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Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

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Irena

Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag11. September 2015, 11:53

Ein Beispiel, wie man Fakten auszählt und doch nicht Frage in ihrem Grundsatz beantwortet, kann man auf Spiegel-online lesen. Ein Werk, in dem westliche bzw. amerikanische Wirkung kaum erwähnt wird und damit der Hergang verfälscht wird.
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Maren

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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag15. Oktober 2015, 11:23

ARD, Golineh Atai und die verschwiegene Nähe der Al Qaidazu der vom Westen unterstützten Freien syrischen Armee

Ominöse Protokollanten des Todes: Sie ist eine der wichtigsten Quellen für westliche Medien, wenn es um Berichte über den syrischen Bürgerkrieg geht: die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Oder genauer: die Beobachtungsstellen. Denn es gab zwischenzeitlich mehr als eine Organisation dieses Namens in Großbritannien. Eine Spurensuche.

Irena

Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag24. Oktober 2015, 19:06

Ich hatte gestern in Kopp-Online ein Artikel von Willy Wimmer gelesen. Ich fand ihn sogar zu enthusiastisch in Bewertung der Russischen Eingriff in Syrien. Die Situation ist zu komplex, um jetzt eindeutig zu beurteilen. Zu viele "Finger" in Spiel und dazu kommt auch davor nicht gewesener Faktor - antirussischen Ressentimente, die ungewöhnliche Allianzen geben könnte.
Folgende Passage fand ich interessant und würde dankbar, wenn ihr mir nach Quellensuche helfen könnten:
Es sollte nicht vergessen werden, dass in Syrien die Dinge anfingen drunter und drüber zu gehen, als nach internationalen Presseberichten eine Einigung zwischen Israel und Syrien über die von Israel besetzten und Syrien gehörenden Golan-Höhen anstand. Sollte das zutreffen, dann musste im Nahen Osten mit allen Mitteln eine friedliche Perspektive verhindert werden.
in Die Welt hält den Atem an: Putins Hilfe für die Regierung Assad entscheidet über unser aller Schicksal , 23.10.2015

Barish

Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag25. Oktober 2015, 19:38

Irena hat geschrieben:Ich hatte gestern in Kopp-Online ein Artikel von Willy Wimmer gelesen. Ich fand ihn sogar zu enthusiastisch in Bewertung der Russischen Eingriff in Syrien. Die Situation ist zu komplex, um jetzt eindeutig zu beurteilen. Zu viele "Finger" in Spiel und dazu kommt auch davor nicht gewesener Faktor - antirussischen Ressentimente, die ungewöhnliche Allianzen geben könnte.
Folgende Passage fand ich interessant und würde dankbar, wenn ihr mir nach Quellensuche helfen könnten:
Es sollte nicht vergessen werden, dass in Syrien die Dinge anfingen drunter und drüber zu gehen, als nach internationalen Presseberichten eine Einigung zwischen Israel und Syrien über die von Israel besetzten und Syrien gehörenden Golan-Höhen anstand. Sollte das zutreffen, dann musste im Nahen Osten mit allen Mitteln eine friedliche Perspektive verhindert werden.
in Die Welt hält den Atem an: Putins Hilfe für die Regierung Assad entscheidet über unser aller Schicksal , 23.10.2015


Da scheint durchaus was dran zu sein. Eigenaussagen eines US-Diplomaten, Frederic J. Hof, der Aussichten solcher diplomatischer Gespräche im Frühjahr 2011 angibt, wären hier zu finden:

http://www.atlanticcouncil.org/blogs/sy ... a-so-wrong

Daraus:

[...] Assad, told me in late February 2011 that he would sever all anti-Israel relationships with Iran, Hezbollah and Hamas and abstain from all behavior posing threats to the State of Israel, provided all land lost by Syria to Israel in the 1967 war—all of it—was returned. My conversation with him was detailed in terms of the relationships to be broken and the behavior to be changed. He did not equivocate. He said he had told the Iranians that the recovery of lost territory—the Golan Heights and pieces of the Jordan River Valley—was a matter of paramount Syrian national interest. He knew the price that would have to be paid to retrieve the real estate. He implied that Iran was OK with it. He said very directly he would pay the price in return for a treaty recovering everything.

Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu was interested. He was not at all eager to return real estate to Syria, but he found the idea of prying Syria out of Iran’s grip fascinating. And the negative implications for Hezbollah of Lebanon following Syria’s peace accord with Israel were not lost on him in the least. Although there were still details to define about the meaning of “all” in the context of the real estate to be returned, Netanyahu, too, knew the price that would ultimately have to be paid to achieve what he wanted.

But by mid-April 2011 the emerging deal that had looked promising a month earlier was off the table. [...]


Als wesentlich differenziertere Gegendarstellung zur grobschlächtig geschnitzten Skizze, "Assad sei an allem schuld", die auch Herr Hof hier ausbreitet, reiche ich folgenden Link:

http://diewirklichewirklichkeit.com/201 ... i-monaten/

Zusammenfassend: Ein reformbereiter Präsident - der gleichzeitig Demonstranten niederschießt, deren Forderungen nach Reform er nachkommt? Der einen Polizeikommandeur, unter dessen Ägide in Deraa die Sicherheitskräfte definitiv zu hart vorgingen - aus Überforderung und/oder Unfähigkeit -, entlässt statt ihn, dem "Schlächterimage" gerecht zu befördern? Und viele Widersprüche mehr zum vorgegebenen Leitbild "Assad der Schlächter gegen friedliche Demonstranten", die fatal deutlich an die Ereignisse in der Ukraine Ende 2013 bis Anfang 2014 erinnern.
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Maren

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ZDF-Syrienberichterstattung in der Kritik

Beitrag26. Oktober 2015, 11:52

Kennste einen Bombenangriff, kennste alle: Das „heute journal“ nimmt’s in Syrien nicht so genau: Am vergangenen Freitag berichtete das „heute journal“, wie die russische Luftwaffe in Syrien nicht nur Stellungen des IS bombardiert, sondern auch Städte, die von der oppositionellen Freien Syrischen Armee kontrolliert werden.

Ein par Tage später erzählt Claus Kleber (02:58 - 03:18 min), ohne mit der Wimper zu zucken, die Russen würden alle Kräfte, die gegen Assad kämpfen, bombardieren - außer dem IS. Behauptungen wie diese, lassen immer wieder am Verstand der Redaktion zweifeln. Vielleicht nimmt da endlich mal jemand zur Kenntnis, dass es alternative und vor allem glaubwürdigere Quellen gibt, als die straff parteiisch ausgerichtete Nachrichtengebung des ZDF. Wer in den Nachrichten noch immer von "Fassbomben oder Giftgas auf das eigene Volk" faselt, hat komplett den Bezug zur Realität verloren.

Die Satiresendung "Anstalt" gibt als Handreichung zu ihrem Programm einen Faktencheck heraus. Wann werden Kleber & Co. bzw. die Nachrichtensendungen "heute" und "heute-journal" endlich auch dazu übergehen?

In Syrien beginnt langsam und allmählich (Dank der Intervention Russlands) wieder Ordnung einzuziehen. Diese Ordnung könnte sich, auch in Bezug auf die dramatische Flüchtlingssituation, wesentlich schneller wieder herstellen lassen, wenn die EU und damit auch Deutschland die verbrecherischen Sanktionen gegen das syrische Volk auf der einen Seite und die Waffenlieferungen an die "echten" Despoten auf der anderen Seite aufheben würde. Vielleicht ließe sich mal ein Nachrichtenableser im ZDF dazu herab und machte auf diese Option aufmerksam?
Dateianhänge
Faktencheck die Anstalt.pdf
(113.36 KiB) 381-mal heruntergeladen

Irena

Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag26. Oktober 2015, 12:51

Vielen Dank, Maren... Sehr interessanter Link. habe zu meinen Favoriten zugefügt :P

Ich hatte die Vermutung, dass die Welle des arabischen Flüchtlings nicht nur auf Facebook und Handys-Kontakte zurückzuführen ist. Irgendwann wird Öffentlichkeit die Wahrheit "offiziell" erfahren, wann die Geheimdokumente werden freigegeben, wenn die Generation der Politiker, die maßgeblich es gestalteten schon weg werden etc.

