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Presseschau

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RN

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Re: Presseschau

BeitragMi 31. Mai 2017, 20:07

Die Alpen-Prawda oder wie sie bei uns genannt wird, die Prantelhauser-Zeitung, lese ich schon lange nicht mehr.
Wenn, dann nur wenn es nichts kostet. Für so ein Medium gebe ich keinen Cent aus.
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragFr 2. Jun 2017, 10:48

Deutschlandradio

Aktion "26 Stimmen für Stefan Raue"

Am 8. Juni soll MDR-Chefredakteur Stefan Raue zum Deutschlandradio-Intendanten gewählt werden. Die notwendige Mehrheit ist nicht sicher. Die Nervosität der Werber entzündet sich am Unmut verschiedener Mitglieder des Hörfunkrates. Diese sehen sich zu „Abnickern“ eines einzigen Kandidatenvorschlags degradiert. Es geht ihnen nicht um die Person Raue, es geht ihnen um das Verfahren: von intransparent bis vordemokratisch geht die Kritik.

http://www.tagesspiegel.de/medien/aktio ... 76910.html

Hinweis: Das Verfahren ist im aktuellen Deutschlandradio-Staatsvertrag so vorgeschrieben.
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragMo 5. Jun 2017, 12:13

Anfang des Jahres starteten die Autoren Alexander und Bettina Hammer auf Telepolis eine sehr lesenswerte Reihe unter dem Titel "Wie ich lernte, die Fake-News zu lieben". Inzwischen ist die Beitragsreihe auf 7 Folgen angewachsen und Teil 8 wird folgen.

Zu Teil 1: Wie ich lernte, die Fake-News zu lieben
Zu Teil 2: Von Angst getrieben
Zu Teil 3: Die Glaubwürdigkeitslüge
Zu Teil 4: Die Wächter der Meinungsfreiheit
Zu Teil 5: Die Angst vor der Bedeutungslosigkeit
Zu Teil 6: Die Macht der Masse
Zu Teil 7: Falsche Freunde und falsche Informationen
Teil 8: Alles wird vertuscht oder: Mir kann keiner was erzählen

Der Tenor der Politik ist, dass Menschen zu dumm sind, Falschmeldungen zu erkennen, sie ferner aber auch diese glauben wollen und insofern Hilfestellung benötigen. Dabei folgt die Politik dem Pfad des Standesdünkels.
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragDo 8. Jun 2017, 19:14

Tagesschau - Ein neues Buch über die umstrittene ARD-Informationssendung

empfohlen von Ulrich Teusch

Die für die Sendung tätigen ARD-Auslandskorrespondenten gefallen sich oft darin, die Medien anderer Länder in bestimmte Kategorien einzuordnen. „Wie aus den russischen Staatsmedien verlautete…“, heißt es da zum Beispiel, oder: „Wie die regimetreue Tageszeitung XY behauptete…“ Und wie steht’s mit der Tagesschau? Wie wäre sie zu klassifizieren? Neutral? Objektiv? Unabhängig? Oder müsste es heißen: „Wie die regierungsnahe ARD-Nachrichtensendung Tagesschau berichtete…“, „Die pro-westliche ARD-Informationssendung Tagesschau meldet…“

Oder sollte man einfach sagen: „Die umstrittene Nachrichtensendung Tagesschau…“ Das wäre mit Sicherheit nicht falsch. Denn umstritten ist sie, die Tagesschau, das geben selbst ihre Macher zu – und sie leiden darunter.
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragFr 9. Jun 2017, 11:46

Katar-Krise: Was steckt wirklich dahinter?
09.06.2017

Was sich derzeit am Golf abspielt, ist eine von Nebelkerzen verseuchte, diplomatisch wohl einmalige Posse. Man könnte lachen, wenn es nicht todernst wäre und die Welt in einen weiteren Krieg stürzen könnte.


