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Sabine Adler und die Lager in der Ostukraine

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Sabine Adler und die Lager in der Ostukraine

BeitragDi 18. Jul 2017, 20:14

Betreff: Sabine Adler und die Lager in der Ostukraine

Sehr geehrte NDR-Rundfunkräte,

hiermit erhebe ich Programmbeschwerde gegen folgende Beiträge

http://www.tagesschau.de/multimedia/vid ... 07993.html
http://www.tagesschau.de/ausland/zwangsarbeit-101.html

ARD-aktuell, der Deutschlandfunk, sowie die Qualitätsjournalistin Sabine Adler, werfen den beiden De-Facto-Staaten Donezk und Lugansk vor, dass es dort immer noch Zwangsarbeit gibt - ihrer Ansicht nach "mit Moskaus Billigung". Dabei stützt sich die Autorin auf einen Pawel Lisjanskis von einer "Menschenrechtsgruppe Ostukraine", die eine "ungesetzliche Verlängerung der Haftzeit" beklagt.

Jeder, der die sog. Berichterstattung der Frau Adler mitverfolgt, kann unschwer erkennen, dass diese mit Journalismus so viel zu tun hat, wie McDonalds mit Verbraucherschutz.

(Z. B. 2016 beim ESC, European Vision Song Contest meldete Adler, die ukrainische Sängerin hätte auch die meisten Stimmen des Publikums erhalten. Dass jeder TV-Zuschauer sehen konnte, dass der russische Sänger die meisten Stimmen des Publikums bekam, hielt die Russenhasserin Adler nicht von dieser offensichtlichen Lüge ab. Alle Medien, außer Adler berichteten korrekt. Ein Beispiel von vielen.
2014 forderten 60 bekannte Persönlichkeiten in Deutschland, den Frieden in Europa zu achten. Darunter Ex-Bundeskanzler und Ex-Bundespräsidenten. Frau Sabine Adler war Mitunterzeichnerin eines Gegenaufrufes! Auch sollte Russland dabei alle Schuld für die Ereignisse in der Ukraine angelastet werden. Dabei gab die ehemalige US-Außenamtsmitarbeiterin Victoria Nuland ( "Fuck the EU") offen zu, für den gewalttätigen und von Neonazis unterstützen Putsch Milliarden von Dollar ausgegeben zu haben und selbst der damalige US-Machthaber Obama gestand, mit diesem Putsch Präsident Putin "in Schwierigkeiten gebracht zu haben".

http://www.tagesspiegel.de/politik/gege ... 05530.html

Sabine Adler ist also keine unabhängige Journalistin, sondern eine Propagandistin.

Sieht man sich die geschilderten Fälle genauer an stellt man fest, dass die Organisation auf keinen Häftling verweisen kann, der länger einsitzt als in seinem Strafurteil steht: "Ungesetzlich verlängert" ist die Haft für Lisjanski nur deshalb, weil Donezk und Lugansk eine im April 2014 vom Kiewer Putschpräsidenten Aleksander Turtschynow verkündete Amnestie nicht allgemein anerkennen, sondern Einzelfallprüfungen vornehmen. Darüber hinaus erkennt er die von Donezker und Lugansker Gerichten nach der de-facto-Unabhängigkeit der beiden Volksrepubliken gesprochenen 3.200 Strafurteile nicht an.

Den Rezipienten von ARD-aktuell wird nirgends erläutert, wer und was die "Menschenrechtsgruppe Ostukraine" sein soll.
Eigenen Recherchen zufolge muss die bis zum Erscheinen des von Adler konstruierten Vergehens unbekannte
"Menschenrechtsgruppe Ostukraine" eigens für ihren Artikel gegründet wordern sein. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass Adler Mitinitiatorin war, um ihren Propagandaartikel erstellen zu können. Der Zuschauer ist nicht in der Lage, und soll auch erst gar nicht in die Lage versetzt werden, sich über die Glaubwürdigkeit dieser Meldung ein eigenständiges und unabhängiges Bild zu machen.

Weiterhin gilt seit Jahrtausenden der fundamentale Grundsatz: Audiatur et altera pars – Man höre auch die andere Seite. Ein Prinzip, das auch jeder Journalist, der den Namen zu Recht trägt, in seiner Arbeit berücksichtigt.