Irena

Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag26. Oktober 2015, 13:47

Korrektur:
ich Maren danke für die Forum und ihres Engagement :P , in mein obigen Beitrag meinte ich aber Barish. Danke für den Link...
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Maren

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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag3. November 2015, 13:25

Fassbomben, Fassbomben

„In der deutschen Berichterstattung über den Krieg in Syrien bleiben die Quellen oft ungenannt” von Karin Leukefeld

Zweifellos bedroht jede abgeworfene Bombe Leben und Gesundheit von Menschen, doch um die Aussagekraft der Umfrage zu erfassen, gehört es zum journalistischen Handwerk zu sagen, wer die Befrager sind.

Kürzlich meldete sich das US-Internetmagazin »Counterpunch« mit einem »Nützlichen Syrien-Spickzettel für Medien-Propagandisten« zu Wort. »Sprich immer wieder über Fassbomben, aber sag nie, dass die erstmals von der israelischen Luftwaffe 1948 und später von der US-Luftwaffe in Vietnam 1968 eingesetzt wurden«, heißt es da. Wiederhole immer wieder »Fassbomben, Fassbomben« und mach klar, dass sie vom syrischen Regime »gegen sein eigenes Volk, gegen sein eigenes Volk, gegen sein eigenes Volk« eingesetzt werden. Der Spickzettel empfiehlt weiter, nie zu erwähnen, dass die überwiegende Mehrheit der Toten in Syrien Soldaten der syrischen Armee (mindestens 84 000) und Kämpfer der bewaffneten Gruppen (mindestens 73 000) sind. Auf keinen Fall solle man über Bahrain sprechen, das einen Aufstand niedergeschlagen habe oder über Saudi-Arabien, das seit sechs Monaten Jemen bombardiert. Auch, dass die überwiegende Mehrheit der Leute, die in Syrien friedlich demonstriert hätten, keinen bewaffneten Aufstand wollten, sondern einen Dialog darüber, wie die Macht geteilt werden könne, solle man nie erwähnen.

Der Autor des Spickzettels, Gary Leup, Professor für Geschichte und Religion an der Tufts Universität (Massachusetts, USA) hält mit seiner scharfen Satire auch deutschen Medien den Spiegel vor.

»Assad tötet sieben Mal mehr Menschen als der IS«, ist ein Argument, das unter anderen von einer Expertin der Berliner Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) bei einer Rundfunksendung (WDR 5, 28.9.2015) eingebracht wurde. Auf Nachfrage der Autorin, was die Quelle dieser Angabe sei, hieß es, die Zahlen stammten vom »Syrian Network for Human Rights« und seien »grafisch aufgearbeitet« (worden) von »The Syria Campaign«.

Ein Blick auf die jeweiligen Internetauftritte der genannten Gruppen zeigt, dass sie mit Fotos und Grafiken über grauenhafte Zustände in Syrien wie Werbeportale für einen »Regierungswechsel« (Regime Change) agieren. Beide Organisationen haben ihren Sitz in Großbritannien, weit weg vom Geschehen. Beide Organisationen stehen der oppositionellen »Nationalen Koalition der syrischen Revolution und Oppositionskräfte« (Etilaf) nahe, die ihren Sitz in Istanbul (Türkei) hat. Gerade erst hat diese vom Westen auserkorene »legitime Opposition« die von dem UN-Sondervermittler Staffan De Mistura vorgeschlagenen Gespräche abgelehnt.

»The Syria Campaign« ist zudem Co-Autor einer Umfrage, die sogar von Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Face-to-Face-Interview mit Anne Will (7.10.2015) zitiert worden war. »70 Prozent (der aus Syrien geflohenen Menschen) machen die Regierung von Bashar al-Assad verantwortlich« für den Krieg. Auf die Frage, was sich in Syrien ändern müsse, damit sie zurückgehen könnten, antwortete die überwiegende Mehrheit der Befragten (67,8 Prozent) zwar, dass der Krieg enden müsse. Die Autoren der Umfrage hoben allerdings hervor, dass »52 Prozent« der Befragten als Bedingung für ihre Rückkehr angaben, »dass Assad nicht mehr an der Macht« sein solle. 58 Prozent sahen eine »Flugverbotszone als Möglichkeit, die Fluchtbewegung aus Syrien zu reduzieren«, und »73 Prozent« der Befragten »sahen den Abwurf von Fassbomben als Risiko für Leib und Leben«.