Al-Dschasira unter Beschuss
09.06.2017

Der Katar-Fernsehsender Al-Dschasira steht unter Attacke. Der TV-Sender war der einzige in der Region, der teils kritisch berichtete. Er war deshalb den Herrschern am Golf ein Dorn im Auge. Nicht ausgeschlossen, dass sich die Katar-Krise daran entzündete.
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Re: Presseschau

BeitragFr 9. Jun 2017, 18:16

Rubikon: Mit den Waffen der Logik ist Terror oftmals besser beizukommen als mit Grundrechteabbau, Militarisierung und Krieg.

In unserer hochkomplexen Zeit scheint es an Wegen zu mangeln, Terrortaten aufzuklären. Die Darstellung eines „islamistischen“ Terrors trügt oftmals, merkte auch der gutwilligste BKA-Gläubige, als im Fall Amri wieder einmal die „Täterdokumente“ am Tatort gefunden wurden.
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Re: Presseschau

BeitragSo 11. Jun 2017, 19:52

Rubikon: Seele über Bord - Ein Erfahrungsbericht über anderthalb Jahre vergebliche Innovationsbemühungen im ZDF.

von Maren Rosengarten

In Anbetracht eines aus meiner Sicht inhaltlich äußerst niedrigtourig laufenden, von uns allen verpflichtend (mit)finanzierten und sich für mein Gefühl auch nicht entwickeln wollenden Programm-Outputs der deutschen öffentlichrechtlichen Fernsehsender habe ich einen Erfahrungsberichtüber meine anderthalbjährige redaktionelle Tätigkeit in ganz unterschiedlichen Bereichen des ZDF verfasst, welcher vielleicht auch für die Öffentlichkeit interessante Informationen enthalten könnte. Voilà mein Bericht für Sie.
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Re: Presseschau

BeitragMo 12. Jun 2017, 21:24

25 Jahre Ombudsstellen: Die Macht des Schiedsrichters

Wenn das Publikum unzufrieden ist mit SRF-Sendungen, kann es den Ombudsmann anrufen. Doch wird er von den Medienleuten ernst genommen? Ja, sagt TV-Chefredaktor Tristan Brenn.

Die «New York Times» schaffte den Ombudsmann ab. Die Schweizer Radio- und TV-Sender können das nicht tun – zu ihrem Glück.
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragDi 13. Jun 2017, 09:46

Viel Vertrauen in Glaubwürdigkeit der Öffentlich-Rechtlichen

In einer Zuschauerumfrage mit 4028 Teilnehmern ab 14 Jahren, schnitt laut einer Mitteilung des ZDF-Fernsehrates das Zweite am besten ab. In 17 von 32 Programmgenres trauten dem Mainzer Sender die Zuschauer die höchste Kompetenz zu. Das Spektrum reicht dabei von Doku über Reportage und Verbrauchermagazine bis hin zu Satire, Talkshows sowie Kino- und Fernsehfilme

Die Leiterin der ZDF-Medienforschung, Susanne Kayser, präsentierte die Auswertung einer Umfrage zum Image des Senders (unter 4028 Befragten ab 14 Jahren).

In seinem aktuellen Tätigkeitsbericht weist Intendant Dr. Thomas Bellut außerdem darauf hin, dass das Vertrauen in die wahrheitsgemäße Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender in der Bevölkerung nach wie vor groß ist. Das geht aus einer weiteren aktuellen Untersuchung hervor, die von der Forschungsgruppe Wahlen im April 2017 im Rahmen des Politbarometers bei 1328 Personen ab 16 Jahren durchgeführt wurde. 65 Prozent der Befragten haben danach ein sehr großes oder großes Vertrauen in die journalistischen Angebote von ZDF und ARD.

