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T.: Venezuela-Sanktionen: USA bezahlen Erdöl nicht - Milliarden von venezolanischem Eigentum.

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T.: Venezuela-Sanktionen: USA bezahlen Erdöl nicht - Milliarden von venezolanischem Eigentum.

Beitrag4. März 2019, 15:31

https://meta.tagesschau.de/id/141076/krise-in-venezuela-guaido-kuendigt-rueckkehr-an
04.03.2019 - 12:18 | Krise in Venezuela: Guaidó kündigt Rückkehr an
Die USA bezahlen ihr Erdöl nicht mehr.
@11:34 von wie-
De facto der Raub venezolanischen Staatseigentums, mittlerweile in Milliardenhöhe. (Das Sperrkonto für jemand anderen möchte ich einmal im normalen Handel erleben: Ich bezahle meine Brötchen nicht, sondern richte ein Sperrkonto für dessen Konkurrenten ein...)

Dann verhindern sie, durch Blockade entsprechender Häfen, dass Venezuela vor allem an China mit größeren Öllieferungen seine Schulden bezahlen kann.

China und Russland haben - im Gegensatz zu den USA - tatsächlich schon wichtige Lieferungen vorgenommen.

Die USA verhinderten sogar die Auslieferung von von Venezuela schon bezahlten Medikamenten. Die natürlich u.a. auch mit Geldern aus dem Erdölverkauf bezahlt wurden.

Die illegalen Sanktionen (illegal, weil sie weder vom Sicherheitsrat noch von der UNO beschlossen wurden) betreffen - wie auch in Europa, gerade auch Firmen, die Handel treiben wollen.


Anmerkung:

The sanctions do their damage primarily by prohibiting Venezuela from borrowing or selling assets in the US financial system. They also prohibit CITGO, the US-based fuel industry company that is owned by the Venezuelan government, from sending dividends or profits back to Venezuela. In addition, if Venezuela wanted to do a debt restructuring, so as to reduce debt service during the current crisis, it would be unable to do this because it wouldn’t be able to issue new bonds. Because the sanctions prohibit Venezuela’s state-owned company CITGO from sending its profits home, the Venezuelan government is losing $1 billion a year in revenues. Ultimately, the sanctions are imposing greater hardship on the Venezuelan people because, as Weisbrot notes, they “exacerbate shortages of food, medicine, and other essential goods while severely limiting the policy options available to pull the country out of a deep depression.” Earlier this month, President Trump turned the screws even more by signing an executive order imposing sanctions on gold exports from Venezuela. The South American nation contains one of the world’s largest gold reserves and has turned to selling some of its gold as a means of addressing the economic crisis. One week after Trump issued his decree, Britain complied with the new sanctions by refusing to handover 14 tons of gold bars worth $550 million to Venezuela. This gold belongs to Venezuela and is simply being stored in the vaults of the Bank of England. As is the case with CITGO’s profits, Venezuela simply wants what is rightfully its own.
23.11.18 https://www.counterpunch.org/2018/11/23/business-as-usual-washingtons-regime-change-strategy-in-venezuela/

Vgl. auch 19.11.18 http://norberthaering.de/de/27-german/news/1071-gold-venezuela Bank von England verweigert Herausgabe von 14 Tonnen Gold – ein Menetekel für die Bundesbank mit ihren 1236 Tonnen in New York

28.01.19 https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/01/28/us-regierung-verhaengt-sanktionen-gegen-oelkonzern-pdvsa/ Außerdem hat die US-Regierung Assets von PDVSA eingefroren. Die USA werden Vermögenswerte in Höhe von 7 Milliarden US-Dollar blockieren und könnten im nächsten Jahr zu Umsatzverlusten von 11 Milliarden US-Dollar führen, sagte der US-Sicherheitsberater John Bolton bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus zu Reportern.

30.01.19 [url]https://www.jungewelt.de/artikel/348123.putsch-in-venezuela-usa-ölen-die-putschisten.html[/url]
Die demokratische US-Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die 2020 Präsidentin ihres Landes werden will, wertet das als den realen Grund für die US-Intervention: »It’s about the oil … again«.