Zweifellos bedroht jede abgeworfene Bombe Leben und Gesundheit von Menschen, doch um die Aussagekraft der Umfrage zu erfassen, gehört es zum journalistischen Handwerk zu sagen, wer die Befrager sind. Neben der schon erwähnten »The Syria Campaign« gehören dazu »Adopt a Revolution« (Leipzig) und »Planet Syria«, eine Gruppe mit Sitz im Libanon.

»Adopt a Revolution« stellte sich erstmals Ende 2011 mit einem Mobilisierungsvideo im Internet der Öffentlichkeit vor. Zu den Gründungsmitgliedern gehört der in Deutschland lebende Ferhad Ahme, ein aktives Mitglied des 2011 (in der Türkei) gegründeten Syrischen Nationalrates. Anfang Dezember 2012 forderte Ahme (DLF, 3.12.2012) für »die Rebellen (…) effiziente und bessere Waffen«. Etliche Erstunterstützer aus der Friedensbewegung zogen sich damals von »Adopt a Revolution« zurück.

Gastleser

Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag5. November 2015, 18:05

Ich bin kein Jurist. Meiner Überzeugung und Erfahrung nach, ist die konsequente und fortgesetzte Falschdarstellung der Kriegsursachen, der Akteure, der Finanzierung und Auftraggeber, ein Fall für das Strafrecht.

Dieser Person kann nur mit Androhung von Gefängnisstrafen Einhalt geboten werden.
http://www.wdr5.de/sendungen/neugiergen ... g-102.html

Irena

Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag6. November 2015, 10:27

Ja, die Frau Helberg ist klar und deutlich eine bestimmte Partei - eben Rebellen - genommen. Übrigens die Ehe mit einem Syrer muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass sie in Syrien gut sich auskennt. Daher kann - und hier man deutlich es sieht - das das Eingreifen einer Partei vom großen Nachteil sein Kann. Sie spricht über Geopolitik?! so wie sie schildert, es ist lächerlich. Aber es ist zugleich traurig, dass die Menschen solches Kalibers auch unsere Politik gestalten.

Zum Vorschlag über Strafrecht. Ich denke, dass wir über eine Institution nachdenken müssten, die teilweise auch strafrechtliche Legitimation hat. Solcher "Gericht" müsste mit den Informationen auf s. z. Metaebene sich befassen. So würde, nach meiner Vorstellung nicht gegen bestimmte Medien eingegangen, sondern gegen die bestimmte Fälschungen oder unbewiesene Behauptungen, die als Fakten dargestellt werden. Strafrechtlich ist es nicht möglich, da dort muss bestimmte juristische Person angeklagt werden. Es ist sehr schwieriges Thema, der auch mit Verständnis der Freiheit zu tun hat.

Es könnte vielleicht als eine Art schwarzes Brettes sein. So auch die Verkündigungen der Medien auf ein vorab veröffentlichen Fehler, MÜSSTE auch hier unbedingt veröffentlich und immer zugänglich sein. Dafür könnte - vielleicht auch müsste - man eine Gebühr zahlen. So eine Art Strafe.
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Maren

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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag6. November 2015, 22:12

Ich gebe Irena recht. Es haben schon einige Leute versucht, auf dem Klageweg gegen bestimmte Formen der Medienhetze vorzugehen. Ich habe eine bestimmte Maßnahme vom Staatsanwalt prüfen lassen, es ging um eine besonders eklige Form von Volksverhetzung, die Hürden für eine Verfolgung sind zu hoch. Im Prinzip ist das auch gut so, wenn man das Recht auf freie Meinungsäußerung auf beiden Seiten wertschätzt. Für mich gibt es allerdings sehr wohl einen Unterschied, ob sich Medien über Wochen an einem albernen Relikt wie den Minigalgen von Dresden (der übrigens in der Tagesschau und in anderen Sendungen übermannsgroß dargestellt wurde) hochziehen, aber andererseits auf perfide Weise die Kriegstrommel für Angriffskriege gegen andere Völker rühern. Hier muss dringend etwas geschehen, wenn die Journalisten sich nicht aus eigenem Antrieb zu einem gewissen Ethos durchringen können.

Die vom Gastleser beanstandete Story von Kristin Helberg ist in der Tat schwer zu ertragen.
Karin Leukefeld und Michael Lüders könnten dieser Person sicher auf die Sprünge helfen.
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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag8. Dezember 2015, 12:57

Schon etwas älter, aber gerade rückblickend interessant zu lesen.