Hinweis I: Worin besteht der Unterschied zwischen denjenigen, die großes und denjenigen, die sehr großes Vertrauen haben?
Hinweis II: Was verstehen die Befragten unter “Verrauen in die journalistischen Angebote?
Hinweis III: Es wäre spannend zu erfahren, wie viele der Befragten der Meinung sind, dass die Sender Dinge verschweigen bzw. bewußt falsch darstellen sowie bestimmte Schtweisen ausblenden.
Hinweis IV: Die Ergebnisse der Umfrage wurden auf der Homepage, auf der die Presseerklärung steht, nicht verlinkt.
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Re: Presseschau

BeitragDo 15. Jun 2017, 10:54

Kultursender Arte hat versagt

Der von Arte zurückgehaltene Film über Antisemitismus ist sehenswert. Der Kultursender hätte ihn zeigen sollen, auch wenn die Filmautoren vom ursprünglichen Auftrag abgewichen sind.

Filmemacher Joachim Schröder wehrt sich gegen Arte und WDR

Der Produzent der umstrittenen Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt" erhebt schwere Vorwürfe gegen Arte und den WDR. Auf "Bild.de" war sie kurzzeitig zu sehen.

TV-Dokumentation zu Antisemitismus: Mit Elan ins Minenfeld

Übten Arte und WDR Zensur, als sie entschieden, eine Dokumentation über Antisemitismus nicht auszustrahlen? Kaum - der Film hat schlicht handwerkliche Mängel. Die Lösung von Bild.de, ihn unfertig doch zu zeigen, ist keine.

Warum genau konnten die öffentlich-rechtlichen Sender diese kritische Einordnung eigentlich nicht selbst vornehmen und die Doku zeigen? Spätestens, als der Streit über die Ausstrahlung eskalierte und dadurch befeuerte überragende öffentliche Interesse an dem Film gegeben war, hätten sie das tun sollen. Nun müssen Arte und WDR mit den nachhallenden Vorwürfen von Zensur und Bevormundung leben, während andere im Netz für ihren mutigen Journalismus gefeiert werden.

Arte und WDR wollen nicht gegen "Bild"-Veröffentlichung klagen

Die Filmemacher scheuen sich in der Dokumentation nicht, Unterstützer von Israel-Boykotte-Kampagnen zu kritisieren. Sie zeigen unter anderem auch auf, dass antisemitische Demonstrationen in Berlin und Paris oder Anschläge auf Synagogen nicht verstanden werden können, wenn man nicht auch den Hintergrund, also die Auseinandersetzungen in Gaza und im Westjordanland, thematisiert. Arte hatte jedoch gefordert, in der Doku den Antisemitismus in europäischen Ländern vorzuführen, nicht im nahen Osten.

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Hinweis I: Viel brisanter ist der Hintergrund der ganzen Geschichte mit BILD ist, dass eine durch den senderverantwortlichen Redakteur angenommene Produktion von Arte zurückgewiesen werden kann. Es liegt an einer Regel, die von der ARTE-Programmkonferenz vor 3 Jahren aufgesetzt wurde:

Jede Veränderung am Konzept eines Films, seien es die Protagonisten, der Stab oder gar weitere inhaltliche Aspekte oder Nebenstränge müssen von der zentralen Programmkonferenz neu abgenommen werden. Das heißt auch, dass jeder Film von Arte zurückgewiesen werden kann, der nicht exakt dem eingereichten Konzept entspricht. Damit gibt es bei der Produktion von Dokumentationen und Dokumentarfilmen eine grundsätzliche finanzielle Unsicherheit, ob Arte als Partner mit finanziert oder sich mitten in der Produktion verabschiedet.

Mit der Entscheidung, diesen Film bei Arte nicht anzunehmen und dies mit dem veränderten filmischen Konzept im Kontrast zum eingereichten Konzept zu begründen, wurde das erste(¿) Exempel statuiert.

