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Leserbriefe

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragSa 21. Mai 2016, 11:55

Tagesschau: Stefan Meister zur Erweiterung der NATO

Dieser als neutral berichtend vorgeführte Hr. Stefan Meister verkennt wohl einige Dinge:

1) Solange die EU immer noch einen Erweiterungskommissar hat, wird der seine Aufgabe darin sehen,
immer mehr Staaten des ehemaligen Ostblocks einzuverleiben (egal ob sie EU-reif sind, egal was es
für den Rest EU bedeutet, schlimmster Vertreter Verheugen). Wen wundert da, dass sich Russland
an seinen Aussengrenzen "abgegraben" bzw. bedrängt fühlt ?!

2) Die Krim ist ja seinerzeit von Chruschtschow einem sozialistischen Bruder übergeben worden. Wen
wundert es, dass Russland seinen Milliarden teuren, startegisch extrem wichtigen Kriegshafen nicht
via Westannäherung der EU / Nato überlassen will, zumal die Bevölkerungsmehrheit nach Stalins
Untaten inzwischen vorwiegend russisch ist.

3) Wie scheinheilig die öffentliche Berichterstattung ist, zeigt sich daran, dass wirklich provokative
Manöver, insbesondere der Amerikaner im Baltikum, im Nebensatz als normal berichtet werden,
während ein Überflug über die amerikanischen Kriegsschiffe (was haben die in der östlichen Ostsee
verloren ?!) fast zum Generalangriff erkoren wird (aber richtig ist auch, dass ein tiefer Anflug von
frontal auf ein Kriegsschiff international als Akt des Angriffs verstanden wird. Das wissen auch die Russen!)

4) Die größte Provokation und zugleich die übelste Volksverdummung ist das amerikanische Raketen-
abwehrsysten an der Nato-Ostgrenze. Aber amerikanische strategische Entscheidungen haben sich ja noch
nie durch Intelligenz oder Erfolg ausgezeichnet (Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien).
Militärs sind sich jedoch in einem Punkt einig: dieses Abwehrsystem ist wegen der geringen Entfernung zu
Russland und der damit minimalen Vorwarnzeit komplett sinnlos !! Das einzig z.Z. denkbare Szenario für
diese Abwehrwaffen wäre ein fiktiver Angriff aus dem Iran (wenn er denn seine Langstreckenraketen
irgendwann wirklich zuverlässig einsatzbereit hätte). Dann fehlen aber dank des jahrelangen Antinuklear-
Embargos die Atomsprengköpfe ! Und statt herkömmlicher Sprengköpfe wäre zudem wohl ein voller
Antriebstank einer Rakete der effektiver.e Sprengsatz.
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragDo 16. Jun 2016, 15:15

Sehr geehrte Damen und Herren,

man braucht den Medien nur den Köder "Rechtsextremismus" hinzuwerfen, dann beißen sie sich daran fest. Es geht um Ihren Beitrag: http://www.tagesschau.de/multimedia/vid ... 92097.html

Die Qualität der Studie „Die Enthemmte Mitte – Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland“ ist absolut unterirdisch, aber sie berichten darüber. Prüft denn keiner die Qualität?? Hier exemplarisch drei Blogger, die sich damit beschäftigt haben. Qualität in der Berichterstattung ist bald nur noch außerhalb der "Öffentlichen" Medien zu bekommen:

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/alex ... te/studie/
https://sciencefiles.org/2016/06/16/jun ... kademiker/
http://www.altermannblog.de/9755-2/

Unter guter Berichterstattung hätte ich mir gewünscht, dass man hinterfragt, ob diese Art "Junk-Studien" (ScienceFiles) mit Steuergelder via Stiftungen der GRÜNEN, LINKEN und IG Metall finanziert werden müssen.

Ich erwarte mehr Qualität.

Freundlicher Gruß
XXXXXX

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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragDo 23. Jun 2016, 22:01

Herrn
Dr. Willi Steul
- Intendant -
Raderberggürtel 40
50968 Köln

Betr.: Beitrag 22. Juni 2016 – 08:22 Uhr – Geschichte als Therapie? Interview von Sabine Adler mit Sergej Lebedew

Sehr geehrter Herr Dr. Steul,

zum 75. Jahrestag des Überfalls Deutschland auf die Sowjetunion hätte es wohl einen anderen Beitrag bedurft als das Interview von Frau Adler mit Sergej Lebedew, der vom AA in Berlin auch protegiert wird.
Durch ihre Journalistenausbildung hätte Frau Adler es besser wissen müssen. Für mich ist das unverständlich: „Geschichte als Therapie“, das auch mit einem Fragezeichen. Will Frau Adler etwa mit diesem Beitrag die eigene Geschichte aufarbeiten?

Mit Gruß
XXXXX*

* Der Name des Einsenders ist Herrn Steul und uns bekannt.
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragDi 26. Jul 2016, 21:24

Sehr geehrte Damen und Herren,

obwohl ich fürchte, daß Ihre Redaktion kritische Reaktionen von Zuschauern und Zuschauerinnen kaum noch zur Kenntnis nimmt, möchte ich Ihnen ein paar Gedanken zu ihrer Berichterstattung am Freitag zu den Vorkommnissen in München mitteilen.
Es entsetzte mich zu sehen, wie über Stunden hinweg von Ihrem Sender ein Voyeurismus zum Vorschein kam, den ich mir bislang bei einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht vorstellen konnte. Ohne Fakten- und Hintergrundwissen wurde von einem Korrespondenten zum anderen geschaltet, die öffentliche Aufregung wurde durch den Hinweis auf die
am Himmel kreisenden Hubschrauber und die Martinshörner im Hintergrund auf einem beständig hohen Level gehalten. Die Stimmung am Tatort sollten die Zuschauer und Zuschauerinnen hautnah und gefühlsecht miterleben. Entsetzen und Panik zur gefälligen Abendunterhaltung, das ersetzt doch allemal den Kriminalfilm, der dann auch folgerichtig abgesetzt wurde.
Spekulationen über einen Terroranschlag und die Angst vor Islamisten dienten den Einschaltquoten und wurden über Stunden in den immer gleichen Schleifen präsentiert.

Dabei hätten die Informationen, die Ihrem Sender zur Verfügung standen, in die reguläre Nachrichtenzeit gepasst.

Schlimmer noch als der von mir beschriebene Voyeurismus ist der Beitrag, den Sie für zukünftig stattfindende Amokläufe leisteten. Auch Ihrem Sender dürfte bekannt sein, daß die gedankliche Vorwegnahme der Berichterstattung und die Aufregung, die einer solchen Tat folgt, für die Täter ein wichtiger Bestandteil ihrer schrecklichen Tat ist. Auf das ZDF können sie sich in Zukunft verlassen; Ihr Sender hat im Sinne eines Amoktäters überaus zufriedenstellend gearbeitet.

Mir bleiben nur die Fragen: Was geht in Ihren Redaktionsstuben vor sich? Wer gab die Anweisung zu dieser geschmacklosen und überaus gefährlichen Berichterstattung? Gibt es denn unter Ihren Redakteuren wirklich niemanden mehr, der sich diesem Irrsinn verweigert? Ist Ihnen nicht bewusst, welche gesellschaftliche Stimmung Sie mit dieser Manipulation von Emotionen befördern?

Der Gedanke, daß ich mit meinem Gebühren solche Beiträge mitfinanzieren muss, ist mir zunehmend unerträglich; leider besteht durch das Zwangssystem für kritische Bürger und Bürgerinnen kein Möglichkeit mehr, dem zu entkommen.

Mit nicht sehr freundlichen Grüßen
xxxxxxx*

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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragDo 28. Jul 2016, 18:46

Sehr geehrte Damen und Herren,

man staunt erst einmal, bis man merkt, was der DLF am 16.07.16 ab 16.30Uhr in der Sendung Computer und Kommunikation unter der Überschrift "Bundeswehroffensive im Cyberwar" über den Sender gehen ließ und was die öffentlich-rechtlichen Medien in den Nachrichtensendungen bisher vorenthielten.

Anbei der Text zum Nachlesen sowie der Link zum Nachhören:
http://srv.deutschlandradio.de/themes/d ... 932&state=

Quasi umstandslos beginnt der Beitrag mit dem Paukenschag:

"Zum anderen weil das Verteidigungsministerium den digitalen Angriff plant, ..." Dazu kann man nur fragen:
Sind diese Aktivitäten der Bundeswehr durch das Parlament gedeckt, wer ist hier der Herr und wer der Dackel ?
Wie steht es um das Grundgesetz Artikel 26 Abs 1 und 2 ?

Ich erwarte, daß der Generalbundesanwalt - nachdem er in Sachen des Geständnisses des ehemaligen Bundeskanzlers Schröder zum völkerrechtswidrigen Überfall auf die Bundesrepublik Jugoslawien und in Sachen Grenzüberschreitung in Syrien beharrlich schweigt - endlich aktiv wird.

