Aktuelle Zeit: 19. September 2018, 04:56


Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

  • Autor
  • Nachricht
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag8. November 2017, 21:27

Prominente Sendeplätze von ZDF und ARD weiterhin ohne Beteiligung von Regisseurinnen

4. Diversitätsbericht: In dieser vierten Auflage untersucht der Bericht für das Jahr 2016 die Vor- und Hauptabend-Sendeplätze im fiktionalen Programm der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, der privaten Sender SAT.1, RTL und VOX sowie dem deutsch-majoritären Kinospielfilm nach Geschlecht und Alter. Erstmals wird in dieser Auflage des Regie-Diversitätsberichts der Migrationshintergrund berücksichtigt sowie eine Genderstatistik der größten deutschen Film- und TV-Produktionsfirmen erstellt. Die Ergebnisse belegen, dass Frauen und Männer in der Regiebeauftragung leider nicht gleichberechtigt sind.


Bericht zum Download
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag30. November 2017, 20:13

Zahlt sich Sensationsmache aus?

Bisherige Studien haben gezeigt, dass Medien sich vor allem dann der Sensationsmache bedienen, wenn sie unter wirtschaftlichem Druck stehen. Bislang deutete aber wenig darauf hin, dass sensationsheischende Berichterstattung tatsächlich stärker die Aufmerksamkeit des Publikums erregt und es längerfristig bindet. Paul Hendriks Vettehen und Mariska Kleemans vom Institut für Verhaltensforschung der Radboud-Universität in den Niederlanden haben nun untersucht, ob Sensationsmache sich auf die Sehdauer von Nachrichten-Videos auswirkt

Vettehens und Kleemans Ergebnisse zeigen, dass Sensationsmache im Journalismus zwar durchaus Auswirkungen hat, diese aber nicht so groß sind wie angenommen:

- Die Videos mit den negativen Inhalten wurden doppelt so lange von den Probanden angeschaut wie die Videos mit den neutralen Inhalten.

- Auch die boulevardesk aufgemachten Beiträge wurden länger angeschaut als die Standard-Beiträge.

- Die Videos mit den neutralen Inhalten wie zum Beispiel Kultur und Wirtschaft, die boulevardesk aufgemacht waren, wurden länger angeschaut als die Videos mit den neutralen Inhalten, die standardmäßig aufgemacht waren.
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag15. Dezember 2017, 23:13

Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland

Umsätze bei privaten Sendern in Deutschland gestiegen. Private Fernseh- und Hörfunksender in Deutschland haben ihre Umsätze innerhalb von zwei Jahren um mehr als 1,2 Mrd. Euro gesteigert.

http://www.horizont.at/home/news/detail ... iegen.html

In Deutschland gibt es einen der vielfältigsten Rundfunkmärkte der Welt. Das duale System, in welchem der mit der Grundversorgung beauftragte öffentlich-rechtliche Rundfunk und zahlreiche private Anbieter aktiv sind, umfasste 2016 insgesamt 642 Rundfunkprogramme. Davon wurden zuletzt insgesamt 269 Hörfunk- und 295 TV-Programme von kommerziellen Anbietern produziert. Sie ergänzten das von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten angebotene Portfolio von 56 Radio- und 22 TV-Angeboten. In Deutschland gibt es darüber hinaus einen großen Markt für Radio- und TV-Angebote im Internet. Hier wurden 2016 insgesamt 866 Web-TV-Kanäle sowie 2.453 Webradios gezählt.

Goldmedia-Studie als pdf
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag28. Dezember 2017, 20:55

Vergessene Welten. - Quantitative geografische Mediendiskursanalyse über die Berichterstattung der Tagesschau und ausgewählter führender Medien

Den Kern der vorliegenden Studie bildet eine quantitative Untersuchung der Bericht-erstattung der Tagesschau in den Jahren 2007 bis 2016. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung der Beiträge keine adäquate Widerspiegelung der Welt darstellt, da sie sich überproportional stark auf den sog. Westen und die Länder des „Orients“ kon-zentrieren. Dies geschieht zu Lasten anderer Staaten der sog. Dritten Welt, die in der Berichterstattung i.d.R. quantitativ stark marginalisiert werden (gemessen an ihrer Be-völkerungszahl müsste beispielsweise über die Subsahara-Afrika-Staaten ca. 230% mehr berichtet werden, über Madagaskar sogar über 3200%).