Somit reiht sich diese Meldung von Adler in eine ganze Reihe anderer von ihr ein, die ausschließlich das Ziel haben, einseitig mit Dreck auf alles russische und russischstämmige zu werfen. Der Vorwurf des ARD-Programmbeirates von 2014, dass die Ukraineberichterstattung tendenziös, fragmentarisch, mangelhaft und einseitig ist, wird hier auf's Neue absolut bestätigt. Nichts hat sich seitdem, bemerkenswerterweise, geändert.

Gegenbeispiele:

- ARD-aktuell und Adler verschweigen die weiterhin anhaltenden Bombardierungen ziviler Orte wie Donezk und Lugansk. Informationen über die anhaltenden tödlichen Gewalttaten der neonazistischen Freiwilligenbataillone gibt es bei ARD-aktuell und auch Adler nicht.

Hier sei als Gegenbeispiel zu Adler der ORF-Jounalist Christian Wehrschütz erwähnt, der sich vor Ort in der Ostukraine selbst ein Bild macht, mit allen Seiten spricht und objektive und neutrale Berichte erstellt, was vor Ort wirklich passiert. Im Gegensatz zu Sabine Adler.

Beispiel: "Mein Donezk" ORF

https://www.youtube.com/watch?v=Ug9HWI42hoc
https://www.facebook.com/christianferdinand.wehrschutz/
https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... -abspielt/

oder "Frontstadt Donezk" von Mark Bartalmei. Demnächst im Internet in voller Länge: https://www.youtube.com/watch?v=I7z5gM_f48Q
http://de.ukraine-human-rights.org/mass ... rschossen/
https://humanrightsinvestigations.org/2 ... war-crime/
https://geopolitiker.files.wordpress.co ... isnato.jpg

- Der konkretisierte Plan der NATO, die Ukraine als weiteren Mitgliedstaat aufzunehmen, ist kein Thema bei Adler und der ARD-aktuell. https://euobserver.com/foreign/138481

- Die weiterhin anhaltende totale Wirtschaftsblockade der Putschregierung in Kiew gegen die Ostukraine, die Millionen Menschen ins Elend stürzt, unterschlägt ARD-aktuell und Adler ebenso. Ausländisch Hilfslieferungen mit Ersatzmaterial, Medikamenten und Nahrung müssen über Russland eingeführt werden, weil die neuen Machthaber in Kiew dies so wollen.

- In diesem Jahr wurden die letzten Denkmäler und Straßenbezeichnungen in der Ukraine aus der Stalinzeit zerstört und entfernt und durch Denkmäler und neue Straßenbenennungen nach Nazi-Verbrechern ersetzt. Ebenso verschwiegen durch ARD-aktuell und Adler.

- Geplantes Gesetz von Abgeordneten der Verkhovna Rada zur Amtsenthebung des verfassungswidrig ins Amt gelangten Präsidenten Poroschenko. https://slavyangrad.org/2017/06/29/on-t ... #more-8019

- Der Beutezug der USA, sich die Bodenschätze der Ukraine einzuverleiben, obwohl die Bewohner dieses Landes immer mehr im Elend leben, nach dem völkerrechts- und verfassungswidrigen Umsturz wird von ARD-aktuell und Adler mit keiner Silbe erwähnt.

Neben der Einverleibung der Ukraine in die NATO, ist die Ausbeutung dieses Landes das weitere Hauptziel der USA.
Hierzu das lesenswerte und erhellende Interview von Prof. Max Otte: http://www.focus.de/finanzen/boerse/int ... 02554.html

Abschließend der Hinweis, dass ARD-aktuell und Adler scheinbar nicht wissen, dass die Gefängnisse in den USA der zweitgrößte privatwirtschaftliche Wirtschaftszweig dort sind und im Verhältnis zur Einwohnerzahl dort die meisten Inhaftierten sitzen und Arbeit in vielen Gefängnissen weltweit Pflicht ist.

Die Nachrichten von ARD-aktuell über "Straflager Ostukraine" von einer angeblichen "Menschenrechtsgruppe Ostukraine" von ARD-aktuell verstoßen gegen Paragraph 11 Rundfunkstaatsvertrag und sind außerdem nichts weiter als FakeNews.