Mit verlaub darf ich darauf hinweisen, daß mir ein derartiges Gebaren keinerlei Respekt und Zurückhaltung gegenüber dem involvierten Kreis der verantwortungslosen Verantwortungsträger abnötigt. Es grüßt Artikel 20 GG oder sieht sich jemand in der Lage, etwas zur Verteidigung vorzubringen ??

XXXXXXXX*

*Der Name des Einsenders ist der Redaktion des DLF und uns bekannt.
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Nachhilfe in Sachen BSP für Herrn Ischinger

BeitragSo 18. Sep 2016, 16:32

Ein wenig Nachhilfe in Sachen BSP für Herrn Ischinger - Sendung vom 13.09.2016 - Morgenmagazin

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Aussage Herrn Ischingers über Russlands BSP, das nur kann über dem Italiens liegen würde und Russland deshalb bestenfalls "in die Regionalliga" gehört, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten.

Anbei ein Link, welcher Herrn Ischinger sicher in Bezug auf die Größen verschiedener BSP weiterbildet. Ein Vergleich ohne weitere Daten und/oder das Weglassen von Informationen kommt einer Lüge bereits sehr nahe.

Ich weiß, dass diese Mail auf Grund "russlandfreundlichen" (?) Inhaltes kaum Beachtung finden wird, trotzdem möchte ich meine Meinung dazu an Sie loswerden.

Hochachtungsvoll
xxxxx*

*Der Name des Einsenders ist uns und dem MoMa bekannt.
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Maren

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Brief an Arndt Ginzel

BeitragDo 6. Okt 2016, 13:15

Wer bislang schon mal die Ehre hatte, sich von "investigativen Journalisten" öffentlich-rechtlicher Anstalten interviewen zu lassen, der weiß, dass diese Erfahrungen in den seltensten Fällen fair und manipulationsfrei über die Bühne gehen. Der Rechtsanwalt Alexej Danckwardt hatte bereits grenzwertige Erfahrungen mit dem Format Report Mainz gemacht und tat das einzige Richtige: Er sprach nicht mit Ginzel sondern antwortete mit einem offenen Brief:

Sehr geehrter Herr Ginzel,

nach unserem Gespräch habe ich mir angesehen, mit welchen Reportagen Sie bisher in Erscheinung traten. Ich musste feststellen, dass Ihre "gesammelten Werke" eine eindeutige propagandistische Linie verfolgen und dass Sie sogar wider besseres Wissen nicht von hetzerischen und russophoben Aussagen wie "Diese Kinder werden zu Kanonenfutter der Separatisten" zurückschrecken. Auch mit dem Fall "Lisa" haben Sie sich in einer tendenziösen und gegenüber einem Missbrauchsopfer unangemessenen Art und Weise befasst. Warum haben Sie denn in Ihrer Reportage unterschlagen, dass Lisa tatsächlich ein Missbrauchsopfer ist? Ich habe mit diesem Blogger nichts am Hut, aber wie er Ihre Manipulation in der besagten Reportage auseinandernimmt, dem schließe ich mich an: https://www.youtube.com/watch?v=dLvDluV19Fw Warum versteht ein Blogger, dass man mit einem Missbrauchsopfer nicht so umgeht? Warum versteht es ein für einen öffentlich-rechtlichen Sender arbeitender Journalist nicht?

Ich habe nunmehr keine Zweifel, was Sie mit der weiteren Sendung bezwecken und ich habe keine Hoffnung auf eine faire Behandlung meiner Mandanten und auch meiner Person oder darauf, dass Sie die Wahrheit interessiert. Ich habe kein Vertrauen zu Journalisten wie Ihnen (mehr).

Ich habe bei Ihnen auch nicht im Ansatz eine Fähigkeit und/oder Bereitschaft zur Empathie entdecken können. Wenn Sie nichts Schlechtes darin sehen, dass die Polizei mit ihren öffentlichen Statements ein minderjähriges Missbrauchsopfer als Lügnerin darstellt (dazu noch zu einem Zeitpunkt, wo überhaupt nichts klar war in dem Verfahren), indem sie wider besseres Wissen den Eindruck erweckt, es habe ÜBERHAUPT NICHTS STRAFBARES gegeben, dann weiß ich nicht, worüber ich noch mit Ihnen reden soll. Ich habe im Vorgespräch versucht Ihnen zu vermitteln, dass man so mit Missbrauchsopfern nicht umgehen darf, auch wenn diese über den eigentlichen Missbrauch hinaus eventuell unwahre Aussagen gemacht haben. Das wollten Sie nicht verstehen und verteidigten eine ekelhafte Hetzkampagne der deutschen Medien gegen ein minderjähriges Mädchen und deren Verwandte. Worüber soll ich danach noch mit Ihnen reden? Ihnen geht es ausschließlich darum die russische Seite zu dämonisieren, dafür wollen Sie mich instrumentalisieren. Die deutsche mediale Kampagne scheint Sie nicht im Geringsten zu empören, obwohl es das Widerlichste war, was ich in meinem Berufsleben bezogen auf medialen Umgang mit Missbrauchsopfern erlebt habe.

Egal, was ich sage oder schreibe, egal wie ich argumentiere, Sie werden mich und Lisa weiter öffentlich durch den Dreck ziehen und Sie werden weiter auf der abstrusen Idee, der Fall "Lisa" sei eine Art russischer Verschwörung, bestehen. Das kann ich nicht beeinflussen und nicht verhindern, aber: "Was auch immer geschieht, nie dürft ihr so tief sinken, den Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (Erich Kästner)

Ihre Fragen beantworte ich hiermit schriftlich wie folgt:

1. Der Fall „Lisa“ soll Bestandteil einer Desinformationskampagne gewesen sein? Was sagen Sie dazu? (Bitte begründen Sie!)


Es gibt keine "Lisa-Verschwörung". Es ist nachweisbar, dass die Verwandten des missbrauchten Kindes sich erst dann an die Öffentlichkeit wandten, als einer der ermittelnden Polizisten nach der zweiten, dreistündigen Vernehmung von Lisa, den Eltern ankündigte, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt werden wird. Das Verhalten der Eltern, dies nicht so stehen zu lassen, und sich mit allen Mitteln gegen die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung zu wehren, ist für mich menschlich absolut nachvollziehbar. Hätte der besagte Polizist professionell und sensibel auf die veränderte Aussage des Kindes reagiert und die besagte Äußerung unterlassen, wäre der Fall nie an die Öffentlichkeit gelangt. Leider hat der Mann bis heute nicht den Anstand gehabt, sich für seine Unsensibilität und für den Skandal, den er und er allein ins Rollen gebracht hat, zu entschuldigen. Weder öffentlich, noch privat.

Ich bin kein Medienwissenschaftler und mir steht es daher nicht zu, die Art und Weise, wie der Fall im russischen Fernsehen behandelt wurde, zu beurteilen. Eines kann ich jedoch aus meinem Erleben sagen: Sofort nach der Mandatsübernahme durch mich, also ca. 1 Woche nach dem Wiederauftauchen von Lisa und 2-3 Tage nach dem Bericht von Ivan Blagoj, wurde ich von Interviewanfragen durch deutsche wie russische Medien überschüttet. Was die Medien daraus machten, folgte mit wenigen Ausnahmen einem immer wiederkehrenden Muster: Die deutschen Medien schnitten meine Aussagen so, dass sie in ihr Gegenteil verkehrt wurden und betteten die verbliebenen Bilder in ihre abstrusen Theorien ein. Oder sie thematisierten mich als Person, wobei meine nicht im Zusammenhang mit dem Fall stehenden Fehler, als Beleg für eine vermutete Verschwörung versponnen wurden. Eine Ihrer Kolleginnen schreckte sogar nicht von der ehrenrührigen Unterstellung zurück, ob mich denn Russland für mein (nicht anwaltliches) Wirken bezahlt, was dann als einziges aus einem 2stündigen Interview in der Sendung "Report Mainz" gesendet wurde.

Die russischen Medien hingegen sendeten meine Aussagen stets ungeschnitten, obwohl meine Äußerungen stets und nachweislich betonten, dass die Polizei entgegen des bei den Eltern von Lisa entstandenen Eindrucks sorgfältig ermittelt, man die Ergebnisse abwarten muss und dass die mutmaßlichen Täter keine Flüchtlinge sind. Welche Desinformationskampagne vermuten Sie denn auf russischer Seite, wenn der unterstellten Stoßrichtung der "Kampagne" zuwiderlaufende und den Gegenstand der in der Diaspora entstandenen Empörung neutalisierende Äußerungen des Interessenvertreters von Lisa ungeschnitten gesendet werden?

Daher sehe ich jedenfalls ab dem Zeitpunkt meiner Involvierung in den Fall eine mediale Kampagne nur auf der Seite deutscher, leider auch öffentlich-rechtlicher, Medien.

2. Wie konnte der „Fall Lisa“ zum deutsch-russischen Politikum werden?

Bin ich ein Politikwissenschaftler?

