der Transatlantiker in der Redaktion befreien k\u00f6nnten. Deshalb beabsichtige ich, diesen Briefwechsel \u00f6ffentlich zu machen. Ich meine, dass Friedensliebe und professioneller Anstand gebieten, auch journalistisches Versagen des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks bewusst zu machen; mittlerweile scheinen staatsvertraglich geregelte Programmgrunds\u00e4tze \u00fcber die Verpflichtung, zur V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung beizutragen, das Papier nicht mehr wert zu sein, auf dem sie stehen. (&#8230;)\u201c<\/p>\n<p>Nun ist die Spannung kaum mehr zu ertragen: Wird der H\u00f6rfunkrat des Deutschlandradios meine Programmbeschwerde vom 3. November 2014 noch im Jahre des Herrn 2015 beraten \u2013 oder wird das Jahr 2016 dar\u00fcber anbrechen? Und wird der f\u00fcr russophobe AgitProp im DRadio zust\u00e4ndige Chefredakteur Clement noch vor Weihnachten \u00fcber russische Panzerdivisionen schwadronieren, die \u00fcber das Baltikum herfallen, Teile Polens und der Ukraine besetzen und selbstverst\u00e4ndlich auf den Untergang Westeuropas aus sind? <\/p>\n<div style=\"float:left;margin-top: 20px;\"><span style=\"background-color:rgb(248,109,14);padding:30px;margin-left: 30px;\"><a style=\"color:white;font-size:20px;\" href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/foerdermitgliedschaft\/\">F\u00f6rdermitglied werden<\/a><\/span><\/div>\n<p><br style=\"clear:both;\" \/><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_922 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_922')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_922').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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