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Öffentlich-rechtliche - Für die Demokratie wie Sauerstoff

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Öffentlich-rechtliche - Für die Demokratie wie Sauerstoff

Beitrag7. März 2018, 20:18

Betreff: Tagesschau, 28.02.2018 21:13 Uhr » Debatte über Öffentlich-rechtliche - Für die Demokratie wie Sauerstoff

WDR Intendanz, ARD & ZDF
Intendanzen, deren Anstalten & Rundfunkräte,
insbesondere WDR-Rundfunkrat
50600 Köln

Tagesschau, 28.02.2018 21:13 Uhr
» Debatte über Öffentlich-rechtliche - Für die Demokratie wie Sauerstoff «

Sehr geehrte Damen und Herren,

Danke, für diesen Kommentar, der für uns -unabhängige Bürger, frei von parteilichen und/oder lobbyistischen
Interessen- und Umfeld, Fragen aufwirft, weil wir die dargelegten Reflektionen weder in Sendungen noch in
administrativen Handlungsweisen vieler öffentlich-rechtlicher Anstalten sehen, insbesondere Umgang mit
berechtigter Kritik.

Darin liegt der Sauerstoff - um den Kommentarduktus aufzugreifen:
Demokratie findet öffentlich im Raum vor der Rechtsordnung statt, als »institutioneller Streit«(Ralf Dahrendorf),
deren essentielles Wesen auf strittige unzensierte Debatten um Für/Wider in freien rechts- und regelkonformen
Meinungsäußerungen ruht.

a)
Vor rund 3 Jahren schrieb Mediendienst - meedia, 08.07.2015 ¹:
» Die Politik fürchtet den Populismus, der hinter einer Volksbefragung lauert. Die Medien schrecken vor zu viel Transparenz und einer echten Fehlerkultur zurück – vermutlich auch, weil sie fürchten weniger glaubwürdig zu werden, wenn sie ihre Fehler in vollem Umfang zugeben. Beide Handlungsweisen haben aber interessanterweise den gegenteiligen Effekt: Indem die Politik das Volk aussperrt, schürt sie gerade den Populismus und die Wähler-Verdrossenheit, die sie gerne vermeiden würde. Indem Medien versuchen, ihre Fehler zu vertuschen, machen sie sich unglaubwürdiger. Es ist ein Teufelskreis. «

Sehr geehrte Frau Chefredakteurin Mikich,
wer ist » "Wir, Unser, Uns". « ?
Sprechen Sie für alle öffentlich-rechtlichen Anstalten, Zitat:
» Die öffentlich-rechtlichen Sender « ? Eine nicht repräsentative Publikumswertung Ihrer Kommentierung
finden Sie hier, meedia, 01.03.2018 | 12:06 Uhr

b)
Just zu diesem Zeitpunkt, siehe oben a), erfuhren Rezipienten durch Sie, meedia, 09.01.2015 , Zitat ² :
» WDR-Chefs jammern wegen zu vieler Programmbeschwerden (40 Stück) ... Und bei der ARD jammern WDR-Intendant Buhrow und -Chefredakteurin Mikich über nervige Programm-Beschwerdeführer. ....
Die Reaktionen von Chefredakteurin und Intendant auf die Beschwerdeführer wirken leider typisch öffentlich-rechtlich.
Man spürt die Abneigung, sich mit den nervigen Beschwerden auseinanderzusetzen.«


Einfacher und förderlicher wäre: Ursachenbehebung = Fehler abzustellen.

d)
Heute im Kommentar - ein grasser Widerspruch zur Realität, 28.02.2018, Zitat:
»Menschen befähigen, ein eigenes Urteil zu bilden, ist teuer, gesprächswertig und für die Demokratie wie Sauerstoff.
Wir sind aber nicht unfehlbar. Und deswegen Selbstreflexion: Wir werden ja von allen bezahlt. Bilden wir die Interessen aller ab? Deswegen Selbstkritik: Sind wir zu schnell beleidigt, wenn wir hinterfragt werden? Deswegen Selbstbescheidung: Sind wir wirklich im Besitz der einzigen Wahrheit? Wir Macher diskutieren das längst, glauben Sie mir.«


Wir bleiben bei sachlich begründeten ruhigen Darlegungen: Publizistik hat auch nichts mit "Glauben" zu tun und es gibt keine einzige Wahrheit, nur Annäherungen und Wahrscheinlichkeiten. Sie haben einen öffentlichen Unterrichtungsauftrag zu erfüllen, der Für und Wider beinhaltet - keinen Erziehungsauftrag.

e)
Sie haben als Glied der "Tagesthemen" den österreichischen Bundeskanzler "Pimpf" genannt, 17.12.2017 ³. Organe mit öffentlicher Aufgabe müssen sich zurückhalten hat jüngst das Bundesverfassungsgericht in einem anderen Fall
entschieden ⁴.

f)
Die Presse, Wien, 01.03.2018 ⁵
» TV-Journalisten von ZDF und ARD, darunter Anne Will, Claus Kleber und Frank Plasberg, haben Bundeskanzler Kurz einen Offenen Brief geschickt. Darin fordern sie ihn auf, "den pressefeindlichen und demokratieschädlichen Attacken" der FPÖ gegen Armin Wolf und den ORF Einhalt zu gebieten. «
- zur Zurückhaltung, siehe oben: c).

Auch hier wäre Zurückhaltung geboten und sinnvoll, denn die Unterzeichnung erfolgte formell mit Funktionshinweis ⁶.
Publizistische Aufgabe ist primär zu informieren, nicht Meinung oder Außenpolitik zu machen und erst ist vor der
eigenen Haustüre zu kehren. Dieses Vorgehen deckt sich weitgehend nicht mit formellen und gesetzlichen Grundlagen
öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten. Bitte erläutern Sie, Ihr Vorgehen und teilen Sie uns mit, welchen Sinn
und Nutzen diese Kommentierung erzielen sollte und Klärung der übrigen angesprochenen Sachstände.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

- leonore & dieter liepold -

Fußnoten
1 - 6 = beigefügt:

Verteiler:
∅ NRW-Landtagsabgeordnete: Fraktionsvorsitzende und Mitglieder des WDR-Rundfunkrates

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