3. Warum schaltete sich das russische Konsulat/Botschaft in den Fall ein?

Das russische Konsulat in Berlin wurde auf meine Empfehlung am 22.01.2016, also 10 Tage nach dem Wiederauftauchen von Lisa und 3 Tage nach meiner Mandatierung, von Lisas Eltern um konsularischen Beistand nach dem Wiener Konsularrechtsübereinkommen ersucht. Auch hier gibt es keinerlei Verschwörung, sondern es handelt sich um eine häufige und für Betroffene ratsame Vorgehensweise, dass konsularischer Beistand in Anspruch genommen wird. Seit etwa 2005/2006 sind die russischen konsularischen Vertretungen angewiesen, diesen Beistand wirksam im Rahmen der vorbenannten völkervertraglichen Regelungen zu gewähren und praktizieren dies auch nachweislich in allen Fällen, in denen sie darum ersucht werden. Es dringt natürlich nur selten bis auf die Ebene des Außenministers vor. Dass im vorliegenden Fall auch der Außenminister über den Fall informiert war, ist ausschließlich mit dem entstandenen öffentlichen Aufsehen zu erklären.

Die Zuständigkeit des russischen Konsulats und die völkervertragliche Verpflichtung deutscher Behörden, russischen Behörden Auskünfte zum Fall zu erteilen, ergibt sich daraus, dass Lisa russische Staatsangehörige ist. Statt daraus ein großes Aufsehen zu machen, hätte Herr Steinmeier aus meiner Sicht ein schlichtes "Ja, werden wir machen und haben nichts zu verbergen" antworten können.

4. Können Sie bitte etwas zum Stand des Ermittlungsverfahrens sagen?

Nach derzeitigem Stand liegen objektive Beweismittel gegen 2 volljährige Männer vor, die Lisa im Oktober 2015 sexuell missbraucht haben. Beide Männer haben zudem die Tat in Beschuldigtenvernehmungen gestanden. Meines Wissens hat die Staatsanwaltschaft bisher noch keine Anklage erhoben. Wir rechnen damit in Bälde.

Zu Lisas Verschwinden im Januar 2014 haben die zuletzt mitgeteilten polizeilichen Ermittlungsergebnisse, wonach Lisa bei einem volljährigen jungen Mann übernachtete, es dort aber zu keinen sexuellen oder sonst strafbaren Handlungen gekommen ist, nach wie vor Gültigkeit. Die Unschuldsvermutung und taktische Erwägungen verbieten es mir, die daran bestehenden Zweifel zu thematisieren. Die Familie und das Kind sind durch die mediale Hetzkampagne gegen sie so zermürbt, dass nach derzeitigem Stand ein aktives Vorgehen gegen prozessuale Entscheidungen in diesem Zusammenhang nicht angedacht sind.

Mit freundlichen Grüßen

A.Danckwardt
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Maren

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Anne will, aber kann nicht

BeitragMo 10. Okt 2016, 15:45

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist langsam an der Zeit Ihr Konzept mit den Polit-Talk-Shows zu überarbeiten. Die gestrige Anne Will "Veranstaltung" war an Peinlichkeit kaum zu überbieten.

Weshalb wird der Oberlobbyist Kornblum eingeladen, der in den Aufsichtsräten von Thyssen Krupp, Bayer und Motorola sitzt und überall seine Finger im Spiel hat (ich empfehle mal Google). Der Mann verdient an den Konflikten und ist Teil des Problems.

Über Norbert Röttgen muss ich kein Wort verlieren. Ein Dampfplauderer ohne viel Wissen und wenig Verstand. Die Süddeutsche hat das mal schön beschrieben: Von unersetzlich bis unbrauchbar: http://www.sueddeutsche.de/politik/entl ... -1.1363225 Dieser Formulierung kann ich beipflichten.

Der Kujat war ein Lichtblick. Wenigstens einer, der die Hintergründe kennt und der nicht mehr unter das "betreute Denken" fällt. Sein "von Diplomaten und Politikern kriegt man nie die reine Wahrheit, von der ganzen zu schweigen." trifft es auf den Punkt.

Anne Will will, aber kann nicht. Sie ist nicht informiert, wie es überhaupt zu dem "Syrienkonflikt" kam. Kein Hintergrundwissen sondern nur Nachbeten von Propagandasprüchen, wie sie uns tagtäglich von den einschlägigen Nachrichtenagenturen (das härteste ist ja noch immer die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" siehe den ARD Weltspiegel-Bericht dazu) berichtet werden.

Kein Wort, wer diese mehr als 40(!!) "gemäßigten Rebellengruppen" überhaupt sind, die von den USA mit Waffen unterstützt werden.

Keine Aufklärung über die Peinlichkeit des "Giftgaseinsatzes" in Ghuta u.a.

Weshalb wird nicht mal der syrische Erzbischof Jean-Clément Jeanbart aus Aleppo gehört? Dessen Schilderungen sehen anders aus. Den Mann könnte man mal einladen. Das ist doch kein Chaot oder Verschwörungstheoretiker. Zumindest könnte man mal googeln, was der so sagt, wenn man schon den Todenhöfer nicht haben will.

Unsere Medien werden dem "Schwarzen Kanal" des Karl-Eduard von Schnitzler immer ähnlicher. Jetzt werden auch noch die Kulturkanäle eingestellt. Ich kann verstehen, dass die Leute keine Zwangsgebühren für Zwangsindoktrination zahlen wollen.

Ich könnte seitenweise weitermachen, aber das wird ja alles nur elektronisch abgeheftet und keiner geht darauf ein.

Freundlicher Gruß mit Hoffnung auf Änderung

xxxxxxx
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Maren

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Kundus, Oberst Klein und kein Ende

BeitragSa 15. Okt 2016, 20:01

Kundus, Oberst Klein und kein Ende: Für wie blöd halten Sie die Bevölkerung ?

Werte Damen und Herren,

der u.a. Artikel wurde bereits am 18.01.2010 in der Jungen Welt veröffentlicht.
Sie behaupten Oberst Klein habe nach eingehender Prüfung nicht feststellen können, daß sich Zivilisten im Zielbereich befanden. Die Faktenlage war schon damals eine andere, kennen Sie überhaupt die offenkundigen Quellen Ihrer US-amerikanischen Verbündeten ?
Der Herr Oberst Klein war weder Willens zu prüfen, noch hat er seine verbündeten US-amerikanischen Piloten erhören wollen, die etwas anderes sahen ...

Wenn in diesem Lande, im Antlitz von mehr als 100 Toten, so offenkundig verlogen geurteilt wird, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Ton rauher wird. Hut ab, es ist weit gekommen mit Ihrer deutschen "Rechtsstaatlichkeit".

Im Jahre 2009 wurde noch der Minister gewechselt, heute, im Jahre 15 nach Beginn des Afghanistankrieges II, wird fleißig totgeschwiegen.

Wenn Abgeordnete zu diesem Vorgang schweigen, wenn Soldaten Ihrer Parlamentsarmee unter dem Deckmantel der Fahrlässigkeit in Zukunft als Rambo im Ausland auftreten dürfen, fällt mir nicht mehr viel dazu ein. Sich Erfolge an die Brust zu heften und für Dinge, die "daneben" gehen, nicht verantwortlich sein - das ist Kindergarten, aber nicht die große Gruppe.

Ich darf an dieser Stelle in Erinnerung rufen, daß sich die Bundesrepublik Deutschland wegweisend herausnimmt, auch unter Mißachtung des Protests der syrischen Regierung auf syrischem Gebiet zu operieren. Das verletzt klar die völkerrechtlichen Normen, damit das Grunsetz und ist auch von strafrechtlicher Relevanz. Das sollte auch jedem Bundeswehrsoldaten klar sein. Und wie sehen diese Spitzbuben aus? Ein einizges Jammerbild:

https://www.youtube.com/watch?v=33EuASm8hQ4
https://www.youtube.com/watch?v=DRVaAbkEIlc ab Minute 21:30
https://www.youtube.com/watch?v=5rQVwLfCIV8
https://www.youtube.com/watch?v=fG0hMD7rITM

Vielleicht sollten Sie in einer ruhigen Minute bedenken, wie es aussähe, wenn andere Nationen hier derartige Verhaltensweisen an den Tag legten. Gründe gäbe es mittlerweile genügend, hier einzumarschieren !

Hochachtungsvoll
xxxxxxx*

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Re: Leserbriefe

BeitragSa 22. Okt 2016, 20:09

Hallo die Damen und Herren,

beim ZDF sitzen wir in der ersten Propagandareihe; danke für die Aufklärung, die Unterstellungen,
Diffamierungen, Falschbehauptungen.

Die Analyse Ihres neuesten Machwerks finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=hXnY-0rGpWY
https://www.youtube.com/watch?v=1Fut8Neppjs

Frontal scheint primär Ihr Bestreben zu sein, die deutsche Bevölkerung in Stellung gegen Rußland zu
bekommen.