Ab sofort kann die Studie „Vergessene Welten. Quantitative geografische Mediendiskurs-analyse über die Berichterstattung der Tagesschau und ausgewählter führender Medien“ hier kostenlos heruntergeladen werden.
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag2. Januar 2018, 20:03

Masterarbeit: Russlandbild in den deutschen Medien – Deutschlandbild in den russischen Medien

Jenseits aller aufgeregten Diskussionen um Fake News, Lügenpresse und alternative Fakten zeigt Daria Gordeeva in einer aufwändigen Studie, was die wichtigste deutsche Nachrichtensendung ihren Zuschauern im ersten Halbjahr 2017 präsentiert hat – ein westlich geprägtes Russlandbild, das sich „weitgehend“ mit der „Perspektive der Bundesregierung“ deckt (S. 64).

Masterarbeit:
https://f-origin.hypotheses.org/wp-cont ... rdeeva.pdf
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag23. Februar 2018, 20:24

Der Fall Andrej Holm und die Medien

Welchen Anteil haben die Medien am Sturz von Andrej Holm? Eine Diskursanalyse von drei Berliner Masterstudenten zeigt, dass es in der (veröffentlichten) Debatte nur am Rande um die Stasi-Vergangenheit des Berliner Wohnungsstaatssekretärs ging. Der Fall wurde stattdessen politisiert (Linkspartei, neue rot-rot-grüne Landesregierung, Holms Wohnungspolitik) und in die Gegenwart verlagert (Umgang mit der Vergangenheit). Ein Lehrstück für alle, die wissen wollen, wie politische Kommunikation funktioniert und wie man sich darauf vorbereiten kann. Medienrealität veröffentlicht hier eine Zusammenfassung der Studie finden.

https://medienblog.hypotheses.org/1312
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag7. März 2018, 18:38

Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Vielfalt des Journalismus fördern kann

Qualität statt Quote

“Die Frage, die aktuell ernsthaft diskutiert werden muss, ist: Welche Rolle sollen die Medien und insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft in unserer Gesellschaft spielen? Was macht ihre Akzeptanz, ihre Glaubwürdigkeit aus? Hier sind konkrete Reformvorschläge und keine bloße Verteidigungshaltung gefragt. Denn alle Medien stehen vor dem grundlegenden Problem, das sich vordergründig auf den Begriff der Medienkonvergenz verkürzen lässt, also auf die Frage, wie Medien und öffentlich-rechtlicher Rundfunk auf die An- und Herausforderungen des digitalen Zeitalters reagieren können."

Link zur Publikation
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag28. März 2018, 20:56

Studie untersucht, welche Bedeutung das Phänomen "Fake News" in Deutschland hat

Vor der Bundestagswahl 2017 war die Angst groß, dass "Fake News" das öffentliche Meinungsbild manipulieren könnten. Eine Studie gibt nun Entwarnung: Der Einfluss war geringer als angenommen. Auffällig ist jedoch: Die Richtigstellung von Falschmeldungen wirkt nur begrenzt.


Zur Studie...
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag30. März 2018, 15:11

Tendenziöse Berichterstattung über die Ukraine-Krise 2014? – Putin vs. Obama eine Diskursanalyse anhand von Beiträgen in der Süddeutschen Zeitung


Masterarbeit von Mirjam Zwingli
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag31. März 2018, 19:25

„The story that gets told depends on who is telling it“. Eine Diskursanalyse zur Berichterstattung über den Kampf gegen den IS in transnationalen Medien
von Kevin Kaisig

Die Studie bringt die „Fernsehrealität“, die uns Al Jazeera, Russia Today und die Deutsche Welle 2017 aus Mossul und Rakka geliefert haben, mit den Positionen zusammen, die Katar, Russland und Deutschland seinerzeit vertreten haben. Die einen verteufeln die Ideologie, auf die sich der IS stützt (weil sie ihnen gefährlich werden könnte), die anderen den Westen, und die Deutsche Welle hält die Fahne der individuellen Freiheit hoch. Der mündige Fernsehzuschauer weiß das alles und schaut trotzdem weiter seine Nachrichten.