Hinweis II: Inwieweit handelt es sich noch um einen Dokumentarfilm, wenn ein Konzept 1:1 umgesetzt und jede Änderung bestätigt werden muss. Ist dies nicht eine neue Form von scripted Relality?
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Re: Presseschau

BeitragFr 16. Jun 2017, 11:51

Gellermann, Klinkhammer und Bräutigam im Interview über die Berichterstattung der Tagesschau
Wie seriös ist der Journalismus, den Abend für Abend die Tagesschau bietet, wenn es um weitreichende politische Themen geht? Uli Gellermann, Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam haben gerade ein Buch mit dem Titel "Die Macht um 8: Der Faktor Tagesschau" veröffentlicht, das den Blick auf kritisierte Untiefen des ARD-Nachrichtenflaggschiffs lenkt.
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragMo 19. Jun 2017, 14:03

Zu viel Unterhaltung, zu wenig Information

Saarlandinside: Der SR müsse drei Millionen im Programm einsparen, weil die Einnahmen durch Rundfunkbeiträge falsch gerechnet wurden, sagt der Sender. Was er nicht sagt: Zwei Millionen braucht er allein für die Pensionskasse der Leitungsebene. Zudem: Üppige Gehälter und zu viel Personal lassen immer weniger finanziellen Spielraum für die Programmqualität. Bei vergleichbarer Fähigkeit, Verantwortung und Leistung verdienen SR-Mitarbeiter im Schnitt 20 bis 30 Prozent mehr als Beschäftigte der Landesregierung.
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Re: Presseschau

BeitragDi 20. Jun 2017, 13:10

Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) fordert eine Propagandakampagne zur Stärkung der Widerstandskraft

Die Überlegung, die gesamte Gesellschaft für den Kampf an der sogenannten Heimatfront zu mobilisieren und entsprechend „resilient“ gegenüber Kriegseinwirkungen zu machen, ist nicht neu. Sie findet sich schon bei General Erich Ludendorff, der während des Ersten Weltkriegs zur Obersten Heeresleitung des deutschen Kaiserreichs zählte und sich in den 1920er Jahren der NS-Bewegung anschloss. Ludendorff prägte den Begriff des „totalen Krieges“, dessen „Grundlage“ er in der „seelische(n) Geschlossenheit des Volkes“ sah: „Die seelische Geschlossenheit allein befähigt das Volk, der schwer ringenden Wehrmacht immer neue seelische Kraft zuzuführen, für die Wehrmacht zu arbeiten und in dem Ungemach des Krieges und unter den feindlichen Kriegshandlungen selbst sieg- und widerstandsfreudig zu sein.“

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59621
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragDo 22. Jun 2017, 09:10

Die ARD rettet die Welt: Wie man sich feierlich selbst inszeniert.

Zum Apriltreffen der Intendanten der ARD-Anstalten in Frankfurt brachte Lutz Marmor den Entwurf eines Offenen Briefes mit, gerichtet an den in der Türkei einsitzenden Journalisten Deniz Yücel. Marmors Idee: Prominente Vertreter der Medien-Branche sollten, stellvertretend für die Zunft, Solidarität mit Yücel und allen inhaftierten Journalisten demonstrieren.

https://www.rubikon.news/artikel/die-ar ... t-die-welt

Video zum offenem Brief
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Re: Presseschau

BeitragDo 22. Jun 2017, 18:23

Antisemitismus-Doku

Die einen sagen so:

Trotz handwerklicher Fehler: ARD zeigt umstrittene Doku

Die Sendung ist weniger eine Dokumentation, sondern vielmehr ein Statement und auch eine Polemik. Eine Dokumentation soll dokumentieren, was der Reporter zusammengetragen hat. Sie braucht nicht meinungsfrei sein, soll dem Zuschauer aber doch Gelegenheit geben, sich selber ein Bild zu machen, ein eigenes Verhältnis zum Gezeigten zu finden. http://www.sueddeutsche.de/medien/umstr ... -1.3550679

Arte, der WDR und die Dokumentation über Judenhass in Europa: Ein Film als überspitzte, teilweise nachlässig gearbeitete und doch notwendige Provokation – denn sein Fazit ist verheerend. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 69584.html