Mit freundlichen Grüssen,
xxxxxxx*

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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragSo 30. Okt 2016, 11:52

Sehr geehrte Frau Pohl-Laukamp,

ein erneuter Tiefpunkt der Berichterstattung wurde meiner Meinung nach erreicht. Bereits gestern waren überall, nicht nur in den sog. Leitmedien, die Berichte über die vielen getöteten Zivlisiten bei einem Angriff der US-Koaltition in Syrien zu lesen. (s. unten) Selbst in kleinen Nachrichtenseiten, die nur die wichtigsten Tagesmeldungen bringen, wie die ad-hoc-news, brachten diese Nachricht. Wo wurde sie verschwiegen? Bei der "Tagesschau". Ausgerechnet, wo gerade die "Tagesschau" seit 1. Oktober 2015 alle paar Tage Nachrichten über die russischen Angriffe bringt und auch dann, wenn es keine offizielle Meldungen darüber gibt, scheut ARD-aktuell keine Kosten und Mühen, um diesbezüglich fast täglich die Zuschauer ausschließlich über die russischen Angriffe zu informieren, obwohl die sog. US-Koalition schon viel länger Einsätze in Syrien fliegt, natürlich auch bereits mit hunderten toten Zivilisten. (Gleich nach dem Pariser Anschlag flog Frankreich Angriffe auf al Rakka, wo natürlich auch viele Zivilisten dabei starben.)

http://airwars.org/

Frau Pohl-Laukamp, ich war immer schon politisch sehr interessiert und verfolge das politische Geschehen in Deutschland, aber auch weltweit mit großer Aufmerksamkeit. Das ist ein bedeutender Teil meines Lebens. Natürlich ist der Syrienkrieg und der Ukrainekrieg das, was mich am meisten bewegt. Wir sind alle friedliebende Menschen, gerade auch wir Deutschen, aufgrund unserer Geschichte. Die Thematisierung des Ukrainekrieges in der Berichterstattung von ARD-aktuell ist ein eigenes Kapitel, das ich hier nicht vertiefen werde. Die Anmerkung, dass der ARD-Programmbeirat diese kritisierte, ohne dass sich anschließend daran irgendwas geändert hätte, gestatten Sie mir bitte.
(Zwei Drittel aller Zuschauer vertrauen dieser Berichterstattung auch gar nicht. Die Gründe dafür sind lang)

Ich verfolge die Pressekonferenzen des Außen- und des Verteidigungsministerium. Fragen von Journalisten zum Syrieneinsatz der Bundeswehr werden dort gar nicht, oder ausweichend beantwortet. Dazu soll die Bevölkerung, sicherlich aúch aufgrund der Beteiligung der Bundeswehr nichts weiter dazu erfahren. Dass ARD-aktuell bez. dieser Berichterstattung die Haltung der Bundesregierung widergibt, ist offensichtlich.

Weiterhin hat Russland und Putin als das Böse zu gelten und dies wird befeuert, dass einem fast schwindelig werden kann. Ausgewogenheit diesbezüglich, wie es jede Nachrichtenredaktion machen soll, erst recht solche die vertraglich dazu verpflichtet sind , sollte selbstredend sein. Ein riesiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk wird von allen Deutschen diesbezüglich finanziert, ob diese das Angebot nützen oder nicht. Ich bin für die Öffentlich-Rechtlichen, verlange aber, dass die Mindeststandards eingehalten werden.

Würden sie das, würde ich Ihnen heute nicht schreiben. Ich halte mich allgemein und politisch gesehen für genausogut informiert und ausgebildet wie Sie. Normalerweise finde ich in der "Tagesschau" das, was auch die sog. transatlantisch geführte Presse widergibt. Dass nun selbst die Nachrichten dieser Presse in der "Tagesschau" den Zuschauern verschwiegen werden, war noch nie da und es fällt mir ganz schwer, dies noch mit den passenden Worten zu kommentieren. Seit heute sind bei mir die letzten Zweifel beseitigt worden, dass die ARD-aktuell-Redaktion ganz klar regierungsgesteuert ist. Längst ist die Glaubwürdigkeitskrise auch von ARD-aktuell, nicht nur aus meiner Sicht, ein ernshaftes Problem für unsere Demokratie geworden. Nicht nur durch ehemalige Mitarbeiter (Wolfgang Herles, Christoph Maria Fröder, Nicolaus Brender usw.) sondern auch durch praktizierende Mitarbeiter, ist die Öffentlichkeit informiert. Bücher darüber erscheinen fast wöchentlich.

Es ist ein ganz klares Faktum, dass mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Hetze gegen Russland betrieben werden muss und Meldungen, die eine Kritik an der Bundesregierung zur Folge haben könnte bei ARD-aktuell mit allen Mitteln unterbunden werden müssen. Vom einfachsten Mitarbeiter bis zum Rundfunkrat ist eine undruchdringliche Phalanx aufgebaut worden, wo nichts dem Zufall überlassen wird. Man muss nur die Reaktionen und Kommentare verfolgen, wenn sich von Zeit zu Zeit Verantwortliche in diesem System gegen harsche Vorwürfe zur Wehr setzen wollen. Versuche, Menschen für dumm verkaufen zu wollen, sind so was von naiv, dass man nur ungläubig staunt.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXX*

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Re: Leserbriefe

BeitragSo 6. Nov 2016, 12:45

Post an die Zuschauerredaktion des ZDF:

Ein so schwieriges Thema der Anstalt gestern, das eigentlich alle BürgerInnen bewegt (ca. 75% der Deutschen wollen keinen Krieg) so sachgerecht, sauber recherchiert und spannend aufbereitet zu haben, ist schon großartig.

Es begann sehr richtig mit dem völkerrechtlichen Begriff "Angriffskrieg", den viel zu wenige gebrauchen, weil er deutlich macht, wer der Aggressor ist und was Reaktion/Verteidigung ist.

Trotz abstrakter Analysen sprachen die konkreten Fakten die erschreckenden Wahrheiten, die wir selten im Öffentlichen zu hören bekommen. Folgerichtig wird in der Sendung dem "Normalverbraucher" mit dem üblichen Medienbild "Russland ist Schuld" ganz schön und witzig widersprochen und er selbst decouvriert.

Anmerkung am Rande: wie konnte im Deutschlandradio Kultur eine so hundsmiserable Anti-Russland-Propaganda im Kinderprogramm Kakadu Fuß fassen?? Folgendes würde auch noch in den Kakadu passen, nämlich die Beförderung des Oberst Klein!

Die Parodie auf Clinton und Trump mündete in die richtige Frage: Was ist schlimmer, vier Kriege anzuzetteln oder 40 Frauen anzumachen (frei zitiert)

Man muss sich die Sendung mindestens zweimal ansehen, eine unterhaltsame, spannende Lehrstunde par excellence

meint die Diplom Pädagogin

XXXXXXX

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Inforadio vom rbb, Interview zur US-Wahl

BeitragDo 10. Nov 2016, 23:12

Die Dame zieht ja stark vom Leder.

Den Präsidenten der RF aber als seit Jahren expansionistisch zu diffamieren, ohne irgendwelche Belege vorzubringen, ist in meinen Augen offene Hetze und widerspricht damit nicht nur dem Gebot objektiver Information, sondern auch dem Friedensgebot. Sowas wollen Sie noch vom Bürger bezahlt haben???

Es sei nur an den NATO-Wiederaufmarsch erinnert, an die seit spätestens 2012 in Westeuropa geplante (2014 vollzogene Verlegung von 6.000 Panzern und gepanzerten Fahrzeugen aus Glocestershire nach Mönchengladbach, später von 800 US-Panzern nach Grafenwöhr, die Steuerung von Terrordrohnen per Ramstein, die nun verfügte Erhebung der 20 (stimmt die Zahl überhaupt noch?) in Büchel lagernden Atombomben durch "Modernisierung" in den neuen Stand strategischer Waffen) und seither viele, viele weitere Mosaiksteine, der größte Coup - trotz anderslautender mündlicher Zusagen u.a. von Genscher - die NATO-Erweiterung nach Osteuropa, vom Baltikum ans Schwarze Meer, plus jetzt die von Stoltenberg angekündigte Stationierung hunderttausender Soldaten in Osteuropa, zusätzlich der mit Blut teils herbeigeführte, teils befeuerte Umsturz in der Ukraine durch finanzielle Reanimation des ukrainischen Faschismus usw usw.

Was meinen Sie, was los wäre, würde die Russische Föderation als Reaktion, womöglich gemeinsam mit China, an den USA-Grenzen Stützpunkte errichten, z.B. Abwehrsysteme zur Bekämpfung indonesischer Raketen ?? Nein, die wesentliche Strategische Maßnahme bestand darin, in Kaliningrad 40 auf den provozierenden Westen gerichtete Atomraketen aufzustellen.

