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Programmbeschwerde Marcus Pindur Ukraine

Hier veröffentlichen wir externe Programmbeschwerden mit freundlicher Genehmigung der Beschwerdeführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in den Beschwerden thematisierten Anliegen ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Beschwerdeführer liegen und diese nicht automatisch die Meinung der Forenbetreiber wiederspiegeln.
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Maren

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Programmbeschwerde Marcus Pindur Ukraine

BeitragSo 12. Nov 2017, 19:13

An: gremienbuero@deutschlandradio.de
Betreff: Programmbeschwerde Marcus Pindur Ukraine

Sehr geehrte Damen und Herren des Gremiums Deutschlandradio,

ich erhebe Programmbeschwerde gegen folgende Aussage Ihres Mitarbeiters Marcus Pindur:

(...)
"Währenddessen unterstützt Putin rechtspopulistische und linksradikale Parteien in ganz Europa und führt einen Krieg in der Ukraine."
(..)


http://www.deutschlandfunkkultur.de/zuk ... _id=400164

Marcus Pindur ist kritischen Hörern des Deutschlandfunkes schon längst ein Begriff, als Paradebeispiel, wie der Journalismus des Deutschlandradios gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstößt.

§ 11 (2) RStV – „Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen“

Schon in seiner Zeit als Korrespondent in den USA machte sich Pindur vollkommen ungeniert zum Sprachrohr des Atlantic Council und gab eins zu eins ausschließlich die Ansicht dieser US-Denkfabrik wieder, die natürlich nichts weiter als die außenpolitischen Interessen der USA wiedergibt.

"Der Atlantic Council ist eine Denkfabrik und Public Policy-Gruppe in Washington, D.C. Ihr Auftrag ist die Förderung von konstruktiver Führung und Engagement in internationalen Angelegenheiten auf Basis der zentralen Rolle der atlantischen Gemeinschaft bei der Bewältigung der internationalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts."

https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantic_Council

Auch bei meiner aktuellen Beschwerde macht sich M. Pindur wieder ausschließlich die Ansicht des Atlantic Council zu eigen.

".....Putin führt einen Krieg in der Ukraine"

Hier betreibt Pindur erneut nichts weiter als Kriegspropaganda. Dies ist vollkommen unverantwortlich, gerade in Zeiten in denen die USA überlegen, an die kriegsführende Kiewer Puschregierung tödliche Waffen zu liefern und die brutale Wirtschaftsblockade gegen den Donbass immer noch weiter zu verschärfen. Das ist kriegstreibend!

Erinnern Sie sich noch meine Damen und Herren, vor nicht allzu langer Zeit lag Ihnen eine ähnliche Programmbeschwerde vor, als M. Pindur nicht einmal davor zurückschreckte in Ihrem Kinderprogramm "Kakadu" diese Kriegspropaganda zu betreiben.

Auch damals Pindur: „Der russische Präsident Putin führt derzeit zwei Kriege. Einen in der Ukraine und einen in Syrien."

Erneut schafft es Marcus Pindur das Publikum mit Lügen, Verdrehungen und unvollständigen Information zu konfrontieren sowie Ursachen und Wirkung des angesprochenen Konfliktes völlig auf den Kopf zu stellen.

Nicht Putin führt einen Krieg in der Ukraine, sondern nach dem gewalttätigen und faschistischen Putsch vom sog. Rechten Sektor auf dem Maidanplatz in Kiew, am 22.2.2014, erkannte die Bevölkerung in der Ostukraine vollkommen zu Recht die neue illegitime faschistische Regierung in Kiew nicht an. Am 15.4.2014 schickte die Kiewer Putschregierung das Militär in die Ostukraine/den Donbass, um die dortigen Proteste mit brutaler Gewalt und allen zur Vefügung stehenden militärischen Mittel niederzuschlagen und zu unterdrücken.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 96719.html

Bis heute werden dort immer wieder ausschließlich zivile Orte (Donezk, Lugansk, usw) bombardiert.
Die Bezeichnung von Pindur "Putins Krieg in die Ukraine" stellt die Fakten auf den Kopf, es handelt sich um einen blutigen Bürgerkrieg, in dem auf Seiten der Ostukraine sowohl russische als auch eine Vielzahl anderer ausländischer Söldner kämpft, als auch auf Seiten der Kiewer Putschregierung amerikanische Söldner kämpfen.