Und die anderen so:

„Das ist ein in der deutschen TV-Geschichte einmaliger und einzigartiger Vorgang. Vor die Wahl gestellt, den Film zu senden oder nicht zu senden, hat sich das Haus klammheimlich und ohne Absprache mit den Autoren der Doku dafür entschieden, die Arbeit zu denunzieren und zu verfälschen. Die Verantwortung dafür trägt in letzter Instanz der amtierende Intendant.“ http://www.achgut.com/artikel/die_selbs ... ng_des_wdr

Das alles als betreutes Fernsehen. Alle paar Minuten ein Laufband unter dem Film, der dessen Glaubwürdigkeit mit Verweisen auf „Faktenchecks“ unterminiert, wie ein Beipackzettel zu gefährlicher Medikamentierung, „Bei Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker“. https://www.tichyseinblick.de/feuilleto ... sehen-vor/

Ein Satz, der besonders nachhallt, aber offenbar nicht für kollektive Erhellung sorgt:

Eine höhere Quote hätte die für das Spartenpublikum arte produzierte Dokumentation nie erreichen können.
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Maren

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Re: Presseschau

BeitragSa 24. Jun 2017, 15:16

Whistleblower enthüllt, wie der führende NATO-Verbündete den IS bewaffnet und unterstützt

"Ich bin der Polizeichef, der beauftragt wurde, IS-Terroristen zu beschützen."

- Türkischer Geheimdienstchef Hakan Fidan als Mitglied einer Terrorgruppe mit Verbindung zu Al Kaida und IS benannt.
- Türkischer Geheimdienst lieferte dem IS über Jahre hinweg auf direktem Weg Militärhilfe.
- Türkische Regierung schleuste Militärgüter über humanitäre Hilfsorganisation an den IS.
- IS-Kämpfer, einschließlich einem Vertreter Al Baghdadis, erhielten kostenlose medizinische Behandlung in der Türkei und "Schutz" durch die türkische Polizei.
- IS-Chef in der Türkei bekam "Rund-um-die-Uhr-Schutz"auf persönlichen Befehl Präsident Erdoğans hin.
- Türkische Polizeiermittlungen gegen den IS werden systematisch vereitelt.
- IS-Öl wird in Komplizenschaft mit den Behörden in der Türkei und der kurdischen Region im Nordirak verkauft.
- NATO bekräftigt Rolle der Türkei als Verbündeter im Krieg gegen den IS.

Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/whistl ... nterstutzt
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Re: Presseschau

BeitragSo 25. Jun 2017, 10:16

"In einer Zeit, in der Fakten, Quellencheck und Hintergrundrecherche in etablierten Medien immer weniger gefragt sind, investigative, herrschaftskritische Journalisten und Wissenschaftler aus Redaktionen und Universitäten gedrängt werden und bestenfalls unter sehr prekären Bedingungen ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen können, in einer Zeit, in der kritische Geister durch Querfront-Vorwürfe mundtot gemacht werden (sollen), taucht im Sommer 2014 ein sich „CORRECT!V“ nennendes Recherchebüro auf, das a) innerhalb kürzester Zeit aufwändige Rechercheprojekte abschließt, die es b) kostenfrei den Redaktionen zur Verfügung stellt, die c) in den Mainstreammedien breit und unkritisch rezipiert werden und das d) innerhalb weniger Monate renommierte Journalistenpreise erhält, wie zum Beispiel den Grimme Online-Award für die Webreportage zum Abschuss des Malaysischen Verkehrsflugzeugs MH17 über der Ukraine. Zuletzt war Correctiv Gegenstand der Berichterstattung, nachdem Facebook angekündigt hat, in Deutschland Correctiv mit der Markierung von Fake-News zu beauftragen. Dieses an sich schon fragwürdige und von Paul Schreyer als „Privatisierung der Zensur“ bezeichnete Vorhaben steht und fällt vollends mit der Seriosität der beauftragten Kontrollstelle."