Die aktuelle deutsche Außenpolitik, wenn man das so nennen darf, und Sie als ihre mediale Gewalt, reißt heute mutwillig ohne nachzudenken mit dem A... die europäische Sicherheitsarchitektur ein, die kompetentere Vorgängergenerationen von Politikern, die sich noch dem Friedensgebot des Grundgesetzes verpflichtet fühlten und denen Kriegsfolgen teils noch in den eigenen Knochen steckten, in zähen Verhandlungen mit den Partnern auf der anderen Seite, die auch ihr Sicherheitsbedürfnis haben, aufbauen konnten.

Es tut mir leid für Sie und andererseits protestiere ich dagegen, dass sich Ihre karrieregeilen oder einfach nur dummen Leute für so ein - leider gefährliches - Schmierentheater hergeben. Und dann heben sie ab und glauben (wie auch die von ihnen wiederum gefütterte politische "Klasse" auch noch an den selber fabrizierten (oder vorgegebenen) Blödsinn wie im Fall der US-Wahlen.

Ihre Interviewpartner und -innen mögen nicht vergessen, dass es immer Europa (Napoleon, die Entente, Deutschland) war, das Krieg gegen Russland bzw. Sowjetunion vom Zaun gebrochen hat. Jetzt ist es offenbar wieder soweit. Nicht umgekehrt. Sie mögen ebensowenig vergessen, dass die RF das einzige Land ist, das auf Bitten der rechtmäßigen syrischen Regierung im Lande islamistischen Terror versucht einzudämmen, zusätzlich auch im eigenen Interesse. (Herr Putin bittet die westlichen Staaten regelrecht, man möge doch gemeinsam die Terrorismus bekämpfen - ungehört. Wie unklug ist das denn!)

Illegal im Land ist die breite Koalition aus -zig Staaten vor allem des Westens, denen es vorrangig um einen Regime Change geht - nur weil ein Herr Assad sich nicht bedingungslos den Pipelineplänen des Westens unterworfen hatte.

Über die zahlreichen Gesprächsangebote der russischen Regierung - zum beiderseitigen Vorteil, versteht sich - bringen Sie kein Wort!!! Oder habe ich da etwas verpasst?

Ich fordere Sie auf, derartiges zu unterlassen und sachlich ausgewogen, korrekt und objektiv zu berichten, zu interviewen und zu kommentieren.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXX*

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Maren

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Betreff: Heckler & Koch

BeitragDi 29. Nov 2016, 18:56

An: christian.thiels@swr.de

Betreff: Heckler & Koch

Sehr geehrter Herr Thiels,

danke für Ihren Beitrag.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hec ... h-105.html

Wenn Heckler & Koch sich nun über die guten Geschäfte freut die sie so gemacht haben, kann das für keinen Bundesbürger der Anstand besitzt, Grund zu Freude sein, im Gegenteil. Heißt dies doch nichts anderes, als dass so viele Heckler & Koch-Waffen wie noch nie im Umlauf sind. Und was machen die G3, G36 usw. so? Genau, schießen und zwar maximal mit Dauerfeuer.

Sehr schön formuliert mit den "Soft Targets". Klingt so unglaublich soft.
http://www.juergengraesslin.com/

Als vor zwei Wochen Dr. Jürgen Grässlin in Augsburg war, konnten wir Zuhörer und Zuschauer aus erster Hand sehen, wie es ausschaut, wenn Menschen nach einem Massaker durchsiebt auf einem Haufen zusammengeschossen dalagen. Gewöhnungsbedürftig.

http://www.zeit.de/2015/38/mexiko-bunde ... ckler-koch
http://www.amnesty.de/journal/2015/augu ... -des-todes

Warum wird ein Vortrag von Dr. Jügen Grässin denn nicht mal vom SWR übertragen?

Das wäre mal im Interesse der GEZ-Zahler. Dann könnten diese auch mal ein bißchen mitreden. Ich meine Demokratie und so; unseren Mächtigen mal ein bißchen auf den Zahn fühlen. Unsere GEZ-Sender möchten doch gerne eine Art 4. Gewalt sein. Auf alle Fälle genießen Leute wie Dr. Grässlin zu Recht hohes Ansehen. Das kann man von denen, die tödliche Geschäfte machen, nun nicht gerade behaupten. Das mögen wir Deutsche nicht.

Man muß sich die Erzählungen von Herrn Grässlin anhören, wie er vor Ort, z. B. in Mexiko, das Gespräch mit den Angehörigen sucht, die ihm, nachdem sie Vertrauen ausgerechnet zu einem Deutschen gefasst haben, erzählen, dieses G3, oder dieses G36 hat meinen Sohn oder meine Tochter durchsiebt. Kann man sich nicht vorstellen. Aber Geschäfte haben halt Priorität.

Und die Waffen können nun ja wirklich nichts dafür und auch nicht wissen, wer schlussendlich mit ihnen schießt. Kein(e) Gewä(e)hr, wie beim Lotto. Verantwortung beim Endverbraucher sozusagen. Und das Argument der Verantwortlichen immer, wenn wir nicht liefern, liefert jemand anderes ist unzutreffend und widerlegt.

http://www.taz.de/!5343277/

Damals, 1989 habe ich diese Gebiete bei meiner Lateinamerika-Radtour noch bereist. Kann man heute getrost vergessen
Und der IS? Nun, der schießt auch deutsch. Machmal schießen dann beide Seiten deutsch. Mordsgeschäfte halt.

http://www.die-tagespost.de/bdquo-Unter ... 456,166774
http://de.radiovaticana.va/news/2016/10 ... in/1263706
http://www.katholisches.info/2014/04/11 ... ten-video/

(Kann die Waffen nicht identifizieren.) Geschäft ist nun mal Geschäft.

http://www.infosperber.ch/Politik/Syrie ... Gas-und-Ol
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/s ... 30492.html

Auch mein Schlussresümee: Arbeitsplätze in Rüstungsbetrieben sind High-Tech-mäßig und können transformiert werden.

Unser Weihnachtsurlaub geht wieder nach Costa Rica. Die haben 1949 das Militär abgeschafft und deswegen mit den höchsten medizinischen und sozialen Lebensstandard.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXXX*
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragMo 19. Dez 2016, 07:49

Beim EU-Gipfel sollen alle festgestellt haben, dass „wir viel weniger tun können, als wir gern tun würden“. So Frau Merkel. Was im syrischen Aleppo passiert, sei zum Schämen und breche das Herz.

Es ist eine Unwahrheit, die auch noch über die Medien verbreitet wird. Westliche Geheimdienste und Verbündete wie als Beispiel die Saudis finanzieren Söldner und den Waffennachschub, wie auch schon hier zu lesen war. Das könnte der Westen stoppen, ohne Geld würde plötzlich der Feind fehlen, und außerdem käme endlich die UNO-Charta zu ihrem Recht, denn es ist verboten, gewählte Präsidenten gewaltsam stürzen zu wollen. Auch wenn sie russlandfreundlich sind, auch wenn dies in der Ukraine, Irak und Libyen so „gut“ geklappt hat. Mit Folgen, die die Urheber billigend in Kauf genommen haben.
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragMo 19. Dez 2016, 19:54

To.: info@DasErste.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

lassen Sie mich folgendes zitieren:
Die souveräne Antwort auf Fake News ist nicht bevormundender Gouvernanten-Journalismus, sondern die Stärkung von Medienkompetenz und Rückerwerb von Glaubwürdigkeit durch solide und saubere journalistische Arbeit. Argumente statt Autorität. Vorbild statt Verbot.
https://www.heise.de/tp/news/Fake-News- ... 69020.html

Die Äusserung von Frau Mikich stellt eine Forderung nach Zensur statt. Ein unterirdische unerträgliche Forderung, die vor Geschichtsvergessenheit nur so strotzt.

Ich muss Sie allen Ernstes fragen: Haben Sie eigentlich (mittlerweile) noch alle Tassen im Schrank?

Anstatt Ihre eigenen Fake News, mit denen sich mittlerweile Archive füllen lassen, in die Kritik zu stellen, wollen sie offensichtlich die kritische Berichterstattung mundtot machen.

Sie machen mich in der Tat sprachlos.

Mit freundlichen Grüssen,
xxxxxxx*

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Re: Leserbriefe

BeitragDi 20. Dez 2016, 15:23

Warum wir dazu geschwiegen? Fake News oder Irrelevant ??
Sehr schön - gibt es schon eine Mindeststrafe für Irreführung der Öffentlichkeit ???