Amerika treibt einen Keil zwischen Europa und Russland - bis hin zur offenen Feindschaft. Das beruht allein auf dem geopolitischen Interesse der USA. Zbigniew Brzezinski, Kissingers Nachfolger, schrieb 1979 in seinem Buch „Game Plan“, wir müssten aus dem russischen Einflussbereich einen Staat nach dem anderen herausbrechen. Wenn wir die Ukraine haben, dann kollabiert Russland. Der Konflikt in der Ukraine wurde von den USA lange vor dem gewaltsamen Regimechange 2014 geplant und auch mit Milliarden finanziert. (Siehe V.Nuland)

Dies folgt dem Plan des US-Präsidentenberaters Zbignew Brezinski, ebenso Mitglied im Atlantic Council, einen Staat nach dem andren aus dem russischen Einflussbereich herauszubrechen, um Russland "zum Kollaps" zu bringen. Genau beschrieben in seinen Büchern "Die einzige Weltmacht - Amerikas Strategie der Vorherrschaft" und im Buch "Game Plan".
Der brutale Krieg der Kiewer Putschregierung gegen die Bevölkerung im Donbass ist und war ebenfalls Plan der USA.

Einige Ukrainer wussten, dass die Amerikaner ihre Regierung stürzen wollten. Im ukrainischen Parlament hatte der Abgeordnete Oleg Tsarov die amerikanischen Putschvorbereitungen in einer Rede, die durch viele Zwischenrufe unterbrochen wurde, schon am 20. November 2013 aufgedeckt.

https://www.youtube.com/watch?v=5gbVOr6n8Ww

"In meiner Rolle als Vertreter des ukrainischen Volkes erhielt ich von Aktivisten der Organisation Volya klare Beweise, dass auf unserem Territorium, mit Unterstützung und direkter Beteiligung der amerikanischen Botschaft in Kiew ein 'Tech-Camp'-Projekt durchgeführt wird, im Rahmen dessen ein Bürgerkrieg in der Ukraine vorbereitet wird. "Im Rahmen
des Projektes werde die Revolution geschürt, um die amtierende Regierung zu stürzen. "Das Projekt wurde durch den US-Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, überwacht und läuft unter seiner Verantwortung" enthüllte der Parlamentarier Tsarov.

"Amerikanische Instruktoren haben erklärt, wie das Internet und die digitalen sozialen Netzwerke genutzt werden können, um die öffentliche Meinung zu manipulieren....und gewalttätige Unruhen zu provozieren." Diese Techniken habe man schon erfolgreich in Libyen, Ägypten und Tunesien eingesetzt. Gemäß der UNO-Charta sei es aber "unzulässig, in die inneren Angelegenheiten eines Staates einzugreifen" protestierte Tsarov richtig. "Das müssen wir untersuchen." Doch seine Forderungen fanden keine Mehrheit.

Weiterhin lege ich Ihnen nahe, Journalisten und Personen Gehör zu schenken, die aus dem Konfliktgebiet direkt berichten. Nehmen Sie sich die Zeit.

"Fronstadt Donez - Die unerwünschte Republik" von Mark Bartalmei
https://www.youtube.com/watch?v=w5-JPEcMHfg

" 8 months in Ukraine"
https://www.youtube.com/watch?v=ipzvVsjfcmc

"Ukraine on Fire" von Oliver Stone
https://www.youtube.com/watch?v=ywecX1RmAnE

"The Anti-Terrorist-Operation"
https://www.youtube.com/watch?v=t3c7CXzeYdA

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Moser

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