Rubikon: 4. und letzter Teil der Reihe "Professionelle Heuchelei", die hinter die Fassade des Journalistenbüros Correctiv schaut.
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Re: Presseschau

BeitragSo 25. Jun 2017, 18:26

"Sag"s mir ins Gesicht":
Kamerafeste, ausgebuffte Profis aus der Spitzengehaltsklasse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ließen private Kritiker gegen sich antreten, die keine Studiotechnik zur Verfügung hatten, keine Maskenbildner, keine Beleuchtungsmeister, keine Bildregie, keine Fachleute hinter den Kameras, keine Toningenieure – und keine Stichwortgeber per Teleprompter. Rhetorisch geschult, geschniegelt und geschminkt, stellten sich hier „Qualitätsjournalisten“ dem Gespräch mit gutgläubigen Mitmenschen, die sich mit ihren vernünftigen Argumenten nur in unzulänglicher Skype-Qualität präsentieren konnten.


Die ARD liebt Rubikon
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Re: Presseschau

BeitragMo 26. Jun 2017, 21:12

Giftgasmassaker war Inszenierung der USA
von Günter Meyer

Es gibt zahlreiche Beispiele für propagandistische Inszenierungen, falsche Zuordnungen und das Recycling von Filmen von Rettungsaktionen. Sie vermitteln immer wieder die gleiche Botschaft: Tapfere „Weißhelme“ retten vor allem Kinder nach Fassbombenangriffen des menschenverachtenden Assad-Regimes.


Weiterlesen auf Rubikon
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Re: Presseschau

BeitragMi 28. Jun 2017, 20:46

ARD, ZDF etc. versagen in der neu aufgebrochenen Rentendebatte erneut – mit Polemik gegen die Gesetzliche Rente, mit dem Rückgriff auf den unseriösen Raffelhüschen als Sachverständigen.

Am 26.6. wurde eine Bertelsmann Studie zum Thema Altersarmut veröffentlicht. In ihren Berichten und Kommentaren sind die Tagesthemen, das Heute Journal, der Südwestfunk u.a.m wieder in ihre alte Rolle zurückgefallen. Sie engagieren sich wie vor 15 Jahren für die Interessen der Versicherungswirtschaft und nicht für die im Interesse der kommenden Rentnerinnen und Rentner notwendigen Lösungen der Probleme: nämlich für die Stärkung der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente – nach dem Vorbild Österreichs zum Beispiel, wo diese im Schnitt 800 € höher liegt als in Deutschland. Eine Leserin der NachDenkSeiten schrieb, die ARD sei eine „Verdummungsanstalt des öffentlichen Rechts“.
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Re: Presseschau

BeitragDo 29. Jun 2017, 20:36

Damals wie heute: Die (geschürte) deutsche Angst vor „russischen Zuständen“

„Viele glaubten, jede Menge russisches Geld ströme nach Berlin und helfe, den Aufstand zu finanzieren. Auf Plakaten wurden die Spartakisten beschuldigt, russischen Methoden nachzueifern. Ein Gerücht wollte wissen, in Berlin seien bis zu tausend russische Bolschewisten, verkleidet als uniformierte deutsche Soldaten, unterwegs. Eine konservative Zeitung äußerte die Vermutung, die Spartakisten seien im Besitz von mehr als 20.000 Gewehren.“
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Re: Presseschau

BeitragFr 30. Jun 2017, 20:59

Die vertraulichen Sprachregelungen der ARD - ein Klasse-Beitrag von Paul Schreyer

Tagesschau-Redakteure sind beim Formulieren ihrer Texte an interne Richtlinien gebunden, die offenbar auch politische Wertungen vorgeben. Nun äußert sich Chefredakteur Kai Gniffke dazu.