Der Ständige Vertreter Syriens vor den UN, Baschar al-Dschafari, hat gestern vor dem UN-Sicherheitsrat die vollständige Namensliste der sich in Ost-Aleppo versteckenden ausländischen Militärs und Geheimagenten verlesen, darunter Geheimdienst-Offiziere aus den USA, Israel, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und der Türkei. Laut Dschafari ist die Präsenz dieser ausländischen Agenten auch Grund für die „hysterischen Aktivitäten“ im UN-Sicherheitsrat zur „Evakuierung von Rebellen" aus Ost-Aleppo.
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Re: Leserbriefe

BeitragSo 5. Feb 2017, 19:16

Herrn
MdB Thomas 0ppermann
Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Bundestag / Berlin




Betr.: Meldung in den Nachrichten des DLF v. 5. Februar 2017 und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung No. 5/2017: «Zurück nach Afrika» und Ihr Gastbeitrag «Wir brauchen eine kontrollierte Einwanderung»

5. Februar 2017 Sagres / Algarve / Portugal

Sehr geehrter Herr Oppermann,
ich bin nicht der Meinung, dass der neue Weg in der Flüchtlingsdebatte heißen darf «Zurück nach Afrika». Selbst das Auswärtige Amt nennt die Verhältnisse in einigen Flüchtlingslagern in Nordafrika „KZ-ähnlich“. Nun wollen Sie, wie der Bundesinnenminister de Maizière, dass die Flüchtlinge nach Nordafrika «zurück geschafft werden». Glauben Sie wirklich, dass man so das Schleuserproblem im Mittelmeer lösen kann?
Der Libysche Staat wurde von den USA und der NATO zerbombt, ist als Staat nicht mehr vorhanden. Nun Marokko und Tunesien als einen demokratischen Hort von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu sehen liegt wohl daneben.
Noch gibt es in der Bundesrepublik heute das Recht auf Asyl.
Ihr Vorschlag, das Flüchtlingsproblem mit «Zurück nach Afrika» lösen zu wollen – führt in ein zweites Abenteuer wie das mit der Türkei und seinem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Wollen Sie das?

Mit freundlichem Gruß
xxxxxxx*

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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragMo 6. Feb 2017, 20:57

An den Herausgeber der Wochenzeitung
DIE ZEIT
Herrn Josef Joffe
Gerd Bucerius GmbH & Co.KG
Speersort 1
20095 Hansestadt Hamburg

Sehr geehrter Herr Joffe,

Sie sind als Herausgeber der ZEIT auch Nachfolger von Dr.Gerd Bucerius, der über viele Jahre zusammen mit der verehrten Gräfin Marion von Dönhoff das Denken und das Niveau in der bundesdeutschen Presse ganz tief und erheblich formte und der mit diesem Flaggschiff "Die Zeit" auch das Bild der BRD in der Welt als offen, als liberalen und konservativen Werten gleichermaßen verpflichtet, prägte.

Gemessen an diesen beiden großen Gestalten des an ethischen Grundätzen orientierten Journalismus, wie es ihn tatsächlich in Deutschland in der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gab, sind Sie ein tönern Erz, eine klappernde Schelle, also ein Versager.

Am 22 Januar 2017, 2 Tage nach der Inauguration von Donald Trump als dem neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika äußerten Sie sich während der ARD-Presserunde auf die Anfrage einer Zuschauerin in der Live-Sendung, wie man einen Trump als Präsidenten wieder aus dem Amt bekommen oder jagen könne, in präzisem O-TON: "durch Mord im Weißen Haus".

Die Haltung, halb liegend oder fast schon flegelhaft im Sessel hängend, war wohl Ihrer großen Wampe geschuldet. Die Unbeherrschheit, die zu diesem monströsen Fettbauch führte, ist wohl auch Teil Ihres Charakters und Ihrer geistigen Verfassung. Dick macht eben doch dumm.

Irgendetwas kauend schnodderten Sie wie ein pubertärer Flegel auf die differenzierten verfassungsrechtlichen Ausführungen einer Pressekollegin hinterher "Mord im Weißen Haus" als wäre das noch eine vergessene Option.
Das sagten Sie in einer Live-Sendung.

Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß dies mit Ihrer Position als Herausgeber einer großen und angesehenen deutschen Zeitung völlig unvereinbar ist. Ich mache Sie auch darauf aufmerksam, daß dies wohl eine strafbewehrte Äußerung darstellt.

Schon vor längerer Zeit habe ich Ihre Scharfmacher-Tiraden und ebenso die des Dr. Jochen Bittner satt gehabt und daher mein Zeit-Abonnement gekündigt durchaus mit Bedauern, weil mir seither das Feuilleton der Zeit des öfteren abgeht.
Gerade Ihre Zeitung hängt sich ja besonders rein, wenn es um politische Korrektheit geht. Sie sorgen damit für Verunsicherung, Ängste, wieder geistigen Mief, wo doch der Kampf um die Freiheit des Denkens gerade unsere Geschichte in Deutschland fundamental prägte, verteilen Maulkörbe. Einen großen Aufmacher widmete die Zeit diesem Thema am 3. September 2015 in der Nr. 36 "Was man nicht mehr sagen darf"

Nicht nur daß Sie sich strafbar gemacht haben, viel schlimmer, als prominenter Journalist und Repräsentant der ZEIT haben Sie sich offen antidemokratisch in widerwärtigster Weise geäußert. Ein Aufruf zum Mord ausgerechnet eines gewählten amerikanischen Präsidenten ist das Letzte, was man von einem Herausgeber ausgerechnet der ZEIT erwarten würde. Ich glaube, daß nicht einmal ein rechtes Hetzblatt so unverhohlen einen Mordaufruf öffentlich machen würde.Ein geistiger Brandstifter als Repräsentant der ZEIT geht gar nicht.

Ich empfehle Ihnen sofort zurückzutreten und Ihr Amt einem der mehr Geist und Größe besitzt, also fähiger ist als Sie, zu überlassen. Damit vermeiden Sie, daß die ZEIT noch weiter Schaden nimmt. Ich denke, die Redaktion der ZEIT hat dies ganz überwiegend verdient.

Eine Prüfung der Strafbarkeit Ihrer Äußerung wird von mir veranlaßt.

Hochachtungsvoll

XXXXXXXX*

Der Name des Einsenders ist Herrn Joffe und uns bekannt.

"Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“
Johann Wolfgang von Goethe in Meister Eckhardt
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragSo 9. Apr 2017, 10:09

Sehr geehrte Mitarbeiter der scobel-Redaktion,

auch wenn es schon eine Weile her ist, möchte ich mich zu Wort melden bzgl. Ihrer Sendung zum Thema „Bedingt einsatzbereit“, da ich sowohl die Auswahl der Gäste als auch den gesamten Duktus sowohl der Dokumentation als auch der Diskussion als äußerst problematisch ansehe, um es euphemistisch auszudrücken. Gerade bei so zentralen und unser aller Leben so massiv berührenden Sachverhalten wie Geopolitik, Rüstung und Krieg hätte ich von einer verantwortlich handelnden Redaktion nicht nur eine deutlich ausgewogenere und kritischere Sendung erwartet, sondern auch eine journalistisch redlichere Recherche.

Leider war meiner Ansicht nach das genaue Gegenteil der Fall: eine in ihrer Perfidität und manipulativen Aufmachungs- und Argumentationsstruktur geradezu lehrbuchhafte Propagandasendung für eine massive Erhöhung der Militärausgaben, für noch mehr Bundeswehreinsätze im Ausland, für den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und eine weitere militärische Eskalation des Konfliktes mit Russland. Kurz: NATO-PR zur ideologischen Flankierung geo- und machtpolitischer Interessen der USA und der mit ihnen verbündeten Nationen. Daher auch der Tenor der Sendung: Deutschland muss mehr „Verantwortung übernehmen“ (Neusprech für: sich an mehr Kriegen beteiligen), was natürlich nur möglich ist durch eine massive Aufstockung des Wehretats. Ende der Durchsage. Auftrag erfüllt.

Und nein, ich bin kein russischer „Troll“, sondern ein politisch informierter und aufgeklärter Staatsbürger, der weiß, wovon er schreibt und dafür gute Gründe hat. Und ein Kritiker der autokratischen russischen Politik bin ich auch. Es gibt nämlich durchaus Menschen, die sowohl Russland als auch den Westen kritisch zu betrachten in der Lage sind. Also Bürger mit einer eigenen Meinung, die sich um Ausgewogenheit bemühen. Doch zurück zu Ihrer Sendung.

Schon die Auswahl der Gäste war logistisch gut geplant: zwei Vertreter transatlantischer Netzwerke bzw. Think-Tanks und ein blasser und absolut defensiv und unkritisch argumentierender Friedensforscher, der sich prima zur Simulation von „Ausgewogenheit“ eignete. Das gleiche galt für die Dokumentation: auch hier fast nur Vertreter transatlantischer Institutionen nebst ihren politischen und militärischen Pendants. Und als wäre das noch nicht genug, ein so genannter „Friedensforscher“ (Tilman Brück), der als solcher Sätze von sich gab wie: „Manchmal kann und muss man angreifen. Und dafür sollte Deutschland […] vorbereitet sein“, um auch „Einsätze im ferneren Ausland stemmen zu können“. Unfassbar. Da fällt mir nur noch sehr wenig ein, außer: ich weiß nicht, was Herr Brück beruflich tatsächlich so macht, aber Friedensforscher ist er ganz bestimmt nicht. Wobei, wenn Barack Obama Friedensnobelpreisträger ist, dann passt Herr Brück vielleicht doch in diesen begrifflichen Kontext...