30.01.19 https://deutsch.rt.com/amerika/83314-un ... venezuela/ UNO-Berichterstatter de Zayas:
Die Auswirkungen der von den US-Präsidenten Obama und Trump verhängten Sanktionen und die einseitigen Maßnahmen Kanadas und der Europäischen Union haben den Mangel an Medikamenten wie Insulin und antiretroviralen Medikamenten direkt und indirekt verschärft.
Durch die daraus entstandenen Verzögerungen bei der Verteilung von Medikamenten hätten diese Maßnahmen "zum Tod vieler (Menschen) beigetragen". Konkret nennt der Bericht etwa die Weigerung Kolumbiens, Medikamente gegen Malaria an sein Nachbarland zu liefern, nachdem in Venezuela im November 2017 die schlimmste Malaria-Epidemie auf dem amerikanischen Kontinent in diesem Jahrhundert ausgebrochen war.
De Zayas beklagt, dass Kolumbiens Medikamenten-Blockade nicht von der internationalen Gemeinschaft verurteilt wurde. Überhaupt sei der Import von Medikamenten und medizinischen Geräten aufgrund der Sanktionen "ungemein schwierig, fast unmöglich" geworden.

02.02.19 http://justicenow.de/2019-02-02/regime-change-in-venezuela-und-die-gier-des-us-empire/ Trumps höchster Berater und Einflüsterer, John Bolton, gab in einem Interview am Dienstag offen zu, dass es beim Putsch in Venezuela einzig um Erdöl geht; genauer: um den Profit US-amerikanischer Ölkonzerne im Land mit den größten Ölvorkommen der Welt. „Wir führen jetzt Gespräche mit großen amerikanischen Unternehmen“, so Bolton auf dem rechtsaußen Sender FOX News. „Es würde für die Vereinigten Staaten einen großen wirtschaftlichen Unterschied bedeuten, wenn amerikanische Ölfirmen jetzt investieren und die Ölvorkommen in Venezuela ausbeuten könnten.“ [Hervorh. J.R.]
... N.Y.T. „Die Sanktionen beinhalten auch Ausnahmen, die es dem amerikanischen Erdölkonzern Chevron sowie den beiden großen Öldienstleistern Halliburton und Schlumberger ermöglichen, weiter in Venezuela tätig zu sein.“
... Ein genauerer Blick auf die drei genannten Firmen liefert wertvolle Erkenntnisse über die Arbeitsweise der US-Kleptokratie. In allen drei Firmen hält Donald Trump Aktienanteile: Chevron, Halliburton und Schlumberger (lest diesen Satz bitte noch einmal). Die drei Hauptprofiteure der Trumpschen Sanktionspolitik werden künftig enorme Gewinne einstreichen – und damit auch die Privatschatulle des US-Präsidenten füllen.

26.01.19 http://justicenow.de/2019-01-26/chomsky-pilger-und-70-weitere-fordern-in-offenem-brief-ein-ende-der-us-intervention-in-venezuela/ Probleme, die sich aus der Politik der venezolanischen Regierung ergaben, wurden durch US-amerikanische Wirtschaftssanktionen verschärft, die unter den Rahmenbedingungen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der Vereinten Nationen illegal waren – ebenso unter US-amerikanischem Recht und anderen internationalen Verträgen und Übereinkommen. Diese Sanktionen schnitten die Mittel ab, mit denen die venezolanische Regierung ihrer wirtschaftlichen Rezession hätte entkommen können, während sie weiterhin einen dramatischen Rückgang der Ölproduktion zur Folge hatten und die Wirtschaftskrise weiter verschlimmerten. Viele Menschen starben, weil sie keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten haben.

02.02.19 [url]https://www.jungewelt.de/artikel/348393.20-jahre-bolivarische-revolution-morgenröte-und-dämmerung.html[/url] ... So finden die Menschen in ihren Lebensmittelpaketen, die sie über die »Lokalkomitees für Versorgung und Produktion« (CLAP) zu subventionierten Preisen erhalten, etwa Bohnen aus Äthiopien, die über türkische Unternehmen importiert wurden. Zugleich dominieren private Unternehmen auch 20 Jahre nach Beginn des revolutionären Prozesses Warenimport und -vertrieb und haben so ein entscheidendes Mittel in der Hand, die Regierung unter Druck zu setzen. Insbesondere der »Polar«-Konzern hat quasi ein Monopol auf wichtige Grundnahrungsmittel, etwa das in Venezuela unverzichtbare Maismehl. Durch diese Schlüsselstellung können die Unternehmen die von der Regierung festgelegten Preise für die Grundnahrungsmittel und andere Produkte ignorieren und höhere verlangen, ohne dass dies für die Firmen Folgen hätte.

– Page 136 of McCabe's new book, recounting a 2017 Oval Office meeting: "Then the president talked about Venezuela. That’s the country we should be going to war with, he said. They have all that oil and they’re right on our back door."

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