§ 11 RundfStV:

(1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.


Bernhard Moser
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Maren

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Re: Sabine Adler und die Lager in der Ostukraine

BeitragMi 26. Jul 2017, 19:43

Von: Rundfunkrat <rundfunkrat@wdr.de>
Betreff: Ihre E-Mail vom 18. Juli 2017

Sehr geehrter Herr Moser,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 18. Juli 2017, die das NDR Gremienbüro an die Geschäftsstelle des WDR-Rundfunkrats weitergeleitet hat. Sie kritisieren den Beitrag „Straflager in der Ostukraine: Finanzierungsmodell Zwangsarbeit“ vom 13. Juli 2017 auf ‚tagesschau.de‘, der von einem WDR-Autoren stammt.

Wir leiten Ihre Mail daher wie gewohnt an die zuständige Intendanz des WDR zur weiteren Befassung weiter.

Freundliche Grüße

Geschäftsstelle des Rundfunkrats

Appellhofplatz 1
50667 Köln

Telefon: +49 (0)221 220 5600
Telefax: +49 (0)221 220-2762
rundfunkrat@wdr.de
www.wdr-rundfunkrat.de
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Maren

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Re: Sabine Adler und die Lager in der Ostukraine

BeitragMo 11. Sep 2017, 20:35

Von: "Gremienbuero (Intendanz)" <gremienbuero@deutschlandradio.de>
Betreff: Ihre E-mail vom 19. Juli 2017

Sehr geehrter Herr Moser,

sehen Sie bitte nachstehend die Antwort des Intendanten, Herrn Stefan Raue.

Deutschlandradio
Gremienbüro

Deutschlandradio
Raderberggürtel 40
50968 Köln

deutschlandradio.de



Sehr geehrter Herr Moser,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 19. Juli 2017. Diese erreichte uns auf Umwegen leider erst Anfang September. Für die späte Beantwortung bitte ich um Entschuldigung.

Sie kritisieren in Ihrem Schreiben einen Bericht unserer Korrespondentin Sabine Adler vom 13. Juli 2017 über Straflager in der Ostukraine, der auf der Internetseite tagesschau.de veröffentlicht wurde.

Unter anderem werfen Sie Frau Adler vor, die von ihr zitierte Menschenrechtsorganisation gebe es nicht, oder sie sei eigens und mit aktiver Mithilfe von Frau Adler gegründet worden. Dieser Vorwurf ist falsch. Über die Ostukrainische Menschenrechtsgruppe hat Frau Adler unter anderem bereits im Januar 2015 berichtet. Damals bestand sie schon seit einigen Jahren. Ihr gehören Aktivisten an, die aus den jetzt besetzten Gebieten stammen. Unsere Korrespondentin gehört dieser Organisation nicht an.

In dem Bericht wird auf eine Studie hingewiesen, für die die Ostukrainische Menschenrechtsgruppe von Pawel Lisjanskij 74 Interviews mit Häftlingen geführt hat, auch mit deren Angehörigen und Augenzeugen, die massive Menschenrechtsverletzungen in den Straflagern erlebt bzw. beobachtet haben.

Ihrem Vorwurf, unsere Korrespondentin habe die „andere Seite“ nicht gehört, halte ich entgegen: Es wurden schriftlich Bitten um Stellungnahmen an die sogenannten Donezker und Luhansker Volksrepubliken formuliert und an mehrere unterschiedliche e-mail-Adressen gerichtet, die auf den offiziellen Web-Seiten der „Regierungen“ genannt werden. Es gab keine Antwort. Auf dieses Vorgehen wird in dem Beitrag hingewiesen.

Übrigens wurden ukrainische Regierungsvertreter bzw. Parlamentarier ebenso um Stellungnahmen gebeten, zu den Vorwürfen der Menschenrechtsorganisation äußerten sich die Menschenrechtsbeauftragte wie auch die Vize-Parlamentsvorsitzende.

Übrigens reist Frau Adler selbstverständlich immer wieder an die Frontlinie in der Ostukraine, zuletzt im Juli 2017. Ihr Vorwurf, sie mache sich vor Ort nicht selbst ein Bild, ist haltlos. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es seit rund zwei Jahren für westliche Journalisten nicht möglich ist, direkt aus beiden „Volksrepubliken“ zu berichten, da Akkreditierungen nicht erteilt werden.

Angesichts dieses Befundes kann ich die von Ihnen vorgetragenen Vorwürfe nur zurückweisen.

Mit freundlichen Grüßen


Stefan Raue
Intendant Deutschlandradio
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Maren

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Re: Sabine Adler und die Lager in der Ostukraine

BeitragMo 11. Sep 2017, 20:39

An: "Gremienbuero (Intendanz)" <gremienbuero@deutschlandradio.de>
Betreff: Aw: Ihre E-mail vom 19. Juli 2017

Sehr geehrte Frau Großhans,

Ihrer Osteuropa-Korrespondentin Sabine Adler wurden seit Beginn des Ukrainekonfliktes haarstäubende Falschberichterstattung nachgewiesen, ebenso wie eine unglaubliche Einseitigkeit ihrer Berichterstattung über die Ukraine, die offen bis zu eine Art "Feindhaltung" gegen Russland geht. Dies geht auch deutlich aus meiner aktuellen
Programmbeschwerde hervor. Die letzte Meldung Adlers über "Straflager in der Ostukraine" reiht sich also nahtlos in die bisherigen ein. Und das überrascht selbstverständlich überhaupt nicht: Wie ich Ihnen bereits in meiner Beschwerde aufgezeigt habe, hat S. Adler den Gegenaufruf zu den 60 Prominenten unterzeichnet, die sich um den Frieden in Europa sorgen. Dies wurde damals in einer eigenen Programmbeschwerde moniert, worauf sich der Vorgänger von Herrn Stefan Raue, Herr Dr. Willi Steul, zurecht zerknirscht zeigte, dass dies für Journalisten im Deutschlandfunk nicht akzeptabel sei und mit S. Adler darüber gesprochen werde. Wie unschwer zu erkennen, hat dies nicht gefruchtet. Daraus kann jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Herr Intendant Stefan Raue macht in seinem Antwortschreiben aus Zitat Adler "schwerste unbezahlte Zwangsarbeit"
Zitat:" massive Menschenrechtsverletzungen".

Auch hier: Ich habe bereits in meiner Beschwerde vom 19. Juli 2017 darauf hingewiesen, dass es in westlichen Ländern, ja, sogar in Deutschland oder USA, ebenso unbezahlte Gefängnisarbeit gibt. Dabei sind körperlich anstrengende Arbeiten wie Forst- oder Gärtnerarbeiten mit dabei. Ob nun die Herstellung von Baumaterial und anderes anstrengender ist, ist sicherlich vom individuellen Empfinden her unterschiedlich. Verschiedene Organisationen in Deutschland beispielsweise haben diese Arbeiten kritisiert. Wenn Sie meine Originalbeschwerde gründlich studiert haben, wovon ich ausgehe, ist Ihnen sicher bekannt, dass die ukrainische Armee und die rechtlosen Neonazi-Freiwilligenbatallione schwerste Kriegsverbrechen in der Ostukraine begehen. Unzählige, durch direkten, oder in Kauf genommene getötete Zivilisten in Wohngebieten im Donbass verschweigen Ihre Korrespondentin und der Deutschlandfunk seit Jahren geflissentlich.

Meine weiteren Recherchen haben nun ergeben, dass dieser Herr Pawel Lisjanskij von der "Menschenrechtsgruppe Ostukraine", laut Frau S. Adler ein Menschenrechtsaktivist aus Lugansk sei, läßt aber offen, wo sie ihn getroffen hat und gibt ihm den Anschein der Unabhängigkeit. Er sei ein einfacher und aktiver Bergarbeitersohn, der sich gegen "Unterdrückung und Unrecht" engagiert. Die "Menschenrechtsgruppe Ostukraine" ist beheimatet in Lissitschantsk, das ist in der von der ukr. Regierung kontrollierten Region. Dieser Pawel Lisjanskij ist auch bei Facebook und Instagramm zu finden. Dort erfährt man auch, was er so macht, wenn er keine Journalisteninterviews gibt, oder sich "für Menschenrechte" einsetzt. Er setzt sich nur im Donbass für "Menschenrechte" ein, oder was er dafür hält. Und ausschließlich in der von den sog. Rebellen gehaltenen Zone.

