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Der Mythos der Freien Syrischen Armee (FSA)

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Der Mythos der Freien Syrischen Armee (FSA)

BeitragDi 6. Feb 2018, 20:00

An: gremienbuero@ndr.de

Sehr geehrte Rundfunkräte,

hiermit erhebe ich Programmbeschwerde gegen folgenden Beitrag:

http://www.tagesschau.de/ausland/freie- ... e-101.html

Nachdem die sog. Freie syrische Armee, kurz FSA, nun auch die Türkei im völkerrechtswidrigen Angriff gegen Syrien, gegen die Kurdengebiete in diesem Land, unterstützt, haben einige Nachrichtenagenturen und Medien dies zum Anlass genommen, genauer unter die Lupe zu nehmen, was sich hinter dieser bewaffneten Gruppe verbirgt.

ARD-aktuell hat sich dem angeschlossen, was zuerst mal als löblich zu bezeichnen wäre.

Die FSA wurde nämlich von ARD-aktuell in den zurückliegenden Jahren stets als "Opposition" aufgelistet,
bei Übersichten, wer sich gegen die syrische Armee stellt, bzw. diese bekämpft. Der entscheidende Punkt aber, warum ARD-aktuell die FSA bisher protegierte, wird den Rezipienten nicht mitgeteilt.

Die FSA wurde von Beginn an vom Westen massiv unterstützt, um die syrische Regierung zu stürzen.
Die USA, Saudi-Arabien und Katar haben von Anfang an die FSA finanziert, ausgebildet und mit Waffen
ausgerüstet. Weiterhin hat die FSA Christen in Aleppo und Homs massenweise hingerichtet und exekutiert, Massaker begangen, oder war zumindest daran beteiligt.

https://www.katholisches.info/2014/04/b ... ten-video/

Auch Kindersoldaten setzte die FSA ein.

Leider hat ARD-aktuell mit zitiertem Beitrag nicht nur die Chance ausgelassen endlich mal etwas mehr über die
Hintergründe des Syrienkrieges aufzuklären, sondern hat noch dazu das Gebot der umfassenden und
objektiven Berichterstattung nicht beachtet. Es würde zum journalistischen Anstand gehören, eine über Jahre gepflegte falsche Deklarierung offen einzugestehen. Es handelte sich bei der FSA von Beginn an um üble Terroristen und Verbrecher, nicht um eine "moderate Opposition".

Eine Frage der Glaubwürdigkeit, das endlich einzugestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Moser
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Maren

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Re: Das Mythos der Freien Syrischen Armee (FSA)

BeitragMi 14. Feb 2018, 19:56

Von: gremienbuero-beschwerden@ndr.de
Betreff: Ihre E-Mail vom 07.02.2018 / "Freie Syrische Armee"

Sehr geehrter Herr Moser,

zu den Aufgaben des Rundfunkrats gemäß § 18 NDR-Staatsvertrag gehört, die Einhaltung der im NDR-Staatsvertrag verankerten Programmanforderungen zu überwachen und den Intendanten in Programmangelegenheiten zu beraten. Daher sind dem Rundfunkrat die Meinungen, Anregungen und Kritik des Publikums sehr wichtig.

§ 13 NDR-Staatsvertrag unterscheidet zwischen Eingaben und Anregungen. Bei Ihrer Zuschrift handelt es sich um eine Anregung zum Programm, die ich zur Kenntnis genommen und mit der Bitte um Weiterleitung an die Redaktion an die Intendanz abgegeben habe.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Hörmann
Vorsitzender NDR Rundfunkrat
_____________________________
NORDDEUTSCHER RUNDFUNK
Gremienbüro

Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
Tel. (040) 4156-3506
Fax (040) 4156-3452
E-Mail: gremienbuero-beschwerden@ndr.de
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Maren

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Re: Der Mythos der Freien Syrischen Armee (FSA)

BeitragFr 23. Feb 2018, 20:41

An: gremienbuero-beschwerden@ndr.de

Betreff: Aw: Ihre E-Mail vom 07.02.2018 / "Freie Syrische Armee"
Sehr geehrter Herr Dr. Hörmann,

Sie teilten mir unter Bezugnahme auf §18 Rundfunkstaatsvertrag mit, dass es zu Ihren Aufgaben gehöre, die Einhaltung der Programmrichtlinien zu überwachen. Aus diesem Grund seien Ihnen Zuschriften des Publikums „sehr wichtig“. Das ist objektiv unwahr, denn wäre es zutreffend, würden Sie sich und Ihr Gremium kritisch mit meinen Beschwerden auseinandersetzen; Sie würden sich bemühen, Beschwerdepunkte zu entkräften und, wo das nicht möglich ist, sich ebenfalls gemäß §18 verhalten: Sie würden den Intendanten anweisen, dafür Sorge zu tragen, dass sich die angemerkten Fehler nicht wiederholen. Und das würden Sie mir, einem Zuschauer und möglicherweise auch öffentlich mitteilen.

Genau das tun Sie nicht, sondern Sie betreiben bodenlose Haarspalterei, indem Sie sich auf die Formulierung in §13 berufen, dort werden „Anregungen und Eingaben“ als Option des Zuschauers genannt. Was jeweils gegeben ist, überlassen Sie aber nicht dem Zuschauer, sondern bestimmen es selbst: Sie taufen einfach eine Zuschauerbeschwerde in „Anregung“ um, ersparen Ihrem Gremium, sich überhaupt damit zu beschäftigen und überantworten den Zuschauerprotest direkt an die Verursacher, der Redaktion.
Das heißt, Sie nehmen den Zuschauer und seinen Protest eben absichtlich nicht ernst und nicht wie Sie mir schreiben
"sehr wichtig".

Einen großen Teil der Beschwerden umfasst die Ukaine- und Syrienberichterstattung. Seit vielen Jahren.
Dass diese sowohl desatrös als auch desinformativ ist, wird seid langem von kompetenter Seite bestätigt:

"So langsam entwickelt sich die Ukraine-Berichterstattung der ARD tatsächlich zu einem PR-Desaster"


http://meedia.de/2014/10/02/tagesthemen ... ne-patzer/

und der Nahostexperte Prof. Günter Meyer sagte über die Syrien-Berichterstattung:

"So eine Art von Desinformation habe ich noch nicht erlebt"


http://www.magazin.uni-mainz.de/544_DEU_HTML.php

Würde der Rundfunkrat meiner Meinung nach auf solche Tricks und solche Haarspalterei verzichten und sich jede Beschwerde, die alle ausführlich und nachvollziehbar begründet sind, ernst nehmen, würde sich die Qualiät von ARD-aktuell spürbar und nachhaltig verbessern, es würde keine Gründe mehr geben, sich darüber zu beschweren und jede Seite würde davon profitieren. Sie, ich als Beschwerdeführer und die Zuschauer, die zurecht erwarten, dass von ihren Gebühren ein professionelle und qualitativ hochwertige Berichterstattung gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Moser

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