von Maren » 18. August 2015, 20:05
86 Mrd. Euro soll das neue Troika-Programm umfassen. Bei den Griechen wird davon fast nichts ankommen. 92 Prozent werden in den Schuldendienst und Bankenrettungen fließen,
hat die Zeit errechnet.
Bei den bisherigen zwei Programmen galt: Die Troika-Kredite flossen in überwältigendem Ausmaß in den Finanzsektor. Konkret profitierten internationale Banken, bei denen Griechenland verschuldet war, und griechische Banken, die gerettet wurden. Die griechische Bevölkerung sah von dem Geld so gut wie nichts, auch wenn unsere Politiker und Medien das gerne so hinstellten.
Das neue Programm folgt demselben Prinzip, nur eine Stufe absurder. Denn die griechischen Staatsschulden liegen heute kaum noch bei privaten Banken. Sie zu retten war das Ziel der ersten beiden Programme. Die Schulden wurden an öffentliche Gläubiger übertragen, also die anderen Eurostaaten, den "Rettungsschirm" EFSF und den Internationalen Währungsfonds (IWF). Heute erhält Griechenland also neue Kredite von öffentlichen Gläubiger, um alte Kredite bei öffentlichen Gläubiger - teilweise dieselben - zurückzuzahlen.
Dieser absurde Kreislauf zeigt, dass die griechischen Schulden längst nicht mehr tragfähig sind. Auch der IWF sieht das mittlerweile so und verweigert seine Teilnahme am neuen Programm, wenn es zu keiner Schuldenerleichterung kommt. Die Euro-Regierungen, allen voran die deutsche, wollen davon aber nichts wissen. Sie setzen auf die Fortsetzung von "extend and pretend", also "verlängern und heucheln", wie Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis diese Politik nennt.
Die griechische Bevölkerung wird auch von den 86 Mrd. des neuen Programms fast nichts sehen. Im Gegenteil: Sie bezahlt dafür mit unzähligen neuen Steuererhöhungen, Sozialkürzungen und Privatisierungen einen hohen Preis.
Screenshot: Zeit Online

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Quelle:
Griechenland entscheidet
86 Mrd. Euro soll das neue Troika-Programm umfassen. Bei den Griechen wird davon fast nichts ankommen. 92 Prozent werden in den Schuldendienst und Bankenrettungen fließen, [url=http://goo.gl/P7cOHe]hat die Zeit errechnet.[/url]
Bei den bisherigen zwei Programmen galt: Die Troika-Kredite flossen in überwältigendem Ausmaß in den Finanzsektor. Konkret profitierten internationale Banken, bei denen Griechenland verschuldet war, und griechische Banken, die gerettet wurden. Die griechische Bevölkerung sah von dem Geld so gut wie nichts, auch wenn unsere Politiker und Medien das gerne so hinstellten.
Das neue Programm folgt demselben Prinzip, nur eine Stufe absurder. Denn die griechischen Staatsschulden liegen heute kaum noch bei privaten Banken. Sie zu retten war das Ziel der ersten beiden Programme. Die Schulden wurden an öffentliche Gläubiger übertragen, also die anderen Eurostaaten, den "Rettungsschirm" EFSF und den Internationalen Währungsfonds (IWF). Heute erhält Griechenland also neue Kredite von öffentlichen Gläubiger, um alte Kredite bei öffentlichen Gläubiger - teilweise dieselben - zurückzuzahlen.
Dieser absurde Kreislauf zeigt, dass die griechischen Schulden längst nicht mehr tragfähig sind. Auch der IWF sieht das mittlerweile so und verweigert seine Teilnahme am neuen Programm, wenn es zu keiner Schuldenerleichterung kommt. Die Euro-Regierungen, allen voran die deutsche, wollen davon aber nichts wissen. Sie setzen auf die Fortsetzung von "extend and pretend", also "verlängern und heucheln", wie Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis diese Politik nennt.
Die griechische Bevölkerung wird auch von den 86 Mrd. des neuen Programms fast nichts sehen. Im Gegenteil: Sie bezahlt dafür mit unzähligen neuen Steuererhöhungen, Sozialkürzungen und Privatisierungen einen hohen Preis.
Screenshot: Zeit Online
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Quelle: [url=https://www.facebook.com/griechenlandentscheidet?fref=nf]Griechenland entscheidet[/url]