Anlass für diesen Beitrag war ein Kommentar des NDR, der am 12.3.2015 zur besten Sendezeit über die Bildschirme flimmerte. Und es ist dieser folgende Kommentar aus dem Hause eines Öffentlich Rechtlichen Senders, des Norddeutschen Rundfunks, der die ganze moralische Verderbtheit, Indoktrination und pathologische Kälte zeigt, die zu permanenten Eigenschaften der deutschen Leitmedien geworden sind. Diesen Kommentar werde ich nachfolgend offenbaren als das was er wirklich ist, eine verlogene heuchlerische Attacke auf den Frieden, einen weiteren Baustein, den Krieg in die Köpfe der Menschen zu tragen, als grenzenlosen Zynismus auf Kosten der zigtausend Opfer.
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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag24. Dezember 2015, 00:45

Russian diplomacy achieved a trio of Security Council Resolutions over the last month which gave Russia a decisive advantage

Deutsche Übersetzung von Dagmar Henn vom Saker
Die russische Diplomatie hat im letzten Monat drei Sicherheitsrats-Resolutionen erreicht, die Russland einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag2. Februar 2016, 13:28

Eine Zuschauerzuschrift zum Thema:

"Die “breitangelegte Kritik an Saudi-Arabien” verdient einen zweiten Blick. Wenn man die folgenden Meldungen und den Kommentar zu den Ereignissen liest und qualitativ vergleicht, kommt die weitere Verhätschelung Riads zu Tage und im Vergleich dazu das Abwatschen Teherans. Zwar wird das nicht so heftig vollzogen wie schon mal, dennoch lassen die Töne zwischen den Zeilen realpolitische Konsequenzen erkennen. So denkt die Bundesregierung nicht über einen Stopp der Waffenexporte an S-A nach. Steffen Seibert halluziniert: “Die Genehmigungspraxis für die Ausfuhr von Rüstung sei “grundsätzlich restriktiv”.” Nach dieser Logik ist es mit den Menschenrechten vereinbar, Seibert für seine Anmerkungen zu schächten. Bemerkenswert auch der Kommentar von Sabine Rossi, ARD-Studio Kairo. Darin wird ohne weitere Verifizierung die Hinrichtung von 47 Menschen dargestellt, als handle es sich um eine Facette im Kampf gegen den Terrorismus. Ganz verschwommen wird erkennbar, daß es sich um Kämpfer von Al Kaida handeln könnte sowie einen schiitischen Prediger, der des Ungehorsams, der Aufwiegelung und des Waffenbesitzes schuldig sei. Von IS bspw. kein Wort. Somit hat sich die Spekulation, gegen Saudi-Arabien dürfe vom Leder gezogen werden, durch Praxis erledigt, zumindest aber relativiert.

Nett auch, wie die ARD mit dem Begriff “Opposition” manipuliert. In aller Regel werden die Grünen als Feigenblatt für die “Ausgewogenheit” der Berichterstattung vorgeschoben. Positionen der Linken werden in aller Regel unter den Tisch gekehrt. Zur Erinnerung sei erwähnt, daß Göring-Eckardt Mitglied der Atlantikbrücke war. Über Bremsspuren dieses Engagements wundern sich allenfalls hauptberufliche Naivlinge. Diese Frau wird überverhältnismäßig zu, meinetwegen, Wagenknecht zitiert, obwohl bei der Frau eine Oppositionshaltung in allen wichtigen Fragen vertrauenswürdiger dargelegt wird. Schließlich ist es beinahe schon amüsant, wie die ARD, u.a., mit der Sitzverteilung (Linke: 64, Grüne: 63) und eben auch mit der Qualität der Oppositionsarbeit umgeht bzw. in der Praxis berichtet. Auch hier zur Erinnerung: Die ARD ist ö/r und sollte sich somit an gesetzliche Grundlagen halten.

Hier die entsprechenden Links:

http://www.tagesschau.de/ausland/saudia ... n-101.html
http://www.tagesschau.de/kommentar/saud ... n-133.html
http://www.tagesschau.de/ausland/saudiarabien-139.html
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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag28. Februar 2016, 13:47

Robert F. Kennedy Jr., den Sohn von Bobby Kennedy und Neffen von John F. Kennedy kann man nicht als Teil der "russischen Propagandamaschine" abtun. In einem längeren Artikel, erschienen im Online-Magazin Politico versucht Kennedy die Frage zu beantworten, warum "die Araber uns nicht in Syrien haben wollen". Seine kurze Antwort darauf lautet: "Sie hassen uns nicht wegen unserer Freiheitsideen, sondern weil wir unsere Ideale in ihren Ländern verraten haben - wegen Öl."