Doch damit nicht genug, denn es kam in Ihrer Sendung leider noch viel schlimmer. Zitat: „Die russische Annexion der Krim bringt 2014 den Krieg nach Europa zurück.“ An dieser Stelle habe ich beschlossen, die laufende Aufnahme der Sendung zu archivieren, um das ganze Ausmaß an journalistischer Manipulation für interessierte Menschen meines Nahbereichs exemplarisch deutlich zu machen. Und das bei einem intellektuell anspruchsvollen Format wie „scobel“. Ein weiterer Beleg dafür, wie ideologisch voreingenommen große Teile unserer (vor allem öffentlich-rechtlicher) Medien bereits heute schon sind. Hier haben die entsprechenden Netzwerker die letzten Jahrzehnte wirklich sehr effektiv gearbeitet. Chapeau!

Erstaunlich auch, wie wenig man sich meiner Meinung nach in bestimmten Redaktionen schämt, vollkommen einseitig zu berichten und sogar ganz unverblümt die Unwahrheit zu verbreiten. Denn erstens hat Russland die Krim nicht annektiert, wie von zahlreichen seriösen Völkerrechtlern und Rechtsphilosophen (z.B. Reinhard Merkel in der FAZ) bereits ausführlich dargelegt wurde, sondern die überwiegend russischstämmige Bevölkerung der Krim hat sich in einem demokratischen und freien Volksentscheid mit einer überwältigenden Mehrheit von über 90% für einen friedlichen Anschluss an Russland ausgesprochen und Russland ist diesem Wunsch nachgekommen. Falls Sie schon einmal etwas vom Selbstbestimmungsrecht der Völker gehört haben: genau dies trifft in diesem Fall exakt zu. Übrigens: als es zu Beginn des Balkankonfliktes in den 90er Jahren zu ähnlichen Abstimmungen kam, die weitaus weniger friedlich und weniger eindeutig ausfielen, war die entsprechende völkerrechtliche Anerkennung im Westen überhaupt kein Problem. Oder gab es damals vielleicht andere (geostrategische) Gründe…

Zweitens hat nicht „die Annexion der Krim“ den Krieg nach Europa zurückgebracht, sondern der verfassungswidrige Putsch gegen die demokratisch legitimierte Regierung unter Janukowitsch sowie der gewaltsame Konflikt waren bereits im Gange und stellten den Grund dafür dar, dass sich die Bewohner der Krim in den Schutz Russlands begeben wollten, um nicht in den eskalierenden Bürgerkrieg hineingezogen zu werden. Perfider kann man diese Sachverhalte gar nicht verdrehen. Und die Kenntnis dieser Sachverhalte ist nun wirklich kein Geheimwissen, sondern mittlerweile jedem auch nur halbwegs an der Wahrheit Interessierten leicht zugänglich. Ich empfehle hierzu z.B. die Lektüre "Russland verstehen" von Gabriele Krone-Schmalz, einer Journalistin alter Schule mit Rückgrat und Verantwortungsbewusstsein, falls Ihnen diese Begriffe etwas sagen.

Ihre aus meiner Sicht manipulative und höchst einseitige journalistische Vorgehensweise empfinde ich persönlich hingegen als zutiefst schockierend. Und zwar derart massiv, dass ich Ihre Sendung bis auf Weiteres nicht mehr anschauen werde. Sie haben für mich damit auch in allen anderen Bereichen Ihre Glaubwürdigkeit eingebüßt. Denn woran soll ich erkennen, ob Sie nicht auch bei anderen Themen ähnlich verfahren und mich auch dort desinformieren?
Ich bedauere diese Entwicklung sehr, denn ich habe Ihre Sendungen häufig als sehr informativ und auf gutem journalistischem Niveau befindlich erlebt. Ein derartiger Verzicht auf alle gängigen Maßstäbe journalistischer Ausgewogenheit und Verantwortung in einem dermaßen sensiblen Bereich, in dem es evtl. um die ideologische Vorbereitung eines Krieges gegen Russland und damit um unser aller Zukunft geht, lässt mich jedoch in einem Maße fassungslos zurück, dass jegliches Vertrauen in Ihre Integrität komplett zerstört ist. Sollten Medienkritiker wie Uwe Krüger und Thomas Meyer sowie "Whistleblower" wie Wolfgang Herles tatsächlich Recht haben in ihrer Einschätzung, dann bleibt einem kritischen und am Frieden interessierten Staatsbürger wohl auch nichts anderes übrig, als Ihnen und Ihren transatlantischen Mitstreitern den Rücken zuzukehren und sich alternativen Medien zuzuwenden. Traurig, aber wenigstens tragen wir an einem möglichen Krieg in Eurasien dann keine ideologische Mitschuld.

An dieser Stelle könnte ich noch viel schreiben über die massive NATO-Expansion gen Russland seit der Wiedervereinigung Deutschlands, über die zahlreichen Kriege und „Regimechanges“ der USA und ihrer Geheimdienste, die zahlreichen US-Militärberater in der Ukraine, die genauen Ereignisse während der Maidanproteste, die um das zehnfache höheren Militärausgaben der NATO gegenüber Russland, über die geopolitischen Vorstellungen führender amerikanischer Politikberater, über Guantanamo, täglich stattfindende völkerrechtswidrige Drohnenmorde der US-Militärs und Geheimdienste, flächendeckende NSA-Überwachungen usw. Oder wie es Helmut Schmidt formulierte: „Für den Frieden der Welt geht von Russland heute viel weniger Gefahr aus als etwa von Amerika.“

Aber ich denke, mit dieser diskursiv-argumentativen Herangehensweisen bin ich bei Ihrer Redaktion sowieso an der falschen Adresse, haben Sie sich doch unmissverständlich als eine transatlantisch ausgerichtete journalistische Interessenvertretung kenntlich gemacht. Und ich vermute, dass Sie damit in jedem Fall auch weiterhin mit der wohlwollenden Haltung Ihrer Vorgesetzten in den jeweiligen Fernseh- und Rundfunkräten und darüber hinaus rechnen können. Inwiefern dies jedoch noch etwas mit integrem Journalismus zu tun hat oder sich nicht vielmehr als ein Puzzleteil in der ideologischen Vorbereitung des nächsten und dann wohl auch ersten Atomkrieges erweisen wird, müssen Sie mit Ihrem Gewissen ausmachen.

In jedem Fall erweist sich die alte Weisheit wieder einmal als zutreffend: „Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge.“ Und die Urheber dieser Lügen sind stets die Regierungen der Länder, die partout in den Krieg ziehen wollen: der inszenierte „Überfall“ auf den Sender Gleiwitz durch die Wehrmacht zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, der angebliche Angriff auf den US-Zerstörer Maddox in der Bucht von Tonkin als Vorwand für die Beteiligung der USA am Vietnamkrieg, die „Brutkastenlüge“ und die Behauptung des Besitzes von Massenvernichtungswaffen des Irak als Vorwand für teilweise völkerrechtswidrige Angriffskriege westlicher Militärs, um nur eine winzige Auswahl zu treffen.

Und nun vielleicht bald die angebliche Annexion der Krim oder der bar jeder Beweise den russischen Militärs bzw. "pro-russichen Separatisten" in die Schuhe geschobene Abschuss der zivilen Passagiermaschine MH17 als Teil einer Kampagne, die Bevölkerungen Westeuropas auf den nächsten Krieg vorzubereiten. Aufgrund alternativer Mediennutzung zum Glück mit dem bisher genau gegenteiligen Effekt: der Desavouierung zahlreicher westlicher Medien als weltanschaulich einseitig bis ideologisch verblendet. Allerdings wird es wohl nur einiger weiterer inszenierter Anschläge bedürfen, für die man dann Russland verantwortlich machen wird, um die Stimmung in der Bevölkerung kippen zu lassen. Die Folgen der Ereignisse um 9/11 sind dafür ja ein geradezu lehrbuchhaftes Paradebeispiel. Damit genug.

Bis auf eine letzte Frage: Wollen Sie tatsächlich mitverantwortlich sein für die ideologische Vorbereitung eines neuen „Kalten Krieges“ oder sogar für einen möglichen „heißen“ Krieg zwischen Russland und der NATO und dem damit verbundenen Tod von zig Millionen Menschen bis hin zum möglichen Ende unserer gesamten Zivilisation als Folge eines globalen Atomkrieges? Wollen Sie das wirklich? Falls ja, befinden Sie sich auf einem guten Weg.