Link zur Studie via medienblog.hypotheses.org
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag17. Mai 2018, 15:53

Private Sender verstoßen gegen Rundfunkstaatsvertrag

Laut einer Darstellung im Content-Bericht der Landesmedienanstalten haben die Sender Pro7, RTL2
VOX, Sat1 und Kabel 1 gegen Paragraf 6 Absatz 2 Rundfunkstaatsvertrag verstoßen. Dort heißt es: „Zur Darstellung der Vielfalt im deutschsprachigen und europäischen Raum und zur Förderung von europäischen Film- und Fernsehproduktionen sollen die Fernsehveranstalter den Hauptteil ihrer insgesamt für Spielfilme, Fernsehspiele, Serien, Dokumentarsendungen und vergleichbare Produktionen vorgesehenen Sendezeit europäischen Werken entsprechend dem europäischen Recht vorbehalten.“ In dem Bericht ais ausgewiesen, dass die Sender im Jahr 2015 weniger als die Hälfte Werke europäischen Ursprungs zeigten.

Content-Bericht der Landesmedienanstalten 2016, veröffentlicht im Jahr 2017 (Seite 2017)
https://www.die-medienanstalten.de/publ ... icht-2016/
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag15. Juni 2018, 14:46

OBS-Studie: „Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten“

Wie ähnlich sind sich Journalisten und Blogger in Deutschland? Diese Frage hat eine von der OBS geförderte Studie der Ostfalia Hochschule untersucht. Zentrales Ergebnis: Sie sind sich ähnlicher als oftmals angenommen. „Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten“ ist die erste empirische Untersuchung, die beide Gruppen vergleicht. Die Studie zeigt, dass Blogger mit bezahlten Beiträgen genauso wie ihre journalistischen Kollegen umgehen – und widerlegt damit die weit verbreitete gegenteilige Annahme. 91,6% der Blogger und 91,7% der journalistischen Pendants gaben an, bezahlte Inhalte entsprechend den Vorgaben zu kennzeichnen. Gleichermaßen stark ausgeprägt ist zudem die kritische Haltung zur Pressearbeit von Unternehmen in beiden Gruppen.

https://www.otto-brenner-stiftung.de/wi ... s-blogger/

Studie
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag13. Juli 2018, 12:01

Kritik an WDR 2 und WDR 4

Zu viele Gewinnspiele, Geplauder statt Radiocomedy und zu wenig Formatvielfalt: Ein Gutachten im Auftrag des WDR-Rundfunkrats attestierte den Reformen von WDR 2 und WDR 4 zwar Erfolge, benannte aber auch inhaltliche Fehlentwicklungen.

https://www.dwdl.de/radioupdate/67782/k ... ersendung/
Offline
Benutzeravatar

Maren

  • Beiträge: 6029
  • Registriert: 31. Januar 2014, 21:01
  • Wohnort: Leipzig

Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag13. Juli 2018, 12:04

Studie zur Filmbranche: Sexistisch und schlecht bezahlt

Die Linken stellen eine Studie zur sozialen Lage der Film- und Fernsehschaffenden in Berlin und Brandenburg vor. Sie sehen großen Handlungsbedarf.

http://www.taz.de/!5516222/

Männer verdienen beim Film fast 50 Prozent mehr als Frauen

Nur jeder Dritte aus der Film- und Fernsehbranche kann von seinen Einnahmen leben. Das ergibt eine Studie zu Beschäftigungssituation der Film- und Fernsehschaffenden in der Region. Auch die Gehaltsunterschiede bei Männern und Frauen sind auffällig. Männer verdienen im Durchschnitt 50 Prozent mehr als Frauen (44.216 Euro gegenüber 30.663 Euro).

Die schlechte Situation vieler Filmschaffender hat Konsequenzen für die Altersvorsorge. Sieben Prozent der Befragten aus der Region hätten gar nicht vorgesorgt, besagt die Studie. 60 Prozent bezeichneten ihre Vorsorge als unzureichend.

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag ... igung.html

Auch wurden bei der Studie Fragen gestellt, bei denen es um ethische Standards ging. 280 der 658 Diskriminierungen, von denen die Befragten konkret berichten, waren Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, darunter auch verbaler und handgreiflicher Sexismus. Vor allem die Feststellung, so die Studie, dass Frauen weniger Gage bekommen als Männer, „zieht sich wie ein roter Faden durch die Beobachtungen der Befragten.“

http://www.taz.de/!5516222/

Zur Studie
Vorherige

Zurück zu Rechtsgrundlagen - Reformbedarf

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste