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Regierungsfromm über Honduras

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Regierungsfromm über Honduras

Beitrag10. Januar 2018, 23:40

Programmbeschwerde: Regierungsfromm über Honduras

http://www.tagesschau.de/multimedia/sen ... 23555.html
ttp://www.tagesschau.de/multimedia/vide ... 63265.html

Sehr geehrte NDR Rundfunkräte,

Mit einer kaum 25 Sekunden dauernden TV-Nachricht auf Bildern von einer demonstrierenden Menschenmenge kann man keinen umfassenden Bericht über die Lage einer Nation liefern. Wenn über diese Nation, im vorliegenden Fall über Honduras, aber nicht kontinuierlich berichtet wurde, missraten Versuche, ein aktuelles Schlaglicht auf das Land zu werfen, zur Initialzündung falscher Vorstellungen oder zur Begründung von Desinteresse. Dann wäre es allemal besser, ganz auf solche Halbnachrichten zu verzichten. Die Tagesschau jedoch berichtete dies (zitiert nach der Untertitelung):

In Honduras fordern Tausende den Rücktritt des konservativen Präsidenten Hernandez. Dieser hatte die Wahl im November knapp gewonnen. Seitdem gibt es Proteste und Wahlfälschungsvorwurfe. Polizei und Armee gingen mehrfach gewaltsam gegen Demonstranten vor. Honduras leidet unter Korruption und sozialer Ungleichheit.

Was fehlte – und machte diese Meldung zur verlogenen Halbwahrheit?

1. Die Konkretisierung des Wahlfälschungsvorwurfs und der deutschen Hinterleute wahrscheinlicher Fälschungen:

„Am Mittwoch war es über fünf Stunden hinweg zu Systemausfällen der Computer der Wahlbehörde gekommen. In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag mussten alle nationalen, internationalen Wahlbeobachter als auch die Journalisten das Gebäude verlassen, in dem die Dokumente ausgezählt und aufbewahrt werden. Zuletzt war die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung verstärkt in Honduras aktiv. Sie hatte nach eigenen Angaben Ausbildungskurse für führende Funktionäre der Wahlbehörde TSE organisiert, die jetzt unter Betrugsverdacht zugunsten der konservativen Regierung steht.“

Quelle: https://amerika21.de/2017/12/191109/hon ... efuerchtet

2. Bei dem „gewaltsamen Vorgehen“ von Polizei und Armee des „konservativen“ Präsidenten wurden mindestens 31 Demonstranten erschossen. Darüber schweigt Washington, das in diesem Wahlskandal bis über die Ellenbogen drinsteckt, und darüber schweigen die westlichen Medien, auch die Tagesschau. Der Doppelstandard in der Berichterstattung (vgl. mit Iran) ist nicht zu übersehen. Quelle: https://www.theguardian.com/world/2018/ ... n-violence

3. Die USA haben in die Wahlkampagne mehr als 500 Millionen US-Dollar zugunsten „ihres Mannes“ , des späteren Wahlsiegers, investiert und damit den gesamten Wahlvorgang zu einem von außerhalb gesteuerten Coup d´état deformiert. Das Geld der Trump-Administration war gegenüber dem US-Kongress als „Investition in die Drogenbekämpfung“ ausgegeben worden. Quelle: https://www.thedailybeast.com/in-little ... epublicans

4. Letztlich handelt es sich bei der Wahl um die Fortsetzung einer Putschgeschichte, die mit der Person des Präsidenten verbunden ist; seine demokratische Fassade ist eine Fälschung.

Quellen für dies und Weiteres: https://consortiumnews.com/2017/12/04/a ... -honduras/ https://consortiumnews.com/2015/08/19/t ... aftermath/ http://www.informationclearinghouse.info/48538.htm

Es drängt sich auf, dass ARD-aktuell auf wesentliche Fakten im Bericht über die Unruhen in Honduras verzichtete, weil in deren Verursachung deutsche Parteistiftungen wahrscheinlich involviert sind; nicht nur die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU. Es treiben auch die Parteistiftungen „Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit“ (FDP), Friedrich Ebert Stiftung (SPD), Heinrich Böll Stiftung (Grüne) und sogar die Rosa Luxemburg Stiftung (PDL) ihre schmutzigen Spiele in Honduras wie im übrigen Südamerika.

Zum Schluss der Hinweis, dass der Staatsvertrag in seinen Programmrichtlinien umfassende, sachliche und der Wahrheit verpflichtete Nachrichten fordert – und Orientierung an Journalistischen Grundsätzen. Zu denen auch die Verwendung einwandfreier Sprache gehört. Das heißt zum Beispiel, dass selbst in einer Mini-Meldung der Unterschied zwischen den Wörtern „mehrfach“ und „mehrmals“ zu berücksichtigen ist.

Die Tagesschau schmückt sich allerdings nicht nur mit mies desinformativen Halbnachrichten, sondern serviert sie gewohnheitsmäßig auch noch in saumäßigem Deutsch.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

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