Seite 1: https://www.heise.de/tp/features/Die-ve ... 58887.html
Seite 2: https://www.heise.de/tp/features/Die-ve ... ml?seite=2
Seite 3: https://www.heise.de/tp/features/Die-ve ... ml?seite=3
Seite 4: https://www.heise.de/tp/features/Die-ve ... ml?seite=4
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Re: Presseschau

BeitragSa 1. Jul 2017, 15:49

Erstaunlich, was MinisterpräsidentInnen so für freie Kapazitäten haben:
Chefin des neu zusammengesetzten ZDF-Verwaltungsrats ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie sei am Freitag einstimmig gewählt worden, sagte ein ZDF-Sprecher. Dreyer wird Nachfolgerin von Kurt Beck, der dem Kontrollgremium seit 1999 vorstand. Als wichtigste Aufgabe an der Spitze des Verwaltungsrates sieht Dreyer, das ZDF als einen der größten Fernsehsender Europas zukunftssicher aufzustellen.
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Re: Presseschau

BeitragSo 2. Jul 2017, 12:08

Landesmedienanstalten sollen mehr aus Rundfunkbeitrag erhalten

Michael Theurer (FDP), unter anderem Mitglied des Europaparlaments, will eine höhere Beteiligung der Landesmedienanstalten am Rundfunkbeitrag. Mit 250 Millionen mehr soll der Lokaljournalismus unterstützt werden. Mit 250 Millionen Euro mehr aus dem Rundfunkbeitrag sollen die Landesmedienanstalten finanziert werden. Pro Bundesland, das sie vertreten, sollen sie einen Grundbetrag von zehn Millionen Euro erhalten. Die 90 Millionen, die dann noch übrig bleiben, sollen mit 2,25 Euro je deutschem Haushalt an die Anstalten geleitet werden.

Hinweis I: Es gibt 14 und nicht 16 Landesmedienanstalten. Erhalten die beiden Zwei-Länder-Anstalten dann jeweils 20 Mio. Euro.
Hinweis II: 2,25 Euro Rundfunkbeitrag je Monat machen eine Jahressumme von über 970 Mio. Euro aus.
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Re: Presseschau

BeitragMo 3. Jul 2017, 20:30

“Fake”-Staatsferne beim ZDF: Malu Dreyer zur Vorsitzenden des ZDF-Verwaltungsrats gewählt
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist am Freitag in Mainz zur neuen Vorsitzenden des ZDF-Verwaltungsrats gewählt worden. An der Spitze des Aufsichtsgremiums löst sie ihren Amtsvorgänger Kurt Beck (SPD) ab. Als sogenannte staatsferne Mitglieder entsandte der ZDF-Fernsehrat unter anderen den ehemaligen Mainzer Staatskanzleichef Martin Stadelmaier (SPD), den Ex-Bundestagsabgeordneten und Staatssekretär Reinhard Göhner (CDU) und die frühere Kultusministerin von Sachsen-Anhalt, Birgitta Wolf (CDU).

Epd, nicht online

Malu Dreyer sagte zu ihrem Amtsantritt: "Es ist mir ein wichtiges Anliegen, das ZDF als einen der größten Fernsehsender Europas zukunftssicher aufzustellen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und der Qualitätsjournalismus sind von elementarer Bedeutung in einem pluralen und demokratischen System. 'Fake News' können am besten durch gut recherchierte Nachrichten und Hintergrundberichte entlarvt werden. Dafür steht auch das ZDF." Vorsitzender des Finanzausschusses ist der frühere DGB-Vorsitzende Michael Sommer, der Investitionsausschuss wird von der Präsidentin der Frankfurter Goethe-Universität Birgitta Wolff geleitet, der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich übernimmt den Vorsitz im Personalausschuss.

Hinweis I: Die Politik kümmert sich also um das Personal.
Hinweis II: „Qualitätsjournalismus ist ein ideologischer Tarnbegriff, ein Pleonasmus, der vieles verschleiern soll“ (Volker Lilienthal, Anhörung zum Qualitätsjournalismus im Bundestag 2011)
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