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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragDi 27. Jun 2017, 19:21

Offener Brief an das ZDF. Wer möchte, kann diese Zeilen gerne als Vorlage verwenden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

als öffentlich-rechtlicher Sender ist es eigentlich Ihre Pflicht unabhängige und neutrale Berichterstattung zu gewährleisten.
Stattdessen laden sie - als sogenannten Rentenexperten -Herrn Raffelhüschen ein, der als Wissenschaftler für die kapitalgedeckte private Altersvorsorge ist, im Aufsichtsrat der ERGO-Vericherungsgruppe sitzt und nebenbei die Victoria-Versicherung AG berät.

Dementsprechend fällt auch das Interview aus. Herr Raffelhüschen behauptet allen Ernstes die Rentenversicherung wäre gnadenlos fair, verharmlost Altersarmut und gibt den Leuten, die nicht genug eingezahlt haben quasi selber Schuld.
Jede seiner Aussagen ist von dutzenden Wissenschaftlern mehrfach widerlegt worden, aber Sie interessiert das nicht und stellen seine Aussage als die eines neutralen Experten dar.
So manipuliert man mit absoluten Fake-News Zuschauer, die sich mit dem Thema nicht beschäftigt haben. Das finde ich zutiefst beschämend und einfach nur unglaublich.

Die Heute-Sendung und erst recht das Heute-Journal sind für mich somit ab sofort tabu, was sie betreiben ist kein Journalismus sondern einfach nur schäbige Meinungsbildung auf Kosten der finanziell Schwachen. Ich bin zutiefst enttäuscht und bin damit nicht allein, in meinem gesamten Verwandten- und Freundeskreis herrscht blankes Entsetzen über ihre widerwärtige Form des Journalismus. Damit schaden sie unserer Demokratie nachhaltig.

Hochachtungsvoll
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Re: Leserbriefe

BeitragDo 13. Jul 2017, 21:09

Ein Staat außer Rand und Band

Was darf man von einem Staat erwarten, der die Grenzen anderer souveräner Staaten in Frage stellt ?
Die Bundespressekonferenz dieses Terroristen läßt tief blicken:

http://www.jungundnaiv.de/2017/07/10/bu ... -juli-2017

Verlogener hat sich die Bundesregierung wohl nie zur Frage der Pressefreiheit geäußert. Würde sich ein derartiges Prozedere in Rußland, China oder Venezuela abspielen, wären umstandslos Ultimaten gestellt worden.

Wo bleibt der Aufschrei von Politik und Medien ? Wir erinnern uns noch sehr genau an die freche Forderung Venezuelas, die Akkreditierung von deutschen Journalisten an eine Unterzeichnung einer Erklärung zu wahrhaftiger Berichterstattung zu binden - als ob das ein Problem wäre, oder (?) ... von all dem war hier noch nichteinmal keine Rede !

Und: Wie erbärmlich müssen die Kontrollen am Einlaß gewesen sein, daß Sicherheitsbedenken gegenüber Journalisten nicht ausgeräumt werden konnten?

Vielleicht wird auch die Gewalt der Polizei geahndet: https://deutsch.rt.com/inland/53861-pol ... izist-g20/ - oder hat die Polizei hier alles richtig gemacht, Herr Scholz??

Und vielleicht sollte jemand der Frage nachgehen, inwieweit der vermummte Herr, der ab Minute 2 in MDR-Aktuell am
Donnerstag, dem 06.07.17, 21.45 Uhr zu Wort kam, im Dienste des Verfassungsschutzes stand.
http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a ... 45a6d.html

Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann Feind wird.
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragFr 14. Jul 2017, 20:57

NDR – Sondersendung am 12. Juli 2017 zur Erklärung von Olaf Scholz zu den Vorfällen G 20

Hamburg, 12. Juli 2017

Sehr geehrter Herr Marmor,

ich hatte gehofft, dass beim NDR, auch beim Regionalfernsehen, endlich demokratische Spielregeln Einzug halten. Nach der heutigen Sondersendung - von ca.13 Uhr bis 15 Uhr – ist dem nicht so.

Für den NDR-Programmmacher Jürgen Heuer ist die TV-Sendung aus dem Hamburger Rathaus stets eine CDU-Wahl-Werbesendung. So auch heute. Wohl durfte Olaf Scholz wie der Oppositionschef André Trepoll (so bezeichnete sich der CDU in seiner Rede) unkommentiert von Heuer sprechen. In dem Moment, wo die Aussprache zur Erklärung von Scholz spannend werden würde, war es mit der Übertragung aus dem Plenarsaal der Bürgerschaft vorbei. Als sein Gesprächpartner kam ein Herr Meyer vom Hamburger Abendblatt, das der Funke Mediengruppe gehört, ins Bild.
Nun ging es nur noch um die Hamburger CDU und deren Ansichten zu den Vorfällen am G20 in der Stadt.

Leider ist stets, wenn es um Themen aus dem Rathaus geht, von einer objektiven Berichterstattung keine Spur.
Ist das die Auffassung beim NDR – wie die politischen Themen derzeit behandelt werden?

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Leserbriefe

BeitragSa 15. Jul 2017, 10:39

„Werte" Gniffke-Fakten(er)finder-Gruppe!

In Ihrer Berichterstattung über den G20-Gipfel fehlt mir so ein wenig die Maidan-Rhetorik der Freiheitsfanatikerin Golineh Atai, der Enthusiasmus des Herrn Lielischkies, die profunde Analyse und Hintergrundrecherche von Birgit Virnich. Beinahe hätte ich die überragende Objektivität der Silvia Stöber vergessen. Gibts diese grundlegenden Elemente der unvoreingenommenen, umfassenden Journalistik nur an ausgewählten Schauplätzen der Weltgeschichte?

Fände ich schade
Peter Stribl

Nieder mit dem Zwangsbeitrag für NATO-, EU- und INSM-Propaganda!
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Maren

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Re: Leserbriefe

BeitragMo 7. Aug 2017, 20:15

Betreff: https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten ... index.html

An: info@SWR3.de

Vorweg: Von Techno-Musik halte ich nichts. Aber in dem betreffenden Bericht wird eine Wortwahl verwendet, die bei mir Fragen auslöst. So frage ich mich, ob auch bei anderen Berichten über Bands der schnippische Verweis „ja, die gibt's noch“ mitgeliefert wird oder dieses Privileg Gruppen vorbehalten ist, die auf der Krim auftreten. Das gleiche Interesse wecken die Formulierungen „Elektro-Krach-Song“, „Techno-Trance-Hits gegrölt, „Spasibo“ (danke) gesagt“ und der Rest des schnoddrigen Berichts.

Was aber vorrangig meine Aufmerksamkeit weckte, ist der Hinweis „Denn die Band war illegal im Land.“ Sie können es nennen, wie Sie wollen, aber eine illegale Regierung, die über Illegalität daherschwadroniert, kann mich bestenfalls amüsieren. Dann geht es weiter im sattsam bekannten Brzeziński/NATO-Jargon: „die von Russland annektierte Krim“. Dazu empfehle ich der Redaktion, sich die Sichtweise von Prof. Gabriele Krone-Schmalz mit „ins Boot zu holen“. Denn für Sewastopol gab es einen gültigen Pachtvertrag. Wie kann ich etwas annektieren, das ich ohnehin gepachtet habe?

Darüber hinaus: Soll die Marineeinheit abwarten, bis das Bataillon Asow allen die Kehle durchgeschnitten hat? Davon abgesehen, gab es schon zu Zeiten der Sowjetunion Bestrebungen in der Bevölkerung der Krim, die Schnapsidee Chruschtschows rückgängig zu machen und wieder an Rußland angegliedert zu werden. Was ja schließlich in einem Referendum beschlossen wurde. Man komme mir nicht mit der fehlenden Anerkennung des Resultats dieses Referendums. Denn darauf kann nur die Feststellung folgen, daß je nach Interessenlage der NATO oder der EU das Völkerrecht auch ohne die jeweils betroffene Bevölkerung durchgesetzt wird. Perverse Interpretation sowas.

„Der ukrainische Botschafter Andrej Melnyk sagte der Funke-Mediengruppe: „Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine gravierende Straftat, die weltweit geahndet wird.““, so Ihr Bericht. Da würde mich dann doch interessieren, wie ein Putsch gewichtet wird, in dessen Verlauf verfassungswidrig ein Präsident aus dem Land gejagt wird. Oder wie die Wertung für die Morde von Odessa ausfällt. Die Liste wäre lang, die man solchen Äußerungen entgegenhalten könnte.

Von Relevanz für mich ist allerdings vor allem die Antwort auf die Frage, wie es die Redaktion mit Brzeziński hält. Oder auch das Verhältnis zu Rußland – sind 27 Millionen tote Sowjetbürger aus dem Weltkrieg nicht genug? Denn daß die „Berichterstattung“ der ARD mit Kriegshetze mehr zu tun hat als mit ihrem gesetzlichen Auftrag, liegt für mich auf der Hand, mal unbesehen, woher der Auftrag oder die „Inspiration“ dazu kommt.


Nieder mit dem Zwangsbeitrag für NATO- und EU-Propaganda!
Peter Stribl
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