Telepolis: Syrien: Ein Krieg aus energiepolitischen Gründen
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Re: Berichte über Syrien/IS in deutschen Medien

Beitrag29. Februar 2016, 17:06

Täglich verbreiten die westlichen Propaganda-Medien, Assad und sein Regime trügen die alleinige Verantwortung für mehr als 200.000 Tote, Millionen Flüchtlinge und die Zerstörung Syriens.


Der vom Westen besorgte „Bürgerkrieg“ in Syrien
22. Februar 2016
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Maren

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Themenabend bei Arte

Beitrag16. März 2016, 13:28

Themenabend bei Arte 15.3.2016

Zu sehen sind ausnahmlos einseitige Reportagen über Syrien, in denen suggeriert wird, das sich das syrische “Volk” gegen Assad erhebt.

Vermisst! Syriens geheime Kriegswaffe
Seit 2011 bestimmt der Bürgerkrieg den Alltag in Syrien. Mehr als hunderttausend Menschen fielen dem Konflikt bereits zum Opfer, Millionen sind auf der Flucht. Das syrische Regime hat einen bis ins Detail durchdachten Todesapparat aufgebaut: Willkür, Grausamkeit und Folter sind an der Tagesordnung. Die Doku bricht das Schweigen und berichtet über diese Inhaftierten.Der Dokumentarfilm begleitet Nichtregierungsorganisationen und Vereinigungen, die in den syrischen Entführungsfällen ermitteln.”


Homs - Ein zerstörter Traum
Seit Herbst 2011 kämpfen der damals 19-jährige Baset und seine Kameraden aus Homs gegen Assads Truppen. Aus friedlichen Demonstranten werden bewaffnete Kämpfer, aus jungen Männern, für die Religion kaum eine Rolle spielte, werden im Angesicht des Todes gläubige Muslime. Der Dokumentarfilm wurde beim Sundance Film Festival 2014 ausgezeichnet.


Es wird verschwiegen, dass die sogenannten Rebellen vorwiegend aus Salafisten und Islamisten bestehen. Heute wissen wir, auf welche Weise der Aufstand von außen unterstützt, finanziert und propagandistisch befeuert wurde, dass es beim Konflikt mitnichten um einen Diktator geht sondern ausschließlich um geopolitische Interessen und dass Auszeichungen für Filme und Personen kein Indiz für deren Seriösität und Glaubwürdigkeit sind.

Selbstporträt Syrien
Seit er bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 das syrische Regime offen kritisierte, lebt der Filmemacher Ossama Mohammed im Pariser Exil. Zensiert in seiner Heimat, genießt er gerade bei jungen Syrern hohes Ansehen. Der Film zeigt ihn im virtuellen Austausch mit der jungen Filmemacherin Simaw aus Homs, die den Alltag im Bürgerkriegsland filmisch auf YouTube dokumentiert.


Ungeordneter Zusammenschnitt diverser Videos syrischer Rebellengruppen mit teils extremen Gewaltdarstellungen, die wohl als Beleg für die vermeintlichen Gräueltaten des "Assad-Regimes" dienen sollen. Hintergründe, externe Interessen, längst belegte Kriegs- und Propagandalügen werden nicht thematisiert.

Fazit: Die Propaganda in den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten geht trotz komplett veränderter Rahmenbedingungen im Syrienkonflikt unbeirrt und gedankenlos weiter. Das Narrativ muss wohl mit allen Mitteln aufrecht erhalten werden.

Erfreulicherweise gibt es für die Personengruppe, welche vorwiegend das Internet als Informationsquelle nutzt, Informationen, die sich auf Fakten und nicht auf Propaganda westlicher Kriegsparteien und Interessengruppen stützen. Mit Lizzie Phelan verfügt RT über eine mutige und authentische Journalistin, von deren Qualität ARD und ZDF nur träumen können.

Syrien nach 5 Jahren Krieg: RT blickt auf die Hintergründe

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