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Maren

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BeitragDi 15. Aug 2017, 19:38

Ein Verdacht macht sich breit. Sollte es vielleicht zweierlei Arten von Menschenleben geben? Einmal die der Afghanen, Iraker, Libyer, Syrer, Kongolesen, Sudanesen und Palästinenser und zum anderen das der durch die Atombombe Kim Jong-uns nun gefährdete der Europäer, Kanadier, Australier, US-Amerikaner? Das wäre dann ja wohl Rassismus in Reinform.


Wolfgang Jungmann
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Maren

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BeitragDi 29. Aug 2017, 20:36

Die Symbiose zwischen Rundfunkanstalten und Politik verhindert die Fähigkeit, sich selbst zu reformieren. Während die Nomenklatura des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf das scheinbare Grundrecht einer opulenten Finanzierung beharrt, wuchert in den Redaktionen die Identitätskrise. Manchem langgedienten Mitarbeiter bei ARD und ZDF stößt es bitter auf, dass der eigene Arbeitgeber für geschätzte 200 Millionen Euro umfangreiche Rechte an den künftigen Olympischen Spielen gekauft hat – während im Informationsbereich der Euro zweimal umgedreht wird.


Hans-Peter Siebenhaar
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Maren

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BeitragSa 2. Sep 2017, 14:58

Für Karl Popper ist Demokratie die einzige Staatsform, die es ermöglicht, auf unblutigem Weg Politiker loszuwerden. Der entsorgte Politiker lebt, ausgestattet mit blendender Altersversorgung, in aller Regel sorgenfrei. Im Sinne des Alten Fritz: sans souci. Angenommen die Kanzlerin würde bei den Wahlen entsorgt, müsste sie sich um sich keine Sorgen mehr machen. Gleichzeitig wären viele Wähler eine größere Sorge los. Wir nennen das im Deutschen Win-Win-Situation.


Wolfgang Herles
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Maren

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BeitragDo 7. Sep 2017, 21:46

Erstens ist Ken Jebsen kein Rechtsradikaler. Und zweitens muss man solche Sendungen aushalten können. "KenFM" ist sowohl inhaltlich wie ästhetisch absolut professionell gemacht und unterscheidet sich so gut wie gar nicht von vergleichbaren Sendungen im linearen Fernsehen. Da kommt dem Moderator seine Ausbildung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zugute. Dass ein solches Programm über das Netz ein beachtliches Publikum erreichen kann, ist der neue Effekt in der politischen Kommunikation. In den USA gibt es diesen Trend schon länger, aber in Deutschland gehört Jebsen zu den Pionieren.


Lutz Hachmeister
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Maren

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BeitragFr 8. Sep 2017, 19:29

Medien sind ein unverzichtbares Instrument bei der Herstellung von Gemeinschaft. Da sie unser Bild von der politischen Realität erst schaffen, hängt die Errichtung einer menschenwürdigeren Gesellschaft wesentlich davon ab, inwieweit es uns gelingt, einen Bedingungsrahmen für Medien zu schaffen, durch den alle gesellschaftlichen Gruppen die Möglichkeit haben, sich gleichberechtigt in den öffentlichen Diskussionsraum einzubringen.


Prof. Rainer Mausfeld
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Maren

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BeitragSa 9. Sep 2017, 14:05

Zu beobachten war, dass ihr Rollenverständnis ausschließlich ihrem eigenem Geschmack überlassen war. Sie waren bestrebt, den selbstreferentiellen, inneren Beziehungen und Konkurrenzverhältnissen zwischen Journalist-Stars zu entsprechen –sozusagen, als stünden sie selbst zur Wahl und nicht die Politiker. Das Resultat: Die Themen, die ohnehin in der Medienöffentlichkeit breit verankert und gerne mal marktschreierisch bedient werden, waren auch in der Sendung omnipräsent. Wir haben eine Moderation erlebt, die ein Musterbeispiel dafür ist, wie es aussieht, wenn Journalismus sich viel zu stark an dem Prinzip der Aufmerksamkeitsökonomie und seinem eigenen Renommee orientiert. Ein Journalismus, der sich als Anwalt der Öffentlichkeit versteht, zeigt sich jedenfalls anders als das, was uns vorgesetzt wurde.


Prof. Thomas Meyer
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BeitragMi 13. Sep 2017, 10:55

Es dürfte keinen Zweifel geben, dass die USA weder über ein politisches Mandat noch über Spurenelemente moralischer Eignung verfügen als menschenrechtliche demokratieverbreitende Schutzmacht in Syrien oder sonst wo aufzutreten.


Walter van Rossum
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Maren

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BeitragSa 16. Sep 2017, 20:40

„Probt Russland den Krieg gegen die Nato?“, fragt „Bild“ heute in gewohnt reißerischer Manier. Antworten darf die Kriegsministerin Ursula von der Leyen, die ihre Besorgnis über den Russen, der seit Kriegsende „vor der Tür steht“, zum Ausdruck bringen darf.

Ein Propaganda-Stück aus dem Lehrbuch des Kalten Krieges. Um weiter aufzurüsten braucht der von den USA geführte militärisch-industrielle Komplex neue Feindbilder und die tägliche Lügenpropaganda. Eigentlich hätte „Bild“ seine Leser beruhigen können mit der Schlagzeile: „Keine Angst vor dem Russen. Wir geben 13mal so viel für Rüstung und Krieg aus wie Putin.“ Aber das wäre nicht im Sinne der Rüstungswirtschaft. Also muss der nicht vorhandene Teufel weiter an die Wand gemalt werden.

Der ehemalige US-Präsident Eisenhower hatte schon Recht: Der militärisch-industrielle Komplex hat die US-Politik und damit die Politik der „westlichen Wertegemeinschaft“ fest im Griff. Um seine wahren Ziele zu verschleiern, braucht er eine Lügenpropaganda, die von großen Teilen der westlichen Medien jeden Tag verbreitet wird.
Michail Gorbatschow, dem Deutschland viel zu verdanken hat, warnte: „Von einem Kalten Krieg geht die Nato zu den Vorbereitungen für einen heißen Krieg über. Sie sprechen nur über Verteidigung, aber im Grunde treffen sie Vorbereitungen für Angriffshandlungen.“


Oskar Lafontaine
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Maren

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BeitragMo 18. Sep 2017, 11:20

Die Quote hat einen religiösen Charakter angenommen.
Sie dominiert die Programmentscheidungen - und nur sehr selten Kreativität oder Inhalt. Für die öffentlich-rechtlichen Sender hat sie inzwischen genau den gleichen Sinn wie für das kommerzielle Fernsehen. Dabei ist diese Form der Messung ja eigentlich für die Werbewirtschaft entwickelt worden. Aber davon sollte sich ein gebührenfinanziertes Programm nicht abhängig machen. Wir sehen aber auch, dass die Bedeutung der Quote abnimmt, weil damit eben nicht gemessen werden kann, wie attraktiv eine Sendung über den Tag hinaus ist. Das heißt: Reichweite und Repertoire-Wert gewinnen allein durch die Mediatheken und Streaming-Dienste an Relevanz.


Lutz Hachmeister
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