http://www.vpg.net.ua/news/

Pawel Lisjanskijs Freundeskreis kommt überwiegend aus Kiew und arbeitet z. T. auch hauptberuflich für die Euromaidan-Regierung! Lisjanskij selbst war Mitglied der Euromaidan-Partei UDAR von Vitali Klitschko und ist auch persönlich mit diesem bekannt. Weiterhin lebt Lisjanskij wenig überraschend auch nicht im sog. Rebellengebiet, sondern in dem von der Regierung kontrollierten Charkow. Berichte über die Menschenrechte dort findet man von ihm aber nicht.

Frau S. Adler verschweigt in ihrem Artikel, dass ihre einzige Quelle ein Euromaidan-Politiker ist. Der Artikel Adlers beruft sich ausschließlich auf ein Telefonat und ein Treffen mit einem vorgeblich Strafgefangenen, die beide Lisjanskij vermittelt hat. Der Anwesende bestreitet auch gar nicht selbst Parteigänger des Euromaidan zu sein. Dazwischen kommt noch die von S. Adler sehr positiv geschilderte ukr. Partei Самопоміч/ Samopomitsch "Selbsthilfepartei" aus dem westukr. Lemberg, die Poroschenkos Vorgehen gegen die Bewohner des Donbass als "zu lasch" kritisiert und für einen offenen Kriegszustand plädiert, also eine Partei, die auf eine Eskaltion des Donbasskonfliktes setzt!

Dass S. Adler den Defacto-Republiken Donzek und Lugansk schriftlich die Möglichkeit der Stellungnahme angeboten hätte, ist nach bisherigen Erfahrungen ihrer Art der Berichterstattung als reine Schutzbehauptung einzuordnen.
Außerdem wurde gar nicht bestritten, dass S. Adler immer wieder bis an die Frontlinie der ukr. Armee im Osten sich begibt, sonst könnte sie ihre äußerst tendenziösen Beiträge ja gar nicht so einfach erstellen.

Und selbstverständlich bekommt man für beide "Volksrepubliken" Akkreditierungen. Nochmals weise ich in diesem Zusammenhang auf den ORF-Osteuropakorrespondenten Christian Wehrschütz hin. Warum S. Adler diese nicht bekommt, dürfte den unbedarftesten Konsumenten des Deutschlandfunkes klar sein.

Nochmaliges Fazit: S. Adler hat vollkommen offensichtlich wieder mal Fakenews produziert.

Da diese im Rundfunkstaatsvertrag nicht erlaubt sind, ist das Gremium gefordert, sich der Sache anzunehmen,
wozu ich Sie nun auffordere.

Bernhard Moser
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Maren

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Re: Sabine Adler und die Lager in der Ostukraine

BeitragMi 4. Okt 2017, 12:19

Gesendet: Dienstag, 26. September 2017 um 15:49 Uhr
Von: "Gremienbuero (Intendanz)" <gremienbuero@deutschlandradio.de>

Betreff: Programmbeschwerde zu Beitrag auf tagesschau.de, Behandlung im Programmausschuss von Deutschlandradio

Sehr geehrter Herr Moser,

Da Sie mit der Antwort von Herrn Intendant Stefan Raue nicht einverstanden sind und um weitere Prüfung bitten, haben wir Ihre Bitte an den Vorsitzenden des Hörfunkrates von Deutschlandradio weitergeleitet.
Gemäß der Satzung vom Deutschlandradio leitet der Vorsitzende des Hörfunkrates diese dem Programmausschuss des Hörfunkrates zu.

Hörfunkrat und Programmausschuss treten zu ihrer nächsten Sitzung im Dezember 2017 zusammen. Daher bitte ich Sie um Verständnis, dass Sie erst danach eine Antwort erhalten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Deutschlandradio
Gremienbüro

T + 49 221-345-2112
F + 49 221-345-4805
Gremienbuero@deutschlandradio.de
Deutschlandradio
Raderberggürtel 40
50968 Köln
deutschlandradio.de

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